Lebensweisen - Archiv


Transit Havanna

„Neue Helden der Kubanischen Revolution“
Filmpräsentation und Gespräch mit dem Regisseur Daniel Abma

Freitag, 26. Mai 2017, um 19 Uhr in Bremen
Cinema Ostertor, Ostertorsteinweg 105, 28203 Bremen

Eine Veranstaltung im Rahmen des 5. Favourites Film Festival in Bremen vom 24. bis zum 28. Mai 2017. Karten zur Vorstellung sind beim Aufführungsort Cinema Ostertor erhältlich.

Einmal im Jahr kommen zwei Ärzte aus Holland und Belgien nach Havanna, um geschlechtsangleichende Operationen durchzuführen. Fidel Castros Nichte Mariela Castro, die sich seit Langem für LGBT-Rechte in Kuba einsetzt, hat die Initiative ins Leben gerufen. Doch die Wartezeit für die lebensverändernde Chance ist lang.

Nach seinem Debütfilm Nach Wriezen, der beim Favourites Film Festival 2014 zum Bremer Publikumsliebling gewählt wurde, begleitet Regisseur Daniel Abma hier in ebenso einfühlsamen wie eindrücklichen Bildern die Transsexuellen Malú, Odette und Juani, die sehnsüchtig auf eine OP warten und taucht dabei in ein Land ein, das wie die drei Protagonisten des Films vor einem Wendepunkt steht.

Transit Havanna Filmplakat

TRANSIT HAVANNA
Dokumentarfilm / Deutschland, Niederlande 2016 / Spanisch / Deutsche Untertitel / 88 Min.
Regie: Daniel Abma
Buch: Alex Bakker
Kamera: Johannes Praus
Ton: Alexandra Praet
Schnitt: Jana Dugnus
Produzenten: Iris Lammertsma, Stefan Kloos, Boudewijn Koole
Sounddesign: Jeroen Goeijers, Alexandra Praet
Musik: Alex Simu

Trailer zum Film auf YouTube; Website zum Film unter transithavana-film.de

Daniel Abma wurde 1978 in den Niederlanden geboren. Er studierte zunächst  Grundschulpädagogik, dann medienpädagogische Jugendarbeit in Berlin und Brandenburg. Von 2008 bis 2015 studierte er Regie an der Filmuniversität Babelsberg (ehemals HFF Konrad Wolf Potsdam-Babelsberg) mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm und wurde von der Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert. Sein Abschlussfilm an der HFF, der Dokumentarfilm NACH WRIEZEN / BEYOND WRIEZEN wurde mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Zusammenarbeit mit dem Favourites Film Festival sowie dem Femistischen Referat an der Uni Bremen (angefragt).

Neue Wohnungsgenossenschaften – Impulsgeber für eine sozial-ökologische Quartiersentwicklung

2. Bremer Genossenschaftstag
Samstag, 25. März 2017, von 10 bis 17 Uhr in Bremen
Friedensgemeinde, Humboldtstraße 175/177, 28203 Bremen

Initiiert durch die Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft (EVG) und den Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften (ZdK) fand 2012, im „Internationalen Jahr der Genossenschaften“,  der 1. Bremer Genossenschaftstag auf dem Bremer Marktplatz statt. Zahlreiche Bremer Genossenschaften präsentierten sich dort mit einem Info-Stand und luden Bremerinnen und Bremer zum Gespräch ein, um die Besonderheiten von Genossenschaften – wie z. B. die Mitgliederförderung statt Gewinnorientierung – einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln. Mit dem 2. Bremer Genossenschaftstag sollen jetzt die Wohnungsgenossenschaften im Fokus stehen, die angesichts von zunehmender Wohnungsknappheit einen wichtigen Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums leisten könnten.

Wohnungsgenossenschaften sind in Deutschland eine wichtige Größe in Wohnungswesen und Stadtentwicklung: Die mehr als 1.800 Wohnungsgenossenschaften bewirtschaften etwa 2 Mio. Wohnungen (GdW Jahresstatistik 2015, PDF). Im Land Bremen ist jede Dritte der 36 eingetragenen Genossenschaften eine Wohnungsgenossenschaft; die zehn Genossenschaften in Bremen betreuen fast 9.800 Wohnungen, das ist bei knapp 285.000 Wohnungen insgesamt ein Marktanteil von 3,4% (Zensus 2011, PDF).

Ziel des 2. Bremer Genossenschaftstages ist es, das soziale und ökologische Potential von neuen Wohnungsgenossenschaften für eine nachhaltige Stadtentwicklung interessierten Bürgern, wohnungspolitisch Aktiven und politisch Verantwortlichen zu vermitteln. Es soll diskutiert werden, unter welchen Bedingungen der genossenschaftliche/ gemeinschaftliche Wohnungsbau bezahlbaren Wohnraum für Niedrig- und Normalverdiener produzieren und positive Impulse für innerstädtische Quartiere – wie z.B. dem Neuen Hulsberg-Viertel in Bremen – vermitteln kann. Außerdem sollen beispielhafte und innovative Wohnungsgenossenschaften vorgestellt werden: Wagnis eG und Wogeno eG aus München, Wohnsinn eG aus Darmstadt und die junge Bremer StadtteilGenossenschaft Hulsberg eG.

Geplant sind Vorträge zur Bedeutung von Wohnungsgenossenschaften und gemeinschaftlichen Wohnprojekten für eine soziale Stadtentwicklung, neue Formen gemeinschaftlichen-genossenschaftlichen Wohnens (z.B. Mehrgenerationenwohnen), Organisations- und Finanzierungsmodelle des genossenschaftlichen Wohnungsbaus, rechtliche Anforderungen an Genossenschaften und ein Forum zur Präsentation von Bremer Genossenschaften.

Programm

10:00 Uhr – Begrüßung durch die Veranstalter
Grußwort von Dr. Arne Sünnemann, Abteilungseiter Regional- & Stadtentwicklung, Stadtumbau, Wohnungswesen beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

10:30 Uhr – Die wunderbare Welt der Wohnungsgenossenschaften Geschichte – Potenziale – Bedeutung
Dr. Josef Bura, 1. Vorsitzender FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung

11:00 Uhr – Genossenschaftliche Wohnprojekte: Eingebunden bleiben in der Gemeinschaft Genossenschaftliches und Generationenübergreifendes Wohnen als Chance für ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft
Dr. Burghard Flieger, Volkswirt und Genossenschaftsexperte, innova eG

12:00 Uhr – Wogeno eG und Wagnis eG München: Wohnungsgenossenschaften als Partner der Kommunen
Natalie Schaller, Mitbauzentrale München

12:30 Uhr Diskussion zum Thema „Wohnungsgenossenschaften als Partner der Kommunen“
mit
– Dr. Arne Sünnemann, Abteilungsleiter beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
– Angela Hansen, Agentur für Baugemeinschaften Hamburg
– Natalie Schaller, Mitbauzentrale München
Moderation: Martina Paulini, StadtteilGenossenschaft Hulsberg eG

13:00 – 14:00 Uhr: Mittag / Rundgang über das Hulsberggelände

14:00 Uhr – StadtteilGenossenschaft Hulsberg eG

14:30 Uhr – Organisations- und Finanzierungsmodelle des genossenschaftlichen Wohnungsbaus
Dr. Tobias Behrens, Stattbau Hamburg GmbH

15:00 Uhr – WohnSinn e.G., Darmstadt
Birgit Diesing, WirAgentur für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen

16:00 Uhr – Anforderungen an genossenschaftliche Wohnprojekte
Mathias Fiedler, Vorstandssprecher Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften (ZdK)

16:30 Uhr – Bremer Ideenbörse:  Wie geht es in Bremen weiter?

17: 00 Ende

In den Pausen (und parallel zu den Veranstaltungen) stellen sich Wohnprojekte und Genossenschaften aus Bremen und dem Umland mit Info-Ständen der bremischen Öffentlichkeit vor.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung beim DGB Bremen wird gebeten. Bitte per Mail an tim.voss@dgb.de oder telefonisch unter: 0421 – 3357620.

VeranstalterInnen: DGB Bremen; StadtteilGenossenschaft Hulsberg eG; WUM e.V.; Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V.; Heinrich-Böll-Stiftung Bremen; Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Der Flyer zur Tagung zum Download als PDF: Flyer-Genossenschaftstag-2017

Was steht bei einer Debatte nicht zur Debatte?

Ein Gespräch mit María do Mar Castro Varela, Laura Nitsch und Franziska Kabisch über die Figur des/der Intellektuellen aus anti-klassistischer, dekolonialer und queer-feministischer Sicht
Mittwoch, 1. März 2017, um 18 Uhr in Bremen

thealit Frauen.Kultur.Labor.
, Im Krummen Arm 1
, 28203 Bremen

Im Thealit-Lab „Debatterie! Antagonismen aufführen“ zeigen Nitsch/Kabisch ihre Videoinstallation „1999“ aus dem Jahr 2014, die das Verhältnis von den Inhalten einer Debatte zu ihrem strukturellen Rahmen untersucht. Unter der Frage „Was steht bei einer Debatte nicht zur Debatte?“ werden die unsichtbaren „Stabilisatoren” der Debatte/ierenden thematisiert und selbst zur Debatte gestellt.
Ausgehend von einem westlichen Kanon-Theorietext, einem Gespräch zwischen Michel Foucault und Gilles Deleuze von 1972, in dem das Spannungsverhältnis zwischen politischer Praxis und Formen ihrer (theoretischen) Repräsentationen im Vordergrund steht, legt 1999 den Fokus auf die Performativität des Wissens.

