Bildung - Archiv


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„Die andere Erinnerung“ – Band II der Spurensuche des widerständigen Bremer Grenzgängers

Buchvorstellung und Gespräch mit Jörg Wollenberg und Karl Heinz Roth
Mittwoch, 21. Juni 2017, um 19 Uhr in Bremen
Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen (Wallsaal, Zugang Am Wall)

Jörg Wollenberg stellt den zweiten Band seines Buchprojektes „Die andere Erinnerung“ vor. Karl Heinz Roth von der Bremer Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts führt ein Podiumsgespräch mit dem Autor. Mit dabei ist der Verleger Madjid Mohit vom Sujet Verlag; Moderation: Norbert Schepers von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Jörg Wollenbergs Buchprojekt erinnert an bislang unzureichend beleuchtete Etappen der deutschen Geschichte und klärt darüber auf, aus welchen längst vor 1933 wirksamen Ideen und Interessen der Machteroberung die staatsverbrecherische Politik des „Dritten Reichs“ resultierte und welche nachhaltigen Belastungen sich daraus für die deutsche Demokratie bis heute ergeben. Der reich bebilderte Band ist eine Sammlung des umfangreichen Materials, welches der Autor im Zuge der Kuratierung einer Ausstellung in der NS-Gedenkstätte Ahrensbök ansammelte, während er die Schicksale ehemaliger Auschwitzinsassen nach Polen, CSSR und in die USA verfolgte. Das Projekt ist in zwei Bände geteilt: Band I Krieg der Erinnerungen – Von Ahrensbök über New York nach Auschwitz und zurück und Band II Die andere Erinnerung – Spurensicherung eines widerständigen Grenzgängers. Im Zentrum des zweiten Bandes stehen Untersuchungen zur Geschichte von Bremen, Bielefeld und Nürnberg. Dem Mythos der „liberalen Hansestädte“, die dem Nazismus getrotzt hätten, werden im Band II regionale Fallstudien entgegen gestellt, ergänzt um Beiträge zu einigen Wirtschaftsgrößen dieser Jahrzehnte (Ludwig Roselius und andere). Immer wieder werden strukturgeschichtliche Analysen durch biographische Profile untermauert, die im Band in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit ausgelotet werden.

Titel Band II Die andere Erinnerung – Spurensicherung eines widerständigen Grenzgängers

Sujet Verlag, Bremen

Prof. Dr. Jörg Wollenberg hat als Historiker und Erwachsenenbildner unter anderem an der Universität Bremen und als Leiter der Volkshochschulen in Bielefeld und Nürnberg gewirkt. Nach wie vor ist er als Publizist und Herausgeber von Zeitschriften und Editionsprojekten aktiv. Die beiden Bände „Krieg der Erinnerungen“ und „Die andere Erinnerung“ umfassen geschichtspolitische Beiträge Wollenbergs aus den letzten 50 Jahren und erscheinen im Frühjar 2017 im Bremer Sujet-Verlag.

Dr. Dr. Karl Heinz (Karlo) Roth, Bremen, ist Mediziner, Historiker und einer der wichtigsten linken Sozialforscher des 20. Jahrhunderts. Er hat intensiv zur Sozialgeschichte des Nationalsozialismus geforscht und publiziert, insbesondere auch zur deutschen Besatzungs-, Vernichtungs- und Kollaborationspolitik in verschiedenen Ländern Europas; Vorstand der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts. Aktuelle Veröffentlichung: Karl Heinz Roth/Hartmut Rübner: „Reparationsschuld. Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa“; Metropol Verlag, März 2017; vorgestellt bei der RLS Bremen am 22. März 2017.

VeranstalterInnen: Im Rahmen der Bremer BuchPremiere, einer Veranstaltungsreihe des Bremer Literaturkontors und der Stadtbibliothek Bremen. In Zusammenarbeit mit dem Sujet-Verlag, der Bremer Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Das Flugblatt zur Veranstaltung als PDF zum Download: Buchpremiere Die andere Erinnerung.


Jörg Wollenberg: „Das dunkle Kapitel der Bremer Volkshochschule“, Vorabdruck eines Auszugs aus „Die andere Erinnerung“ im Bremer Weser Kurier vom 15.06.2017 (PDF).

Was steht bei einer Debatte nicht zur Debatte?

Ein Gespräch mit María do Mar Castro Varela, Laura Nitsch und Franziska Kabisch über die Figur des/der Intellektuellen aus anti-klassistischer, dekolonialer und queer-feministischer Sicht
Mittwoch, 1. März 2017, um 18 Uhr in Bremen

thealit Frauen.Kultur.Labor.
, Im Krummen Arm 1
, 28203 Bremen

Im Thealit-Lab „Debatterie! Antagonismen aufführen“ zeigen Nitsch/Kabisch ihre Videoinstallation „1999“ aus dem Jahr 2014, die das Verhältnis von den Inhalten einer Debatte zu ihrem strukturellen Rahmen untersucht. Unter der Frage „Was steht bei einer Debatte nicht zur Debatte?“ werden die unsichtbaren „Stabilisatoren” der Debatte/ierenden thematisiert und selbst zur Debatte gestellt.
Ausgehend von einem westlichen Kanon-Theorietext, einem Gespräch zwischen Michel Foucault und Gilles Deleuze von 1972, in dem das Spannungsverhältnis zwischen politischer Praxis und Formen ihrer (theoretischen) Repräsentationen im Vordergrund steht, legt 1999 den Fokus auf die Performativität des Wissens.

Nitsch/Kabisch, thealit Frauen.Kultur.Labor.
 Bremen

Nitsch/Kabisch, thealit Frauen.Kultur.Labor.

Auf den Fragen von 1999 aufbauend, wollen wir an einem Gesprächsabend im Rahmen des Thealit-Labs die „akademische Debatte“ auseinandernehmen. Zusammen mit der Theoretikerin María do Mar Castro Varela werden wir uns den Fragen stellen: Für wen ist die Figur der_des Intellektuellen erstrebenswert? Für wen ist sie vorbehalten? Auf welche Art und Weise können wir sie uns aneignen? Oder eine ganz neue Figur schaffen? Und welche Rolle spielt dabei die Form der Debatte? Kommt eine akademische Debatte über die Inszenierung von Klassen-Privilegien hinaus? Wie könnte eine Debatte aussehen, die darum bemüht ist, sich selbst in Frage zu stellen – und nicht darum, den_die Andere_n „niederzuschlagen“ (frz. débattre – (nieder-)schlagen)?

Oder mit den Worten von María do Mar Castro Varela in einem Gespräch mit der taz über die Erwartung ihrer Mutter:
„Für sie als Arbeiterin wäre es schon was Tolles gewesen, wenn ich einen Job im Büro oder in einer Bank gewählt hätte. Hauptsache etwas Statushöheres. An Professorin musste sie sich allerdings erst gewöhnen. ‚Warum ist Lesen Arbeit?’, fragt sie. ‚Wieso bekommt man fürs Reden Geld?’ – Diese Neukodierungen von Arbeit finde ich auch sehr interessant.“

María do Mar Castro Varela ist Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin und promovierte Politologin aus Berlin. Sie ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Zu ist ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben der Postkolonialen Theorie, die kritische Migrations- und Fluchtforschung, sowie Bildung und Gerechtigkeit und Auseinandersetzungen zu Gender und Sexualität.

Franziska Kabisch & Laura Nitsch sind Freunde, KünstlerInnen, Frauen, Aktiv_istinnen, LeserInnen, Sprecherinnen, und Zuhörer*Innen. Alles beinhaltet notwendigerweise ein Miteinander, manchmal zwischen den beiden, mal mit anderen, mal im Gespräch mit Bild und Text. Sie arbeiten interdisziplinär an den Verschiebungen von Kunst- und Theoriefeldern mit Schwerpunkt politischer Bildung durch künstlerische Methoden und Formate.

