Arbeit & Ökonomie - Archiv


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Media & Socialities. Workshop with cultural and social actors from Budapest and Bremen

Workshop von Donnerstag, 30. November 2017 bis Samstag, 02. Dezember 2017, kunst-und kulturverein spedition // Beim Handelsmuseum 9/Güterbahnhof // 28195 Bremen

Veranstaltungsreihe zu Stadt, Öffentlichkeit und Digitalisierung.

How to use (social) networks, exchange knowledge, develop new practices of digital and analogue media techniques in urban, artistic and social contexts? Workshop deutsch/englisch, bitte per E-Mail anmelden unter info@citydataexplosion.de

Digitalisierung und Vernetzung prägen unser Selbst und unser soziales Miteinander. Auch die Wahrnehmung und der Gebrauch des öffentlichen Raums in den Städten verändern sich. Die Reihe präsentiert vier Beiträge zu einer Debatte über Gemeinschaftlichkeit, mediale Praxen und emanzipative Strategien in einer digitalisierten Stadt.

Eine Veranstaltung in Kooperation von kunst- und kulturverein spedition e.V und Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen

Das Grundeinkommen – Wege und Konzepte der Umsetzung in Schleswig-Holstein und darüber hinaus

Freitag, 17.11.2017, 19.00 Uhr, Friedenskirche, Humboldtstr. 175, 28203 Bremen

Grundeinkommen und Realpolitik: Bericht über Stand der Bemühungen und Verlauf der Diskussion in Schleswig-Holstein. Was wäre daraus zu lernen für weitere Perspektiven? Die „Jamaika“-Koalition in Schleswig-Holstein, bestehend aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP, ist in ihrem Koalitionsvertrag zu der Erkenntnis gekommen, dass unser Sozialsystem im Hinblick auf reale Arbeitslosigkeit, Altersarmut, Digitalisierung, mehr und mehr unterbrochene Berufsbiografien und notwendigem Bürokratieabbau auf eine neue Basis gestellt werden muss. Eine Arbeitsgruppe ist gegründet, die sich mit Modellen wie dem Grundeinkommen und dem Bürgergeld beschäftigen soll. Als Ergebnis könnte ein Modellversuch in Schleswig-Holstein stehen.

Referenten: Arfst Wagner, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein; Ronald Blaschke, Netzwerk Grundeinkommen, Mitherausgeber mehrerer Bücher und Autor zahlreicher Beiträge zum Grundeinkommen.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit attac, Netzwerk Grundeinkommen, Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen – Initiative in der Bremischen Evangelischen Kirche BGE.BEK, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, Stadtbibliothek Bremen, Friedenskirche Humboldtstraße Bremen im Rahmen der Veranstaltungsreihe 10. Internationale Woche des Grundeinkommens.

„Industrie 4.0” und bedingungsloses Grundeinkommen

Dienstag, 07.11.2017, 19.00 Uhr, Wallsaal, Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen
Vortrag: Dr. Ingmar Kumpmann, Wirtschaftswissenschaftler, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Netzwerks Grundeinkommen, Berlin

Die Studie von Frey/Osborne (2013) hatte zum Ergebnis, dass 47 % der Arbeitsplätze durch digitale Systeme ersetzt werden können. Seither wird verstärkt darüber diskutiert, inwieweit „Industrie 4.0“ zum massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen könnte. Um angesichts dieser Perspektive Einkommen zu sichern, kommt das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) wieder intensiver ins Gespräch. In dem Vortrag soll es darum gehen, ob das BGE eine Antwort auf die sozialen Herausforderungen des digitalen Zeitalters geben kann.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit attac, Netzwerk Grundeinkommen, Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen – Initiative in der Bremischen Evangelischen Kirche BGE.BEK, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, Stadtbibliothek Bremen, Friedenskirche Humboldtstraße Bremen im Rahmen der Veranstaltungsreihe 10. Internationale Woche des Grundeinkommens.

Grundeinkommen als Antwort auf Rechtspopulismus

Montag, 18.09.2017, 19.00 Uhr, Wallsaal, Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen
Vortrag von Werner Rätz, Bonn, Aktivist und Autor und Mitbegründer von Attac Deutschland

Tendenzen zu rechten und nationalen Gesinnungen können als Reaktion auf die in den vergangenen Jahrzehnten durch neoliberale Interessen betriebene Spaltung der Gesellschaften verstanden werden. Das zeigt sich z.B. auch im Brexit-Referendum. Welche Auswirkungen hätte ein Bedingungsloses Grundeinkommen auf diese Entwicklung? Nach den Kriterien für ein emanzipatorisch ausgestaltetes Bedingungsloses Grundeinkommen bekommen alle Menschen ein Grundeinkommen gleicher Höhe. Solch eine egalitäre Idee widerspricht rechter Weltanschauung und kann von Rechtspopulisten nur abgelehnt werden. Ein emanzipatorisch ausgestaltetes Grundeinkommen wirkt der sozialneidischen Spaltung der Gesellschaft entgegen, sofern es als wirtschaftsbürgerliches Grundrecht und nicht als armutspolitische Maßnahme verstanden wird. Niemand bekäme etwas, was nicht jede und jeder Andere auch bekäme. Es nähme jedem Individuum die Angst, in ein materielles Loch fallen zu können. Das Lebensnotwendige wäre gesichert. Mit Möglichkeiten, hinzu zu verdienen, befände sich niemand mehr in einer Armutsfalle ohne Ausweg. So gäbe es keinen Grund, aus purer Existenzangst autoritäre und rechte Perspektiven zu wählen.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit attac, Netzwerk Grundeinkommen, Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen – Initiative in der Bremischen Evangelischen Kirche BGE.BEK, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, Stadtbibliothek Bremen, Friedenskirche Humboldtstraße Bremen im Rahmen der Veranstaltungsreihe 10. Internationale Woche des Grundeinkommens.

Leben aus der Fülle. Von der Hochzeit zu Kana zum Grundeinkomen

Sonntag, 17.09.2017, 9.30 Uhr, Kirche im Park, Züricher Straße 40, 28325 Bremen
Gottesdienst mit der Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen min der Bremischen Evangelischen Kirche
Gestaltung: Pastor Michael Behrmann und Mitglieder der InitiativeBGE.BEK. Anschließend Kirchencafé mit Gesprächsmöglichkeit

Das Thema: „Es reicht! Für alle – hier und überall!“ fügt sich ein in die Überzeugung, dass die Fülle geschenkt ist. Ja, der Gott der christlichen Tradition selbst kann als „Fülle“ bezeichnet werden. Texte der Bibel im Ersten und im Zweiten Testament zeugen davon. Auch Jesus lebte aus dieser Vorstellung der göttlichen Fülle. Seine Zeitgenossen erlebten das als wunderbare Aufwertung ihres Lebens. Sie drückten ihre Erfahrungen Erkenntnis von dem, was Fülle bedeutet, direkt oder bildhaft in ihren Geschichten aus.Ein Bedingungsloses Grundeinkommen ist daher für Christen mit den Wesenszügen ihres Glaubens gut zu vereinbaren. Es kann als konkrete Auswirkung der Bedingungslosigkeit der Zuwendung des Gottes Jesu verstanden werden. Warum also nicht aus dem Vollen schöpfen?

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit attac, Netzwerk Grundeinkommen, Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen – Initiative in der Bremischen Evangelischen Kirche BGE.BEK, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, Stadtbibliothek Bremen, Friedenskirche Humboldtstraße Bremen im Rahmen der Veranstaltungsreihe 10. Internationale Woche des Grundeinkommens.

Globale soziale Rechte für ein gutes Leben für Alle – Kämpfe für Bewegungsfreiheit, Grundeinkommen und Degrowth

Donnerstag, 07.09.2017, 19.00 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen
Buchvorstellung „Degrowth in Bewegung(en) – 32 Wege zur sozial-ökologischen Transformation“ mit Olaf Bernau, Afrique-Europe-Interact (aei), Ronald Blaschke, Netzwerk Grundeinkommen, Nina Treu, Konzeptwerk Neue Ökonomie.

