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SUMMARY:Sechzig Jahre „Eindimensionaler Mensch“: Wie aktuell ist Herbert Marcuses Schlüsselwerk?
DESCRIPTION:Online-Veranstaltungsreihe im Mai und Juni 2024 \n\n\n\nHerbert Marcuses ›Eindimensionaler Mensch‹ aus dem Jahr 1964 gehört zu den Schlüsselwerken kritischer Gesellschaftstheorie. Marcuses These ist\, dass sich eine »technologische Rationalität« durchgesetzt hat. Diese hat zwar paradoxerweise die Lebensverhältnisse in den westlichen Industriegesellschaften individuell verbessert\, gleichzeitig aber jede radikale allgemeine Veränderung verhindert. Der fortgeschrittene Kapitalismus befördert ein Bewusstsein\, dass die Möglichkeiten einer besseren Welt für alle – Marcuse spricht vom »befreiten und befriedigten Dasein« – überhaupt nicht mehr in Betracht zieht\, ja in Betracht ziehen kann: eine »Paralyse der Kritik« führt zum »Ende der Utopie« – weil scheinbar alle Bedürfnisse prinzipiell vom Markt befriedigt werden können (wenn man ihn hier und da noch ein wenig verbessert). Anstatt die technischen Möglichkeiten zur Erhöhung der Lebensqualität zu nutzen\, bedrohen sich die Blockmächte im Wettrüsten gegenseitig mit immer mehr Atomwaffen. Eine bürgerliche Wissenschaft\, so Marcuse\, sei nicht in der Lage\, einen Gegenentwurf zu dieser politischen Ordnung zu entwickeln. Und auch der Alltagsverstand sei\, überformt durch eine suggestiv-affirmative Sprache\, nicht geeignet\, um über das bestehende System hinauszudenken. Dass insofern die Zukunft nur noch – bestenfalls – als Widerspiegelung und Wiederholung der Gegenwart denkbar ist\, bezeichnet Marcuse als »eindimensional«. \nEine Überwindung der eindimensionalen Gesellschaft ist nur als »bestimmte Negation« möglich\, nämlich als »Große Weigerung« (»Great Refusal«); wie so etwas aussehen könnte\, schien sich dann Ende der 1960er Jahre in der Gegen- und Subkultur der Protestbewegungen einer »Neuen Linken« abzuzeichnen. Mit seiner Zeitdiagnose des 1964 in den USA erschienenen und dann 1967 ins Deutsche übersetzten ›Der eindimensionale Mensch‹ – damals ein Bestseller – erweiterte Marcuse jene kritische Theorie der Gesellschaft\, die er in den 1930er Jahren zusammen mit Max Horkheimer aus der Philosophie von Kant und Hegel\, der Psychoanalyse von Freud und vor allem der Kritik der politischen Ökonomie von Marx entwickelt hatte. \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 1 \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 2 \nSechzig Jahre nach dem Erscheinen des Buches sollen mit der geplanten Vortragsreihe Aktualisierungs- und Rekonstruktionsmöglichkeiten von Marcuses ›Studien zur fortgeschrittenen Ideologie der Industriegesellschaft‹ (so der Untertitel des ›Eindimensionalen Menschen‹) vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen diskutiert werden. \nDie Veranstaltungsreihe findet online via Zoom statt; jeweils von 18 bis 20 Uhr. Dafür ist eine Anmeldung bei der RLS Hamburg notwendig.\n \n\nMittwoch\, 29. Mai 2024 mit Douglas Kellner (UCLA)\nMittwoch\, 05. Juni 2024 mit Peter-Erwin Jansen (Hochschule Koblenz)\nMittwoch\, 12. Juni 2024 mit Alex Demirovic (Rosa Luxemburg Stiftung)\nMittwoch\, 19. Juni 2024 mit Gertrud Koch (HU Berlin)\nFreitag\, 28. Juni 2024 mit Rahel Jaeggi (HU Berlin) und Stephan Lessenich (Institut für Sozialforschung\, Frankfurt/M.)\n\nUnter diesem Link sind die Anmeldeformulare der RLS Hamburg erreichbar: https://hamburg.rosalux.de/news/id/51889/ \n\nEine Veranstaltungsreihe der Universität Bremen\, Institut für Arbeit und Wirtschaft\, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg\, der Helmut Schmidt Universität\, Universität der Bundeswehr Hamburg und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.\nGefördert mit Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. \nDer Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: Flyer-60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch-1.