Video-Screening: Dienstag, 28.02., und Mittwoch, 01.03.2017, jeweils 11 bis 18 Uhr
1972, 1988, 1999, 2014, 2017 – Wissen & Wiederholung
NITSCH/KABISCH (LAURA NITSCH & FRANZISKA KABISCH)

Eine Kooperation des Bremer Frauen.Kultur.Labor thealit, dem feministischen Film-Kollektiv Feile (Wien) und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Workshop – Einführung in das politisch-philosophische Denken Antonio Gramscis

Workshop mit Andreas Merkens (Hamburg
Samstag, 15. November 2014, 11:00 Uhr bis Sonntag, 16. November 2014, 18:00 Uhr
Wohn- und Ferienheim Heideruh (www.heideruh.de)

Antonio Gramsci (1891-1937) war politischer Journalist, Aktivist der Turiner Rätebewegung und Vorsitzender der Kommunistischen Partei Italiens. 1926 wurde er von den italienischen Faschisten inhaftiert und verstarb nach 10 Jahren Haft an den Folgen der Gefangenschaft. Seine Notizen in den postum veröffentlichten „Gefängnisheften“, die von historischen Studien wie von politischen Kämpfen seiner Gegenwart ausgehen, stellen anhaltend produktive Anregungen für Herrschaftskritik und emanzipatorisches Handeln bereit. Vor dem Hintergrund des Scheiterns der revolutionären Aufstände der 20’er Jahre fragte Gramsci nach der Bedeutung des Staates, der Kultur, der Intellektuellen und des Alltagsbewusstseins für die Organisation von Herrschaft, er entwickelte Überlegungen zur emanzipatorischen Überwindung der bestehenden Verhältnisse und formulierte Entwürfe für eine Neubegründung des Marxismus als „Philosophie der Praxis“.

Der zweitägige Workshop soll in zentrale Begriffe und Konzepte der politisch-philosophischen Theorie Antonio Gramscis einführen. In gemeinsamer Lesearbeit geht es dabei um die dialogische Aneignung Gramscianischer Kategorien und Denkansätze. Wir diskutieren ausgewählte Passagen aus den Gefängnisheften, lernen zentrale Begriffe wie Hegemonie, Staat und Zivilgesellschaft, Alltagsverstand und Intellektuelle kennen und nehmen Gramscis Überlegungen zur Re-Interpretation des Marxismus als „Philosophie der Praxis“ auf. Neben der Lese- und Begriffsarbeit wird es auch darum gehen, den politisch-praktischen Gebrauchswert von Gramscis Denken für die Analyse gegenwärtiger politischer Entwicklungen zu erkunden.

Zeit zum Fragen und Diskutieren
Wie entsteht freiwillige Unterwerfung und Zustimmung in Herrschaftsverhältnisse? Welche Grabenkämpfe werden in der  Zivilgesellschaft ausgetragen? Wie verändert sich in Krisenzeiten das Verhältnis von Zwang und Konsens? Wie  vollzieht  sich Die ideologische und kulturelle Erneuerung  des Kapitalismus? Inwiefern ist Religion mehr als das Opium des Volkes? Welche Bedeutung haben Erziehung und Bildung für die Festigung aber auch die Überwindung von Herrschaft? Wie kann grundlegende Veränderung von Unten Gelingen?

Teilnahmebetrag: 40 Euro (incl. einer Übernachtung, Verpflegung und Seminarmaterial= Anmeldung bis zum 01.November 2014, unter: anmeldung@rls-hamburg.de

Anreise mit der Bahn bis zur Bahnstation „Buchholz in der Nordheide“, dann Abholung am Bahnhof. Anreise mit dem Auto siehe: www.heideruh.de/kontakt.html

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg / Niedersachsen  / Bremen

Infotreffen „Politik als Veränderungsprojekt“

Infotreffen für Interessierte am Kurs „Politik als Veränderungsprojekt“ mit Karin Walther
Montag, 02. Juni 2014, 16 bis 19 Uhr
Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Initiative, Breitenweg 25, 28195 Bremen

Bitte meldet bis 01. Juni Euer Kommen zum Infotreffen mit einem Einzeiler an bei: KursPAV@rosalux.de
Diese Veranstaltung ist kostenlos, für Getränke und Snacks ist gesorgt.

Folgend die wichtigsten Informationen zum Kurs.
Weitere Fragen? Einfach Email an: KursPAV@rosalux.de.

Kurs „Politik als Veränderungsprojekt“ – Oktober 2014 bis September 2015

Was leistet dieser Kurs?
Der Kurs unterstützt AkteurInnen von Veränderungsprozessen darin:
– die Veränderung der eigenen Organisation als Teil eines gesellschaftlichen Veränderungsanspruchs zu denken
– mit analytischer Kompetenz Richtung und Ziel zu bestimmen
– Menschen für dieses Ziel zu begeistern
– die eigene und andere Organisationen zu verstehen und anders zu denken
– den Widerspruch zwischen Tageshandeln und Vision immer wieder neu zu beantworten
– den Weg vom „Hier & Jetzt“ zum Ziel zu planen und umzusetzen
– dabei in komplexen Situationen souverän zu handeln
– die Pluralität der Meinungen und Heterogenität der Personen positiv zu nutzen
– Menschen in Konflikten und Krisen zu begleiten sowie
– Partner zu gewinnen und mit ihnen tragfähige Bündnisse zu schließen
Mit diesem Zuschnitt versteht sich der Kurs eine praxisbezogene berufsbegleitende Fortbildung. Er vereint dabei Grundlagen der Prozesssteuerung und Organisationsentwicklung, der politischen Strategie sowie des Projektmanagements.

Kursleitung:
• Karin Walther, Bewegungsakademie Verden
• Ronald Höhner, Akademie für politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Anmeldefrist für den Kurs: 30. Juni 2014
Start des Kurses: 8.-12. Oktober 2014, Elgersburg
Umfang: Der Kurs umfasst insgesamt 160 Ausbildungsstunden. Dazu kommen 40 Stunden zur selbsttätigen Vor- und Nachbereitung bzw. in dezentralen Intervisionsgruppen.
Orte für den Kurs sind das linke Tagungshotel in Elgersburg/Thüringen, die Kommune Niederkaufungen, die Falkenjugendbildungsstätte in Werftpfuhl/bei Berlin, die Bildungsstätte der IG BAU in Steinbach/Taununs, das Ökozentrum in Verden, die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin sowie das Peter-Weis-Haus in Rostock.
Teilnahmebeitrag: 500 € / 300 € ermäßigt / 1.500 € für delegierende ArbeitgeberInnen

Weitere Informationen zum Kurs: Ausschreibung als PDF • Flyer als PDF • auf rosalux.de

Intensivwoche Politische Bildung

Seminar zu den Grundlagen der politischen Bildungsarbeit mit Julia Lehnhof und Stefan Nadolny
Montag, 22.09.2014, 13 Uhr, bis Freitag 26.09.2014, 13 Uhr

Wohn- und Ferienheim Heideruh, Buchholz in der Nordheide

In politischen Organisationen, Bewegungen und Aktionskontexten übernehmen Menschen Bildungsaufgaben, um gemeinsam Ziele zu erreichen, handlungsfähiger zu werden und Wissen zu teilen. Um die Aufgaben gut zu bewerkstelligen, bedarf es keines Berufsbildes oder Studiums. Viele bringen Erfahrungen aus der Praxis mit, die je nach Bedarf meist autodidaktisch mit Methoden- und Gruppenkompetenzen angereichert werden. Die Intensivwoche bietet sowohl Teilnehmenden, die bereits (erste) Praxiserfahrungen haben, als auch solchen, die planen, künftig bildnerisch tätig zu werden, die Möglichkeit, eine Basis für die Bildungsarbeit mit Erwachsenen anzulegen bzw. diese zu systematisieren und gezielt auszubauen.

Die Intensivwoche ist als Training angelegt, um einen möglichst hohen Grad an Praxisnähe im gemeinsamen Aneignungsprozess von Modellen, Techniken und Methoden zu erreichen. Die Teilnehmenden profitieren dabei untereinander von den unterschiedlichen Erfahrungsfeldern ihrer bisherigen Bildungsaktivitäten, die sie in das Training einbringen können.

