{"id":1348,"date":"2010-10-08T06:32:02","date_gmt":"2010-10-08T04:32:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=1348"},"modified":"2010-10-08T06:33:37","modified_gmt":"2010-10-08T04:33:37","slug":"per-la-vita-lesung-und-konzert-mit-esther-bejarano-und-den-microphone-mafia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2010\/per-la-vita-lesung-und-konzert-mit-esther-bejarano-und-den-microphone-mafia\/","title":{"rendered":"Per la Vita. Lesung und Konzert mit Esther Bejarano und den Microphone Mafia"},"content":{"rendered":"<p>09.11.2010, 20.00 Uhr , Kioto, Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstra\u00dfe 12-19, 28203 Bremen<br \/>\n19.15 Uhr, Kurzauftritt im Rathaus bei der \u201eNacht der Jugend\u201c<\/p>\n<p>Microphone Mafia meets Bejaranos. Hip Hop trifft auf Lieder aus dem Widerstand, den Ghettos, den Konzentrationslagern.<br \/>\nZur Band geh\u00f6ren Esther Bejarano, \u00dcberlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbr\u00fcck, organisiert im Auschwitz-Komitee und der VVN\/BdA und ihre Kinder Joram und Edna Bejarano. Au\u00dferdem die beiden Rapper Rosario Panini und Kultu Yurtseven, die in einem K\u00f6lner Arbeiterviertel aufgewachsen sind. Die pogromartigen \u00dcberf\u00e4lle auf Fl\u00fcchtlingsheime Anfang der 1990er Jahre waren f\u00fcr sie der Anlass, mit ihren HipHop-Texten ihrer Wut Ausdruck zu verleihen.<br \/>\nWir laden ein zu diesem Konzert, welches mit einer Lesung aus der Biografie von Esther Bejarano, \u201eWir leben trotzdem\u201c, beginnt. Ein musikalisch-politisches Statement \u201ef\u00fcr eine Zukunft ohne Antisemitismus, Rassismus und Krieg\u201c. F\u00fcr das Leben. Per la Vita.<\/p>\n<p>Am 9. November 1938 gaben die Parteioberen der NSDAP von M\u00fcnchen aus die Parole an alle Gaupropaganda\u00e4mter und von diesen weiter zu den Kreis- und Ortsgruppenleitungen, bzw. den SA-St\u00e4ben im ganzen Deutschen Reich: Es war der Aufruf zum Pogrom, Synagogen und j\u00fcdische Gesch\u00e4fte zu zerst\u00f6ren und in Brand zu setzen. Juden und J\u00fcdinnen \u00f6ffentlich zu misshandeln. J\u00fcdisches Eigentum zu rauben. In Bremen und Umgebung wurden am 10. November 1938 Selma Zwienicki, Heinrich Rosenblum, Leopold Sinosohn und Adolph und Martha Golddamm ermordet.<br \/>\n30.000 Juden und J\u00fcdinnen wurden verhaftet und in die Konzentrationslager Buchenwald, Sachsenhausen und Dachau verschleppt.<br \/>\n\u201eDer 9. November 1938 war der Test, inwieweit die deutsche Bev\u00f6lkerung bereit war mit zugehen.\u201c Das Zitat von Esther Bejarano macht deutlich, dass das nationalsozialistische System in seinen vernichtenden Ausma\u00dfen f\u00fcr Millionen von Menschen nicht durchf\u00fchrbar gewesen w\u00e4re, ohne eine Beteiligung der deutschen Bev\u00f6lkerung. Bis heute dauert das Schweigen vieler der Nachkriegsgeneration an. Sehr viele Deutsche haben profitiert von den Enteignungen j\u00fcdischen Eigentums, dem Besitz von Sinti und Roma. Sie haben davon profitiert, dass \u00fcber 20 Millionen M\u00e4nner, Frauen und Kinder aus ganz Europa als \u00bbFremdarbeiter\u00ab, Kriegsgefangene oder KZ-H\u00e4ftlinge Zwangsarbeit leisten mussten. Bis heute liegt darin eine politische Verantwortung.<\/p>\n<p>Esther Bejarano, Birgit G\u00e4rtner: Wir leben trotzdem: Esther Bejarano \u2013 vom M\u00e4dchenorchester in Auschwitz zur K\u00fcnstlerin f\u00fcr den Frieden. Pahl-Rugenstein, Bonn 2005, 3. korr. und erw. Aufl. 2007 ISBN 3-89144-353-6. <\/p>\n<p>In Kooperation mit der Antifaschistischen Kulturinitiative und der Nacht der Jugend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>09.11.2010, 20.00 Uhr , Kioto, Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstra\u00dfe 12-19, 28203 Bremen 19.15 Uhr, Kurzauftritt im Rathaus bei der \u201eNacht der Jugend\u201c Microphone Mafia meets Bejaranos. 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