BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Rosa-Luxemburg-Initiative - ECPv6.15.12.2//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:Rosa-Luxemburg-Initiative
X-ORIGINAL-URL:https://www.rosa-luxemburg.com/test
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen für Rosa-Luxemburg-Initiative
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20230326T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20231029T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20240331T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20241027T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20250330T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20251026T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20240628T180000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20240628T200000
DTSTAMP:20260405T201256
CREATED:20240502T051732Z
LAST-MODIFIED:20240514T101858Z
UID:11419-1719597600-1719604800@www.rosa-luxemburg.com
SUMMARY:Sechzig Jahre „Eindimensionaler Mensch“: Wie aktuell ist Herbert Marcuses Schlüsselwerk?
DESCRIPTION:Online-Veranstaltungsreihe im Mai und Juni 2024 \n\n\n\nHerbert Marcuses ›Eindimensionaler Mensch‹ aus dem Jahr 1964 gehört zu den Schlüsselwerken kritischer Gesellschaftstheorie. Marcuses These ist\, dass sich eine »technologische Rationalität« durchgesetzt hat. Diese hat zwar paradoxerweise die Lebensverhältnisse in den westlichen Industriegesellschaften individuell verbessert\, gleichzeitig aber jede radikale allgemeine Veränderung verhindert. Der fortgeschrittene Kapitalismus befördert ein Bewusstsein\, dass die Möglichkeiten einer besseren Welt für alle – Marcuse spricht vom »befreiten und befriedigten Dasein« – überhaupt nicht mehr in Betracht zieht\, ja in Betracht ziehen kann: eine »Paralyse der Kritik« führt zum »Ende der Utopie« – weil scheinbar alle Bedürfnisse prinzipiell vom Markt befriedigt werden können (wenn man ihn hier und da noch ein wenig verbessert). Anstatt die technischen Möglichkeiten zur Erhöhung der Lebensqualität zu nutzen\, bedrohen sich die Blockmächte im Wettrüsten gegenseitig mit immer mehr Atomwaffen. Eine bürgerliche Wissenschaft\, so Marcuse\, sei nicht in der Lage\, einen Gegenentwurf zu dieser politischen Ordnung zu entwickeln. Und auch der Alltagsverstand sei\, überformt durch eine suggestiv-affirmative Sprache\, nicht geeignet\, um über das bestehende System hinauszudenken. Dass insofern die Zukunft nur noch – bestenfalls – als Widerspiegelung und Wiederholung der Gegenwart denkbar ist\, bezeichnet Marcuse als »eindimensional«. \nEine Überwindung der eindimensionalen Gesellschaft ist nur als »bestimmte Negation« möglich\, nämlich als »Große Weigerung« (»Great Refusal«); wie so etwas aussehen könnte\, schien sich dann Ende der 1960er Jahre in der Gegen- und Subkultur der Protestbewegungen einer »Neuen Linken« abzuzeichnen. Mit seiner Zeitdiagnose des 1964 in den USA erschienenen und dann 1967 ins Deutsche übersetzten ›Der eindimensionale Mensch‹ – damals ein Bestseller – erweiterte Marcuse jene kritische Theorie der Gesellschaft\, die er in den 1930er Jahren zusammen mit Max Horkheimer aus der Philosophie von Kant und Hegel\, der Psychoanalyse von Freud und vor allem der Kritik der politischen Ökonomie von Marx entwickelt hatte. \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 1 \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 2 \nSechzig Jahre nach dem Erscheinen des Buches sollen mit der geplanten Vortragsreihe Aktualisierungs- und Rekonstruktionsmöglichkeiten von Marcuses ›Studien zur fortgeschrittenen Ideologie der Industriegesellschaft‹ (so der Untertitel des ›Eindimensionalen Menschen‹) vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen diskutiert werden. \nDie Veranstaltungsreihe findet online via Zoom statt; jeweils von 18 bis 20 Uhr. Dafür ist eine Anmeldung bei der RLS Hamburg notwendig.\n \n\nMittwoch\, 29. Mai 2024 mit Douglas Kellner (UCLA)\nMittwoch\, 05. Juni 2024 mit Peter-Erwin Jansen (Hochschule Koblenz)\nMittwoch\, 12. Juni 2024 mit Alex Demirovic (Rosa Luxemburg Stiftung)\nMittwoch\, 19. Juni 2024 mit Gertrud Koch (HU Berlin)\nFreitag\, 28. Juni 2024 mit Rahel Jaeggi (HU Berlin) und Stephan Lessenich (Institut für Sozialforschung\, Frankfurt/M.)\n\nUnter diesem Link sind die Anmeldeformulare der RLS Hamburg erreichbar: https://hamburg.rosalux.de/news/id/51889/ \n\nEine Veranstaltungsreihe der Universität Bremen\, Institut für Arbeit und Wirtschaft\, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg\, der Helmut Schmidt Universität\, Universität der Bundeswehr Hamburg und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.\nGefördert mit Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. \nDer Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: Flyer-60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch-1.