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Qualität in der frühkindlichen Bildung sichern: von der Tagesmutter bis zur Krippe

Podiumsdiskussion mit Agnes Alpers, Viola Blaume, Prof. Dr. Ursula Carle, Angelika Menken, Christa Brämsmann und weiteren ExpertInnen
Dienstag, 18. Juni 2013, um 19:00 Uhr
OTe-Zentrum Osterholz-Tenever, Otto-Brenner-Allee 44-46, 28325 Bremen (1. OG; Haltestelle Linie 1: Tenever Zentrum)

Ab Sommer 2013 besteht für Krippenkinder zwischen ein und drei Jahren ein Anspruch auf einen Platz, allerdings nur für ein Drittel der Kinder. Eltern wünschen sich nicht nur in größerem Umfang eine gute Betreuung, Erziehung und Bildung für ihre Kinder, sondern eine hohe Qualität bei der Versorgung.

Für unsere Podiumsdiskussion konnten wir folgende Personen gewinnen, um über die Entwicklung von Qualität in der Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von unter drei Jahren zu diskutieren:

  • Agnes Alpers, Mitglied des Deutschen Bundestages, Sprecherin für berufliche Aus- und Weiterbildung der Fraktion DIE LINKE.
  • Viola Blaume, Frühförderzentrum der Bremischen Evangelischen Kirche
  • Christa Brämsmann, Leiterin des Mütterzentrums Osterholz-Tenever (Grußwort)
  • Prof. Dr. U. Carle, Elementar- und Grundschulpädagogik, Universität Bremen
  • Lucie Horn, Mutter eines Krippen- und eines Kitakindes
  • Elisabeth Lahusen, Tagesmutter
  • Kerstin Meitz, Der Paritätische Wohlfahrtsverband Bremen
  • Angelika Menken, Sozialpädagogische Berufsausbildung, Schulzentrum Neustadt
  • Viola Vöge, Tagesmutter
  • N.N., Vertreterin der Senatorischen Behörde für Soziales (angefragt)
  • Moderation: Norbert Schepers, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Ziel der Veranstaltung ist es, die Anforderungen an die Qualität in der Arbeit aus unterschiedlichen Sichtweisen zusammenzufügen und gemeinsame neue Handlungsschritte zu initiieren.

  1. Wollen Eltern organisierte Vertretungen wie im Kindergarten und in der Schule? Wie sieht die gemeinsame Zusammenarbeit (und Vertretungsarbeit) in Kooperation mit ErzieherInnen aus?
  2. Kann es vielleicht gemeinsame Fortbildungen mit Tagesmüttern/Tagesvätern und
    ErzieherInnen geben oder auch Supervisionen?
  3. Ist es sinnvoll, ein Projekt zur Qualitätsentwicklung bei Tagesmüttern/Tagesvätern und Krippen mit Unibegleitung zu initiieren, um die Qualitätsentwicklung voranzutreiben?
    Sehen Träger Möglichkeiten sich an solchen Entwicklungen zu beteiligen?
  4. Welche Möglichkeiten sieht die Senatorische Behörde, solche Entwicklungen zu unterstützen?

Diese vier Ideen sind mögliche, aber nicht notwendige Schritte, um die Qualität für Kinder unter drei Jahren voranzutreiben.
Mit der Podiumsdiskussion soll ein Ausgangspunkt geschaffen werden, um bisherige Qualitätskriterien weiterzuentwickeln.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, MdB Agnes Alpers und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Anmeldungen bitte an: Wahlkreisbüro MdB Agnes Alpers, Doventorstr. 2, 28195 Bremen, Tel. 0421/1653974, Fax 0421/1783980, Mail: agnes.alpers@wk.bundestag.de oder an anmeldung@rosa-luxemburg.com.

Als PDF hier zum Download die Werbe-Postkarte „Ihr Recht auf einen Krippenplatz“ und ein Einladungsschreiben von MdB Agnes Alpers.

Empowerment Workshop

Strategien gegen Rassismuserfahrungen und für mehr Dekolonisierung im Alltag
Empowerment Workshop vom Freitag bis Sonntag, 01. bis 03. Februar 2013 in Bremen

Ob in der Schule oder Ausbildung, im Job, in der Uni oder sonstwo: Rassismus findet überall statt.
In einem Raum, in dem alle Erfahrungen mit Rassismus teilen können, setzen wir uns damit auseinander, was Rassismus für jede_n von uns bedeutet, wie wir Rassismus erleben, was es mit uns macht und welche Strategien wir dagegen haben. Fokus des Workshops ist es daher sich über eigenen Rassismuserfahrungen und selbst erprobte Strategien auszutauschen. Wir wollen durch den Austausch ins Gespräch darüber kommen, wie wir konkret Dekolonisierung leben können und die Aufmerksamkeit mehr darauf richten können, wie wir eigentlich jenseits von verschiedenen -ismen leben wollen.
Dazu verwenden wir u.a. Methoden aus der Biographie- und Theaterarbeit.
Unser Ziel ist, im Sinne von Empowerment (Selbstbestimmung und Selbstermächtigung) Handlungsspielräume gegen Rassismus und für ein mehr an Dekolonisierung & Selbstbestimmung im Alltag wahrzunehmen und zu nutzen.

Dieser Workshop richtig sich insbesondere an People of Color, Schwarze sowie Braune Menschen & Migrant_innen. Wir möchten – nach Bedarf – ebenfalls einen Raum ermöglichen, um sich die eigene pädagogische Praxis aus dieser Perspektive anzuschauen und zu reflektieren.

Leitung:
Mona El Omari: Diplom-Sozialpädagogin/-Sozialarbeiterin, Kanaktivistin, Poetess, Hip Hop-Scholar
Sebastian Fleary: Diplom-Pädagoge, Trainer für Empowerment, Straßensozialarbeiter, Theaterpädagoge

Termin: Fr. bis So., 01.-03. Februar 2013, Seminarzeiten: Freitag 17-20 Uhr, Samstag 10-18 Uhr, Sonntag 10-15 Uhr
Bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten für Teilnehmende von außerhalb Bremens ist die DGB-Jugend gern behilflich.

Ort: Gewerkschaftshaus Bremen, Bahnhofsplatz 22-28. Der Raum ist barrierefrei.

Teilnahmebeitrag: 15 Euro für Gewerkschaftsmitglieder, 30 Euro für alle anderen.

Anmeldung bis 23. Januar 2013 bei:
dgb-jugend.bremen@dgb.de | Fon 0421/ 3357621

Veranstalterinnen:
 DGB-Jugend Niedersachsen/Bremen/Sachsen-Anhalt in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Was bleibt von der Exzellenz? Exzellenzinitiative, Exzellenzcluster, Exzellenzuni….

25.10.2012 um 18 Uhr
Café Kultur an der Universität Bremen (im ehemaligen Theaterfoyer unter der Mensa)

Wer oder was ist hier eigentlich exzellent?
Seit letztem Semester darf die Bremer Uni sich Exzellenzuni nennen.
In einem recht langen Verfahren hat sie sich bemüht, besser als andere dazustehen und wurde letztlich mit wenigen anderen Unis ausgewählt. Doch warum haben die meisten noch nichts von der Exzellenz an der Bremer Uni mitbekommen? Das könnte daran liegen, dass nur wenige Bereiche, die wir Studis oder WiMis mitbekommen, exzellent sind. Die meisten Exzellenzcluster sind Forschungsvorhaben, in die sowieso schon viel Geld geflossen ist. Es ist nicht die Lehre, nicht das Studium und auch nicht das Prüfungsamt exzellent. Manche Studis finden es später vielleicht wichtig, den Ruf einer exzellenten Uni mit sich rumtragen zu können, aber besser gelehrt und gelernt wurde deshalb nicht. Und warum ist es für die Uni so wichtig, ausgewählt zu werden? Ein Grund ist, dass nicht mehr genug staatliche Gelder zur Verfügung stehen, die der Uni in ihrer Konkurrenz mit anderen Standorten helfen könnten. Ein selbstgemachtes Übel also? Und überhaupt, was bringt uns dieses ganze exzellente oder nicht-exzellente Gehabe? Das und die Gründe für und gegen Exzellenzinitiativen wollen wir auf der Veranstaltung gerne mit euch diskutieren.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiave Bremen in Kooperation mit avanti Bremen.

