{"id":239,"date":"2009-08-13T19:24:34","date_gmt":"2009-08-13T17:24:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=266"},"modified":"2009-09-07T11:43:02","modified_gmt":"2009-09-07T09:43:02","slug":"was-tun-wo-es-brennt-eine-kleine-geschichte-des-autonomen-antifaschismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2009\/was-tun-wo-es-brennt-eine-kleine-geschichte-des-autonomen-antifaschismus\/","title":{"rendered":"Was tun, wo es brennt. Eine kleine Geschichte des autonomen Antifaschismus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Diskussionsveranstaltung mit Daniel Schl\u00fcter (Hamburg) <\/strong><\/p>\n<p><strong>13. November 2009 \/ 20 Uhr \/ Infoladen Bremen \/ St. Pauli-Str. 10-12 \/ 28203 Bremen<\/strong><\/p>\n<p>Lange Zeit hatten Antifas in der Linken einen Ruf, wie der Torwart eines Fu\u00dfballteams. Zwar sagt es keiner laut, aber alle glauben zu wissen: er hat eine Macke. Die \u203aMacke\u2039 der Antifa bestand nicht nur darin, auf Grundlage eines vergleichsweise hohen Organisierungsgrades die fast schon professionelle Verfolgungst\u00e4tigkeit einer \u00fcberschaubar gro\u00dfen Neo-Nazi-Szene zu etablieren, sondern auch darin, diese eingeschr\u00e4nkte Perspektive gleichzeitig zum strategischen und politischen Ausgangspunkt sehr viel weitergehen der, im weitesten Sinne linksradikaler Forderungen und Zielsetzungen zu erkl\u00e4ren. Trotz oder vielleicht wegen dieses inneren Spannungsverh\u00e4ltnisses zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist \u203aAntifaschismus\u2039 in den vergangenen gut 25 Jahren zu einem, wenn nicht zu dem zentralen Handlungsfeld autonomer Politik geworden. W\u00e4hrend im allgemeinen Niedergang der Bewegungslinken Ideen und Erfahrungen realer Gegenmacht zum Fall f\u00fcr die Geschichtsb\u00fccher werden, pr\u00e4sentiert sich die Antifa weiterhin als gut organisierter, durchsetzungsstarker und von Nachwuchssorgen weitgehend freier Politikbetrieb. Inwiefern allerdings \u00fcberhaupt von \u00bbder Antifa\u00ab gesprochen werden kann, ist kaum gekl\u00e4rt. Ob es also \u00fcberhaupt eine gemeinsame Geschichte gibt, welche inhaltlichen \u00dcbereink\u00fcnfte und Traditionslinien existieren, wo Br\u00fcche und Widerspr\u00fcche liegen, was aus den Erfahrungen f\u00fcr heutige politische Praxis zu lernen ist, all diese Fragen sollen an diesem Abend angesprochen werden. Die Veranstaltung gliedert sich dabei in drei Teile. Zun\u00e4chst werden in einem ersten Teil die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen zur Herausbildung des autonomen Antifaschismus dargestellt. Dies betrifft zum einen die Rezeption theoretischer Stichwortgeber, die Rolle der Antifa innerhalb der autonomen Bewegung als auch die damalige Situation des bundesdeutschen Neo-Nazismus. Der zweite Teil widmet sich der illustrierten Darstellung autonomer Antifapolitik und beschreibt deren praktische und theoretische Entwicklung vom \u00bbrevolution\u00e4ren Antifaschismus\u00ab \u00fcber die \u00bbBewegungs-Antifa\u00bb, hin zu einer \u00bbessentiellen\u00ab antifaschistischen Praxis. Im ab schlie\u00dfen den Teil sollen Br\u00fcche und Kontinuit\u00e4ten zum Bild einer \u00bbpost-autonomen\u00ab Antifa zusammen gesetzt werden.<\/p>\n<p>Daniel Schl\u00fcter ist Politikwissenschaftler in Hamburg.<\/p>\n<p>Das Seminar wird organisiert von <a href=\"http:\/\/www.associazione.wordpress.com\">associazione delle talpe<\/a> in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Initiative Bremen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OB \u00fcberhaupt von \u00bbder Antifa\u00ab gesprochen werden kann, ist kaum gekl\u00e4rt. 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