Arbeitsgesellschaft - Archiv


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Das Grundeinkommen – Wege und Konzepte der Umsetzung in Schleswig-Holstein und darüber hinaus

Freitag, 17.11.2017, 19.00 Uhr, Friedenskirche, Humboldtstr. 175, 28203 Bremen

Grundeinkommen und Realpolitik: Bericht über Stand der Bemühungen und Verlauf der Diskussion in Schleswig-Holstein. Was wäre daraus zu lernen für weitere Perspektiven? Die „Jamaika“-Koalition in Schleswig-Holstein, bestehend aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP, ist in ihrem Koalitionsvertrag zu der Erkenntnis gekommen, dass unser Sozialsystem im Hinblick auf reale Arbeitslosigkeit, Altersarmut, Digitalisierung, mehr und mehr unterbrochene Berufsbiografien und notwendigem Bürokratieabbau auf eine neue Basis gestellt werden muss. Eine Arbeitsgruppe ist gegründet, die sich mit Modellen wie dem Grundeinkommen und dem Bürgergeld beschäftigen soll. Als Ergebnis könnte ein Modellversuch in Schleswig-Holstein stehen.

Referenten: Arfst Wagner, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein; Ronald Blaschke, Netzwerk Grundeinkommen, Mitherausgeber mehrerer Bücher und Autor zahlreicher Beiträge zum Grundeinkommen.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit attac, Netzwerk Grundeinkommen, Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen – Initiative in der Bremischen Evangelischen Kirche BGE.BEK, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, Stadtbibliothek Bremen, Friedenskirche Humboldtstraße Bremen im Rahmen der Veranstaltungsreihe 10. Internationale Woche des Grundeinkommens.

„Industrie 4.0” und bedingungsloses Grundeinkommen

Dienstag, 07.11.2017, 19.00 Uhr, Wallsaal, Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen
Vortrag: Dr. Ingmar Kumpmann, Wirtschaftswissenschaftler, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Netzwerks Grundeinkommen, Berlin

Die Studie von Frey/Osborne (2013) hatte zum Ergebnis, dass 47 % der Arbeitsplätze durch digitale Systeme ersetzt werden können. Seither wird verstärkt darüber diskutiert, inwieweit „Industrie 4.0“ zum massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen könnte. Um angesichts dieser Perspektive Einkommen zu sichern, kommt das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) wieder intensiver ins Gespräch. In dem Vortrag soll es darum gehen, ob das BGE eine Antwort auf die sozialen Herausforderungen des digitalen Zeitalters geben kann.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit attac, Netzwerk Grundeinkommen, Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen – Initiative in der Bremischen Evangelischen Kirche BGE.BEK, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, Stadtbibliothek Bremen, Friedenskirche Humboldtstraße Bremen im Rahmen der Veranstaltungsreihe 10. Internationale Woche des Grundeinkommens.

Grundeinkommen als Antwort auf Rechtspopulismus

Montag, 18.09.2017, 19.00 Uhr, Wallsaal, Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen
Vortrag von Werner Rätz, Bonn, Aktivist und Autor und Mitbegründer von Attac Deutschland

Tendenzen zu rechten und nationalen Gesinnungen können als Reaktion auf die in den vergangenen Jahrzehnten durch neoliberale Interessen betriebene Spaltung der Gesellschaften verstanden werden. Das zeigt sich z.B. auch im Brexit-Referendum. Welche Auswirkungen hätte ein Bedingungsloses Grundeinkommen auf diese Entwicklung? Nach den Kriterien für ein emanzipatorisch ausgestaltetes Bedingungsloses Grundeinkommen bekommen alle Menschen ein Grundeinkommen gleicher Höhe. Solch eine egalitäre Idee widerspricht rechter Weltanschauung und kann von Rechtspopulisten nur abgelehnt werden. Ein emanzipatorisch ausgestaltetes Grundeinkommen wirkt der sozialneidischen Spaltung der Gesellschaft entgegen, sofern es als wirtschaftsbürgerliches Grundrecht und nicht als armutspolitische Maßnahme verstanden wird. Niemand bekäme etwas, was nicht jede und jeder Andere auch bekäme. Es nähme jedem Individuum die Angst, in ein materielles Loch fallen zu können. Das Lebensnotwendige wäre gesichert. Mit Möglichkeiten, hinzu zu verdienen, befände sich niemand mehr in einer Armutsfalle ohne Ausweg. So gäbe es keinen Grund, aus purer Existenzangst autoritäre und rechte Perspektiven zu wählen.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit attac, Netzwerk Grundeinkommen, Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen – Initiative in der Bremischen Evangelischen Kirche BGE.BEK, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, Stadtbibliothek Bremen, Friedenskirche Humboldtstraße Bremen im Rahmen der Veranstaltungsreihe 10. Internationale Woche des Grundeinkommens.

Leben aus der Fülle. Von der Hochzeit zu Kana zum Grundeinkomen

Sonntag, 17.09.2017, 9.30 Uhr, Kirche im Park, Züricher Straße 40, 28325 Bremen
Gottesdienst mit der Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen min der Bremischen Evangelischen Kirche
Gestaltung: Pastor Michael Behrmann und Mitglieder der InitiativeBGE.BEK. Anschließend Kirchencafé mit Gesprächsmöglichkeit

Das Thema: „Es reicht! Für alle – hier und überall!“ fügt sich ein in die Überzeugung, dass die Fülle geschenkt ist. Ja, der Gott der christlichen Tradition selbst kann als „Fülle“ bezeichnet werden. Texte der Bibel im Ersten und im Zweiten Testament zeugen davon. Auch Jesus lebte aus dieser Vorstellung der göttlichen Fülle. Seine Zeitgenossen erlebten das als wunderbare Aufwertung ihres Lebens. Sie drückten ihre Erfahrungen Erkenntnis von dem, was Fülle bedeutet, direkt oder bildhaft in ihren Geschichten aus.Ein Bedingungsloses Grundeinkommen ist daher für Christen mit den Wesenszügen ihres Glaubens gut zu vereinbaren. Es kann als konkrete Auswirkung der Bedingungslosigkeit der Zuwendung des Gottes Jesu verstanden werden. Warum also nicht aus dem Vollen schöpfen?

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit attac, Netzwerk Grundeinkommen, Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen – Initiative in der Bremischen Evangelischen Kirche BGE.BEK, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, Stadtbibliothek Bremen, Friedenskirche Humboldtstraße Bremen im Rahmen der Veranstaltungsreihe 10. Internationale Woche des Grundeinkommens.

Globale soziale Rechte für ein gutes Leben für Alle – Kämpfe für Bewegungsfreiheit, Grundeinkommen und Degrowth

Donnerstag, 07.09.2017, 19.00 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen
Buchvorstellung „Degrowth in Bewegung(en) – 32 Wege zur sozial-ökologischen Transformation“ mit Olaf Bernau, Afrique-Europe-Interact (aei), Ronald Blaschke, Netzwerk Grundeinkommen, Nina Treu, Konzeptwerk Neue Ökonomie.

Welche Perspektiven ergeben sich, wenn die Grundeinkommens- sowie die Flucht- und migrationspolitische Bewegung im Rahmen der Degrowth-Strategien zusammen gedacht werden? Wie kann eine Welt jenseits von Wachstum, Konkurrenz und Profitstreben aussehen? Dieser Frage ist das zweijährige multimediale Projekt „Degrowth in Bewegung(en)“ nachgegangen. Es bietet den Rahmen für die strategische Vernetzung und verstärkte Zusammenarbeit verschiedenster sozialer Initiativen und Bewegungen – von der Gemeinwohlökonomie bis zum Refugee-Movement, vom bedingungslosen Grundeinkommen über die Anti-Kohle-Bewegung bis zu den Gewerkschaften. Das in diesem Rahmen entstandene Buch „Degrowth in Bewegung(en) – 32 Wege zur sozial-ökologischen Transformation“ (oekom Verlag) stellt 32 verschiedene Bewegungen und Initiativen vor, die alle soziale, ökologische und demokratische Alternativen entwickeln und leben.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit attac, Netzwerk Grundeinkommen, Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen – Initiative in der Bremischen Evangelischen Kirche BGE.BEK, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, Stadtbibliothek Bremen, Friedenskirche Humboldtstraße Bremen im Rahmen der Veranstaltungsreihe 10. Internationale Woche des Grundeinkommens.

