test“Die Leute wollen mehr…” – Uruguay

Das erste Jahr “progressive“ Regierung in Uruguay

Donnerstag, 18. Mai, 20 Uhr

Gespräch mit einer Compañera aus Uruguay
Seit einem Jahr ist in Uruguay die neue “progressive“ Regierung der Frente Amplio (FA, Breite Front) an der Macht. Aus den versprochenen Reformen und einer dem Volk verbunden Politik allerdings wurde bis dato kaum was. Im Gegenteil, die Regierung fährt ein Politikprogramm, das sie immer wieder über die Definition “realistisch“ verteidigt: Zahlung der Auslandsschulden, politische und militärische Bündnisse mit den USA, Auslandseinsätze der Armee…

Sogar politische Gefangene gab es Ende des letzten Jahres, als bei einer Demonstration in Montevideo gegen den Bush-Besuch in Argentinien vier DemonstrantInnen verhaftet wurden: Sie saßen fünf Wochen in Haft ­ ohne jegliche Beweise. Zur Zeit sitzen drei Drucker im Gefängnis, über 60 weitere wurden verurteilt, weil sie die pleite gegangene Druckerei, für die sie gearbeitet hatten, eigeninitiativ wieder in Betrieb genommen hatten. Dies wurde mit der Anklage “Aneignung“ bestraft.

Viele soziale Bewegungen und politische Organisationen, im großem Maße mit verantwortlich für den Wahlerfolg der FA, mobilisieren heute gegen die Fortsetzung der “realistischen³ neoliberalen Politik und für die Durchführung der versprochenen, dem Volk verbundenen Reformen.

Eine uruguayische Compañera wird in dem Gespräch über die aktuellen Ereignisse berichten und eine allgemeine Einschätzung zur Frente Amplio-Regierung und zu den Mobilisierungen der sozialen Bewegungen geben.

Zeit: 20 Uhr
Ort: Kulturzentrum Paradox, Bernhardstraße 12, 28203 Bremen

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Initiative


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