{"id":6475,"date":"2015-03-03T10:40:12","date_gmt":"2015-03-03T08:40:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=6475"},"modified":"2015-03-03T10:40:12","modified_gmt":"2015-03-03T08:40:12","slug":"god-is-not-working-on-sunday-eh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2015\/god-is-not-working-on-sunday-eh\/","title":{"rendered":"&#8222;God is not Working on Sunday, Eh!\u201c"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: medium;\"><span lang=\"de-DE\"><strong>Film und Diskussion am Dienstag, 24.03.2015 um 19.30 Uhr<\/strong><br \/>\nGewerkschaftshaus, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Dokumentarfilm von Leona Goldstein, 2015, Franz\u00f6sisch\/Kinyarwanda mit englischen Untertiteln, 90 Minuten. Bei der anschlie\u00dfenden Diskussion werden neben der Filmemacherin auch die beiden Protagonistinnen Godelieve Mukasarasi und Florida Mukarubuga aus Ruanda dabei sein. Die Veranstaltung wird zweisprachig auf franz\u00f6sisch-deutsch stattfinden, die englischen Untertitel des Filmes sind sehr gut verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">&#8222;God is not Working on Sunday, Eh!&#8220; erz\u00e4hlt die Geschichte von Godelieve Mukasarasi und Florida Mukarubuga. Zwei von vielen Frauen in Ruanda, die sich darum bem\u00fchen, die Traumatisierungen des V\u00f6lkermords durch gemeinsame Aktivit\u00e4ten und individuelle und kollektive Unterst\u00fctzungsangebote zu \u00fcberwinden &#8211; wobei sowohl \u00dcberlebende als auch T\u00e4ter_innen angesprochen werden. Trotz ihrer unterschiedlichen Biographien k\u00e4mpfen die beiden Frauen f\u00fcr ein gemeinsames Ziel: Vers\u00f6hnung, gleiche Rechte und politische Beteiligung von Frauen. Ohne finanzielle Mittel oder eine einschl\u00e4gige Ausbildung haben sie es geschafft, ein lebendiges und unabh\u00e4ngiges Frauen-Netzwerk aufzubauen, das heute eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau der Nachbarschaften, im Vers\u00f6hnungsprozess und beim Vorantreiben des sozialen Wandels spielt. Der Film begleitet Godelieve und Florida, w\u00e4hrend sie ihre Ziele trotz patriarchaler Strukturen entschlossen und selbstbewusst verfolgen. Im Rahmen eines sehr pers\u00f6nlichen und \u00fcber mehrere Jahre entstandenen Portraits erz\u00e4hlt er ihre eigene Entwicklung &#8211; angefangen beim traumatischen Schock hin zum Aktivismus und zur politischen Teilhabe. &#8222;Hutu&#8220; und &#8222;Tutsi&#8220; sind unbrauchbare Begriffe, um ihre Identit\u00e4t zu beschreiben. Denn beide sind \u00dcberlebende des Konflikts. Der Film verwendet nur ihre eigenen Dialoge und erlaubt den Zuschauer_innen einen komplexen Einblick in den sozialen Wiederaufbau der ruandesischen Zivilgesellschaft nach ihrem Kollaps. Der Titel des Films spiegelt die \u00dcberzeugung der Frauen wieder, dass Ruanda nicht einfach auf andere Kr\u00e4fte warten k\u00f6nne, damit diese eine bessere Zukunft f\u00fcr sie aufbauen &#8211; ganz gleich, ob g\u00f6ttliche oder die der Regierung. Vielmehr m\u00fcssten die Menschen ihr Schicksal selber in die Hand nehmen. Denn Ruanda befindet sich derzeit an einem Wendepunkt: Ende 2012 wurden viele verurteilte T\u00e4ter aus dem Gef\u00e4ngnis entlassen. Der Film beobachtet daher auch, ob die Frauen mit ihrer Vers\u00f6hnungspolitik Erfolg haben und wie die M\u00e4nner nach 15 Jahren im Gef\u00e4ngnis auf die neuen Geschlechterverh\u00e4ltnisse reagieren.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung wird in Kooperation organisiert von <em>Afrique-Europe-Interact<\/em> und <em>Rosa-Luxemburg-Initiative &#8211; Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen<\/em>.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">[Hinweis: Am 10. M\u00e4rz um 18 Uhr wird in der Oberen Halle des Rathauses der 14. Bremer Solidarit\u00e4tspreis an Esther Mujawayo verliehen. Esther Mujawayo ist ebenfalls \u00dcberlebende des V\u00f6lkermords in Ruanda. Sie hat zwei B\u00fccher \u00fcber den V\u00f6lkermord geschrieben und die &#8222;Vereinigung der Witwen des V\u00f6lkermords 1994 in Ruanda&#8220; gegr\u00fcndet, seit 2002 lebt sie als Traumatherapeutin in D\u00fcsseldorf. Die Festrede wird Dr. Monika Hauser von medica mondiale e.V. halten. Wer an der Veranstaltung teilnehmen m\u00f6chte, m\u00f6ge sich an folgende E-Mail-Adresse wenden und fragen, ob noch Pl\u00e4tze frei sind: protokollabteilung@sk.bremen.de]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Film und Diskussion am Dienstag, 24.03.2015 um 19.30 Uhr Gewerkschaftshaus, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen Dokumentarfilm von Leona Goldstein, 2015, Franz\u00f6sisch\/Kinyarwanda mit englischen Untertiteln, 90 Minuten. 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