Freihandelsabkommen in Lateinamerika

Vortrag und Diskussion mit María Atilano (Mexiko)
Dienstag, 4. Juli 2017, um 19 Uhr in Bremen
Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen

Im Vorfeld der Proteste gegen den G20-Gipfel laden die Rosa-Luxemburg-Stiftung und Attac die mexikanische Freihandelsexpertin María Atilano ein. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit Freihandelsabkommen wie NAFTA und TiSA. Im Kontext der Verhandlungen der EU mit Mexiko über einen Freihandelsvertrag und die Politik Donald Trumps wird sie die Auswirkungen von Freihandelsabkommen auf die Länder Lateinamerikas erläutern. Auch die Situation in Chiapas und die erwarteten Folgen von TiSA für Mexiko als G20-Mitglied und Schwellenland werden in ihren Vortrag einfließen.

María Atilano vom Mexikanischen Netzwerk gegen Freihandelsabkommen wird auf Einladung von Attac und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Station in fünf Städten machen und beim Alternativ-Gipfel zum G20 in Hamburg von den Kämpfen in Mexiko für eine gerechte Weltwirtschaftspolitik berichten.

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María Atilano Uriarte ist Politikwissenschaftlerin und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den Themen ArbeiterInnenrechte, Freihandel und Menschenrechte. Sie ist Mitbegründerin des Mexikanischen Netzwerks gegen Freihandelsabkommen „Red Mexicana de Acción Frente al Libre Comercio (RMALC)“, das sie zudem über acht Jahre persönlich koordiniert hat. Als Dozentin, Buchautorin und Lehrerin engagiert sie sich für den Friedensprozess in der mexikanischen Region Chiapas und gegen die Unterdrückung der Indigenen in dieser Region. Vor kurzem hat sie ihr Buch “Tradoc: la esperanza obrera” bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Mexico vorgestellt.

Die Speakers Tour mit María Atilano wird von Attac und der Rosa-Luxemburg-Stiftung gemeinsam veranstaltet.

 

Das Sanktionsregime unter Hartz IV und ein emanzipatorisches BGE als alternativer Ausweg

Eine Debatte mit Inge Hannemann und Ronald Blaschke
Dienstag, 25. Oktober 2016, um 19 Uhr
Friedenskirche, Humboldtstr. 175, 28203 Bremen

Die Jobcenter-Expertin Inge Hannemann (Hamburg; Verein Sanktionsfrei) berichtet über Sanktionspraxis unter Hartz IV und deren nachteilige Auswirkungen auf Betroffene und Gesellschaft. Der Grundeinkommens-Spezialist Ronald Blaschke (Dresden; Netzwerk Grundeinkommen) stellt den negativen Aspekten die Vorteile eines Grundeinkommens entgegen.

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen kann als ein überzeugender sozialpolitischer Beitrag zur Lösung dringend notwendiger Gegenwartsprobleme verstanden werden. Es wirkt auf vielfältige Weise und für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen befreiend. Von Hartz IV Betroffene würden durch ein BGE ebenso Entlastung erfahren wie Erwerbstätige. Einerseits senkt die Bedingungslosigkeit eines BGE den Aufwand, Behörden gegenüber Nachweise erbringen zu müssen und erhöht durch anfänglich freie Zuverdienstmöglichkeiten die Motivation zur Erwerbsarbeit. Andererseits wären auch Sorgen von Erwerbstätigen vor einem finanziellen Absturz geringer. Das gesellschaftliche Leben könnte entspannter, der gesellschaftliche Zusammenhalt besser und die ganze Bevölkerung gesünder werden („Gleichheit ist Glück“ von Pickett/Wilkinson).

Eine Veranstaltung im Rahmen der 9. internationalen Woche des Grundeinkommens vom 23.09. bis zum 25.10.2016 in Bremen. VeranstalterInnen: attac Bremen AG „Genug für alle“, Initiative BGE.BEK (Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Bremischen Evangelischen Kirche), Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, DGSP – Deutsche Gesellschaft für soziale Psychatrie, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen; in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Bremen, der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft, der Kultur-Werkstatt Westend und der Gemeinde Unser Lieben Frauen. Aktuelle Informationen zum Programm der Woche unter www.grundeinkommen-attac-bremen.de.

Flugblatt und Plakat zur Veranstaltung als PDF zum Download: wdg_flyer_2016wdg_plakat_A3_2016.

Ein Grundeinkommen für alle im Lichte von Erich Fromms Alternative „Haben oder Sein”

Vortrag und Gespräch mit Otto Lüdemann, Hamburg
Mittwoch, 19. Oktober 2016, um 18 Uhr in Bremen
Gemeindehaus Unser Lieben Frauen, Schwachhauser Ring 61 / Ecke Bürgermeister-Schoene-Str., 28213 Bremen

50 Jahre nach Erscheinen von Erich Fromms Beitrag „Psychologische Aspekte zur Frage eines garantierten Einkommens für alle” im Jahre 1966 erlebt die Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens, nach so manchem Auf und Ab, gerade einen bemerkenswerten positiven Schub: Grund genug, uns die Frage zu stellen, wie aktuell nicht nur die Idee des BGE selbst, sondern auch Erich Fromms Gründe für seine Befürwortung dieser Idee heute noch sind. Dabei ist der „Gesellschaftscharakter“ zu bedenken, in welchem Maße er „haben-orientiert“ ist und auf welch unterschiedliche Weisen er sich zeigt.

Prof. Dr. Otto Lüdemann, Erziehungswissenschaftler und langjähriges aktives Mitglied der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft, des Hamburger Netzwerkes Grundeinkommen sowie Gründungsmitglied des Europäischen Grundeinkommens-Netzwerkes, wird in die Thematik einführen und den Gedankenaustausch, ganz im Sinne Fromms, teilnehmerorientiert und -aktivierend moderieren.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 9. internationalen Woche des Grundeinkommens vom 23.09. bis zum 25.10.2016 in Bremen. VeranstalterInnen: attac Bremen AG „Genug für alle“, Initiative BGE.BEK (Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Bremischen Evangelischen Kirche), Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, DGSP – Deutsche Gesellschaft für soziale Psychatrie, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen; in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Bremen, der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft, der Kultur-Werkstatt Westend und der Gemeinde Unser Lieben Frauen. Aktuelle Informationen zum Programm der Woche unter www.grundeinkommen-attac-bremen.de.

Flugblatt und Plakat zur Veranstaltung als PDF zum Download: wdg_flyer_2016wdg_plakat_A3_2016.

Wenn auch das noch schiefgeht – Situationen, die unsere Existenz bedrohen

Arbeitsplatzverlust – Krankheit – Trennung
Kooperation ist besser als Konkurrenz: Ist das Bedingungslose Grundeinkommen ein Beitrag zur Lebenssicherheit?

Einführung und Moderation mit offener Diskussion durch Prof. Dr. Peter Kruckenberg (DGSP), Dieter Berger (InitiativeBGE.BEK) und Jörg Ackermann (Attac Gfa Bremen)
Freitag, 14. Oktober 2016, um 18 Uhr in Bremen
Das Haus des Paritätischen, Ausser der Schleifmühle 55-61, 28203 Bremen

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. (DGSP) und auch im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit 2016 regen wir dazu an, Lebensrisiken im Lichte der sozialpolitischen Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens zu betrachten.

Wenn Krisen, die jede und jeden treffen können oder schon getroffen haben, wenn Ängste um unsere wirtschaftliche Existenz uns so verunsichern, dass wir alles schlucken, dass wir für unsere Ideen nicht mehr kämpfen und uns nicht mehr gegen Zumutungen wehren wollen – brächte dann ein BGE mehr Lebenssicherheit und seelische Gesundheit? Würden manche Risiken vielleicht erst gar nicht entstehen? Welchen Einfluss haben dabei unterschiedliche Ausformungen eines Grundeinkommens? Könnte z.B. ein Grundeinkommen für Kinder schon zu Verbesserungen des gesellschaftlichen Lebens führen? Welche konkreten Vorschläge gibt es?