Nitsch/Kabisch, thealit Frauen.Kultur.Labor.
 Bremen

Nitsch/Kabisch, thealit Frauen.Kultur.Labor.

Auf den Fragen von 1999 aufbauend, wollen wir an einem Gesprächsabend im Rahmen des Thealit-Labs die „akademische Debatte“ auseinandernehmen. Zusammen mit der Theoretikerin María do Mar Castro Varela werden wir uns den Fragen stellen: Für wen ist die Figur der_des Intellektuellen erstrebenswert? Für wen ist sie vorbehalten? Auf welche Art und Weise können wir sie uns aneignen? Oder eine ganz neue Figur schaffen? Und welche Rolle spielt dabei die Form der Debatte? Kommt eine akademische Debatte über die Inszenierung von Klassen-Privilegien hinaus? Wie könnte eine Debatte aussehen, die darum bemüht ist, sich selbst in Frage zu stellen – und nicht darum, den_die Andere_n „niederzuschlagen“ (frz. débattre – (nieder-)schlagen)?

Oder mit den Worten von María do Mar Castro Varela in einem Gespräch mit der taz über die Erwartung ihrer Mutter:
„Für sie als Arbeiterin wäre es schon was Tolles gewesen, wenn ich einen Job im Büro oder in einer Bank gewählt hätte. Hauptsache etwas Statushöheres. An Professorin musste sie sich allerdings erst gewöhnen. ‚Warum ist Lesen Arbeit?’, fragt sie. ‚Wieso bekommt man fürs Reden Geld?’ – Diese Neukodierungen von Arbeit finde ich auch sehr interessant.“

María do Mar Castro Varela ist Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin und promovierte Politologin aus Berlin. Sie ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Zu ist ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben der Postkolonialen Theorie, die kritische Migrations- und Fluchtforschung, sowie Bildung und Gerechtigkeit und Auseinandersetzungen zu Gender und Sexualität.

Franziska Kabisch & Laura Nitsch sind Freunde, KünstlerInnen, Frauen, Aktiv_istinnen, LeserInnen, Sprecherinnen, und Zuhörer*Innen. Alles beinhaltet notwendigerweise ein Miteinander, manchmal zwischen den beiden, mal mit anderen, mal im Gespräch mit Bild und Text. Sie arbeiten interdisziplinär an den Verschiebungen von Kunst- und Theoriefeldern mit Schwerpunkt politischer Bildung durch künstlerische Methoden und Formate.

Video-Screening: Dienstag, 28.02., und Mittwoch, 01.03.2017, jeweils 11 bis 18 Uhr
1972, 1988, 1999, 2014, 2017 – Wissen & Wiederholung
NITSCH/KABISCH (LAURA NITSCH & FRANZISKA KABISCH)

Eine Kooperation des Bremer Frauen.Kultur.Labor thealit, dem feministischen Film-Kollektiv Feile (Wien) und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Auf der Suche nach einer Alternative zu dem, was ist. Reportage aus Rojava

Vortrag und Gespräch mit Marcus Staiger
Freitag, 25. November 2016, um 19:30 Uhr in Bremen
Bremer Presse-Club, Schnoor 27-28, 28195 Bremen

Im Oktober 2015 reiste Marcus Staiger nach Rojava in Nordsyrien. Er erlebte eine Gesellschaft im Umbruch und Widerspruch. Eine Gesellschaft, die sich im permanenten Diskurs befindet, darüber wie sie leben will. Abgeschnitten von der Hilfe der westlichen Welt, wirtschaftlich geschwächt durch mehrere Embargos, verwickelt in einen Krieg mit dem sogenannten Islamischen Staat, versuchen die Aktivistinnen und Aktivisten der Kurdischen Freiheitsbewegung, die Ideen einer ökologischen basisdemokratischen und geschlechterbefreiten Gesellschaftsordnung voran zu bringen. Staiger sprach mit Vertreterinnen und Vertretern der Justizakademie und des Frauenrats des Kantons Cizre. Er sprach mit Ärzten und Freiwilligen, die ihre Heimat in Westeuropa verlassen haben, um sich dem Projekt Rojava anzuschließen. Er sprach mit Künstlern aus Holland, die ihre ganz eigenen Erfahrungen in Sachen Basisdemokratie machen durften und mit Vertreterinnen der MLKP, die eine wichtige Rolle in der Organisation der Internationalen Brigaden in Rojava spielen. Er ging der Frage nach, ob die Entwicklung in Rojava tatsächlich als Revolution zu bewerten ist und was die kurdische Freiheitsbewegung unter der Führung der PKK so erfolgreich gemacht hat, dass sie nun tatsächlich die Grundlagen für eine staatenähnliche Verwaltungseinheit schaffen konnten, eine Einheit, die aber eben kein Staat und keine Gewalt sein will. Mit einer Vielzahl von kleinen Alltagsbeschreibungen, Auszügen aus Interviews und Gesprächen, sowie einer Unmenge an Fotos versucht Marcus an diesem Abend einen Eindruck von seinen Erlebnissen und Erfahrungen zu vermitteln.

Marcus Staiger, geboren 1971, arbeitet als Koch und Journalist, begann ein VWL- und Philosophie-Studium und gründete 1998 das Rap-Label Royalbunker. Seit 2011 arbeitet Staiger als Industriekletterer, freier Autor und Moderator für Medien wie SPEX, Berliner Zeitung, FAZ, JUICE, vice, noisey, vice.TV und 2014 erschien sein Roman „Die Hoffnung ist ein Hundesohn“. Zurzeit schreibt er an seinem zweiten Buch, einer Reportage-Erzählung über eine Reise nach Rojava in Nordsyrien. Seit ungefähr drei Jahren ist Marcus Staiger auch in antirassistischen Zusammenhängen aktiv und beschäftigt sich hauptsächlich mit den politischen Rahmenbedingungen, die Menschen zu Geflüchteten machen und unter denen diese dann leben müssen. Er sieht einen direkten Zusammenhang zwischen den Verhältnissen, die auf der einen Seite die Menschen zu Flucht und Migration zwingen und den Verhältnissen unter denen diese Menschen dann wiederum hierzulande zu leiden haben. Denn die Gesetze und wirtschaftlichen Regeln unter denen die Welt zu leiden hat, werden zu großen Teilen in den Zentren der westlichen Welt gemacht.

Eine Veranstaltung von:
Flüchtlingsrat Bremen, Bremer Solidaritätskomitee Kurdistan, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen

Der diskrete Charme der radikalen Linken oder: Sind 20 Jahre Pause genug?

Buchvorstellung und Gespräch mit Rehzi Malzahn u.a.
Freitag, 30. September 2016, um 19:30 Uhr in Bremen
BDP Haus, Am Hulsberg 136, 28205 Bremen

Das Buch „dabei geblieben“ von Rehzi Malzahn zeichnet Wege des Älterwerdens innerhalb der radikalen Linken nach. Tatsächlich dürften sich aber viel mehr Menschen irgendwann aus den verschiedensten Gründen aus der „Szene“ verabschieden und ihr den Rücken kehren. ‎ Mit der Autorin, „Ausgestiegenen“ und politisch Aktiven suchen wir die Diskussion.

Wo verorten sich ehemalige GenossInnen gegenüber der radikalen Linken? Haben die damaligen Kämpfe noch eine Bedeutung für sie? Haben sie heute Ressourcen, die sie früher nicht hatten und die sie teilen können und wollen?  Welche biografischen Stufen nutzen radikale Linke, um sich aus Zusammenhängen zu  verabschieden? Und wie lässt sich politische Arbeit so gestalten, dass Aktive trotz veränderter Lebensrealitäten dabei bleiben?

Diese und weitere Fragen möchten wir mit der Autorin als einer „Dabeigebliebenen“, einem „Ausgestiegenem“ und weiterhin aktiven AktivistInnen diskutieren.

Flyer Antifa-Cafe "Der diskrete Charme der radikalen Linken oder: Sind 20 Jahre Pause genug?"

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit dem Antifa-Café Bremen.

Konsumkritik – subversive Praxis oder kapitalistische Selbstoptimierung?

