News - Archiv


150. Geburtstag von Rosa Luxemburg

Rosa-Luxemburg-Stiftung und Initiative feiern 150. Geburtstag ihrer Namensgeberin
Webstory in vier Sprachen – Kurzfilme und Serie – Onlinekonferenz und mehr

In Rosa Luxemburgs 150. Geburtsjahr geht die neue Webseite „RS LXMBRG – Die Andersdenkende“ unter www.rosaluxemburg.org an den Start, die in Form einer Webstory ihr Leben und Werk in vier Sprachen zugänglich macht. Die Inhalte der Webseite, die zunächst auf Deutsch online geht, werden bis Anfang März auch auf Englisch, Französisch und Spanisch zugänglich sein. Launch der Seite ist der 15. Januar, der Tag von Luxemburgs Ermordung vor 102 Jahren.

Wenige Tage vor der Gründung des revolutionären Stadtrats von Paris, der „Pariser Kommune“ am 18. März 1871 wurde Rosa Luxemburg geboren. Am 5. März jährt sich ihr Geburtstag damit zum 150. Mal. Für die nach ihr benannte politische Stiftung ein Anlass, ein facettenreiches Angebot rund um die Person Rosa Luxemburg, ihr Wirken und ihre heutige Rezeption zu konzipieren. 

„Unter den namensgebenden Personen der politischen Stiftungen ist Rosa Luxemburg die einzige Frau, die einzige Ausländerin und die einzige Jüdin. Diese Alleinstellungsmerkmale erfüllen uns mit Stolz und Demut – aber Rosa Luxemburg war und bewirkte viel mehr. Zu ihrem 150. Geburtstag wollen wir als Stiftung daran erinnern, was sie an Werken, Taten und Gedanken hinterlassen hat“, sagt Dagmar Enkelmann, Vorstandsvorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung. „Rosa Luxemburg hat uns auch heute noch viel zu sagen, zum Beispiel über das Verhältnis von Demokratie und Sozialismus, die Beziehung handelnder Massen zu politischen Organisationen, die Rolle von Gewalt in politischen Auseinandersetzungen, über Mut und Zivilcourage.“

Geplant sind sowohl in Berlin als auch in allen Bundesländern Ausstellungen, digitale Veranstaltungen, kulturelle Beiträge, eine internationale Onlinekonferenz und mehr. Weitere Information finden Sie unten und auf www.rosalux.de.

„Die unterschiedlichen mehrsprachigen digitalen, kulturellen und kreativen Angebote zeigen, wie breit wir die Aktivitäten zum Geburtsjahr Rosa Luxemburgs angelegt haben. Inhalte und Formen der Vermittlung sollen dabei so vielfältig sein, wie sie selbst es war“, sagt Daniela Trochowski, Geschäftsführerin der Rosa-Luxemburg-Stiftung. „Für den Herbst ist zudem ein Graffiti-Wettbewerb geplant, bei dem wir besonders auf die künstlerischen Zugänge der jungen Menschen zu Rosa Luxemburg gespannt sind.“

Den Kerngedanken zum 150. Geburtstag ihrer Namensgeberin formuliert Jörn Schütrumpf, Leiter der Fokusstelle Rosa Luxemburg:

„Eine Emanzipation mit antiemanzipatorischen Mitteln und Methoden anzustreben, also das leninistische Politikkonzept, hätte für Rosa Luxemburg das Aufgeben ihres politischen Ansatzes bedeutet. Oder anders gesagt: Unterdrückung lässt sich nicht durch Unterdrückung abschaffen. Nie wieder Sozialismus ohne Freiheit und Demokratie. Alles andere ist eine bürokratische Diktatur – etwas, für das Rosa Luxemburg weder kämpfen, geschweige denn sterben wollte.“

Rosa Luxemburg während einer Tagungspause auf dem Jenaer Parteitag der SPD, September 1905.
Rosa Luxemburg während einer Tagungspause auf dem Jenaer Parteitag der SPD, September 1905.

Auswahl der geplanten Aktivitäten

Aufgrund der pandemiebedingten Situation aktualisieren wir unser Programm fortlaufend und passen es dynamisch den Gegebenheiten an. Bitte informieren Sie sich über das aktuelle Programm auf www.rosalux.de.

Bereits Heiligabend 2020 startete in Kooperation mit der Volksbühne und dem „Rosa Kollektiv“ die elfteilige Serie „Aktiviere dein inneres Proletariat“. Ursprünglich wollte das Kollektiv Armand Gattis Stück „Rosa Kollektiv“ auf die Bühne bringen. Darin geht es um den Versuch, eine Fernsehserie über Rosa Luxemburg zu drehen. Aufgrund der Maßnahmen zur Pandemieeindämmung entsteht nun kein Theaterstück über eine gescheiterte Fernsehserienproduktion, sondern eine Webserie über ein Bühnenstück über eine gescheiterte Webserie über Rosa Luxemburg. Uraufführung und Staffelfinale sind für den 5. März 2021 geplant.

Am neuen Sitz der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist bis Ende Februar die Fotoausstellung „Ein neues Kleid für Rosa“ zu sehen. Studierende der Athener School of Fine Arts schufen im Rahmen eines Wettbewerbs der Rosa-Luxemburg-Stiftung Athen 28 Kunstwerke zu der Frage, wie wir uns Rosa Luxemburg heute vorstellen würden, welche Gedanken sie in uns weckt und wozu sie inspiriert. Die Fotografien einiger der Kunstwerke können wochentags zwischen 9.00 und 18.00 Uhr in der Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin betrachtet werden. Vom 2. bis zum 14. März ziehen die Fotografien in den Pavillon an der Volksbühne, wo sie dann rund um die Uhr betrachtet werden können.

In drei Kurzfilmen mit Paul Mason zu zentralen Begriffen Rosa Luxemburgs soll ihr Denken für das 21. Jahrhundert erklärt werden. Untertitel zu den Episoden wird es in verschiedenen Sprachen geben.

Unter dem Titel „Rosa Luxemburgs International Socialism“ findet am 4. und 5. März im Rahmen einer internationalen Onlinekonferenz eine Reihe von Keynote-Lectures und Panels in englischer Sprache statt. Das Spektrum der geplanten Themen reicht von der Rezeption Luxemburgs im Globalen Süden über ihre Biografie und Darstellungen Luxemburgs in der Literatur und darüber hinaus. Auch auf den deutschsprachigen Stiftungskanälen sind an den Tagen vielfältige Beiträge geplant.

Aktuelle Schließungszeit unseres Büros

Aktuelle Schließungszeit unseres Büros im Winter 2020/2021: noch bis zum 08.01.21 – Kommt alle gesund durch diesen Winter!