Eine Veranstaltung im Rahmen der 9. internationalen Woche des Grundeinkommens vom 23.09. bis zum 25.10.2016 in Bremen. VeranstalterInnen: attac Bremen AG „Genug für alle“, Initiative BGE.BEK (Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Bremischen Evangelischen Kirche), Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, DGSP – Deutsche Gesellschaft für soziale Psychatrie, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen; in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Bremen, der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft, der Kultur-Werkstatt Westend und der Gemeinde Unser Lieben Frauen. Aktuelle Informationen zum Programm der Woche unter www.grundeinkommen-attac-bremen.de.

Flugblatt und Plakat zur Veranstaltung als PDF zum Download: wdg_flyer_2016wdg_plakat_A3_2016.

Bedingungsloses Grundeinkommen zwischen Vision und Realpolitik

Vortrag und Diskussion mit Werner Rätz, Bonn
Dienstag, 27. September 2016, um 19 Uhr in Bremen
Wallsaal in der Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen

In der Schweiz hatten die Bürgerinnen und Bürger am 5. Juni 2016 über die Aufnahme des Bedingungslosen Grundeinkommens in die Verfassung abgestimmt. Fast ein Viertel haben sich dafür ausgesprochen. Erstaunlich viele, wenn man bedenkt, dass es weltweit die erste Abstimmung dieser Art war, in der es nicht nur um eine Meinungsäußerung ging, sondern um einen tatsächlichen politischen Schritt. Unter den BefürworterInnen gibt es durchaus gegensätzliche Vorstellungen, was ein BGE sein und leisten soll: Ein anderes oder sogar ein „schlankeres“ Sozialsystem? Eine Umverteilung des Reichtums von oben nach unten? Auch verschiedenste BGE-Pilotprojekte in Finnland, den Niederlanden und anderswo zeigen, dass sehr unterschiedliche Wirkungen möglich wären.Was bleibt von der visionären Idee übrig, alle Menschen so abzusichern, dass sie keinerlei sozialen Absturz mehr fürchten müssen? Menschenrechtliche, Gender-, ökonomische und ökologische Aspekte variieren stark mit den unterschiedlichen Ausgestaltungen eines BGE.

Werner Rätz seit vielen Jahren bei der Informationsstelle Lateinamerika in Bonn engagiert und vertritt diese im Koordinierungskreis von attac Deutschland. Soziale Fragen sind dabei ein Schwerpunkt: Kampagne gegen die Riesterrente, Gesundheit ist keine Ware, Schwerpunkt und AG genug für alle, AG soziale Sicherungssysteme, AG Jenseits des Wachstums, G8- und Blockupy-Mobilisierung. Werner Rätz hat Politische Wissenschaft, Philosophie und Geschichte studiert, in sehr verschiedenen Berufen von Koch bis zum Druckereiarbeiter gearbeitet, als Hausmann vier Kinder großgezogen und ist nun als freiberuflicher Referent tätig. Er hat umfassend zu sozialen Fragen und vor allem zum bedingungslosen Grundeinkommen publiziert.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 9. internationalen Woche des Grundeinkommens vom 23.09. bis zum 25.10.2016 in Bremen. VeranstalterInnen: attac Bremen AG „Genug für alle“, Initiative BGE.BEK (Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Bremischen Evangelischen Kirche), Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, DGSP – Deutsche Gesellschaft für soziale Psychatrie, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen; in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Bremen, der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft, der Kultur-Werkstatt Westend und der Gemeinde Unser Lieben Frauen. Aktuelle Informationen zum Programm der Woche unter www.grundeinkommen-attac-bremen.de.

Flugblatt und Plakat zur Veranstaltung als PDF zum Download: wdg_flyer_2016wdg_plakat_A3_2016.

Stärker denken

Wenn die Welt durchgeknallt ist, dann kann nur eines helfen: stärker denken. Spitzzüngige Satire, schärfstes politisches Kabarett
Mit dem Kabarettisten Olaf Michael Ostertag
Freitag, 23. September 2016, um 19 Uhr in Bremen
Kulturwerkstatt Westend, Waller Heerstr. 294, 28219 Bremen

In seinem 6. Soloprogramm liefert Ostertag spitzzüngige Satire, schärfste Analysen und erhellende Erkenntnisse. Müssen Parkplätze künftig Panzern Platz bieten? Können Nichtschwimmer Leben retten? Brauche ich einen Beziehungsratgeber, wenn mein Smartphone klammert? Wird Intelligenz überschätzt oder unterbezahlt? Und warum heißen Geheimdienste „Intelligence“? – Wenn die Welt durchgeknallt ist, dann kann nur eines helfen: stärker denken. Olaf Michael Ostertag und sein Pianist Dirk Morgenstern gehen auch auf das Grundeinkommen ein. Eintritt frei.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 9. internationalen Woche des Grundeinkommens vom 23.09. bis zum 25.10.2016 in Bremen. VeranstalterInnen: attac Bremen AG „Genug für alle“, Initiative BGE.BEK (Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Bremischen Evangelischen Kirche), Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, DGSP – Deutsche Gesellschaft für soziale Psychatrie, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen; in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Bremen, der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft, der Kultur-Werkstatt Westend und der Gemeinde Unser Lieben Frauen. Aktuelle Informationen zum Programm der Woche unter www.grundeinkommen-attac-bremen.de.

Flugblatt und Plakat zur Veranstaltung als PDF zum Download: wdg_flyer_2016wdg_plakat_A3_2016.

Feministische, theologische und sozialethische Aspekte zum Grundeinkommen

Diskussionsveranstaltung mit Ina Praetorius (Wattwil, Schweiz) und Ronald Blaschke (Netzwerk Grundeinkommen, Dresden)
Montag, 16. November 2015, 19 Uhr
Gemeindehaus Unser Lieben Frauen, Ecke Schwachhauser Ring 61 / Bürgermeister-Schoene-Str., 28213 Bremen

BefürworterInnen behaupten, ein bedingungsloses Grundeinkommen wirke auf mehrfache Weise emanzipatorisch. Zu den finanziellen Wirkungen kämen solche hinzu, die in der gegenwärtigen Situation einen Kulturimpuls, ja sogar einen Bruch mit der herrschenden „Kultur“ bedeuten würden. Je nach Beurteilung der wesentlich vom Neoliberalismus geprägten Entwicklungen in der (westlichen) Welt werden die mit einem BGE verbundenen emanzipativen Aspekte als Gefahr oder Chance gesehen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen könnte feministische und die an Menschenrechten und Gerechtigkeit orientierten sozialethischen Interessen deutlich unterstützen. Würde es sich auch als ein Kristallisationskern für das Gemeinsame der kritischen Bewegungen anbieten?

Update 12.11.2015: Ronald Blaschke musste leider aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen, die Veranstaltung findet mit Ina Praetorius statt.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit Attac AG Genug für Alle Bremen und weiteren Initiativen im Rahmen der 8. Internationalen Woche des Grundeinkommens.

 

 

Wenn das Gesundheitswesen krank ist und krank macht – DRGs, PEPP, Investitionsdesaster, Arbeitsdruck, Angst – und kein Ende? Von den Symptomen zu Beiträgen für eine Gesundung

Diskussionsveranstaltung mit Werner Rätz (Mitbegründer Attac Deutschland, AG „Genug für alle“,Bonn) und Peter Kruckenberg (Ärztlicher Direktor i.R. der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikum Bremen-Ost)
Donnerstag, 01. Oktober 2015, 19.00 Uhr
Hörsaal der Inneren Medizin, Klinikum Bremen-Mitte, St.-Jürgen-Str.1, 28205 Bremen

Menschen haben gar keine andere Wahl: Sie sind aufeinander angewiesen. Sie leben auch davon, dass andere sie annehmen. Wer sich nicht in seiner Person, in seinen Stärken und Schwächen, mit den eigenen Sorgen und Nöten gesehen und angenommen fühlt, verliert Vertrauen – oft auch zu sich selbst. Nicht wenige werden sogar krank an Leib und/oder Seele, mit oder ohne Erwerbsarbeitsplatz. In unserer Gesellschaft brauchen wir eine Politik, die Systeme entwickelt, die die Bedürfnisse und Ziele aller Menschen in den Mittelpunkt stellen – und nicht die wirtschaftlichen Interessen der Geldgeber oder der Leistungsanbieter. Medizinische Abrechnungssysteme wie DRG und PEPP, die Menschen zu Fällen machen, widersprechen der in unserem Grundgesetz gebotenen Menschenwürde und Daseinsfürsorge – ebenso wie Maßnahmen der Sozialhilfe, wenn Betroffene mit Herablassung und Misstrauen behandelt werden oder Mitarbeitende unter Existenzdruck gebracht werden. Ein menschendienlicher gesellschaftlicher Wandel könnte mit einem bedingungslosen Grundeinkommen Hand in Hand gehen.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit Attac AG Genug für Alle Bremen und weiteren Initiativen im Rahmen der 8. Internationalen Woche des Grundeinkommens.