Welche Perspektiven ergeben sich, wenn die Grundeinkommens- sowie die Flucht- und migrationspolitische Bewegung im Rahmen der Degrowth-Strategien zusammen gedacht werden? Wie kann eine Welt jenseits von Wachstum, Konkurrenz und Profitstreben aussehen? Dieser Frage ist das zweijährige multimediale Projekt „Degrowth in Bewegung(en)“ nachgegangen. Es bietet den Rahmen für die strategische Vernetzung und verstärkte Zusammenarbeit verschiedenster sozialer Initiativen und Bewegungen – von der Gemeinwohlökonomie bis zum Refugee-Movement, vom bedingungslosen Grundeinkommen über die Anti-Kohle-Bewegung bis zu den Gewerkschaften. Das in diesem Rahmen entstandene Buch „Degrowth in Bewegung(en) – 32 Wege zur sozial-ökologischen Transformation“ (oekom Verlag) stellt 32 verschiedene Bewegungen und Initiativen vor, die alle soziale, ökologische und demokratische Alternativen entwickeln und leben.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit attac, Netzwerk Grundeinkommen, Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen – Initiative in der Bremischen Evangelischen Kirche BGE.BEK, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, Stadtbibliothek Bremen, Friedenskirche Humboldtstraße Bremen im Rahmen der Veranstaltungsreihe 10. Internationale Woche des Grundeinkommens.

AfD und die soziale Frage

Diskussionsveranstaltung mit Stefan Dietl
Mittwoch 16.08.2017, 19:30 Uhr, BDP-Haus, Am Hulsberg 136, 28205 Bremen

Diskussionveranstaltung im Rahmen der Kampagne Nationalismus ist keine Alternative über die marktradikale Ideologie der AfD.

Die Partei „Alternative für Deutschland“ versucht den Eindruck zu erwecken, sie würde mit ihrer Politik gerade auch in sozialen Belangen die Interessen von sozial Schwächeren vertreten. Stefan Dietl hat genauer hingeschaut und kommt zu gegenteiligen Ergebnissen: Die AfD vertritt mit ihrer Politik marktradikale und nationalistische Positionen die sich gegen die Interessen der Lohnabhängigen und sozial Benachteiligten richtet.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit Antifaschistische Gruppe Bremen.

Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 2-3

Wochenendseminar mit Valeria Bruschi (Berlin), Samstag, 11.11.2017 und Sonntag, 12.11.2017
Infoladen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen
Reihe intros. Einführungen in kritische Gesellschaftstheorie

 
Mit dem Wochenendseminar soll ein Überblick über den Inhalt des zweiten und dritten Bandes des Kapitals. Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx gegeben werden.Dabei werden einleitend die Marxschen Ausführungen zum Produktionsprozess aus dem ersten Band des Kapitals skizzenhaft wiederholt werden. Anschließend werden die Überlegungen zum Zirkulationsprozess und zum Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion präsentiert und wichtige Begriffe wie Kredit, Zins, Rente und Profit vorgestellt. Kenntnisse des ersten Bands des Kapitals sind für die Teilnahme empfehlenswert. Das Seminar versteht sich als ein Angebot an alle, die Interesse haben, ihre Kenntnisse der Marxschen Ökonomiekritik zu vertiefen. Desweiteren dient es als Ergänzung zum Lektürekurs 2016 zum ersten Band des Kapitals.

Valeria Bruschi betreut in Berlin seit mehreren Jahren die jährlichen Lektürekurse der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu den drei Bänden des Marxschen Kapital.
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich, die Toilette leider nicht.

Das Wochenendseminar wird organisiert von der associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Anmeldung bitte unter talpe@riseup.net

Freihandelsabkommen in Lateinamerika

Vortrag und Diskussion mit María Atilano (Mexiko)
Dienstag, 4. Juli 2017, um 19 Uhr in Bremen
Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen

Im Vorfeld der Proteste gegen den G20-Gipfel laden die Rosa-Luxemburg-Stiftung und Attac die mexikanische Freihandelsexpertin María Atilano ein. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit Freihandelsabkommen wie NAFTA und TiSA. Im Kontext der Verhandlungen der EU mit Mexiko über einen Freihandelsvertrag und die Politik Donald Trumps wird sie die Auswirkungen von Freihandelsabkommen auf die Länder Lateinamerikas erläutern. Auch die Situation in Chiapas und die erwarteten Folgen von TiSA für Mexiko als G20-Mitglied und Schwellenland werden in ihren Vortrag einfließen.

María Atilano vom Mexikanischen Netzwerk gegen Freihandelsabkommen wird auf Einladung von Attac und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Station in fünf Städten machen und beim Alternativ-Gipfel zum G20 in Hamburg von den Kämpfen in Mexiko für eine gerechte Weltwirtschaftspolitik berichten.

tradoc-rosalux-mx

María Atilano Uriarte ist Politikwissenschaftlerin und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den Themen ArbeiterInnenrechte, Freihandel und Menschenrechte. Sie ist Mitbegründerin des Mexikanischen Netzwerks gegen Freihandelsabkommen „Red Mexicana de Acción Frente al Libre Comercio (RMALC)“, das sie zudem über acht Jahre persönlich koordiniert hat. Als Dozentin, Buchautorin und Lehrerin engagiert sie sich für den Friedensprozess in der mexikanischen Region Chiapas und gegen die Unterdrückung der Indigenen in dieser Region. Vor kurzem hat sie ihr Buch “Tradoc: la esperanza obrera” bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Mexico vorgestellt.

Die Speakers Tour mit María Atilano wird von Attac und der Rosa-Luxemburg-Stiftung gemeinsam veranstaltet.

 

Das Manifest. 200 Jahre Karl Marx

Lesung des Kommunistischen Manifests mit Rolf Becker
Sonntag, 06. Mai 2018, um 19:30 Uhr in Bremen
Theater am Leibnizplatz (bremer shakespeare company), Schulstr. 26, 28199 Bremen

Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren, sein Geburtstag jährt sich 2018 zum Zweihundersten Mal. Aus diesem Anlaß wird der Schauspieler Rolf Becker am 6. Mai das Manifest der Kommunistischen Partei lesen.

Das Manifest der Kommunistischen Partei wurde von Karl Marx und Friedrich Engels verfasst und erschien im Februar 1848 in London – direkt vor der Februarrevolution in Frankreich und vor der Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes. Das Manifest begründete den erst später so genannten Marxismus und wurde im Auftrag des Bundes der Kommunisten veröffentlicht, aus welchem später die erste Internationale der Arbeiterbewegung sowie viele kommunistische und sozialistische Parteien hervorgingen.

Ticketverkauf über die Bremer Shakespeare Company.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen mit dem DGB Bremen/Niedersachsen und der MASCH Bremen.

Marx200

Eine Themenwebsite der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu den drei großen Jubiläen 2017–2018 ist unter marx200.org online: 200 Jahre Karl Marx, Mai 1818; 150 Jahre Das Kapital, September 1867; 100 Jahre Russische Revolutionen, Februar und Oktober 1917.

Streik und Selbstorganisation russischer LKW-FahrerInnen

TruckeraktivistInnen aus Russland auf Deutschlandtour
Montag, 20. März 2017, um 20 Uhr in Bremen
Jugendhaus „Buchte“, Buchtstraße 14/15, 28195 Bremen

Die Transportbranche stellt das Rückgrat der Wirtschaft auch in Russland dar. Ein Stocken in diesem Bereich hätte in Zeiten der Just-in-time-Produktion Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft.

Mit der Liberalisierung der Branche befinden sich die Transportpreise, ebenso wie die Arbeitsbedingungen, im freien Fall. Die deutsche Wirtschaft profitiert davon, dass die FahrerInnen des internationalen Gewerbes gegeneinander ausgespielt werden und osteuropäische FahrerInnen zu Hungerlöhnen in Westeuropa arbeiten. Es gibt wenig Solidarität und wenig Organisierung unter den FahrerInnen.

Umso erstaunlicher ist es, dass es auch ohne Organisationsstrukturen zu spontanen Arbeitskämpfen kam. 2016 kam es zu einem landesweiten wilden Streik der FahrerInnen in Belgien. Und bereits Ende November 2015 legten die FahrerInnen in Russland spontan ihre Arbeit nieder gegen die Einführung einer Straßenmaut. Den russischen Behörden gelang es auch mit massiver Repression nicht, den Kampfeswillen tausender KollegInnen zu brechen. Der Arbeitskampf war die bedeutendste oppositionelle Bewegung, der sich die russische Regierung 2015/16 ausgesetzt sah. Am Ende des fünfmonatigen Arbeitskampfes gründeten sie als gewerkschaftsähnliche Organisation den „Verband der Transportarbeiter Rußlands“ OPR. Mit dieser Organisation begannen LKW-FahrerInnen auch andere soziale und Arbeitskämpfe zu unterstützen, wie protestierende BäuerInnen oder streikende BergarbeiterInnen. Die Aktivitäten wurden mit einer staatlichen Repressionwelle beantwortet. Sie planen nach ihrer Rückkehr aus Deutschland, in einen erneuten landesweiten Arbeitskampf zu treten.

