Stadtentwicklung - Archiv


Street Art Update. Vom Leben und Sterben eines kulturellen Phänomens

Diskussionsveranstaltung mit KP Flügel
Dienstag, 18. Juni 2019, um 19:00 Uhr
Kukoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen

Graffitis an Wänden, Schablonenmotive auf Mauern, Papiercollagen auf Wandflächen galten jahrelang als rebellischer Ausdruck. Heute ist Street Art längst ein fester Bestandteil urbaner Kultur. Wurde z.B. der Hamburger Sprayer OZ zu Lebzeiten massiv juristisch verfolgt, konnten nach seinem Tod (!) einige Erinnerungen in der Bundeskunsthalle Bonn ausgestellt werden.

Workshop: Queer narratives, mapped

Zweitägiger Workshop mit Performer*innen, Aktivist*innen, Forscher*innen und Künstler*innen im Ramen der Reihe city/data/explosion
Samstag, 22. Juni & Sonntag 23. Juni 2019 in Bremen
Spedition Bremen, Beim Handelsmuseum, 28195 Bremen

Wie ist es möglich, individuelle Narrationen und subjektive Perspektiven in ihrer räumlichen und zeitlichen Dimension zu erfassen und erforschen? Was sind digitale Ausdrucksformen, mittels derer kulturelle und soziale Praxen und Aktivitäten im urbanen Raum sichtbar gemacht werden können? Mit welchen Mitteln können wir informelle, temporäre, re-kontextualisierende Erzählungen und Spuren queerer Kulturpraxen, queerer Orte und Personen in den Blick bekommen und dokumentieren? Das sind zentrale Fragen des zweitägigen Workshops „Queer narratives, mapped“.

In unserem Fokus stehen Perspektiven der Diversität, besonders von Frauen* und LGBTIQ+ (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersex, Questioning and other non-conforming identities). Das Wissen um die Geschichte(n) queerer Praxen, Orte und Auseinandersetzungen im urbanen Raum kann helfen, gegenwärtige Diskussionen besser zu verstehen und Ansätze für künftige Praxen zu entwickeln. Neben der (Nach-)Erzählung von Vergangenem und der Aufzeichnung von gegenwärtigen Phänomenen möchten wir daher auch einen Ausblick auf mögliche Zukünfte in einer Stadt wagen.

Die digitalen Instrumente einer (Selbst-)Dokumentation subjektiver Erzählungen, die wir im Laufe des Workshops untersuchen wollen, können wichtige Bestandteile einer „digitalen Souveränität“ sein. Dazu gehört auch die Abwägung, welche Inhalte in welchem Umfang und welchen Kontexten erzählbar sind. Experimentelle Formate der Erinnerung, die Formulierung gegenwärtiger Ansprüche und spekulativer Ausblicke können so zur Sichtbarkeit queerer Praxen beitragen.

Der Workshop wird strukturiert durch mehrere kurze Vorträge und Inputs aller Teilnehmenden. In gemeinsamen Arbeitsphasen werden wir Fragen der Perspektive und Vermittlung von Erzählungen diskutieren und an der Entwicklung von (digitalen und anderen) Erzählformaten arbeiten. Dabei geht es auch um Möglichkeiten von Benutzungsschnittstellen und Datenaufbereitungen.

Eine Anmeldung zum Workshop ist bis zum 26. Mai 2019 möglich, Informationen zur Teilnahme im Call for Participation. 

citydataexplosion. Veranstaltungsreihe zu Stadt, Öffentlichkeit und digitale Medien im Kunst- und Kulturverein Spedition Bremen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.
Konzept und Organisation der Reihe: Thomas Böker, Ulf Treger.

 

Stadtspekulationen

Vortrag und Diskussion mit Eve Massacre (Nürnberg) in der Reihe city/data/explosion
Freitag, 21. Juni 2019, um 20 Uhr in Bremen
Spedition Bremen, Beim Handelsmuseum, 28195 Bremen

Speculative Fiction und Speculative Design erkunden spielerisch Parallelperspektiven auf das Jetzt und die Zukunft. Quer durch die Disziplinen erfinden sie Möglichkeiten und Varianten, die in abgegrenzten Räumen umgesetzt und erforscht werden. Eve Massacre stellt Beispiele vor und sucht nach utopischen Entwürfen Marginalisierter und skizziert, wie Speculative Fiction für eine inklusivere Stadt aussehen könnte.

Eve Massacre ist Künstlerin, Autorin, Bloggerin (evemassacre.de und breakingthewaves.de), DJ, Musikerin, Veranstalterin und Aktivistin. Ihre Kernthemen sind Netztheorie (Social Media), Kultur der Digitalität, Popkritik und Soziopolitisches.

city/data/explosion ist eine Veranstaltungsreihe zu Stadt, Öffentlichkeit und digitaler Kommunikation in Bremen und Hamburg und thematisiert insbesondere Fragen zu emanzipativen digitalen Praxen im urbanen Raum.
Im Anschluss an den Vortrag ist die Bar in der Belle Etage geöffnet und lädt zur weiterem Austausch und Vernetzung ein.

citydataexplosion. Veranstaltungsreihe zu Stadt, Öffentlichkeit und digitale Medien im Kunst- und Kulturverein Spedition Bremen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.
Konzept und Organisation der Reihe: Thomas Böker, Ulf Treger.

Lasst uns über Commons reden!

Vortrag und Gesprächsrunde mit Birgit Daiber
Dienstag, 14. Mai 2019, um 18:30 Uhr in Bremen
Wahlkreisbüro MdB Doris Achelwilm, Konferenzraum, Doventorstr. 4, 28195 Bremen

In der ganzen Welt, in West und Ost, Nord und vor allem im Süden entstehen immer mehr neue Projekte, lokal verortet aber mit einem globalen Ziel: die Ökonomisierung der Natur und die Privatisierung von Gemeinschaftsgütern zu stoppen. Diese Bewegung nennt sich ‚Commons’ und ist über vielfältige internationale Netzwerke verbunden. Ob es um den Zugang zu sauberem Wasser als gemeinschaftlichem Gut geht oder um den Zugang zu Land für indigene Communities oder ums bezahlbare Wohnen in Städten – Wasser und Boden sind die beiden Ressourcen, von denen alle Menschen abhängig sind – und deren solidarische und zugleich ökologische Nutzung existentiell ist. Es geht aber nicht nur um Natur-Ressourcen, es geht um Demokratisierung und Beteiligung in ganz unterschiedlichen Bereichen: um digitale Demokratie ebenso wie um das Recht auf Stadt.

Auch in der Bundesrepublik gibt es viele Initiativen die sich aber eher als Teil der solidarischen Ökonomie oder als Selbsthilfe-Projekte begreifen. Sie tragen aber meistens alle Attribute von Commons: demokratische Teilhabe der AktivistInnen, Inklusion, ökologische Orientierung und die Respektierung von Unterschiedlichkeit. Es lohnt sich auf jeden Fall, diese Initiativen mit den Commons-Debatten zu verknüpfen, zumal das Weltsozialforum 2020 in Barcelona Commons als zentrales Thema hat.

Wir möchten mit dieser Veranstaltung verschiedene aktivistische Spektren und NGOs in Bremen ansprechen, die sich in irgendeiner Form auf die Commons-Debatte beziehen und hoffen auf einen spannenden Dialog!

Birgit Daiber (Jg. 1944) hat sowohl an einigen sozialen Bewegungen teilgenommen, als auch sich immer wieder auf dem traditionellen politischen Parkett bewegt: als Abgeordnete der Grünen im Europa-Parlament (MEP), als Mitglied der Grundsatzkommission der ehemaligen PDS oder erneut in Brüssel, wo sie bis 2012 das Europa-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung aufbaute. Sie hat einige Frauen- und Bildungsprojekte mit aufgebaut und arbeitete als Expertin für soziale Stadtentwicklung in Europa. Ihr letztes Buch „Und sie bewegt sich doch…“ erzählt über die 68er-Bewegungen, die Frauen-, Umwelt-, Friedensbewegungen und die Antiglobalisierungsbewegungen. Es versucht, ihre Spezifik darzustellen und die gegenseitige Beeinflussung zwischen den Bewegungen und der institutionellen Politik der Europäischen Union und der UNO aufzuzeigen…
Moderation: Norbert Schepers, RLS Bremen

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Organizing! – Handwerkszeug für die politische Arbeit im Stadtteil

Workshop zur Einführung ins Organizing mit Susanne Steinborn (Berlin)
Samstag, 27. April 2019, von 10 bis 18 Uhr in Bremen
Das Haus des Paritätischen, Außer der Schleifmühle 55-61, 28203 Bremen
Eine Anmeldung ist notwendig (siehe unten), es sind noch Plätze frei! – Für Verpflegung, Mittagessen und Getränke ist gesorgt; die Teilnahme ist kostenfrei.

Überall sind Menschen in Bewegung  – gegen steigende Mieten, für mehr Personal in den Krankenhäusern und für viele weitere Verbesserungen. Doch hinter jeder großen Aktion, hinter jeder großen Stadtteilinitiative oder Kampagne steht ein intensiver Organisierungsprozess. Menschen vor Ort finden sich zusammen, schmieden Pläne und werden aktiv. Linkes Organizing bietet umfangreiche Hilfestellungen, um solch langfristige Prozesse zum Erfolg zu führen. Dahinter steht die Überzeugung, dass an den bestehenden Verhältnissen nur etwas geändert werden kann, wenn  Menschen sich in großer Zahl organisieren und für ihre Interessen eintreten.