 

Grünes Grundeinkommen – gastliches Umfeld für „Gutes Leben“

Diskussionsveranstaltung mit Ulrich Schachtschneider (Oldenburg, Energieberater, freier Sozialwissenschaftler und Autor)
Donnerstag, 17. September 2015, 19.00 Uhr
Wallsaal, Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen

Das Ziel des Wirtschaftens sollte darin bestehen, uns Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen und dabei unsere Umwelt zu erhalten, schreiben Skidelsky/Skidelsky in ihrem Buch: „Wie viel ist genug?“ Ewiges Wachstum ist für beides zunehmend schädlich – zumindest in den Industrieländern scheint ein kritischer Punkt längst überschritten. Was aber ist Gutes Leben? In einer liberalen Gesellschaft soll das bitte jeder selbst entscheiden und zu verwirklichen versuchen – so das Credo des politischen und ökonomischen Liberalismus. Doch unabhängig von kulturellen Hintergründen ist ein gutes Leben für die meisten Menschen mit Werten wie Entfaltungsmöglichkeit, nicht-instrumentellen „echten“ Beziehungen“, Lebenssicherheit, Muße etc. verbunden. Ein bedingungsloses Grundeinkommen bietet für diese „Basisgüter“ jenseits des Konsumismus/Materialismus ein „gastliches Umfeld“ und wäre somit ein Rückgrat für eine Gesellschaft jenseits des Wachstumszwangs. Allerdings darf die Art der Finanzierung dieses Ziel nicht konterkarieren.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit Attac AG Genug für Alle Bremen und weiteren Initiativen im Rahmen der 8. Internationalen Woche des Grundeinkommens.

 

Europa, Krise, Grundeinkommen – Eine Chance für ein neues, soziales und demokratischeres Europa?

Diskussionsveranstaltung mit Robert Zion (Grünes Netzwerk Grundeinkommen, Gelsenkirchen)
Freitag, 25. September 2015, 19.00 Uhr
Gemeindehaus Unser Lieben Frauen, Ecke Schwachhauser Ring 61 / Bürgermeister-Schoene-Str., 28213 Bremen

Im Juni 2015 machte eine Meldung die Runde. Die neue finnische Regierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag die „Einführung eines Grundeinkommens-Experiments“ verabredet. Zuvor hatten sich in Umfragen 79 Prozent der Finnen sowie mehr als 65 Prozent aller Parlamentsabgeordneten für ein Grundeinkommen ausgesprochen. Damit würde das erste kapitalistische europäische Industrieland das Grundeinkommen einführen, mitten in der größten Krise der europäischen Union seit ihrem Bestehen. Bietet das Grundeinkommen eine Chance für ein neues, soziales und demokratischeres Europa? Ist es gar der Beginn eines Ausweges aus der Dauersystemkrise? Gibt es in Europa überhaupt eine allen gemeinsame kulturelle und sozialphilosophische Basis für dessen Einführung?

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit Attac AG Genug für Alle Bremen und weiteren Initiativen im Rahmen der 8. Internationalen Woche des Grundeinkommens.

 

Arbeit und Arbeitskampf im Hafen

Zur Geschichte der Hafenarbeit und der Hafenarbeitergewerkschaft
Vortrag und Diskussion mit Rolf Geffken
Montag, 8. Juni 2015, 18 Uhr
Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen (Raum 2, Erdgeschoß)

Die deutschen Seehäfen sind keine Orte der Romantik. Ihre Geheimnisse erschließen sich nicht durch Hafenrundfahrten. Sie sind Orte harter Arbeitsbedingungen und ebenso harter Interessengegensätze. Im eigentlichen Herz einer Exportnation werden phantastische Gewinne mit dem Transport von Gütern erzielt. Aber ohne die Hafenarbeiter ginge nichts. Sie sind das Zentrum dieses Herzes. Grund genug also, genau nachzuschauen, wann, wo und wie in der Geschichte die Räder der Häfen still standen, weil die Hafenarbeiter es so wollten.

Unser Referent Dr. Rolf Geffken (Cuxhaven und Hamburg), vertritt seit vielen Jahren die Interessen von Hafenarbeitern und Seeleuten als Rechtsanwalt. Er promovierte an der Universität Bremen zum Thema »Seeleutestreik und Hafenarbeiterboykott« und legt mit seinem Buch „Arbeit und Arbeitskampf im Hafen“ eine erste Gesamtdarstellung von Geschichte und Gegenwart der Arbeit und der Arbeitskämpfe in deutschen Häfen vor. Dabei ergreift er Partei für die Hafenarbeiter und ruft sie als bedeutenden Teil der deutschen Arbeiterbewegung in Erinnerung.

Rolf Geffken: Arbeit und Arbeitskampf im Hafen. Zur Geschichte der Hafenarbeit und der Hafenarbeitergewerkschaft, Verlag Edition Falkenberg, Bremen Februar 2015, 148 Seiten. Das Buch wurde durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen gefördert.

Titel Arbeit und Arbeitskampf im Hafen

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Ausgebrannt – Warum Manager ausbrennen und Arbeitslose depressiv sind

Vortrag und Diskussion mit Autorinnen und Autoren der Zeitschrift Maug
Dienstag, 23. Juni 2015, 19.30 Uhr
Kukoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen

Was ist der Unterschied zwischen einer Depression und einem Burn-Out? Depressionen kann jeder bekommen: dicke Teenager, Frauen im Wochenbett und andere Schwächlinge. Ein Burn-Out ist dagegen etwas für echte Macher und Leistungsträger, man erarbeitet es sich regelrecht.“ (23.09.2011 veröffentlicht im Newsticker der Homepage des Satiremagazins Titanic.)

Burnout ist seit einigen Jahren ein Begriff, der jedem von uns begegnet und der uns nicht fremd erscheint, ein intuitives Verständnis ist gegeben: jemand mit Burnout ist eben ausgebrannt von zu viel Arbeit, darauf können sich wahrscheinlich alle einigen. Jedoch wird es ab diesem Punkt schwieriger. Schon bei einem kurzen Streifzug durch die zahlreichen Veröffentlichungen zu dem Thema wird klar, dass überhaupt nichts klar ist.Allein schon die hohe Anzahl der Experten zeigt ein heterogenes Bild, von Allgemeinmedizinern, über diverse Coaches (z.T. auf Burnout spezialisiert), bis zu verschiedensten Psychiatern und Psychologen ist alles vertreten. „30 Minuten gegen Burnout”, „Top im Job – ohne Burnout durchs Arbeitsleben, “Burnout. Wenn Arbeit, Alltag & Familie erschöpfen” oder „Das Burnout-Syndrom” lauten einige der Titel. Von Ratgeberliteratur bis hin zur wissenschaftlichen Beschäftigung ist alles zu haben.

Tatsächlich ist Burnout von offizieller Seite keine Krankheit, keine Krankenkasse in Deutschland wird eine Burnoutbehandlung bezahlen. Es handelt sich vielmehr um eine spezifische, meist berufsbezogene Form der Depression. Der einzige Unterschied den es zwischen Burnout und Depression gibt ist also, dass letzterer durch Arbeit (oder mindesten durch Anstrengung/Leistung) erworben ist. Was aber heißt das, kritisch betrachtet, wenn die einen als depressiv und die anderen als ‚ausgebrannt‘ gelabelt werden? Welche impliziten und expliziten Wertvorstellungen stecken da drin? Und was hat das ganze mit den gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen wir leben zu tun?

