testDie Idee der Freiheit lässt sich nicht runterkriegen… Zur aktuellen Situation im Iran

Mittwoch, 18. November, 19:30 Uhr, Bonbonfabrik Hardenbergstr. 50-54, 28201 Bremen

Vortrag und Diskussion mit Pedram Shayar (Netzwerk junger Iraner in Berlin und attac) und Amin Hosuri (Journalist und politischer Aktivist/Bremen)

Gerade mal 5 Monate liegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen im Iran zurück. Damals sorgten die insbesondere von jungen Menschen getragenen Massenproteste weltweit für Aufsehen. Mittlerweile scheint sich die Lage unter dem Druck der brutalen Repression ‚beruhigt‘ zu haben. Doch der Schein trügt: Die Bewegung gegen die theokratische Diktatur ist weiterhin aktiv, lediglich die Form des Widerstands hat sich geändert: So sind im Rahmen der offiziellen Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan allein in Teheran 3 Millionen Menschen (demonstrierend) auf die Straße gegangen. Zudem spielt das Internet weiterhin eine herausragende Rolle – genauso wie kleinere Aktionen, etwa politisches Graffiti. Während im Juni vor allem die gefälschten Wahlen im Mittelpunkt der Proteste standen, geht es heute um mehr: Der Bann der Diktatur ist gebrochen, die Menschen lassen sich nicht mehr einschüchtern. In der Veranstaltung soll deshalb der Frage nachgegangen werden, wer die Proteste trägt und worin die jeweiligen Ziele bestehen. Ein differenzierter Blick ist nicht zuletzt deshalb elementar, weil bis heute die Gefahr besteht, dass sich die islamistischen Reformisten um den bei den Präsidentschaftswahlen unterlegenen Hussein Mussawi an die Spitze der Proteste setzen und somit wirkliche Veränderungen verhindern könnten. Denn klar ist auch: Die Gruppe derer, die sich für eine säkulare und solidarische Gesellschaft einsetzt, dürfte gerade mal 10-20 Prozent der Bevölkerung umfassen – zu ihr gehören unter anderem Gewerkschaften, Frauengruppen und Teile der Studierenden.

In der Veranstaltung sollen zwei Blickwinkel zur Sprache kommen: Pedram Shayar von attac und dem „Netzwerk junger Iraner in Berlin“ spricht aus der Exil-Perspektive, er musste den Iran bereits als Kind mit seinen Eltern verlassen, Amin Hosuri aus Bremen ist politischer Aktivist und Journalist, er hat bis vor kurzem im Iran gelebt.

Eine Veranstanstaltung in Kooperation mit NoLager Bremen, Stadtkommune Alla Hopp und Mayday-Caf.


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