Veranstaltung - Archiv


Einblicke in die Situation im Iran

Vortrag und Diskussion im Rahmen des Bremer Open Monday
Montag, 5. Februar 2018, um 19 Uhr in Bremen
Kommunikationszentrum Paradox, Bernhardstr. 12, 28203 Bremen

Die jüngsten Demonstrationen im Iran fanden auch in westlichen Medien viel Beachtung. Aber wurde dabei auch die Komplexität der Proteste angemessen betrachtet? Iran spielt eine zentrale weltpolitische Rolle und so sind auch viele Menschen hierzulande interessiert an der politischen Situation und den Verhältnissen im Iran. Gleichzeitig ist das allgemeine Wissen über den Iran, seine Parteienlandschaft, die ökonomische und politische Situation und schließlich auch über das Leben der Menschen sehr begrenzt. Mit dieser Informationsveranstaltung wollen wir Einblicke in die komplexe politische Situation im Iran geben.

Iran-Flyer-Open-Monday

Eine Veranstaltung im Rahmen des Open Monday, einem sozialen und politischen Raum von und für Flüchtlinge in Bremen Montags Abends im Kommunikationszentrum Paradox, in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Intitiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Das Flugblatt zur Veranstaltung als PDF zum Download: 180205 Iran – Open Monday.

Lektürekurs zu Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 1

Wöchentlicher Lektürekurs mit Moritz Zeiler 
Kursbeginn 05. Februar 2018 / Jeweils Montag / 19.15 – 21.15 Uhr
Infoladen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen

Seit der Krise 2008ff wird vermehrt Kritik am Kapitalismus laut. Dabei überwiegt meist ein undeutliches Verständnis der kapitalistischen Verhältnisse sowie Ressentiments gegen Banken, Management und ‚die da oben‘. Doch Empörung und Anklage Einzelner allein haben die gesellschaftlichen Verhältnisse noch nie zum Besseren verändert, sondern im Gegenteil eher zu Rückschritt und Barbarei geführt. Kritische Untersuchung ökonomischer und politischer Zusammenhänge ist für gesellschaftliche Emanzipation daher unverzichtbar. Die Marx’sche Kritik der politischen Ökonomie wurde zwar im 19. Jahrhundert veröffentlicht, bietet aber nach wie vor eine der profundesten Analysen des Kapitalismus. Die Veröffentlichung des ersten Bandes des Kapitals feierte letztes Jahr sein 150 jähriges Jubiläum.  Mit dem Lektürekurs wird in zentrale Begriffe von Marx eingeführt. Unter anderem interessieren folgende Fragen: Was unterscheidet Kapitalismus von früheren Gesellschaftsepochen? Was versteht Marx unter Ware, Wert, Geld und Kapital? Welche Bedeutung haben bei ihm Fetischismus, Klasse und Staat? Ab Anfang Februar 2018 wird einmal wöchentlich der erste Band des Marx’schen Kapital gelesen und diskutiert und so bis Ende November insgesamt erarbeitet. Der Kurs wendet sich vor allem an diejenigen, die in eine kollektive Auseinandersetzung mit der Marx’schen Kritik der politischen Ökonomie einsteigen möchten und keine größeren Vorkenntnisse haben. Dabei sollen alle Fragen erlaubt sein und Expert_innendebatten vermieden werden. Der Referent wird moderieren und einen Überblick über verschiedene Lesarten geben, jedoch keine allgemeingültige Interpretation präsentieren. Gewünscht ist gemeinsame Textaneignung und Diskussion.

Moritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe.

Bremen_Marx_Plakat_2018

Der Lektürekurs wird in Kooperation organisiert von associazione delle talpe, Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen und Rosa-Luxemburg-Stiftung – Akademie für politische Bildung Berlin.

Anmeldung bitte unter talpe@riseup.net
Infos unter: associazione.wordpress.com // das-kapital-lesen.de // rosa-luxemburg.com

Quo vadis, Türkei?

Podiumsdiskussion mit Leyla Îmret u.a. über die aktuelle politische Lage in der Türkei, ihre Auswirkungen auf Deutschland und die Zukunft der deutsch-türkischen Beziehungen
Donnerstag, 08. Februar 2018, um 18 Uhr in Bremen
Hochschule Bremen, Neustadtswall 30, 28199 Bremen, Hörsaal M26a 

Durch eine kurzfristige Absage des Saales in der Hochschule musste diese Veranstaltung in den Tivoli-Saal im DGB-Haus (Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen) verlegt werden.

Seit dem Militärputsch vom Sommer 2016 befindet sich die Türkei in einem dauerhaften Krisenzustand. Dabei sind Inhaftierung, Folter und Verschleppungen unter der AKP-Alleinherrschaft zum Alltag geworden und bestimmen das politische Klima. So werden z.B. gegenüber dem inhaftierten Co-Vorsitzenden der HDP, Sellahattin Demirtas, mit einer absurden 600-seitigen Anklageschrift schwerwiegende Vorwürfe erhoben, u.a. wegen Volksverhetzung und Aufstachelung zur Gewalt. Dessen Prozess begann am 07.12.2017 in Ankara, nachdem er über ein Jahr in U-Haft verbrachte. Zusammen mit Figen Yüksekdag und anderen PolitikerInnen, JournalistInnen und AkademikerInnen wurde er im November 2016 im Zuge der großen „Säuberungskampagnen“ festgenommen. Die aktuellen Entwicklungen sind auch aus deutscher Sicht besorgniserregend, verbindet Deutschland und die Türkei doch seit Jahrzehnten eine enge politische Zusammenarbeit.