Voices of Resistance – Videoblog gestartet

Wir stellen heute die Website „Voices of Resistance“ vor. Dies ist ein neues Videoprojekt, das Refugees und Aktivist*innen aus Bremen und darüber hinaus eine Stimme gibt. Es werden Kommentare, Interviews, Diskussionen und Reden zu einem breiten Spektrum an Themen präsentiert, die sich auf Refugees, Migrant*innen und die deutsche Gesellschaft insgesamt beziehen.

Die Corona-Pandemie wirkt wie eine Lupe: Bestehende Systemfehler sind immer offensichtlicher geworden. Bestehende Normen und Rechte in Bezug auf die Gesundheit waren für Flüchtlinge in dieser Gesellschaft oft nicht anwendbar, Refugees wurden offensichtlich anders behandelt als die allgemeine Bevölkerung. Es war dieser latente Rassismus, der die Idee für dieses Projekts brachte. Daher befassen sich die ersten Videoclips und Interviews mit der Situation in Massenunterkünften bzw. Lagern für Refugees und mit ihrer Behandlung dort.

Die Refugees sind hier und werden für sich selbst sprechen.

Screenshot Voices of Resistance

Screenshot voicesofresistance.de

Willkommen zu den ersten Videoclips! Das Projekt entwickelt sich stetig und weitere Inhalte werden fortlaufend eingestellt.

https://voicesofresistance.de/

Bremer Programm zum 27. Januar 2021

Zum »Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus« wird auch kommendes Jahr wieder rund um den 27. Januar ein gemeinsames Bremer Veranstaltungsprogramm angeboten, koordiniert vom der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein »Erinnern für die Zukunft«. Das Programm-Faltblatt steht hier auf unserer Website als PDF zum Download bereit: Faltblatt zum 27. Januar 2021. Die gedruckte Version des Flyers kann in der Landeszentrale abgeholt werden. – Die Rosa-Luxemburg-Initiative unterstützt »Erinnern für die Zukunft«.

Titelmotiv Programm-27Januar-2020

Der 27. Januar 1945 ist der Tag der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee. Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus und so wurde Auschwitz zum Inbegriff der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Regime.

Mitgliederversammlung 2020 & Jahresende

Der Vorstand der Rosa-Luxemburg-Initiative hat entschieden, die diesjährige Mitgliederversammlung nebst Vorstandswahlen Pandemie-bedingt auf das Frühjahr 2021 zu verschieben – eine entsprechende Gesetzesänderung hatte der Bundestag bereits im März beschlossen. Der Terminvorschlag für die Mitgliederversammlung (mit der Entlastung für 2020 und 2019 zusammen) ist der 23.06.2021 – bitte schonmal vormerken. Näheres folgt im Frühjahr. Update 13. April 2021: Ein Termin im Juni ist nach aktueller Lage unwahrscheinlich; wir hoffen auf September.
Die Vorstandsmitglieder bleiben bis dahin im Amt. Danach gibt es mehrere Personen, die ausscheiden werden, so dass wir für das Frühjahr wieder neue Aktivist*innen suchen. Hinweise auf geeignete bzw. von interessierten Personen sind willkommen…
Da das Jahresende naht:
– Der Kassenschluss für die Abrechnung von Projekten aus dem laufenden Jahr ist der 15.12.2020, Ausnahmen nur in Absprache mit der Geschäftsstelle.
– Nächste Schließungszeit unseres Büros sind die Winterferien vom 22.12.20 bis zum 08.01.21

Weihnachtsstern vor unserem Büro Am Wall in Bremen

Kommt alle gesund durch diesen Winter!

Queer Power Month 2020

Der Queer Power Month Bremen lädt im September alle Menschen ein – zu Austausch und Angeboten rund um queere Geschichte sowie Lebensweisen und Erfahrungen von queeren Menschen, das heißt unter anderem von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Menschen.

Es gibt Raum zum gemeinsamen Sein und voneinander Lernen für alle Menschen, die sich nicht in der gängigen cis-heterosexuellen Norm wiederfinden. Für alle weiteren Interessierten bietet der Queer Power Month Gelegenheiten, Neues zu Vielfalt und Anti-Diskriminierung zu lernen.

Banner Queer Power Month 2020 Bremen

Der September wird ein Monat voller verschiedener Veranstaltungen wie Workshops, Lesungen, Performances und vielem mehr. Zahlreiche Angebote sind kostenlos. Corona-sichere Alternativen sind dort, wo es möglich ist, vermerkt – Alle Informationen und Updates sind auf der Webseite qpm.vielfaltive.org zu finden!

Die Rosa-Luxemburg-Initiative ist Kooperationspartnerin des Queer Power Month 2020.

Schließungszeit unseres Büros im Sommer 2020

In den Sommerferien 2020 bleibt die Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Initiative und das Bremer Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom 1. August bis zum 1. September 2020 geschlossen. Während dieser Zeit sind wir nicht erreichbar. – Die Schließungszeiten unseres Büros orientieren sich in der Regel an den Bremer Schulferien und Feiertagen sowie an Abwesenheiten durch Dienstreisen.

Wir wünschen einen schönen Sommer!

Corona-Krise 2020

Liebe Interessierte,

aufgrund der COVID-19 Pandemie folgt die Rosa-Luxemburg-Stiftung den empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen auf Bundes- und Länderebene und sagt vorerst bis zum 19. April 2020 ihre geplanten öffentlichen Veranstaltungen ab. Wir möchten damit sowohl unsere Gäste und Mitarbeiter*innen schützen, als auch einen Beitrag dazu leisten, die Ausweitung des Coronavirus SARS-CoV-2 einzudämmen. Wir arbeiten im Homeoffice und sind telefonisch und per eMail eingeschränkt erreichbar.

Wir überlegen, ob wir ausgewählte Vortragsveranstaltungen in Bremen in anderer Form stattfinden lassen können: Zum Beispiel als Videoübertragung oder -aufzeichnung. Das ist allerdings auch eine Kostenfrage und abhängig von den jeweiligen Beteiligten. Wir freuen uns über entsprechende Angebote, Tips und Vorschläge – Vielen Dank.

Unsere Lektürekurse und Lesekreise versuchen unter Beachtung der Kontaktbeschränkungen weiter zu arbeiten. Näheres bei den jeweiligen Verantwortlichen.

An dieser Stelle möchten wir auch auf erste Texte aus unserem Umfeld hinweisen, die sich mit den gesellschaftlichen Folgen der Pandemie beschäftigen:

Rosalux-Corona-Virus

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung bietet ab jetzt ausgewählte, bundesweite Veranstaltungen im Livestream an, siehe www.rosalux.de/livestream.

17.03.2020, 19:00 – 21:00 Uhr
Von Influencer*innen lernen
Die Linke und der Strukturwandel der Öffentlichkeit

24.03.2020, 19:00 – 21:00 Uhr
Die Linke zwischen Verantwortung und neuen linken Mehrheiten
Kipping liest Korte, Korte liest Kipping

Achten Sie auf sich und Ihre Mitmenschen und bleiben Sie bei guter Gesundheit!