Der Vortrag Ausgebrannt – Warum Manager ausbrennen und Arbeitslose depressiv sind versucht, mit Hilfe einer medizinischen und historische Einordnung von Burnout und Depression diese Fragen zu beantworten.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit Redaktion Maug – Magenkrämpfe auf unwegsamen Gelände.

Burnout – Monologe

Musiktheater am Mittwoch, 15.04.2015 / Freitag, 17.04.2015 / Samstag, 18.04.2015, jeweils um 19.00 Uhr
Schwankhalle, Buntentorsteinweg 11, 28201 Bremen

„Seit über hundert Jahren bin ich erschöpft.“ Mit diesem Satz beginnt ein Burnout-Monolog, in dem die Entwicklung des Phänomens der Erschöpfung vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart nachgezeichnet wird.
Um 1900 taucht zum ersten Mal die „Nervosität“ als Diagnose auf. Weniger später geht in Europa das Gespenst der chronischen Erschöpfung um: Von Rilke bis Nietzsche, von Bismarck über Kafka zu Cosima Wagner und Max Weber. Sie alle fühlen sich überfordert und müde. Die Parallelen zur Gegenwart sind zum Teil frappierend. Rilke absolviert gymnastische Übungen, kalte Bäder, Waldlauf und Holzhacken, Kafka klettert in der Naturheilanstalt „Jungborn“  auf Bäume, pflückt Kirschen und nimmt Luftbäder. Thomas Mann bekämpft derweil seine Trägheit im Züricher Sanatorium Bircher-Benner. Heute hingegen versucht eine verhaltenstherapeutische Wellnessindustrie die Erschöpften möglichst schnell wieder in das System der Erschöpfung zu integrieren. Gehts noch

„Anders als andere Vögel…“

.. besitzt die Dachsammer die ungewöhnliche Fähigkeit, sieben Tage lang wach bleiben zu können. Sie kann nachts fliegen und tagsüber Nahrung suchen, ohne ausruhen zu müssen. Amerikanische Wissenschaftler erforschen an verschiedenen Universitäten ihre Gehirnaktivität während dieser langen Perioden der Schlaflosigkeit, um daraus auf Menschen übertragbare Erkenntnisse zu gewinnen. Man will herausfinden, wie Menschen ohne Schlaf auskommen und gleichzeitig effizient funktionieren können.“ (Jonathan Crary, Schlaflos im Spätkapitalismus)

Rahmenveranstaltung:
am Freitag, den 17.04. findet eine Diskussionsveranstaltung mit dem international renommierten Ökonomen Heiner Flassbeck zum Thema: „Ökonomische Wege aus dem Burnout “ im Anschluss an die Vorstellung um 20:30 Uhr statt.

Mitwirkende von: Kollektief BLAUES WUNDER / Ralf Knapp (Schauspiel) /Christoph Ogiermann (Geige, Elektronik und Murmeln)

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Schwankhalle Bremen, Arbeitnehmerkammer Bremen und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Tickets sind bei der Schwankhalle Bremen erhältlich.

 

 

Einführung in die Debatte zum Bedingungslosen Grundeinkommen

Fachtagung „Die GEW diskutiert das Bedingungslose Grundeinkommen“ mit Hans-Jürgen Arlt, Claus Schäfer, Ronald Blaschke
Mittwoch, 09. Juli 2014, 16:00 bis 20:00 Uhr
Gewerkschaftshaus Bremen, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen (Kleiner Saal)

Die Debatte um das Bedingungslose Grundeinkommen verläuft häufig sehr ritualisiert. BefürworterInnen kritisieren den „protestantischen Arbeitsbegriff“, polemisch gelegentlich sogar den „Arbeitsfetischismus“ der GegnerInnen und verweisen darauf, dass die zunehmende Produktivität zu einer völlig anderen Organisation der Arbeitsverhältnisse zwinge. GegnerInnen der Forderung kritisieren, dass die BefürworterInnen Menschen aussortieren und ruhigstellen wollten und erklären, dass es genügend unerledigte gesellschaftliche Aufgaben gebe, um jede und jeden zu beschäftigen. „Zwangsarbeit“ fällt als Argument auf der einen, „Kombilohn“ auf der anderen Seite und jedeR Beteiligte mit ein wenig Erfahrung könnte die Debatte alleine auswendig weiterführen.

Die Bremer Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat sich entschlossen, einen anderen Weg zu gehen: Sie hat bei ihrem Gewerkschaftstag beschlossen, das Thema gründlicher zu diskutieren und wird dies bei dieser Fachtagung in Bremen ausführlich tun. Das Konzept und die eingeladenen Referenten stehen dafür, dass ein tatsächliches Gespräch zustande kommen wird. Schließlich geht es um Fragen, die zu wichtig sind, um sie unter Polemik zu begraben.

Programm:

Eingangsreferat: Ronald Blaschke, Berlin und Dresden

BGE-Kontra-Position: Dr. Claus Schäfer, Düsseldorf

BGE-Pro-Position: Hans-Jürgen Arlt, Berlin

Moderation: Norbert Schepers, Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen

Eine Veranstaltung der GEW – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Bremen, mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Organisation dieser Fachtagung: Katharina Krieger, Organisationsreferentin der GEW Bremen.

Gemeinsam Strategien entwickeln. Konflikte führen. Beteiligung organisieren.

Erneuerung durch Streik II – Zweite Streikkonferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Tagung in Hannover mit Hans-Jürgen Urban, Juliane Fuchs, Bernd Riexinger, Sabine Jakoby, Heiner Dribbusch u.v.a.m.
Donnerstag, 02. Oktober, um 19:00 Uhr bis Samstag, 04. Oktober 2014, um 16:00 Uhr
Pavillon am Raschplatz, Lister Meile 4, 30161 Hannover

In den gewerkschaftlichen Auseinandersetzungen der letzten Jahre wurden viele neue Entwicklungen sichtbar: Beschäftigte, die vorher kaum organisiert waren, beginnen zu streiken. Angesichts aggressiver Arbeitgeberstrategien entwickeln Gewerkschaftsaktive neue Formen der Gegenwehr. In Bereichen mit hohem Anteil prekärer Beschäftigung wird mit neuen Formen effektiv gestreikt. Auch in anderen Branchen werden mit Beteiligung und Konfliktorientierung alte Routinen durchbrochen. Es entstehen neue Formen einer demokratischen Streikkultur, die Anregungen geben für eine Erneuerung der Gewerkschaften.

Wir wollen mit dieser Konferenz hunderte Gewerkschaftsaktive und WissenschaftlerInnen zu einem Erfahrungsaustausch zusammen bringen, voneinander lernen und über neue und innovative Streikstrategien und Konfliktformen diskutieren. – Sei dabei, melde dich an und bring Kolleginnen und Kollegen mit!

Zitat Rosa Luxemburg

Programmvorschau:

Donnerstag, 02.10.2014, von 19:00 bis 21:30 Uhr: Internationale Auftaktveranstaltung
Podium: Streiken unter prekären Bedingungen. Internationale Erfahrungen,
mit Gewerkschafterinnen aus den Niederlanden, der Türkei und anderen europäischen Ländern.
Moderation: Florian Wilde (Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Jana Seppelt (ver.di Stuttgart, FB 07)

Weitere Informationen und vollständiges Programm auf der Veranstaltungswebseite: www.rosalux.de/streikkonferenz
Anmeldung auf www.rosalux.de

Dokumentation der ersten Konferenz „Erneuerung durch Streik“ vom März 2013 in Stuttgart.

 

Diskotieren fürs Grundeinsingen

Vortrag und Diskussion mit Bernadette La Hengst, dem Chor, Adrienne Goehler und Christoph Spehr
Dienstag, 07. Mai 2013, 20.00 Uhr

Schwankhalle, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

Im Vorfeld der Produktion »Bedingungsloses Grundeinsingen« von Bernadette La Hengst diskutieren wir an einem Abend in der Schwankhalle mit zwei Gästen Bedingungen unserer Postwachstumsgesellschaft, die nach wie vor auf Arbeit setzt. Gemeinsam stellen wir uns auch Fragen zu Lösungsvorschlägen wie dem bedingungslosen Grundeinkommen aus ökonomischer, kulturphilosophischer und feministischer Perspektive.
Bernadette La Hengst wird die Themen des Abends als Lieder verarbeiten und gemeinsam mit dem Publikum Grundeinsingen und Grundaussingen.