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DESCRIPTION:Online-Veranstaltungsreihe im Mai und Juni 2024 \n\n\n\nHerbert Marcuses ›Eindimensionaler Mensch‹ aus dem Jahr 1964 gehört zu den Schlüsselwerken kritischer Gesellschaftstheorie. Marcuses These ist\, dass sich eine »technologische Rationalität« durchgesetzt hat. Diese hat zwar paradoxerweise die Lebensverhältnisse in den westlichen Industriegesellschaften individuell verbessert\, gleichzeitig aber jede radikale allgemeine Veränderung verhindert. Der fortgeschrittene Kapitalismus befördert ein Bewusstsein\, dass die Möglichkeiten einer besseren Welt für alle – Marcuse spricht vom »befreiten und befriedigten Dasein« – überhaupt nicht mehr in Betracht zieht\, ja in Betracht ziehen kann: eine »Paralyse der Kritik« führt zum »Ende der Utopie« – weil scheinbar alle Bedürfnisse prinzipiell vom Markt befriedigt werden können (wenn man ihn hier und da noch ein wenig verbessert). Anstatt die technischen Möglichkeiten zur Erhöhung der Lebensqualität zu nutzen\, bedrohen sich die Blockmächte im Wettrüsten gegenseitig mit immer mehr Atomwaffen. Eine bürgerliche Wissenschaft\, so Marcuse\, sei nicht in der Lage\, einen Gegenentwurf zu dieser politischen Ordnung zu entwickeln. Und auch der Alltagsverstand sei\, überformt durch eine suggestiv-affirmative Sprache\, nicht geeignet\, um über das bestehende System hinauszudenken. Dass insofern die Zukunft nur noch – bestenfalls – als Widerspiegelung und Wiederholung der Gegenwart denkbar ist\, bezeichnet Marcuse als »eindimensional«. \nEine Überwindung der eindimensionalen Gesellschaft ist nur als »bestimmte Negation« möglich\, nämlich als »Große Weigerung« (»Great Refusal«); wie so etwas aussehen könnte\, schien sich dann Ende der 1960er Jahre in der Gegen- und Subkultur der Protestbewegungen einer »Neuen Linken« abzuzeichnen. Mit seiner Zeitdiagnose des 1964 in den USA erschienenen und dann 1967 ins Deutsche übersetzten ›Der eindimensionale Mensch‹ – damals ein Bestseller – erweiterte Marcuse jene kritische Theorie der Gesellschaft\, die er in den 1930er Jahren zusammen mit Max Horkheimer aus der Philosophie von Kant und Hegel\, der Psychoanalyse von Freud und vor allem der Kritik der politischen Ökonomie von Marx entwickelt hatte. \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 1 \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 2 \nSechzig Jahre nach dem Erscheinen des Buches sollen mit der geplanten Vortragsreihe Aktualisierungs- und Rekonstruktionsmöglichkeiten von Marcuses ›Studien zur fortgeschrittenen Ideologie der Industriegesellschaft‹ (so der Untertitel des ›Eindimensionalen Menschen‹) vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen diskutiert werden. \nDie Veranstaltungsreihe findet online via Zoom statt; jeweils von 18 bis 20 Uhr. Dafür ist eine Anmeldung bei der RLS Hamburg notwendig.\n \n\nMittwoch\, 29. Mai 2024 mit Douglas Kellner (UCLA)\nMittwoch\, 05. Juni 2024 mit Peter-Erwin Jansen (Hochschule Koblenz)\nMittwoch\, 12. Juni 2024 mit Alex Demirovic (Rosa Luxemburg Stiftung)\nMittwoch\, 19. Juni 2024 mit Gertrud Koch (HU Berlin)\nFreitag\, 28. Juni 2024 mit Rahel Jaeggi (HU Berlin) und Stephan Lessenich (Institut für Sozialforschung\, Frankfurt/M.)\n\nUnter diesem Link sind die Anmeldeformulare der RLS Hamburg erreichbar: https://hamburg.rosalux.de/news/id/51889/ \n\nEine Veranstaltungsreihe der Universität Bremen\, Institut für Arbeit und Wirtschaft\, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg\, der Helmut Schmidt Universität\, Universität der Bundeswehr Hamburg und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.\nGefördert mit Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. \nDer Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: Flyer-60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch-1.