Diskussionsveranstaltung mit Lydia Jakobi und Ulrich Schuster
Freitag, 21. Oktober 2016, 19.00 Uhr
Kulturzentrum Kukoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen

Reihe intros. Einführungen in kritische Gesellschaftstheorie

Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft, vegetarische und vegane Kost, fair gehandelte Produkte, sauberer Strom, Tauschbörsen und Aufrufe zum Shoppingverzicht – der Trend geht zum kritischen Konsumbewusstsein. Längst hat Konsum- und Wachstumskritik die Nischen des politischen Aktionismus und der Subkultur verlassen. Die 2014 in Leipzig durchgeführte degrowth-Konferenz wurde nicht nur von etablierten Stiftungen und staatsnahen Bildungseinrichtungen unterstützt, es kamen auch Tausende, um dabei zu sein. Doch worauf zielt eine Bewegung, deren Aufrufe zum Maßhalten und Verzicht die ohnehin gestressten Individuen zu mehr Selbstkontrolle anhalten? Was kommt heraus, wenn sich die Kritik nicht gegen Standortkonkurrenz und Mehrwertproduktion wendet, sondern glaubt das kapitalistische Wachstumsmonster durch „Widerstand gegen sich selbst“ und gelebte Utopien besänftigen zu können? Gegenüber der Aufmotzung der als Spektakel daherkommenden Konsumkritik zur Befreiungsperspektive ist Skepsis angebracht. Dem Unbehagen an den negativen Folgen der kapitalistischen Warenwelt für den Menschen und dem Wunsch, nachhaltig zu leben, lässt sich aber angesichts der Produktion von Giftmüll und minderwertigen Lebensmitteln sowie im Wissen um den Raubbau an Naturressourcen auch nicht jegliches kritisches Potential absprechen.

Lydia Jakobi und Ulrich Schuster sind Mitglieder im Roten Salon, einer Veranstaltungsgruppe des Conne Island in Leipzig. Der Rote Salon versteht sich als Ort linker Selbstkritik und beschäftigte sich in der Vergangenheit unter anderem mit der Geschichte des Arbeiterliedes, der Rezeption des 17. Juni in der Linken sowie mit dem Mythos „Linkes Zentrum“.

Eine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.

 

Birgit Rommelsbacher: Dominanzkultur

Dominanzkultur als herrschafts- und machtsicherndes System? Eine kritische Analyse gesellschaftlicher Macht- und Ausgrenzungsphänomene, in Bezug auf die Publikation `Dominanzkultur` von Birgit Rommelspacher.
Vortrag und Diskussion mit Monique Paladino (Bremen)

Freitag, 4. März 2016, um 18 Uhr in Bremen
Forum Kirche, Hollerallee 75, 28209 Bremen

Eine Dominanzkultur basiert, laut Birgit Rommelspacher, auf Erfahrungen von Unterdrückung, Herrschaft, Gewalt, Vernichtung, Ausbeutung, Expansion, Hegemonie und Macht durch den industrialisierten Westen und das industrialisierte Europa. Monique Paladino möchte mit ihrem Vortrag auf die gesellschaftskritische Publikation „Dominanzkultur“ von Birgit Rommelspacher aufmerksam machen, die bereits 1995 erschienen ist, aber weiterhin Aktualität besitzt.

Für Birgit Rommelspacher reichen individuell motivierte Einstellungen und Haltungen der Subjekte nicht aus, um rassistisch konstruierte Ausgrenzungsphänomene zu analysieren. Gesellschaftliche Machtverhältnisse schreiben rassistische Konstruktionen fest. Für eine kritische Analyse ist eine gesellschaftlich vorhandene Dominanzkultur strukturell verantwortlich. Sie konstituiert das Ein- und Ausgrenzen von Menschen. Durch einen Mechanismus des „Normativen“ wird eine Dominanzkultur von der bundesdeutschen Mehrheitsgesellschaft verinnerlicht und hinterfragt folglich keine ungleichen Verhältnisse. Dies gilt auch für die Mitte der Gesellschaft. Ungleiche Macht- und Herrschaftsverhältnisse werden in Kontexten reproduziert, in denen Mehrheiten und Minderheiten agieren. Dies gilt für das Geschlechterverhältnis genauso wie für Beziehungen von weißen deutschen Mehrheitsangehörigen mit Migrantinnen und Migranten, bis hin zu wissenschaftlichen Diskursen, die sich auf das sog. Eigene und Fremde beziehen.

Birgit Rommelspacher, am 03. Juli 1945 in Rammingen bei Ulm geboren; am 16. April 2015 in Frankfurt am Main verstorben, war Professorin für Psychologie, mit dem Schwerpunkt Interkulturalität und Geschlechterstudien an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin-Hellersdorf. Seit Oktober 2007 emeritiert.

Titelbild Birgit Rommelspacher Dominanzkultur

Monique Paladino, Bremen, ist Diplom-Pädagogin und arbeitet als sozial-diakonische Mitarbeiterin in Osterholz-Tenever.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen und des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) Bremen zum internationalen Frauentag am 8. März.

Die neue Ungleichheit. Ein Bildband entlang neoliberaler Architekturen


Buchvorstellung mit Arne Schmitt sowie Gespräch mit Radek Krolczyk

Dienstag, 1. Dezember 2015, 20.00 Uhr
Galerie K´. Alexanderstr. 9b, 28203 Bremen

Als eines der großen Probleme der Kritik am Neoliberalismus erscheint immer wieder das Fehlen eines klar umrissenen Gegenstands – auch auf dem Gebiet der Architektur: angesichts struktureller Komplexität richten sich Analyse und Kritik oft nur auf vereinzelte, spezielle Phänomene. Dieser Tendenz begegnet Arne Schmitt (*1984) in seinem neuen Buch mit dezidierter Einfachheit. Auf einem abgesteckten Spaziergang durch die Stadt Köln fotografiert Schmitt Architekturen verschiedenster Couleur, alle in Schwarzweiß: Restbestände sozialstaatlicher Moderne, musealisierte Industriebauten, zeitgenössische Konsumtempel u.v.m. reihen sich aneinander und weisen stilistisch eine spürbare Ungleichheit auf – die nur zu gerne als Pluralismus, Freiheit ausgegeben wird. Und doch durchzieht diese Ansichten ein gemeinsamer Geist, der jedoch vielmehr in unsichtbaren Zusammenhängen zu suchen ist und ganze andere Ungleichheiten meint: sei es im Falle der privaten Großinverstoren der Oppenheim-Esch-Holding, die durch korrupte Strukturen seit den 90er Jahren mehrfach die öffentliche Hand in skandalöser Weise ausnehmen konnten (Kölnarena, Stadthaus, Neue Messehallen) – sei es der immer noch ungeklärte Einsturz des Historischen Stadtarchivs oder auch der luxuriöse, investorenfreundliche Ausbau des Rheinauhafens. Fotografie und Buchform nehmen dabei Bezug auf jene thematischen Bildbände der 50er und 60er Jahre, in denen politische und gesellschaftliche Kritik der Gegenwart mit fotografischen Darstellungen der Stadt verknüpft wurde. Diesen Anspruch versucht Arne Schmitt mit Die neue Ungleichheit zurückzugewinnen: So schrieb der Kölner Schriftsteller Thorsten Krämer (*1971) ein halb literarisches, halb essayistisches Vorwort, das einen möglichen Weg für eine Kritik des hoch-anpassungsfähigen, immer-flüchtigen Neoliberalen aufzeigt.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit Galerie K´.

Mamas and Papas, Reproduktion und Pop.

Buchvorstellung und Diskussion mit Lukas Böckmann (Leipzig)
Freitag, 06.11.2015, 17.00 Uhr
Kukoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen

Wer die Verantwortung für ein unmündiges und geistig wie körperlich völlig ausgeliefertes Wesen zu übernehmen bereit ist, wird in den meisten Fällen sein bisheriges Leben erheblich umstellen müssen. Das bringt oft gemischte Gefühle mit sich, wird man doch von allen Seiten her beständig mit Schaumworten wie Flexibilität, Unabhängigkeit und der völlig gegenstandslosen individuellen Freiheit eingerieben. Sich – gerade während der ersten Jahre – in eine selbstgewählte Abhängigkeit zum Kind und möglicherweise weiteren Elternteilen zu begeben, seine dem Druck der marktwirtschaftlichen Verwertung mühsam abgerungene Freizeit nicht mehr der Muße, der Zerstreuung oder nächtlichen Eskapaden, sondern der Reproduktion zu widmen, mag da manches Mal so erscheinen, als fräße das Kind einen auf. Über Fressen und Gefressenwerden, Familie und das schwierige Verhältnis von linker Subkultur und Kindern spricht Lukas Böckmann, Herausgeber des Sammelbandes The Mamas and the Papas. Reproduktion, Pop und widerspenstige Verhältnisse.

Lukas Böckmann arbeitet als Historiker, ist Redakteur der Zeitschrift Phase 2 und schreibt gelegentlich für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Benim Çocuğum – Mein Kind – My Child. Filmrundreise mit Can Candan

Der Dokumentarfilm “Benim Çocuğum – Mein Kind” von Can Candan startet am 16. Juni 2015 in Bremen eine bundesweite Premiere-Rundreise, organisiert von der Rosa-Luxemburg-Initiave. Der Regisseur Can Candan und weitere Mitwirkende stellen den Film vor und diskutieren mit dem Publikum.