Zu Gast:
ADRIENNE GOEHLER ist Psychologin, Publizistin und Kuratorin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Unter anderem kuratierte sie die Ausstellungen Art Goes Heiligendamm (2007) und Zur Nachahmung empfohlen! (2010). Sie war Präsidentin der HfbK Hamburg, Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Berlin in der rot-grünen Übergangsregierung 2001. Mit Götz Werner veröffentlichte sie 2010 das Buch 1000 € für jeden. Freiheit, Gleichheit, Grundeinkommen.
‚Das Grundeinkommen ist die gesellschaftliche Basis für das individuelle Empowerment. Es ist eine (gesellschaftliche) Ermächtigung zur (individuellen) Selbstermächtigung: Indem die Gemeinschaft jedem einzelnen die Existenz sichert, gibt sie ihnen allen das Startkapital, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das ist also ein gedanklicher Paradigmenwechsel, dessen Tragweite weit über das Finanzielle hinausgeht.‘ Aus: 1000 € für jeden. Freiheit, Gleichheit, Grundeinkommen (2010)

CHRISTOPH SPEHR ist Historiker, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter und ist seit 2008 Landessprecher der LINKEN in Bremen, wo er auch lebt. Als Autor veröffentlichte er u.a. „Die Aliens sind unter uns. Herrschaft und Befreiung im demokratischen Zeitalter“ (1999); „Gleicher als andere. Eine Grundlegung der freien Kooperation“ (2003). Mitbegründer des Kulturzentrums Paradox in Bremen, wo er u.a. von 2002 bis 2006 die Kongressreihen „Out of this world – Science Fiction, Politik, Utopie“ und „On rules and monsters“ organisierte.
‚Es ist von erheblicher Komik, dass Abgeordnete für sich in Anspruch nehmen, durch relativ hohe Gehälter ihre inhaltliche Unabhängigkeit zu wahren und sich nicht-erpressbar zu machen – dass die meisten dieser Abgeordneten es aber nicht für nötig halten, eine derartige Unabhängigkeit und Nicht-Erpressbarkeit auch für den Souverän, nämlich die Bevölkerung, zu gewährleisten. Was für Abgeordnete gilt, sollte auch für uns gelten. Nur die Garantie eines unabhängigen, qualitativ ausreichenden Existenzgeldes schafft für die Individuen die Voraussetzung, sich nicht um jeden Preis verkaufen zu müssen.‘ Aus: Gleicher als andere. Eine Grundlegung der freien Kooperation (1999)

Tickets: 6,- // Kulturtickets begrenztes Kontingent // Kartenvorverkauf bei der Schwankhalle Bremen sowie bei Nordwest Tickets.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit der Schwankhalle Bremen.

Bernadette la Hengst – Bedingungsloses Grundeinsingen

Samstag, 11. Mai 2013, 20.00 Uhr, Schwankhalle, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen
Als europäisches Pilotprojekt wurde an mehreren Orten in Deutschland vor fünf Jahren ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1000 Euro monatlich eingeführt. Anlässlich der Vorbereitungen zur Jubiläumsfeier bilanzieren die bGE-EmpfängerInnen ihre ganz persönlichen Erfahrungen, aber auch gesamt-gesellschaftliche Konsequenzen eines Grundeinkommens. Sie haben dafür den Chor des Bedingungslosen Grundeinsingens gegründet, denn gemeinsames Singen ist die einzige Bedingung, zu der sie sich in ihrem neuen Leben bedingungslos bereit erklärt haben. Der Chor, der sich zusammensetzt aus Arbeitslosen, Workaholics, (alleinerziehenden) Eltern, Reinigungskräften, jugendlichen RumhängerInnen, KünstlerInnen und erschöpften ManagerInnen ist eine mitreißende, musikalisch-diskursive Gesellschaft, die nicht homogen das Grundeinkommen proklamiert, sondern dieses aus verschiedenen Perspektiven kontrovers disko-tiert. Bedingungsloses Grundeinsingen ist ein chorisches Coaching für alle, die keine Arbeit haben, die unzufrieden sind mit ihrer Arbeit, zu wenig oder zu viel Geld verdienen, zu wenig oder zu viel Zeit haben, sinnlose Tätigkeiten ausüben, überarbeitet sind oder unter Isolation, Entfremdung oder dem Burnout-Syndrom leiden. Die Wünsche, Träume und Visionen darüber, was sich durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ändern könnte, sind hier keine ferne Utopie mehr, sondern zur Realität der Gegenwart geworden. www.grundeinsingen.net // www.schwankhalle.de/einsingen

Von und mit:
Bernadette La Hengst, Bettina Grahs,
Carolin Hochleichter, Claudia Wiedemer, Eike
Böttcher, Godehard Giese, Jelka Plate, Luisa Grass, Veronika Knaus, Wanja Saatkamp
Chor aus Bremern und Bremerinnen

In Bremen gibt es BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINSINGEN  am 09. + 11. Mai, jeweils 20:00 Uhr in der Schwankhalle

Im Vorfeld der Theaterproduktion gibt es eine Diskussions-Reihe, bei der Expert_innen mit Gästen die Bedingungen unserer Postwachstums- bzw Arbeitsgesellschaft und den daraus resultierenden Fragen an Lösungsvorschläge wie das Bedingungslose Grundeinkommen aus feministischer, kulturphilosophischer und ökonomischer Perspektive diskutieren. Das Besondere an diesem Abend wird sein, dass die Musik hier eine zentrale Rolle spielen soll. Bernadette La Hengst wird thematisch zur Diskussion musikalisch intervenieren und gemeinsam mit dem Publikum grundeinsingen und grundaussingen.

Karten sind im Vorverkauf erhältlich bei der Schwankhalle sowie bei Nordwest Tickets.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit der Schwankhalle Bremen.

Bernadette la Hengst – Bedingungsloses Grundeinsingen

Donnerstag, 9. Mai 2013, 20.00 Uhr, Schwankhalle, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

Als europäisches Pilotprojekt wurde an mehreren Orten in Deutschland vor fünf Jahren ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1000 Euro monatlich eingeführt. Anlässlich der Vorbereitungen zur Jubiläumsfeier bilanzieren die bGE-EmpfängerInnen ihre ganz persönlichen Erfahrungen, aber auch gesamt-gesellschaftliche Konsequenzen eines Grundeinkommens. Sie haben dafür den Chor des Bedingungslosen Grundeinsingens gegründet, denn gemeinsames Singen ist die einzige Bedingung, zu der sie sich in ihrem neuen Leben bedingungslos bereit erklärt haben. Der Chor, der sich zusammensetzt aus Arbeitslosen, Workaholics, (alleinerziehenden) Eltern, Reinigungskräften, jugendlichen RumhängerInnen, KünstlerInnen und erschöpften ManagerInnen ist eine mitreißende, musikalisch-diskursive Gesellschaft, die nicht homogen das Grundeinkommen proklamiert, sondern dieses aus verschiedenen Perspektiven kontrovers disko-tiert. Bedingungsloses Grundeinsingen ist ein chorisches Coaching für alle, die keine Arbeit haben, die unzufrieden sind mit ihrer Arbeit, zu wenig oder zu viel Geld verdienen, zu wenig oder zu viel Zeit haben, sinnlose Tätigkeiten ausüben, überarbeitet sind oder unter Isolation, Entfremdung oder dem Burnout-Syndrom leiden. Die Wünsche, Träume und Visionen darüber, was sich durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ändern könnte, sind hier keine ferne Utopie mehr, sondern zur Realität der Gegenwart geworden. www.grundeinsingen.net // www.schwankhalle.de/einsingen

Von und mit:
Bernadette La Hengst, Bettina Grahs,
Carolin Hochleichter, Claudia Wiedemer, Eike
Böttcher, Godehard Giese, Jelka Plate, Luisa Grass, Veronika Knaus, Wanja Saatkamp
Chor aus Bremern und Bremerinnen

In Bremen gibt es BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINSINGEN  am 09. + 11. Mai, jeweils 20:00 Uhr in der Schwankhalle

Im Vorfeld der Theaterproduktion gibt es eine Diskussions-Reihe, bei der Expert_innen mit Gästen die Bedingungen unserer Postwachstums- bzw Arbeitsgesellschaft und den daraus resultierenden Fragen an Lösungsvorschläge wie das Bedingungslose Grundeinkommen aus feministischer, kulturphilosophischer und ökonomischer Perspektive diskutieren. Das Besondere an diesem Abend wird sein, dass die Musik hier eine zentrale Rolle spielen soll. Bernadette La Hengst wird thematisch zur Diskussion musikalisch intervenieren und gemeinsam mit dem Publikum grundeinsingen und grundaussingen.

