{"id":5658,"date":"2014-04-04T07:05:28","date_gmt":"2014-04-04T05:05:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=5658"},"modified":"2014-05-05T10:53:21","modified_gmt":"2014-05-05T08:53:21","slug":"die-deutsche-linke-und-der-nahostkonflikt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2014\/die-deutsche-linke-und-der-nahostkonflikt\/","title":{"rendered":"Die deutsche Linke und der Nahostkonflikt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tagesseminar \u00bbLinke Perspektiven auf den Nahostkonflikt\u00ab III<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die deutsche Linke und der Nahostkonflikt<br \/>\n<\/strong> <strong> Mit Angelika Timm, Elfriede M\u00fcller, <strong>Peter Ullrich, <\/strong><\/strong><strong><strong>Gerhard Hanloser, <\/strong><strong>Wenke Christoph <\/strong>und Norbert Schepers<br \/>\n<\/strong> 3. Workshop im Rahmen des Bildungsmoduls \u00bbLinke Perspektiven auf den Nahostkonflikt\u00ab der Rosa-Luxemburg-Stiftung<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong><b>Termin: <\/b>Samstag, 10. Mai 2014<\/strong>, <b>10 bis 18:30 Uhr<\/b><br \/>\n<b>Ort: Bremen-Stadt (der genaue Ort wird mit der Anmeldebest\u00e4tigung mitgeteilt<b>, Anmeldefrist endet 09. Mai<\/b>)<br \/>\n<b>Veranstalterin: Rosa-Luxemburg-Initiative &#8211; Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen<\/b><\/b><\/p>\n<p>Nachdem im ersten Workshop des Bildungsmoduls \u201eLinke Perspektiven auf den Nahostkonflikt\u201c sowohl pal\u00e4stinensische, als auch israelische Masternarrative untersucht wurden und im zweiten Workshop der Blick auf die zivilgesellschaftlichen AkteurInnen der Region im Mittelpunkt stand, wollen wir uns nun mit der deutschen Debatte zum Konflikt besch\u00e4ftigen. Ziel des Workshops ist es, Linien sowie Br\u00fcche in der Besch\u00e4ftigung der deutschen Linken mit dem Nahostkonflikt nachzuzeichnen, d.h. versteh- und diskutierbar zu machen. Unterschiedliche Diskursbedingungen sollen dabei ebenfalls skizziert werden. Die Befassung der deutschen Linken mit dem Konflikt im Nahen Osten findet immer auch \u2013 gleich welche Position im Ergebnis eingenommen wird oder wurde \u2013 vor der Folie der deutschen Geschichte und der Shoah statt. Welche Rollen spielen diese Bedingungen f\u00fcr unsere Debatte zur Nahost-Thematik?<\/p>\n<p>Als weitere wichtige Bedingungen erweisen sich deutsche Teilung und Blockkonfrontation im Kalten Krieg. F\u00fcr die deutsche Linke seit 1989\/90 spielen nun sowohl die ost- wie die westdeutsche Geschichte der Konfliktrezeption eine Rolle. In diesem Workshop sollen diese unterschiedlichen Diskursbedingungen einer stets zumeist h\u00f6chst emotional gef\u00fchrten \u2013 auch innerlinken \u2013 Auseinandersetzung nachgezeichnet und diskutiert werden.<\/p>\n<p><em>Hier finden sich Informationen zu den bisherigen Veranstaltungen in unserer <a href=\"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/category\/nahostkonflikt\/\">Reihe\u00a0\u00bbLinke Perspektiven auf den Nahostkonflikt\u00ab<\/a>. Die Teilnahme an den bisherigen Workshops ist keine Voraussetzung f\u00fcr den Besuch dieser Veranstaltung. Wir bitten allerdings um verbindliche Anmeldung bis zum Vortag, siehe unten!<\/em><\/p>\n<p><b>Ablauf<\/b><\/p>\n<p>Eintreffen 09:45 bis 10 Uhr<\/p>\n<p><b>Vormittag (10:00 Uhr bis 12:30 Uhr)<\/b><\/p>\n<p>Input der VeranstalterInnen und kurze Vorstellungsrunde.