Vier Gründungsmitglieder der kämpferischen Fahrerorganisation suchen nun den Kontakt zu KollegInnen, GewerkschafterInnen und politischen AktivistInnen in Deutschland. Sie werden begleitet von zwei Unterstützerinnen, der in Deutschland lebenden Kulturwissenschaftlerin Olga Reznikova und der in Moskau lebenden deutschen Journalistin Ute Weinmann, die auch dolmetschen werden.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Bremer AG Internationale GewerkschafterInnen und der  Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Neue Wohnungsgenossenschaften – Impulsgeber für eine sozial-ökologische Quartiersentwicklung

2. Bremer Genossenschaftstag
Samstag, 25. März 2017, von 10 bis 17 Uhr in Bremen
Friedensgemeinde, Humboldtstraße 175/177, 28203 Bremen

Initiiert durch die Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft (EVG) und den Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften (ZdK) fand 2012, im „Internationalen Jahr der Genossenschaften“,  der 1. Bremer Genossenschaftstag auf dem Bremer Marktplatz statt. Zahlreiche Bremer Genossenschaften präsentierten sich dort mit einem Info-Stand und luden Bremerinnen und Bremer zum Gespräch ein, um die Besonderheiten von Genossenschaften – wie z. B. die Mitgliederförderung statt Gewinnorientierung – einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln. Mit dem 2. Bremer Genossenschaftstag sollen jetzt die Wohnungsgenossenschaften im Fokus stehen, die angesichts von zunehmender Wohnungsknappheit einen wichtigen Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums leisten könnten.

Wohnungsgenossenschaften sind in Deutschland eine wichtige Größe in Wohnungswesen und Stadtentwicklung: Die mehr als 1.800 Wohnungsgenossenschaften bewirtschaften etwa 2 Mio. Wohnungen (GdW Jahresstatistik 2015, PDF). Im Land Bremen ist jede Dritte der 36 eingetragenen Genossenschaften eine Wohnungsgenossenschaft; die zehn Genossenschaften in Bremen betreuen fast 9.800 Wohnungen, das ist bei knapp 285.000 Wohnungen insgesamt ein Marktanteil von 3,4% (Zensus 2011, PDF).

Ziel des 2. Bremer Genossenschaftstages ist es, das soziale und ökologische Potential von neuen Wohnungsgenossenschaften für eine nachhaltige Stadtentwicklung interessierten Bürgern, wohnungspolitisch Aktiven und politisch Verantwortlichen zu vermitteln. Es soll diskutiert werden, unter welchen Bedingungen der genossenschaftliche/ gemeinschaftliche Wohnungsbau bezahlbaren Wohnraum für Niedrig- und Normalverdiener produzieren und positive Impulse für innerstädtische Quartiere – wie z.B. dem Neuen Hulsberg-Viertel in Bremen – vermitteln kann. Außerdem sollen beispielhafte und innovative Wohnungsgenossenschaften vorgestellt werden: Wagnis eG und Wogeno eG aus München, Wohnsinn eG aus Darmstadt und die junge Bremer StadtteilGenossenschaft Hulsberg eG.

Geplant sind Vorträge zur Bedeutung von Wohnungsgenossenschaften und gemeinschaftlichen Wohnprojekten für eine soziale Stadtentwicklung, neue Formen gemeinschaftlichen-genossenschaftlichen Wohnens (z.B. Mehrgenerationenwohnen), Organisations- und Finanzierungsmodelle des genossenschaftlichen Wohnungsbaus, rechtliche Anforderungen an Genossenschaften und ein Forum zur Präsentation von Bremer Genossenschaften.

Programm

10:00 Uhr – Begrüßung durch die Veranstalter
Grußwort von Dr. Arne Sünnemann, Abteilungseiter Regional- & Stadtentwicklung, Stadtumbau, Wohnungswesen beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

10:30 Uhr – Die wunderbare Welt der Wohnungsgenossenschaften Geschichte – Potenziale – Bedeutung
Dr. Josef Bura, 1. Vorsitzender FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung

11:00 Uhr – Genossenschaftliche Wohnprojekte: Eingebunden bleiben in der Gemeinschaft Genossenschaftliches und Generationenübergreifendes Wohnen als Chance für ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft
Dr. Burghard Flieger, Volkswirt und Genossenschaftsexperte, innova eG

12:00 Uhr – Wogeno eG und Wagnis eG München: Wohnungsgenossenschaften als Partner der Kommunen
Natalie Schaller, Mitbauzentrale München

12:30 Uhr Diskussion zum Thema „Wohnungsgenossenschaften als Partner der Kommunen“
mit
– Dr. Arne Sünnemann, Abteilungsleiter beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
– Angela Hansen, Agentur für Baugemeinschaften Hamburg
– Natalie Schaller, Mitbauzentrale München
Moderation: Martina Paulini, StadtteilGenossenschaft Hulsberg eG

13:00 – 14:00 Uhr: Mittag / Rundgang über das Hulsberggelände

14:00 Uhr – StadtteilGenossenschaft Hulsberg eG

14:30 Uhr – Organisations- und Finanzierungsmodelle des genossenschaftlichen Wohnungsbaus
Dr. Tobias Behrens, Stattbau Hamburg GmbH

15:00 Uhr – WohnSinn e.G., Darmstadt
Birgit Diesing, WirAgentur für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen

16:00 Uhr – Anforderungen an genossenschaftliche Wohnprojekte
Mathias Fiedler, Vorstandssprecher Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften (ZdK)

16:30 Uhr – Bremer Ideenbörse:  Wie geht es in Bremen weiter?

17: 00 Ende

In den Pausen (und parallel zu den Veranstaltungen) stellen sich Wohnprojekte und Genossenschaften aus Bremen und dem Umland mit Info-Ständen der bremischen Öffentlichkeit vor.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung beim DGB Bremen wird gebeten. Bitte per Mail an tim.voss@dgb.de oder telefonisch unter: 0421 – 3357620.

VeranstalterInnen: DGB Bremen; StadtteilGenossenschaft Hulsberg eG; WUM e.V.; Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V.; Heinrich-Böll-Stiftung Bremen; Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Der Flyer zur Tagung zum Download als PDF: Flyer-Genossenschaftstag-2017

Reparationsschuld – Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

Buchvorstellung und Gespräch mit Karl Heinz Roth
Mittwoch, 22. März 2017, um 19 Uhr in Bremen
Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen (Saal 5, erster Stock)

Die Reparationsfrage ist nach wie vor ein brisantes und umstrittenes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Während die großen Siegermächte in den ersten Nachkriegsjahren umfangreich entschädigt wurden, gingen die kleineren Länder Europas und zahlreiche Opfergruppen weitgehend leer aus. Zu ihnen gehörte auch Griechenland, das bis auf den heutigen Tag Entschädigungen für die Opfer der Massaker und die Ausplünderung seiner Volkswirtscha einfordert. Einer umfassenden, alle ehemals besetzten Länder und alle Opfergruppen einschließenden Kriegsentschädigung hat sich die deutsche Machtelite bis heute verweigert.

Karl Heinz Roth und Hartmut Rübner analysieren und dokumentieren in ihrem im März 2017 erscheinenden Arbeits- und Dokumentenband „Reparationsschuld“ die Kontexte, die strategischen Optionen und Taktiken des deutschen Vorgehens, die in der Ausklammerung der Reparationsfrage aus dem De-Facto-Friedensvertrag von 1990 („Zwei plus Vier-Vertrag“) kulminierten.

Dr. Karl Heinz (Karlo) Roth, Bremen, ist Mediziner, Historiker und einer der wichtigsten linken Sozialforscher des 20. Jahrhunderts. Er hat intensiv zur Sozialgeschichte des Nationalsozialismus geforscht und publiziert, insbesondere auch zur deutschen Besatzungs-, Vernichtungs- und Kollaborationspolitik in verschiedenen Ländern Europas; Vorstand der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts. Veröffentlichungen u.a.: Karl Heinz Roth/Jan-Peter Abraham: „Reemtsma auf der Krim. Tabakproduktion und Zwangsarbeit unter der deutschen Besatzungsherrschaft 1941–1944“, August 2011 (Edition Nautilus); Karl Heinz Roth/Zissis Papadimitriou: „Die Katastrophe verhindern. Manifest für ein egalitäres Europa“, August 2013 (Edition Nautilus). Siehe auch www.egalitarian-europe.com

Moderation: Norbert Schepers, Politikwissenschaftler, Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Initiative.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, der Sympáthia – deutsch-griechische Solidarität, der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts sowie von Attac Bremen.

Das Flugblatt zur Veranstaltung als PDF zum Download: 170322 Flyer VA Reparationsschuld

Titelbild Reparationsschuld

Reparationsschuld – Metropol-Verlag, Berlin

Karl Heinz Roth/Hartmut Rübner:
Reparationsschuld

Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa
Metropol Verlag, März 2017, ca. 650 Seiten
ISBN: 978-3-86331-265-7


Karl Heinz Roth über die Ausplünderung Griechenlands durch die Nazis und die Berliner Arroganz gegenüber Reparationsforderungen, im Interview mit Tom Strohschneider vom Frühjahr 2015 (PDF).