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DESCRIPTION:Online-Veranstaltungsreihe im Mai und Juni 2024 \n\n\n\nHerbert Marcuses ›Eindimensionaler Mensch‹ aus dem Jahr 1964 gehört zu den Schlüsselwerken kritischer Gesellschaftstheorie. Marcuses These ist\, dass sich eine »technologische Rationalität« durchgesetzt hat. Diese hat zwar paradoxerweise die Lebensverhältnisse in den westlichen Industriegesellschaften individuell verbessert\, gleichzeitig aber jede radikale allgemeine Veränderung verhindert. Der fortgeschrittene Kapitalismus befördert ein Bewusstsein\, dass die Möglichkeiten einer besseren Welt für alle – Marcuse spricht vom »befreiten und befriedigten Dasein« – überhaupt nicht mehr in Betracht zieht\, ja in Betracht ziehen kann: eine »Paralyse der Kritik« führt zum »Ende der Utopie« – weil scheinbar alle Bedürfnisse prinzipiell vom Markt befriedigt werden können (wenn man ihn hier und da noch ein wenig verbessert). Anstatt die technischen Möglichkeiten zur Erhöhung der Lebensqualität zu nutzen\, bedrohen sich die Blockmächte im Wettrüsten gegenseitig mit immer mehr Atomwaffen. Eine bürgerliche Wissenschaft\, so Marcuse\, sei nicht in der Lage\, einen Gegenentwurf zu dieser politischen Ordnung zu entwickeln. Und auch der Alltagsverstand sei\, überformt durch eine suggestiv-affirmative Sprache\, nicht geeignet\, um über das bestehende System hinauszudenken. Dass insofern die Zukunft nur noch – bestenfalls – als Widerspiegelung und Wiederholung der Gegenwart denkbar ist\, bezeichnet Marcuse als »eindimensional«. \nEine Überwindung der eindimensionalen Gesellschaft ist nur als »bestimmte Negation« möglich\, nämlich als »Große Weigerung« (»Great Refusal«); wie so etwas aussehen könnte\, schien sich dann Ende der 1960er Jahre in der Gegen- und Subkultur der Protestbewegungen einer »Neuen Linken« abzuzeichnen. Mit seiner Zeitdiagnose des 1964 in den USA erschienenen und dann 1967 ins Deutsche übersetzten ›Der eindimensionale Mensch‹ – damals ein Bestseller – erweiterte Marcuse jene kritische Theorie der Gesellschaft\, die er in den 1930er Jahren zusammen mit Max Horkheimer aus der Philosophie von Kant und Hegel\, der Psychoanalyse von Freud und vor allem der Kritik der politischen Ökonomie von Marx entwickelt hatte. \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 1 \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 2 \nSechzig Jahre nach dem Erscheinen des Buches sollen mit der geplanten Vortragsreihe Aktualisierungs- und Rekonstruktionsmöglichkeiten von Marcuses ›Studien zur fortgeschrittenen Ideologie der Industriegesellschaft‹ (so der Untertitel des ›Eindimensionalen Menschen‹) vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen diskutiert werden. \nDie Veranstaltungsreihe findet online via Zoom statt; jeweils von 18 bis 20 Uhr. Dafür ist eine Anmeldung bei der RLS Hamburg notwendig.\n \n\nMittwoch\, 29. Mai 2024 mit Douglas Kellner (UCLA)\nMittwoch\, 05. Juni 2024 mit Peter-Erwin Jansen (Hochschule Koblenz)\nMittwoch\, 12. Juni 2024 mit Alex Demirovic (Rosa Luxemburg Stiftung)\nMittwoch\, 19. Juni 2024 mit Gertrud Koch (HU Berlin)\nFreitag\, 28. Juni 2024 mit Rahel Jaeggi (HU Berlin) und Stephan Lessenich (Institut für Sozialforschung\, Frankfurt/M.)\n\nUnter diesem Link sind die Anmeldeformulare der RLS Hamburg erreichbar: https://hamburg.rosalux.de/news/id/51889/ \n\nEine Veranstaltungsreihe der Universität Bremen\, Institut für Arbeit und Wirtschaft\, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg\, der Helmut Schmidt Universität\, Universität der Bundeswehr Hamburg und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.\nGefördert mit Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. \nDer Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: Flyer-60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch-1.
