{"id":24,"date":"2006-09-24T10:00:18","date_gmt":"2006-09-24T08:00:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=43"},"modified":"2006-09-24T10:00:18","modified_gmt":"2006-09-24T08:00:18","slug":"unter-geiern-gibt-es-eine-andere-finanz-und-haushaltspolitik-fur-bremen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2006\/unter-geiern-gibt-es-eine-andere-finanz-und-haushaltspolitik-fur-bremen\/","title":{"rendered":"Unter Geiern &#8211; Gibt es eine andere Finanz- und Haushaltspolitik f&#252;r Bremen?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Unter Geiern \u2013 Gibt es eine andere Finanz- und Haushaltspolitik f\u00fcr Bremen?<\/strong><br \/>\nVortrag und Diskussion mit Christoph Spehr, Klaus-Rainer Rupp, Wolfram Elsner und J\u00f6rg Huffschmid<\/p>\n<p>Workshop der Rosa-Luxemburg-Initiative beim zweiten <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.bremer-sozialforum.de\/\">Bremer Sozialforum<\/a> im September 2006 im <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.kulturzentrum-lagerhaus.de\/\">Kulturzentrum Lagerhaus<\/a>, Schildstra\u00dfe 12-19, Bremen: Am Sonntag, 24.09., von 10 bis 12 Uhr, im Paradox, Bernhardstra\u00dfe 12 (gegen\u00fcber dem Lagerhaus).<\/p>\n<p>Bremen gibt 4 Milliarden Euro aus im Jahr und nimmt 3 Milliarden ein. Klar, dass das ein Problem ist. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die fatale Ausgangslage liegen vor allem in der Bundespolitik. Was aber tun in Bremen? Wie verteidigen wir unsere sozialen und kulturellen Rechte nach dem Ende der \u201eSanierung\u201c?<!--more--><\/p>\n<p>Von der einen Milliarde Euro Differenz geht pro Jahr eine halbe allein f\u00fcr die Zinsen drauf, die andere halbe sind einfach ungedeckte Ausgaben. Selbst die Gro\u00dfe Koalition glaubt seit Scherfs Abgang nicht mehr an die Selbstheilung durch \u00fcppige Wirtschaftsf\u00f6rderung. Die neue Linie lautet: Erneut beim Bund auf Entschuldung klagen, und die sonstigen Ausgaben auf 3 Milliarden k\u00fcrzen. Weitere massive K\u00fcrzungen im sozialen Bereich sind damit vorprogrammiert.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die fatale Ausgangslage liegen im Wesentlichen in der Bundespolitik. L\u00e4nder und Kommunen tragen die Hauptlast der Steuersenkungen der letzten Jahre. Auch Bremen hat der Steuerreform seinerzeit zugestimmt &#8211; unverantwortlicher Weise. Heute sind 11 der 16 Bundesl\u00e4nder chronisch defizit\u00e4r und haben gr\u00f6\u00dfte M\u00fche, noch \u201everfassungskonforme\u201c Haushalte vorzulegen. Die L\u00e4nder und Kommunen werden zu Speerspitzen der neoliberalen Politik und treiben  Sozialabbau und Privatisierung voran. Bremen als Stadtstaat ist ferner bereits in den 70ern durch die Steuerzerlegung nach dem Wohnsitzprinzip strukturell bankrott gemacht worden.<\/p>\n<p>Was tun also? \u201eSanieren\u201c l\u00e4sst sich der Haushalt nur unter massiver Verletzung der sozialen und kulturellen Rechte der Bev\u00f6lkerung. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Ein Haushalt, der die sozialen und kulturellen Rechte der Menschen massiv verletzt, kann nicht verfassungskonform sein! Kinderarmut, Bildungsnotstand, private \u00dcberschuldung, Abschmelzung des \u00f6ffentlichen Dienstes, Ausverkauf k\u00f6nnen nicht rechtm\u00e4\u00dfig sein. \u201eKonsumtive\u201c Ausgaben d\u00fcrfen nicht die \u201eRestgr\u00f6\u00dfe\u201c bleiben, sondern stellen in weiten Teilen individuelle und kollektive Rechte dar. Wie k\u00f6nnen wir diese Rechte zu einem politischen Machtfaktor machen? Wie bilden wir eine soziale und politische Koalition zu ihrer Verteidigung? Brauchen wir einen Landessozialhof? Kann ein Land streiken?<\/p>\n<p>Referenten:<br \/>\nKlaus-Rainer Rupp, Ingenieur, Landessprecher der Linkspartei.PDS Bremen<br \/>\nProf. Wolfram Elsner, \u00d6konom, Universit\u00e4t Bremen<br \/>\nProf. J\u00f6rg Huffschmid, \u00d6konom, Memo-Gruppe<br \/>\nDr. Christoph Spehr, Historiker, Mitarbeiter der Linkspartei<\/p>\n<p>Siehe auch: <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.linkspartei-bremen.de\/pdf\/SchuldenSteuernAerger.pdf\">Schulden, Steuern, \u00c4rger \u2013 Zur Bremer Finanzpolitik nach dem Scheitern der \u201eSanierung\u201c<\/a>, Thesenpapier vom Mai 2006 von Klaus-Rainer Rupp, Christoph Spehr u.a. (PDF-Datei)<\/p>\n<p>Zur \u00dcbersicht zum <a href=\"?p=41\">Bremer Sozialforum 2006<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter Geiern \u2013 Gibt es eine andere Finanz- und Haushaltspolitik f\u00fcr Bremen? 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