Einführung in die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie. Das Kapital Band 2 und Band 3

Wochenendseminar am 1.-2. Dezember 2012 / Infoladen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen

mit Michael Heinrich (Berlin)

Reihe intros. Einführungen in kritische Gesellschaftstheorie

Mit dem Wochenendseminar soll ein Überblick über den Inhalt des zweiten und dritten Bandes des Kapitals. Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx gegeben werden. Dabei werden einleitend die Marxschen Ausführungen zum Produktionsprozess aus dem ersten Band des Kapitals skizzenhaft wiederholt werden. Anschließend werden die Überlegungen zum Zirkulationsprozess und zum Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion präsentiert und wichtige Begriffe wie Kredit, Zins, Rente und Profit vorgestellt.

Kenntnisse des ersten Bands des Kapitals sind für die Teilnahme empfehlenswert. Das Seminar versteht sich als ein Angebot an alle, die Interesse haben, ihre Kenntnisse der Marxschen Ökonomiekritik zu vertiefen. Desweiteren dient es als Ergänzung zum Wochenendseminar von Valeria Bruschi und Antonella Muzzupappa zu Band 1 des Kapitals.
Michael Heinrich ist Mathematiker und Politikwissenschaftler. Er ist Mitglied in der Redaktion von Prokla. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft und Autor unter anderem von: Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung, Stuttgart 2004; und Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition, Münster 2003 (Erstauflage 1999).

Das Wochenendseminar wird organisiert in Kooperation mit associazione delle talpe Bremen. Anmeldung bitte direkt unter talpe(ädd)@gmx.net.

Manja Präkels und Markus Liske lesen aus „Kaltland – eine Sammlung“

Mittwoch, 22.8., 20 Uhr, Wallsaal der Stadtbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen

„Es ist Deutsch in Kaltland / in dem Land der sauberen Bürgersteige / Wo die Ordnung mehr als alles andere zählt / Es ist Deutsch in Kaltland in dem Land der glänzenden Fassaden / Wo man die wahre Reinheit / Für die reine Wahrheit hält“ (Toxoplasma – Kaltland). Die Brandanschläge in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen haben sich als Horrorszenarien eines neuen Rassismus nach der Wende in unser Gedächtnis eingebrannt. Umso bemerkenswerter ist es, dass in den zahllosen Wenderomanen weder die Opfer eine klare Stimme erhalten, noch die Neonazis und Skinheads überhaupt eine Rolle spielen. Zwanzig Jahre danach füllt »Kaltland« diese Leerstelle mit Erzählungen, autobiografischen Geschichten und Originaltönen prominenter Autor_innen und Künstler_innen.

Manja Präkels und Markus Liske sind zusammen mit Karsten Krampitz Herausgeber_innen des Bandes. Markus Liske veranstaltete die Lesereihe »Kapitalismus und Zuversicht«. Seine Erzählungen erschienen u. a. in dem Band »Weltmeister wie wir«. Manja Präkels war Lokalreporterin für die MAZ. Für ihre Erzählung »Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß« erhielt sie das Alfred-Döblin-Stipendium.

Veranstaltet in Kooperation mit der Gruppe ara.

Seminarfahrt für Jugendliche

Seminarhaus Cluvenhagen, 20.-26.8.2012
Vom 20.-26.8.2012 führen wir in Kooperation mit der offenen linken Jugendgruppe À Gauche ein einwöchiges Jugendseminar in Cluvenhagen durch. Mit allen Interessierten soll es eine Woche lang Workshops und Debatten zu aktuellen und grundsätzlichen Themen geben. U.a. wird es Workshops zur gegenwärtigen Krise, Rechtspopulismus im Zuge der Eurokrise sowie zu Queerfeminismus geben.
Die Fahrt ist selbstorganisiert und soll ein kollektives Zusammenleben fördern. Im Zuge dessen sind auch gemeinschaftliche Aktivitäten wie Spiele, Sport und Kinoabende geplant.

Anmeldungen bitte an huettner@rosalux.de. Der Blog von a gauche, unserem Kooperationsaprtner.

Vorwärts immer, rückwärts nimmer?

Dienstag, 1. Mai 2012, 17:00 Uhr, Nicolaus-H.-Schilling Straße (Haus 43), 28779 Bremen-Blumenthal
Der Veranstaltungsraum ist vor Ort ausgeschildert.

Vortrag und Diskussion mit Wolfgang Hien und Peter Birke.

Im Rahmen von Produktpalette. Vortrags- und Diskussionsreihe über den Wandel der Arbeitswelt im Rahmen des Palastes der Produktion (www.palast-der-produktion.de) auf dem Gelände der ehemaligen Bremer Wollkämmerei (BWK).

Werksschließungen wie bei der Bremer Vulkan 1997 und der BWK 2009 markieren einen von vielen Schritten hin zu einer veränderten Arbeits- und Lebenswelt. Viele sprechen von einem radikalen Wandel. Während die „Industriegesellschaft“ durch eine Entfremdung und Zergliederung der alltäglichen Arbeit gekennzeichnet gewesen sei, zeichne sich die „Wissensgesellschaft“ durch mehr Autonomie und Freiheit aus. Aber was hat sich wirklich so viel verändert? Welche neuen Belastungen prägen heute den Arbeitsprozess, mit welchen Folgen für die Gesundheit der Arbeitenden? Wie „autonom“ ist die Arbeit geworden, und finden wir das eigentlich gut? Und, falls eher nicht: Wie haben sich die Formen verändert, in denen die Arbeitenden gegen die Zumutungen des Arbeitsprozesses rebellieren?

Wolfgang Hien (*1949) ist Arbeits- und Gesundheitswissenschaftler und arbeitet unter anderem an der Universität Bremen. Forschungsprojekte unter anderem zur Geschichte des Arbeiter_innen-Schutzes von 1880 bis heute und zur Lebenssituation älterer ehemaliger Arbeiter des Bremer Vulkan. (Link zu einer Rezension des Buches von 2007)

Peter Birke (*1965) ist Historiker und arbeitet unter anderem an der Universität Hamburg. Er befasst sich mit sozialen Bewegungen und Arbeitskämpfen. Er ist koordinierender Ko-Redakteur von Sozial.Geschichte Online.

Artikel im Weserkurier vom 19. April zum „Palast der Produktion (mehr).

Eine Veranstaltung in Kooperation mit ZZZ – ZwischenZeitZentrale Bremen. Die ZZZ ist ein Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des BMVBS/BBSR in Kooperation mit dem Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und der Senatorin für Finanzen
umgesetzt vom AAA Autonomes Architektur Atelier GbR in Kooperation mit Sarah Oßwald und Michael Ziehl. Weitere Partner der ZZZ sind die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH und die Immobilien Bremen AöR.

Palastbesichtigung – in den hohen Hallen der Produktion – Urbaner Spaziergang

Dienstag, 1. Mai 2012, 15:00 Uhr, Treffpunkt am Werkstor: Landrat-Christians-Str. 95, 28779 Bremen-Blumenthal
Führung // mit dem Autonomen Architektur Atelier (AAA)

Im Rahmen von Produktpalette. Vortrags- und Diskussionsreihe über den Wandel der Arbeitswelt im Rahmen des Palastes der Produktion (www.palast-der-produktion.de) auf dem Gelände der ehemaligen Bremer Wollkämmerei (BWK).