Unser Workshop gibt einen kompakten Einblick in die Denkweise und die Methoden linken Organizings. Die Referentin Susanne Steinborn ist selbst in Organizing-Projekten aktiv (u.a. in der Gropiusstadt in Berlin) und kann viele praktische Fragen beantworten.

Anmeldung:

  • Anmeldeschluss verlängert: Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt, wir bitten um verbindliche Anmeldung bis spätestens zum 26.04.2019 um 15:00 Uhr per eMail an <info@rosa-luxemburg.com>.
  • Eine Kinderbetreuung wird von uns bei Bedarf und nach Möglichkeit organisiert, wir bitten um möglichst frühzeitige Anmeldung (zwei Wochen vorher) per eMail an <info@rosa-luxemburg.com>.
  • Es wird kein Teilnahmebeitrag erhoben, die Teilnahme ist für Euch kostenfrei! Für Verpflegung, Mittagessen und Getränke wird gesorgt.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Zusammenarbeit mit der Akademie für politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Freiheit, die ich meine! Kulturelle Bildung in Zeiten gesellschaftlichen Wandels

Kulturelle Bildung in Zeiten gesellschaftlichen Wandels – Herausforderungen bei der Gestaltung eines sinnvollen Miteinanders. Vortrag und Gespräch mit Melanie Stitz und der AG Kulturelle Bildung
Donnerstag, 1. November 2018, um 18 Uhr in Bremen

Theater am Leibnizplatz | bremer shakespeare company, Schulstr. 26, 28199 Bremen (Probebühne)

Die unterschiedlichen Vorstellungen von ‚Kultureller Bildung‘ und die Herausforderungen an Kultur und Bildung in Zusammenhang mit gesellschaftlichen Wandel sollen in einem gemeinsamen Diskurs ausgeleuchtet werden.
Melanie Stitz wird mit einem Impulsvortrag die Diskussion einleiten. Melanie Stitz ist Bildungsreferentin und Büroleiterin der Rosa-Luxemburg-Stiftung in NRW, engagiert sich seit vielen Jahren als Redakteurin bei der feministischen Zeitschrift Wir Frauen, gibt gemeinsam mit Florence Hervé den gleichnamigen Taschenkalender heraus, ist Mitglied der feministischen Sektion des Berliner Instituts für kritische Theorie (InKrit) und in verschiedenen politischen Zusammenhängen aktiv.

Eine gemeinsame Veranstaltung der AG Kulturelle Bildung | Stadtkultur Bremen, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Initative.

Als Hintergrund zur Veranstaltung dokumentieren wir folgend die Position der AG Kulturelle Bildung | Stadtkultur Bremen

Zur Situation der Kulturellen Bildung in der Stadt Bremen

Die bisherige Aufgabe Kultureller Bildung (ist) war es, allen Mitbürgern gesellschaftliche Werte, Verhaltenssysteme und Regeln zu vermitteln. Der zu vermittelnde Wertekanon (gibt) gab Orientierung, Sicherheit und stellte eine Verhaltensplattform dar, quer über alle Sozialisationsstufen und Generationen. Kulturelle Bildung beeinflusste damit die gesellschaftlichen Entwicklungen in jedem Lebensbereich. Erst recht in den heutigen bewegten Zeiten von politischer Transformation, Migration und Diversity Entwicklungen ist die Kulturelle Bildung für ein demokratisches alltägliches Zusammenleben unverzichtbar und muss weiter gefasst werden als Zusammenhang von Künsten, Lebenskunst und Lebenswelt. Migration und Vertreibung, ein zunehmender Fundamentalismus, antidemokratische, fremdenfeindliche Haltungen, nationale Abschottung, Ökonomisierung aller Lebensbereiche und zunehmende soziale Unsicherheit: Diese gesellschaftlichen Veränderungen stellen die Kulturelle Bildung vor neue Aufgaben und erfordern die Entwicklung bzw. Förderung neuer Formen kulturellen Handelns.

Viele Menschen haben heute das Gefühl sie hätten kein Mitspracherecht und keinen Einfluss auf politische Entscheidungen. Angebote der Kulturellen Orientierung sind zunehmend den Gesetzmäßigkeiten des Marktes unterworfen und von Wettbewerb und Konkurrenz geprägt. Auch schulische Bildung sowie die darin praktizierte Förderung von Kreativität ist vorrangig an der Markttauglichkeit der Absolvent*innen ausgerichtet.Hier ist ein Umdenken kultureller Bildungsprozesse und ein neues Denken mit der Zielsetzung einer Debatte eines kulturellen Miteinanders erforderlich.

Deshalb initiiert Stadtkultur Prozesse Kultureller Bildung, die ganzheitlich, partizipativ und integrativ orientiert sind. Die Projekte ermöglichen die Teilhabe an Entscheidungsprozessen und schaffen ein Bewusstsein von Zusammenhängen und Wirkungsmechanismen von Gesellschaft. Das Zusammenkommen unterschiedlicher Kulturen bietet darin die Chance auf Erneuerung. Die gemeinsame Kulturelle Praxis von Menschen unterschiedlicher sozialer Schicht, Herkunft, Kultureller Wurzeln und Religion wirkt der Spaltung der Gesellschaft und einer Vereinzelung ihrer Individuen entgegen.

Im Kontext dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe von Kultureller Bildung ist die Mission der Arbeitsgemeinschaft Kulturelle Bildung von Stadtkultur Bremen e.V. zu sehen. Sie beschäftigt sich mit den grundlegenden Veränderungen in vielen Lebensbereichen unserer Gesellschaft und den daraus erwachsenden Herausforderungen, die in Zukunft auf unsere Gesellschaft und die kulturelle Bildung zukommen.

AG Kulturelle Bildung | Stadtkultur Bremen

 

Rückschaufehler

Bildvortrag zum Berliner Stadtschloß und Gespräch mit Eiko Grimberg
Mittwoch, 11. April 2018, um 20 Uhr in Bremen

Galerie K‘, Alexanderstraße 9b, 28203 Bremen

„bis 1945 Reichskanzlei, seit 1999 Peking Ente“

Wenn die Geschichte stimmt, dass Trümmer des gesprengten Berliner Schlosses in einem Affenfreigehege im Tierpark Friedrichsfelde verbaut worden sind, dann hat die DDR-Administration tatsächlich Humor bewiesen. Auch die Vorstellung, dass aus der Bronze einer eingeschmolzenen Stalinskulptur Tierfiguren für den Zoo gegossen wurden oder marmorne Wandverkleidungen der geschleiften Reichskanzlei in der nächsten Ubahnstation verbaut worden sind freut sich über die „Ironie der Geschichte“.

Eiko Grimberg zeigt Fotografien seines Langzeitprojektes „Rückschaufehler“ (seit 2011) zum Wiederaufbau des Schlosses und spricht über urbane Mythen in Berlin nach 1945.

Eiko Grimberg: Berliner Stadtschloss

Eiko Grimberg: Berliner Stadtschloss

Eine gemeinsame Veranstaltung der Galerie K‘ und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Bezahlbarer Wohnraum für alle durch neue Wohnungsgemeinnützigkeit?

Vortrag und Diskussion mit Andrej Holm u.a.
Montag, 12. Februar 2018, um 19 Uhr in Bremen
DGB-Haus, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen (Tivoli-Saal)

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht die Frage nach einer besseren Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum und einer sozial ausgewogenen Stadtentwicklung. Die schwierige Situation am Bremer Wohnungsmarkt und die Zahl der Menschen, die auf der Suche nach angemessenem und bezahlbarem Wohnraum in Bremen sind, zeigt immer deutlicher das Scheitern einer primär an Interessen von Investoren orientierten Wohnungsbaupolitik.

Mit:

  • Dr. Andrej Holm, Berlin, Stadtsoziologe und Mietaktivist
  • Joachim „Barlo“ Barloschky, Sprecher des Bremer Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen
  • Claudia Bernhard, Sprecherin für Bau, Stadtentwicklung, Wohnen der Fraktion DIE LINKE. in der Bremischen Bürgerschaft
  • Hans-Peter Hölscher, Sprecher des Regionalausschusses „Galopprennbahn“ der Beiräte Hemelingen und Vahr, Fraktionssprecher der SPD im Beirat Hemelingen
  • Ingo Tebje, Gewerkschaftssekretär ver.di-Bezirk Bremen-Nordniedersachsen Fachbereich Gemeinden
  • Moderation: Norbert Schepers, Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen
lux-arg_wohnen_teaser Bildquelle: www.rosalux.de

Bildquelle: www.rosalux.de

Andrej Holm stellt Ergebnisse seiner mit Sabine Horlitz und Inga Jensen 2017 für die Rosa-Luxemburg-Stiftung vorgelegten Studie «Neue Wohnungsgemeinnützigkeit. Voraussetzungen, Modelle und erwartete Effekte» vor.

Diese Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung belegt, dass eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit der Schlüssel zu einer besseren Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum und einer sozial ausgewogenen Stadtentwicklung sein kann. Es wird aufgezeigt, dass eine Kombination von steuerlicher Entlastung, zinsfreien Darlehen, Erbbaupachtverträgen und festgeschriebenen Gewinnverzichten bei Neubauwohnungen unter den Bedingungen der Neuen Wohnungsgemeinnützigkeit dauerhaft leistbare Mieten sichert.

Ein konkreter Bezugspunkt dieser Veranstaltung sollen auch aktuelle Bremer Debatten zur Stadtentwicklung und zum Wohnungsbau sein. Insbesondere die geplante Bebauung des Geländes der Galopprennbahn und der Golf Range in Hemelingen und in der Vahr lässt die Suche nach Alternativen in der Wohnungsbaupolitik umso lohnender erscheinen.

