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Aufbruch – Hoffnung – Realität: Linke Regierungspolitik und soziale Bewegungen in Uruguay

Freitag, 25. Juli 2008, 20 Uhr, Bürgerhaus Weserterrassen, Osterdeich 70 b, 28203 Bremen

Veranstaltung und Eröffnung der Wander-Fotoausstellung

Mit Stefan Thimmel und Santiago Flores Castro

Die Veranstaltung ist zugleich Vernissage der Fotoausstellung zu Uruguay. Die Referenten werden Hintergrundinformationen zur aktuellen Situation in Uruguay und zu den Fotos geben. Die Fotoausstellung des uruguayischen Fotokollektivs RebelArte präsentiert Momentaufnahmen aus Uruguay, die nach dem Regierungsantritt des linken Parteinbündnisses Frente Amplio (FA) im Jahre 2004 entstanden sind. Die Fotos zeigen Menschen und ihre Aktionen im Rahmen von Kämpfen um Land, Wohnraum, Arbeit, die Bestrafung von Tätern aus der Diktaturzeit, die Freilassung von politischen Gefangenen, Alternativen zur neoliberalen Wirtschaftspolitik… Sie reflektieren damit sowohl die aktuellen politisch-emanzipatorischen Prozesse in Uruguay, als auch die damit verbundenen Widersprüche.

Referenten: Stefan Thimmel: Journalist und Uruguayexperte aus Berlin, Mitarbeiter u.a. der Informationsstelle Lateinamerika und der Zeitschrift Lateinamerika Nachrichten und Mitherausgeber des ABC der Alternativen.
Hamburg 2007 . Santiago Flores Castro: Fotograf und Grafikdesigner aus Montevideo/Uruguay, Mitarbeiter der Radios Alternativa FM und N’idea-D FM, Mitbegründer von Indymedia Uruguay und des Fotokollektivs RebelArte. Ausstellungen u.a. bei den Weltsozialforen 2002 und 2003 in Porto Alegre, Brasilien.

Ausstellung: Freitag, 25.07.2008 – Donnerstag, 30.07.08 Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag: ab 10 Uhr bis abends, Montag: ab 12 Uhr bis abends

Bürgerhaus Weserterrassen, Osterdeich 70b, 28203 Bremen

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen e.V. in Kooperation mit SOLA

Über die Infragestellung des Lebenswertes – Zur Geschichte von Sozialdarwinismus und Biopolitik in der Medizin

Montag, 14. Juli 2008, 20.00 Uhr, Kommunikationszentrum paradox, Bernhardstraße 12, 28203 Bremen im Clubraum | 1. Etage

Moderation: Kai Kaschinski

Anhand des Films „Nichts als die Wahrheit“ (1999) werden wir an diesem Abend über die Auswirkungen biopolitischer Diskurse auf das Menschenbild diskutieren. Der Film von Regisseur Roland Suso Richter stellt mittels einer fiktiven Geschichte über den NS-Arzt und Mörder Josef Mengele die biopolitische Argumentationsweise über den Lebenswert von Menschen Anfang des 20. Jahrhunderts zur Debatte. Unter Bezug auf den Film werden wir die historische Entwicklung des Sozialdarwinismus betrachten und Vergleiche mit heutigen Diskursen in der Medizin vornehmen. Vorgestellt wird auf der Veranstaltung zudem ein im Oktober geplantes Seminarwochenende der Rosa-Luxemburg-Initiative über die ehemalige „Führerschule der Deutschen Ärzteschaft“ in Alt Rehse/Mecklenburg-Vorpommern.

Film- und Diskussionsveranstaltung des Clubs der Rosa-Luxemburg-Initiative in Kooperation mit den Vereinen lifeKritik und a+b=paradox

Jugendkriminalität und Verschärfung des Jugendstrafrechts

Mittwoch, 2. Juli 2008, 20 Uhr, Infoladen Bremen St.Paulistr. 10-12, 28203 Bremen