Der gesellschaftliche Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft verändert unsere Arbeitswelt grundlegend. Wissen und Qualifikationen werden zu den wichtigsten Ressourcen. Normalarbeitsverhältnisse mit geregelten Arbeitszeiten und vordefinierten Arbeitsinhalten nehmen ab. Gefragt sind stattdessen zeitliche und räumliche Flexibilität. Die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit lösen sich auf. Individuelle Arbeitsgestaltung gewinnt ebenso an Bedeutung wie Kreativität und Selbständigkeit. Neben dem Angestelltendasein und der klassischen Selbständigkeit treten vermehrt Formen der Freiberuflichkeit und neuen Selbständigkeit auf. Netzwerkorientierte und projektförmige Modelle der Arbeitsorganisation nehmen zu. Das männliche Alleinernährermodell hat schon lange ausgedient. Familien organisieren sich zunehmend individuell in Abhängigkeit ihrer Arbeitsverhältnisse.
Die Reihe Produktpalette reflektiert die tiefgreifenden Veränderungen der Arbeitswelt und ihre gesellschaftlichen und individuellen Auswirkungen an einem brachgefallenen Ort der Industriegesellschaft anhand von Vorträgen ausgewählter Expert_innen und offener Diskussionsrunden mit dem Publikum.
Ähnlich einem Palast bilden die Fabriken und Hallen der BWK den baulichen Kern Blumenthals. Tausende von Arbeiter_innen gingen tagtäglich durch die Werkstore zu ihren Arbeitsstätten und konnten diesen Palast – zumindest auf Zeit – von Innen erleben. Später, mit dem schleichenden Niedergang der Produktion, verlor das Gelände an Leben und an Glanz. Der Zugang war immer weniger Blumenthaler_innen möglich und das Areal wurde zu einer Barriere zwischen Stadt und Fluss. Mit dem Urbanen Spaziergang „Palastbesichtigung – in den hohen Hallen der Produktion“ führt das AAA über das Außengelände der BWK und durch das Gebäude der früheren Sortierung, dass ab Mitte Juni 2012 als Palast der Produktion (www.palast-der-produktion.de) zwischengenutzt werden soll.

ab 17:00 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Wolfgang Hien und Peter Birke.

Artikel im Weserkurier vom 19. April 2012 zum „Palast der Produktion (mehr).

Eine Veranstaltung in Kooperation mit ZZZ – ZwischenZeitZentrale Bremen. Die ZZZ ist ein Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des BMVBS/BBSR in Kooperation mit dem Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und der Senatorin für Finanzen
umgesetzt vom AAA Autonomes Architektur Atelier GbR in Kooperation mit Sarah Oßwald und Michael Ziehl. Weitere Partner der ZZZ sind die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH und die Immobilien Bremen AöR.

Einführungsworkshop zu Layout

Wochenendseminar am 24.-25. März 2012, Infoladen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen

mit N.N. (Grafiker und Gestalter, Bremen)

Demonstrationen, Kampagnen, Seminare etc. – politische Aktionen und Veranstaltungen brauchen alle Ankündigung und Werbung. Doch die wenigsten politischen Aktivist_innen sind gelernte Graphiker_innen oder haben die finanziellen Ressourcen, professionelle Gestalter_innen mit der Bewerbung ihrer Aktionen zu beauftragen. Daher soll mit dem Workshop eine Einführung gegeben werden, wie sich Flyer oder Plakate einfach auch selbst gestalten lassen. Anhand von kurzen Inputs und gemeinsamen Übungsbeispielen wird sich unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigt: Was sind die geeignetsten Layoutprogramme und wie funktionieren sie? Wofür eignen sich welche Farben, Schriften, Formate, etc.? Was gilt es für den Druck zu berücksichtigen?

Anmeldung bitte unter zeiler@rosa-luxemburg.com

Die Veranstaltung wird organisiert von der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Von Nazi-Ufos zum 11. September. Zur Kritik am Verschwörungsdenken

Diskussionsveranstaltung am Freitag, 2.3. 2012 / 20 Uhr / Infoladen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen

mit Martin Wassermann

Reihe „intros. Einführungen in kritische Gesellschaftstheorie“

Verschwörungsmythen sind wirkungsmächtige Konstrukte, von denen eine wachsende Minderheit der Menschen überzeugt ist. Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland glaubt zum Beispiel, dass die Anschläge des 11. Septembers 2001 durch geheimnisvolle Institutionen verübt wurden. Einige Menschen meinen, eine geheime Gruppe ausgemacht zu haben, die hinter den sichtbaren Ereignissen die Fäden zieht. Sie entwerfen eine hunderte Jahre andauernde Weltverschwörung, mit der sämtliche historischen Ereignisse umgedeutet werden.
Derartige Verschwörungskonstrukte sind wahnhafte und irrationale Gebilde, die häufig in der Tradition der deutschen Ideologie stehen. So etwa der Neuschwabenlandmythos, der davon ausgeht, dass sich die Nazi-Elite nach 1945 auf geheime Festungen in der Antarktis retten konnte, um mit Ufos den zweiten Weltkrieg fortzuführen. Ein weiteres Beispiel sind angebliche Wetterwaffen: Viele Verschwörungsideolog_innen glauben, dass das Erdbeben in Japan durch eine Super-Waffe der USA ausgelöst wurde. Für die Morde des Anders Behring Breivik und die des Nationalsozialistischen Untergrunds werden geheime Organsiationen aus New York oder Tel Aviv verantwortlich gemacht.
Solche Erkläungsmodelle stellen wirkungsmächtige, geschlossene und manchmal antisemitische Gebilde dar, mit denen die kapitalistische Realität märchenhaft verklärt wird. Es sind regressive Modelle der Weltverklärung, die es auch innerhalb der politischen Linken gibt: einerseits von Linken originär formulierte Verschwörungstheorien, andererseits eine Anschlussfäigkeit mancher Linker an verschwörungstheoretische Projekte, die sich selbst nicht als links verorten.
Auf der Veranstaltung wird es um aktuelle und historische Verschwörungsmythen gehen. Der Autor Martin Wassermann, der sich unter anderen in seinem Blog (www.reflexion-blog.com) mit verschiedenen verschwörungsideologischen Ansätzen beschäftigt, wird unterschiedliche Weltverklärungsmodelle vorstellen. Es wird dort auch um die Frage gehen, warum derartige Ideologien einem kritischen und emanzipatorischen Denken im Wege stehen.

Die Veranstaltung wird organisiert in Kooperation mit associazione delle talpe Bremen.

Jugend in Bewegung! Neuer Aufbruch in Chile?

3. Februar 2012, 19 Uhr, Tivoli-Saal, Gewerkschaftshaus Bremen, Bahnhofsplatz 22-28, 28 195 Bremen

Chile ist in Bewegung. Ziviler Ungehorsam in der Region Magallanes, Hungerstreik der Mapuche, Umweltkonflikt um „Punta de Choros“ – zahlreiche Probleme treiben das Land in eine neue Krise. Hinzu kommen soziale Verwerfungen sowie zunehmende Perspektivlosigkeit für die Jugend und eine für viele zu teure, privatisierte Bildung. Dagegen protestieren und kämpfen Schülerinnen und Schüler, Studierende und Beschäftigte. Auch bei uns in Bremen protestieren SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und viele andere für eine gute Bildung.

Programm:

Eröffnung
Annette Düring (Vorsitzende DGB Bremen-Elbe-Weser)

Bildung tut Not – überall!
Paul Kreiner u. Ali-Aygün Kilincsoy (Fort.Bildung u. Asta Uni Bremen)

Jugend gegen privatisierte Bildung & more
Camila Vallejo (Studierendensprecherin in Chile)
Karol Cariola (Vertreterin der sozialen Bewegungen in Chile)

Gewerkschaftliche Alternativen
Jorge Murúa (Mitglied des Bundesvorstandes der chilenischen CUT)

Moderation: Dieter Nickel (NGG Bremen-Elbe-Weser)

Musik
Ulli Simon (Lateinamerikanische Musik)

Flyer Chile VA als PDF.

Veranstalter: DGB Bremen-Elbe-Weser, NGG Bremen-Weser-Elbe, GEW Bremen. Im Rahmen einer Rundreise die von der RLS mitorganisiert wird (mehr Informationen)

Schafft sich die Uni selber ab? Zum Wandel der Wissenschaftsverständnisse an der Uni Bremen – Podiumsdiskussion –

Mittwoch 14.12.2011, 19:00 Uhr, MZH, Raum 1470, Universität Bremen

u.a. mit Johannes Beck, Heidi Schelhowe und Gerhard Vinnai

„Auf dem Weg zur Exzellenz“ so lautet das Motto unter dem die Uni Bremen ihr 40- jähriges Jubiläum feiert. Mit einer Podiumsdiskussion werfen wir einen kritischen Blick auf die so zusammen gefasste junge Geschichte der Universität Bremen. Mit damaligen und heutigen universitären Akteur_innen wollen wir im Spannungsfeld von Gründungsidealen und aktuellen Zielsetzungen der Universität aufzeigen, wie unterschiedliche Bildungs- und Wissenschaftsverständnisse in der Geschichte der Universität Bremen aufeinander treffen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 40-Jahre-Kampagne: „Ein Schritt vor, zwei zurück: 40 Jahre Uni Bremen.“

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Liste der StudiengangsAktiven LiSA.