Black Ourstory Month – Honoring Black Lives

Februar 2020: Bremens erster Black OurStory Month!

In der Tradition des „Black History Month“ kommen Schwarze Menschen zusammen, um ihre Held*innen zu feiern und sich über Generationen hinweg an ihre Geschichten zu erinnern.
In diesem Monat ehren wir das (Über)Leben Schwarzer Menschen auf der ganzen Welt: Unsere Geschichten sind einzigartig, bemerkenswert und zeugen von Stärke. Wir wollen aufzeigen, was wir erreicht haben, über neue Wege nachdenken Widerstand zu leisten und uns darüber austauschen, wie unser Erbe am Leben erhalten werden kann, um diejenigen zu inspirieren, die nach uns kommen.
Die Black Student Union Bremen hat beschlossen, den ersten „Black History Month“ der Stadt zu initiieren und ihn in „Black OurStory Month“ (BOM) umzubenennen, um uns auf den Gedanken zu konzentrieren, dass wir als Gemeinschaft jenseits des (Hetero- und Cis) Normativen feiern und all unsere Geschichten ehren wollen.
Wir freuen uns, die erste Veranstaltungsreihe dieser Art mit Euch zu teilen, uns Raum zu nehmen und gegenseitig zu feiern!

Black Student Union Bremen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative u.v.a.m.

Download als PDF: Flyer (de/en) Black OurStory Month, Bremen 2020

##

February 2020: Bremen’s first Black OurStory Month!

In the tradition of “Black History Month” Black people come together to celebrate their s*heroes and remember their stories through time. In this month we honor Black lives and Black survival all over the world: our stories are unique, remarkable and resilient. We want to highlight what we have accomplished, think about new ways to resist and persist and reflect on how our legacy can be kept alive to inspire the ones coming after us.
The Black Student Union Bremen decided to initiate the city’s first “Black History Month” and rename it “Black OurStory Month”, focusing on the thought that we have to go beyond the (hetero- and cis-)normative to honor all of our stories and celebrate in community with one another. We are excited to share the first event series of this kind with you, to take up space and celebrate each other!

Black Student Union Bremen in cooperation with the Rosa-Luxemburg-Initiative and many others more

Download the PDF: Flyer (de/en) Black OurStory Month, Bremen 2020

Poster Black OurStory Month, Bremen 2020

Poster Black OurStory Month, Bremen 2020

20 Jahre Rosa-Luxemburg-Initiative

Ende Juni 2019 konnten wir als Rosa-Luxemburg-Initiative auf unser 20jähriges Vereinsjubiläum zurück blicken. Im Herbst 1999 legten wir unser erstes Halbjahresprogramm mit etwa 30 Veranstaltungen vor. Aus diesem Anlass planten wir für den Herbst 2019 eine kleine Veranstaltungsreihe zu Perspektiven linker, emanzipatorischer politischer Bildung. Leider kam es etwas anders, das vergangene Jahr war für die Arbeit der Rosa-Luxemburg-Initiative von einem Brand im Nachbarbüro am vorherigen Standort am Breitenweg 25 überschattet, der das Bremer Stiftungsbüro unbenutzbar machte. Zwar konnte im August das neue Büro Am Wall 149/150 bezogen werden, aber leider stellte sich erst beim Einzug heraus, dass fast alle möglichen Versorgungs- und Kommunikationsleitungen erstmal nicht zur Verfügung standen. Da wir auch weiterhin über keine Internetanbindung (und damit über keine EDV-Infrastruktur im Büro) verfügen, findet die Arbeit der Bremer Landesstiftung der RLS weiterhin unter provisorischen Bedingungen statt.

Wir bitten unsere Kooperationspartnerinnen* und alle an unserer Arbeit Interessierten* herzlich um Verständnis, da es auch weiterhin zu gelegentlichen Verzögerungen kommen kann!

Logo der Rosa-Luxemburg-Initiative

Von unserer 20-Jahre-Jubiläumsreihe fand dann immerhin noch die mit einigem Erfolg im November 2019 aufgeführte Dramatisierung von Didier Eribons bekanntem Buch „Rückkehr nach Reims“ durch Michael Rettig in der Schwankhalle in der Bremer Neustadt statt. Folgend ein kleines Schlaglicht darauf…

„Rückkehr nach Reims“ – nach dem Roman von Didier Eribon

Anlässlich der Aufführung von Michael Rettigs Tanztheaterstück „Rosa Luxemburg“ im Winter 2016/17 ergab sich eine engere Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative (Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen). Diese Zusammenarbeit setzte sich 2018 fort mit „Karl Marx: …die Verhältnisse zum Tanzen zwingen“ und führte 2019 zur Zusammenarbeit bei „Rückkehr nach Reims“, das als polyphoner Dialog zwischen einem Schauspieler und vier Musikern inszeniert wurde.

Zur Erinnerung kurz zum Inhalt des Buches: Zwanzig Jahre hat er seine Familie nicht gesehen, als der französische Soziologe Didier Eribon anlässlich des Todes seines Vaters zum ersten Mal wieder nach Reims reist. Das ist der Ausgangspunkt einer schonungslosen autobiographischen Recherche: Über sexuelle und soziale Scham, über das Arbeitermilieu, aus dem er kommt, und vor dem er als junger Homosexueller flieht. Über das akademische Umfeld, an das er sich in Sprache und Gestus anpasst und vor dem er seine soziale Herkunft versteckt. Über die eigene Familie, die früher mit Stolz links, jetzt aber resigniert Front National wählt. Eine Recherche, die nach den Ursachen des Aufstiegs des Rechtspopulismus fragt und dabei nicht mit Kritik an einer Linken spart, die sich von großen Teilen der Arbeiterschaft habituell wie politisch entfremdet habe.

Michael Rettig hat in seiner Inszenierung versucht deutlich zu machen, dass man das Phänomen Rechtsradikalismus zwar nicht auf soziale Fragen reduzieren kann: Homophobie, Frauenfeindlichkeit, Rassismus, Nationalismus haben vielfältige Gründe. Dennoch seien die sozialen Problemlagen eine der entscheidenden Ursachen. Und hier müsse sich dann die gesamte Linke die Frage stellen, was sie falsch gemacht habe: Ignoranz, Belehrung, hohes Ross? Desinteresse. Klasse, Gewerkschaften, Klassenkampf – irgendetwas für einen Trachtenclub oder für alte weiße Männer? Gibt es nicht so etwas wie heimliche bis offene Verachtung: Zu uncool, zu doof, zu proll?

Von der Kritik, wie von den Zuschauenden am meisten beachtet, war folgende Provokation im Rahmen des Stücks: Bildstörung – Solidarität oder rohe Bürgerlichkeit…

Mitgliederversammlung 2019

Am Mittwoch, den 27. November 2019, fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Rosa-Luxemburg-Initiative, welche die Bremer Landesstiftung der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist, statt. Tagungsort war das neue Stiftungsbüro in der Bremer Altstadt.

