testVon der Weisheit der Vielen zur Organisierung der Unorganisierbaren

Ob die virtuelle Welt Second Life, die von ihren Nutzern geschaffen wird, ob Blogs, in denen Millionen Menschen aus ihrem Alltag berichten oder soziale Netzwerke wie Facebook, in denen Hunderte von Freunden keine Seltenheit sind. Überall im Internet tritt einem entgegen, was James Surowiecki als «Weisheit der Vielen» bezeichnet. Diese kollektive Intelligenz und Vernetzung der Internetnutzer steht jedoch in einem seltsamen Kontrast zu der kollektiven Hilflosigkeit und Vereinzelung der Prekären, die in Zeitschriften, Fernsehberichten und Webseiten beschworen wird. Ob Praktikanten oder Freelancer, befristet Beschäftigte oder Erwerbslose. Wenn in den Mainstream-Medien von Prekären die Rede ist, sind hilflose Opfer gemeint. Und genau dies wirft Fragen auf. Lassen sich Internet-Anwender und Prekäre tatsächlich so klar voneinander trennen? Oder gibt es einen Zusammenhang zwischen prekären Arbeits- und Lebensformen auf der einen und den Dynamiken
des Internets auf der anderen Seite? Und weiter: Welche neuen Möglichkeiten eröffnet das Internet dafür, sich in der Prekarität zu organisieren?
Standpunkte 21/2010 der RLS, verfasst von Bürogemeinschaft «nine2five», Hamburg (hier als PDF).

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