16.06. Bremen: Premiere @ City46 Kino | 17.06. Hamburg: Premiere @ Metropolis Kino | 18.06. Berlin: Premiere @ Arsenal Kino | 20.06. Berlin: Neighborhood Screening @ SO36 | 21.06. Köln: Premiere @ Filmclub 813 | 22.06. München: Premiere @ Maxim-Kino

"Mein Kind" Deutschlandtour

Im Anschluss an den Film findet jeweils eine Diskussion mit dem Regisseur Can Candan und dem Produzenten Hasan Metehan Özkan sowie mit den beiden im Film mitwirkenden Eltern und Aktivistinnen Şule Ceylan und Ümmühan Kıyan aus Istanbul statt.

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Filmpremiere: Benim Çocuğum – Mein Kind

Filmvorführung und Diskussion mit dem Regisseur Can Candan (Istanbul) und weiteren Mitwirkenden
Dienstag, 16. Juni 2015, um 20:30 Uhr
Kino City 46, Birkenstraße 1, 28195 Bremen

„Benim Çocuğum“ (Mein Kind) ist ein Dokumentarfilm über eine sehr engagierte und inspirierende Gruppe von Müttern und Vätern in İstanbul, Türkei, die aus ihrer persönlichen Erfahrung mit ihren lesbischen, schwulen, bisexuellen oder trans*-gender Kindern ein soziales und politisches Anliegen gemacht haben: Mit der Gruppe LİSTAG (Families of LGBTs in İstanbul) teilen sie ihre Erfahrungen mit anderen und gehen für mehr Akzeptanz von LGBT*IQ-Menschen an die Öffentlichkeit.

Benim Çocuğum – Mein Kind – My Child

In „Benim Çocuğum“ begleitet Filmemacher Can Candan mit seinem Team sieben Menschen als Eltern und AktivistInnen auf dem Weg, die Rolle und die Bedeutung von Familie in einer konservativen, homo- und transphoben Gesellschaft neu zu definieren.

Im Anschluss an den Film findet eine Diskussion mit dem Regisseur Can Candan und dem Produzenten Hasan Metehan Özkan sowie mit den beiden im Film mitwirkenden Eltern und Aktivistinnen Şule Ceylan und Ümmühan Kıyan aus Istanbul statt.

Benim Çocuğum. Dokumentarfilm von Can Candan, 2013, 82 min.
Türkisch mit englischen Untertiteln. Surela Film, Istanbul.

Die Veranstaltung wird auf Türkisch mit deutscher Übersetzung stattfinden, der Film wird auf Türkisch mit englischen Untertiteln gezeigt. – Eintritt: 8€ pro Person / 5,50€ ermäßigt. Tickets können beim Kino reserviert werden: tickets@city46.de | www.city46.de

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit dem City 46 – Kommunalkino Bremen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen einer durch die Rosa-Luxemburg-Initiative organisierten, bundesweiten Rundreise statt.

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Film prömiyeri: Benim Çocuğum – Mein Kind

Film gösterimi ve İstanbullu yönetmen Can Candan ile yapıma katkısı olanlarla tartışma

16 Haziran, Salı günü, saat 20:30’da
Kino City 46, Birkenstraße 1, 28195 Bremen adresinde

“Benim Çocuğum” Türkiye, İstanbul’da çocukları lezbiyen, gey, biseksüel veya transseksüel olan bir grup anne ve babanın hikayesi. Çocukları üzerinden kendi kişisel deneyimleri yapıp konuyu sosyal ve siyasal bir mesele olarak gören bir grup anne baba üzerine bir belgesel film. Bu anne ve babalar başkalarına ilham verici bir çabayla, LİSTAG (İstanbullu LGBT’lerin aileleri) ile birlikte deneyimlerini başkalarıyla paylaşıp LGBT’lerin toplumda daha çok kabul görmesi için kamu önüne çıkıyorlar.

“Benim Çocuğum” filminde yönetmen Can Canden ve ekibi, muhafazakar, homofobik, transfobik bir toplumda, ailenin rolünü ve önemini yeniden tanımlamak için yola çıkan anne baba ve eylemci yedi insana refakat ediyorlar.

Filmden sonra yönetmen Can Candan ve yapımcı Hasan Metehan Özkan ile filmde hikayeleri anlatılan İstanbullu anne ve eylemciler Şule Ceylan ve Ümmühan Kıyan ile tartışma olanağı olacak.

Benim Çocuğum. Bir Can Candan belgeseli, 2013 yapımı, 82 dk. Türkçe, İngilizce alt yazılı. Surela Film, İstanbul.

Etkinlik Türkçe olacak ve Almancaya çevrilecek. Film Türkçe, İngilizce alt yazılı olarak gösterilecek. Giriş 8 € / indirimli 5,50 €. Bilet rezervasyonu sinema gişesinden yaptırılabilir: tickets@city46.de | www.city46.de

Bu Rosa-Luxemburg-Girişimi’nin (Bremen’deki Rosa Luxemburg Vakfı), City 46 – Bremen Belediye Sineması işbirliği ile yaptığı bir etkinliktir.

Etkinlik, Rosa Luxemburg Girişimi tarafından, ülke çapında düzenlenen etkinlik turunun bir parçası olarak gerçekleştirilmektedir.

 

Buy Buy St. Pauli

Über die Kämpfe um die Esso-Häuser
Film und anschließende Diskussion mit den FilmemacherInnen aus Hamburg
Donnerstag, 19. März 2015, um 20 Uhr
Spedition Bremen, belle étage, Am Güterbahnhof: Beim Handelsmuseum, 28195 Bremen

„Buy Buy St. Pauli“ Motiv 1

„Was weg ist ist weg! Das kommt nicht wieder!“ sagt Andreas energisch. Er wohnte seit 1988 in den Esso-Haeusern auf St. Pauli. Diese stehen exemplarisch fuer einen überall – und nicht nur auf St. Pauli – stattfindenden Verdrängungsprozess.

In ihrer Langzeitdokumentation „Buy Buy St. Pauli“ (D 2014, 86“) begleiten die FilmemacherInnen Irene Bude, Olaf Sobczak und Steffen Jörg den Kampf der BewohnerInnen der Esso-Häuser und ihrer UnterstützerInnen gegen den Abriss. Sie haben zahlreiche Demonstrationen gefilmt, waren bei subversiven Aktionen und Brushmobs dabei, haben Stadtteilversammlungen dokumentiert und Einblicke in liebevoll eingerichtete Wohnzimmer eingefangen – bis zum Packen der Umzugskartons. Dabei will der Film wichtige Fragen stellen: War der Abriss wirklich unvermeidbar? Soll Kaputtbesitzen mit massgeschneiderten Bebauungsplänen belohnt werden?

Zu Wort kommen nicht nur AktivistInnen der Initiative Esso-Häuser sowie BewohnerInnen, NachbarInnen und Gewerbetreibende, sondern auch die Politik, Investoren und eine Stararchitektin.

„Buy Buy St. Pauli“ Motiv 2

Weitere Informationen zum Film finden sich unter www.buybuy-stpauli.de.

Die VeranstalterInnen:
Kunst- und Kulturverein Spedition und Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen; im Rahmen der Veranstaltungsreihe „citydataexplosion.

Das Flugblatt zur Veranstaltung „Buy Buy St. Pauli“ als PDF zum Download.

Der eindimensionale Mensch wird 50

Konzert-Theater von und mit Thomas Ebermann, Kristof Schreuf, Andreas Spechtl und Robert Stadlober
Freitag, 31. Oktober 2014, 20.00 Uhr
Schwankhalle, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

Eine facettenreiche Geburtstagsfeier für eine trostlose Gestalt, die sich auch noch treu geblieben ist, seit Herbert Marcuse ihr glückliches Bewusstsein und ihre versklavte Zufriedenheit erforschte.  1964 tat es beim Zahnarzt mehr weh als heute, und für eine schnelle Übermittlung von Nachrichten verschickte man Telegramme. Technologisch geht’s seitdem voran, aber das Denken, das mit der Kritik der Verhältnisse erst beginnt, ist verdrängt vom Funktionieren im Bestehenden. Informiertheit und Verblödung sind verschwistert. Als Herbert Marcuse, einer der Denker der »Kritischen Theorie«, diese Zusammenhänge zu entschlüsseln versuchte, inspirierte er damit große Teile der »Rebellion von ’68«. Was er ätzend als »Hölle der Gesellschaft im Überfluß« benannte – das damalige Wirtschaftswunder mit reguliertem Arbeitsmarkt und wachsendem Konsum – ist heute der Himmel vieler Progressiver. An diesem Abend wird er erforscht mit Songs, die auf Passagen aus dem »Eindimensionalen Menschen« basieren. Außerdem wird – unakademisch, aber auf den berüchtigten »gesunden Menschenverstand« verzichtend – rezitiert, dialogisiert und gestritten, ob und warum der Philosoph sich irrte. Da das Ensemble weder ein Lehrstück plant noch den Lehrer spielen will, zieht es sich zwar nicht vor aller Augen aus, verheimlicht aber nicht, dass sich auch in seinen Mitgliedern manch Eindimensionalität festgesetzt hat. Man soll ja, lehrte der Systemkritiker, misstrauisch gegenüber seinen Bedürfnissen sein. Entgegen landläufiger Meinung stammen sie nicht aus dem »tiefsten Innersten« und zeugen auch nicht von Authentizität …

Versichert wird, dass kein Mitglied des Ensembles auch nur die klitzekleinste Ähnlichkeit mit dem Jubilar hat – und garantiert werden kann, dass schon der Erwerb einer Eintrittskarte zu mehrdimensionaler Gefühlswelt, Immunität gegen Manipulation und kritischem Bewusstsein führt.