Mit N.N., Junge Linke, Hannover

Alle Jahre wieder ist „Jugendkriminalität“ Gegenstand der öffentlichen Debatte. Anfang dieses Jahres haben Roland Koch (CDU) und andere Politiker seiner Couleur die altbekannten Forderungen nach härteren Strafen und Erziehungscamps genutzt, um sich als konsequente Verfechter von Recht und Ordnung zu profilieren: Selbstverständlich sei der Staat ihrer Ansicht nach den jugendlichen Tätern gegenüber bisher viel zu nachsichtig gewesen und härtere Strafen dienten besserer Abschreckung und bedeuteten weniger Straftaten. SPD und liberale PolitikerInnen haben dem nichts anderes entgegenzusetzen, als die konsequente Ausschöpfung der bisherigen Gesetze und eine schnellere Aburteilung der Jugendlichen durch die Gerichte. Für noch konsequenter halten sich Grüne und Linkspartei bei ihrer vermeintlichen Ursachenbekämpfung. Für sie ist die beste Kriminalpolitik schon immer eine gute Bildungs- und Sozialpolitik gewesen. Es geht es nicht darum, wie Jugendliche dazu gebracht werden können, sich an Recht und Ordnung zu halten. Wir wollen zeigen, dass der Schutz der Rechtsordnung durch den Staat etwas anderes ist als der Schutz der BürgerInnen vor Gewalt und Schädigung, und inwiefern das Strafsystem selbst und die Ordnung, der das Recht dient, die Gründe für das Verbrechen wie auch das Interesse der BürgerInnen an Strafen und ihrer Verschärfung immer wieder hervorbringen. Wir wollen nicht für ein besseres Strafsystem eintreten, sondern die Verhältnisse kritisieren, die ein solches nötig machen.

Siehe auch www.junge-linke.de

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen in Kooperation mit Gruppe „Kritik im Handgemenge“ (Bremen)

BILD dir deine Meinung – Veranstaltung zu BILDBlog.de

Dienstag 1. Juli 2008, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), Jugendhaus Buchte der Naturfreundejugend, Buchtstrasse 14/15, 28195 Bremen

Vortrag und Diskussion mit Heiko Dilk
Bild dir deine Meinung! Mit diesem Slogan schreit eine große deutsche Boulevardzeitung uns, „das Volk“, an. Geradezu selbstironisch ist dieser Spruch, denn leider ist hier ungewiss wer hier wessen Meinung bildet. Ist es am Ende vielleicht sogar das Boulevardblatt selbst? Bild bildet unsere Meinung – leider immer noch viel zu oft und viel zu stark! Deshalb: Bild dir deine Wahrheit!
Heiko Dilk wird einen Vortrag mit anschließender Diskussion über die Arbeitsweisen und Einflüsse über diese Gazette halten.

Heiko Dilk ist Mitarbeiter von www.bildblog.de, der Internet-Seite zur Kritik der Tageszeitung BILD, der BILD am Sonntag und des Internetangebotes von BILD.

Eintritt: 2 EUR

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen in Kooperation mit Buchte e.V. (Bremen)

Offenes Gedenken – Perspektiven für einen Gedenkort Uckermark am Ort des ehemaligen Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen und späteres Vernichtungslager

1. Juli 2008, 19:30 Uhr, Infoladen Bremen, St.-Paulistr. 10, 28203 Bremen

Mit Aktivist_innen der Uckermark Gruppe Hamburg

Reihe „Antifaschistische Perspektiven des Erinnerns“

Junge Frauen, die bei den nationalsozialistischen Führsorgeeinrichtungen als „asozial“ oder „sexuell verwahrlost“ galten, wurden zwischen 1942 und 1945 durch Beamte der Kriminalpolizei in das Konzentrationslager Uckermark deportiert. Es befand sich in unmittelbarer Nähe zum Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück. Nach 1945 wurde das Gelände des KZ Uckermark mit Panzerhallen überbaut. Die Überlebenden wurden nicht entschädigt. Eine Auseinandersetzung fand in beiden deutschen Staaten nicht statt. Seit etwa 10 Jahren kümmern sich antifaschistische Feminist_innen um die Gestaltung und Zugänglichkeit dieses Geländes. Jährlich finden selbstorganisierte Baucamps statt, bei denen aktive Gedenkarbeit geleistet wird. Bei der Veranstaltung werden Aktivist_innen der Uckermark Gruppe Hamburg das ehemalige Konzentrationslager Uckermark sowie aktuelle Entwicklungen im Erinnerungsprozess vorstellen. Es wird ein 30-minütiger Filmbeitrag gezeigt, der die erste Gedenkfeier am 60. Jahrestag der Befreiung auf dem Gelände in der Uckermark dokumentiert. In einer gemeinsamen Diskussion sollen die Perspektiven eines antifaschistischen Gedenkort Uckermark erörtert und kritisch hinterfragt werden.