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SUMMARY:„Zeit\, dass sich was dreht“ - Analyse und Kritik des "Sommermärchens 2006"
DESCRIPTION:Vortrag und Diskussion mit Moritz Y. Meier\nMittwoch\, 19. Juni 2024\, um 19 Uhr in Bremen\, OstKurvenSaal im Weserstadion in Peterswerder\n \nWährend die „Welt zu Gast bei Freunden“ gewesen sein soll\, avancierte ein stolzer „endlich wieder“-Nationalismus zum vorherrschenden Konsens der Bundesrepublik. Diskursive Praktiken der Begeisterung für eine deutsche Nation werden im Vortrag von Moritz Y. Meier unter Berücksichtigung politisch-ökonomischer Interessen sowie der sozialen Verhältnisse kritisch historisiert\, auf ihre andauernden Funktionen hin analysiert und beschwiegenen Ereignissen während der Fußball-WM der Männer von 2006 gegenübergestellt. \nSharepic 1 zur Veranstaltung \nSharepic 2 zur Veranstaltung \nVeranstalter:innen:\nGruppe Solarium\, Die Falken Bremen\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen
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SUMMARY:Interne Veranstaltung - Arbeitstreffen city/data/explosion
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SUMMARY:Die Blutfabrik - Warum Rosendünger Tierblut enthält und Zigarettenfilter auch
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Diskussion mit Mia Landwehr\nFreitag\, 21. Juni 2024\, um 19 Uhr in Bremen\, Galerie K‘ im Ostertor-Viertel \nSilbern glänzend\, inkognito: Etwa 120 Tanklaster randvoll mit frischem Tierblut fahren Tag für Tag über deutsche Straßen. Wohin? Und warum? Was wird mit dem Blut angestellt? Egal\, wie man sich ernährt – vegan\, vegetarisch oder fleischhaltig: Die Antworten betreffen alle. Dieses Heft entlarvt\, was in Blutfabriken passiert und in welchen Produkten – oft unbekannterweise – Blut in die Verbraucherkette zurücksickert. \nMira Landwehr hat Geschichte und Germanistik studiert. Sie lebt und schreibt in Hamburg. aufdemnachttisch.de \n»Landwehr […] hat ihre Rechercheergebnisse mit der gebotenen Nüchternheit aufgeschrieben\, dabei aber erfreulicherweise nicht auf Anschaulichkeit verzichtet. […] Nebenbei lernt der Leser noch so einiges dazu: über die Geschichte der Schlachthöfe; darüber\, wie viel Ressourcen verbraucht werden\, um ein Kilo Rindfleisch herzustellen; über staatliche Subventionen und die Bedingungen\, unter welchen im Kapitalismus sogenannte Nutztiere gezüchtet und gehalten werden. […] Die Berliner Künstlerin Jill Senft hat zu der Broschüre die passenden Illustrationen beigesteuert\, die einen gelungenen Kontrast bilden zur beklagenswerten Realität des hier Berichteten.« Thomas Blum im nd\, 2.4.2024 \nMaroVerlag \nMira Landwehr: Die Blutfabrik. Warum Rosendünger Tierblut enthält und Zigarettenfilter auch\nMaroHeft #13\, 36 Seiten Fadengeheftet\, ISBN 978-3-87512-628-0\, Maro Verlag\, Augsburg\nOriginaldruckgraphiken und Plakat von Jill Senft \nJill Senft arbeitet als Künstlerin und Illustratorin in Berlin. Sie malt für diverse Magazine und für Ausstellungen – meistens analog. jillsenft.com \nEine Veranstaltung der Galerie K‘ und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.