Wie sieht die aktuelle politische Lage in der Türkei aus? Wie geht es weiter mit der Türkei, worauf steuert sie zu? Was ist die Strategie Erdogans? Ist eine politische Lösung der innen- und außenpolitischen Krise mit der AKP noch möglich? Wie sehen die deutsch-türkischen Beziehungen aus und wie werden sie sich entwickeln? Wie sehen die Autonomiebestrebungen der ethnischen Minderheiten am Beispiel der KurdInnen aus?

Über diese Fragen möchten wir mit unseren Gästen diskutieren:

  • Leyla Îmret, Bürgermeisterin (HDP) von Cizre (Türkei), im deutschen Exil lebend
  • Prof. Dr. Norman Paech, Rechtswissenschaftler (Öffentliches Recht) und ehemaliger Bundestagsabgeordneter der Partei DIE LINKE, Hamburg
  • Dr. Cetin Gürer, Wissenschaftler im deutschen Exil lebend, forscht am Zentrum für Arbeit und Politik der Universität Bremen
  • Mako Qocgiri, Mitarbeiter von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., Berlin

Quo Vadis, Türkei?

Eine Veranstaltung des YXK Bremen – Verband der Studierenden aus Kurdistan (Yekîtiya Xwendekarên Kurdistan) in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, dem AStA der Hochschule Bremen, dem Kurdistan Solidaritätskomitee Bremen und verschiedenen weiteren Organisationen.

Der Flyer zur Veranstaltung zum Download:

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Bezahlbarer Wohnraum für alle durch neue Wohnungsgemeinnützigkeit?

Vortrag und Diskussion mit Andrej Holm u.a.
Montag, 12. Februar 2018, um 19 Uhr in Bremen
DGB-Haus, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen (Tivoli-Saal)

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht die Frage nach einer besseren Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum und einer sozial ausgewogenen Stadtentwicklung. Die schwierige Situation am Bremer Wohnungsmarkt und die Zahl der Menschen, die auf der Suche nach angemessenem und bezahlbarem Wohnraum in Bremen sind, zeigt immer deutlicher das Scheitern einer primär an Interessen von Investoren orientierten Wohnungsbaupolitik.

Mit:

  • Dr. Andrej Holm, Berlin, Stadtsoziologe und Mietaktivist
  • Joachim „Barlo“ Barloschky, Sprecher des Bremer Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen
  • Claudia Bernhard, Sprecherin für Bau, Stadtentwicklung, Wohnen der Fraktion DIE LINKE. in der Bremischen Bürgerschaft
  • Hans-Peter Hölscher, Sprecher des Regionalausschusses „Galopprennbahn“ der Beiräte Hemelingen und Vahr, Fraktionssprecher der SPD im Beirat Hemelingen
  • Ingo Tebje, Gewerkschaftssekretär ver.di-Bezirk Bremen-Nordniedersachsen Fachbereich Gemeinden
  • Moderation: Norbert Schepers, Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen
lux-arg_wohnen_teaser Bildquelle: www.rosalux.de

Bildquelle: www.rosalux.de

Andrej Holm stellt Ergebnisse seiner mit Sabine Horlitz und Inga Jensen 2017 für die Rosa-Luxemburg-Stiftung vorgelegten Studie «Neue Wohnungsgemeinnützigkeit. Voraussetzungen, Modelle und erwartete Effekte» vor.

Diese Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung belegt, dass eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit der Schlüssel zu einer besseren Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum und einer sozial ausgewogenen Stadtentwicklung sein kann. Es wird aufgezeigt, dass eine Kombination von steuerlicher Entlastung, zinsfreien Darlehen, Erbbaupachtverträgen und festgeschriebenen Gewinnverzichten bei Neubauwohnungen unter den Bedingungen der Neuen Wohnungsgemeinnützigkeit dauerhaft leistbare Mieten sichert.

Ein konkreter Bezugspunkt dieser Veranstaltung sollen auch aktuelle Bremer Debatten zur Stadtentwicklung und zum Wohnungsbau sein. Insbesondere die geplante Bebauung des Geländes der Galopprennbahn und der Golf Range in Hemelingen und in der Vahr lässt die Suche nach Alternativen in der Wohnungsbaupolitik umso lohnender erscheinen.

Veranstalterinnen:

  • Gewerkschaft ver.di Ortsverein Bremen
  • Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen

Der Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: 180212 VA-Flyer Andrej Holm – Wohnungsgemeinnuetzigkeit.

Material zum Thema:

Massenpartei, Volkskrieg, Revolution?

Geschichte und Gegenwart der K-Gruppen. Im Gespräch mit Thomas Ebermann
Dienstag, 20. Februar 2018, um 19 Uhr in Bremen
Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstraße 12-19, 28203 Bremen

Anfang der 70er Jahre greift ein Teil der linken Bewegung zu vermeintlich altbewährten Formeln. Die Neugründung der kommunistischen Partei soll helfen die Diktatur des Proletariats zu erkämpfen und den Kapitalismus zu überwinden. An diesem Konzept halten einige bis heute verbissen fest. Im Gespräch mit dem Publizisten Thomas Ebermann, der selbst in einer K-Gruppe organisiert war, wird dieses Phänomen diskutiert. Anlass für die Auseinandersetzung mit diesem Thema ist das schon seit einigen Jahren zu beobachtende Wiederaufkommen dogmatischer Gruppen, die anscheinend gerade auf einige Jüngere eine starke Anziehungskraft ausüben.

Thomas Ebermann, Fest der Linken 2017

Thomas Ebermann beim Fest der Linken 2017

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit der AGB – Antifaschistische Gruppe Bremen.
Plakat und Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: 180220-K-Gruppen-Plakat | 180220-K-Gruppen-Flyer.