URL:https://www.rosa-luxemburg.com/test/event/sechzig-jahre-eindimensionaler-mensch-wie-aktuell-ist-herbert-marcuses-schluesselwerk/2024-06-28/
LOCATION:Digital
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20240619T180000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20240619T200000
DTSTAMP:20260405T201256
CREATED:20240502T051732Z
LAST-MODIFIED:20240514T101857Z
UID:11418-1718820000-1718827200@www.rosa-luxemburg.com
SUMMARY:Sechzig Jahre „Eindimensionaler Mensch“: Wie aktuell ist Herbert Marcuses Schlüsselwerk?
DESCRIPTION:Online-Veranstaltungsreihe im Mai und Juni 2024 \n\n\n\nHerbert Marcuses ›Eindimensionaler Mensch‹ aus dem Jahr 1964 gehört zu den Schlüsselwerken kritischer Gesellschaftstheorie. Marcuses These ist\, dass sich eine »technologische Rationalität« durchgesetzt hat. Diese hat zwar paradoxerweise die Lebensverhältnisse in den westlichen Industriegesellschaften individuell verbessert\, gleichzeitig aber jede radikale allgemeine Veränderung verhindert. Der fortgeschrittene Kapitalismus befördert ein Bewusstsein\, dass die Möglichkeiten einer besseren Welt für alle – Marcuse spricht vom »befreiten und befriedigten Dasein« – überhaupt nicht mehr in Betracht zieht\, ja in Betracht ziehen kann: eine »Paralyse der Kritik« führt zum »Ende der Utopie« – weil scheinbar alle Bedürfnisse prinzipiell vom Markt befriedigt werden können (wenn man ihn hier und da noch ein wenig verbessert). Anstatt die technischen Möglichkeiten zur Erhöhung der Lebensqualität zu nutzen\, bedrohen sich die Blockmächte im Wettrüsten gegenseitig mit immer mehr Atomwaffen. Eine bürgerliche Wissenschaft\, so Marcuse\, sei nicht in der Lage\, einen Gegenentwurf zu dieser politischen Ordnung zu entwickeln. Und auch der Alltagsverstand sei\, überformt durch eine suggestiv-affirmative Sprache\, nicht geeignet\, um über das bestehende System hinauszudenken. Dass insofern die Zukunft nur noch – bestenfalls – als Widerspiegelung und Wiederholung der Gegenwart denkbar ist\, bezeichnet Marcuse als »eindimensional«. \nEine Überwindung der eindimensionalen Gesellschaft ist nur als »bestimmte Negation« möglich\, nämlich als »Große Weigerung« (»Great Refusal«); wie so etwas aussehen könnte\, schien sich dann Ende der 1960er Jahre in der Gegen- und Subkultur der Protestbewegungen einer »Neuen Linken« abzuzeichnen. Mit seiner Zeitdiagnose des 1964 in den USA erschienenen und dann 1967 ins Deutsche übersetzten ›Der eindimensionale Mensch‹ – damals ein Bestseller – erweiterte Marcuse jene kritische Theorie der Gesellschaft\, die er in den 1930er Jahren zusammen mit Max Horkheimer aus der Philosophie von Kant und Hegel\, der Psychoanalyse von Freud und vor allem der Kritik der politischen Ökonomie von Marx entwickelt hatte. \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 1 \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 2 \nSechzig Jahre nach dem Erscheinen des Buches sollen mit der geplanten Vortragsreihe Aktualisierungs- und Rekonstruktionsmöglichkeiten von Marcuses ›Studien zur fortgeschrittenen Ideologie der Industriegesellschaft‹ (so der Untertitel des ›Eindimensionalen Menschen‹) vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen diskutiert werden. \nDie Veranstaltungsreihe findet online via Zoom statt; jeweils von 18 bis 20 Uhr. Dafür ist eine Anmeldung bei der RLS Hamburg notwendig.