Das zu Ende gehende Jahr war für die Arbeit des Vereins von einem Brand im Nachbarbüro am vorherigen Standort am Breitenweg 25 überschattet, der das Bremer Stiftungsbüro komplett unbenutzbar machte. Seit dem Februar 2019 findet die Arbeit der Bremer Landesstiftung unter provisorischen Bedingungen statt. Im August konnte das neue Büro Am Wall 149/150 bezogen werden. Allerdings bleibt die Arbeit der Geschäftsstelle wesentlich erschwert, denn leider wurden gravierende und anhaltende technische Probleme im neuen Büro festgestellt, so dass der normale Betrieb im Büro weiterhin noch nicht wiederhergestellt ist. Entsprechend fiel auch eine geplante Reihe mit Veranstaltungen anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Rosa-Luxemburg-Initiative leider weitgehend aus. Der Verein wurde Ende Juni 1999 gegründet und legte im Herbst desselben Jahres das erste Halbjahresprogramm mit etwa 30 Veranstaltungen vor.

Der Versammlungsleiter Norbert Schepers begrüßte bei der Versammlung insbesondere Lutz Kirschner, den Leiter des Bereichs Bundesweite Arbeit in der Rosa-Luxemburg-Stiftung (Berlin). Lutz Kirschner ging kurz auf die bundesweite Arbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und auf die Bedeutung der Arbeit der Landesstiftungen für die Gesamtstiftung ein. Die Vorstandsmitglieder berichteten über die Arbeit des Vereins und des Vorstandes in den beiden vergangenen Jahren. Einzelne Punkte dabei waren unter anderem Berichte über gelungene Eigenveranstaltungen und Veranstaltungskooperationen, die Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung, die Entwicklung der ehrenamtlichen Arbeit, sowie Aufgaben und Schwerpunkte für das kommende Jahr. Gegenstand der Debatte waren unter anderem Schwerpunktsetzungen im Bereich Antirassismus, Flucht und Migration in den letzten Jahren.

Folgende besondere Projekte und Reihen begleiten die Bremer Landesstiftung seit einigen Jahren und werden auch im nächsten Jahr fortgesetzt: Seit 2012 bietet die Rosa-Luxemburg-Initiative  erfolgreich einen wöchentlichen Kapital-Lektürekurs (Das Kapital Band 1) an. Auch in 2019 wurde die nunmehr achte Folge unseres Marxlektürekurses mit Moritz Zeiler von Veranstaltungen zu marxistischer Ökonomie- und Staatskritik begleitet. Die Veranstaltungsreihe «city/data/explosion» beleuchtet in Kooperation mit der Spedition das Verhältnis von städtischem Raum, Öffentlichkeit und digitaler Kommunikation. Jeweils im Herbst findet jährlich eine Veranstaltungsreihe mit verschiedenen PartnerInnen aus Anlass der „Internationalen Woche des Grundeinkommens“ statt. Das Projekt Asamblea – Open Monday fördert die Selbstorganisation von Geflüchteten. Mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Initiative wurde im Laufe des Jahres 2016 ein sozialer Ort geschaffen worden, der zunehmend von Refugees als sozialer Ort der politischen Selbstermächtigung wahrgenommen wird. Ebenfalls in 2019 fortgesetzt wurde (allerdings mit deutlich reduziertem Aufwand) die Veranstaltungstour der Bremer Rosa-Luxemburg-Stiftung zur Einführung in das Thema Drohnenkriege. Unter der Fragestellung „Vom Krieg gegen den Terror zu den Roboterkriegen der Zukunft?“ fanden seit 2013 ganzjährig bundesweit Veranstaltungen statt, darunter zahlreiche in Landesstiftungen der RLS sowie bei etlichen weiteren KooperationspartnerInnen.

Stadtspekulationen, Veranstaltung mit Eve Massacre in der Spedition Bremen #CityDataExplosion

Stadtspekulationen, Veranstaltung mit Eve Massacre in der Spedition Bremen #CityDataExplosion Foto: N.Schepers

Der Bericht des Vorstandes ging auch auf die im Berichtszeitraum erfolgten und durchweg positiv verlaufenen Prüfungen des Vereins durch den Wirtschaftsprüfer der Rosa-Luxemburg-Stiftung, das Bundesverwaltungsamt sowie die Deutsche Rentenversicherung ein. Die Rosa-Luxemburg-Initiative hat zum Zeitpunkt der Versammlung 62 Mitglieder.

Bei der Wahl der Mitglieder des Vorstandes der Rosa-Luxemburg-Initiative wurde Yezenia León Mezu einstimmig als neue 1. Vorsitzende gewählt und die ausgeschiedene Lilja Girgensohn mit einem herzlichen Dank verabschiedet. Erneut in den Vorstand des Vereins gewählt wurden Janik Schwitzky als 2. Vorsitzender, Sönke Jungen als Finanzverantwortlicher sowie Marie Gogoll und Jan Wolter als weitere Vorstandsmitglieder. Norbert Schepers, Leiter des Bremer Büros der RLS, gehört dem Vorstand als berufener Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Initiative mit beratener Stimme an. Des Weiteren berief der Vorstand 18 Personen als Mitglieder des Beirats, welcher den Vorstand bei Bedarf berät. Neben einem allgemeinen Dank an Ehrenamtliche und KooperationspartnerInnen rundete ein kurzer Ausblick auf kommende Veranstaltungen die Versammlung ab.

Bremer Programm zum 27. Januar 2020

Zum »Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus« wird auch kommendes Jahr wieder rund um den 27. Januar ein gemeinsames Bremer Veranstaltungsprogramm angeboten, koordiniert vom der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein »Erinnern für die Zukunft«. Ein Programm-Faltblatt kann u.a. bei der Landeszentrale abgeholt und steht hier auf unserer Website als PDF zum Download bereit: Faltblatt zum 27. Januar 2020. Die Rosa-Luxemburg-Initiative unterstützt »Erinnern für die Zukunft« . Die gedruckte Version des Flyers kann ab dem 16.12. in der Landeszentrale abgeholt werden.

Titelmotiv Programm-27Januar-2020

Der 27. Januar 1945 ist der Tag der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee. Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus und so wurde Auschwitz zum Inbegriff der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Regime.

Schließungszeit unseres Büros im Sommer 2019

In den Sommerferien 2019 bleibt die Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Initiative und das Bremer Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom 18. Juli bis zum 15. August 2019 geschlossen. Während dieser Zeit sind wir nicht erreichbar. – Die Schließungszeiten unseres Büros orientieren sich in der Regel an den Bremer Schulferien und Feiertagen sowie an Abwesenheiten durch Dienstreisen.