Karten sind im Vorverkauf erhältlich bei der Schwankhalle sowie bei Nordwest Tickets.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit der Schwankhalle Bremen.

Grundeinkommen in Otjivero / Namibia – Erfahrungen und Perspektiven für Afrika und Europa

Vortrag und Diskussion mit Herbert Jauch (Windhoek, Namibia) und Werner Rätz (Bonn)
Dienstag, 09. April 2013, um 19:30 Uhr
DGB-Haus, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen

Herbert Jauch berichtet von aktuellen Entwicklung des Grundeinkommensprojekt in der Gemeinde Otjivero in Namibia. Er ist Mitglied der Basic Income Grant Coalition Namibia, die sich für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens einsetzt, um die Armut zu bekämpfen und die Wirtschaftsentwicklung im ganzen Land zu fördern. Zusammen mit Werner Rätz nimmt er die Zuhörenden mit auf eine Reise nach Afrika, in eine kleine Welt mit Grundeinkommen, die Vorbild für Afrika und Länder anderer Kontinente sein könnte.

Was wurde aus dem Grundeinkommen in Otjivero?
Nach wie vor findet das Projekt einer bedingungslosen sozialen Absicherung in Otjivero, Namibia, international große Aufmerksamkeit und wurde im Oktober 2012 sogar von der UNO lobend erwähnt. Mitorganisator Herbert Jauch wird die Geschichte der Grundeinkommensidee in Namibia vortragen sowie die Ergebnisse des Pilotprojekts würdigen. Trotz der sehr positiven Resultate wurde ein Grundeinkommen in Namibia bisher noch nicht eingeführt. Herbert Jauch wird kritisch analysieren, welche internen und externen Faktoren dazu beigetragen haben. Er wird auch aufzeigen, welche Möglichkeiten ein Grundeinkommen in afrikanischen Ländern wie Namibia bietet.

Sind die namibischen Erfahrungen für Europa nutzbar?
Begleitet wird der Referent von Werner Rätz, Mitbegründer von Attac Deutschland und der bundesweiten Attac-AG „Genug für alle“.
Werner Rätz wird die Erfahrungen aus dem namibischen Projekt in den allgemeinen Rahmen der entwicklungspolitischen Debatte um Sozialgeldtransfers einordnen. Angesichts der aktuellen Armutsentwicklung auch in einigen Staaten der Europäischen Union geht er der spannenden Frage nach, ob die Erfahrungen mit dem afrikanischen Modell eines bedingungslosen Mindesteinkommens auch in Industrieländern nutzbar wären. Das Europaparlament hatte schon 2008 einen entsprechenden Prüfauftrag an die Kommission gegeben.

Eine Veranstaltung der Bremer Attac-Gruppe „Genug für Alle“, der GEW Bremen und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, mit Unterstützung der Initiative BGE in der Bremischen Evangelischen Kirche, dem AK Kirche und Gesellschaft der St.
Michaelis und St. Stephanigemeinde Bremen und dem Bremer Bündnis Umfairteilen.
Moderation des Abends: Norbert Schepers, RLS.

Als PDF zum Download der Veranstaltungs-Flyer der Attac AG „Genug für Alle“ Bremen mit weiteren Hinweisen zum Thema Grundeinkommen.

Weitere Informationen zum Thema der Veranstaltung:

Interview mit Herbert Jauch im Deutschlandradio.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat die deutsche Fassung des Abschlussberichtes über das Basic Income Grant Pilotprojekt in Namibia gefördert: 
Der entscheidende Unterschied. Das Grundeinkommen in Namibia
(PDF), Forschungsbericht. Berlin, April 2009.

 

Commitment, oder: wie ich es lernte meine Firma zu lieben

Mittwoch, 20. Februar 2013, 19.30 Uhr in der Schwankhalle, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

Ein Werkstattgespräch mit dem Publizisten und »Columbo« der Politik Thomas Ebermann (Autor des Theaterstückes »Firmenhymnenhandel«), dem Gewerkschafter Frank Teichmüller (ehemaliger IG-Metall Bezirksleiter Küste) und weiteren Gästen. Unter anderem mit Willys wunderbare Welt der Werbemusik. Staaten haben sie sowieso, Firmen jetzt auch, für Waschmittel ist sie schon lange obligatorisch, nur Bremen hat immer noch keine – eine Hymne. Der Musiker Willy Schwarz – der schon mit Tom Waits unterwegs war – nimmt uns mit auf Hymnentour (www.willyschwarz.de). Moderation: Peter Schenk, Arbeitnehmerkammer Bremen.

Die Veranstaltung wird organisiert in Kooperation mit der Schwankhalle Bremen, Arbeitnehmerkammer Bremen, Lesbar, nationales perfomance netz (npn).

 

Firmenhymnenhandel

Dienstag,  26.02.2013, 20:30 Uhr in der Schwankhalle, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

Thomas Ebermann ist Mitbegründer der Grünen, saß als Politiker in der Hamburgischen Bürgerschaft und im Bundestag. Aber Parteipolitik interessiert ihn schon lange nicht mehr – sein Metier ist heute Kunst, Satire und Publizistik. Mit zahlreichen befreundeten Künstlern tritt Ebermann nun auf die Bühne und entwirft einen Abend über Arbeit, Kunst und Leben. Denn Arbeit bedeutet nicht mehr wie früher, einfach den Lebensunterhalt zu verdienen. Heute sind Motivation, Identifikation, Kreativität und Self-Empowerment gefragt. Und weil das so ist, modernisiert die Junior-Chefin den bislang recht altbacken geführten mittelständischen Betrieb ihres Vaters. Und dazu gehört eben auch – im Theaterstück wie im realen Wirtschaftsleben – eine Firmenhymne.
Der Firmenhymnenhändler und sein depressiver Chefkomponist kommen zur Präsentation und zeigen, dass sie wirklich gute Leute unter Vertrag haben: Künstler, die jede Weihnachts- oder Jubiläumsfeier schmücken würden. Für den Geschäftsabschluss muss es kein Nachteil sein, dass die jungen Leute sich aus ihrer Studentenzeit kennen. Ziemlich rebellische Jahre waren das – damals –; Pläne hatten sie …! Andererseits: Brotlose Kunst macht eben nicht satt …

MIT: Pheline Roggan, Rainer Schmitt, Robert Stadlober, Tillbert Strahl-Schäfer
TEXT UND REGIE: Thomas Ebermann
MUSIKALISCHE LEITUNG: Ted Gaier, Thomas Wenzel
VIDEOS Katharina Duve, Timo Schierhorn
KOSTÜME UND BÜHNE: Astrid Noventa
REGIEASSISTENZ: Milli Schmidt
WISSENSCHAFTLICHE BERATUNG: Rudi Maier
MUSIKER AUF DER LEINWAND: Gilla Cremer, Dieter Glawischnig, Bernadette La Hengst, Honigbomber, Ja Panik, Schorsch Kamerun, Dirk von Lowtzow, Melissa Logan, Nina Petri, Thomas Pigor, Lisa Politt, Jens Rachut, 1000 Robota, Harry Rowohlt, Sandy Beach, Rocko Schamoni, Kristof Schreuf, Horst Tomayer, UiJuiJui, Reiner Winterschladen, Gustav Peter Wöhler

Die Veranstaltung wird organisiert in Kooperation mit der Schwankhalle Bremen,  Arbeitnehmerkammer Bremen, Lesbar und nationales perfomance netz (npn). Kartenvorverkauf direkt bei der Schwankhalle sowie bei Nordwesttickets.