Veranstalterinnen:

  • Gewerkschaft ver.di Ortsverein Bremen
  • Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen

Der Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: 180212 VA-Flyer Andrej Holm – Wohnungsgemeinnuetzigkeit.

Material zum Thema:

Hacktivismus & andere Formen des digitalen zivilen Ungehorsams

Vortrag und Debatte von und mit Theresa Züger
Donnerstag, 14. Dezember 2017, um 20 Uhr in Bremen
kunst-und kulturverein spedition, Beim Handelsmuseum 9/Güterbahnhof, 28195 Bremen

city/data/explosion – Veranstaltungsreihe zu Stadt, Öffentlichkeit und Digitalisierung. Die Vorträge beginnen um 20:00 Uhr. Im Anschluß ist die Bar in der Belle Etage geöffnet.

Die Praxis des zivilen Ungehorsam wurde in den letzten 20 Jahren in digitale Formen übertragen. Diese Transformation führt zu neuen Fragestellungen über diese aussergewöhnlichen Formate politischer Aktion.
Digitalisierung und Vernetzung prägen unser Selbst und unser soziales Miteinander. Auch die Wahrnehmung und der Gebrauch des öffentlichen Raums in den Städten verändern sich. Die Reihe präsentiert vier Beiträge zu einer Debatte über Gemeinschaftlichkeit, mediale Praxen und emanzipative Strategien in einer digitalisierten Stadt.

Eine Veranstaltung in Kooperation von kunst- und kulturverein spedition und Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Media & Socialities. Workshop with cultural and social actors from Budapest and Bremen

Workshop von Donnerstag, 30. November 2017 bis Samstag, 02. Dezember 2017, kunst-und kulturverein spedition // Beim Handelsmuseum 9/Güterbahnhof // 28195 Bremen

Veranstaltungsreihe zu Stadt, Öffentlichkeit und Digitalisierung.

How to use (social) networks, exchange knowledge, develop new practices of digital and analogue media techniques in urban, artistic and social contexts? Workshop deutsch/englisch, bitte per E-Mail anmelden unter info@citydataexplosion.de

Digitalisierung und Vernetzung prägen unser Selbst und unser soziales Miteinander. Auch die Wahrnehmung und der Gebrauch des öffentlichen Raums in den Städten verändern sich. Die Reihe präsentiert vier Beiträge zu einer Debatte über Gemeinschaftlichkeit, mediale Praxen und emanzipative Strategien in einer digitalisierten Stadt.

Eine Veranstaltung in Kooperation von kunst- und kulturverein spedition e.V und Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen

How To Code Urban Commons

Vortrag und Debatte von und mit Dubravka Sekulić am Donnerstag, 16. November 2017, 20:00 Uhr kunst-und kulturverein spedition // Beim Handelsmuseum 9/Güterbahnhof // 28195 Bremen

Veranstaltungsreihe zu Stadt, Öffentlichkeit und Digitalisierung. Die Vorträge beginnen um 20:00 Uhr. Im Anschluß ist die Bar in der Belle Etage geöffnet.

Law shapes the public and common space, leading to enclosure of space or spatial dispossession. How can public space be defended and extended by learning from the protocols and social contracts of the free so ware culture? (Vortrag in englisch)

Digitalisierung und Vernetzung prägen unser Selbst und unser soziales Miteinander. Auch die Wahrnehmung und der Gebrauch des öffentlichen Raums in den Städten verändern sich. Die Reihe präsentiert vier Beiträge zu einer Debatte über Gemeinschaftlichkeit, mediale Praxen und emanzipative Strategien in einer digitalisierten Stadt.

Eine Veranstaltung in Kooperation von kunst- und kulturverein spedition e.V und Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen

Gemeinschaftliche Praxen & Formationen in einer Kultur der Digitalität

Vortrag und Debatte von und mit Felix Stalder am Donnerstag, 02. November 2017, 20:00 Uhr kunst-und kulturverein spedition // Beim Handelsmuseum 9/Güterbahnhof // 28195 Bremen

Veranstaltungsreihe zu Stadt, Öffentlichkeit und Digitalisierung. Die Vorträge beginnen um 20:00 Uhr. Im Anschluß ist die Bar in der Belle Etage geöffnet.

Wie beeinflussen Digitalisierung und Vernetzung Kultur und Selbstorganisation? Welche Perspektiven ergeben sich daraus, zwischen einer autoritären, postdemokratischen Zukunft oder der Entwicklung einer offenen Gesellschaft ?

Digitalisierung und Vernetzung prägen unser Selbst und unser soziales Miteinander. Auch die Wahrnehmung und der Gebrauch des öffentlichen Raums in den Städten verändern sich. Die Reihe präsentiert vier Beiträge zu einer Debatte über Gemeinschaftlichkeit, mediale Praxen und emanzipative Strategien in einer digitalisierten Stadt.

Publikationen von und mit Felix Stalder bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Eine Veranstaltung in Kooperation von kunst- und kulturverein spedition e.V und Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

 

Neue Wohnungsgenossenschaften – Impulsgeber für eine sozial-ökologische Quartiersentwicklung

2. Bremer Genossenschaftstag
Samstag, 25. März 2017, von 10 bis 17 Uhr in Bremen
Friedensgemeinde, Humboldtstraße 175/177, 28203 Bremen

Initiiert durch die Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft (EVG) und den Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften (ZdK) fand 2012, im „Internationalen Jahr der Genossenschaften“,  der 1. Bremer Genossenschaftstag auf dem Bremer Marktplatz statt. Zahlreiche Bremer Genossenschaften präsentierten sich dort mit einem Info-Stand und luden Bremerinnen und Bremer zum Gespräch ein, um die Besonderheiten von Genossenschaften – wie z. B. die Mitgliederförderung statt Gewinnorientierung – einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln. Mit dem 2. Bremer Genossenschaftstag sollen jetzt die Wohnungsgenossenschaften im Fokus stehen, die angesichts von zunehmender Wohnungsknappheit einen wichtigen Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums leisten könnten.

Wohnungsgenossenschaften sind in Deutschland eine wichtige Größe in Wohnungswesen und Stadtentwicklung: Die mehr als 1.800 Wohnungsgenossenschaften bewirtschaften etwa 2 Mio. Wohnungen (GdW Jahresstatistik 2015, PDF). Im Land Bremen ist jede Dritte der 36 eingetragenen Genossenschaften eine Wohnungsgenossenschaft; die zehn Genossenschaften in Bremen betreuen fast 9.800 Wohnungen, das ist bei knapp 285.000 Wohnungen insgesamt ein Marktanteil von 3,4% (Zensus 2011, PDF).

Ziel des 2. Bremer Genossenschaftstages ist es, das soziale und ökologische Potential von neuen Wohnungsgenossenschaften für eine nachhaltige Stadtentwicklung interessierten Bürgern, wohnungspolitisch Aktiven und politisch Verantwortlichen zu vermitteln. Es soll diskutiert werden, unter welchen Bedingungen der genossenschaftliche/ gemeinschaftliche Wohnungsbau bezahlbaren Wohnraum für Niedrig- und Normalverdiener produzieren und positive Impulse für innerstädtische Quartiere – wie z.B. dem Neuen Hulsberg-Viertel in Bremen – vermitteln kann. Außerdem sollen beispielhafte und innovative Wohnungsgenossenschaften vorgestellt werden: Wagnis eG und Wogeno eG aus München, Wohnsinn eG aus Darmstadt und die junge Bremer StadtteilGenossenschaft Hulsberg eG.

Geplant sind Vorträge zur Bedeutung von Wohnungsgenossenschaften und gemeinschaftlichen Wohnprojekten für eine soziale Stadtentwicklung, neue Formen gemeinschaftlichen-genossenschaftlichen Wohnens (z.B. Mehrgenerationenwohnen), Organisations- und Finanzierungsmodelle des genossenschaftlichen Wohnungsbaus, rechtliche Anforderungen an Genossenschaften und ein Forum zur Präsentation von Bremer Genossenschaften.

Programm

10:00 Uhr – Begrüßung durch die Veranstalter
Grußwort von Dr. Arne Sünnemann, Abteilungseiter Regional- & Stadtentwicklung, Stadtumbau, Wohnungswesen beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

10:30 Uhr – Die wunderbare Welt der Wohnungsgenossenschaften Geschichte – Potenziale – Bedeutung
Dr. Josef Bura, 1. Vorsitzender FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung

11:00 Uhr – Genossenschaftliche Wohnprojekte: Eingebunden bleiben in der Gemeinschaft Genossenschaftliches und Generationenübergreifendes Wohnen als Chance für ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft
Dr. Burghard Flieger, Volkswirt und Genossenschaftsexperte, innova eG

12:00 Uhr – Wogeno eG und Wagnis eG München: Wohnungsgenossenschaften als Partner der Kommunen
Natalie Schaller, Mitbauzentrale München

12:30 Uhr Diskussion zum Thema „Wohnungsgenossenschaften als Partner der Kommunen“
mit
– Dr. Arne Sünnemann, Abteilungsleiter beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
– Angela Hansen, Agentur für Baugemeinschaften Hamburg
– Natalie Schaller, Mitbauzentrale München
Moderation: Martina Paulini, StadtteilGenossenschaft Hulsberg eG

13:00 – 14:00 Uhr: Mittag / Rundgang über das Hulsberggelände

14:00 Uhr – StadtteilGenossenschaft Hulsberg eG

14:30 Uhr – Organisations- und Finanzierungsmodelle des genossenschaftlichen Wohnungsbaus
Dr. Tobias Behrens, Stattbau Hamburg GmbH

15:00 Uhr – WohnSinn e.G., Darmstadt
Birgit Diesing, WirAgentur für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen

16:00 Uhr – Anforderungen an genossenschaftliche Wohnprojekte
Mathias Fiedler, Vorstandssprecher Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften (ZdK)

16:30 Uhr – Bremer Ideenbörse:  Wie geht es in Bremen weiter?