Unbequeme Fragen stellen?! Zum Umgang mit kritischer Wissenschaft in der Vergangenheit und Gegenwart der Uni Bremen

Mittwoch 7.12.2011, 19:00 Uhr, Universität Bremen, MZH Raum 1470

mit Frieder Nake, Inge Schmitz-Feuerhake und Fritz Storim

Im Vordergrund der Diskussion steht der Umgang mit kritischen und politischen Wissenschaftler_innen von Seiten der Universität und des Staates. Ins Visier genommen werden politische Instrumente und Repressionsmaßnahmen, deren Zweck es ist, kritische Wissenschaft einzudämmen und zu unterbinden. War es in den 70er und 80er vor allem der Ausspruch von Berufsverboten, ist es heute die Notwendigkeit Forschungsprojekte mit Drittmitteln aus Industrie und Wirtschaft zu finanzieren. Anhand persönlicher Erfahrungsberichte wollen wir der Frage nachgehen, inwiefern kritische Wissenschaft an der Uni Bremen möglich war und ist.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 40-Jahre-Kampagne: „Ein Schritt vor, zwei zurück: 40 Jahre Uni Bremen.“

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Liste der StudiengangsAktiven LiSA.

Zur Kritik des Extremismusbegriffs

Diskussionsveranstaltung am Freitag, 11. November 2011 / 20 Uhr / Infoladen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen

mit Fritz Burschel (Berlin) / Initiative gegen jeden Extremismusbegriff (Leipzig):

Reihe „Intros. Einführungen in kritische Gesellschaftstheorie“

Seit dem Amtsantritt der schwarz-gelben Koalition unter Kanzlerin Merkel steht erneut die umstrittene Extremismus-Doktrin zur Debatte: Das Bild von einer demokratischen Mitte der Gesellschaft, die sich – als Lehre aus der Weimarer Republik – gegen Extremismus von rechts und links (sowie von Ausländer_innen) zu erwehren habe, dient als Instrument zur Kontrolle und Disziplinierung dessen, was als „Zivilgesellschaft“ gehandelt wird. Jüngster Höhepunkt dieses reaktionären Rollbacks ist die Debatte über die Extremismusklausel, der sich staatlich geförderte Projekte gegen Neonazis neuerdings zu unterwerfen haben: neben einem überflüssigen Zwangsbekenntnis zu Demokratie und Verfassung sollen sie zukünftig auch ihre Kooperationen mit antifaschistischen Initiativen bei Verdacht auf deren Staatskritik aufgeben.
Mit der Veranstaltung soll einführend die Begriffsgeschichte und die politische Konjunktur des Extremismusbegriffs vorgestellt werden. Desweiteren wird thematisiert, wie die rechte Regierung zusammen mit einem expansiven Inlandsgeheimdienst, konservativen Wissenschaftler_innen und diversen Medien eine kritische Debatte um Neonazismus, seine gesellschaftlichen Ursachen und antifaschistische Gegenwehr einschränkt und antifaschistische und gesellschaftskritische Initiativen aus Bündnissen und Diskussionen herausdrängt. Dabei sollen unter anderem folgende Fragen diskutiert werden: Was sind mögliche emanzipatorische Reaktionen auf diese Entwicklungen? Welche Konsequenzen hat die Extremismusdebatte auf einen unabhängigen, autonomen Antifaschismus? Was sind Potential und Probleme der Praxis „Staatsantifa“? Wie ist deren Entwicklung in der Berliner Republik unter ideologiekritischen Aspekten zu beurteilen?

Fritz Burschel ist Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen / Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Akademie für politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Als freier Journalist war er selbst als „Linksextremist“ von rechtswidriger Überwachung und Diskriminierung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz betroffen. Er ist Autor und Herausgeber des Buches Stadt – Land – Rechts. Brauner Alltag in der deutschen Provinz, Berlin 2010.

Die Initiative gegen jeden Extremismusbegriff aus Leipzig engagiert sich seit jeden bzgl der Kritik der Extremismusdebatte. Mehr Informationen unter: inex.blogsport.de

Die Veranstaltung wird organisiert in Kooperation mit der associazione delle talpe in Bremen.

Einführungsworkshop zu Layout

Samstag 1.10. 2011, Infoladen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen
mit N.N. (Grafiker und Gestalter, Bremen)
Tagesseminar, nur mit Anmeldung

Demonstrationen, Kampagnen, Seminare etc. – politische Aktionen und Veranstaltungen brauchen alle Ankündigung und Werbung. Doch die wenigsten politischen Aktivist_innen sind gelernte Graphiker_innen oder haben die finanziellen Ressourcen, professionelle Gestalter_innen mit der Bewerbung ihrer Aktionen zu beauftragen. Daher soll mit dem Workshop eine Einführung gegeben werden, wie sich Flyer oder Plakate einfach auch selbst gestalten lassen. Anhand von kurzen Inputs und gemeinsamen Übungsbeispielen wird sich unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigt: Was sind die geeignetsten Layoutprogramme und wie funktionieren sie? Wofür eignen sich welche Farben, Schriften, Formate, etc.? Was gilt es für den Druck zu berücksichtigen?

Anmeldung bitte unter zeiler(ÄT)rosa-luxemburg.com

Anti-Bias-Tage Oldenburg

Fr. 7.10.2011, 13:00 bis So. 9.10.2011, 13:00 Uhr
Campus Haarentor, Universität, Ammerländer Heerstraße 114-118, Oldenburg

Die Anti-Bias-Tage widmen sich dem Anti-Bias-Ansatz und damit allen Menschen, die gegen Diskriminierung und gesellschaftliche Schieflagen (weiter) aktiv werden wollen. Im Rahmen der Tagung wollen wir eine Begegnung von Menschen mit unterschiedlichen Zugängen zum Ansatz ermöglichen. Wir wollen Projekte und Handlungsfelder der Anti-Bias-Arbeit sichtbar werden lassen und den Ansatz erlebbar und bekannter machen. Dies beinhaltet das Angebot, sich über Austausch, Solidarisierung und gemeinsame Perspektivarbeit in der Handlungsfähigkeit gegen Diskriminierung zu stärken. Dabei ist die leitende Idee der Tagung, die Anti-Diskriminierungsarbeit in diversen pädagogischen und politischen Arbeitsfeldern zu stärken, Mitstreiter_innen zu gewinnen und Akteur_innen zu vernetzen.

Veranstalter: Vorbereitungsteam Anti-Bias-Tage und viele KooperationspartnerInnen, darunter Rosa Luxemburg Stiftung und Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen

Details: http://www.anti-bias-tage.de

Bildungsarbeit ohne Geheimdienst!

Ein Aufruf für kritische, freie und qualifizierte politische Bildung als Grundlage demokratischer Kultur und Gesellschaft
Nicht nur die „Extremismusklausel“ der Bundesregierung und vor allem die darin enthaltene Verpflichtung zur „Bespitzelung“ Dritter torpediert demokratisches zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechts. Darüber hinaus wird kritische, antifaschistische Bildungsarbeit freier Träger_innen durch eine weitere politisch motivierte staatliche Maßnahme eingeschränkt: Nach einer umfassenden Umstrukturierung und Modernisierung des Verfassungsschutzes präsentiert sich dieser nicht mehr nur als Inlandsgeheimdienst, sondern wie selbstverständlich auch als Bildungsakteur und „Partner“ für zivilgesellschaftliches Engagement. Dies erfordert dringenden Widerspruch.
Mehr unter: http://bildenohnegeheimdienst.blogsport.de/ oder hier in der Pressemitteilung (PDF).