\n \n\nMittwoch\, 29. Mai 2024 mit Douglas Kellner (UCLA)\nMittwoch\, 05. Juni 2024 mit Peter-Erwin Jansen (Hochschule Koblenz)\nMittwoch\, 12. Juni 2024 mit Alex Demirovic (Rosa Luxemburg Stiftung)\nMittwoch\, 19. Juni 2024 mit Gertrud Koch (HU Berlin)\nFreitag\, 28. Juni 2024 mit Rahel Jaeggi (HU Berlin) und Stephan Lessenich (Institut für Sozialforschung\, Frankfurt/M.)\n\nUnter diesem Link sind die Anmeldeformulare der RLS Hamburg erreichbar: https://hamburg.rosalux.de/news/id/51889/ \n\nEine Veranstaltungsreihe der Universität Bremen\, Institut für Arbeit und Wirtschaft\, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg\, der Helmut Schmidt Universität\, Universität der Bundeswehr Hamburg und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.\nGefördert mit Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. \nDer Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: Flyer-60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch-1.
URL:https://www.rosa-luxemburg.com/test/event/sechzig-jahre-eindimensionaler-mensch-wie-aktuell-ist-herbert-marcuses-schluesselwerk/2024-06-19/
LOCATION:Digital
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20240612T180000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20240612T200000
DTSTAMP:20260405T201256
CREATED:20240502T051732Z
LAST-MODIFIED:20240514T101855Z
UID:11417-1718215200-1718222400@www.rosa-luxemburg.com
SUMMARY:Sechzig Jahre „Eindimensionaler Mensch“: Wie aktuell ist Herbert Marcuses Schlüsselwerk?
DESCRIPTION:Online-Veranstaltungsreihe im Mai und Juni 2024 \n\n\n\nHerbert Marcuses ›Eindimensionaler Mensch‹ aus dem Jahr 1964 gehört zu den Schlüsselwerken kritischer Gesellschaftstheorie. Marcuses These ist\, dass sich eine »technologische Rationalität« durchgesetzt hat. Diese hat zwar paradoxerweise die Lebensverhältnisse in den westlichen Industriegesellschaften individuell verbessert\, gleichzeitig aber jede radikale allgemeine Veränderung verhindert. Der fortgeschrittene Kapitalismus befördert ein Bewusstsein\, dass die Möglichkeiten einer besseren Welt für alle – Marcuse spricht vom »befreiten und befriedigten Dasein« – überhaupt nicht mehr in Betracht zieht\, ja in Betracht ziehen kann: eine »Paralyse der Kritik« führt zum »Ende der Utopie« – weil scheinbar alle Bedürfnisse prinzipiell vom Markt befriedigt werden können (wenn man ihn hier und da noch ein wenig verbessert). Anstatt die technischen Möglichkeiten zur Erhöhung der Lebensqualität zu nutzen\, bedrohen sich die Blockmächte im Wettrüsten gegenseitig mit immer mehr Atomwaffen. Eine bürgerliche Wissenschaft\, so Marcuse\, sei nicht in der Lage\, einen Gegenentwurf zu dieser politischen Ordnung zu entwickeln. Und auch der Alltagsverstand sei\, überformt durch eine