Jenseits des Kapitalismus?! – Rosa Luxemburg–Tanztheater

Diskussionsveranstaltung mit Gesine Schwan (SPD) und Gregor Gysi (DIE LINKE)
Dienstag, 21. März 2017, um 20 Uhr in Bremen
Schwankhalle, Buntentorsteinweg 112/116, 28201 Bremen (Neuer Saal)

Diskussionsveranstaltung mit Gregor Gysi (MdB DIE LINKE, Vorsitzender der Europäischen Linkspartei) und Gesine Schwan (Vorsitzende der Grundwertekommission der SPD). Moderation Elke Heyduck (Geschäftsführerin der Arbeitnehmerkammer Bremen).
Thema der Veranstaltung ist die Frage, wie  eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus aussehen könnte. Welchen Wohlstand könnten wir uns hier und heute schon leisten, wenn der Reichtum in der BRD gleich verteilt wäre? Wie müsste eine solche Gesellschaft ökonomisch organisiert sein? Was würde eine radikale Abkehr vom herrschenden Wachstumsmodell bedeuten?
Siehe auch im Spielplan der Schwankhalle.

Eintritt zur Podiumsdiskussion frei.
Begrenzte Platzkapazität, Anmeldung empfohlen unter Telefon 0421-5208070 oder eMail: ticket@schwankhalle.de

Nachholung: Diese Podiumsdiskussion sollte am 1. Dezember 2016 stattfinden und musste wegen des Gesundheitszustandes von Frau Schwan leider abgesagt werden.

Rosa Luxemburg – Tanztheater und Musik

Wiederaufnahme des Tanztheaters von Michael Rettig in der Schwankhalle
Donnerstag bis Samstag, 27. – 29. April 2017, um 20:30 Uhr
Schwankhalle, Buntentorsteinweg 112/116, 28201 Bremen (Alter Saal)

Freiheitskämpferin, Staatsfeindin, Pazifistin, Terroristin, Revoluzzerin, Jüdin – viele Namen für eine Frau, die nach wie vor polarisiert. Im Dialog mit Frauen aus Bremen fragt Michael Rettig, wer sich hinter all diesen Zuschreibungen verbirgt: Wer war diese Frau, die seit ihrer Kindheit hinkte, die mit Macht ihren Weg suchte – an der Universität, in der SPD und in der Liebe? Was macht sie bis heute zur politischen Reizfigur? Wo hat sich Rosa Luxemburg geirrt, wo bleibt sie aktuell? Und vor allem: Wohin mit ihrem Zorn? Beabsichtigt ist keine Heldinnenverehrung, sondern eine Annäherung an eine widersprüchliche, schillernde und lebenshungrige Persönlichkeit.
FAQ zu Rosa Luxemburg mit Antworten der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Credits
Tanz   Magali Sander Fett
Schauspiel   Franziska Mencz
Flügelhorn   Kai Kowalewski
Live-Elektronik   Riccardo Castagnola
Cello   Miran Zrimsek
Klavier, Konzept, Regie   Michael Rettig

Eintritt
Solidarisches Preissystem, frei wählbare Preiskategorien 7€ / 10€ / 14€
3€ Bremen Pass
Freier Eintritt für Studierende im ersten Semester sowie Auszubildende im ersten Lehrjahr.
Siehe auch im Spielplan der Schwankhalle.

Eine Veranstaltung der sch wa nk hal le in Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer Bremen und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Lektürekurs zu Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 2 + 3

Wöchentlicher Lektürekurs mit Sarah Pansy und Tobias Schweiger
Kursbeginn 21. Februar 2017, jeweils Dienstags, 19:30 bis 21:30 Uhr
Auftaktveranstaltung am 21. Februar: Wienerhof Café, Weberstrasse 25, 28203 Bremen. Alle weiteren Termine: Infoladen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen

Seit der Krise 2008ff wird vermehrt Kritik am Kapitalismus laut. Dabei überwiegt meist ein undeutliches Verständnis der kapitalistischen Verhältnisse sowie Ressentiments gegen Banken, Management und ‚die da oben‘. Doch Empörung und Anklage Einzelner allein haben die gesellschaftlichen Verhältnisse noch nie zum Besseren verändert, sondern im Gegenteil eher zu Rückschritt und Barbarei geführt. Kritische Untersuchung ökonomischer und politischer Zusammenhänge ist für gesellschaftliche Emanzipation daher unverzichtbar. Die Marx’sche Kritik der politischen Ökonomie wurde zwar im 19. Jahrhundert veröffentlicht, bietet aber nach wie vor eine der profundesten Analysen des Kapitalismus. Die Veröffentlichung des ersten Bandes des Kapitals feiert dieses Jahr sein 150 jähriges Jubiläum.

Doch wie Michael Heinrich richtig anmerkt: ließt man nur den erste Band, so bleibt die Darstellung nicht nur unvollständig, sondern auch schief. So lassen sich sowohl die Marx’sche Kategorie der Ausbeutung erst mit dem Dritten Band richtig verstehen, als auch zentrale Begriffe der kapitalistischen Produktionsweise wie Preis, Kreditsystem und die Käuflichkeit von Boden erst entwickeln.

Ab 21. Februar 2017 werden einmal wöchentlich der zweite und dritte Band des Marx’schen Kapital gelesen und diskutiert und so in 36 Treffen gemeinsam erarbeitet. Der Kurs wendet sich an diejenigen, die den ersten Band bereits gelesen haben und eine kollektive Auseinandersetzung mit der Marx’schen Kritik der politischen Ökonomie fortsetzen möchten. Dabei sollen alle Fragen erlaubt sein und nahe am Text gearbeitet werden. Die ReferentInnen werden moderieren und einen Überblick über verschiedene Lesarten geben, jedoch keine allgemeingültige Interpretation präsentieren. Gewünscht ist gemeinsame Textaneignung und Diskussion.

Sarah Pansy studiert Politikwissenschaft und Philosophie und ist Vorstandsvorsitzende der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen. Tobias Schweiger studiert Politikwissenschaften und Philosophie.

Anmeldung bitte unter: pansy@rosa-luxemburg.com

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Und sie bewegt sich doch…

Progressive soziale Bewegungen und ihr Einfluss auf die internationale institutionelle Politik
Buchvorstellung und Diskussion mit Birgit Daiber, sowie Gespräch mit Doris Achelwilm
Dienstag, 14. Februar 2017, um 19 Uhr in Bremen
Kulturzentrum Kukoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen

Die neuen progressiven sozialen Bewegungen sind seit den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts immer wieder Impulsgeber für politische Veränderungen gewesen. Sie unterscheiden sich von politischen Parteien durch ihre zeitliche und/oder thematische Begrenztheit, ihren Anspruch auf Basis-Demokratie, und sie sind transnational bzw. international verortet. Ihr Erfolg ist aber zugleich auch ihr Scheitern: Weder können sie Erfahrungen generieren noch längerfristige Konzepte gesamtgesellschaftlicher Emanzipation verfolgen.

Birgit Daibers Buch „Und sie bewegt sich doch…“ erzählt über die 68er-Bewegungen, die Frauen-, Umwelt-, Friedensbewegungen und die Antiglobalisierungsbewegungen. Es versucht, ihre Spezifik darzustellen und die gegenseitige Beeinflussung zwischen den Bewegungen und der institutionellen Politik der Europäischen Union und der UNO aufzuzeigen. Das Buch skizziert die Europäisierung der Gewerkschaftsbewegungen. Ausgerechnet der großen „alten“ Schwester der progressiven sozialen Bewegungen gelang es trotz der großen nationalen Unterschiede eine genuin transnationale europäische Organisation – den Europäischen Gewerkschaftsbund – zu schaffen, der seit seiner Gründung 1973 den Kampf um die soziale Dimension Europas aufgenommen hat. Es bleibt die Frage, wie sich eigentlich die politischen Parteien zu den progressiven sozialen Bewegungen und zur Transnationalisierung verhalten.

