{"id":3334,"date":"2012-10-15T12:50:04","date_gmt":"2012-10-15T10:50:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=3334"},"modified":"2012-10-17T10:28:13","modified_gmt":"2012-10-17T08:28:13","slug":"brecht-das-schweigen-%e2%80%93-fur-wahrheit-und-gerechtigkeit-informations-und-diskussionsverstanstaltung-zum-derzeitigen-revisionsprozess-im-fall-oury-jalloh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2012\/brecht-das-schweigen-%e2%80%93-fur-wahrheit-und-gerechtigkeit-informations-und-diskussionsverstanstaltung-zum-derzeitigen-revisionsprozess-im-fall-oury-jalloh\/","title":{"rendered":"Brecht das Schweigen \u2013 f\u00fcr Wahrheit und Gerechtigkeit! Informations- und Diskussionsverstanstaltung zum derzeitigen Revisionsprozess im Fall Oury Jalloh"},"content":{"rendered":"<p><strong>Informations- und Diskussionsverstanstaltung mit Initiative in Gedenken an Oury Jalloh (Dessau-Berlin)<br \/>\nDienstag, 20. November 2012, 19 Uhr, DGB-Haus Bremen (Tivoli-Saal), Bahnhofsplatz 22-28<\/strong><\/p>\n<p>Am 7. Januar 2005 ist Oury Jalloh im Polizeirevier Dessau bei lebendigem Leib verbrannt. Bis heute wei\u00df die \u00d6ffentlichkeit nicht, was an diesem Tag in Zelle Nr. 5 tats\u00e4chlich geschehen ist. W\u00e4hrend Verwandte, FreundInnen und die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh von Mord sprechen, wurde im ersten Prozess gegen zwei Polizisten lediglich Anklage wegen \u201eK\u00f6rperverletzung mit Todesfolge\u201c erhoben. Der Prozess endete mit einem Freispruch, obwohl sich PolizeizeugInnen in eklatante Widerspr\u00fcche verwickelt hatten. Am 7. Januar 2010 kassierte der Bundesgerichtshof in einer spektakul\u00e4ren Entscheidung das Urteil des Dessauer Landgerichts. Der Fall wird nun seit anderthalb Jahren vorm Landgericht Magdeburg neu aufgerollt.<br \/>\nBis heute fu\u00dft die Klage der Staatsanwaltschaft auf der Annahme, dass die Polizisten vers\u00e4umt haben, Oury Jalloh ein Feuerzeug abzunehmen. Damit soll er trotz Fixierung an Armen und Beinen seine feuerfeste Matratze angez\u00fcndet haben. Das fragliche Feuerzeug ist jedoch erst zwei Tage nach dem Brand aufgetaucht. Bei der ersten Durchsuchung der ausgebrannten Zelle war es nicht gefunden worden. Die Videob\u00e4nder von der Durchsuchung sind ebenfalls verschwunden. Hinzu kommen weitere Ungereimtheiten aus j\u00fcngster Zeit. So ist durch eine abermalige Untersuchung festgestellt worden, dass die mit dem Plastik des Feuerzeugs verschmolzenen Fasern nicht mit den Materialien in der Zelle \u00fcbereinstimmen, d.h mit Oury Jallohs Kleidung sowie den Bezugs- und F\u00fcllstoffen der Matratze.<br \/>\nIn der Veranstaltung werden Mitglieder der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh \u00fcber den Prozess in Magdeburg berichten, unter anderem dar\u00fcber, weshalb derzeit Geld f\u00fcr einen unabh\u00e4ngigen Brandgutachter aus England gesammelt wird. Zudem soll es um Polizeigewalt und Racial Profiling (diskriminierende Kontrollen) insgesamt gehen. Denn Oury Jalloh ist leider kein Einzelfall, wie der Tod von Laye Conde zeigt, der am gleichen Tag wie Oury Jalloh durch die zwangsweise Vergabe von Brechmittelen im Bremer Polizeigewahrsam ums Leben gekommen ist. In diesem Zusammenhang wird auch das Afrika Netzwerk Bremen seine Arbeit w\u00e4hrend der Veranstaltung kurz vorstellen.<\/p>\n<p>Weitere Infos unter:\u00a0 http:\/\/initiativeouryjalloh.wordpress.com\/&#8220;http:\/\/initiativeouryjalloh.wordpress.com\/<\/p>\n<p>Eine Veranstaltung\u00a0 der <em>Rosa-Luxemburg-Initiative &#8211; die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen<\/em> in Kooperation mit\u00a0 <em>Afrika Netzwerk Bremen, Mate ni kani e.V., Arbeit und Leben Bremen <\/em>und <em>Afrique-Europe-Interact.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Informations- und Diskussionsverstanstaltung mit Initiative in Gedenken an Oury Jalloh (Dessau-Berlin) Dienstag, 20. November 2012, 19 Uhr, DGB-Haus Bremen (Tivoli-Saal), Bahnhofsplatz 22-28 Am 7. 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