{"id":8026,"date":"2017-02-10T17:34:14","date_gmt":"2017-02-10T15:34:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=8026"},"modified":"2017-03-01T18:17:12","modified_gmt":"2017-03-01T16:17:12","slug":"was-steht-bei-einer-debatte-nicht-zur-debatte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2017\/was-steht-bei-einer-debatte-nicht-zur-debatte\/","title":{"rendered":"Was steht bei einer Debatte nicht zur Debatte?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Gespr\u00e4ch mit Mar\u00eda do Mar Castro Varela, Laura Nitsch und Franziska Kabisch \u00fcber die Figur des\/der Intellektuellen aus anti-klassistischer, dekolonialer und queer-feministischer Sicht<br \/>\nMittwoch, 1. M\u00e4rz 2017, um 18 Uhr in Bremen<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.thealit.de\" target=\"_blank\">thealit Frauen.Kultur.Labor.<\/a>\u2028, Im Krummen Arm 1\u2028, 28203 Bremen<\/p>\n<p>Im Thealit-Lab \u201eDebatterie! Antagonismen auff\u00fchren\u201c zeigen Nitsch\/Kabisch ihre Videoinstallation \u201e1999\u201c aus dem Jahr 2014, die das Verh\u00e4ltnis von den Inhalten einer Debatte zu ihrem strukturellen Rahmen untersucht. Unter der Frage \u201eWas steht bei einer Debatte nicht zur Debatte?\u201c werden die unsichtbaren \u201eStabilisatoren\u201d der Debatte\/ierenden thematisiert und selbst zur Debatte gestellt.<br \/>\nAusgehend von einem westlichen Kanon-Theorietext, einem Gespr\u00e4ch zwischen Michel Foucault und Gilles Deleuze von 1972, in dem das Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen politischer Praxis und Formen ihrer (theoretischen) Repr\u00e4sentationen im Vordergrund steht, legt 1999 den Fokus auf die Performativit\u00e4t des Wissens.<\/p>\n<div id=\"attachment_8027\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/nitsch_kabisch_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8027\" class=\"size-medium wp-image-8027\" src=\"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/nitsch_kabisch_1-300x169.jpg\" alt=\"Nitsch\/Kabisch, thealit Frauen.Kultur.Labor.\u2028 Bremen\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/nitsch_kabisch_1-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/nitsch_kabisch_1.jpg 420w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8027\" class=\"wp-caption-text\">Nitsch\/Kabisch, thealit Frauen.Kultur.Labor.<\/p><\/div>\n<p>Auf den Fragen von 1999 aufbauend, wollen wir an einem Gespr\u00e4chsabend im Rahmen des Thealit-Labs die \u201eakademische Debatte\u201c auseinandernehmen. Zusammen mit der Theoretikerin Mar\u00eda do Mar Castro Varela werden wir uns den Fragen stellen: F\u00fcr wen ist die Figur der_des Intellektuellen erstrebenswert? F\u00fcr wen ist sie vorbehalten? Auf welche Art und Weise k\u00f6nnen wir sie uns aneignen? Oder eine ganz neue Figur schaffen? Und welche Rolle spielt dabei die Form der Debatte? Kommt eine akademische Debatte \u00fcber die Inszenierung von Klassen-Privilegien hinaus? Wie k\u00f6nnte eine Debatte aussehen, die darum bem\u00fcht ist, sich selbst in Frage zu stellen \u2013 und nicht darum, den_die Andere_n \u201eniederzuschlagen\u201c (frz. d\u00e9battre \u2013 (nieder-)schlagen)?<\/p>\n<p>Oder mit den Worten von Mar\u00eda do Mar Castro Varela <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5180501\/\" target=\"_blank\">in einem Gespr\u00e4ch mit der taz<\/a> \u00fcber die Erwartung ihrer Mutter:<br \/>\n\u201eF\u00fcr sie als Arbeiterin w\u00e4re es schon was Tolles gewesen, wenn ich einen Job im B\u00fcro oder in einer Bank gew\u00e4hlt h\u00e4tte. Hauptsache etwas Statush\u00f6heres. An Professorin musste sie sich allerdings erst gew\u00f6hnen. \u201aWarum ist Lesen Arbeit?\u2019, fragt sie. \u201aWieso bekommt man f\u00fcrs Reden Geld?\u2019 \u2013 Diese Neukodierungen von Arbeit finde ich auch sehr interessant.\u201c<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><strong>Mari\u0301a do Mar Castro Varela<\/strong> ist Diplom-Psychologin, Diplom-Pa\u0308dagogin und promovierte Politologin aus Berlin. Sie ist Professorin fu\u0308r Allgemeine Pa\u0308dagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Zu ist ihren Forschungsschwerpunkten za\u0308hlen neben der Postkolonialen Theorie, die kritische Migrations- und Fluchtforschung, sowie Bildung und Gerechtigkeit und Auseinandersetzungen zu Gender und Sexualita\u0308t.<\/p>\n<p><strong>Franziska Kabisch &amp; Laura Nitsch<\/strong> sind Freunde, Ku\u0308nstlerInnen, Frauen, Aktiv_istinnen, LeserInnen, Sprecherinnen, und Zuho\u0308rer*Innen. Alles beinhaltet notwendigerweise ein Miteinander, manchmal zwischen den beiden, mal mit anderen, mal im Gespra\u0308ch mit Bild und Text. Sie arbeiten interdisziplina\u0308r an den Verschiebungen von Kunst- und Theoriefeldern mit Schwerpunkt politischer Bildung durch ku\u0308nstlerische Methoden und Formate.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Video-Screening: Dienstag, 28.02., und Mittwoch, 01.03.2017, jeweils 11 bis 18 Uhr<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.thealit.de\/neu\" target=\"_blank\">1972, 1988, 1999, 2014, 2017 \u2013 Wissen &amp; Wiederholung<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.thealit.de\/neu\" target=\"_blank\">NITSCH\/KABISCH (LAURA NITSCH &amp; FRANZISKA KABISCH)<\/a><\/p>\n<p>Eine Kooperation des Bremer <em>Frauen.Kultur.Labor <em>thealit,<\/em><\/em> dem feministischen<em> Film-Kollektiv Feile<\/em> (Wien) und der <em>Rosa-Luxemburg-Initiative \u2013 Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen<\/em>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gespr\u00e4ch mit Mar\u00eda do Mar Castro Varela, Laura Nitsch und Franziska Kabisch \u00fcber die Figur des\/der Intellektuellen aus anti-klassistischer, dekolonialer und queer-feministischer Sicht Mittwoch, 1. 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