Titel Birgit Daiber „Und sie bewegt sich doch…“

Unrast-Verlag 2017

Birgit Daiber (Jg. 1944) hat an einigen der progressiven sozialen Bewegungen teilgenommen, angefangen mit der 68er Bewegung. Immer wieder hat sie sich auch auf dem traditionellen politischen Parkett bewegt: als Abgeordnete im Europa-Parlament, als Mitglied der Grundsatzkommission der ehemaligen PDS oder auch als Figur des politischen Stiftungswesens in Brüssel, wo sie bis 2012 das Europa-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung aufbaute. Sie hat vor allem in ihrer Berliner Zeit (1982-2007) einige der herausragenden Berliner Frauen- und Bildungsprojekte mit aufgebaut und arbeitete als Expertin für soziale Stadtentwicklung in Europa.
Doris Achelwilm ist Bremer Landessprecherin der Partei DIE LINKE. und arbeitet als Pressesprecherin der Linksfraktion in der Bremischen Bürgerschaft.
Moderation: Norbert Schepers, RLS Bremen

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Der Termin dieser Veranstaltung wurde mit der Veranstaltung mit Birgit Daiber am 16. Februar 2017 getauscht.

Lektürekurs zu Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 1

Wöchentlicher Lektürekurs mit Moritz Zeiler und Tobias Schweiger (Bremen) Kursbeginn 06. Februar 2017 / Jeweils Montag / 19.15 – 21.15 Uhr
Infoladen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen

Seit der Krise 2008ff wird vermehrt Kritik am Kapitalismus laut. Dabei überwiegt meist ein undeutliches Verständnis der kapitalistischen Verhältnisse sowie Ressentiments gegen Banken, Management und die da oben. Doch Empörung und Anklage Einzelner allein haben die gesellschaftlichen Verhältnisse noch nie zum Besseren verändert, sondern im Gegenteil eher zu Rückschritt und Barbarei geführt. Kritische Untersuchung ökonomischer und politischer Zusammenhänge ist für gesellschaftliche Emanzipation daher unverzichtbar. Die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie wurde zwar im 19. Jahrhundert veröffentlicht, bietet aber nach wie vor eine der profundesten Analysen des Kapitalismus. Die Veröffentlichung des ersten Bandes des Kapitals feiert dieses Jahr sein 150 jähriges Jubiläum. Mit dem Lektürekurs wird in zentrale Begriffe von Marx eingeführt. Unter anderem interessieren folgende Fragen: Was unterscheidet Kapitalismus von früheren Gesellschaftsepochen? Was versteht Marx unter Ware, Wert, Geld und Kapital? Welche Bedeutung haben bei ihm Fetischismus, Klasse und Staat? Ab Anfang Februar 2017 wird einmal wöchentlich der erste Band des Marxschen Kapital gelesen und diskutiert und so bis Ende November insgesamt erarbeitet. Der Kurs wendet sich vor allem an diejenigen, die in eine kollektive Auseinandersetzung mit der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie einsteigen möchten und keine größeren Vorkenntnisse haben. Dabei sollen alle Fragen erlaubt sein und Expert_innendebatten vermieden werden. Die Referenten werden moderieren und einen Überblick über verschiedene Lesarten geben, jedoch keine allgemeingültige Interpretation präsentieren. Gewünscht ist gemeinsame Textaneignung und Diskussion.

Moritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Tobias Schweiger studiert Politikwissenschaften und Philosophie. Beide sind Mitglieder der Gruppe associazione delle talpe.

Der Lektürekurs wird in Kooperation organisiert von associazione delle talpe, Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen und Rosa-Luxemburg-Stiftung – Akademie für politische Bildung Berlin.

Anmeldung bitte unter talpe@gmx.net

Jenseits des Kapitalismus!?

Diskussionsveranstaltung mit Gesine Schwan (SPD) und Gregor Gysi (DIE LINKE)
Rosa Luxemburg – Tanztheater von Michael Rettig
Donnerstag, 1. Dezember 2016, um 19 Uhr in Bremen
Schwankhalle, Buntentorsteinweg 112/116, 28201 Bremen (Alter Saal)

Die Podiumsdiskussion musste wegen des Gesundheitszustandes von Frau Schwan leider abgesagt werden und wird am 21. März 2017 nachgeholt! – Eine Aufzeichnung der Premiere des Tanztheaters von Michael Rettig findet sich auf YouTube.

Rosa Luxemburg – Tanztheater und Musik

Donnerstag, 1. Dezember 2016, um 19 Uhr
Freitag und Samstag, 2./ 3. Dezmeber 2016, um 20:30 Uhr

Freiheitskämpferin, Staatsfeindin, Pazifistin, Terroristin, Revoluzzerin, Jüdin – viele Namen für eine Frau, die nach wie vor polarisiert. Im Dialog mit Frauen aus Bremen fragt Michael Rettig, wer sich hinter all diesen Zuschreibungen verbirgt: Wer war diese Frau, die seit ihrer Kindheit hinkte, die mit Macht ihren Weg suchte – an der Universität, in der SPD und in der Liebe? Was macht sie bis heute zur politischen Reizfigur? Wo hat sich Rosa Luxemburg geirrt, wo bleibt sie aktuell? Und vor allem: Wohin mit ihrem Zorn? Beabsichtigt ist keine Heldinnenverehrung, sondern eine Annäherung an eine widersprüchliche, schillernde und lebenshungrige Persönlichkeit.
Mit kurzen Beiträgen von Ulrike Hauffe (Landesbeauftragte Frauen), Cora Schwittling (Betriebsrätin Daimler Benz Bremen) und Miriam Strunge (MdBB DIE LINKE).
Siehe auch im Spielplan der Schwankhalle.

›Jenseits des Kapitalismus?!‹

Donnerstag, 1. Dezember 2016, um 20 Uhr im Anschluss an das Tanztheater
Diskussionsveranstaltung mit Gregor Gysi (MdB DIE LINKE) und Gesine Schwan (Vorsitzende der Grundwertekommission der SPD). Moderation Elke Heyduck (Geschäftsführerin der Arbeitnehmerkammer Bremen).
Thema der Veranstaltung ist die Frage, wie  eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus aussehen könnte. Welchen Wohlstand könnten wir uns hier und heute schon leisten, wenn der Reichtum in der BRD gleich verteilt wäre? Wie müsste eine solche Gesellschaft ökonomisch organisiert sein? Was würde eine radikale Abkehr vom herrschenden Wachstumsmodell bedeuten? Und schließlich: Wie kann die Spaltung der Linken überwunden werden? Muss sie überhaupt überwunden werden?
Siehe auch im Spielplan der Schwankhalle.

Eintritt zur Podiumsdiskussion frei.
Begrenzte Platzkapazität, Anmeldung empfohlen unter Telefon 0421-5208070 oder eMail: ticket@schwankhalle.de

1612 Rosa Luxemburg Tanztheater Schwankhalle

Eine Veranstaltung der sch wa nk hal le in Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer Bremen und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Das Sanktionsregime unter Hartz IV und ein emanzipatorisches BGE als alternativer Ausweg

Eine Debatte mit Inge Hannemann und Ronald Blaschke
Dienstag, 25. Oktober 2016, um 19 Uhr
Friedenskirche, Humboldtstr. 175, 28203 Bremen

Die Jobcenter-Expertin Inge Hannemann (Hamburg; Verein Sanktionsfrei) berichtet über Sanktionspraxis unter Hartz IV und deren nachteilige Auswirkungen auf Betroffene und Gesellschaft. Der Grundeinkommens-Spezialist Ronald Blaschke (Dresden; Netzwerk Grundeinkommen) stellt den negativen Aspekten die Vorteile eines Grundeinkommens entgegen.

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen kann als ein überzeugender sozialpolitischer Beitrag zur Lösung dringend notwendiger Gegenwartsprobleme verstanden werden. Es wirkt auf vielfältige Weise und für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen befreiend. Von Hartz IV Betroffene würden durch ein BGE ebenso Entlastung erfahren wie Erwerbstätige. Einerseits senkt die Bedingungslosigkeit eines BGE den Aufwand, Behörden gegenüber Nachweise erbringen zu müssen und erhöht durch anfänglich freie Zuverdienstmöglichkeiten die Motivation zur Erwerbsarbeit. Andererseits wären auch Sorgen von Erwerbstätigen vor einem finanziellen Absturz geringer. Das gesellschaftliche Leben könnte entspannter, der gesellschaftliche Zusammenhalt besser und die ganze Bevölkerung gesünder werden („Gleichheit ist Glück“ von Pickett/Wilkinson).

Eine Veranstaltung im Rahmen der 9. internationalen Woche des Grundeinkommens vom 23.09. bis zum 25.10.2016 in Bremen. VeranstalterInnen: attac Bremen AG „Genug für alle“, Initiative BGE.BEK (Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Bremischen Evangelischen Kirche), Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, DGSP – Deutsche Gesellschaft für soziale Psychatrie, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen; in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Bremen, der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft, der Kultur-Werkstatt Westend und der Gemeinde Unser Lieben Frauen. Aktuelle Informationen zum Programm der Woche unter www.grundeinkommen-attac-bremen.de.

Flugblatt und Plakat zur Veranstaltung als PDF zum Download: wdg_flyer_2016wdg_plakat_A3_2016.