HINTERGRUND:

Der Titel bezieht sich darauf, dass Herbert Marcuses große systemkritische Schrift (»Der eindimensionale Mensch«) 1964, also vor 50 Jahren, (zunächst in den USA) veröffentlicht wurde. Ganz besonders durch dieses Werk wurde Marcuse zum vielleicht wichtigsten Inspirator der »Rebellen von 68«. Zu einer Autorität für die Antiautoritären, denen er sich verbunden fühlte. Nichts liegt dem Team allerdings ferner, als einen Erinnerungsabend an eine irgendwie geartete »gute alte Zeit« zu veranstalte, nach der Art dieser trostlosen Fernsehdokumentationen zur Geschichte, in denen alt gewordene »Zeitzeugen«, denen die Anpassung aus jeder Pore stinkt, Enkeln und Kindern und ihrer Generation erzählen dürfen, dass sie in jungen Jahren mal ganz schön wild gewesen sind. Das Team glaubt nämlich, dass Herbert Marcuse für viele heute größte Relevanz besitzt. Mehr noch: seine fundamentale Kritik kann erhellen, wie weit – leider! – sich das, was heute als links/progressiv/bürgerbewegt gilt, von einer substanziellen Kritik des Bestehenden entfernt hat. Vielleicht ist es ja ganz gut, dass Marcuse seine Schrift zur Zeit des Wirtschaftswunders – also zur Zeit regulierter Arbeiterverhältnisse und wachsender Möglichkeiten des Konsums – verfasst hat. Es sind Zeiten, denen heutige Sehnsüchte gelten, während Marcuse für sie den Begriff der »Hölle der Gesellschaft im Überfluss« fand.

KEINE ANGST!
Es wird kein akademischer Abend, bei dem Kenntnis der Kritischen Theorie Voraussetzung ist, um auf seine Kosten zu kommen. (Dafür gibt es Seminare und Symposien, die wertvoll sind.) Es wird auch nicht »Agitprop« und auch kein Lehrstück.
AUCH NICHT ZU BEFÜRCHTEN IST, dass die Musik nur der Untermalung der Texte gilt. Damit haben wirklich schon genug »Liedermacher« rumgemurkst.

ALSO WAS?
Gearbeitet wird an einigen Songs, die sich an Themen und Thesen Herbert Marcuses anlehnen, sie entschlüsseln, auf heutige Gegebenheiten übertragen, auch mal mit direkten Zitaten spielen, manchmal ist der Bezug auch nur sehr indirekt und also versteckt. Darüberhinaus zerbricht sich das Team den Kopf, welche Passagen rezitierbar sein könnten, ohne den Anspruch seiner »Entakademisierung« zu verletzen. Zum Glück hat Marcuse einen wunderbaren Hang zum beispielhaften Erzählen, zur Episode. Und in seinem berühmten Vortrag im überfüllten Audimax der FU (mit dem Titel »Das Ende der Utopie«!!) findet sich was … Manchmal könnte es auch passieren, dass die Typen auf der Bühne ins Dialogisieren geraten. Inszenierte Disharmonie halt. Mit einiger Sicherheit spricht dann der alte Marcuse von der Leinwand »das klärende Wort«. Nein, das nicht, aber es gibt wirklich ein paar schöne Aufnahmen mit ihm…

Zitate aus Marcuse, „Der eindimensionale Mensch“:
»Indem die großen Worte über Freiheit und Erfüllung von Führern und Politikern bei Wahlkampagnen verkündet werden, in den Kinos, im Radio und Fernsehen, verkehren sie sich in sinnlose Laute, die nur im Zusammenhang mit Propaganda, Geschäft, Disziplin und Zerstreuung einen Sinn erhalten … Die Institutionen der Rede- und Denkfreiheit behindern die Gleichschaltung mit der etablierten Wirklichkeit nicht.«
    »Niemand denkt wirklich, der nicht von dem abstrahiert, was gegeben ist, der nicht die Fakten auf die Faktoren bezieht, die sie hervorgebracht haben …«
    »Um ein (leider phantastisches) Beispiel zu wählen: die bloße Abwesenheit aller Reklame und aller schulenden Informations- und Unterhaltungsmedien würde das Individuum in eine traumatische Leere stürzen, in der es die Chance hätte, sich zu wundern, nachzudenken, sich (oder vielmehr seine Negativität) und seine Gesellschaft zu erkennen.«

Thomas Ebermann; Buch und Bühnenautor, Podiumsdiskutant und Vortragsreisender, Regisseur und minderbegabter Schauspieler, Intellektueller ohne Abitur, fühlt sich geehrt, wenn man ihn den »letzten Querulanten« nennt und beleidigt, wenn man ihn als »Querdenker« diffamiert.

Kristof Schreuf; Musiker, Schreibtischtäter und Sänger, war mal Frontmann von »Kolossale Jugend« und galt damals als Klassenbester der »Hamburger (Vor-)Schule«, mangelnde Strebsamkeit warf ihn zurück; für »Bourgeois with Guitar« von der Kritik so hoch gelobt, wie in den Charts tief gefallen.

Andreas Spechtl; Musiker, Texter und Sänger der Band »Ja, Panik«, hat sich aus dem Burgenland in die Provinz zurückgezogen und wird von Berliner Ur-Einwohnern – die Fremde sonst nicht mögen – einigermaßen akzeptiert, denn: »So zärtlich hat schon lange niemand mehr gegen den Staat gewettert«, wie Andreas auf dem jüngsten Album, für das er bestimmt wieder für den »Amadeus Award« nominiert wird, damit ein anderer ihn bekommt.

Robert Stadlober; Schauspieler, Musiker und Sänger der Band »Gary«. Wirkt in seinen Filmen – »Sonnenallee«, »Crazy«, »Kottan ermittelt«, »Zärtliche Parasiten« – oft viel sympathischer, als er in privater Atmosphäre, also in Talkshows, ist. Obwohl er sich stets vornimmt, genregerecht belanglos zu plaudern, rutscht ihm immer wieder ein kluges Argument raus, womit er naturgemäß den berühmten deutschen Volkszorn provoziert.
Bühne & Kostüm: Astrid Noventa
Dramaturgie: Miriam Schmidt

Eine Veranstaltung der Schwankhalle Bremen in  Koproduktion mit dem steirischen herbst festival Graz, und dem Polittbüro Hamburg. Mit freundlicher Unterstützung vom Musicboard Berlin. In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Tickets können über die Schwankhalle Bremen bezogen werden: www.schwankhalle.de

 

Deutschpop, halt’s Maul! Für eine Ästhetik der Verkrampfung …

Vortrag und Diskussion mit Frank Apunkt Schneider (Bamberg)
Freitag, 7. November 2014, um 20:00 Uhr
G 18, Grünenstr.18, 28199 Bremen

Popkultur war vielleicht das wichtigste Reeducation-Programm, das die Alliierten auflegten. Sie überschrieb deutsche Kultur und entfremdete die Kids von Scholle und Volksgemeinschaft. Popmusik auf Deutsch war daher lange Zeit undenkbar. Erst mit Punk entstanden deutsche Texte, die sich zur Kolonialisiertheit durch Pop bekannten. Und als aus der guten alten BRD wieder hässliches neues Deutschland geworden war, verstärkten Bands wie Kolossale Jugend oder die frühen Blumfeld (nicht zu verwechseln mit den späten) die Dissonanzen. Ihre Sperrigkeit war eine Abfuhr ans neu verordnete Wir-Gefühl. Aber in ihrem Windschatten entstand eine neue Generation, die endlich ganz unverkrampft deutsch singen wollte. Tomte, Kettcar oder Klee sangen (noch…) nicht für Deutschland, aber ihr kleinbürgerlicher Gemütsindiepop passt gut zum Entkrampfungsbefehl der Berliner Republik. An das, was dafür aufgegeben wurde, will der Vortrag erinnern, indem er vom »Fremdwerden in der eigenen Sprache« (NDW) erzählt, von der Materialästhetik der Verkrampfung (Hamburger Schule), von der unglaublich seltsamen Unmöglichkeit deutscher Popaffirmation (Schlager) und natürlich von der Hässlichkeit des Unverkrampften.

Frank Apunkt Schneider ist unfreier Künstler, Autor und selbsternannter Poptheoretiker, Mitherausgeber der Testcard, Redakteur bei Skug und außerdem der deutsche Außenposten der Kulturbewegung monochrom (www.monochrom.at).

Eine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen.