<\/p>\n<p><i>10:15 Uhr bis 11:00 Uhr<br \/>\n<\/i><em>Peter Ullrich: <\/em><strong>Antisemitismus, Shoah &amp; \u201edeutsche Verantwortung\u201c<\/strong>. Auswirkungen der NS-Vergangenheit auf den deutschen Nahostdiskurs.<\/p>\n<p>Der Slogan der besonderen Verantwortung der Deutschen gegen\u00fcber Israel mutet in den letzten Jahren wie ein anti-rassistisches Mantra des gesellschaftlich kleinsten gemeinsamen Nenners an. Manchmal wird es um die Verantwortung f\u00fcr die Misere der Pal\u00e4stinenserInnen erweitert. Wie historisch ist die Verbindung zwischen Shoah und Zionismus? Wie pr\u00e4gt der Umgang mit der NS-Vergangenheit die politische Kultur der Bundesrepublik? Wie haben sich deutsche Wahrnehmungen des Nahost-Konflikts und der Shoah in den letzten Jahrzehnten gewandelt? Kurz: von welchem Sprechort reden wir hier?<\/p>\n<p><i>11:00 Uhr bis 11:45 Uhr<br \/>\n<\/i><em>Elfriede M\u00fcller: <\/em><strong>Antisemitismus: Bemerkungen zur Definition von Antisemitismus<\/strong>. Antisemitismus und Antizionismus. Abgrenzungen \u2013 Gemeinsamkeiten. Definitorische Kriterien f\u00fcr Antisemitismus.<\/p>\n<p><i>12:00 Uhr bis 12:30 Uhr<br \/>\n<\/i>Allgemeiner, von den Einzelvortr\u00e4gen abgel\u00f6ster <b>Diskussionsteil<\/b>, gegebenenfalls in kleineren Gruppen: Zielstellung: Abfrage, was von dem Vorgelegten verstanden wurde, wo man Begriffe anders verwendet, Versuch der Herstellung einer gemeinsamen Arbeitsgrundlage und der Formulierung von Zielstellungen der weiteren Diskussion.<\/p>\n<p><em><b>Mittagspause von 12:30 bis 13:30 Uhr<\/b><\/em><\/p>\n<p><b>Nachmittag (13:30 Uhr bis 17:00 Uhr)<\/b><\/p>\n<p><i>13:30 bis 14:45 Uhr<br \/>\n<\/i><strong>Der Blick auf den Nahost-Konflikt aus zwei deutschen Staaten<\/strong><br \/>\n<i>Angelika Timm:<b> <\/b><\/i>Rezeption des Nahostkonfliktes aus dem Fokus der DDR<br \/>\n<i>Gerhard Hanloser:<\/i> Westdeutsche Sichten auf den Nahostkonflikt unter den Bedingungen der deutschen Teilung<br \/>\nAls Podiumsgespr\u00e4ch.<\/p>\n<p><i>15:00 bis 15:45 Uhr<br \/>\n<\/i><b>Bemerkungen zur Entwicklung des Konflikts in der deutschen Linken seit 1990<br \/>\n<\/b><i>Elfriede M\u00fcller:<\/i> Diskurskontexte \u2013 Debatten in der deutschen Linken nach 1990<br \/>\n<i>Peter Ullrich: <\/i>Die Deutsche Linke und der Nahostkonflikt \u2013 Lernprozesse und blinde Flecken<br \/>\nKurzreferate mit Nachfragen zum Verst\u00e4ndnis, Diskussion dann in den Arbeitsgruppen.<\/p>\n<p><i>15:45 bis 16:45<\/i> Uhr<br \/>\nZwei bis drei <b>Arbeitsgruppen<\/b> mit Materialien zu a) Antisemitismus von Links, b) Kennzeichnung des innerlinken deutschen Konflikts seit 1990. Die Arbeitsgruppen k\u00f6nnen thematisch \u00e4hnlich ausgelegt sein. Es werden konkrete <b>Themenvorschl\u00e4ge <\/b>gemacht, n\u00e4here Auswahl durch die Teilnehmenden.<\/p>\n<p><b>Abschluss (17:00 bis max. 18:30 Uhr)<br \/>\n<\/b>Pr\u00e4sentation der Arbeitsergebnisse durch BerichterstatterInnen aus den Gruppen, \u00dcbergang in eine Abschlussdiskussion des Tages, Feedbackrunde.