suggestiv-affirmative Sprache\, nicht geeignet\, um über das bestehende System hinauszudenken. Dass insofern die Zukunft nur noch – bestenfalls – als Widerspiegelung und Wiederholung der Gegenwart denkbar ist\, bezeichnet Marcuse als »eindimensional«. \nEine Überwindung der eindimensionalen Gesellschaft ist nur als »bestimmte Negation« möglich\, nämlich als »Große Weigerung« (»Great Refusal«); wie so etwas aussehen könnte\, schien sich dann Ende der 1960er Jahre in der Gegen- und Subkultur der Protestbewegungen einer »Neuen Linken« abzuzeichnen. Mit seiner Zeitdiagnose des 1964 in den USA erschienenen und dann 1967 ins Deutsche übersetzten ›Der eindimensionale Mensch‹ – damals ein Bestseller – erweiterte Marcuse jene kritische Theorie der Gesellschaft\, die er in den 1930er Jahren zusammen mit Max Horkheimer aus der Philosophie von Kant und Hegel\, der Psychoanalyse von Freud und vor allem der Kritik der politischen Ökonomie von Marx entwickelt hatte. \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 1 \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 2 \nSechzig Jahre nach dem Erscheinen des Buches sollen mit der geplanten Vortragsreihe Aktualisierungs- und Rekonstruktionsmöglichkeiten von Marcuses ›Studien zur fortgeschrittenen Ideologie der Industriegesellschaft‹ (so der Untertitel des ›Eindimensionalen Menschen‹) vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen diskutiert werden. \nDie Veranstaltungsreihe findet online via Zoom statt; jeweils von 18 bis 20 Uhr. Dafür ist eine Anmeldung bei der RLS Hamburg notwendig.\n \n\nMittwoch\, 29. Mai 2024 mit Douglas Kellner (UCLA)\nMittwoch\, 05. Juni 2024 mit Peter-Erwin Jansen (Hochschule Koblenz)\nMittwoch\, 12. Juni 2024 mit Alex Demirovic (Rosa Luxemburg Stiftung)\nMittwoch\, 19. Juni 2024 mit Gertrud Koch (HU Berlin)\nFreitag\, 28. Juni 2024 mit Rahel Jaeggi (HU Berlin) und Stephan Lessenich (Institut für Sozialforschung\, Frankfurt/M.)\n\nUnter diesem Link sind die Anmeldeformulare der RLS Hamburg erreichbar: https://hamburg.rosalux.de/news/id/51889/ \n\nEine Veranstaltungsreihe der Universität Bremen\, Institut für Arbeit und Wirtschaft\, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg\, der Helmut Schmidt Universität\, Universität der Bundeswehr Hamburg und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.\nGefördert mit Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. \nDer Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: Flyer-60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch-1.
URL:https://www.rosa-luxemburg.com/test/event/sechzig-jahre-eindimensionaler-mensch-wie-aktuell-ist-herbert-marcuses-schluesselwerk/2024-06-12/
LOCATION:Digital
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20240605T180000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20240605T200000
DTSTAMP:20260405T201256
CREATED:20240502T051732Z
LAST-MODIFIED:20240514T101854Z
UID:11416-1717610400-1717617600@www.rosa-luxemburg.com
SUMMARY:Sechzig Jahre „Eindimensionaler Mensch“: Wie aktuell ist Herbert Marcuses Schlüsselwerk?