Frauen gegen Bevölkerungspolitik – Militante Frauenbewegung

Militante Frauenbewegung in der BRD in den 1980er Jahren: Frauen gegen Bevölkerungspolitik
Vortrag und Diskussion mit Ulla Penselin
Montag, 14. Juli 2014, um 19:30 Uhr

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zur Verabschiedung des FrauenLesbenTransInfoladens & Archivs Mafalda.
Die Veranstaltungen sind für FrauenLesbenInterTrans und finden im Mafalda, Kreuzstr. 29 in Bremen, statt.

Nach 18 Jahren wurde dem Mafalda zum 31.7.2014 gekündigt. Wir nehmen die Kündigung zum Anlass, den Raum mit Teilen seiner Geschichte nochmal sichtbar zu machen, ins Bewusstsein, in die Öffentlichkeit zu bringen, damit sie nicht klanglos verschwindet, zu erzählen, zu diskutieren, Standpunkte und Sichtweisen auszutauschen – mit FrauenLesbenInterTrans mit verschiedenen Erfahrungen, Hintergründen, Ideen, Vorstellungen und verschiedenen Alters. Alle Veranstaltungen finden im Mafalda, Kreuzstr. 29,  statt.

Das vollständige Programm der Reihe des Mafalda:

Montag, 30.06.2014, um 19:30 Uhr Filmvorführung „Juli ’76 – Das Private ist Politisch“
Die Autonomen Frauenhäuser waren ein wichtige Säule der FrauenLesbenbewegung der 70 Jahre. Sie waren konkrete Selbsthilfe gegen (sexualisierte und häusliche) Gewalt und machten eine  Thematisierung von Gewalt gegen Frauen möglich. Bis heute sind die Frauenhäuser wichtig und notwendig. Den Trailer gibt’s auf www.juli76-frauenhausfilm.de.
Eine filmische Montage aus Rückblicken, Dokumenten und Bildern aus den ersten sechs Jahren des Projekts. Ein Film von Ulrike Schaz. D 2010, DVD, 66 Min.
Veranstalterin: Mafalda, in Kooperation mit dem Autonomen Feministischen Referat des AStA der Uni Bremen.

Montag, 07.07.2014, um 19:30 Uhr Feministische Organisierung – Wer? Wie? Warum? Diskusssionsrunde und Perspektiventreffen
„Allein machen sie dich ein“ – ja klar, mit anderen zusammen wär es im sexistischen Alltag viel leichter, die Nerven zu bewahren, sich gegenseitig zu stärken oder wehrhafte Strategien zu entwickeln. Trotzdem: An der Uni, im Job, in „Privaten“ oder „politischen“ Konflikten, bei theoretischen Fragen oder Gefühlsdurcheinander sind die von Sexismus betroffenen oft vereinzelt. Dabei gibt es zahlreiche Ideen und Ansätze, sich antipatriarchal zu organisieren – und genau so viele Fragen an diese: Wie sich kollektiv organisieren und Handlungsfähigkeit entwickeln, wenn es „die Frauen“ gar nicht gibt? Wie können verschiedene FrauenLesbenInterTrans mit ihren sehr unter-schiedlichen Lebenswelten umgehen? Was braucht jede_, um sich in feministischen Zusammenhängen,
Bezugs- und Politgruppen wohl und repräsentiert zu fühlen? Welche feministischen Themen sind heute überhaupt noch wichtig – und wo anfangen, wenn Sexismus und Rassismus alles durchziehen: Alltag, Kapitalismus, Staat, uns selbst?
Das Diskussionsangebot will frühere feministische Organisierungsansätze vorstellen, danach gibt es Zeit für den Austausch von Bedürfnssen, Ideen, Befürchtungen und Erfahrungen. Es gibt Raum zum Kennenlernen, Vernetzen und zum Entwickeln eigener Perspektiven der Organisierung.
Veranstalterin: Mafalda, in Kooperation mit dem Autonomen Feministischen Referat des AStA der Uni Bremen.

Montag, 14.07.2014, um 19:30 Uhr Militante Frauenbewegung in der BRD in den 1980er Jahren: Frauen gegen Bevölkerungspolitik. Mit Ulla Penselin
Ulla Penselin hat sich – nach Bekanntwerden von Sterilisationsexperimenten an Frauen in Hamburg – seit Beginn der 1980er Jahre im Kampf gegen internationale Bevölkerungspolitik engagiert. Im Zuge der inhaltlichen Auseinandersetzungen erweiterte sich die Thematik auf die Humangenetik, Gen- und Reproduktionstechnologien und „moderne“ Eugenik. Sie berichtet und diskutiert über inhaltliche Auseinandersetzungen, Organisierung, Aktionen und das Zusammenspiel zwischen legaler und illegaler Aktion.
Veranstalterin: Mafalda, in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.

Sonntag, 20.07.2014, um 12 Uhr Erzählcafé und Sonntagsbrunch
Mit Bremer Aktivistinnen, die das Mafalda mit gegründet haben und/ oder hier aktiv waren und sind. Welche Gruppen gab es? Welche Konflikte und Probleme gab es? Was ist bis heute wichtig?
Wir möchten in gemütlicher Runde brunchen und Polit-Generationen-übergreifend ins Gespräch kommen.
Veranstalterin: Mafalda, Kooperation mit dem Autonomen Feministischen Referat des AStA der Uni Bremen.

Frauensommerakademie 2014: Let’s Talk About Sex!

5. frauensommerakademie* mit Heike Boldt, Andrea Jahn, Susanna Karawanskij, Stephanie Klee, Anna Kow, Nadin Kretschmer, Katharina Lux, Anja Mayer, Laura Méritt
Donnerstag, 12.06.2014 16:30 Uhr bis Sonntag, 15.06.2014 14:00 Uhr
Gut Frohberg, Schönnewitz 9, 01665 Käbschütztal/Krögis

Unter dem Titel „Let’s Talk About Sex!“ beschäftigen wir uns u.a. mit den Themenkomplexen Selbstbestimmung und (S)Expositiv.
Inhaltlich werden wir auf Identitäten, Körper und unterschiedlichen Praktiken eingehen sowie einen positiven und historischen Bezug zu Feminismus und Sex herstellen. Wir wollen uns vorurteilsfrei und sachbezogen mit dem Thema Sexarbeit & Prostitution beschäftigen. Wie immer werden wir Freiräume und Raum für Diskussionen schaffen.

Programm:

Donnerstag, 12. Juni 2014: Seminarbeginn
Anreise ab 15 Uhr,
16.30 Uhr Begrüßung und Seminarbeginn,
18 Uhr Abendessen,
19 bis 21 Uhr Einstieg in die Themen der frauensommerakademie*2014 (Susanna Karawanskij, MdB).

Freitag, 13. Juni 2014: Selbstbestimmung
3 Kurzworkshops, die rotierend von allen Teilnehmerinnen besucht und anschließend gemeinsam diskutiert werden:
(1) Identität(en): Anja Mayer
(2) Körper & Kapitalismus: Heike Boldt
(3) Körperwerkstatt: Nadin Kretschmer

Samstag, 14. Juni 2014: Workshoptag: (S)Expositiv
3 Tagesworkshops

Sonntag, 15. Juni 2014: Seminarabschluß
Abschlußdiskussion

Weitere Infos bitte unter: frauensommerakademie.wordpress.com
Verbindliche Anmeldung und Rückfragen bitte an Anja Mayer: anja.mayer@frauensommerakademie.de

Der Teilnahmebeitrag liegt bei 100 €, ermäßigt 50 €, Soli-Beitrag 150 €. Die Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern. Einzelzimmer sind begrenzt vorhanden, der Aufschlag hierfür beträgt 30 € insgesamt. Kinderbetreuung ist selbstverständlich, bitte rechtzeitig unter Angabe des Alters anmelden. Die Anmeldung ist verbindlich, nachdem der Teilnahmebeitrag überwiesen wurde.

Flyer der 5. frauensommerakademie* 2014: Let’s Talk About Sex! (PDF)

Im Jahre 2010 fand die erste Frauensommerakademie der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt. Seit dem hat sich die frauensommerakademie* als Bildungstreffen linker Frauen etabliert und findest in meistens in Süddeutschland statt. Veranstalterin ist der Verein frauensommerakademie*, zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und mehreren ihrer Landesstiftungen.

Die Bedeutung des muslimischen Kopftuches

Eine Einführung: rli jour fixe mit Reyhan Şahin (Bremen)
Mittwoch, 23. Oktober 2013, um 18:30 Uhr
Rosa-Luxemburg-Stiftung Büro Bremen, Breitenweg 25, 28195 Bremen – Mit Anmeldung!

Das muslimische Kopftuch in Deutschland: Wie und warum wird es getragen? Welche Bedeutungen kann dieses Stück Stoff für die Gesellschaft und die Trägerin haben? Wir möchten eine Einführung in ein umstrittenes Thema bieten, das auch aus linker und feministischer Sichtweise Interesse auf sich zog, und möglichst zur Versachlichung der Diskussion beitragen.