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SUMMARY:Befreiendes Denken im Schatten von Auschwitz
DESCRIPTION:Jüdische Intellektuelle der 1920er und 1930er Jahre für die Befreiung des Menschen aus Ausbeutung und Unterdrückung – von den Nazis ermordet\, vertrieben oder vergessen gemacht \nVortragsreihe mit Wolfgang Hien von März bis November 2024 in Bremen\njeweils Dienstags um 19 Uhr im Kulturzentrum Kukoon im Buntentor oder in der Blauen Manege in der Überseestadt\n \nDer Arbeits- und Gesundheitswissenschaftler Wolfgang Hien beschäftigte sich im Lauf seiner Forschungsarbeiten zur Sozialgeschichte der Industriearbeit in Deutschland und Österreich von der Hochindustrialisierung bis heute intensiv mit der „Zeit“\, dem Zeitgeist\, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschte und zu der Katastrophe des Nationalsozialismus führte. Es enthüllte sich die Kontinuität eines durchweg brutalen Sozialdarwinismus (der im heutigen Neoliberalismus wieder auf- und fortlebt). Das Leid der arbeitenden Massen\, die Thematisierung von Leid und Leiden überhaupt\, war und ist verpönt. Er hat nach „Gegenstimmen“ gesucht\, nach Stimmen\, die die andere Seite des Fortschritts in den Blick nahmen und fand fast durchweg Stimmen jüdischer Intellektueller. Genau dies scheint ihm zugleich ein Grund für den seit etwa 1870 stetig wachsenden Antisemitismus zu sein. Humanität war in den Augen der Elite der Gegenpol zur Härte und Stärke\, die man sich für das „Deutschtum“ wünschte. Es galt\, die „Humanitätspropaganda der Juden“ zu bekämpfen und auszumerzen (vgl. Hermann Glaser: Bildungsbürgertum und Nationalismus\, München 1993). \nEine Touristin sitzt in der Tür eines Reisebusses auf dem Parkplatz am Lagertor. © Danny Ghitis \nIm Verlauf der Vortragsreihe zwischen März und November 2024 wird Wolfgang Hien sechs jüdische Intellektuelle vorstellen\, die ihm als Vertreter:innen von Humanität\, Menschenwürde und „Verantwortung von anderen her“ (Emmanuel Levinas) begegneten: \n\n\n\nDienstag\, 5. März\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nLudwig Teleky\n\n\nDienstag\, 16. April\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nKäthe Leichter\n\n\nDienstag\, 25. Juni\, 19:00 Uhr\, \n(Blaue Manege\, Kommodore-Johnsen-Boulevard 11 (Überseestadt)\nSimone Weil\n\n\nDienstag\, 03. September\, 19:00 Uhr \n(Blaue Manege\, Kommodore-Johnsen-Boulevard 11 (Überseestadt)\nEdith Stein\n\n\nDienstag\, 01. Oktober\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nPrimo Levi\n\n\nDienstag\, 05. November\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nEmmanuel Levinas\n\n\n\nLudwig Teleky\, ein sozialdemokratischer Arzt und Begründer der modernen Arbeits- und Sozialmedizin in Wien und Düsseldorf\, musste 1938 emigrieren. Nach dem Krieg hoffte er auf eine Professur in Wien oder Berlin\, doch er war und blieb unerwünscht. Als Beispiele seiner Tätigkeit wird auf die Lungentuberkulose und die Quecksilbervergiftung der Wiener Hutmacher eingegangen.  \nKäthe Leichter\, Wienerin\, Pazifistin\, Sozialistin\, gehört zu den großen Kämpferinnen für die Befreiung der Arbeiterinnen aus Elend und Abhängigkeit. Sie arbeitete aktiv im Widerstand gegen die Austrofaschisten und die Nazis. Sie wurde verraten\, kam ins KZ Ravensbrück und wurde 1942 von den Nazis ermordet. Es wird eine längere Passage aus ihren in der Haft geschriebe-nen und aus dem KZ herausgeschmuggelten Lebenserinnerungen zitiert. \nSimone Weil\, eine französische Philosophin\, verbrachte ein Jahr ihres Lebens am Fließband der Renault-Werke. Ihre Erfahrungen verarbeitete sie zu einem Programm der Humanisierung des Arbeitslebens. Simone Weil war in der Resistance gegen die Nazis aktiv und verstarb 1943 an Entkräftung. Es werden Passagen aus ihren Texten „Erfahrungen aus dem Fabrikalltag“ und „Grundbedingungen einer nicht servilen Arbeit“ zitiert. \nEdith Stein\, Philosophin und moderne Mystikerin\, gehört zu den bedeutsamsten Frauenrechtlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr Schicksal ist von einer besonderen Tragik: Sie wurde in einem niederländischen Kloster der Karmeliterinnen von den Nazis aufgespürt und 1944 in Auschwitz ermordet. Edith Stein entwickelte eine Leibphilosophie\, die an einer Vorstellung von „Seele“ festhält. Es wird aus ihrer Studie „Zum Problem der Einfühlung“ zitiert. \nPrimo Levi\, Mitglied der Resistenzia\, kam als junger Chemiker nach Auschwitz und dort in die Chemiefabrik der I.G. Farbenindustrie. Er hat überlebt und konnte durch seine Zeugenschaft dazu beitragen\, ein genaueres Bild des deutschen Faschismus in seiner von der Großindustrie geprägten soziomentalen Struktur zu zeichnen. Zitiert wird aus seinem letzten Werk: „Die Untergegangenen und Geretteten“. \nEmanuel Levinas\, in Litauen geboren\, ging bereits in den 1920er Jahren zum Studium der Philosophie nach Frankreich. Seine gesamte litauische Familie fiel der deutschen Ausrottungspolitik zum Opfer. Levinas geriet als französischer Soldat 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft und entwickelte nach dem Krieg eine große Philosophie der Verantwortung. Es wird eine Passage aus seiner späteren Vorlesung „Ethik als Erste Philosophie“ zitiert. \nEmmanuel Levinas. Von Bracha L. Ettinger\, CC BY-SA 2.5 \nVeranstalter:innen: \nVVN-BdA – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Bremen\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen\, Kulturzentrum Kukoon \nFotoquellen:\nEine Touristin sitzt in der Tür eines Reisebusses auf dem Parkplatz am Lagertor. © Danny Ghitis. Siehe https://www.zeit.de/reisen/2011-11/fs-auschwitz-3\nEmmanuel Levinas. Von Bracha L. Ettinger\, CC BY-SA 2.5\, siehe https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34724186
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SUMMARY:[fällt aus:] Globaler Autoritarismus und Gegenstrategien
DESCRIPTION:Rosalux jour fixe mit Börries Nehe Mittwoch\, 26. Juni 2024\, um 18:30 Uhr in Bremen\, im Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in der Bremer Altstadt – Wir bitten um Anmeldung! \nDiese Veranstaltung muss aufgrund von Terminüberschneidungen leider abgesagt werden! \nIn vielen Teilen der Welt erleben wir eine zunehmend autoritäre und gewaltsame Durchsetzung der neoliberalen Ausbeutung und Herrschaft. Gleichzeitig sind nationalistische\, rassistische\, antifeministische und antiaufklärerische Ideologien und Bewegungen auf dem Vormarsch. Kritische Forscherinnen und Forscher gehören nicht selten zu den ersten\, die unter Repressionen leiden. \nVor diesem Hintergrund hat die Rosa-Luxemburg-Stiftung 2019 die Internationale Forschungsgruppe für Autoritarismus und Gegenstrategien (IRGAC) ins