Stiftung

Die Rosa-Luxemburg-Initiative ist die Bremer Landesstiftung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus. Hervorgegangen aus dem 1990 in Berlin gegründeten Verein »Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V.«, entwickelte sich die Stiftung zu einer bundesweit agierenden Institution politischer Bildung, zu einem Diskussionsforum für kritisches Denken und politische Alternativen sowie zu einer Forschungsstätte für eine progressive Gesellschaftsentwicklung. An der Arbeit der Stiftung beteiligen sich viele ehrenamtliche Akteure, die beispielsweise in den über 20 Gesprächskreisen der Stiftung tätig sind. Zu den Gremien des Vereins zählt als dessen höchstes Organ die Mitgliederversammlung, welche auf der Grundlage der Stiftungssatzung die Grundentscheidungen zur Arbeit der Stiftung trifft und den Vorstand wählt. Darüber hinaus ist in der Satzung (PDF; mit Stand vom 01.12.2012) die Einrichtung weiterer Gremien festgelegt, die die Arbeit der Stiftung unterstützen sollen. So besteht der Rat der Landesstiftungen (Länderrat) aus den im Stiftungsverbund zusammengeschlossenen und von der RLS anerkannten Landesstiftungen. Er trägt unter anderem dafür Sorge, dass die Bildungsarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung im gesamten Bundesgebiet erfolgreich koordiniert werden kann. Mit dem wissenschaftlichen Beirat verfügt die Stiftung zudem über ein Beratungsgremium, das vor allem aus analytischer Perspektive zu einer qualitativen Weiterentwicklung der Stiftungsarbeit beiträgt.

Logo der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung – Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V. wurde 1992 von der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) – heute Partei DIE LINKE – als parteinahe, bundesweit tätige Stiftung anerkannt. Sie kooperiert im Rahmen eines Stiftungsverbundes eng mit den der Partei DIE LINKE nahestehenden Landesstiftungen in allen Bundesländern.

Bereiche der Stiftungsarbeit

Die erweiterten Arbeitsmöglichkeiten der Rosa-Luxemburg-Stiftung und die deutlich erhöhten Anforderungen an linke politische Bildung führten im Jahr 2008 unter anderem zur Gründung der Akademie für politische Bildung und des Instituts für Gesellschaftsanalyse innerhalb der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Die Arbeit des Instituts für Gesellschaftsanalyse (IfG) richtet sich auf die kritische Analyse des modernen Kapitalismus und seiner technologischen und sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Umwälzungen. Im Zentrum steht die Entwicklung von Ansätzen sozialistischer Transformation und radikaler Realpolitik linker politischer, sozialer und kultureller Kräfte. Das Institut für Gesellschaftsanalyse steht in der Tradition marxistischer, feminis- tischer und antirassistischer Kapitalismus- und Herrschaftskritik und greift die Ergebnisse moderner empirischer und theoretischer Sozialwissenschaften auf. Das Institut versteht sich als Akteur eingreifender emanzipatorischer Sozialforschung.

Die Akademie für politische Bildung bietet politische Weiterbildung in Form von Ausbildungsgängen, Trainings, Konferenzen und Diskussionsveranstaltungen sowie Netzwerken und Projekten an. Das Angebotsspektrum reicht vom Ausbildungsgang »Politik – Kommunikation – Management« über Weiterbildungsangebote für KommunalpolitikerInnen bis hin zu thematisch ausgerichteten Kursen, wie z.B. den Kapitallesekursen oder der Attacademie.
Dass Kommunalpolitik und lokales Engagement nicht machtlos oder gar langweilig sein muss, möchte die Kommunalakademie der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit ihrem bundesweiten Veranstaltungsprogramm aufzeigen. In ihren Bildungsangeboten soll insbesondere die Frage eines Selbstverständnisses linker Politik zum Tragen kommen.
Die Jugendbildung in der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist ein Kooperationsprojekt mit den Landesstiftungen und Partnervereinen in den Ländern. Es gibt es eine gesonderte Projektförderung für die Zielgruppe Jugend und ein Netzwerk von Trägern im Umfeld des Stiftungsverbundes. Ein weiteres Angebot kommt vom Referat Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit. Geboten werden im Rahmen der Bildung gegen rechts Fortbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für alle, die sich für einen linken Bildungsansatz interessieren.

Die Projektförderung ist eine wesentliche Form der Zusammenarbeit mit anderen Trägern politischer Bildung. Im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten unterstützt die Rosa-Luxemburg-Stiftung konkrete Einzelvorhaben politischer Bildung und kooperiert bei deren inhaltlicher Gestaltung. So trägt sie dazu bei, das breite Spektrum linker Themen in der politischen Öffentlichkeit zu präsentieren. Die mit einer Projektförderung ermöglichten Vorhaben komplettieren das Stiftungsangebot politischer Bildung. Die Themenvielfalt geförderter Projekte korrespondiert mit den Arbeitsschwerpunkten der Stiftung.