Ab dem 15. August 2019 richten wir unser neues Büro Am Wall 150 ein; rein postalisch sind wir im Breitenweg 25 noch bis in den September hinein weiter erreichbar. Mehr zur eingeschränkten Erreichbarkeit unserers Büros aufgrund eines Brandes…

Wir wünschen einen schönen Sommer!

Erreichbarkeit unseres Büros

Aufgrund eines kürzlichen Brandes im Gebäude sind unsere Büroräume am Breitenweg auf absehbare Zeit nicht benutzbar. Der Betrieb der Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Initiative und des Bremer Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist zur Zeit entsprechend stark eingeschränkt.

Wir sind telefonisch via Rufumleitung (keine Rückrufmöglichkeit) und per eMail erreichbar; siehe auch Kontakt. Bitte wenden Sie sich direkt an den Büroleiter Norbert Schepers unter der Mobilnummer 0172-4048640.

Update:
Ab dem 18. Juli machen wir Sommerpause und sind bis zum 15. August 2019 nicht erreichbar. In der zweiten Augusthälfte richten wir unser neues Büro Am Wall 149/150 (in 28195 Bremen) ein. Post erreicht uns im Breitenweg 25 noch bis Ende September.

In den Osterferien 2019 bleibt die Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Initiative und das Bremer Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom 8. April bis zum 23. April 2019 geschlossen. Während dieser Zeit sind wir nicht erreichbar. Die Schließungszeiten unseres Büros orientieren sich in der Regel an den Bremer Schulferien und Feiertagen sowie an Abwesenheiten durch Dienstreisen.

Wir bitten um Verständnis!

Frohes neues Jahr!

Liebe Freundinnen und Freunde der Rosa-Luxemburg-Initiative,
wir wünschen allen ein gutes neues Jahr!

Neujahrgruß 2019 RLS

Zum Jahresbeginn möchten wir insbesondere auf folgende Seminare bzw. Veranstaltungsreihen hinweisen:
  • Folgendes Seminar ist besonders für angehende Beiräte geeignet und solche, die noch überlegen, ob sie kandidieren wollen:
    „Einführung in die Kommunalpolitik im Stadtteil – Tagesseminar für Interessierte an Beiratsarbeit“ am Samstag, 12. Januar 2019 in Bremen.

    Ein inhaltsgleiches Seminar fand bereits am 27. Oktober 2018 statt – wegen des großen Interesses bieten wir einen zusätzlichen Termin an einem anderen Veranstaltungsort (voraussichtlich im Bremer Westen) an. Wir haben noch ein paar Plätze frei; das Seminar findet nur statt, wenn eine Mindestzahl an Teilnehmenden erreicht wird. Wir bitten um Anmeldung!
  • Am Montag, 4. Februar 2019, startet wieder unser diesjähriger, wöchentlicher Lektürekurs zu Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie (Band 1) mit Moritz Zeiler. Wir bitten um Anmeldung!
  • Bremer Programm zum 27. Januar:
    Zum »Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus« wird auch dieses Jahr wieder rund um den 27. Januar ein gemeinsames Bremer Veranstaltungsprogramm angeboten, koordiniert vom der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein »Erinnern für die Zukunft«. Ein Programm-Faltblatt kann u.a. bei der Landeszentrale abgeholt und steht hier auf unserer Website als PDF zum Download bereit: Faltblatt zum 27. Januar 2019. Die Rosa-Luxemburg-Initiative unterstützt »Erinnern für die Zukunft« .
    Der 27. Januar 1945 ist der Tag der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee. Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus und so wurde Auschwitz zum Inbegriff der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Regime.

Erreichbarkeit unseres Büros im November 2018

Die Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Initiative und das Bremer Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung sind aufgrund von mehreren Dienstreisen bis zum 20. November 2018 nicht erreichbar.

Wir bitten um Verständnis und wünschen einen schönen Herbst!

«Als Paul über das Meer kam»

Der von der RLS geförderte Film ist jetzt kostenfrei in der ZDF-Mediathek zu sehen. Heute ist Weltflüchtlingstag und dies nimmt das ZDF zum Anlass eine vierteilige Filmreihe mit dem Titel «Auf der Flucht – eine Welt in Bewegung» zu zeigen.

Der Film «Als Paul über das Meer kam» machte bereits am Montag den Anfang und ist noch einige Tage in der Mediathek abrufbar. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat die Produktion dieses preisgekrönten Dokumentarfilms gefördert.

Jakob Preuss erzählt die Migrationsgeschichte von Paul Nkamani und einer ungewöhnlichen Freundschaft im politisch brisanten Umfeld der europäischen Migrationsdebatte: Paul hat sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen. Hier lernt ihn Jakob, der gerade entlang Europas Außengrenzen auf Recherchereise ist, kennen. Viereinhalb Jahre nachdem Pauls Odyssee begonnen und er seine Mutter in Kamerun verlassen hat, zieht er zu Jakobs Eltern ins ehemalige Kinderzimmer des Regisseurs.

Jakob sagt über seine Arbeit: «Meine Begegnung mit Paul war für mich sowohl sehr persönlich als auch stark politisch und viele meiner Ansichten wurden auf die Probe gestellt. Im Kern bleibt für mich die Frage, die ich mit Zitaten am Anfang des Films aufwerfe und die für mich weit über die derzeitige Asyldebatte hinausgeht: Sollte es ein Recht auf Migration geben?»

Als Paul über das Meer kam – Tagebuch einer Begegnung

Interview mit dem Regisseur: Im Interview mit der Stiftung sprachen Paul Nkamani und Jakob Preuss im Sommer 2017 nicht nur über den Film.

Publikation zum Thema: Gegenhalten – Flüchtlinge Willkommen – immer noch! Mythen und Fakten zur Migrations- und Flüchtlingspolitik. Reihe «luxemburg argumente». Von Christian Jakob.

Erreichbarkeit unseres Büros im Sommer 2018

In den Sommerferien 2018 bleibt die Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Initiative und das Bremer Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom 28. Juni bis zum 8. August 2018 geschlossen. Während dieser Zeit sind wir überwiegend nicht erreichbar (per Mail und Telefon sind wir eingeschränkt ansprechbar; vom 09.07. bis 27.07. sind wir gar nicht erreichbar, Mails werden nicht gelesen).  – Die Schließungszeiten unseres Büros orientieren sich in der Regel an den Bremer Schulferien und Feiertagen sowie an Abwesenheiten durch Dienstreisen.

Wir wünschen einen schönen Sommer!

Herzlichen Glückwunsch, Karl Marx!