17: 00 Ende

In den Pausen (und parallel zu den Veranstaltungen) stellen sich Wohnprojekte und Genossenschaften aus Bremen und dem Umland mit Info-Ständen der bremischen Öffentlichkeit vor.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung beim DGB Bremen wird gebeten. Bitte per Mail an tim.voss@dgb.de oder telefonisch unter: 0421 – 3357620.

VeranstalterInnen: DGB Bremen; StadtteilGenossenschaft Hulsberg eG; WUM e.V.; Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V.; Heinrich-Böll-Stiftung Bremen; Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Der Flyer zur Tagung zum Download als PDF: Flyer-Genossenschaftstag-2017

Bremen im Nationalsozialismus

Stadtrundgang mit Achim Bellgart
Freitag, 10. März 2017, von 15 Uhr bis 17 Uhr in Bremen
Treffpunkt vorm Staatsarchiv, Präsident-Kennedy-Platz, 28203 Bremen

In Bremen gibt es eine gern gepflegte Legende: Bremen mochte Hitler nicht und Hitler mochte Bremen nicht. Dieser Mythos von hanseatischen „NS light“ lässt sich auf einem Rundgang zu den damaligen Orten des Geschehens nachhaltig widerlegen. Die 12 schlimmsten Jahre bremischer Geschichte haben das Gesicht der Stadt radikal verändert, v.a. durch die Einwirkungen des vom Nationalsozialismus gestarteten Zweiten Weltkriegs, die die Bremer Innenstadt zu 80% zerstörten. Viele Spuren sind aber noch sichtbar. Wir besuchen einige Orte der Verfolgung, der ideologischen Präsentation und des Widerstands. Dabei wird es auch um den Umgang mit diesem Teil der deutschen Geschichte nach 1945 in Bremen gehen. Wir beginnen bei einem sehr ungewöhnlichen künstlerischen Zeitzeugnis, besuchen das ehemalige Gestapo-Gefängnis und enden beim einzigen nicht zerstörten Hitlerdenkmal Deutschlands.

Joachim Bellgart führt in Bremen thematische Stadterkundungen durch. Nicht zufällig wächst die Zahl seiner Rundgänge oder Fahrten zu politischen Themen wie z.B. Bremen und Kolonialismus, Räterepublik, jüdisches Leben in Bremen. Mehr Informationen auf seiner Website unter www.bellgart-stadtfuehrungen.de.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Selbstorganisation, demokratische Prozesse & Digitalisierung

rli jour fixe mit Ulf Treger (Hamburg)
Mittwoch, 21. Dezember 2016, um 18:30 Uhr in Bremen
Rosa-Luxemburg-Stiftung Büro Bremen, Breitenweg 25, 28195 Bremen – Mit Anmeldung!

Mit den spanischen Kommunalwahlen im Mai 2015 wurden in Barcelona und Madrid Protagonistinnen aus der Bürgerrechtsbewegung PAH und dem Umfeld von Podemos zu Bürgermeisterinnen gewählt. Wie gehen diese Stadtregierungen mit den kommunalen Digitalisierungsprojekten in ihren Metropolen (Stichwort Smart City) um? Wie lassen sich im Gegenzug (basis)demokratische und aktivistische Prozesse durch digitale Werkzeuge unterstützten und verstärken? Oder fördern Sie nur eine Simulation von Teilhabe und Mitbestimmung und erzeugen eine weitere Dimension urbaner „Datifizierung“? Was bewirken Prinzipien wie Transparenz, Freie Software und Open Data?

Ulf Treger, wird – dann frisch aus Madrid zurückgekehrt – aus erster Hand berichten. Er nimmt zur Zeit unter anderem an einem Code-Workshop zum Thema digitale Tools für demokratische Prozesse teil, veranstaltet von der Stadt Madrid, welche von der Bürgermeisterin Manuela Carmena regiert wird. Das Wahlbündnis „Ahora Madrid“ aus Sozialdemokraten und Podemos brachte die Menschenrechtsverteidigerin und ehemalige Richterin Mitte 2015 ins Amt.

Ulf Treger (Hamburg, ehemals Bremen) schreibt, recherchiert, macht Vorträge und Workshops zu den Themen städtischer und öffentlicher Raum, digitale Kommunikation, Mapping, Design und Code (rails/js); ist beteiligt an city/data/explosion (einer Veranstaltungsreihe zu Stadt, Öffentlichkeit und digitalen Medien in Bremen und Hamburg). Arbeitet als Grafik- und User Interface-Designer, ist Teil des Büros 3plusx und der Coding/UI-Arbeitsgruppe Pragma Shift. Er betreibt den Kleinverlag Sprung Verlag.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen im Rahmen des »rli jour fixe«: Der Platz im Seminarraum in unserem Büro ist auf etwa zehn bis zwölf Teilnehmende begrenzt, der überschaubare Kreis ermöglicht zugleich eine intensivere Auseinandersetzung. Deshalb bitten wir um verbindliche Anmeldung per Mail an jourfixe@rosa-luxemburg.com (oder über unser Büro). Wir versenden per Mail eine Anmeldebestätigung, oder eine Absage, falls bereits alle Plätze belegt sind.

Das Flugblatt zur Veranstaltung als PDF zum Download: 1611 VA-Flyer Dallas Criminal Robotics & Madrid.

Wer gestaltet die Stadt der Zukunft?

Interventionen und Visionen zur Stadt
Sonntag, 25. September 2016, ab 13 Uhr in Bremen
Spedition Bremen, Beim Handelsmuseum, 28195 Bremen

13 bis 17 Uhr: Supermarkt #13
Ein Flohmarkt bei Kaffee und Kuchen auf dem Platz vor der Spedition, bzw. bei schlechtem Wetter in der großen und kleinen Halle
Wer einen Stand machen möchte, kann sich ganz einfach per Mail anmelden. Standgebühr = 1 Kuchen, 1 Quiche, 10 Muffins oder gerne auch ein paar liebevoll belegte Stullen. Auf jeden Fall am Besten etwas vegetarisch/veganes, dass man gut aus der Hand essen kann.
Aufbau ist ab 12.00 Uhr. Tische bitte selber mitbringen. Stühle, Spiegel und eine Umkleide gibt es vor Ort. Die verbindliche Anmeldemail bitte bis spätestens 22.09. mit der Info der ungefähren Platzbedarfsangabe und was als Standgebühr beigesteuert wird an: sellout@spedition-bremen.com

17 Uhr: Letzte Hoffnung Stadt
Ein Vortrag von Ivo Bozic in der Belle Etage
Ivo Bozic ist Mitbegründer und Mitherausgeber der Wochenzeitung „Jungle World“. Er hat Publizistik, Politik und Philosophie studiert und sich als Autor intensiv mit Fragen der Emanzipation und Migration beschäftigt und in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren auch die Entwicklungen in den Weltstädten beobachtet. Kann die Globalisierung ihr Versprechen auf eine Abkehr vom Nationalismus halten? Sind kosmopolitische Schmelztigel, wie sie die Global Cities darstellen, Ausgangspunkt für eine postnationale, postkulturalistische Welt? Ivo Bozic hinterfragt in seinem Vortrag das emanzipatorische Potential der Urbanisierung.

18.30 Film: The Human Scale
Eine Dokumentation über die weltweit voranschreitende Verstädterung und den Versuch, diese mit Architektur positiv zu gestalten
Der dänische Architekt Jan Gehl hat das menschliche Verhalten in den Städten rund 40 Jahre lang erforscht und zeigt in diesem Dokumentarfilm, was das Phänomen Großstadt für den Menschen, seine Beziehungen und sein Leben bedeutet. Dabei setzt er den Menschen und die Stadtentwicklung in Bezug zum Auto, macht deutlich wie Autoraum geschaffen wird ohne auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen und was passiert, wenn der Raum wieder den Menschen überlassen wird.
(72min. englisch mit deutschen Untertiteln)

VeranstalterInnen: Kunst- und Kulturverein Spedition Bremen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Mobile Commons. Transnationale Mobilität, digitale Grenzregime und Kommunikation

Transnationale Mobilität, digitale Grenzregime und die gemeinschaftliche Kommunikation von MigrantInnen mit Hilfe von Smartphones
Vortrag und Diskussion mit Vassilis Tsianos, Hamburg

Donnerstag, 28. April 2016, um 20 Uhr in Bremen
Spedition Bremen, Beim Handelsmuseum, 28195 Bremen

«Mobile Commons» nennt Vassilis Tsianos die Vernetzung und Kommunikation der MigrantInnen mit Smartphone und Facebook und beschreibt den Kontext als einen «Raum, in dem mediale Kontrolltechnologien einerseits und alternative Nutzungsmöglichkeiten der Medien seitens der MigrantInnen andererseits koexistieren. Das ist das Entscheidende: Ihre wechselseitige Kopräsenz und Beobachtung. Jeder Form von Kontrolltechnologie entspricht eine Form des Widerstands gegen sie. Und mobile commons der Migration sind die Antwort auf eine bestimmte Form digitaler Erfassung oder digitaler Gefängnisse.«

Vassilis Tsianos lehrt an der Fachhochschule Kiel. Im Rahmen des EU-Forschungsprojektes MIG@net hat er gemeinsam mit anderen die Rolle digitaler Vernetzung unter MigrantInnen untersucht. Er gehört zu den Gründern von Kanak Attak und ist Mitglied des „Rates für Migration“.