Leben gerufen. Ziel ist es\, kritische und aktivistische Perspektiven auf autoritäre Transformationen weltweit zu vernetzen\, insbesondere aus Ländern des Globalen Südens. Zu diesem Zweck wurden bisher über 30 Postdoktorand:innen-Stipendien für Zeiträume von einem halben Jahr bis zu drei Jahren vergeben. Die meisten Stipendiat:innen forschen und lehren an Universitäten in Ländern des Globalen Südens und absolvieren im Laufe ihrer Förderung ein Forschungssemester an einer Universität in Deutschland. \nIndem sich IRGAC auf die Finanzierung lokaler Initiativen in Kombination mit Gastaufenthalten konzentriert\, hofft die RLS\, kritische linke Wissenschaft und Aktivismus im Globalen Süden zu fördern (anstatt den globalen Braindrain zu verstärken) und sie gleichzeitig tiefer in lokale Diskurse einzubetten. In Europa kann viel von den Debatten über Autoritarismus und emanzipatorische Gegenstrategien in anderen Teilen der Welt gelernt werden. \nBörries Nehe wird die Arbeit und einige Inhalte der internationalen Forschungsgruppe Autoritarismus und Gegenstrategien vorstellen. \nMitwirkende: \n\n\n\n\nBörries Nehe ist Koordinator von IRGAC – International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies. Er promovierte in Lateinamerikastudien an der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM) mit dem Schwerpunkt Soziologie. Seine Arbeit konzentriert sich auf Autoritarismus\, rechtsextreme Ideologien und Bewegungen sowie auf Gewalt\, soziale Bewegungen und die Theorie des staatlichen Raums\, hauptsächlich in Lateinamerika.\nModeration: Norbert Schepers\, Politikwissenschaftler\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.\n\nAnmeldung: Wegen begrenzten Plätzen bitten wir um Anmeldung an folgende Mailadresse: jourfixe@rosa-luxemburg.com. Der Veranstaltungsort ist leider nicht barrierefrei. \n\n\n\nEine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen im Rahmen des »rosalux jour fixe«: \n\n\n\n\nDer rosalux jour fixe findet in loser Folge im Bremer Büro Bremen der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt. Wir möchten mit unserem Veranstaltungsformat „jour fixe“ einen Raum bieten\, in welchem eine offene Diskussion geführt werden kann\, und verschiedene Perspektiven und Sichtweisen einen Platz finden. Im Vordergrund stehen Austausch und Debatte. Die Anzahl der Teilnehmenden ist beschränkt\, auch um einen vertrauensvollen Rahmen zu ermöglichen. – Unser Büro ist leider nicht barrierefrei erreichbar.\n\n\n\nFester Tag: Mittwochs\, um 18:30 Uhr.\n\n\n\nDer rosalux jour fixe hat eine Begrenzung für die Anzahl der Teilnehmenden: Zehn bis zwölf angemeldete Personen\, plus Gäste und Moderation. Mehr Teilnehmende passen leider auch nicht in unseren Seminarraum.\n\n\n\nFirst come\, first served: Wir bitten um verbindliche Anmeldung per Mail an jourfixe@rosa-luxemburg.com (oder über unser Büro). Wir antworten mit einer Bestätigung\, oder mit einer Absage\, falls bereits alle Plätze belegt sind.\n\n\n\nKontakt und Nachfragen: Norbert Schepers\, Leiter des Bremer Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Initiative.\n\n\n\n\nDer Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: folgt.
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SUMMARY:Sechzig Jahre „Eindimensionaler Mensch“: Wie aktuell ist Herbert Marcuses Schlüsselwerk?
