{"id":201,"date":"2009-05-05T19:41:43","date_gmt":"2009-05-05T17:41:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=231"},"modified":"2009-05-05T19:41:43","modified_gmt":"2009-05-05T17:41:43","slug":"das-kann-man-nicht-erzaehlen-aktion-1005-wie-die-nazis-die-spuren-ihrer-massenmorde-in-osteuropa-beseitigten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2009\/das-kann-man-nicht-erzaehlen-aktion-1005-wie-die-nazis-die-spuren-ihrer-massenmorde-in-osteuropa-beseitigten\/","title":{"rendered":"&#8220;Das kann man nicht erz&#228;hlen&#8221; &#8216;Aktion 1005&#8242; &#8211; Wie die Nazis die Spuren ihrer Massenmorde in Osteuropa beseitigten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dienstag, 5. Mai 2009, 19.30 Uhr, Kommunikationszentrum paradox, Bernhardstr. 12, Bremen<\/strong><\/p>\n<p>Lesung mit dem Autor Jens Hoffmann, Berlin<\/p>\n<p>Im Januar 1942, nachdem die Rote Armee den Vormarsch der Wehrmacht auf Moskau gestoppt hatte, begann die nationalsozialistische Staatsf\u00fchrung Vorsorge zu treffen f\u00fcr den Fall ihrer Niederlage. Unter der Tarnbezeichnung &#8222;Aktion 1005&#8220; lie\u00df sie ab Fr\u00fchjahr 1943 zahlreiche Kommandos aufstellen, die die Spuren deutscher Verbrechen nach einem immer gleichen Muster beseitigten: mehrheitlich j\u00fcdische H\u00e4ftlinge wurden von Beamten des Sicherheitsdienstes (SD) und Angeh\u00f6rigen deutscher Polizeieinheiten gezwungen, Massengr\u00e4ber zu \u00f6ffnen, die Leichen aus den Gr\u00e4bern zu holen und auf Scheiterhaufen zu verbrennen, bevor schlie\u00dflich auch sie selbst ermordet wurden.  Gest\u00fctzt vor allem auf Aussagen und Berichte der wenigen \u00fcberlebenden Arbeitsh\u00e4ftlinge sowie auf Protokolle staatsanwaltschaftlicher Vernehmungen ehemaliger Kommandoangeh\u00f6riger unternimmt diese Studie erstmals den Versuch, die von Deutschen und ihren Helfern w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs begangenen Massenverbrechen und die Verwischung der Spuren dieser Verbrechen im Zusammenhang darzustellen.   In seinem Vortrag wird Jens Hoffmann einen \u00dcberblick zur Organisation und Praxis der &#8222;Aktion 1005&#8220;, zu den T\u00e4tern, Tatorten sowie zur juristischen und historiographischen Aufarbeitung geben. Gelesene Passagen aus Feldpostbriefen des Schutzpolizisten, Karl Fischer, erz\u00e4hlen von der &#8222;Feierabendseite&#8220; der Verbrechen, w\u00e4hrend die Aussagen von Leon Weliczker-Wells, eines \u00dcberlebenden des Lemberger &#8222;Aktion 1005&#8220;-Kommandos, den Alltag der H\u00e4ftlinge bezeugen.<\/p>\n<p>Das vorgestellte Buch erschien 2008 im konkret Verlag Hamburg in der Reihe Ermittlungen.<\/p>\n<p>Jens Hoffmann ver\u00f6ffentlicht seit einigen Jahren zur Geschichte der Shoah und zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus.<\/p>\n<p>In der Reihe <em>Antifaschistische Perspektiven des Erinnerns<\/em> der Rosa-Luxemburg-Initiative e.V., die Rosa Luxemburg Stiftung in Bremen. Wie nahezu alles, ist auch das Erinnern im gesellschaftlichen Kontext keine neutrale oder gar objektive Handlung, sondern gepr\u00e4gt von der eigenen Biographie, den Interessen, Werten, Gef\u00fchlen, Standpunkten, Motiven. Wer erinnert wann, wo, an was und warum? Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir \u00fcber erinnerungspolitische Debatten und Orte informieren, sie zur Diskussion stellen und vielleicht auch gemeinsam sehen, ob und wie wir in bestehende Erinnerungsdebatten konstruktiv eingreifen und an Gedenkorten mitwirken k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 5. 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