Logo citydataexplosion. Veranstaltungsreihe zu Stadt, Öffentlichkeit und digitale Medien 2016

citydataexplosion. Veranstaltungsreihe zu Stadt, Öffentlichkeit und digitale Medien im Kunst- und Kulturverein Spedition Bremen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Digitalisierung und Vernetzung prägen zunehmend unser Leben, unser soziales Miteinander und auch unseren Alltag in den Städten. Mit einer Reihe von Vorträgen und Diskussionen an den Schnittstellen von künstlerischen Ausdrucksformen, wissenschaftlichen Fragestellungen und sozialen Praxen möchten wir einige Facetten dieser Entwicklung beleuchten und eine Debatte über die Zukunft einer vernetzten, von digitalen Medien durchdrungene Stadt anregen. Besonderer Augenmerk der Beiträge liegt auf der Perspektive der Anwendung, der ExpertInnen des Alltags und der Handlungsperspektiven die sich diesen Akteuren in einer kooperativen Stadt bieten.

Die Veranstaltungsreihe citydataexplosion findet 2016 mit vier Veranstaltungen im Abstand von jeweils zwei Wochen im Zeitraum von Ende März bis Mitte Mai in der Spedition statt.

  • 31. März: Freiräume frei räumen. Ein inflationär gebrauchter Topos wird entsedimentiert. Lesung und Diskussion mit Christiane Wehr, Hamburg
  • 14. April: Soft Resistance. Die gesellschaftliche Verhandlung der Benutzung von Smartphones und sozialen Medien und dem Konzept digitaler Enthaltsamkeit. Vortrag und Diskussion mit Eve Massacre, Nürnberg
  • 28. April: Mobile Commons. Transnationale Mobilität, digitale Grenzregime und die gemeinschaftliche Kommunikation von MigrantInnen mit Hilfe von Smartphones. Vortrag und Diskussion mit Vassilis Tsianos, Hamburg
  • 12. Mai: Space mapping/Space making. Digitale Karten als Werkzeuge zur Beschreibung und Verhandlung urbaner Lebensbedingungen. Vortrag und Diskussion mit Ulf Treger, Hamburg

Begleitet wird die Reihe durch das citydataexplosion Audioarchiv, eine akustische Installation im Fliesseneck der Spedition.

Space mapping/Space making. Digitale Karten als Werkzeuge

Digitale Karten als Werkzeuge zur Beschreibung und Verhandlung urbaner Lebensbedingungen
Vortrag und Diskussion mit Ulf Treger, Hamburg

Donnerstag, 12. Mai 2016, um 20 Uhr in Bremen
Spedition Bremen, Beim Handelsmuseum, 28195 Bremen

Karten und Geografische Informationssysteme bestimmen  Wahrnehmung und Zugänglichkeit von Raum und beeinflussen dadurch auch unmittelbar die «BenutzerInnen» dieser Räume. «Die Weltsichten, wie sie von Google Earth und anderen Projekten angeboten werden, verstärken das Phänomen einer Stereo-Wirklichkeit, wie Paul Virilio sie nennt. Diese besteht aus der Realität der direkten Umgebung «in der sich unsere Körper fortbewegen» und der medialen Wirklichkeit – zwei Bilder, die sich gegenseitig überlagern und unsere Wahrnehmung beeinflußen.» (Ulf Treger)

Wie aber lassen sich Karten für antagonistische Projekte benutzen, um diesen Sichtweisen alternative Modelle entgegen zu stellen? Wie können Karten gestaltet werden, um soziale Ungerechtigkeiten, Ausgrenzungen oder Vertreibungsprozesse zu dokumentieren? In seinem Vortrag stellt Ulf Treger soziale und künstlerische Projekte vor.

Ulf Treger arbeitet als Gestalter und Webentwickler in Hamburg. In verschiedenen Projekten und Kollaborationen hat er sich mit Stadt, öffentlichen Räumen und elektronischen Medien auseinandergesetzt, unter anderem als Mitbegründer der Gruppe „Offene Kartierung“. Er ist Mit-Initiator unserer Veranstaltungsreihe „city/data/explosion“ die derzeit in Bremen und Hamburg stattfindet.

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Digitalisierung und Vernetzung prägen zunehmend unser Leben, unser soziales Miteinander und auch unseren Alltag in den Städten. Mit einer Reihe von Vorträgen und Diskussionen an den Schnittstellen von künstlerischen Ausdrucksformen, wissenschaftlichen Fragestellungen und sozialen Praxen möchten wir einige Facetten dieser Entwicklung beleuchten und eine Debatte über die Zukunft einer vernetzten, von digitalen Medien durchdrungene Stadt anregen. Besonderer Augenmerk der Beiträge liegt auf der Perspektive der Anwendung, der ExpertInnen des Alltags und der Handlungsperspektiven die sich diesen Akteuren in einer kooperativen Stadt bieten.

Die Veranstaltungsreihe citydataexplosion findet 2016 mit vier Veranstaltungen im Abstand von jeweils zwei Wochen im Zeitraum von Ende März bis Mitte Mai in der Spedition statt.

  • 31. März: Freiräume frei räumen. Ein inflationär gebrauchter Topos wird entsedimentiert. Lesung und Diskussion mit Christiane Wehr, Hamburg
  • 14. April: Soft Resistance. Die gesellschaftliche Verhandlung der Benutzung von Smartphones und sozialen Medien und dem Konzept digitaler Enthaltsamkeit. Vortrag und Diskussion mit Eve Massacre, Nürnberg
  • 28. April: Mobile Commons. Transnationale Mobilität, digitale Grenzregime und die gemeinschaftliche Kommunikation von MigrantInnen mit Hilfe von Smartphones. Vortrag und Diskussion mit Vassilis Tsianos, Hamburg
  • 12. Mai: Space mapping/Space making. Digitale Karten als Werkzeuge zur Beschreibung und Verhandlung urbaner Lebensbedingungen. Vortrag und Diskussion mit Ulf Treger, Hamburg

Begleitet wird die Reihe durch das citydataexplosion Audioarchiv, eine akustische Installation im Fliesseneck der Spedition.

Soft Resistance. Die gesellschaftliche Verhandlung der Benutzung von Smartphones mit dem Konzept digitaler Enthaltsamkeit

Die gesellschaftliche Verhandlung der Benutzung von Smartphones, sozialen Medien und dem Konzept digitaler Enthaltsamkeit
Vortrag und Diskussion mit Eve Massacre, Nürnberg

Donnerstag, 14. April 2016, um 20 Uhr in Bremen
Spedition Bremen, Beim Handelsmuseum, 28195 Bremen

Das Soziale, das Zwischenmenschliche ist von Technologie druchdrungen, wir spielen miteinander Cops, indem wir anderen vorschreiben wie sie ihre Geräte zu nutzen haben – no Selfie, keine Handyfotos auf Konzerten. Warum das unsinnig ist, wie das Soziale vom Technologischen durchdrungen ist, wann Facebook Telepathie einführen wird, und warum wir uns auch aus politischen Gründen für all das mehr interessieren sollten, das versucht Eve Massacre in einem Vortrag zusammenzudenken.

Eve Massacre ist eine hoffnunglose culture/queer/politics Romantikerin + Netztheorie-Enthusiastin. Sie ist Autorin und Bloggerin, Aktivistin und Künstlerin, DJ und Veranstalterin. Sie bloggt auf evemassacre.de (engl.) und breakingthewaves.de (dt.). Sie veröffentlichte u.a. in testcard und auf Radio Z.

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Digitalisierung und Vernetzung prägen zunehmend unser Leben, unser soziales Miteinander und auch unseren Alltag in den Städten. Mit einer Reihe von Vorträgen und Diskussionen an den Schnittstellen von künstlerischen Ausdrucksformen, wissenschaftlichen Fragestellungen und sozialen Praxen möchten wir einige Facetten dieser Entwicklung beleuchten und eine Debatte über die Zukunft einer vernetzten, von digitalen Medien durchdrungene Stadt anregen. Besonderer Augenmerk der Beiträge liegt auf der Perspektive der Anwendung, der ExpertInnen des Alltags und der Handlungsperspektiven die sich diesen Akteuren in einer kooperativen Stadt bieten.

Die Veranstaltungsreihe citydataexplosion findet 2016 mit vier Veranstaltungen im Abstand von jeweils zwei Wochen im Zeitraum von Ende März bis Mitte Mai in der Spedition statt.

  • 31. März: Freiräume frei räumen. Ein inflationär gebrauchter Topos wird entsedimentiert. Lesung und Diskussion mit Christiane Wehr, Hamburg
  • 14. April: Soft Resistance. Die gesellschaftliche Verhandlung der Benutzung von Smartphones und sozialen Medien und dem Konzept digitaler Enthaltsamkeit. Vortrag und Diskussion mit Eve Massacre, Nürnberg
  • 28. April: Mobile Commons. Transnationale Mobilität, digitale Grenzregime und die gemeinschaftliche Kommunikation von MigrantInnen mit Hilfe von Smartphones. Vortrag und Diskussion mit Vassilis Tsianos, Hamburg
  • 12. Mai: Space mapping/Space making. Digitale Karten als Werkzeuge zur Beschreibung und Verhandlung urbaner Lebensbedingungen. Vortrag und Diskussion mit Ulf Treger, Hamburg

Begleitet wird die Reihe durch das citydataexplosion Audioarchiv, eine akustische Installation im Fliesseneck der Spedition.