DESCRIPTION:Online-Veranstaltungsreihe im Mai und Juni 2024 \n\n\n\nHerbert Marcuses ›Eindimensionaler Mensch‹ aus dem Jahr 1964 gehört zu den Schlüsselwerken kritischer Gesellschaftstheorie. Marcuses These ist\, dass sich eine »technologische Rationalität« durchgesetzt hat. Diese hat zwar paradoxerweise die Lebensverhältnisse in den westlichen Industriegesellschaften individuell verbessert\, gleichzeitig aber jede radikale allgemeine Veränderung verhindert. Der fortgeschrittene Kapitalismus befördert ein Bewusstsein\, dass die Möglichkeiten einer besseren Welt für alle – Marcuse spricht vom »befreiten und befriedigten Dasein« – überhaupt nicht mehr in Betracht zieht\, ja in Betracht ziehen kann: eine »Paralyse der Kritik« führt zum »Ende der Utopie« – weil scheinbar alle Bedürfnisse prinzipiell vom Markt befriedigt werden können (wenn man ihn hier und da noch ein wenig verbessert). Anstatt die technischen Möglichkeiten zur Erhöhung der Lebensqualität zu nutzen\, bedrohen sich die Blockmächte im Wettrüsten gegenseitig mit immer mehr Atomwaffen. Eine bürgerliche Wissenschaft\, so Marcuse\, sei nicht in der Lage\, einen Gegenentwurf zu dieser politischen Ordnung zu entwickeln. Und auch der Alltagsverstand sei\, überformt durch eine suggestiv-affirmative Sprache\, nicht geeignet\, um über das bestehende System hinauszudenken. Dass insofern die Zukunft nur noch – bestenfalls – als Widerspiegelung und Wiederholung der Gegenwart denkbar ist\, bezeichnet Marcuse als »eindimensional«. \nEine Überwindung der eindimensionalen Gesellschaft ist nur als »bestimmte Negation« möglich\, nämlich als »Große Weigerung« (»Great Refusal«); wie so etwas aussehen könnte\, schien sich dann Ende der 1960er Jahre in der Gegen- und Subkultur der Protestbewegungen einer »Neuen Linken« abzuzeichnen. Mit seiner Zeitdiagnose des 1964 in den USA erschienenen und dann 1967 ins Deutsche übersetzten ›Der eindimensionale Mensch‹ – damals ein Bestseller – erweiterte Marcuse jene kritische Theorie der Gesellschaft\, die er in den 1930er Jahren zusammen mit Max Horkheimer aus der Philosophie von Kant und Hegel\, der Psychoanalyse von Freud und vor allem der Kritik der politischen Ökonomie von Marx entwickelt hatte. \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 1  \nSharepic 60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch Seite 2  \nSechzig Jahre nach dem Erscheinen des Buches sollen mit der geplanten Vortragsreihe Aktualisierungs- und Rekonstruktionsmöglichkeiten von Marcuses ›Studien zur fortgeschrittenen Ideologie der Industriegesellschaft‹ (so der Untertitel des ›Eindimensionalen Menschen‹) vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen diskutiert werden. \nDie Veranstaltungsreihe findet online via Zoom statt; jeweils von 18 bis 20 Uhr. Dafür ist eine Anmeldung bei der RLS Hamburg notwendig.\n \n\nMittwoch\, 29. Mai 2024 mit Douglas Kellner (UCLA)\nMittwoch\, 05. Juni 2024 mit Peter-Erwin Jansen (Hochschule Koblenz)\nMittwoch\, 12. Juni 2024 mit Alex Demirovic (Rosa Luxemburg Stiftung)\nMittwoch\, 19. Juni 2024 mit Gertrud Koch (HU Berlin)\nFreitag\, 28. Juni 2024 mit Rahel Jaeggi (HU Berlin) und Stephan Lessenich (Institut für Sozialforschung\, Frankfurt/M.)\n\nUnter diesem Link sind die Anmeldeformulare der RLS Hamburg erreichbar: https://hamburg.rosalux.de/news/id/51889/ \n\nEine Veranstaltungsreihe der Universität Bremen\, Institut für Arbeit und Wirtschaft\, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg\, der Helmut Schmidt Universität\, Universität der Bundeswehr Hamburg und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.\nGefördert mit Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. \nDer Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: Flyer-60_Jahre_Eindimensionaler_Mensch-1.
URL:https://www.rosa-luxemburg.com/test/event/sechzig-jahre-eindimensionaler-mensch-wie-aktuell-ist-herbert-marcuses-schluesselwerk/2024-06-28/
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