{"id":140,"date":"2008-09-27T12:49:52","date_gmt":"2008-09-27T10:49:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=166"},"modified":"2008-09-27T12:49:52","modified_gmt":"2008-09-27T10:49:52","slug":"einfuehrung-in-die-geschichte-der-italienischen-autonomia-und-den-operaismus-seminar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2008\/einfuehrung-in-die-geschichte-der-italienischen-autonomia-und-den-operaismus-seminar\/","title":{"rendered":"Einf&#252;hrung in die Geschichte der italienischen Autonomia und den Operaismus (Seminar)"},"content":{"rendered":"<p>Reihe <em>Intros: Einf\u00fchrungen in kritische Gesellschaftstheorie <\/em><\/p>\n<p>Tagesseminar <strong>Samstag 27. September 2008<\/strong> \/ Bremen<\/p>\n<p>mit Bernd H\u00fcttner und N.N., Referent von assocaizione delle talpe<\/p>\n<p>Vogliamo tutto! Wir wollen alles! Eine Einf\u00fchrung in die Geschichte der italienischen Autonomia und die Theorie und Kritik des Operaismus<\/p>\n<p>Seit jeher gilt Italien als Projektionsfl\u00e4che diverser Tr\u00e4ume und W\u00fcnsche. F\u00fcr die einen sind die Str\u00e4nde der Adria, f\u00fcr andere Kunst und Kultur und wieder andere schw\u00e4rmen von den kulinarischen Reizen wie Pizza, Pasta und Tiramisu. Auch die deutsche Linke schaut seit jeher gern mit tr\u00e4umerischem Blick gen S\u00fcden. Die Geschichte der Resistenza, die vergangene St\u00e4rke der Kommunistischen Partei, die in zahlreichen D\u00f6rfern und St\u00e4dten die B\u00fcrgermeister stellte, k\u00e4mpferische Gewerkschaften und h\u00e4ufige Streiks, besetzte Zentren und eine militante autonome Linke \u2013 praktisch alle Facetten der Linken fanden und finden in Italien, was sie hierzulande meist vermiss(t)en.  N\u00e4chstes Jahr werden sich die Pr\u00e4sident_innen der f\u00fchrenden Industriestaaten beim G8-Gipfel in Italien ihr n\u00e4chstes Stelldichein geben. Und auch die moderate wie radikale Linke beginnt bereits hier wie dort mit ihrer Gegenmobilisierung. Dieses rege Interesse an den italienischen Verh\u00e4ltnissen m\u00f6chten wir zum Anlass nehmen, sowohl in die Geschichte der radikalen italienischen Linken als auch in die Theorie, Rezeption und Kritik des italienischen Operaismus einzuf\u00fchren.  <!--more-->Die Einf\u00fchrung will von der politischen Integration der Kommunistischen Partei nach 1945 und der Entstehung einer autonomen Linken, der Phase der Stadtguerilla, etc. bis zur  Herausbildung einer postautonomen Linken seit den 1990ern mit globalisierungskritischen Gruppen wie den Tutte Bianche und den Disobbedienti den historischen Verlauf der letzten Jahrzehnte skizzieren. Neben der Geschichte linker \/ linksradikaler Parteien und Gruppen soll aber besonders die Geschichte sozialer Bewegungen wie der feministischen Bewegung, alternativen Wohn- und Kommunikationsprojekten, etc. vorgestellt werden. Ausser dem historischen Interesse  an der italienischen Autonomia wecken aktuell die Thesen post\/operaistischer Theoretiker_innen das Interesse so unterschiedlicher linker Zusammenh\u00e4nge wie antirassistischer und globalisierungskritischer Gruppen als auch der Debatten um Prekarisierung und Aneignung.  Um ein besseres Verst\u00e4ndnis dieser  Diskussionen zu bekommen, soll ein weiterer Schwerpunkt der Einf\u00fchrung auf der Pr\u00e4sentation der Theorie des Operaismus und Postoperaismus liegen, die seit den 1960ern in Distanz zum traditionenellen Marxismus eine originelle Neuinterpretation von Marx versuchten. So m\u00f6chten wir die wichtigsten Thesen  operaistischer Theoretiker_innen wie Mario Tronti, Toni Negri, Sergio Bologna etc. und ihre Begriffe wie militante Untersuchung, Klassenzusammensetzung, Massenarbeit, Kritik der Arbeit vorstellen. Auch postoperaistische \u00dcberlegungen um Empire und Multitude, Biomacht und immatrielle Arbeit sollen pr\u00e4sentiert werden. Abschlie\u00dfend wollen wir noch die Kritiken am Post\/operaismus bzgl. einer gewissen Revolutionsromantik und eines bisweilen traditionellen Klassenbegriffs darstellen.<\/p>\n<p>Das Einf\u00fchrungsseminar wird organisiert von <a href=\"http:\/\/associazione.wordpress.com\">associazione delle talpe<\/a> in Kooperation mit der  Rosa Luxemburg Intiative.<\/p>\n<p>Anmeldung unter huettner(\u00e4dd)rosa-luxemburg.com   (Die Teilnehme ist kostenlos).<\/p>\n<p>Bernd H\u00fcttner ist Mitarbeiter der Rosa Luxemburg Initiative, dem Bremer Regionalb\u00fcro der Rosa Luxemburg Stiftung und betreut seit 2000 das <a href=\"http:\/\/www.archivbremen.de\">Archiv der sozialen Bewegungen<\/a> in Bremen.<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrungen setzen keine Vorkenntnisse voraus. Gew\u00fcnscht ist eine respektvolle und offene Diskussionskultur, bei der sich niemand f\u00fcr Fragen zu genieren braucht oder sich wegen detaillierter Expert_innendebatten langweilen muss.  Mit den Einf\u00fchrungen m\u00f6chten wir zu Diskussionen \u00fcber Geschichte, Theorie und Praxis der radikalen Linken anregen. Dabei geht es uns um die gemeinsame Aneignung und Weiterentwicklung kritischen Wissens. Denn die Waffen der Kritik gilt es f\u00fcr k\u00fcnftige Auseinandersetzungen scharf zu halten &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reihe Intros: Einf\u00fchrungen in kritische Gesellschaftstheorie Tagesseminar Samstag 27. September 2008 \/ Bremen mit Bernd H\u00fcttner und N.N., Referent von assocaizione delle talpe Vogliamo tutto! Wir wollen alles! 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