Freiräume frei räumen. Ein inflationär gebrauchter Topos wird entsedimentiert

Lesung und Diskussion mit Christiane Wehr, Hamburg
Donnerstag, 31. März 2016, um 20 Uhr in Bremen
Spedition Bremen, Beim Handelsmuseum, 28195 Bremen

Wo kann heute und zukünftig emanzipatorischer Freiraum gewonnen werden? Wie kann etwas „frei“ sein, das sich stets durch soziale Verhältnisse konstituiert? Welche kritischen Impulse sind in diesem Zusammenhang von Freiräumen in der Kunst zu erwarten? Freiraum wird in dieser fächerübergreifenden Studie als Idee, als Ort und als Rahmenbedingung für Veränderungshandeln in den Blick genommen.

Christiane Wehr, Hamburg, stellt ihr Anfang 2016 im Sprung-Verlag erschienendes Buch „Freiraum frei räumen. Ein inflationär gebrauchter Topos wird entsedimentiert‟ vor.

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Digitalisierung und Vernetzung prägen zunehmend unser Leben, unser soziales Miteinander und auch unseren Alltag in den Städten. Mit einer Reihe von Vorträgen und Diskussionen an den Schnittstellen von künstlerischen Ausdrucksformen, wissenschaftlichen Fragestellungen und sozialen Praxen möchten wir einige Facetten dieser Entwicklung beleuchten und eine Debatte über die Zukunft einer vernetzten, von digitalen Medien durchdrungene Stadt anregen. Besonderer Augenmerk der Beiträge liegt auf der Perspektive der Anwendung, der ExpertInnen des Alltags und der Handlungsperspektiven die sich diesen Akteuren in einer kooperativen Stadt bieten.

Die Veranstaltungsreihe citydataexplosion findet 2016 mit vier Veranstaltungen im Abstand von jeweils zwei Wochen im Zeitraum von Ende März bis Mitte Mai in der Spedition statt.

  • 31. März: Freiräume frei räumen. Ein inflationär gebrauchter Topos wird entsedimentiert. Lesung und Diskussion mit Christiane Wehr, Hamburg
  • 14. April: Soft Resistance. Die gesellschaftliche Verhandlung der Benutzung von Smartphones und sozialen Medien und dem Konzept digitaler Enthaltsamkeit. Vortrag und Diskussion mit Eve Massacre, Nürnberg
  • 28. April: Mobile Commons. Transnationale Mobilität, digitale Grenzregime und die gemeinschaftliche Kommunikation von MigrantInnen mit Hilfe von Smartphones. Vortrag und Diskussion mit Vassilis Tsianos, Hamburg
  • 12. Mai: Space mapping/Space making. Digitale Karten als Werkzeuge zur Beschreibung und Verhandlung urbaner Lebensbedingungen. Vortrag und Diskussion mit Ulf Treger, Hamburg

Begleitet wird die Reihe durch das citydataexplosion Audioarchiv, eine akustische Installation im Fliesseneck der Spedition.

 

Die neue Ungleichheit. Ein Bildband entlang neoliberaler Architekturen


Buchvorstellung mit Arne Schmitt sowie Gespräch mit Radek Krolczyk

Dienstag, 1. Dezember 2015, 20.00 Uhr
Galerie K´. Alexanderstr. 9b, 28203 Bremen

Als eines der großen Probleme der Kritik am Neoliberalismus erscheint immer wieder das Fehlen eines klar umrissenen Gegenstands – auch auf dem Gebiet der Architektur: angesichts struktureller Komplexität richten sich Analyse und Kritik oft nur auf vereinzelte, spezielle Phänomene. Dieser Tendenz begegnet Arne Schmitt (*1984) in seinem neuen Buch mit dezidierter Einfachheit. Auf einem abgesteckten Spaziergang durch die Stadt Köln fotografiert Schmitt Architekturen verschiedenster Couleur, alle in Schwarzweiß: Restbestände sozialstaatlicher Moderne, musealisierte Industriebauten, zeitgenössische Konsumtempel u.v.m. reihen sich aneinander und weisen stilistisch eine spürbare Ungleichheit auf – die nur zu gerne als Pluralismus, Freiheit ausgegeben wird. Und doch durchzieht diese Ansichten ein gemeinsamer Geist, der jedoch vielmehr in unsichtbaren Zusammenhängen zu suchen ist und ganze andere Ungleichheiten meint: sei es im Falle der privaten Großinverstoren der Oppenheim-Esch-Holding, die durch korrupte Strukturen seit den 90er Jahren mehrfach die öffentliche Hand in skandalöser Weise ausnehmen konnten (Kölnarena, Stadthaus, Neue Messehallen) – sei es der immer noch ungeklärte Einsturz des Historischen Stadtarchivs oder auch der luxuriöse, investorenfreundliche Ausbau des Rheinauhafens. Fotografie und Buchform nehmen dabei Bezug auf jene thematischen Bildbände der 50er und 60er Jahre, in denen politische und gesellschaftliche Kritik der Gegenwart mit fotografischen Darstellungen der Stadt verknüpft wurde. Diesen Anspruch versucht Arne Schmitt mit Die neue Ungleichheit zurückzugewinnen: So schrieb der Kölner Schriftsteller Thorsten Krämer (*1971) ein halb literarisches, halb essayistisches Vorwort, das einen möglichen Weg für eine Kritik des hoch-anpassungsfähigen, immer-flüchtigen Neoliberalen aufzeigt.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit Galerie K´.

Architecture Without Context – Bilder und Fußnoten zur italienischen Moderne

Vortrag und Diskussion mit Eiko Grimberg (Berlin)
Mittwoch, 06. Mai 2015, 20.00 Uhr
Galerie K, Alexanderstr. 9b, 28203 Bremen

„In Cernobbio hat Cesare Cattaneo sich ein Haus gebaut. Casa d’affitto, 1938/39. Das Gebäude wirkt isoliert, seine rationalistische Formsprache wie aus dem Zusammenhang gerissen. Ich merke, dass die Architektur selbst mich nicht wirklich interessiert und nehme das nächste Boot zur Isola Comacina. Hier hat Pietro Lingeri drei Sommerresidenzen für Künstler realisiert, Case per artisti, 1938. Vorbild war das Ferienhaus von Le Corbusier in Les Mathes, wie ich im Reiseführer lese. Die Insel kostet Eintritt. Die moderne Architektur konkurriert mit der Ruine einer Basilika aus dem zwölften Jahrhundert. Hauptattraktion der Insel aber ist das Restaurant Locanda, in dem schon Konrad Adenauer und Madonna gegessen haben. 1926 schreibt die Stadt Como einen Wettbewerb für ein Denkmal der Gefallenen des Weltkriegs aus. Keiner der prämierten Beiträge wird realisiert. Marinetti überzeugt den Bürgermeister, der Planung eine Zeichnung von Antonio Sant’Elia zu Grunde zu legen: Torre Faro, 1914. Aus der Vision eines Leuchtturms der Stadt von morgen machen dann die Brüder Terragni, die schließlich den Zuschlag bekommen, einen großen Grabstein für die Toten von gestern. Monumento ai caduti di Como, 1931–33. Zeitgleich baut Gianni Mantero in unmittelbarer Nachbarschaft den Sitz des lokalen Rudervereins. Zufällig treffe ich am Eingang den Präsidenten des Vereins, der sich für mich freut und sagt, ich hätte Glück, er sei der Präsident und könne mir alles zeigen. Oben auf der Terrasse lädt er mich zum Kaffee ein. Der Sprungturm mit seiner gewagten Stahlbetonkonstruktion ist der Stolz des Clubs. Später finde ich im Netz eine Aufnahme, die Bildunterschrift weist ihn als ‚fascist diving board‘ aus.“ (Eiko Grimberg)

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit Galerie K´- Zentrum Aktuelle Kunst.

Buy Buy St. Pauli

Über die Kämpfe um die Esso-Häuser
Film und anschließende Diskussion mit den FilmemacherInnen aus Hamburg
Donnerstag, 19. März 2015, um 20 Uhr
Spedition Bremen, belle étage, Am Güterbahnhof: Beim Handelsmuseum, 28195 Bremen

„Buy Buy St. Pauli“ Motiv 1

„Was weg ist ist weg! Das kommt nicht wieder!“ sagt Andreas energisch. Er wohnte seit 1988 in den Esso-Haeusern auf St. Pauli. Diese stehen exemplarisch fuer einen überall – und nicht nur auf St. Pauli – stattfindenden Verdrängungsprozess.

In ihrer Langzeitdokumentation „Buy Buy St. Pauli“ (D 2014, 86“) begleiten die FilmemacherInnen Irene Bude, Olaf Sobczak und Steffen Jörg den Kampf der BewohnerInnen der Esso-Häuser und ihrer UnterstützerInnen gegen den Abriss. Sie haben zahlreiche Demonstrationen gefilmt, waren bei subversiven Aktionen und Brushmobs dabei, haben Stadtteilversammlungen dokumentiert und Einblicke in liebevoll eingerichtete Wohnzimmer eingefangen – bis zum Packen der Umzugskartons. Dabei will der Film wichtige Fragen stellen: War der Abriss wirklich unvermeidbar? Soll Kaputtbesitzen mit massgeschneiderten Bebauungsplänen belohnt werden?

Zu Wort kommen nicht nur AktivistInnen der Initiative Esso-Häuser sowie BewohnerInnen, NachbarInnen und Gewerbetreibende, sondern auch die Politik, Investoren und eine Stararchitektin.

