{"id":6056,"date":"2014-10-27T17:58:18","date_gmt":"2014-10-27T15:58:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=6056"},"modified":"2014-10-30T18:02:01","modified_gmt":"2014-10-30T16:02:01","slug":"briefe-bremer-arbeiterfamilien-aus-dem-ersten-weltkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2014\/briefe-bremer-arbeiterfamilien-aus-dem-ersten-weltkrieg\/","title":{"rendered":"Briefe Bremer Arbeiterfamilien aus dem Ersten Weltkrieg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die P\u00f6hlands, Eildermanns, Henkes und Kniefs im Krieg&#8230;<br \/>\n<b>Lesung der Briefe durch den Schauspieler Rolf Becker aus Hamburg<br \/>\n<\/b><\/strong>Einf\u00fchrung und Hinweise durch Karl-Heinz Roth und J\u00f6rg Wollenberg<strong><br \/>\nDienstag, 11. November, um 17 Uhr<br \/>\n<\/strong>Villa Ichon,\u00a0Goetheplatz 4, 28203 Bremen<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Im Rahmen der &#8222;Da\u0308mmerstunde u\u0308ber Vergessenes und Verdra\u0308ngtes<\/strong>&#8222;:<br \/>\n<strong> 1914-2014: 100 Jahre Erster Weltkrieg &#8211; 75 Jahre Zweiter Weltkrieg.<\/strong><br \/>\nVeranstaltungsreihe mit\u00a0Vortr\u00e4gen, szenischen Dokumentationen und Lesungen im Herbst 2014<\/p>\n<p>Keine Hochstimmung war zu vernehmen, als der 17 Jahre alte Wilhelm Eildermann von seinen \u00e4lteren Br\u00fcdern Fritz und Louis sich auf dem Bremer Hauptbahnhof verabschiedete, die in den Krieg zogen. Die zu Beginn des Weltkriegsbrandes zun\u00e4chst vorherrschende Kriegsbegeisterung war in Bremen lediglich in den b\u00fcrgerlichen Kreisen zu vernehmen. Gegen das Wettr\u00fcsten und Militarismus eingestellt, ersch\u00fctterte ihn zutiefst, dass wenige Tage sp\u00e4ter, am 4. August 1914, die Reichstagsfraktion seiner Partei die Kriegskredite bewilligte und zugunsten der \u201eBurgfriedenspolitik auf Lohnk\u00e4mpfe und Antikriegsdemonstrationen verzichtete. Er hatte zuvor an den \u00fcberf\u00fcllten Protestversammlungen in den Bremer Stadtteilen teilgenommen. \u201eNieder mit dem Krieg-Massen heraus\u201c, verk\u00fcndete das Flugblatt der noch geeinten Sozialdemokratie. Das Lied der Arbeiterjugend\u00a0 \u201eDem Morgenrot entgegen. Ihr Kampfgenossen all!\u201c, von seinem \u00e4lteren Bruder Heinrich als \u201eLied der Jugend\u201c 1907 verfasst, erstarb nach dem 4. August 1914 nicht nur auf seinen Lippen, Auch seine \u00e4lteren Freunde Johann Knief und Alfred Henke, der Reichstagsabgeordnete und Chefredakteur der Bremer B\u00fcrger-Zeitung, waren wie gel\u00e4hmt. Und die J\u00fcngeren wie der Maurer Robert P\u00f6hland und seine Frau Anna wurden wegen ihrer \u00a0Kritik an der Anpassungspolitik der SPD-F\u00fchrung und des Gewerkschaftsvorstands als \u201eQuertreiber\u201c denunziert. Als der Vater von f\u00fcnf Kindern im Juli 1915 in den Krieg ziehen musste, vermutete seine Frau, dass er das einer \u201eDenunziation unserer Gewerkschaftsb\u00fcrokraten\u201c zu verdanken habe. Bis zu seinem Tode m Oktober 1916 an der Westfront schrieben sich beide fast t\u00e4glich. Dieser Briefwechsel, herausgeben von Doris Kachulle, geh\u00f6rt zur proletarischen Widerstandsliteratur gegen den Krieg. Nicht nur die Gefahren an der Front, auch die Sorgen in der Heimat kommen zu Wort. Probleme wie humane Kindererziehung im Krieg oder Themen wie Kunst und Literatur werden ber\u00fchrt.<\/p>\n<p>VeranstalterInnen DGB, IG Metall, Arbeit und Leben, Stiftung f\u00fcr Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts, MASCH Bremen, Rosa-Luxemburg-Initiative u.a.<\/p>\n<p>Flyer zur gesamten <a href=\"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Da\u0308mmerstunde-Veranstaltungsreihe-zu-100-Jahre-Erster-Weltkrieg.pdf\">Da\u0308mmerstunde-Veranstaltungsreihe zu 100 Jahre Erster Weltkrieg<\/a> (PDF).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die P\u00f6hlands, Eildermanns, Henkes und Kniefs im Krieg&#8230; Lesung der Briefe durch den Schauspieler Rolf Becker aus Hamburg Einf\u00fchrung und Hinweise durch Karl-Heinz Roth und J\u00f6rg Wollenberg Dienstag, 11. 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