DESCRIPTION:Online-Veranstaltungsreihe im Mai und Juni 2024 \n\n\n\nHerbert Marcuses ›Eindimensionaler Mensch‹ aus dem Jahr 1964 gehört zu den Schlüsselwerken kritischer Gesellschaftstheorie. Marcuses These ist\, dass sich eine »technologische Rationalität« durchgesetzt hat. Diese hat zwar paradoxerweise die Lebensverhältnisse in den westlichen Industriegesellschaften individuell verbessert\, gleichzeitig aber jede radikale allgemeine Veränderung verhindert. Der fortgeschrittene Kapitalismus befördert ein Bewusstsein\, dass die Möglichkeiten einer besseren Welt für alle – Marcuse spricht vom »befreiten und befriedigten Dasein« – überhaupt nicht mehr in Betracht zieht\, ja in Betracht ziehen kann: eine »Paralyse der Kritik« führt zum »Ende der Utopie« – weil scheinbar alle Bedürfnisse prinzipiell vom Markt befriedigt werden können (wenn man ihn hier und da noch ein wenig verbessert). Anstatt die technischen Möglichkeiten zur Erhöhung der Lebensqualität zu nutzen\, bedrohen sich die Blockmächte im Wettrüsten gegenseitig mit immer mehr Atomwaffen. Eine bürgerliche Wissenschaft\, so Marcuse\, sei nicht in der Lage\, einen Gegenentwurf zu dieser politischen Ordnung zu entwickeln. Und auch der Alltagsverstand sei\, überformt durch eine suggestiv-affirmative Sprache\, nicht geeignet\, um über das bestehende System hinauszudenken. Dass insofern die Zukunft nur noch – bestenfalls – als Widerspiegelung und Wiederholung der Gegenwart denkbar ist\, bezeichnet Marcuse als »eindimensional«. \nEine Überwindung der eindimensionalen Gesellschaft ist nur als »bestimmte Negation« möglich\, nämlich als »Große Weigerung« (»Great Refusal«); wie so etwas aussehen könnte\, schien sich dann Ende der 1960er Jahre in der Gegen- und Subkultur der Protestbewegungen einer »Neuen Linken« abzuzeichnen. Mit seiner Zeitdiagnose des 1964 in den USA erschienenen und dann 1967 ins Deutsche übersetzten ›Der eindimensionale Mensch‹ – damals ein Bestseller – erweiterte Marcuse jene kritische Theorie der Gesellschaft\, die er in den 1930er Jahren zusammen mit Max Horkheimer aus der Philosophie von Kant und Hegel\, der Psychoanalyse von Freud und vor allem der Kritik der politischen Ökonomie von Marx entwickelt hatte. \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 1 \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 2 \nSechzig Jahre nach dem Erscheinen des Buches sollen mit der geplanten Vortragsreihe Aktualisierungs- und Rekonstruktionsmöglichkeiten von Marcuses ›Studien zur fortgeschrittenen Ideologie der Industriegesellschaft‹ (so der Untertitel des ›Eindimensionalen Menschen‹) vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen diskutiert werden. \nDie Veranstaltungsreihe findet online via Zoom statt; jeweils von 18 bis 20 Uhr. Dafür ist eine Anmeldung bei der RLS Hamburg notwendig.\n \n\nMittwoch\, 29. Mai 2024 mit Douglas Kellner (UCLA)\nMittwoch\, 05. Juni 2024 mit Peter-Erwin Jansen (Hochschule Koblenz)\nMittwoch\, 12. Juni 2024 mit Alex Demirovic (Rosa Luxemburg Stiftung)\nMittwoch\, 19. Juni 2024 mit Gertrud Koch (HU Berlin)\nFreitag\, 28. Juni 2024 mit Rahel Jaeggi (HU Berlin) und Stephan Lessenich (Institut für Sozialforschung\, Frankfurt/M.)\n\nUnter diesem Link sind die Anmeldeformulare der RLS Hamburg erreichbar: https://hamburg.rosalux.de/news/id/51889/ \n\nEine Veranstaltungsreihe der Universität Bremen\, Institut für Arbeit und Wirtschaft\, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg\, der Helmut Schmidt Universität\, Universität der Bundeswehr Hamburg und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.\nGefördert mit Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. \nDer Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: Flyer-60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch-1.
URL:https://www.rosa-luxemburg.com/test/event/sechzig-jahre-eindimensionaler-mensch-wie-aktuell-ist-herbert-marcuses-schluesselwerk/2024-06-05/
LOCATION:Digital
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20240529T180000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20240529T200000
DTSTAMP:20260405T201256
CREATED:20240502T051732Z
LAST-MODIFIED:20240514T101853Z
UID:11414-1717005600-1717012800@www.rosa-luxemburg.com
SUMMARY:Sechzig Jahre „Eindimensionaler Mensch“: Wie aktuell ist Herbert Marcuses Schlüsselwerk?
