{"id":1823,"date":"2011-03-03T18:48:04","date_gmt":"2011-03-03T18:48:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=1823"},"modified":"2011-03-03T18:49:35","modified_gmt":"2011-03-03T18:49:35","slug":"%c2%bbder-holocaust-und-die-linke%c2%ab-welche-relevanz-hat-die-auseinandersetzung-mit-dem-holocaust-fur-antifaschistische-und-emanzipatorische-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2011\/%c2%bbder-holocaust-und-die-linke%c2%ab-welche-relevanz-hat-die-auseinandersetzung-mit-dem-holocaust-fur-antifaschistische-und-emanzipatorische-politik\/","title":{"rendered":"\u00bbDer Holocaust und die Linke\u00ab. Welche Relevanz hat die Auseinandersetzung mit dem Holocaust f\u00fcr antifaschistische und emanzipatorische Politik?"},"content":{"rendered":"<p>Freitag 6. Mai 2011 \/ 20 Uhr \/ Paradox, Bernhardstr. 12, 28203 Bremen<\/p>\n<p>\u00bbAngesichts der Tatsache, dass uns die letzten \u00fcberlebenden Opfer des Nationalsozialismus verlassen, ist es umso dringlicher deren Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen zu bewahren und weiter zu erz\u00e4hlen. Eine Aufgabe, die Empathie und Beharrlichkeit erfordert, die sich verbalradikaler Phrasendrescherei ebenso verschlie\u00dfen muss, wie geschichtsblindem Aktionismus. Diese Aufgabe mag m\u00fchselig sein und alles andere als revolution\u00e4r. F\u00fcr eine Linke, die ihren Antifaschismus nicht nur als Attit\u00fcde begreift, ist sie jedoch unverzichtbar.\u00ab (Antifaschistisches Infoblatt, Sonderheft Erinnerungskultur in Deutschland, April 2005)<\/p>\n<p>Wir sind die Guten?<br \/>\nDer gesellschaftliche Umgang mit dem Nationalsozialismus<br \/>\nhat sich in den letzten 20 Jahren stark gewandelt. Mittlerweile wird ihm ein herausragender Stellenwert in der hegemonialen Gedenk- und Erinnerungskultur der BRD zugedacht. Die verschiedenen Facetten der Jahrzehnte des Schweigens und Verdr\u00e4ngens bis hin zur offensiven Thematisierung h\u00e4tten bis heute Interventionen einer kritischen Linken erfordert. Doch linke Bewegungen konnten sich in allen Nachkriegsjahr-zehnten nicht durch einen ruhmreichen Umgang mit dem Nationalsozialismus hervorheben. Stattdessen wurde das Bestehen auf eine Auseinandersetzung mit der Besonderheit des Nationalsozialismus und des Holocaust h\u00e4u\ufb01g als eine Anklage verstanden. Aktuelle linke und antifaschistische Aktivit\u00e4ten lassen eine explizite Thematisierung des NS oft vermissen, erinnerungs- und geschichtspolitische Initiativen sind kaum wahrnehmbar. Das gef\u00fchlte Ausbleiben einer \u00f6ffentlichen Auseinandersetzung l\u00e4sst vermuten, dass die im sogenannten \u00bbHistorikerstreit\u00ab in den 1980er Jahren geforderte \u00bbHistorisierung des Nationalsozialismus\u00ab (Martin Broszat) in der Linken l\u00e4ngst Realit\u00e4t geworden ist und dem Thema kein expliziter Raum zugedacht wird. Wir wollen mit dieser Veranstaltungsreihe die Fragen aufwerfen, warum das so ist und ob es so bleiben soll. Ist es \u00fcberhaupt notwendig, sich explizit mit Nationalsozialismus und Holocaust zu besch\u00e4ftigen? Wof\u00fcr und wie? Ist es f\u00fcr aktuelle Gesellschaftskritik und eine Begr\u00fcndung von radikaler Opposition notwendig oder \u00fcberhaupt m\u00f6glich, \u00bbaus der Vergangenheit zu lernen\u00ab? Gibt es eine Besonderheit des Holocaust und wie h\u00e4ngt das mit dem modernen Antisemitismus zusammen?<\/p>\n<p>Veranstaltet in Kooperation mit Antifaschistisches Komitee Bremen im Rahmen der Reihe &#8222;Keinen Meter&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag 6. 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