Ein Grundeinkommen für alle im Lichte von Erich Fromms Alternative „Haben oder Sein”

Vortrag und Gespräch mit Otto Lüdemann, Hamburg
Mittwoch, 19. Oktober 2016, um 18 Uhr in Bremen
Gemeindehaus Unser Lieben Frauen, Schwachhauser Ring 61 / Ecke Bürgermeister-Schoene-Str., 28213 Bremen

50 Jahre nach Erscheinen von Erich Fromms Beitrag „Psychologische Aspekte zur Frage eines garantierten Einkommens für alle” im Jahre 1966 erlebt die Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens, nach so manchem Auf und Ab, gerade einen bemerkenswerten positiven Schub: Grund genug, uns die Frage zu stellen, wie aktuell nicht nur die Idee des BGE selbst, sondern auch Erich Fromms Gründe für seine Befürwortung dieser Idee heute noch sind. Dabei ist der „Gesellschaftscharakter“ zu bedenken, in welchem Maße er „haben-orientiert“ ist und auf welch unterschiedliche Weisen er sich zeigt.

Prof. Dr. Otto Lüdemann, Erziehungswissenschaftler und langjähriges aktives Mitglied der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft, des Hamburger Netzwerkes Grundeinkommen sowie Gründungsmitglied des Europäischen Grundeinkommens-Netzwerkes, wird in die Thematik einführen und den Gedankenaustausch, ganz im Sinne Fromms, teilnehmerorientiert und -aktivierend moderieren.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 9. internationalen Woche des Grundeinkommens vom 23.09. bis zum 25.10.2016 in Bremen. VeranstalterInnen: attac Bremen AG „Genug für alle“, Initiative BGE.BEK (Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Bremischen Evangelischen Kirche), Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, DGSP – Deutsche Gesellschaft für soziale Psychatrie, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen; in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Bremen, der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft, der Kultur-Werkstatt Westend und der Gemeinde Unser Lieben Frauen. Aktuelle Informationen zum Programm der Woche unter www.grundeinkommen-attac-bremen.de.

Flugblatt und Plakat zur Veranstaltung als PDF zum Download: wdg_flyer_2016wdg_plakat_A3_2016.

Wenn auch das noch schiefgeht – Situationen, die unsere Existenz bedrohen

Arbeitsplatzverlust – Krankheit – Trennung
Kooperation ist besser als Konkurrenz: Ist das Bedingungslose Grundeinkommen ein Beitrag zur Lebenssicherheit?

Einführung und Moderation mit offener Diskussion durch Prof. Dr. Peter Kruckenberg (DGSP), Dieter Berger (InitiativeBGE.BEK) und Jörg Ackermann (Attac Gfa Bremen)
Freitag, 14. Oktober 2016, um 18 Uhr in Bremen
Das Haus des Paritätischen, Ausser der Schleifmühle 55-61, 28203 Bremen

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. (DGSP) und auch im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit 2016 regen wir dazu an, Lebensrisiken im Lichte der sozialpolitischen Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens zu betrachten.

Wenn Krisen, die jede und jeden treffen können oder schon getroffen haben, wenn Ängste um unsere wirtschaftliche Existenz uns so verunsichern, dass wir alles schlucken, dass wir für unsere Ideen nicht mehr kämpfen und uns nicht mehr gegen Zumutungen wehren wollen – brächte dann ein BGE mehr Lebenssicherheit und seelische Gesundheit? Würden manche Risiken vielleicht erst gar nicht entstehen? Welchen Einfluss haben dabei unterschiedliche Ausformungen eines Grundeinkommens? Könnte z.B. ein Grundeinkommen für Kinder schon zu Verbesserungen des gesellschaftlichen Lebens führen? Welche konkreten Vorschläge gibt es?

Eine Veranstaltung im Rahmen der 9. internationalen Woche des Grundeinkommens vom 23.09. bis zum 25.10.2016 in Bremen. VeranstalterInnen: attac Bremen AG „Genug für alle“, Initiative BGE.BEK (Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Bremischen Evangelischen Kirche), Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, DGSP – Deutsche Gesellschaft für soziale Psychatrie, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen; in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Bremen, der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft, der Kultur-Werkstatt Westend und der Gemeinde Unser Lieben Frauen. Aktuelle Informationen zum Programm der Woche unter www.grundeinkommen-attac-bremen.de.

Flugblatt und Plakat zur Veranstaltung als PDF zum Download: wdg_flyer_2016wdg_plakat_A3_2016.

Bedingungsloses Grundeinkommen zwischen Vision und Realpolitik

Vortrag und Diskussion mit Werner Rätz, Bonn
Dienstag, 27. September 2016, um 19 Uhr in Bremen
Wallsaal in der Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen

In der Schweiz hatten die Bürgerinnen und Bürger am 5. Juni 2016 über die Aufnahme des Bedingungslosen Grundeinkommens in die Verfassung abgestimmt. Fast ein Viertel haben sich dafür ausgesprochen. Erstaunlich viele, wenn man bedenkt, dass es weltweit die erste Abstimmung dieser Art war, in der es nicht nur um eine Meinungsäußerung ging, sondern um einen tatsächlichen politischen Schritt. Unter den BefürworterInnen gibt es durchaus gegensätzliche Vorstellungen, was ein BGE sein und leisten soll: Ein anderes oder sogar ein „schlankeres“ Sozialsystem? Eine Umverteilung des Reichtums von oben nach unten? Auch verschiedenste BGE-Pilotprojekte in Finnland, den Niederlanden und anderswo zeigen, dass sehr unterschiedliche Wirkungen möglich wären.Was bleibt von der visionären Idee übrig, alle Menschen so abzusichern, dass sie keinerlei sozialen Absturz mehr fürchten müssen? Menschenrechtliche, Gender-, ökonomische und ökologische Aspekte variieren stark mit den unterschiedlichen Ausgestaltungen eines BGE.

Werner Rätz seit vielen Jahren bei der Informationsstelle Lateinamerika in Bonn engagiert und vertritt diese im Koordinierungskreis von attac Deutschland. Soziale Fragen sind dabei ein Schwerpunkt: Kampagne gegen die Riesterrente, Gesundheit ist keine Ware, Schwerpunkt und AG genug für alle, AG soziale Sicherungssysteme, AG Jenseits des Wachstums, G8- und Blockupy-Mobilisierung. Werner Rätz hat Politische Wissenschaft, Philosophie und Geschichte studiert, in sehr verschiedenen Berufen von Koch bis zum Druckereiarbeiter gearbeitet, als Hausmann vier Kinder großgezogen und ist nun als freiberuflicher Referent tätig. Er hat umfassend zu sozialen Fragen und vor allem zum bedingungslosen Grundeinkommen publiziert.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 9. internationalen Woche des Grundeinkommens vom 23.09. bis zum 25.10.2016 in Bremen. VeranstalterInnen: attac Bremen AG „Genug für alle“, Initiative BGE.BEK (Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Bremischen Evangelischen Kirche), Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, DGSP – Deutsche Gesellschaft für soziale Psychatrie, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen; in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Bremen, der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft, der Kultur-Werkstatt Westend und der Gemeinde Unser Lieben Frauen. Aktuelle Informationen zum Programm der Woche unter www.grundeinkommen-attac-bremen.de.

Flugblatt und Plakat zur Veranstaltung als PDF zum Download: wdg_flyer_2016wdg_plakat_A3_2016.

Stärker denken

Wenn die Welt durchgeknallt ist, dann kann nur eines helfen: stärker denken. Spitzzüngige Satire, schärfstes politisches Kabarett
Mit dem Kabarettisten Olaf Michael Ostertag
Freitag, 23. September 2016, um 19 Uhr in Bremen
Kulturwerkstatt Westend, Waller Heerstr. 294, 28219 Bremen

In seinem 6. Soloprogramm liefert Ostertag spitzzüngige Satire, schärfste Analysen und erhellende Erkenntnisse. Müssen Parkplätze künftig Panzern Platz bieten? Können Nichtschwimmer Leben retten? Brauche ich einen Beziehungsratgeber, wenn mein Smartphone klammert? Wird Intelligenz überschätzt oder unterbezahlt? Und warum heißen Geheimdienste „Intelligence“? – Wenn die Welt durchgeknallt ist, dann kann nur eines helfen: stärker denken. Olaf Michael Ostertag und sein Pianist Dirk Morgenstern gehen auch auf das Grundeinkommen ein. Eintritt frei.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 9. internationalen Woche des Grundeinkommens vom 23.09. bis zum 25.10.2016 in Bremen. VeranstalterInnen: attac Bremen AG „Genug für alle“, Initiative BGE.BEK (Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Bremischen Evangelischen Kirche), Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, DGSP – Deutsche Gesellschaft für soziale Psychatrie, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen; in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Bremen, der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft, der Kultur-Werkstatt Westend und der Gemeinde Unser Lieben Frauen. Aktuelle Informationen zum Programm der Woche unter www.grundeinkommen-attac-bremen.de.