DESCRIPTION:Online-Veranstaltungsreihe im Mai und Juni 2024 \n\n\n\nHerbert Marcuses ›Eindimensionaler Mensch‹ aus dem Jahr 1964 gehört zu den Schlüsselwerken kritischer Gesellschaftstheorie. Marcuses These ist\, dass sich eine »technologische Rationalität« durchgesetzt hat. Diese hat zwar paradoxerweise die Lebensverhältnisse in den westlichen Industriegesellschaften individuell verbessert\, gleichzeitig aber jede radikale allgemeine Veränderung verhindert. Der fortgeschrittene Kapitalismus befördert ein Bewusstsein\, dass die Möglichkeiten einer besseren Welt für alle – Marcuse spricht vom »befreiten und befriedigten Dasein« – überhaupt nicht mehr in Betracht zieht\, ja in Betracht ziehen kann: eine »Paralyse der Kritik« führt zum »Ende der Utopie« – weil scheinbar alle Bedürfnisse prinzipiell vom Markt befriedigt werden können (wenn man ihn hier und da noch ein wenig verbessert). Anstatt die technischen Möglichkeiten zur Erhöhung der Lebensqualität zu nutzen\, bedrohen sich die Blockmächte im Wettrüsten gegenseitig mit immer mehr Atomwaffen. Eine bürgerliche Wissenschaft\, so Marcuse\, sei nicht in der Lage\, einen Gegenentwurf zu dieser politischen Ordnung zu entwickeln. Und auch der Alltagsverstand sei\, überformt durch eine suggestiv-affirmative Sprache\, nicht geeignet\, um über das bestehende System hinauszudenken. Dass insofern die Zukunft nur noch – bestenfalls – als Widerspiegelung und Wiederholung der Gegenwart denkbar ist\, bezeichnet Marcuse als »eindimensional«. \nEine Überwindung der eindimensionalen Gesellschaft ist nur als »bestimmte Negation« möglich\, nämlich als »Große Weigerung« (»Great Refusal«); wie so etwas aussehen könnte\, schien sich dann Ende der 1960er Jahre in der Gegen- und Subkultur der Protestbewegungen einer »Neuen Linken« abzuzeichnen. Mit seiner Zeitdiagnose des 1964 in den USA erschienenen und dann 1967 ins Deutsche übersetzten ›Der eindimensionale Mensch‹ – damals ein Bestseller – erweiterte Marcuse jene kritische Theorie der Gesellschaft\, die er in den 1930er Jahren zusammen mit Max Horkheimer aus der Philosophie von Kant und Hegel\, der Psychoanalyse von Freud und vor allem der Kritik der politischen Ökonomie von Marx entwickelt hatte. \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 1 \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 2 \nSechzig Jahre nach dem Erscheinen des Buches sollen mit der geplanten Vortragsreihe Aktualisierungs- und Rekonstruktionsmöglichkeiten von Marcuses ›Studien zur fortgeschrittenen Ideologie der Industriegesellschaft‹ (so der Untertitel des ›Eindimensionalen Menschen‹) vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen diskutiert werden. \nDie Veranstaltungsreihe findet online via Zoom statt; jeweils von 18 bis 20 Uhr. Dafür ist eine Anmeldung bei der RLS Hamburg notwendig.\n \n\nMittwoch\, 29. Mai 2024 mit Douglas Kellner (UCLA)\nMittwoch\, 05. Juni 2024 mit Peter-Erwin Jansen (Hochschule Koblenz)\nMittwoch\, 12. Juni 2024 mit Alex Demirovic (Rosa Luxemburg Stiftung)\nMittwoch\, 19. Juni 2024 mit Gertrud Koch (HU Berlin)\nFreitag\, 28. Juni 2024 mit Rahel Jaeggi (HU Berlin) und Stephan Lessenich (Institut für Sozialforschung\, Frankfurt/M.)\n\nUnter diesem Link sind die Anmeldeformulare der RLS Hamburg erreichbar: https://hamburg.rosalux.de/news/id/51889/ \n\nEine Veranstaltungsreihe der Universität Bremen\, Institut für Arbeit und Wirtschaft\, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg\, der Helmut Schmidt Universität\, Universität der Bundeswehr Hamburg und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.\nGefördert mit Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. \nDer Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: Flyer-60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch-1.
URL:https://www.rosa-luxemburg.com/test/event/sechzig-jahre-eindimensionaler-mensch-wie-aktuell-ist-herbert-marcuses-schluesselwerk/2024-05-29/
LOCATION:Digital
END:VEVENT
END:VCALENDAR