„Buy Buy St. Pauli“ Motiv 2

Weitere Informationen zum Film finden sich unter www.buybuy-stpauli.de.

Die VeranstalterInnen:
Kunst- und Kulturverein Spedition und Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen; im Rahmen der Veranstaltungsreihe „citydataexplosion.

Das Flugblatt zur Veranstaltung „Buy Buy St. Pauli“ als PDF zum Download.

OZ: Street Art zwischen Revolte, Repression und Vereinnahmung 

Inwiefern verändert der Tod des Sprayers OZ den Blick auf sein Werk?
Vortrag und Diskussion mit KP Flügel (Hamburg)
Samstag 06. Dezember 2014, um 19:30 Uhr
Spedition Bremen, belle étage, Am Güterbahnhof: Beim Handelsmuseum, 28195 Bremen

Bunte oder schwarze Smileys und Kringel, Tags wie USP oder DSF und immer wieder das Schriftzeichen OZ: Hamburgs berühmtester Sprayer ist im Stadtbild der Hansestadt allgegenwärtig. Auf tristen Tunnelwänden, Bunkern, Rückseiten von Verkehrsschildern hat er seine Spuren hinterlassen. Mit singulärer Hartnäckigkeit ist der 64-jährige OZ seit mehr als 20 Jahren Nacht für Nacht in Hamburg unterwegs gewesen. Er bestritt das Vorrecht der Werbebotschaften, den öffentlichen Raum konkurrenzlos zu prägen, und reklamierte ein Recht auf Stadt für alle.
Deshalb wurde OZ zu insgesamt acht Jahren Gefängnis wegen »fortgesetzter Sachbeschädigung« verurteilt. Aus dem gleichen Grund hat er Generationen von Graffiti- und Streetartkünstlern inspiriert.

Titel Free OZ! Buch

Nach seinem Tod am 25. September äußert sich die Hamburger Kulturbehörde wohlwollend gegenüber einer Initiative, die ausgewählte Werke von OZ hinter Plexiglas konservieren möchte. Beginnt jetzt eine Musealisierung seines Werkes?
KP Flügel, Mitherausgeber des Buches „Free OZ!“, skizziert das Schaffen und Werk von OZ und den Umgang von Justiz, Politik und Kunstbetrieb mit diesem. Der Hamburger Journalist (früher u.a. NDR, taz) und Projektarbeiter KP Flügel ist u.a. aktiv für die »neopostdadasurrealpunkshow« auf Radio FSK; von ihm erschien 2011 in der Edition Nautilus auch „Bomb It, Miss.Tic!“, zusammen mit Jorinde Reznikoff.

Nach der Veranstaltung: Bar, Musik und bei Bedarf auch Tanz mit Phlex (Bremen)

Die VeranstalterInnen:
Kunst- und Kulturverein Spedition und Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen

Das Flugblatt zur Veranstaltung 141206 OZ Street Art als PDF zum Download.

Das Buch zur Veranstaltung:
Blechschmidt, Flügel, Reznikoff (Hg.): Free OZ!
Zahlreiche farbige Abbildungen, ISBN 978-3-86241-424-6, ca. 144 Seiten, Paperback, April 2014
Verlag Assoziation A

Kämpfe um Wohnraum in der Eurokrise

Vortrag und Diskussion: AktivistInnen aus Griechenland, Spanien und Italien sprechen auf einer Rundreise über Praxen der Aneignung und Selbstorganisierung
Mittwoch, 28. Mai 2014, um 19:00 Uhr
Paradox, Bernhardstraße 12, 28203 Bremen

Kämpfe um Wohnraum in der Eurokrise

Im Zuge der Eurokrise wurden Miet- und Hypothekenschulden, Zwangsräumungen und in der Folge die Unsicherheit des eigenen Wohnraums für zahlreiche Menschen zu einer alltäglichen Erfahrung. Vom individuellen Leid, das diese Entwicklungen mit sich bringen, zeugen unter anderem erhöhte Risiken für Depressionen und andere psychische Erkrankungen oder Suizide, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Zwangsräumungen stehen. Bestehende oder geplante Schutzrechte für Wohnraum gerieten gleichzeitig auf Betreiben der ‚Troika‘ – der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds – und nationaler Regierungen unter Druck. Trotzdem gelang es Betroffenen in vielen Fällen, sich selbstorganisiert zur Wehr zu setzen, etwa mit Blockaden von Zwangsräumungen, erfolgreichen kollektiven Beratungen zur Unterstützung individueller Fälle oder der Wiederaneignung leerstehender Häuser. Auf der Veranstaltung werden AktivistInnen von Solidarity4all (Griechenland), der Plattform der Hypothekenbetroffenen – PAH (Spanien) und von Action – Diritti in Movimento (Italien) über die Kämpfe um Wohnraum in ihren Ländern und Städten berichten.

Housing struggles in the Eurozone crisis

The Eurozone crisis has seen mortgage debt and rents becoming an ever more intense problem for the everyday reproduction of many people in Europe. Innumerable evictions increased the precarity of housing and everyday life and led to rising rates of mental stress and depression as well as suicides. Protection from evictions was at the same time – in the context of the austerity based European crisis management – under fierce attack by the ‚Troika‘ – the European Commission, the European Central Bank and the International Monetary Fund – and national governments. However, affected people, relying on self-organisation, in many cases were able to mount successful resistance. Evictions were actively impeded by acts of civil desobedience, successful mechanisms of collective counseling to give help and support in individual cases established or houses occupied. The workshop features presentations from activists from the Platform of those affected by mortgages PAH (Spain), Solidarity4all (Greece) and Action – Diritti in Movimento (Italy) that analyse struggles against evictions and for housing in their respective countries and cities.

Rundreise-Termine / Tour-Dates:

26.05.2014, 19:00 Uhr: Jockel, Biergarten, Ratiborstr. 14 c, Berlin (Kreuzberg)

27.05.2014, 19:00 Uhr:  Gängeviertel, Valentinskamp 39, Hamburg

28.05.2014, 19:00 Uhr:  Paradox, Bernhardstraße 12, Bremen

29.05.2014, 17:00 Uhr:  Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3, Köln

30.05.2014, 18:00 Uhr:  Rotes Zentrum, Lange-Geismar-Straße 3, Göttingen

31.05.2014, 12:00 Uhr: Im Rahmen des BUKO 36 in Leipzig

Eine Veranstaltungsrundreise der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der «Interventionistischen Linken» (IL) und «Blockupy».

Absage an die Wirtlichkeit – Ein Bildvortrag über Häuser und Plätze, das ungeliebte Erbe der alten BRD und das Potential der Verneinung

Ein Bildvortrag mit Arne Schmitt (Köln)
Donnerstag, 28. November 2013, um 20.00 Uhr
Galerie K ‚ – Zentrum Aktuelle Kunst, Alexanderstr. 9b, 28203 Bremen

Fotografien von 3 Orten bilden den Ausgangspunkt für den Vortrag: der Koblenzer Zentralplatz, das Bonner Stadthaus und eine Skulptur am Bochumer Hauptbahnhof fungieren als Beispiele von öffentlichen Räumen und Architekturen, die auf je spezifische Weise in einem konfliktreichen Verhältnis zur Öffentlichkeit stehen. Untersuchung und Aneignung dieses Verhältnisses werden gerahmt von einem musikalischen Ausflug ins zeitgenössische Chicago, das für die Entstehung des Vortrags auf verschiedene Weise von Bedeutung war.

Arne Schmitt (geb. 1984, Mayen, BRD) studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und am Sint-Lukas in Brüssel Fotografie. Schmitt beschäftigt sich mit dem städtischen Raum. In Form von Fotobüchern, -serien und Videos erkundet er Struktur und Auswirkung nachkriegsdeutscher Städteplanung. Straßenbau spielt für ihn dabei eine ebenso zentrale Rolle wie die Organisation des Urbanen Lebens und Arbeitens sowie der Kunst am Bau. Die Essayform erlaubt es ihm, argumentativ vorzugehen. Schmitt veröffentlichte zuletzt seine vieldiskutierte Diplomarbeit „Wenn Gesinnung Form wird“ zur westdeutschen Städteplanung der Nachkriegsjahre. Das Sprengel Museum widmete ihm hierzu eine Ausstellung. Arne Schmitt lebt und arbeitet in Köln. An der Hamburger Hochschule für bildende Künste hat er ab dem Wintersemester 2013/14 einen Lehrauftrag.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen in Kooperation mit ExLibris.

Überseedorf – Festival des Zuckernetzwerkes

Vorträge, Diskussionen und Workshops im Rahmen des „Unterseedorfs“-Festival des Zuckernetzwerkes vom 17. bis 25. Mai 2013 in der Überseestadt Bremen

Ende Mai entsteht in der Überseestadt Bremen ein temporärer Clubs als Mittelpunkt für ein Festival des Zuckernetzwerkes (http://zuckerwerk.org). Das Programm wird die Vielfalt des Netzwerkes durch ein Zusammenspiel aus Lichtinstallationen, Straßenkunst, Skulpturen, Barbereich, Ruhezonen, Workshopspaces, Bühnen für Musiker_innen und Tanzbereiche widerspiegeln.

In diesem Rahmen findet in Zusammenarbeit zwischen Zuckerwerk und der ZZZ – ZwischenZeitZentrale Bremen (www.zzz-bremen.de) ein Diskussionsabend und ein Workshopnachmittag statt. Das Projekt wird von der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen unterstützt. Weitere Infos und das gesamte Programm finden sich unter: www.unterseedorf.zuckerwerk.org

Veranstaltungsort in der Überseestadt Bremen:
Ecke Konsul-Smidt-Straße / Überseetor in der Überseestadt
Anfahrt mit dem ÖPNV: Linie 20 Haltestelle „Überseetor“; Linie 3 Haltestelle „Waller Ring“.

