am 27. Februar 2007 um 20.00 Uhr im paradox (Bernhardstr. 12, 28203 Bremen) im ersten Stock im Clubraum
Dialog- und Filmabend des Clubs der Rosa-Luxemburg-Initiative mit Beiträgen von Benjamin Moldenhauer und Christoph Spehr, moderiert von Kai Kaschinski
In dieser Veranstaltung wird entlang der Serien „24“ und „Buffy“ nach den Überschneidungen zwischen den Themen Geschlecht, Arbeit und Fitness gesucht. Wir werden Beiträge von Benjamin und Christoph hören, die sie auch auf dem Left Forum in New York präsentieren werden und zudem einige Filmausschnitte sehen.
Club-Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative
Donnerstag, 22.02.2007
19 Uhr, Konsul-Hackfeld-Haus (Saal, 1. Stock), Birkenstraße 34, Bremen
Podiumsdiskussion mit Axel Troost, Birgit Zenker, Cornelia Barth und Anne Allex; Moderation: Lydia Murmann
In dieser Podiumsdiskussion sollen verschiedene Fragengestellungen aus der Veranstaltungsreihe zu Grundeinkommen und Perspektiven sozialer Sicherheit „Bedingungsloses Grundeinkommen statt Ausgrenzung und Ausbeutung?“ zusammenfinden.
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16.-18. Februar 2007 im Tagungshaus Erlenhof (21775 Steinau)
Ein Seminar mit Kai Kaschinski
Freitag, 16.02.2007 Foucaults Konzept der Biomacht und die globale Dimension der Biopolitik – Über Körper zwischen genetischer Selbstkontrolle und globaler Transformation
Zu Beginn des Seminars beschäftigen wir uns mit Michel Foucaults Konzeption der Biomacht. Vorgestellt werden die theoretischen Elemente der Biomacht entlang ihrer von Foucault betrachteten historischen Entwicklung. Es wird erörtert wie sich der Zugriff auf den Menschen und das Leben im Zusammenspiel von Wissenschaft und Macht in der Moderne herausgebildet hat und die life science zu einem zentralen Herrschaftsinstrument wurde. Zulaufen soll die Diskussion der Geschichte der Biomacht auf die Frage nach den Unterschieden zwischen einer modernen staatlichen Biopolitik der Regulation der Bevölkerung und einer postmodernen globalisierten Biopolitik der Separation der Menschheit.
Samstag, 17.02.2007 Migration aus Deutschland gestern und heute – Über Körper auf der Flucht und die Steuerung ihrer Vermarktung
Migration kann als globale Dimension der Biopolitik und Bevölkerungspolitik begriffen werden. Wir untersuchen die Motivationen und Steuerungsinstrumente der Migration im Kontext der deutschen Geschichte. Auch hier wollen wir einen Vergleich zwischen unterschiedlichen historischen Phasen vornehmen und untersuchen inwiefern Veränderungen in der Migrationspolitik Rückschlüsse auf eine Neugestaltung der Biomacht unter den Vorzeichen der Globalisierung zulassen. Zur Veranschaulichung der Thematik werden wir das Auswandererhaus in Bremerhaven besuchen.
Sonntag, 18.02.2007 Die Vogelgrippe als globales Katastrophenszenario – Über Körper als Risikofaktor und Seuchen als Kehrseite der Globalisierung
Hier beschäftigen wir uns mit der Vogelgrippe und ihrer medialen Inszenierung als globale biologische Gefahr. Wir untersuchen die Seuche als einen globalen Risikodiskurs und hinterfragen Ursachen und Wirkung der Vogelgrippe. Der Schwerpunkt unserer Betrachtung liegt dabei auf der sozialen Dimension der Vogelgrippe-Politik. Wir fragen hierbei unter anderem nach der Rolle von „Fremdkörpern“ für die Kontrollmechanismen einer globalen Biopolitik und die Bedeutung der ungleichen Verteilung medizinischer Ressourcen. Abschließend diskutieren wir die strukturellen Gemeinsamkeiten von Migrations- und Seuchenpolitik im Kontext der Analyse einer globalen Biopolitik.
Kai Kaschinski ist Politikwissenschaftler und Biologe und seit Jahren in der Erwachsenenbildung tätig.
– Eine baldige Anmeldung ist unbedingt erforderlich! Meldet Euch bei Interesse unter kai.kaschinski(ät)gmx.de. Die Hauskosten übernimmt der Club. Essen, Anreise und weitere Unkosten teilen und organisieren wir mit allen zusammen. Inhaltliche, kulturelle und kulinarische Beiträge zum Wochenende sind erwünscht.
Die Geschichtspolitik der USA und die Transformation der Holocaust-Erinnerung in den 1990er Jahren
Vortrag und Diskussion mit Jan Surmann (Hamburg)
Freitag, 02.02.2007
Ab 19 Uhr, Villa Ichon (Kaminzimmer), Goetheplatz 4, 28203 Bremen
Die Implosion der osteuropäischen Staatengemeinschaft – und damit das Ende der Nachkriegszeit – hat in der Auseinandersetzung mit den Folgen der nationalsozialistischen Raub- und Vernichtungspolitik zu einem einschneidenden Paradigmenwechsel geführt. Sowohl entschädigungs- wie auch restitutionspolitische Mängel der Nachkriegszeit wurden in den 1990er Jahren unter dem Schlagwort des „unfinished business“ international thematisiert und ihre Klärung gefordert. Die handlungsorientierte Geschichtspolitik der USA, die sich im Kontext der Forderungen jüdischer Organisationen nach Restitution in Osteuropa herausentwickelte, hat in diesem Prozess eine zentrale Rolle gespielt: Sie hat über die Ausübung politischen, ökonomischen und juristischen Drucks nicht nur elementar zum Abschluss diverser Fonds und Stiftungen – und damit zur materiellen Aufarbeitung – beigetragen, sondern erinnerungspolitisch eine Transformation der Shoah-Erinnerung hin zu einer Entkontextualisierung und Universalisierung gerade auch auf internationaler Ebene maßgeblich vorangetrieben.
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