{"id":499,"date":"2010-02-27T15:02:43","date_gmt":"2010-02-27T14:02:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=499"},"modified":"2010-09-12T19:01:27","modified_gmt":"2010-09-12T17:01:27","slug":"den-himmel-sturmen-post-operaismmus-und-sozialistische-hegemonie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2010\/den-himmel-sturmen-post-operaismmus-und-sozialistische-hegemonie\/","title":{"rendered":"&#8222;Den Himmel st\u00fcrmen&#8220;? (Post-)Operaismmus und sozialistische Hegemonie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Donnerstag 15. April 2010, 19 Uhr 30, Paradox, Bernhardstra\u00dfe 12, 28203 Bremen<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>mit Thomas Goes<\/p>\n<p>(Post-)operaistisches Denken hat die Diskussionen \u00fcber Gesellschaftsanalyse und politische Strategie der (revolution\u00e4ren) Linken bereichert. Der Operaismus &#8211; in seinem Epizentrum Italien in den 60er und 70er Jahren als Kritik an der Politik der Kommunistischen Partei entstanden &#8211; wandte sich gegen ein staatsfixiertes und refformististisches Politikmodell; zugleich brachte er eine Hinwendung zu den sozialen K\u00e4mpfen in Fabrik und Stadtteil.<\/p>\n<p>J\u00fcngere Ans\u00e4tze, die sich kritisch auf diese Tradition beziehen, haben seit den 90er Jahren zudem nach der Krise von Stalinismus und Sozialdemokratie an der Erneuerung nicht nur einer auf Befreiung zielenden Gesellschaftsanalyse sondern einer entsprechenden politischen Strategiediskussioin teilgenommen.<\/p>\n<p>Prominente Vertreter finden sich in Antonio Negri und John Holloway. Aus marxistischer Perspektive wurde fr\u00fch an zentralen Theorien und strategischen Schlussfolgerungen des Postoperaismus Kritik ge\u00fcbt. Dazu geh\u00f6rt das Konzept der Multitude von Michael Hardt und Antonio Negri ebenso wie Thesen \u00fcber die Rolle politischer Organisationen sowie Vorstellungen anti-institutioneller, anti-staatlicher oder gar anti-machtlicher Politik (Holloway).<\/p>\n<p>Im Vortrag werden zun\u00e4chst die St\u00e4rken (post-)operaistischer Theorie und Strategiebildung diskutiet. Daran anschlie\u00dfend werden aus einer an Hannah Arendt, Antonio Gramsci und Rosa Luxemburg angelehnten Position Kritiken an dem Konzept der Multitude, am Staatsbegriff und machtpolitischen Schlussfolgerungen formuliert. Produktiv wird so eine sozialistische Hegemoniestrategie entwickelt, die von der notwendigen pluralistischen politischen Organisierung und Parteibildung\u00a0ausgeht. Durch diese k\u00f6nnen die vielf\u00e4ltigen sozialen K\u00e4mpfe verbunden und vermittelt werden. Nur durch das Wechselverh\u00e4ltnis von sozialen K\u00e4mpfen sowie Massenbewegungen und die langfristige vermittelnde Praxis politischer Organisationen kann sozialistische Gegenmacht gesellschaftlich f\u00fchrend und sozialistische Transformation erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p>Thomas Goes ist Sozialwissenschaftler an der Universit\u00e4t Jena und aktiv in der Partei DIE LINKE Kassel. Seine Arbeitsgebiete sind Gesellschaftstheorie, Industrie- und Arbeitssoziologie sowie Staatsanalyse.<\/p>\n<p>Foliensatz <a href=\"http:\/\/www.islinke.de\/pdf\/operaismus.pdf\">(Post-)Operaismus und sozialistische Hegemonie<\/a> [pdf 1,36 MB]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag 15. April 2010, 19 Uhr 30, Paradox, Bernhardstra\u00dfe 12, 28203 Bremen mit Thomas Goes (Post-)operaistisches Denken hat die Diskussionen \u00fcber Gesellschaftsanalyse und politische Strategie der (revolution\u00e4ren) Linken bereichert. 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