Dr. Reyhan Şahin, Sprachwissenschaftlerin und Semiotikerin, hat für ihre Promotion (u.a. mit Hilfe eines Stipendiums der Rosa-Luxemburg-Stiftung) zum Thema der Veranstaltung eine Untersuchung angefertigt, für die sie in Deutschland lebende Musliminnen nach ihren Gründen, ein Kopftuch zu tragen, befragte, ihre Kleidungsvorkommen fotografierte und an ihrer Lebenswelt beobachtend teilnahm. Als Lady Bitch Ray ist Şahin als Rapperin, Künstlerin und Schauspielerin bekannt geworden. Sie propagiert mit ihrem «Bitchsm» ihre eigene Fassung eines neuen Feminismus.

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Call me Kuchu

Zur Situation von Lesben, Schwulen und Transgender in Uganda

Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LBGTI) werden in Uganda verfolgt und ermordet. Immer wieder werden dort Anti-Homosexuellen-Gesetze im Parlament verhandelt. Großen Einfluss haben dabei christliche Fundamentalisten ebenso wie die Medien. Queere Aktivist_Innen werden kriminalisiert bis hin zur Androhung der Todesstrafe. Trotzdem leisten sie weiterhin Widerstand.

Bericht und Diskussion mit Esther
Mittwoch, 30. Oktober 2013, um 19:30 Uhr
Mafalda, Kreuzstraße/Ecke Reederstraße, 28203 Bremen

Eine Menschenrechtsaktivistin und Journalistin berichtet über die aktuelle Situation in Uganda und erzählt von ihrer eigenen Geschichte.

Film „Call me Kuchu“, (OmU)
Donnerstag, 31. Oktober 2013, um 19:30 Uhr
Rat und Tat-Zentrum, Theo-Körner Straße 1, 28203 Bremen

Eine beeindruckende Dokumentation, die das Leben und den mutigen und alltäglichen Kampf einiger Aktivist_Innen würdigt und ein Bild extremer gesellschaftlicher Homophobie zeichnet. Anschließend Diskussion mit Esther.

Der Veranstaltungsflyer „Call me Kuchu“ als PDF zum Download.

Veranstaltet von der feministischen FrauenLesben* gruppe F.L.O.P. und dem Rat und Tat Zentrum Bremen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Anders als Du glaubst

Ein Theaterstück über Juden, Muslime, Christen und den Riss durch die Welt. Mit der Berliner Compagnie
Dienstag, 01. Oktober 2013, um 20 Uhr
Gemeindehaus St.Stephani, Stephanikirchhof 8, 28195 Bremen

Ob unter dem Deckmantel der Religion machtpolitische oder wirtschaftliche Interessen ausgetragen werden, ob fanatische Gläubige aufeinander losgehen: Religion hält her für Terroranschläge, Eroberungen, Mord und Totschlag.

Das ist die eine Seite. Andererseits:
Selbst wenn der Religion nur zugestanden wird, Seufzer der Kreatur zu sein, so ist sie doch auch Protest gegen die Ungerechtigkeit, gegen die Aufspaltung der Welt in arm und reich. Gerechtigkeit und Mitgefühl sind Kernforderungen des Judentums, des Christentums und des Islams. Und dieser Protest äußert sich nicht nur in Mildtätigkeit und Almosengeben, sondern auch im Widerstand gegen diejenigen Strukturen, welche die Ungleichheit hervorbringen.
Nicht zuletzt findet sich in den Religionen auch der Protest dagegen, für die Zementierung von Herrschaftsverhältnissen vereinnahmt zu werden.

Von dieser, die Menschen und die Gesellschaft verändernden Kraft der Religionen handelt unser Stück. Es möchte den Beweis antreten, dass Toleranz, Verständnis, Solidarität einerseits und gegenseitige sachliche Kritik andererseits sich nicht ausschließen, sondern zu einer für die Zukunft der Welt dringend benötigten gemeinsamen Praxis führen können.
Unsere Protagonisten sind: Eine fromme Muslima, eine gläubige Christin, ein gottesfürchtiger Jude, ein linker Atheist und ein eingefleischter Skeptiker. Ausgerechnet sie finden sich gemeinsam nach einem tödlichen Anschlag im postmortalen Niemandsland. Ist es die Vorhölle? Ist es der Weg ins Paradies?
Natürlich streiten sie. Wie auf Erden so im Himmel. Bis sie merken: Es gibt eine gemeinsame Aufgabe!
Eine abenteuerliche Reise führt sie zu den irdischen, menschengemachten Orten der Hölle: in die Minen Katangas, die Hungerlager Afrikas.
Sie helfen und es hilft nicht, denn: Was dort geschieht, hängt von politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen anderswo ab. Auf in die Höhle der Löwen, zu den Schauplätzen der Macht, zu den Global Players der Welt! Jetzt lernen sie erst recht das Fürchten.
Aber wie steht es im Koran? „Allah verändert nicht den Zustand der Menschen, bis sie selbst ihren eigenen Zustand verändern!“ Sure 13, Vers 11.
Mit einfachsten Mitteln, viel Fantasie und großer Spiellaune nehmen sie den Zuschauer mit durch alle Höhen und Tiefen ihrer Reise.

Kooperationspartner: Kulturkirche St. Stephani, St. Michaelis – St. Stephani Gemeinde, Kathol. Fonds, Die Schwelle, Verein „Zukunft“, Bremer Friedensforum, Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen, BIZ, Bremer Seemannsmission.

Der Flyer zur Aufführung von ANDERS_ALS_DU_GLAUBST als PDF zum Download. Eintritt: 8.-€ / ermäßigt 5.-€ / Kulturticket 2.-€

Überseedorf – Festival des Zuckernetzwerkes

Vorträge, Diskussionen und Workshops im Rahmen des „Unterseedorfs“-Festival des Zuckernetzwerkes vom 17. bis 25. Mai 2013 in der Überseestadt Bremen

Ende Mai entsteht in der Überseestadt Bremen ein temporärer Clubs als Mittelpunkt für ein Festival des Zuckernetzwerkes (http://zuckerwerk.org). Das Programm wird die Vielfalt des Netzwerkes durch ein Zusammenspiel aus Lichtinstallationen, Straßenkunst, Skulpturen, Barbereich, Ruhezonen, Workshopspaces, Bühnen für Musiker_innen und Tanzbereiche widerspiegeln.

In diesem Rahmen findet in Zusammenarbeit zwischen Zuckerwerk und der ZZZ – ZwischenZeitZentrale Bremen (www.zzz-bremen.de) ein Diskussionsabend und ein Workshopnachmittag statt. Das Projekt wird von der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen unterstützt. Weitere Infos und das gesamte Programm finden sich unter: www.unterseedorf.zuckerwerk.org

Veranstaltungsort in der Überseestadt Bremen:
Ecke Konsul-Smidt-Straße / Überseetor in der Überseestadt
Anfahrt mit dem ÖPNV: Linie 20 Haltestelle „Überseetor“; Linie 3 Haltestelle „Waller Ring“.

 

Die Veranstaltungen:

Samstag, 18. Mai 2013, 15:00 Uhr
Brachland Wissen
Nach kurzen Impulsstatements wollen wir mit euch in eine Diskussion über DIY, Sharing und Konsumverhalten einsteigen, Ideen entwickeln und austauschen. Ziel kann es sein, ein Netzwerk zum Wissens- und Könnensaustausch in Bremen zu installieren.

 

Samstag 18. Mai 2013, 19:00 Uhr
Raum und Kultur – Kultur und Stadt
Kulturschaffende sind vielerorts auf der Suche nach günstigen Räumen für Kulturprojekte. Gleichzeitig stehen in Städten zahlreiche Gebäude leer. Doch beides findet nur schwer zusammen – trotz des Bedeutungsgewinnes von Kultur für die Stadtentwicklung und Stadtimageproduktion. Vor diesem Hintergrund werden verschiedene Taktiken kultureller Raumaneignungen anhand von Erfahrungsberichten vorgestellt und hinterfragt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Gefahr von Instrumentalisierungen und dauerhaft prekären Arbeitsverhältnissen.
(ZZZ, second hand spaces, Gängeviertel / Hamburg)

 

Samstag 18. Mai 2013, 20:00 Uhr
Musik als Kulturgut – Musik als Ware
Der Beitrag setzt sich mit der Förderungswürdigkeit von Musik und Kultur auseinander. Subkultur wird dabei im Spannungsfeld von geförderter und markorientierte Kultur verortet und ihr Selbstverständnis hinterfragt: Wie macht sich die heurige und hiesige Kultur verwertbar? Wie begreift sich Subkultur darin? Im Kontext der Subkultur wird des Weiteren der Mythos des freien selbstbestimmten Menschen als Produkt neoliberaler Bio-Politik thematisiert.