 

Kritik der politischen Ökonomie in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit

Diskussionsveranstaltung mit Martin Gohlke (Norden)
Donnerstag, 15. November 2012, 20 Uhr
Infoladen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen

Das Begriffs- und Gedankeninventar der Volkswirtschaftslehre ist blind gegenüber den Ursachen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise. Die Kritik der politischen Ökonomie bringt mehr Licht ins Dunkel. Sie eröffnet Erklärungen, die sich mit dem ökonomischen Alltagsverstand nicht fassen lassen.

Der hohe Schwierigkeitsgrad der Kritik der politischen Ökonomie stellt die gewerkschaftliche Bildungsarbeit vor erhebliche Herausforderungen. Es ist eine Kunst, die notwendige didaktische Reduktion mit dem Anspruch der inhaltlichen Tiefe halbwegs in Überein-stimmung zu bringen.

Martin Gohlke führt seit 2007 unter den Titeln „Wirtschaft besser verstehen“, „Finanzmarktkapitalismus“ und „Wirtschaft und Gesellschaft“ Bildungsurlaubswochen und Wochenendseminare für die Gewerkschaften durch. Seine innovativen Wirtschaftsseminare erfreuen sich großer Beliebtheit und haben viele Teilnehmer_innen dazu bewegen können, sich mit Neugier mit der anscheinend trockenen Materie „Wirtschaft“ zu befassen. Inhaltlich arbeitet Gohlke in Anlehnung an wertkritische Interpretationen der Kritik der politischen Ökonomie. Mit der Veranstaltung soll zur Diskussion angeregt werden, wie die Kritik der politischen Ökonomie jenseits eines akademischen Kontextes von Universitätsseminaren und/oder zeitintensiven Marxlektürekursen diskutiert werden könnte.

Martin Gohlke ist promovierter Historiker und Politikwissenschaftler und lebt in Norden (Ostfriesland). Letzte Veröffentlichung: Handlungsunfähige Arbeiterbewegung – zur Übernahme des Bremer Gewerkschaftshauses durch die Nationalsozialisten am 2. Mai 1933, Bremen 2009 (Hrsg.: DGB Bremen). Weitere Informationen unter: www.martin-gohlke.de

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Die Transformation des Privaten in Zeiten von Hartz IV und Elterngeld

Diskussionsveranstaltung mit Andrea Trumann (Berlin)
Donnerstag, 25. Oktober 2012, um 20 Uhr
Infoladen, St-Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen

Die Kleinfamilie galt für die bürgerliche Gesellschaft jahrhundertelang als schützenswertes Gut. Hier im Privaten sollte der Mann sich von der Arbeit, die der öffentlichen Sphäre zugerechnet wurde, erholen und die Kinder im harmonischen Familienverband aufwachsen. Zuständig für diese Aufgaben war die Frau, die, wenn es dem Ideal entsprach, von der Berufsarbeit befreit und vom Mann abhängig war. Dieses Ideal, nie vollkommen durchgesetzt, mag immer noch präsent sein, hat aber in den letzten Jahrzehnten einigen Wandel erfahren. Aktuell scheint das Modell der Ehe, durch den Gesetzgeber vollkommen ausgehöhlt zu werden. Scheidungsgesetze, die den Unterhalt der Frau auf ein Minimum reduzieren, setzen eine staatliche Zwangsemanzipation der Frau in Gang, von der die Frauenbewegung kaum zu träumen wagte. Dies jedoch – zumal in Zeiten latenter oder manifester Wirtschaftskrisen – auf dem Rücken der Frauen, die dabei ihre Probleme oftmals, wie ehedem, nicht als politische, sondern als private erfahren.

Die Veranstaltung will darlegen, wie es sich mit dem Verhältnis von Privat und Öffentlich in der bürgerlichen Gesellschaft verhält und das sich hierdurch und nicht durch Biologie das Verhältnis der Geschlechter ausdrückt. An aktuellen Beispielen wie dem Scheidungsrecht, Hartz IV und dem Elterngeld soll dargestellt werden, wie sich dieses Verhältnis verändert hat und was dies für Auswirkungen auf Frauen und Männer hat. Diskutiert werden soll auch, ob es sich bei den genannten Maßnahmen um eine präventive Krisenlösungsstrategie handelte, die geholfen hat, Deutschland in der gegenwärtigen Weltrezession als Gewinner erscheinen zu lassen.

Andrea Trumann ist Diplompädagogin und Autorin; u.a. eine Einführung in den Feminismus bei Schmetterling, eine Kritik der Biopolitik im Verbrecherverlag. Artikel u.a. in der Phase II, Out oft the box und Jungle World.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit der Bremer Gruppe la.ok.

Krise und Nationalismus

Mittwoch, 12. September 2012 / 20 Uhr / Infoladen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen

mit Thomas Ebermann (Hamburg)

Zeiten der Krise sind Zeiten der Ungewissheit. So wie bisher scheint es nicht mehr weitergehen zu können, welche Krisenantworten sich allerdings durchsetzen ist unklar. Linke Positionen zur Krise reichen von der Hoffnung auf ein größeres Interesse und Durchsetzungspotential emanzipatorischer Alternativen bis hin zur Sorge um autoritäre Krisenantworten und reaktionäre Mobilisierungen. Anlässe für einen linken Optimismus sind aktuell eher selten. Nationalistische Mobilisierungen von unten erleben momentan in Europa ebenso Konjunktur wie chauvinistische Appelle und Krisenlösungsvorschläge von oben. Verantwortlich für die Krise werden vielfach Banken und Management gemacht. Das Vertauen in den Nationalstaat hingegen ist weiterhin groß, an ihn wird appelliert, die Krise im Interesse des nationalen Kollektivs zu meistern.

Mit der Veranstaltung soll daher diskutiert werden, wie sich das Verhältnis von Krise und Nation bzw. Nationalismus verstehen lässt. Welche Bedeutung hat die Konkurrenz der Nationalstaaten auf dem Weltmarkt? Wie sind die Forderungen nach staatlichem Krisenmanagement einzuschätzen? Wie könnten antinationale Reaktionen auf die gegenwärtigen Verhältnisse ausschauen? Was wären emanzipatorische Antworten auf die Krise, welche nicht die Brutalität der kapitalistischen Normalität aus vermeintlich krisenfreien Zeiten ignorieren oder den autoritären Sozialstaat der Vergangenheit verklären?

Thomas Ebermann lebt in Hamburg. Er schreibt unter anderem für konkret, jungle world und Phase 2.

Was bleibt von der Exzellenz? Exzellenzinitiative, Exzellenzcluster, Exzellenzuni….

25.10.2012 um 18 Uhr
Café Kultur an der Universität Bremen (im ehemaligen Theaterfoyer unter der Mensa)

Wer oder was ist hier eigentlich exzellent?
Seit letztem Semester darf die Bremer Uni sich Exzellenzuni nennen.
In einem recht langen Verfahren hat sie sich bemüht, besser als andere dazustehen und wurde letztlich mit wenigen anderen Unis ausgewählt. Doch warum haben die meisten noch nichts von der Exzellenz an der Bremer Uni mitbekommen? Das könnte daran liegen, dass nur wenige Bereiche, die wir Studis oder WiMis mitbekommen, exzellent sind. Die meisten Exzellenzcluster sind Forschungsvorhaben, in die sowieso schon viel Geld geflossen ist. Es ist nicht die Lehre, nicht das Studium und auch nicht das Prüfungsamt exzellent. Manche Studis finden es später vielleicht wichtig, den Ruf einer exzellenten Uni mit sich rumtragen zu können, aber besser gelehrt und gelernt wurde deshalb nicht. Und warum ist es für die Uni so wichtig, ausgewählt zu werden? Ein Grund ist, dass nicht mehr genug staatliche Gelder zur Verfügung stehen, die der Uni in ihrer Konkurrenz mit anderen Standorten helfen könnten. Ein selbstgemachtes Übel also? Und überhaupt, was bringt uns dieses ganze exzellente oder nicht-exzellente Gehabe? Das und die Gründe für und gegen Exzellenzinitiativen wollen wir auf der Veranstaltung gerne mit euch diskutieren.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiave Bremen in Kooperation mit avanti Bremen.

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