Offener linker Jugendkongress (Bremen, 25./26. Juni 2011)

25./26. Juni 2011, Jugendzentrum Friese (Friesenstraße 110), bzw. Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstr., 28203 Bremen

Ägypten, Tunesien, Spanien – überall auf der Welt gehen Menschen, vorallem Jugendliche auf die Straße. Aktuell in Spanien organisieren sich Jugendliche über Facebook und Twitter und fangen an, öffentliche Plätze zu besetzen und Versammlungen abzuhalten. Doch warum läuft hier nichts?
Als Jugendliche müssen wir uns doch alle mit dem gleichen Mist rumschlagen! Zwar geht es uns eigentlich relativ gut, trotzdem haben wir manchmal nicht genügend Kohle, sind ständig gestresst usw. Und das auf der Welt nicht alles in Ordnung ist, wissen wir alle.Hunger,
Krieg auf der Welt, aber auch in Deutschland gilt: Menschen werden aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts oder sexueller Orientierung systematisch ausgegrenzt und diskriminiert. Der deutsche Staat schiebt routiniert Menschen in menschenunwürdige Lebensbedingungen ab und lässt Akws betreiben, die eine ständige Bedrohung für unser Leben darstellen. Doch das ist nicht alternativlos!
Wir laden alle Jugendlichen, denen wie uns geht die empört, enttäuscht oder einfach interessiert sind und für die Vision einer anderen Gesellschaft eintreten wollen, herzlich zu unserem linken Jugendkongress ein. Dort wollen wir selbstbestimmt lernen, einen kritischen Blick auf die Gesellschaft in der wir leben werfen, und gemeinsam Alternativen diskutieren. Dafür braucht es weder großes Vorwissen noch politische Erfahrungen – alle sind herzlich willkommen.
Wie können wir uns Freiräume erkämpfen, in denen wir uns frei von Konkurrenz ausleben und entfalten können? Wie können wir Rassismus und Neonazismus entschlossen entgegentreten? Wie können wir den Atomaustieg selbst in die Hand nehmen? Wie schaffen wir ein besseres Leben für alle Menschen auf der Welt?
Wir freuen uns darauf, diese Fragen mit euch zu diskutieren und vor allem mit euch aktiv zu werden!

Um dich beim Kongress anzumelden schicke bitte eine E-Mail an:
anmeldung.juko(ätd)gmx.de. Bitte teile uns in der E-Mail folgende Daten mit:Mit wievielen Leuten du/ihr kommt und ob du/ihr einen Schlafplatz braucht.

Watch out: http://www.facebook.com/jukobremen

24. Juni, Freitag, 21:00 Uhr: Kongresseröffnung mit Filmabend und Kneipe, JuZe Friesenstrasse

Kongressablaufplan:

Samstag, 10:00 Uhr: Begrüßung, Ablaufplan, Kioto im Lagerhaus (Schildstraße 12)
11-14:00 Uhr: Workshopphase 1
15-18:00 Uhr: Workshopphase 2
20-22:00 Uhr: Praktische Aktionen, Kneipe
ab 22:00 Uhr: Party

Sonntag: 11:00 Uhr: Frühstück
12-15:00 Uhr: Workshopphase 3
15:00 Uhr: Abschluss

Eine Veranstaltung in Kooperation mit À Gauche und Avanti Bremen.

„Liebe, Freundschaft, Sexualität – Methoden in der geschlechterbewussten Bildungsarbeit mit Jugendlichen“

Projektvorstellung und Diskussion mit AK Hilde Gender der DGB Jugend Bremen

Donnerstag den 5. Mai 2011, 19.30 DGB Haus, Bahnhofsplatz 22, 28195 Bremen

Hilde Gender (Bremen) und Gerd.A. Gender (Göttingen) sind zwei an die DGB-Jugend angedockte Teamer_innenArbeitskreise, die seit über fünf Jahren Projektschultage zum Thema „Liebe, Freundschaft, Sexualität“ anbieten. Ziel ist dabei, Jugendlichen neben Frontalunterricht, Notendruck und Theorielastigkeit einen Raum zu bieten in dem sie sich kritisch mit den an sie herangetragenen Geschlechterbildern, sowie anderen Zuschreibungen und Rollenerwartungen auseinander setzen können. Hierbei sind diverse Methoden aufgegriffen, erprobt und weiterentwickelt worden, die wir euch, nach einer kurzen Darstellung unserer Ansätze, vorstellen wollen.

Veranstaltet in Kooperation mit Teamer_innenArbeitskreis „Hilde gender“ der DGB Jugend Bremen in der Veranstaltungsreihe Queer-feministische Debatten, Reflexionen und Interventionen der RLI

RLI_Reihe Queer Flyer als PDF

Welches Geschlecht hat ein Hase? – Die Geschlechterfrage in der Linken.

Ein Workshop zur Reflexion und Dekonstruktion der eigenen geschlechtlichen Orientierung.

Männliches Mackerverhalten und weibliches Opferverhalten sind nur zwei extrem stereotype Pole der Geschlechterreproduktionen, auch in der Linken, die gerne vorgaukelt, kein Problem mit Geschlechterhierarchien zu haben. In diesem zweitägigen Seminar wird mit Hilfe verschiedener Methoden und Herangehensweisen die eigene geschlechtliche Orientierung in den Mittelpunkt gerückt. In diesem Workshop geht es um die Frage, welche Rolle das eigenen Geschlecht, bzw. die eigene sexuelle Orientierung bei der politischen Selbstverortung, bei Analysen & Diskussionen, sowie bei politischen Aktionen, in der Ausbildung/ im Studium/ im Beruf/ in der Erwerbslosigkeit und im Privaten spielt. Dabei bilden aktuelle Geschlechtertheorien die Folie der Auseinandersetzungen in dem Seminar. Wir wollen zur Dekonstruktion von Geschlecht beitragen, d.h. zur Infragestellung eines essentialistisch begründeten Geschlechterdualismus, der sich auch in der Linken wiederfindet. Ziel des Seminars ist es außerdem, die eigene geschlechtliche Orientierung zu fokussieren und die Grenzen und Möglichkeiten von Geschlecht mit Kritik und Lust an Auseinandersetzungen auszuloten.

Dieses Seminar richtet sich an alle Männer, Frauen, Transpersonen und andere Geschlechter, die Lust haben, sich mit ihrer eigenen geschlechtlichen Orientierung (nicht nur) im politischen oder arbeitsweltlichen Kontext auseinander zu setzen. Einsteiger_innen sind dabei sehr willkommen.

Referent_innen: Alex Sott, Ines Pohlkamp, Bremen
Ort: Bremen-Mitte.
Datum: 22./23. Juli 2011, Freitag von 17-21 Uhr und Samstag von 11-18 Uhr.
Teilnahmegebühr: Teilnahmegebühr 10 € – 15 € (nach Selbsteinschätzung); zu entrichten im Zuge der Anmeldung, spätestens jedoch 10 Tage vor Workshop-Beginn. Anmeldungen bitte an huettner@rosalux.de.. Der Workshop ist voll.
Maximale Teilnehmer_innenzahl: 16.

Infos zu den Referent_innen:
Alex Sott arbeitet als Jugendbildungsreferent im Bremer Lidice Haus und berät von Gewalt betroffene Jungen im Bremer Jungenbüro. Er beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit den Themen Männlichkeit und Geschlecht. Im Rahmen des DGB-Netzwerkes Gender qualifiziert er angehende Teamer_innen für Gender.

Ines Pohlkamp ist seit über 12 Jahren in der feministischen politischen Bildung tätig. Seit vielen Jahren berät und qualifiziert sie Personen aus sozialen Berufen für die Querschnittsaufgabe Gender in der Heimvolkshochschule Alte Molkerei Frille. Derzeit ist sie Stipendiatin der Rosa Luxemburg Stiftung und schreibt eine Dissertation zu transphober Gewalt. Beide Referent_innen leben in Bremen.

Nachholtermin. In der Veranstaltungsreihe Queer-feministische Debatten, Reflexionen und Interventionen der RLI – in Kooperation mit dem Kurzschluss e.V..

