testLinke HistorikerInnen als Global Players? – Globalgeschichte

Samstag, 15.07.2006:
Linke HistorikerInnen als Global Players?
Eine Einführung zu „Globalgeschichte“ und transnationale Geschichtspolitik
Vortrag und Diskussion mit und Richard Heigl (Regensburg)

16 bis ca. 18.30 Uhr, Büro der Rosa-Luxemburg-Initiative, Hemmstraße 212, Bremen-Findorff.
Genaue Wegbeschreibung unter http://office.luxemburg-initiative.de

„Ohne eine kritische Analyse ihrer Geschichte können die sozialen Bewegungen ihre politischen Kämpfe kaum sinnvoll führen“, so lautet eine These des Historikers Richard Heigl. Doch das ist wieder einmal leichter gesagt als getan. Zumal die Angelegenheit durch zwei Umstände erschwert wird:

• Mit dem Prozess der sogenannten „Globalisierung“ und mit dem Auftreten globalisierungskritischer Bewegungen werden HistorikerInnen vor neue Herausforderungen gestellt. Wer heute eine „eingreifende“ Geschichtswissenschaft mit und für soziale Bewegungen betreiben will, muss zunehmend transnational und global denken und handeln.
• In der soziologischen und historischen Fachwissenschaft lässt sich ein Trend beobachten, der die Linke nicht kalt lassen kann: Dort wird verstärkt über die Grundlagen von Universal-, Welt- und „Globalgeschichte“ diskutiert. Damit entsteht ein für die Linke zentrales geschichtspolitisches Feld, denn unter der Hand werden selbstverständlich politische, soziale und kulturellen Perspektiven der Gesellschaft mitverhandelt.

Der Vortrag versucht daher erste Antworten auf ein paar Fragen geben: Was ist Globalgeschichte eigentlich? Wann beginnt sie? Braucht die Linke eine eigene globale Geschichtsschreibung? Und: Wie sähe die aus? Was ist transnationale ArbeiterInnengeschichte heute? Was hat sie zum Gegenstand, wer schreibt sie?
Die Veranstaltung liefert einige Bausteine zu einer dringend notwendigen Debatte über eine transnationale Geschichtspolitik, die im Anschluss an den Vortrag diskutiert werden könnte.

Die Veranstaltung versteht sich als Einführung und bietet genügend Raum für Diskussion.

Richard Heigl (Jahrgang 1971) ist Historiker und IT-Trainer. Der Regensburger arbeitet unter anderem für die Zeitschrift Das Argument (www.argument.de) und ist Maintainer der Internetseite http://www.kritische-geschichte.de


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