{"id":1856,"date":"2011-03-15T07:45:08","date_gmt":"2011-03-15T07:45:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=1856"},"modified":"2011-03-29T07:25:55","modified_gmt":"2011-03-29T07:25:55","slug":"chiapas2010-%c2%bbautonomie-ist-unser-widerstand%c2%ab-bericht-uber-die-europaische-solidaritatsbrigade-im-zapatistischen-aufstandsgebiet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2011\/chiapas2010-%c2%bbautonomie-ist-unser-widerstand%c2%ab-bericht-uber-die-europaische-solidaritatsbrigade-im-zapatistischen-aufstandsgebiet\/","title":{"rendered":"Chiapas 2010- \u00bbAutonomie ist unser Widerstand\u00ab Bericht \u00fcber die Europ\u00e4ische Solidarit\u00e4tsbrigade im zapatistischen Aufstandsgebiet"},"content":{"rendered":"<p>Vortrag und Diskussion<\/p>\n<p>Mittwoch, 18. Mai 2011 | Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen | 20.00Uhr<\/p>\n<p>Im Juli 2010 reiste eine Solidarit\u00e4tsbrigade europ\u00e4ischer Kollektive nach Chiapas, Mexiko,um die f\u00fcnf rebellischen Zonen der zapatistischen Befreiungsbewegung zu besuchen. Seit Mitte des Jahres 2009 h\u00e4ufen sich die Meldungen der zapatistischen R\u00e4te der Guten Regierung und verschiedener Menschenrechtsorganisationen \u00fcber die Repression seitens des mexikanischen Staates, die Vertreibungen ganzer Gemeinden, die Milit\u00e4rpr\u00e4senz, das Einsetzen paramilit\u00e4rischer Gruppen, k\u00f6rperliche \u00dcbergriffe bis hin zu Morden, Drohungen oder die Durchsetzung von Regierungsprogrammen zur Spaltung der indigenen Gemeinden umfasst.Die Strategien der Aufstandsbek\u00e4mpfung gegen die autonomen Strukturen sind vielf\u00e4ltig. Ein Ziel der Brigade bestand daher in der Dokumentation der aktuellen Menschenrechtsverletzungen, die sich nicht nur auf zapatistischem Gebiet zutragen.<br \/>\n\u00bbDer kontinuierliche Aufbau unserer Autonomie ist unsere Widerstandsstrategie gegen die Repression seitens des mexikanischen Staates\u00ab, so der Rat der Guten Regierung in Oventik auf die Frage,wie sich die Zapatistas gegen\u00fcber den Provokationen verhalten.Angesichts des enormen \u00f6konomischen und politischen Druckes, dem die rebellischen autonomen Gemeinden allt\u00e4glich ausgesetzt sind, haben sie in den 16 Jahren ihres Aufstandes eine erstaunliche Infrastruktur aufgebaut. Wie sich die Brigade \u00fcberzeugen konnte, existieren in jedem der f\u00fcnf Caracoles autonome Bildungs-, Gesundheits-, Justiz- sowie agrar\u00f6kologische Strukturen, die auch von zahlreichen nicht-zapatistischen Personen konsultiert werden.<br \/>\nEin beeindruckendes Beispiel ist die Frauenklinik f\u00fcr reproduktive und sexuelle Gesundheit in La Garrucha,die teilweise \u00fcber moderne Technik verf\u00fcgt und sich zugleich traditioneller indigener Heilmethoden bedient. Die Klinik stellt eine Referenz zu den Forderungen nach Anerkennung und Respekt dar, die die zapatistischen Frauen 1993 im revolution\u00e4ren Frauengesetz formuliert hatten. Dank der Arbeit der Gesundheitspromotorinnen konnte die M\u00fctter-und Kindersterblichkeitsrate in der Region enorm gesenkt werden.<br \/>\nNeben der Dokumentation der j\u00fcngsten j\u00fcngsten Fortschritte in dem indigen gepr\u00e4gten Aufstandsgebiet bestand ein weiteres Ziel der Brigade in der Vermittlung einer horizontalen Solidarit\u00e4t aus Europa und im Austausch \u00fcber gemeinsame Widerstandsstrategien.<br \/>\nZum Austausch, Verlauf und den Ergebnissen der Rundreise h\u00e4lt die Gruppe B.A.S.T.A., die auf der Brigade vertreten war, einen reich bebilderten Vortrag.<br \/>\nZentrale Themen des Vortrags sind die aktuelle Situation der Zapatistas in S\u00fcdmexiko, die Schwierigkeiten mit denen die indigene Bewegung konfrontiert ist, Fortschritte, die die Bewegung erreichen konnte und die Perspektiven,  die sich abzeichnen.<\/p>\n<p>Anschie\u00dfend ist Raum f\u00fcr eine offene Diskussion. <\/p>\n<p>Die Referent_innen:<br \/>\nMiriam Trzeciak, geb. 1982, hat Politikwissenschaft, Soziologie und Spanische Philologie studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind: Queer und Gender Studies, Soziale Bewegungen in Lateinamerika und qualitative Forschungsmethoden. Sie hat im Rahmen ihrer Magisterarbeit eine qualitative Erhebung \u00fcber die Situation von Maquiladora-Arbeiterinnen an der mexikanischen Nordgrenze verfasst.<br \/>\nNach ihrem Studium hat sie ein Jahr bei der s\u00fcdmexikanischen Frauenorganisation CIAM A.C. mit Sitz in San Cristobal de las Casas\/Mexiko ein Arbeitspraktikum realisiert.<br \/>\nMiriam Trzeciak war mehrere Male als Menschenrechtsbeobachterin in den zivilen Friedenscamps in Chiapas t\u00e4tig und ist ehrenamtlich bei der Gruppe B.A.S.T.A. und dem Verein Carea e.V. aktiv.<br \/>\nLuz Kerkeling, geb 1972, Soziologe, arbeitet als freier Journalist, Lehrbeauftragter, Filmemacher und in der Erwachsenenbildung. Er ist Mitarbeiter der Gruppe B.A.S.T.A. und des alternativen Forschungs- und Bildungsvereins Zwischenzeit e.V. Zur Zeit promoviert er zum Thema Umweltzerst\u00f6rung, Marginalisierung und indigener Widerstand in S\u00fcdmexiko.<\/p>\n<p>Veranstaltet in Kooperation mit Antifaschistisches Komitee Bremen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vortrag und Diskussion Mittwoch, 18. 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