«An Allem ist zu Zweifeln»
Am 5. Mai jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag von Karl Marx

Karl Marx ist bis heute der schärfste Analytiker der kapitalistischen Produktionsweise. Generationen von WissenschaftlerInnen nahmen seine Schriften auf, entwickelten sie weiter, revidierten, kritisierten und aktualisierten sie. Eine Vielzahl theoretischer Strömungen ist entstanden und lebt bis heute fort. Die Rezeption, auch und gerade international, war dabei stets einem Wandel unterworfen, Lesarten der Marx’schen Schriften wurden selbst Gegenstand erbitterter Auseinandersetzungen. Was können wir 200 Jahre später, befreit von den Dogmen der Vergangenheit, von einer ebenso brillanten wie offenen und auch in herrschenden Kreisen hoch anerkannten Theorie lernen, vor allem in Kenntnis der noch immer laufenden Forschungen zu seinen überlieferten Manuskripten, bei denen sich immer mehr herausschält, wie unzusammenhängend, fragmentiert, stets suchend, die einst kanonisierten Werke waren? Eines ließe sich sicher lernen, nämlich das Motto, das Marx seinen Töchtern mitgegeben hat: «An allem ist zu zweifeln.»

Seit der Bankenkrise vor zehn Jahren ist Marx wieder in aller Munde. Wer sich mit der Aktualität von Marx auseinandersetzen möchte, kommt weder an der Geschichte noch an den stets aktualisierten Erkenntnissen der überlieferten Schriften vorbei. In diesem Sinne hat die Rosa-Luxemburg-Stiftung (gemeinsam mit der Berliner Landesstiftung Helle Panke) bereits vor einem Jahr das Portal marx200.org aufgesetzt, um gleich mehrere Jubiläen zu würdigen: 100 Jahre russische Revolutionen, 150 Jahre «Das Kapital» und 200 Jahre Karl Marx. In diesem Portal findet sich nicht nur Lesematerial, auch eine gut bestückte Mediathek präsentiert Interviews, Erklärfilme, Meinungen und Vorträge, um Marx zu verstehen. Aktuelles Highlight ist die fünfteilige Filmreihe «K wie Karl» des britische Journalisten und Filmemachers Paul Mason, der fragt: «Warum ist Marx heute wichtig?». Jeden Montag wird ein Film veröffentlicht, der vierte Teil am 7. Mai, der fünfte und letzte Teil am 14. Mai 2018. Einen guten Überblick über die Vielfalt des Angebotes auf marx200.org vermittelt das zehnminütige Video Best of Marx 200. – Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern!

Zum 200. Geburtstag von Karl Marx veranstaltet die Rosa-Luxemburg-Stiftung zur Zeit einen Kongress in Berlin mit Theorie, Politik und Kunst (vom 2. bis 6. Mai). Es handelt sich um die zentrale Konferenz innerhalb des ganzjährigen Veranstaltungsprogramms im Marx-Jubiläumsjahr. Viele Vorträge und Diskussionen sind auch live in einem Videostream zu verfolgen: www.rosalux.de/livestream.

Die Rosa-Luxemburg-Initiative – die Bremer Rosa-Luxemburg-Stiftung – begeht den 200. Geburtstag des großen Politökonomen mit der Lesung des vollständigen Textes vor 170 Jahren erschienenen Kommunistischen Manifests durch den bekannten Schauspieler Rolf Becker (Hamburg) am Sonntag, 6. Mai 2018 im Theater am Leibnizplatz. In dieser mit Friedrich Engels verfassten, pünktlich zur Märzrevolution 1848 herausgebrachten Schrift wird in vielen Passagen eine Aktualität sichtbar, die den gegenwärtigen Kapitalismus im Stadium seiner umfassenden Globalisierung kennzeichnet. Über die historische Relevanz dieser Programmschrift hinaus wird die Veranstaltung dazu anregen, die welthistorische Bedeutung von Karl Marx als Gesellschaftswissenschaftler (politische Ökonomie, Philosophie, Geschichte, u.a.) zu reflektieren. Am 31. Mai ist die Premiere vom Musiktheater von Michael Rettig «Karl Marx… die Verhältnisse zum Tanzen zwingen» in der Schwankhalle nebst Rahmenprogramm – u.a. mit einem Vortrag zur Aktualität des Kapitals von Ulrike Herrmann (Wirtschaftsjournalistin, die tageszeitung) nebst Diskussion mit Dr. Sabine Nuss (Rosa-Luxemburg-Stiftung). Und nicht zuletzt läuft in diesem Jahr die inzwischen siebte Folge unseres Marxlektürekurses mit Moritz Zeiler. Seit Anfang 2012 bietet die Rosa-Luxemburg-Initiative  erfolgreich einen wöchentlichen Lektürekurs zum Band 1 des „Kapitals“ in Bremen an.

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 2018

Zum »Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus« wird auch 2018 wieder rund um den 27. Januar ein gemeinsames Bremer Veranstaltungsprogramm angeboten, koordiniert vom der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein »Erinnern für die Zukunft«. Ein Programm-Faltblatt kann u.a. bei der Landeszentrale abgeholt und steht hier auf unserer Website als PDF zum Download bereit: Faltblatt 27. Januar 2018. – Die Rosa-Luxemburg-Initiative unterstützt »Erinnern für die Zukunft« durch eine Mitgliedschaft im Verein und steuert in der Regel einzelne Veranstaltungen zum Programm bei.

27. Januar - Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Der 27. Januar 1945 ist der Tag der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee. Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus und so wurde Auschwitz zum Inbegriff der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Regime.

Mitgliederversammlung 2017

Die jährliche Mitgliederversammlung der Rosa-Luxemburg-Initiative e.V. (Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen) fand am 13. Dezember 2017 statt und wählte einen neuen Vorstand.

Die Vorstandsmitglieder berichteten über die Arbeit des Vereins in den vergangenen Monaten und gingen dabei auf Schwerpunkte und auf einzelne Projekte ein; einige Impressionen von veranstaltungen im Anschluss an den Artikel. Das Projekt Asamblea – Open Monday fördert die Selbstorganisation von Geflüchteten. Mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Initiative wurde – nun schon im zweiten Jahr – ein sozialer Ort geschaffen, der zunehmend von Refugees als sozialer Ort der politischen Selbstermächtigung und Selbsorganisation wahrgenommen wird. Seit 2012 bietet die Rosa-Luxemburg-Initiative  erfolgreich einen wöchentlichen Lektürekurs zum Band 1 des „Kapitals“ an – auch in 2017 wurde die inzwischen sechste Folge unseres Marxlektürekurses von Veranstaltungen zu marxistischer Ökonomie- und Staatskritik begleitet. In 2017 kam ein zusätzliches Angebot für den 2. und 3. Band hinzu. Der Lektürekurs zu Band 1 wird auch im Jubiläumsjahr 2018 wieder aufgelegt.

Eine Themenseite der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu den drei großen Jubiläen 2017/2018 ist unter marx200.org online: 200 Jahre Karl Marx, Mai 1818; 150 Jahre Das Kapital, September 1867; 100 Jahre Russische Revolutionen, Februar und Oktober 1917.

marx200-logo

Weiterlesen »

Schließungszeiten unseres Büros im Winter 2017/2018

Im Winter 2017 / 2018 bleibt die Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Initiative und das Bremer Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom 22. Dezember 2017 bis zum 5. Januar 2018 geschlossen. Während dieser Zeit sind wir überwiegend nicht erreichbar. – Die Schließungszeiten unseres Büros orientieren sich in der Regel an den Bremer Schulferien und Feiertagen sowie an Abwesenheiten durch Dienstreisen.