RLI_Reihe Queer Flyer als PDF

PRAXISWERKSTATT – Politische Bildung selber machen

15. bis  17. Oktober 2010, Verden/Aller
Ihr wollt politische Bildung selber machen, durch linke Bildungsarbeit Emanzipation und Selbstbestimmung fördern und dafür verschiedenste und vielfältige Methoden nutzen? Politische Bildung kann mehr sein als verschulter Frontalunterricht!
Auf der PRAXISWERKSTATT könnt ihr euch mit Themen beschäftigen, die darauf abzielen, euch Instrumente für eine erfolgreiche Planung und Durchführung verschiedenster eigener Veranstaltungen näher zu bringen. Manches davon könnt ihr in praktischen Übungen auf der Werkstatt gleich ausprobieren. Wir werden auf Veranstaltungsformate und Situationen zurückgreifen, wie ihr sie selbst nutzt bzw. erlebt habt. Konkret bedeutet dies auf der Werkstatt eine Arbeit entlang dieser Fragen: Was verstehe ich unter kritischer politischer Bildung? In welche Rollen kann/sollte ich als TeamerIn schlüpfen? Was bedeutet soziales Lernen? Welche Methoden passen zu welcher Situation? Wie binde ich möglichst viele Anwesende ein?
Das Bildungswerk für Politik und Kultur e.V. sucht ständig neue TeamerInnen. Wenn ihr euch bei uns einbringen wollt, ist die PRAXISWERKSTATT der richtige Ort um anzufangen.
TeamerInnen: Friedericke Hartwig, Wenke Christoph, Ines Koburger & Hendrik Weipert

Veranstalter: Bildungswerk für Politik und Kultur e.V. im Jugendbildungsnetzwerk der RLS
Anmeldung: anmeldung(ädt)politikundkultur.de

Nähere Infos und Anreisebeschreibungen werden bei Anmeldung mitgeteilt. TeilnehmerInnenbeitrag sind 15 Euro (Bitte zum Seminar mitbringen). Dafür werden Übernachtungs- und Verpflegungskosten übernommen und eure Fahrtkosten zurückerstattet (DB 2.Klasse). Die Seminare beginnen am Samstag, aber ihr könnt schon am Freitag anreisen.

Klassismus und Klassenrassismus

Mittwoch 9. Juni 2010, 19:30 Uhr Infoladen Bremen, St.Pauli-Str. 10/11, 28203 Bremen
Diskussionsveranstaltung mit Andreas Kemper, Münster
Die Diskriminierung gegen die sogenannte Unterschicht nimmt zu, dies belegen nicht nur langjährige Studien. Im Wochenrhythmus heizen Politiker mit markigen Sprüchen die Faulheitsdebatte an. Im englischen und spanischen Sprachraum benennt man diese Form von klassenspezifischer Abwertung als „classism“ oder „classismo“, im Deutschen muss der entsprechende Begriff „Klassismus“ überhaupt erst etabliert werden. Oder liegt in den fehlenden Begriffen nicht das Problem, sondern ist dies nicht einfach nur Ausdruck einer fehlenden bzw. zerstörten Widerstandskultur? Diese ist nötiger denn je, denn wir haben es seit einem halben Jahr mit einer Radikalisierung der sogenannten „Eliten“ zu tun, die aggressiv die „Unterschichtengeburten“ reduzieren (Sarrazin, Heinsohn) und mit klassenrassistischen Ansprüchen ihre Bildungsprivilegien verteidigen wollen (Schulkämpfe in Berlin, Hamburg und NRW). Wie ist dieser Sozialrassismus einzuordnen?
In dem Vortrag soll in die Klassismus-Theorie eingeführt werden und es besteht die Möglichkeit offene Fragen im Zusammenhang mit dem aktuellen Klassenrassismus zu diskutieren.

Andreas Kemper lebt in Münster und ist dort Referent für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende (FikuS) im AStA der Universität Münster. Er betreibt den Blog http://klassismus.blogspot.com/ und hat zusammen mit Heike Weinbach das Buch Klassismus. Eine Einführung Münster 2009 veröffentlicht. Rezension des Buches in ak – analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 553 / 17.9.2010 (Klassistische Unterdrückung).

AUFRUHR WIDERSTAND ES GIBT KEIN RUHIGES UNILAND

Montag, 10. Mai 2010, 19 Uhr, Universität Bremen, Neues GW3, Uni-Zentralbereich am Mensasee

Nach den Ereignissen des 6. Mai 1980 befand der Bremer Polizeipräsident in einer Brandrede zu Sicherheitslage der Stadt, daß mit dem „Naturschutzpark Universität“ ein rechtsstaatlicher Freiraum entstanden sei, in dem sich linke Minderheiten – vor Überwachungs- und Zugriffsmaßnahmen durch Polizei und Verfassungsschutz geschützt – immer weiter radikalisierten. Diese Polemiken positiv wendend wollen wir uns von ehemaligen ProfessorInnen, Wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen und Studierdend von Theorie und Praxis der Bremer Reformuni berichten lassen und fragen, welche Rolle und Bedeutung sie in der Stadt für linke Politik, Kampagnen und auch Ereignisse wie den 6. Mai ’80 hatte.

Veranstaltet von der AG 6. Mai 1980. In Kooperation mit: Anares-Medien, AStA Uni Bremen, endofroad, Freizi Friesenstraße e.V., Infoladen Bremen, La Rage, Meßstelle für Arbeits- und Umweltschutz Bremen, Kommunikationszentrum Paradox, planlos, Rosa Luxemburg Initiative Bremen, Sielwallhaus und noch einer autonomen Gruppe.

Reihe“ Habt ihr noch Helme im Keller? Bremen ’80: Von militanten Aufbrüchen und antimilitaristischem Widerstand – Ein Rückblick, um wieder nach vorne zu schauen“

Anti-Kapitalismus. Zwischen reaktionärer Ideologie und emanzipatorischem Projekt.

Samstag und Sonntag, 15./16. September 2007, Kulturzentrum Lagerhaus, Medien Coop, Etage 3, Schildstr. 12-19, 28203

Workshop mit zwei GenossInnen von der Gruppe TOP (Theorie Organisation Praxis) aus Berlin

Kritik an kapitalistischen Verhältnissen oder der Globalisierung ist seit den Mobilisierungen gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm in aller Munde und beschäftigt viele nach den Gipfelprotesten weiter. Was mit Kapitalismus und Globalisierung genau gemeint ist, wird jedoch oft sehr unterschiedlich interpretiert.
Dieser Workshop soll eine Einführung in die Grundbegriffe von Kapitalismuskritik geben: Was unterscheidet Kapitalismus von bisherigen historischen Gesellschaftsverhältnissen? Was hat es mit Ware, Kapital und Arbeit auf sich und wie lässt sich eine emanzipatorische Kritik daran formulieren? Da Kritik an Kapitalismus, Globalisierung und die Forderung nach einer anderen Welt nicht automatisch fortschrittlich ist, bedarf es einer klaren Abgrenzung von einem reaktionären und diffusen Antikapitalismus.
Der Workshop ist so gestaltet, dass keine großen Kenntnisse zum Thema vorausgesetzt werden, sondern vielmehr die Gelegenheit geboten werden soll ungeniert Fragen zu stellen.

Raum und Uhrzeit siehe im Programm des Bremer Sozialforum unter www.bremer-sozialforum.de
Texte und Informationen der gruppe TOP gibt es unter www.top-berlin.net

Hands-on Workshop zur SMS Verschlüsselung mit CryptoSMS.

Samstag, 27.2. 2010, 13:00, Infoladen Bremen. St. Pauli Str. 10-12, 28203 Bremen

Mit CryptoSMS können SMS ver- und entschlüsselt werden. Dieses Tool ist dabei so einfach wie möglich konzipiert, um auch Menschen, die keine Erfahrungen mit Verschüsselung haben, eine einfache Nutzung zu ermöglichen. CryptoSMS basiert auf dem Konzept einer asymmetrischen Verschlüsselung mit Paaren aus privaten und öffentlichen Schlüsseln. Der Workhop führt in die Funktionsweise der Software, ihrer Installation auf verschiedenen Telefonmodellen und ihre praktische Anwendung ein.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine formlose Anmeldung an workshop(bei)citydataexplosion.de erbeten. Grundlage für den Workshop sind neuere Mobiltelefone mit Internetzugang (GPRS, UMTS und/oder WLAN), bitte mitbringen. Eine Liste dafür geeigneter Geräte befindet sich unter http://cryptosms.org/devices.html.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit zakk | klubraum und citydataexplosion,

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