 

Sonntag 19. Mai 2013, 15:00 Uhr
Selbstausbeutung, Prekarisierung und „Subkultur“
Gesicherter Lebensunterhalt und genug Zeit fürs Projekt? Für viele Kulturschaffende ist das nur schwer vereinbar. Nach etlichen Stunden Lohnarbeit fehlen oft Zeit und Energie für das schöne Leben. Ohne dass mensch sich finanziell ausbeutet, scheint „Subkultur“ nicht zu funktionieren. Oder doch? In welchem Verhältnis stehen Selbstausbeutung und Freiheitsdrang? Sind prekär arbeitende Kulturschaffende Prototypen für einen neoliberalen Arbeitsmarkt? Wer profitiert von „Subkultur“? Warum das Thema in diesen Zeiten so aktuell ist und was das mit uns allen zu tun hat, wollen wir mit euch gemeinsam herausfinden.

 

Samstag 25. Mai 2013, von 12:00 bis 16:00 Uhr
Workshopnachmittag
Vom Freiluftrave über Zwischennutzungen zur Do-It-Yourself-Projektentwicklung – beim Organisieren solcher Projekte stellen sich immer wieder die selben Fragen: Wie finde ich geeignete Räume oder Flächen? Wie verhandle ich mit Eigentümer_innen? Welche Genehmigungen brauche ich und wie bekomme ich sie? Wie schütze ich mich vor Überlastung? Und wie kann ich internen Konflikten vorbeugen? Gemeinsam möchten wir Erfahrungen austauschen und einen Handlungsleitfaden erarbeiten.

Workshop 1 (ZZZ, second hand spaces / Berlin):
Räume finden und Nutzungskonditionen aushandeln – über die Ortssuche, Informationsquellen, Kontaktaufnahme, Überzeugungsarbeit und Rahmenbedingungen von A wie Aufspüren bis Z wie Zusammenkommen.

Workshop 2 (AAA, ZZZ, second hand spaces / Bremen):
Gemeinschaften und Netzwerke aufbauen – Wie kann Gemeinschaft in Zeiten einer sich ausufernden, digitalisierten Gesellschaft binden und sich finden? Private Broker oder persönlicher Freund für alle Belange?

Workshop 3 (IG Kultur Wien – Interessengemeinschaft und -vertretung der freien und autonomen KulturarbeiterInnen in Wien, CIT-Collectivea crossdiciplinary initiative for urban commons):
Strategien der Aneignung – Kulturarbeit & (autonome) Stadtentwicklung zwischen Lobbyarbeit und Besetzungsutopien.

 

Links:

www.zzz-bremen.de

www.secondhandspaces.de

www.aaa-bremen.de

www.igkulturwien.net

http://citcollective.wordpress.com

 

Frauensommerakademie 2013: Körper von Gewicht – Körperpolitik(en) und Identitätsbildung

Im Jahre 2010 fand die erste Frauensommerakademie der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt. Seit dem hat sich die frauensommerakademie* als Bildungstreffen linker Frauen etabliert und findet 2013 nun erstmals in Norddeutschland mit dem Thema „Körper von Gewicht – Körperpolitik(en) und Identitätsbildung“ statt. Veranstalterin ist der Verein frauensommerakademie*, zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und ihren Landesstiftungen in Bayern, Brandenburg, Bremen (Rosa-Luxemburg-Initiative), Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Die Frauensommerakademie möchte politisch aktiven und interessierten Frauen aus Parteien, Gewerkschaften, Studierendenverbänden, Fraueninitiativen und sozialen Bewegungen die Möglichkeit zum Austausch geben, zu gemeinsamem Diskutieren und Lernen: über ihre Erfahrungen, über Feminismus heute, den Stand und Aufgaben der Frauenbewegung und darüber, wie es gelingen kann, politische Organisationen so umzugestalten, dass eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an allen Entscheidungsprozessen möglich wird. Durch Bewusstwerden der eigenen Situation, durch theoretische Fundierung und durch den Austausch mit Anderen soll Raum für Ideen und Wege einer visionären feministischen Gesellschaftspolitik und –veränderung geschaffen werden.

Donnerstag, 4. Juli, bis Sonntag, 7. Juli 2013
Gustav-Heinemann-Bildungsstätte, Bad Malente, Schleswig-Holstein

Programm:

Donnerstag, 4. Juli 2013

ab 14.30 Uhr Anreise, Kaffee und selbstgemachter Kuchen

ab 15.00 Uhr Empfang

ab 16.00 Uhr Eröffnung der frauensommerakademie* mit einem Vortrag von Sookee

Freitag, 5. Juli 2013

Workshoptag – It’s an I-dentity not a You-dentity!

Workshop 1: Körpertheoretische Exkursion (Franziska Rauchut und Anja Mayer)

Workshop 2: Macht & Kommunikation. Ein Training zur Selbstermächtigung in Gesprächssituationen und Redeauftritten (Julia Lemmle)

Workshop 3: Problemzone Frau (Dr. Konstanze Kriese)

Workshop 4: Körperwerkstatt- Werkstattkörper?!  (Nadin Kretschmer)

Workshop 5: Frauen – Körper – Öffentlichkeit (Heike Boldt und Kristin Eckstein)

Abendprogramm: Film und Diskussion ”Audre Lorde: Die Berliner Jahre 1984 bis 1992″ mit der Regisseurin und Produzentin Dr. Dagmar Schultz.

Samstag, 6. Juli 2013

Körperpolitik – zwischen Privileg und Diskriminierung

frauensommerakademie*lecture 1: Intersektionalität (Franziska Rauchut und Anja Mayer)

frauensommerakademie*lecture 2: Weißsein (Julia Lemmle)

frauensommerakademie*lecture 3: Lookism (Magda Albrecht)

frauensommerakademie*lecture 4: Kapitalismus und Körper (Heike Boldt)

Danach Barcamp der Teilnehmerinnen.

Abendprogramm: Mrs. Darcy- Ein Poetry Slam zum Thema Job, Liebe und Frauenkörper. Performance von und mit Nadin Kretschmer.

Sonntag, 7. Juli 2013

Abschlußdiskussion, Abreise nach dem Mittagessen ab 14 Uhr.

Organisatorisches:

Teilnahmebeiträge: 100€ ermäßigt, 200€ Selbstzahlerinnen, ab 250€ Soliticket, Einzelzimmerzuschlag 10€ pro Nacht. Die Kinderbetreuung ist selbstverständlich und mit eigenem Programm. Für Kinder wird ein Teilnahmebeitrag von 20€ für das Programm erhoben.

Anmeldung bitte auf der Website der frauensommerakademie*. Die Anmeldung wird erst nach Überweisung des Teilnahmebeitrags wirksam. Weiteres zu den Anmelde- und Zahlungsbedingungen auf der genannten Website.

Weitere Informationen und Aktualisierungen des Programms finden sich auf der Website der frauensommerakademie* 2013: frauensommerakademie.wordpress.com

Austausch Lyon – Bremen 2013

Sachen zusammen machen. Kollektive Aktionen, Organisierung und ihr Einfluss auf unsere Lebensbedingungen –
Faire ensemble. L`action collective pour influer sur nos conditions de vie
Fachaustausch und Bildungsseminar zwischen Lyon (Frankreich) und Bremen

21. bis 27. April 2013 in Lyon, und September 2013 in Bremen
Für politisch interessierte Menschen in lokalen, regionalen und überregionalen Netzwerken

Ein binationaler Fachaustausch zu kollektivem, selbstorganisiertem Lernen, Wohnen, Arbeiten, zu sozialer, solidarischer Ökonomie und zu kollektiven Organisierungskonzepten. Besuch von Projekten in den beiden Städten, gemeinsame Workshops zu der Frage, wie kollektive Herangehensweisen, Strategien und Lebens- und Arbeitskonzepte unsere Lebensbedingungen beeinflussen. Im ersten Teil reisen Menschen aus Bremen nach Lyon, im zweiten Teil werden Menschen aus Lyon nach Bremen kommen.

Wir gehen der Frage auf den Grund, wie Menschen abhängig von ihrer Geschichte und ihren soziokulturellen Bedingungen ihre kollektiven, selbstorganisierten Projekte gestalten, welche Ideen sie verwirklichen wollen und im Rahmen welcher weiteren Kontexte diese Projekte realisiert werden. Dabei steht der gegenseitige Austausch ebenso im Vordergrund, wie das Kennenlernen von Selbstorganisierungsstrukturen und Projekten in Deutschland und in Frankreich. Gemeinsamkeiten und Unterschiede wollen wir herausarbeiten, interpretieren und verstehen lernen.

Während des Seminars wird für Übersetzung gesorgt. Französischkenntnisse sind keine Voraussetzung, jedoch wünschenswert.
Der Teilnahmebeitrag liegt bei 150 Euro. Die Fahrtkosten müssen selbst getragen werden.
Die Teilnahme an beiden Seminaren und an Vorbereitungstreffen (ab Februar) wird erwartet.

Anmeldung bitte bis zum 08.02.2013 an die Koordinatorin des Seminars.
Weitere Informationen und Kontakt:
Sabine Herold <herold@rosa-luxemburg.com>

Eine Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, gefördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.

Projektpartner: CREFAD Lyon (Centre de Recherche, d’Etude, de Formation à l’Animation et au Développement / Zentrum für Forschung, Studium, lebendige Bildungsarbeit und Entwicklung)