Wir wünschen eine schöne Ferienzeit, geruhsame Feiertage und ein gutes neues Jahr!

Erreichbarkeit unseres Büros im Sommer 2017

Die Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Initiative und das Bremer Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung sind aufgrund von Abwesenheiten bis zum 16. Oktober 2017 nur sehr eingeschränkt erreichbar.

Für alle Angelegenheiten der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen wenden Sie bitte an die allgemeine Kontaktadresse der Rosa-Luxemburg-Initiative info@rosa-luxemburg.com oder hinterlassen eine Nachricht auf unserem Anrufbeantworter unter +49 421 3909620.

Eine eingeschränkte Vertretung in unserem Büro (etwa einen Tag pro Woche) übernimmt Moritz Zeiler (z.Zt. als Vertretung im Büro der RLS in Hannover), er ist auch direkt unter moritz.zeiler@rosalux.org erreichbar.

Der Vorstand der Rosa-Luxemburg-Initiative tagt wieder Ende Oktober.

Wir bitten um Verständnis und wünschen einen schönen Sommer!

Hayır! Ja zur Demokratie – Das Präsidialsystem in der Türkei und Konflikte in Deutschland

Bundesweite Speakerstour der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Hatip Dicle und anderen

Das Referendum am 16. April 2017 in der Türkei über die Einführung des Präsidialsystems wird einen Wendepunkt der türkischen Geschichte darstellen. Es geht dabei um nicht weniger als die Etablierung einer Autokratie. Im türkischen Präsidialsystem ist weder eine Gewaltenteilung noch ein System von konkurrierenden Machtblöcken und Institutionen vorgesehen, mit der eine Alleinherrschaft verhindert werden kann. Der Staatspräsident könnte ohne Einflussnahme von anderen Akteuren Dekrete mit Gesetzeskraft erlassen. Damit ist die legislative Kompetenz des Parlaments ausgehebelt. Der Staatspräsident kann das Parlament zu jedem Zeitpunkt auflösen und ebenso freihändig den Ausnahmezustand ausrufen.

Die Auseinandersetzungen um die Einführung des Präsidialsystems sind jedoch nicht von den Ereignissen hier in Deutschland zu entkoppeln. Bei den letzten Wahlen im November 2015 hat die AKP in Deutschland 59,7 Prozent der Stimmen gewinnen können. Für die Verfassungsänderung und die Einführung des Präsidialsystems ist eine einfache Mehrheit von über 50 Prozent nötig. Umfragen zeigen, dass etwa 52 Prozent der Wähler zurzeit vorhaben, mit „Nein“ und somit gegen die Einführung des Präsidialsystems zu stimmen. Insofern könnten die Stimmen der Wahlberechtigten in Deutschland eine Schlüsselrolle spielen.

Der langjährige kurdische Oppositionspolitiker Hatip Dicle und weitere ExpertInnen werden auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung die Wahlkampfphase und die Zeit unmittelbar nach dem Referendum dazu nutzen, einen tieferen Blick auf die politischen Entwicklungen in der Türkei jenseits der Schlagzeilen zu bieten.

Die Bremer Veranstaltung der Speakers Tour findet am Mittwoch, den 17. Mai 2017, um 19 Uhr im Kulturzentrum Kukoon statt.

Das Referendum zum Präsidialsystem in der Türkei begleiten wir im Vorfeld der Abstimmung am 16. April mit einer weiteren Veranstaltung in Bremen: Am Freitag, den 7. April 2017, sprechen wir mit Attila Steinberger über die Außenpolitik der AKP-Regierung am Beispiel Syriens, um 19 Uhr im Kommunikationszentrum Paradox.

Zur Website der bundesweiten Rundreise bei der RLS: Hayır! Ja zur Demokratie | 7. April 2017 Berlin | 12. April Mainz | 13. April Trier | 25. April Frankfurt a.M. | 26. April Saarbrücken | 17. Mai Bremen.

Hayır! Foto: Interventionistische Linke Berlin

Hayır! Foto: Interventionistische Linke Berlin

Hatip Dicle ist ein kurdischer Oppositionspolitiker, der seit den 1970er Jahren politisch aktiv ist. Er wurde 1991 als Abgeordneter ins türkische Parlament gewählt und 1994 inhaftiert. Er wurde 2004 freigelassen und dann 2009 erneut verhaftet. Noch in Haft wurde er 2011 erneut als Abgeordneter ins türkische Parlament gewählt, aber sein Mandat wurde ihm entzogen. 2014 kam er frei. Er wird über die politischen Entwicklungen in der Türkei unter der AKP-Regierung und das Vorgehen des türkischen Staates gegen die kurdische Bevölkerung sprechen.

Tebessüm Yılmaz ist Politikwissenschaftlerin und Unterzeichnerin des Aufrufs „AkademikerInnen für den Frieden“. Wegen ihrer Unterschrift musste sie die Türkei verlassen und lebt derzeit in Deutschland. Sie wird über den Einsatz sexualisierter Gewalt im gegenwärtigen Krieg in den kurdischen Gebiete der Türkei sprechen.

Sibel Schick ist feministische Aktivistin und freie Autorin. Sie verlies 2009 die Türkei, weil sie als kurdische Frau dort unterdrückt wurde. Sie wird über die Situation der Frauen und der LGBTI in der Türkei und die dortigen feministischen Bewegungen sprechen.

Sakine Yılmaz war bis zu ihrer Flucht aus der Türkei im Sommer 2016 Generalsekretärin der türkischen Lehrergewerkschaft Eğitim Sen. Sie wurde zuvor 2009 wegen der Forderung auf muttersprachlichen Unterricht für die kurdische Bevölkerung für ein halbes Jahr inhaftiert. 2012 wurde sie erneut verhaftet, diesmal für zehn Monate. Sie wird über die Repression gegen die sozialen Bewegungen und die autoritäre Herrschaft der AKP-Regierung sprechen.

Aslı Vatansever, Sozialwissenschaftlerin und Unterzeichnerin des Aufrufs „AkademikerInnen für den Frieden“. Wegen ihrer Unterschrift musste sie die Türkei verlassen und lebt derzeit in Deutschland. Sie wird über die Situation in den türkischen Hochschulen und das Leben der „AkademikerInnen für den Frieden“ im Exil sprechen.