Flugblatt und Plakat zur Veranstaltung als PDF zum Download: wdg_flyer_2016wdg_plakat_A3_2016.

Gutes Leben ohne Kohle?

Anti-Kohle-Aktive aus dem globalen Süden berichten, mit Dominique Doyle und Angelica Ortizist
Donnerstag, 6. Oktober 2016, um 19:30 Uhr in Bremen
Kulturzentrum Kukoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen
Für die Menschen, die heute protestieren, ist Klimawandel keine entfernte Bedrohung am Horizont – ihre Lebensgrundlagen sind schon unmittelbar davon betroffen … Wir brauchen drastische Maßnahmen, um CO2 Emissionen zu reduzieren sowie gerechtere, klügere und grünere Wege, um das Wohl der afrikanischen Menschen zu verbessern. (Dominique Doyle nach Afrikas grösstem Klima-Marsch 2015)

Nicht nur in der Lausitz, im rheinischen Braunkohlerevier oder am Hamburger Hafen protestieren Menschen gegen Kohle. Die weltweite Aktionswelle „Break Free from Fossil Fuels“ im Mai 2016 hat gezeigt: ob in Indonesien, Südafrika oder Lateinamerika streiten Menschen gegen die Macht der fossilen Konzerne und für Klimagerechtigkeit. Denn es ist klar: wenn wir die globale Erwärmung auf unter zwei Grad begrenzen wollen, müssen mehr als 80 Prozent der fossilen Ressourcen im Boden bleiben.

Zwei Aktivistinnen aus Kolumbien und Südafrika und berichten über die verheerenden Auswirkungen von Klimawandel und Bergbauprojekten in ihren Ländern. Umweltzerstörung, Vertreibungen, Unterdrückung von Widerstand – all dies geschieht für den Abbau von Kohle, die auch in deutschen Kraftwerken landet. Gemeinsam mit den Referentinnen und lokalen Aktiven wollen wir über die Frage diskutieren, wie wir gemeinsam einen sofortigen und gerechten Kohleausstieg durchsetzen können – weltweit und vor unserer Haustür. Und wie eine Gesellschaft aussehen kann, die ohne fossile Energien auskommt.

Dominique Doyle ist Projektkoordinatorin bei Earth Life Johannisburg. Sie organisiert Kampagnen gegen Kohlekraftwerke und für eine kohlenstoffarme Wirtschaft. Earth Life hat u.a. durchgesetzt, dass sich zwei internationale Unternehmen aus geplanten Kohlekraftwerken in Südafrika zurückziehen.

Angelica Ortizist aktiv bei Fuerza de Mujeres de Wayuu, einer indigenen Frauenorganisation. Sie kämpft gegen den Kohletagebau El Cerrejón, von dem die Lebensgrundlagen der Wayuu massiv betroffen sind.

Die Referentinnen sprechen Englisch und Spanisch und werden konsekutiv (zeitversetzt) übersetzt.

Eine Veranstaltung im Rahmen einer Vortragsreise der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Zusammenarbeit mit attac.

Markt und Gewalt – Die Funktionsweise des historischen Kapitalismus

Diskussionsveranstaltung mit Heide Gerstenberger (Bremen)
Freitag, 02. Dezember 2016, 19.00 Uhr
Infoladen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen

Bei allen Gegensätzen sind sich wirtschaftsliberale und marxistische Theoriekonzepte in der Beurteilung des Kapitalismus einig: Die ökonomischen Strukturen kapitalistischer Marktgesellschaften machen direkte Gewalt gegen Personen nicht nur überflüssig, sondern auch ökonomisch kontraproduktiv. Heide Gerstenberger widerspricht in ihrem demnächst erscheinenden Werk Markt und Gewalt nicht der These, dass in der Entwicklung kapitalistischer Ökonomien die Anwendung direkter Gewalt zum Zwecke der Profitproduktion vielerorts zurückgedrängt wurde, wohl aber bestreitet sie, dass diese Entwicklung ökonomischer Rationalität geschuldet ist. Als Resultat ihrer Auseinandersetzung mit der konkreten historischen Funktionsweise kapitalistischer Wirtschaften stellt sie fest, dass, wo immer eine Domestizierung des Kapitalismus erfolgte, diese durch sehr energische soziale Auseinandersetzungen und politische Maßnahmen herbeigeführt worden ist. Werden Eigner_innen und Besitzer_innen von Kapital nicht durch Öffentlichkeiten und Regierungen daran gehindert, so nutzen sie – von Ausnahmen abgesehen – alle sich ihnen bietenden Möglichkeiten, Profite zu erzielen. Angesichts der historischen Funktionsweise kapitalistischer Wirtschaften lässt sich nicht länger aufrechterhalten, dass der Einsatz direkter Gewalt gegen Personen kapitalistischem Profitstreben unter allen Umständen widerspricht.

Heide Gerstenberger lehrte von 1974 bis 2005 als Professorin für „Theorie des bürgerlichen Staates und der Gesellschaft“ an der Universität Bremen. Sie veröffentlichte u.a. Der revolutionäre Konservatismus, Berlin 1969 und Die subjektlose Gewalt. Theorie der Entstehung bürgerlicher Staatsgewalt, Münster 1991.

Eine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich, die Toilette leider nicht.

Staatsverschuldung als Kategorie der Kritik der politischen Ökonomie

Diskussionsveranstaltung mit Ingo Stützle (Berlin)
Freitag, 25. November 2016, 19.00 Uhr
Infoladen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen

Obwohl sich Karl Marx viel mit dem Thema Staatsfinanzen beschäftigt hat, ist dieser Aspekt in der marxistischen Diskussion bisher eher vernachlässigt worden. Während Steuern werttheoretische Beachtung fanden, wurden öffentliche Schulden bislang kaum als spezifische Kategorie der politischen Ökonomie diskutiert. Das liegt wohl auch daran, dass der Staat, Steuern und öffentliche Verschuldung zwar in Marx’ Plänen zu einer Kritik der politischen Ökonomie auftauchen, er diese aber nicht komplett realisieren konnte. Mit der gegenwärtigen Debatte über Staatsverschuldung, Steueroasen und Schuldenkrise gerät meist die vorherrschende Form der kapitalistischen Reichtumsproduktion aus dem Blick. Warum etwa nimmt das «ökonomische Dasein» des Staates (Marx) die Form des Steuerstaates an? Der Vortrag wird dieser Frage nachgeben und zeigen, dass der öffentliche Kredit eine besondere ökonomische Form ist und somit weder von seiner gesellschaftlichen Form, noch von seiner Art der Finanzierung her als ein überhistorisches Phänomen zu begreifen ist.

Ingo Stützle betreut in Berlin regelmäßig Lektürekurse zur Kritik der politischen Ökonomie. Veröffentlichungen u.a. Austerität als politisches Projekt. Von der monetären Integration Europas zur Eurokrise, Münster 2014 und Mitherausgabe von: Poulantzas lesen. Zur Aktualität materialistischer Staatstheorie, Hamburg 2006 und Mitherausgabe von: Das Kapital neu lesen. Beiträge zur radikalen Philosophie, Münster 2006.

Eine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich, die Toilette leider nicht.

Konsumkritik – subversive Praxis oder kapitalistische Selbstoptimierung?

Diskussionsveranstaltung mit Lydia Jakobi und Ulrich Schuster
Freitag, 21. Oktober 2016, 19.00 Uhr
Kulturzentrum Kukoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen

Reihe intros. Einführungen in kritische Gesellschaftstheorie

Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft, vegetarische und vegane Kost, fair gehandelte Produkte, sauberer Strom, Tauschbörsen und Aufrufe zum Shoppingverzicht – der Trend geht zum kritischen Konsumbewusstsein. Längst hat Konsum- und Wachstumskritik die Nischen des politischen Aktionismus und der Subkultur verlassen. Die 2014 in Leipzig durchgeführte degrowth-Konferenz wurde nicht nur von etablierten Stiftungen und staatsnahen Bildungseinrichtungen unterstützt, es kamen auch Tausende, um dabei zu sein. Doch worauf zielt eine Bewegung, deren Aufrufe zum Maßhalten und Verzicht die ohnehin gestressten Individuen zu mehr Selbstkontrolle anhalten? Was kommt heraus, wenn sich die Kritik nicht gegen Standortkonkurrenz und Mehrwertproduktion wendet, sondern glaubt das kapitalistische Wachstumsmonster durch „Widerstand gegen sich selbst“ und gelebte Utopien besänftigen zu können? Gegenüber der Aufmotzung der als Spektakel daherkommenden Konsumkritik zur Befreiungsperspektive ist Skepsis angebracht. Dem Unbehagen an den negativen Folgen der kapitalistischen Warenwelt für den Menschen und dem Wunsch, nachhaltig zu leben, lässt sich aber angesichts der Produktion von Giftmüll und minderwertigen Lebensmitteln sowie im Wissen um den Raubbau an Naturressourcen auch nicht jegliches kritisches Potential absprechen.

