{"id":2482,"date":"2011-10-11T09:02:05","date_gmt":"2011-10-11T07:02:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=2482"},"modified":"2011-10-11T09:02:05","modified_gmt":"2011-10-11T07:02:05","slug":"vielen-dank-fur-die-blumen-workshoptag-zu-integration-und-ausgrenzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2011\/vielen-dank-fur-die-blumen-workshoptag-zu-integration-und-ausgrenzung\/","title":{"rendered":"Vielen Dank f\u00fcr die Blumen! Workshoptag zu Integration und Ausgrenzung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Samstag, 19. November 2011, Bremen<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Die Integration ist gescheitert&#8220; hei\u00dft es der Tage immer h\u00e4ufiger in Politik und Medien. Parallelgesellschaften h\u00e4tten sich gebildet, die Politik h\u00e4tte es verfehlt die ausl\u00e4ndischen Mitb\u00fcrger in die deutsche Kultur einzugliedern und Sozialchauvinist_innen attestieren die Integrationsunwilligkeit von Migrant_innen. Aber ist das Projekt Integration wirklich gescheitert oder wird es momentan einfach genauso wenig ben\u00f6tigt wie diejenigen, die es zu integrieren gilt? <\/p>\n<p> &#8222;Was tragen Sie zum Erfolg des Standorts bei?&#8220; Die Frage muss sich heute jede_r gefallen lassen. Mit der anhaltenden Krise wird deutlich: Auch in den kapitalistischen Zentren ist der Wohlstand nicht sicher, sondern muss gegen andere National\u00f6konomien verteidigt werden. Kapitalismus ist ein endloser Wettlauf um maximale Verwertung. Den Menschen bleibt nichts, als ihre Lebenszeit auf immer engeren Arbeitsm\u00e4rkten zu verkaufen. Sie m\u00fcssen froh sein, \u00fcberhaupt eine Lohnarbeit zu ergattern, und jedes noch so miese Angebot annehmen. Auch die b\u00fcrgerlichen Staaten bringen ihr &#8222;Humankapital&#8220;, also die ihnen unterstellten Menschen, gnadenlos auf Trab. Sie biegen jede_n zurecht, um in ihrem Herrschaftsbereich optimale Verwertungsbedingungen zu schaffen. Das ist der offen ausgesprochene Konsens aller politischen Lager, gestritten wird nur \u00fcber die bestm\u00f6gliche Umsetzung. Mit staatlicher G\u00e4ngelung und sozialer Diskriminierung werden alle gezwungen, den st\u00e4ndig wechselnden Trends auf dem Arbeitsmarkt hinterherzulaufen. Die Stammtischparole der Volkswirtschaft lautet: &#8222;Wer sich genug anstrengt, bekommt auch einen Job.&#8220; Aber in Wahrheit werden die Letzten immer von den Hunden gebissen, egal wie sehr sie sich anstrengen.<\/p>\n<p>Die meisten B\u00fcrger_innen stimmen dieser Politik auch noch zu, und beteiligen sich an ihrer eigenen Zurichtung. Sozialchauvinismus macht sich breit, von der BILD-Zeitung bis ins Philosophieseminar. Schuld an der Misere ist nicht das kapitalistische System, schuld sind &#8222;die Anderen&#8220;, die &#8222;Sozialschmarotzer&#8220; und &#8222;Integrationsverweigerer&#8220; &#8211; so lautet die Botschaft. Dem Staat aber gen\u00fcgt diese vorauseilende Hetze nicht. Er stellt seiner Bev\u00f6lkerung eine schonungslose M\u00e4ngelliste aus: zu alt, zu unflexibel, nicht bereit zum &#8222;lebenslangen Lernen&#8220;, und bitte weniger Kinder aus den &#8222;bildungsfernen Schichten&#8220;.<\/p>\n<p> In einem Workshoptag wollen wir uns deshalb nicht nur intensiv mit den Erscheinungsformen der Integrationspolitik, mit Ausgrenzung und Sozialchauvinismus auseinandersetzen, sondern auch den gesellschaftlichen Ursachen dieser nachsp\u00fcren und gemeinsam \u00fcberlegen was M\u00f6glichkeiten emanzipatorischer Gegenstrategien sein k\u00f6nnten. <\/p>\n<p><strong>Anmeldung <\/strong>notwendig unter kontakt(\u00c4T)basisgruppe-antifa.de bzw. huettner@rosalux.de. <\/p>\n<p>In Kooperation mit der Basisgruppe Antifaschismus (Bremen).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 19. November 2011, Bremen &#8222;Die Integration ist gescheitert&#8220; hei\u00dft es der Tage immer h\u00e4ufiger in Politik und Medien. 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