Rosa Luxemburg. Bild: www.zersetzer.com/ CC BY-NC-SA

Rosa Luxemburg. Bild: www.zersetzer.com/ CC BY-NC-SA

Die Landesstiftungen
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist eine bundesweit agierende parteinahe Stiftung. Ein erheblicher Teil des politischen Bildungsangebots sind die Veranstaltungen, Publikationen und sonstigen Aktivitäten der Partner in den Bundesländern. Dazu gehören die Landesstiftungen und Regionalbüros der RLS, sowie viele weitere regelmäßige KooperationspartnerInnen. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht es, jährlich über 2.000 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet durchzuführen. Mit diesem Angebot wendet sich die RLS an das Umfeld der Partei DIE LINKE, aber darüber hinaus auch an eine breite, an politischer Bildung interessierte Öffentlichkeit.

Rosa-Luxemburg-Clubs und Freundeskreise organisieren Bildungsangebote auf lokaler Ebene. Die größte Zahl von Clubs wurde in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gegründet, es gibt sie aber auch in den meisten Flächenländern. Dort übernehmen sie zumeist die lokale Vertretung der jeweiligen Landesstiftung.

Die internationale Arbeit
Zentrales Anliegen der Auslandsarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung einschließlich ihrer anderthalb Dutzend Auslandsbüros ist es, gemeinsam mit internationalen Partnern für soziale und demokratische Entwicklung zu wirken, gesellschaftspolitische Bildung und Kommunikation zu verstärken.

Die zentralen Themenfelder der Arbeit im Zentrum für internationalen Dialog (ZiD) der Rosa-Luxemburg-Stiftung sind die internationale Auseinandersetzung mit gegenwärtigen neoliberalen Globalisierungstendenzen, die Gestaltung eines sozialen und friedlichen Europas, die demokratische und soziale Partizipation auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene, Gewaltprävention und Frieden sowie gleichberechtigte Integration marginalisierter gesellschaftlicher Gruppen.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung kooperiert mit NGOs, Gewerkschaften und vielen verschiedenen sozialen Bewegungen, sowie auf europäischer Ebene mit dem europaweiten Stiftungsnetzwerk transform!europe, mit der Fraktion GUE/NGL im Europaparlament sowie mit der Europäischen Linkspartei.

Stipendien
Das Studienwerk vergibt Stipendien an Studierende und Promovierende aus dem In- und Ausland, die sich durch hohe fachliche Leistungen sowie durch ein ausgeprägtes gesellschaftliches Engagement auszeichnen. Grundlage der Studien- und Promotionsförderung des Studienwerks der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist das Ziel der Stiftung, durch politische Bildung zu Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und Solidarität sowie zum Ausgleich sozialer, geschlechts- oder ethnisch bedingter Benachteiligung beizutragen. Mittlerweile wurden über 1300 StipendiatInnen aus dem In- und Ausland gefördert. Aktuell erhalten über 800 Studierende und DoktorandInnen ein Stipendium. Jährlich werden ca. 150 StipendiatInnen neu in die Förderung aufgenommen.

Archiv
Mit dem Archiv Demokratischer Sozialismus (ADS) und seiner Bibliothek baut die Rosa-Luxemburg-Stiftung ein kollektives Gedächtnis der politischen Grundströmung eines Demokratischen Sozialismus auf. Das ADS hat in diesem Kontext insbesondere die Aufgabe, Quellen zur Entwicklung der Partei DIE LINKE in Deutschland und ihrer beiden Quell-Organisationen, der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) und der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG), zu sammeln, zu erschließen, zu bewahren und der Öffentlichkeit (insbesondere für die Forschung) zugänglich zu machen. Entsprechend seiner Zielstellung übernimmt die Stiftung in das Archiv auch Nachlässe und Deposita. Das ADS stellt Dokumente für Publikationen, für Ausstellungen und für Veranstaltungen der politischen Bildung sowie für Funk und Fernsehen bereit.

 

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V.
Franz-Mehring-Platz 1 | 10243 Berlin | Germany
Telefon: +49 30 44310-0 | Fax: +49 30 44310-230
Mail: info@rosalux.de | Web: www.rosalux.de

AnsprechpartnerInnen aus allen Bereichen finden sich im Organigramm der RLS.

Broschüre Rosa-Luxemburg-Stiftung – Was Sie schon immer wissen wollten… (PDF)