 

Die Veranstaltungen:

Samstag, 18. Mai 2013, 15:00 Uhr
Brachland Wissen
Nach kurzen Impulsstatements wollen wir mit euch in eine Diskussion über DIY, Sharing und Konsumverhalten einsteigen, Ideen entwickeln und austauschen. Ziel kann es sein, ein Netzwerk zum Wissens- und Könnensaustausch in Bremen zu installieren.

 

Samstag 18. Mai 2013, 19:00 Uhr
Raum und Kultur – Kultur und Stadt
Kulturschaffende sind vielerorts auf der Suche nach günstigen Räumen für Kulturprojekte. Gleichzeitig stehen in Städten zahlreiche Gebäude leer. Doch beides findet nur schwer zusammen – trotz des Bedeutungsgewinnes von Kultur für die Stadtentwicklung und Stadtimageproduktion. Vor diesem Hintergrund werden verschiedene Taktiken kultureller Raumaneignungen anhand von Erfahrungsberichten vorgestellt und hinterfragt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Gefahr von Instrumentalisierungen und dauerhaft prekären Arbeitsverhältnissen.
(ZZZ, second hand spaces, Gängeviertel / Hamburg)

 

Samstag 18. Mai 2013, 20:00 Uhr
Musik als Kulturgut – Musik als Ware
Der Beitrag setzt sich mit der Förderungswürdigkeit von Musik und Kultur auseinander. Subkultur wird dabei im Spannungsfeld von geförderter und markorientierte Kultur verortet und ihr Selbstverständnis hinterfragt: Wie macht sich die heurige und hiesige Kultur verwertbar? Wie begreift sich Subkultur darin? Im Kontext der Subkultur wird des Weiteren der Mythos des freien selbstbestimmten Menschen als Produkt neoliberaler Bio-Politik thematisiert.

 

Sonntag 19. Mai 2013, 15:00 Uhr
Selbstausbeutung, Prekarisierung und „Subkultur“
Gesicherter Lebensunterhalt und genug Zeit fürs Projekt? Für viele Kulturschaffende ist das nur schwer vereinbar. Nach etlichen Stunden Lohnarbeit fehlen oft Zeit und Energie für das schöne Leben. Ohne dass mensch sich finanziell ausbeutet, scheint „Subkultur“ nicht zu funktionieren. Oder doch? In welchem Verhältnis stehen Selbstausbeutung und Freiheitsdrang? Sind prekär arbeitende Kulturschaffende Prototypen für einen neoliberalen Arbeitsmarkt? Wer profitiert von „Subkultur“? Warum das Thema in diesen Zeiten so aktuell ist und was das mit uns allen zu tun hat, wollen wir mit euch gemeinsam herausfinden.

 

Samstag 25. Mai 2013, von 12:00 bis 16:00 Uhr
Workshopnachmittag
Vom Freiluftrave über Zwischennutzungen zur Do-It-Yourself-Projektentwicklung – beim Organisieren solcher Projekte stellen sich immer wieder die selben Fragen: Wie finde ich geeignete Räume oder Flächen? Wie verhandle ich mit Eigentümer_innen? Welche Genehmigungen brauche ich und wie bekomme ich sie? Wie schütze ich mich vor Überlastung? Und wie kann ich internen Konflikten vorbeugen? Gemeinsam möchten wir Erfahrungen austauschen und einen Handlungsleitfaden erarbeiten.

Workshop 1 (ZZZ, second hand spaces / Berlin):
Räume finden und Nutzungskonditionen aushandeln – über die Ortssuche, Informationsquellen, Kontaktaufnahme, Überzeugungsarbeit und Rahmenbedingungen von A wie Aufspüren bis Z wie Zusammenkommen.

Workshop 2 (AAA, ZZZ, second hand spaces / Bremen):
Gemeinschaften und Netzwerke aufbauen – Wie kann Gemeinschaft in Zeiten einer sich ausufernden, digitalisierten Gesellschaft binden und sich finden? Private Broker oder persönlicher Freund für alle Belange?

Workshop 3 (IG Kultur Wien – Interessengemeinschaft und -vertretung der freien und autonomen KulturarbeiterInnen in Wien, CIT-Collectivea crossdiciplinary initiative for urban commons):
Strategien der Aneignung – Kulturarbeit & (autonome) Stadtentwicklung zwischen Lobbyarbeit und Besetzungsutopien.

 

Links:

www.zzz-bremen.de

www.secondhandspaces.de

www.aaa-bremen.de

www.igkulturwien.net

http://citcollective.wordpress.com

 

Wichtig und gut: Lexikon der Kommunalpolitik

Unter der tätigen Mithilfe des Mitglieds des Thüringer Landtages, Frank Kuschel (DIE LINKE), ist unter dem Titel „Das gläserne Rathaus“ ein Lexikon der Kommunalpolitik erschienen, das sich an diejenigen richtet, die selbst an Entscheidungsprozessen in der Kommune beteiligt sind. Weitere Informationen hier. Das Buch kostet 9,90 EUR.

Palastbesichtigung – in den hohen Hallen der Produktion – Urbaner Spaziergang

Dienstag, 1. Mai 2012, 15:00 Uhr, Treffpunkt am Werkstor: Landrat-Christians-Str. 95, 28779 Bremen-Blumenthal
Führung // mit dem Autonomen Architektur Atelier (AAA)

Im Rahmen von Produktpalette. Vortrags- und Diskussionsreihe über den Wandel der Arbeitswelt im Rahmen des Palastes der Produktion (www.palast-der-produktion.de) auf dem Gelände der ehemaligen Bremer Wollkämmerei (BWK).

Der gesellschaftliche Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft verändert unsere Arbeitswelt grundlegend. Wissen und Qualifikationen werden zu den wichtigsten Ressourcen. Normalarbeitsverhältnisse mit geregelten Arbeitszeiten und vordefinierten Arbeitsinhalten nehmen ab. Gefragt sind stattdessen zeitliche und räumliche Flexibilität. Die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit lösen sich auf. Individuelle Arbeitsgestaltung gewinnt ebenso an Bedeutung wie Kreativität und Selbständigkeit. Neben dem Angestelltendasein und der klassischen Selbständigkeit treten vermehrt Formen der Freiberuflichkeit und neuen Selbständigkeit auf. Netzwerkorientierte und projektförmige Modelle der Arbeitsorganisation nehmen zu. Das männliche Alleinernährermodell hat schon lange ausgedient. Familien organisieren sich zunehmend individuell in Abhängigkeit ihrer Arbeitsverhältnisse.
Die Reihe Produktpalette reflektiert die tiefgreifenden Veränderungen der Arbeitswelt und ihre gesellschaftlichen und individuellen Auswirkungen an einem brachgefallenen Ort der Industriegesellschaft anhand von Vorträgen ausgewählter Expert_innen und offener Diskussionsrunden mit dem Publikum.
Ähnlich einem Palast bilden die Fabriken und Hallen der BWK den baulichen Kern Blumenthals. Tausende von Arbeiter_innen gingen tagtäglich durch die Werkstore zu ihren Arbeitsstätten und konnten diesen Palast – zumindest auf Zeit – von Innen erleben. Später, mit dem schleichenden Niedergang der Produktion, verlor das Gelände an Leben und an Glanz. Der Zugang war immer weniger Blumenthaler_innen möglich und das Areal wurde zu einer Barriere zwischen Stadt und Fluss. Mit dem Urbanen Spaziergang „Palastbesichtigung – in den hohen Hallen der Produktion“ führt das AAA über das Außengelände der BWK und durch das Gebäude der früheren Sortierung, dass ab Mitte Juni 2012 als Palast der Produktion (www.palast-der-produktion.de) zwischengenutzt werden soll.

ab 17:00 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Wolfgang Hien und Peter Birke.

Artikel im Weserkurier vom 19. April 2012 zum „Palast der Produktion (mehr).

Eine Veranstaltung in Kooperation mit ZZZ – ZwischenZeitZentrale Bremen. Die ZZZ ist ein Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des BMVBS/BBSR in Kooperation mit dem Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und der Senatorin für Finanzen
umgesetzt vom AAA Autonomes Architektur Atelier GbR in Kooperation mit Sarah Oßwald und Michael Ziehl. Weitere Partner der ZZZ sind die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH und die Immobilien Bremen AöR.

E-Mobilität und Carsharing – zwei Seiten einer Medaille?

Donnerstag 24.11. 2011, 19 Uhr, Wallsaal der Stadtbibliothek Bremen, Am Wall 201, 28195 Bremen

Podiumsdiskussion

mit Axel Friedrich, ehemaliger Leiter des Umweltbundesamtes, Berlin
Joachim Schwarz, cambio Bremen
Klaus Prietzel, BUND, Landesverband Bremen
Prof.Dr. Matthias Busse, Fraunhofer Institut Bremen

Moderatorin: Gudrun Goldmann, Redakteurin ZETT.

Ist Elektromobilität der Weg aus der Krise? Kann Carsharing sein Potential vervielfachen? Das sind nur zwei der Fragen, die zur Diskussion gestellt werden sollen. Welche Potenziale lassen sich mit diesen beiden Verkehrskonzepten für sich und in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit erreichen?

Im Rahmen der Umwelt Tage Bremen (2.-24. November 2011)

In Kooperation mit Öko Stadt e.V.