<\/p>\n<p><b>Workshopleitung<br \/>\n<\/b>Wenke Christoph und Norbert Schepers<\/p>\n<p><b>Anmeldung<br \/>\nEine verbindliche Anmeldung ist wegen begrenzter Platzzahl erforderlich. <\/b>Wir bitten um verbindliche Anmeldung per Mail <b>bis zum 09. Mai<\/b> um 13 Uhr an <a href=\"mailto:anmeldung@rosa-luxemburg.com\">anmeldung@rosa-luxemburg.com<\/a> (oder an unser B\u00fcro). Wir versenden per Mail eine Anmeldebest\u00e4tigung, oder eine Absage, falls bereits alle Pl\u00e4tze belegt sind. &#8211; Falls es mehr Interessierte als freie Pl\u00e4tze gibt, losen wir notfalls aus. &#8211; Der Veranstaltungsort in der Bremer City wird mit der Anmeldebest\u00e4tigung mitgeteilt.<\/p>\n<p>Es werden keine Teilnahmegeb\u00fchren erhoben.<\/p>\n<p><b>Kontakt und weitere Informationen<br \/>\n<\/b>Norbert Schepers<br \/>\n<a title=\"Kontakt\" href=\"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/kontakt\/\"><em> Rosa-Luxemburg-Initiative &#8211; Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen<\/em><\/a><\/p>\n<p><b>Informationen zu den Mitwirkenden<\/b><\/p>\n<p>Dr.\u00a0<em>Angelika Timm<\/em>, Nahostwissenschaftlerin und Hochschullehrerin, leitet seit 2009 das <a href=\"http:\/\/www.rosalux.co.il\" target=\"_blank\">B\u00fcro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv, Israel<\/a>.<br \/>\nSie hat Geschichte und Politik Israels an der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin (1988 \u2013 1998) und an der Freien Universit\u00e4t Berlin (1999 \u2013 2002) gelehrt. Von 2002 \u2013 2009 war sie DAAD-Gastprofessorin an der Bar-Ilan University in Ramat Gan. Ausgew\u00e4hlte Buchpublikationen: <em>Hammer, Zirkel, Davidstern \u2013 Das gest\u00f6rte Verh\u00e4ltnis der DDR zu Zionismus und Staat Israel<\/em>, Bonn 1997; <em>Israel \u2013 Gesellschaft im Wandel<\/em>, Opladen 2003.<\/p>\n<p>Dr. <em>Elfriede M\u00fcller,<\/em> Historikerin und Literaturwissenschaftlerin, seit 1994 Beauftragte f\u00fcr Kunst im \u00f6ffentlichen Raum beim Berufsverband Bildender K\u00fcnstler Berlin (bbk e.V.) mit dem Schwerpunkt Erinnerungs- und Gedenkpolitik, Forschungs- und Ver\u00f6ffentlichungsschwerpunkte: Kritische Theorie, Poststrukturalismus, Ideengeschichte der Linken, Geschichtsschreibung, Erinnerungspolitik, Kriminalromane.<\/p>\n<p>Dr. Dr. <em>Peter Ullrich<\/em>, Zentrum f\u00fcr Antisemitismusforschung an der TU Berlin. J\u00fcngste Ver\u00f6ffentlichung zum Thema: <em>Deutsche, Linke und der Nahostkonflikt &#8211; Politik im Antisemitismus- und Erinnerungsdiskurs<\/em> (unter Mitarbeit von Daniel Bartel, Moritz Sommer und Alban Werner), Wallstein Verlag 2013.<\/p>\n<p><em>Gerhard Hanloser<\/em> ist ein Sozialwissenschaftler aus Freiburg im Breisgau und schreibt u.a. zu den Themenbereichen marxistische und Kritische Theorie.<\/p>\n<p><em>Wenke Christoph<\/em> ist seit 2013 im Zentrum f\u00fcr Internationalen Dialog der Rosa-Luxemburg-Stiftung t\u00e4tig, zuvor einige Jahre als Trainerin in der Jugend- und Erwachsenenbildung.<\/p>\n<p><i>Norbert Schepers<\/i>, Politikwissenschaftler,\u00a0leitet das Bremer B\u00fcro der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Mehr <a title=\"Norbert Schepers\" href=\"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/initiative\/norbert-schepers\/\">an dieser Stelle<\/a> auf unserer Website.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tagesseminar \u00bbLinke Perspektiven auf den Nahostkonflikt\u00ab III Die deutsche Linke und der Nahostkonflikt Mit Angelika Timm, Elfriede M\u00fcller, Peter Ullrich, Gerhard Hanloser, Wenke Christoph und Norbert Schepers 3. 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