Bremer Programm zum 27. Januar

Zum »Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus« wird auch dieses Jahr wieder rund um den 27. Januar ein gemeinsames Bremer Veranstaltungsprogramm angeboten, koordiniert vom der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein »Erinnern für die Zukunft«. Ein Programm-Faltblatt kann u.a. bei der Landeszentrale abgeholt und steht hier auf unserer Website als PDF zum Download bereit: Faltblatt zum 27. Januar. – Die Rosa-Luxemburg-Initiative unterstützt »Erinnern für die Zukunft« durch eine Mitgliedschaft im Verein und steuert einzelne Veranstaltungen zum Programm bei.

27. Januar  - Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Der 27. Januar 1945 ist der Tag der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee. Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus und so wurde Auschwitz zum Inbegriff der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Regime.

Mitgliederversammlung 2016

Die jährliche Mitgliederversammlung der Rosa-Luxemburg-Initiative e.V. (Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen) fand am 7. Dezember 2016 statt und wählte den neuen Vorstand für das nächste Jahr. Die Vorstandsmitglieder berichteten über die Arbeit des Vereins in den vergangenen Monaten und gingen dabei auf Schwerpunkte und auf besondere Projekte ein.

Ethan Young by RLS (Loren Balhorn) in Bremen

Ethan Young (by Loren Balhorn/RLS) in Bremen

Ein erstes Highlight des Jahres 2016 (von vielen) war die Begleitung der US-Wahlen, u.a. mit einer gut besuchten Veranstaltung mit Ethan Young im März. – Das Projekt Asamblea – Open Monday fördert die Selbstorganisation von Geflüchteten. Mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Initiative wurde im Laufe des Jahres ein sozialer Ort geschaffen worden, der zunehmend von Refugees als sozialer Ort der politischen Selbstermächtigung wahrgenommen wird.

Weiterlesen »

Konferenz der RLS zu Algorithmen, Daten und Demokratie

Anfang Dezember wird sich die Konferenz »Unboxing« in Berlin mit den gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung beschäftigen. Wie verändert der zunehmende Einsatz von Algorithmen die Spielregeln politischen Denkens und Handelns? Wie verändern sich Herrschaft, Kontrolle und Kapitalismus? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Kräfteverhältnisse, Organisierung und politische Intervention?  »Unboxing. Algorithmen, Daten und Demokratie« am 03.12.2016 in Berlin, mit internationaler Beteiligung: Hier das Programm von Unboxing auf den Seiten der RLS. – Die Konferenz ist bereits komplett ausgebucht, es ist keine Anmeldung mehr möglich. Die Konferenz wird aber am 03.12. in einem LIVESTREAM übertragen; Konferenz-Tweets finden sich dann unter #unboxing16.

»Unboxing. Algorithmen, Daten und Demokratie« am 03.12.2016 in Berlin   Smarte Worte. Das kritische Lexikon der Digitalisierung

Zur Konferenz ist soeben Smarte Worte. Das kritische Lexikon der Digitalisierung erschienen.

Weiterlesen »

Cyberpeace-Forum in Bremen

In Bremen findet am 11. und 12.11.2016 das Cyberpeace-Forum statt. Hier sollen aktuelle Entwicklungen zum Thema Cyberkrieg diskutiert werden. Die Veranstaltung beginnt Freitagabend mit einer Podiumsdiskussion anlässlich der Kooperation 
von der Hochschule Bremen und der Bundeswehr. In der Podiumsdiskussion zwischen Vertreterinnen und Vertretern von Hochschulen, Politik, Gewerkschaften und Friedensbewegung soll das Für und Wider beleuchtet werden. Am Samstagnachmittag werden aktuelle Entwicklungen und Gegenentwürfe zum Thema Cyber- und Drohnenkrieg vorgestellt und diskutiert.

Veranstaltungsort: Haus der Wissenschaft (Olbers-Saal), Sandstraße 4/5, 28195 Bremen

Weiterlesen »

Schließungszeiten unseres Büros in den Herbstferien 2016

In den Herbstferien 2016 bleibt die Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Initiative und das Bremer Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom 4. bis zum 14. Oktober 2016 geschlossen. Während dieser Zeit sind wir überwiegend nicht erreichbar. – Die Schließungszeiten unseres Büros orientieren sich in der Regel an den Bremer Schulferien und Feiertagen sowie an Abwesenheiten durch Dienstreisen.

Wir wünschen eine schöne Ferienzeit!

Balkan: Dokumentationen über vermeintlich sichere Herkunftsstaaten

AktivistInnen aus dem Bremer Flüchtlingsrat und andere haben in den letzten Jahren in den Balkanländern, die als sichere Herkunftsstaaten recherchiert und die dortige Situation der Minderheiten, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen, dokumentiert. Diese Arbeit wurde teilweise von der Rosa-Luxemburg-Initiative unterstützt und wurde in bisher drei Broschüren zur Situation in Serbien, im Kosovo und in Mazedonien dargestellt.

Abgeschobene Roma. Recherchen in Serbien, Mazedonien, Kosovo, Deutschland, Frankreich

Interdisziplinäres Recherche-Projekt mit AnwältInnen, JournalistInnen und ÄrztInnen, alle bleiben!, Landesflüchtlingsräte Bremen, Brandenburg und Berlin, unterstützt von Pro Asyl.

Die exjugoslawischen Staaten sind im bundesdeutschen Asylrecht sichere Herkunftsstaaten. Roma und andere Minderheiten leben in diesen Staaten prekär, und auch in Deutschland bekommen die allerwenigsten Schutz und ein sicheres Aufenthaltsrecht. In allen Ecken Deutschlands sind Roma von Abschiebung bedroht, mancherorts regen sich Proteste gegen die Abschiebungen. Mit einem interdisziplinären Recherche-Projekt reisen wir in die Staaten und treffen abgeschobene Roma, NGOs, Rückkehrprojekte, Botschaften, Regierungsangehörige oder KFOR-Truppen.

Jetzt gibt es drei Berichte zur Situation in Mazedonien (1. Auflage 2016), im Kosovo (2., aktualisierte Auflage 2016) und in Serbien (2., aktualisierte Auflage 2016) zu bestellen. Die Berichte geben einen Einblick in die Situation in den Ländern, enthalten Reportagen, Interviews und jede Menge Fotos. Sie eignen sich hervorragend für Menschen, die sich das erste Mal mit dem Thema beschäftigen und Verständnis für die Situation entwickeln wollen / sollen.

Anzeige Abgeschobene Roma

Die Berichte kosten einzeln 12 Euro plus Porto.
Für (Mengen-)Rabatte sprecht uns gerne an.
Der Überschuss geht direkt in unsere Arbeit – vor allem in die Unterstützung Abgeschobener.

Jetzt bestellen per Mail direkt bei uns: doku@koop-bremen.de

Band 1: Serbien, ISBN 978-3-00-052188-1, 2., aktualisierte Auflage 2016
Band 2: Kosovo, ISBN 978-3-00-052187-4, 2., aktualisierte Auflage 2016
Band 3: Mazedonien, ISBN 978-3-00-050858-5, 1. Auflage 2016