Lydia Jakobi und Ulrich Schuster sind Mitglieder im Roten Salon, einer Veranstaltungsgruppe des Conne Island in Leipzig. Der Rote Salon versteht sich als Ort linker Selbstkritik und beschäftigte sich in der Vergangenheit unter anderem mit der Geschichte des Arbeiterliedes, der Rezeption des 17. Juni in der Linken sowie mit dem Mythos „Linkes Zentrum“.

Eine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.

 

Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 2-3

Wochenendseminar mit Valeria Bruschi und Ingo Stützle (Berlin)
Samstag, 26.11. – Sonntag, 27.11.2016
Infoladen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen

Mit dem Wochenendseminar soll ein Überblick über den Inhalt des zweiten und dritten Bandes des Kapitals. Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx gegeben werden. Dabei werden einleitend die Marxschen Ausführungen zum Produktionsprozess aus dem ersten Band des Kapitals skizzenhaft wiederholt werden. Anschließend werden die Überlegungen zum Zirkulationsprozess und zum Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion präsentiert und wichtige Begriffe wie Kredit, Zins, Rente und Profit vorgestellt. Kenntnisse des ersten Bands des Kapitals sind für die Teilnahme empfehlenswert. Das Seminar versteht sich als ein Angebot an alle, die Interesse haben, ihre Kenntnisse der Marxschen Ökonomiekritik zu vertiefen. Desweiteren dient es als Ergänzung zum Lektürekurs 2016 zum ersten Band des Kapitals.

Valeria Bruschi und Ingo Stützle betreuen in Berlin seit mehreren Jahren die jährlichen Lektürekurse der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu den drei Bänden des Marxschen Kapital.

Das Wochenendseminar wird organisiert von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen. Anmeldung bitte unter talpe@gmx.net

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich, die Toilette leider nicht.

Helfen & verdienen – Das Geschäft zwischen Solidarität und Sonderangebot

Ausstellung „Helfen & verdienen“
Montag, 20. Juni bis Samstag, 20. August 2016
jeweils Montags 17 bis 20 Uhr, Samstags 14 bis 17 Uhr geöffnet
In den neuen Räumen des Flüchtlingsrats in der Sankt-Jürgen-Straße

## Update ##
Business as usual? Panorama der Ökonomie der Flucht
Abschlussveranstaltung der Ausstellung „Helfen & verdienen“
Samstag, 20. August 2016, um 15 Uhr (Weiteres siehe unten)

Ausstellungseröffnung
Montag, 20. Juni 2016, um 19:30 Uhr in Bremen
Flüchtlingsrat Bremen, Sankt-Jürgen-Straße 102, 28203 Bremen

Zur gesellschaftlichen Diskussion über Schutz und Integration hat sich unlängst ein Markt der Möglichkeiten für vermeintliche Bedarfe von Geflüchteten entwickelt, den wir mit dieser Ausstellung und Veranstaltungsreihe kritisch beleuchten.

Es beginnt im Sommer 2015. Immer mehr nach Bremen geflüchtete Menschen treffen hier auf eine Aufnahmestruktur, die von Mangel geprägt ist. Gleichzeitig wächst die öffentliche Aufmerksamkeit für die ankommenden Menschen. In dieser Zeit erreichen den Flüchtlingsrat viele Anfragen, aber auch eine Vielzahl von Emails mit konkreten Angeboten zur Unterstützung. Einiges lässt sich schnell vermitteln: Getränkespenden für ein Fest oder Wohnungsangebote an Suchende. Doch beim Großteil der Angebote verhält es sich anders. Ihnen sei zu Ohren gekommen, beginnen manche dieser Schreiben zögerlich, akute Probleme des Ansturms und Engpässe seien der Anlass, sich an uns zu wenden. Anhand von Emails, Akquisematerialien und Hintergrundinformationen wird eine kritische Auseinandersetzung mit der Industrialisierung der Flüchtlingsaufnahme möglich.

1606 Helfen und Verdienen Motiv

Die Ausstellung thematisiert die kommerzielle Annäherung von Herstellern und Dienstleistern aus den Bereichen Bau und Versorgung an das Thema Flucht und Unterstützung. Weiterführende Infos und Diskussionen werden im Rahmenprogramm ermöglicht.

Eine Veranstaltung des Flüchtlingsrates Bremen und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Das Flugblatt zur Ausstellung als PDF zum Download: 160620 Helfen und Verdienen Fluechtlingsrat.

Business as usual? Panorama der Ökonomie der Flucht

Abschlussveranstaltung der Ausstellung „Helfen & verdienen“ mit Ramona Fischer
Samstag, 20. August 2016, um 15 Uhr

Flüchtlingsrat Bremen, Sankt-Jürgen-Straße 102, 28203 Bremen

Wir laden ein, im lockeren Rahmen (Mit Kaffee und Kuchen) den Abschluss unserer Ausstellung „Helfen & verdienen“ zu begehen. Zum letzten Mal werden ab 14 Uhr die als Hilfsangebote deklarierten Mails einschliesslich aufbereiteter Hintergrundinformationen gezeigt, die der Bremer Flüchtlingsrat seit vergangenem Sommer von kommerziellen Anbietern aus dem gesamten Bundesgebiet erhalten hat.

Bei Kaffee und Kuchen wird die Migrationsforscherin Ramona Fischer ab 15 Uhr einen Impulsvortrag zur Ökonomie der Flucht halten. Der kurze Überblick soll den Anstoß für Gespräche und Austausch geben. Die Veranstaltung endet um etwa 17 Uhr.

Business as usual? Panorama der Ökonomie der Flucht
Im Nachgang des ‚langen Sommers der Migration‘ ist in medialen wie wissenschaftlichen Debatten vermehrt die Rede von einer Ökonomie der Flucht. Im Fokus stehen meist Kosten-Nutzen-Abwägungen für den bundesdeutschen Kontext als Zufluchtsort. Doch was kann Ökonomie der Flucht darüber hinaus eigentlich bedeuten? Und wer sind die ProfiteurInnen? Im Rahmen der Ausstellung „Helfen & verdienen“ wird mit diesem Impulsvortrag der Blick auf das breite Bedeutungsspektrum der Ökonomie der Flucht geweitet und somit Denkanstöße für eine Diskussion geliefert, die über den Tellerrand der BRD hinaus schaut.

Mit Keynes für Deutschland – Zur Kritik an Keynesianismus, Nationalismus und Querfrontstrategien

Diskussionsveranstaltung mit Thomas Ebermann (Hamburg)
Samstag, 04. Juni 2016, 19.00 Uhr
Kulturzentrum Kukoon, Buntentorsteinweg, 28201 Bremen

Ausgerechnet das Eintreten des britischen Ökonomen John Maynard Keynes für eine schonende Behandlung des Deutschen Reiches nach dessen Niederlage im Ersten Weltkrieg dient in der Debatte über die griechische Schuldenkrise manchen Linken als positives Beispiel. Durch die Versailler Verträge – so die nationalistische Legende – ist Deutschland vor knapp 100 Jahren derart brutal bestraft worden, dass die Sieger des Ersten Weltkriegs sich über die Folgen nicht wundern durften, jedenfalls gehörig mit Schuld hatten… „an Hitler“. Da auch die Alliierten manchmal aus der Geschichte lernen, belohnten sie die Deutschen nach 1945 mit Marschall-Plan und Schuldenkonferenz. Heute muss, wer Einwände gegen die deutsche Regierungspolitik erhebt – sagen wir zum Thema Griechenland – alles vermeiden, was nach Schädigung Deutschlands klingen könnte. Deutschlands Belastbarkeit, sein Staatshaushalt, seine „Steuerzahler_innen“ samt ihren Gefühlen und noch vieles mehr werden so zur Prämisse staatsfrommer Keynesianer_innen. Von links wie von rechts.

Thomas Ebermann referiert über die historischen Debatten um den Versailler Vertrag und seine Konsequenzen sowie die daran anknüpfenden aktuellen Krisendiskussionen. Er formuliert dabei eine Kritik an Keynesianismus, Nationalismus und Querfrontstrategien, die nie allein taktische Gründe haben, sondern immer auf partiellen inhaltlichen Übereinstimmungen basieren.

Eine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.

 

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