testExkursion zur Gedenkstätte des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Sandbostel

Exkursion zur Gedenkstätte des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Sandbostel
Samstag, 25. April 2015, 10.00 – ca. 18.00 Uhr
Treffpunkt Goetheplatz (vor dem Gothetheater)

Keine 60 km nördlich von Bremen befand sich eines der größten Kriegsgefangenenlager des NS-Staates in der Nähe von Sandbostel, nicht weit entfernt von Bremervörde. Von Ende 1939 bis zur Befreiung durch britische Soldaten am 29. April 1945 wurden hier mindestens 313.000 Kriegsgefangene, Militär- und Zivilinternierte aus mehr als 55 Nationen gefangen gehalten, bis zu 20.000 Gefangenen gleichzeitig. Die unterschiedliche Behandlung der Gefangenen verschiedenen Nationen, die Zwangsarbeit, Zusammensetzung und Verhalten der Täter und die spätere Geschichte des Geländes werden einige der Themen der Exkursion sein. Außer dem Kriegsgefangenenlager befanden sich hier vorher ein Arbeitsdienstlager, 1945 ein KZ-Auffanglager, danach ein Internierungslager in der britischen Besatzungszone, ein Strafgefängnis, ein Notaufnahmelager für DDR-Flüchtlinge, ein Bundeswehrdepot, ein Gewerbegebiet, schließlich eine Gedenkstätte. Alle Nutzungen haben Spuren hinterlassen. Von kaum einem anderen Lager des NS ist soviel Bausubstanz erhalten geblieben wie in Sandbostel, wenn auch teilweise in kaum noch zu rettendem Zustand. Es bedurfte mehr als 20 Jahre harter Auseinandersetzungen, bis AktivistInnen vor Ort die Gründung einer Gedenkstätte vor 8 Jahren durchsetzen konnten. Die Exkursion enthält eine Einführung ins Thema, einen geführten Rundgang über das Lagergelände durch eine Person der Gedenkstätte und Zeit für einen individuellen Rundgang durch die Ausstellungen. Die Fahrt soll mit einem Besuch des Friedhofes enden (ca. 3km entfernt im Ort Sandbostel), auf welchem ermordete Gefangene bestattet wurden. Teilt bei der Anmeldung bitte mit, ob Ihr einen Pkw mitbringen könnt. Verpflegung ist selbst mitzubringen.

Anmeldung bitte per Mail unter anmeldung@rosa-luxemburg.com

Die Veranstaltung wird organisiert von der Rosa-Luxemburg- Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.


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