{"id":8396,"date":"2018-01-14T10:16:51","date_gmt":"2018-01-14T08:16:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=8396"},"modified":"2018-01-14T10:16:51","modified_gmt":"2018-01-14T08:16:51","slug":"kritik-des-rassismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/veranstaltung\/2018\/kritik-des-rassismus\/","title":{"rendered":"Kritik des Rassismus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Diskussionsveranstaltung mit Andreas Peham<\/strong><br \/>\nFreitag, 16. M\u00e4rz 2018, 20 Uhr<br \/>\nInfoladen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen<\/p>\n<p>Eine Veranstaltung der Reihe <em>intros. Einf\u00fchrungen in kritische Gesellschaftstheorie<\/em><\/p>\n<p>Eine psychoanalytisch orientierte Kritik kann wichtige Beitr\u00e4ge zum Verstehen des Rassismus liefern. Sie st\u00f6\u00dft aber auch an Grenzen: Solche Ans\u00e4tze laufen Gefahr, sich der Entpolitisierung durch Psychologisierung schuldig zu machen, etwa durch die Reduktion der Ursachen eines sozialen und politischen Ph\u00e4nomens auf dessen individuelle Aspekte. Rassismus erscheint dann nicht l\u00e4nger als ein st\u00e4ndig sich wandelndes soziales (Macht-\/Gewalt-)Verh\u00e4ltnis, dessen Strukturen die Wahrnehmung des fremd gemachten Anderen ma\u00dfgeblich pr\u00e4gen. Vielmehr wird Rassismus auf pers\u00f6nliche Vorurteile reduziert, die dann durch Aufkl\u00e4rung \u00fcber diese Anderen (leicht) zu korrigieren seien. Dennoch ist auch in der Rassismuskritik am Postulat einer \u201eWendung auf das Subjekt\u201c (Theodor W. Adorno) fest zu halten \u2013 nicht zuletzt gegen \u00f6konomistische Ans\u00e4tze, welche sich nur f\u00fcr die Herrschaft stabilisierenden Funktionen des Rassismus interessieren. Tats\u00e4chlich l\u00e4sst sich Rassismus auf verschiedenen (in der Realit\u00e4t nie voneinander zu trennenden) Ebenen analysieren: auf individueller\/pers\u00f6nlicher, politisch\/rechtlicher und sozialer\/\u00f6konomischer Ebene. Die jeweils greifenden Erkl\u00e4rungen sollten nicht gegeneinander ausgespielt, sondern vielmehr in einer Art \u201eErg\u00e4nzungsreihe\u201c (Sigmund Freud) angeordnet werden. Die Einf\u00fchrung legt ihren Schwerpunkt auf eine sozialpsychologisch orientierte Rassismuskritik und stellt deren zentrale Thesen vor. Besonders der Begriff der (pathischen) Projektion soll dabei erl\u00e4utert werden. Welche Rolle spielen unbegriffene subjektive Konflikte und ausbleibende Reflexion? Was sind die Zusammenh\u00e4nge von Rassismus und dem Bed\u00fcrfnis nach (nationaler) Gemeinschaft und Abgrenzung? Inwiefern lassen sich dabei Analysen der Kritischen Theorie \u00fcber Antisemitismus auf die Kritik des Rassismus \u00fcbertragen? Wo liegen dabei die Grenzen?<\/p>\n<p>Andreas Peham arbeitet im <em>Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstandes (D\u00d6W)<\/em>, Abteilung Rechtsextremismusforschung. Er war langj\u00e4hriger Berichterstatter f\u00fcr das <em>Stephen Roth Institute for the Study of Contemporary Antisemitism and Racism<\/em> an der Universit\u00e4t Tel Aviv und ist Gr\u00fcndungsmitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (<a href=\"https:\/\/deref-gmx.net\/mail\/client\/IfxFy8tqIhE\/dereferrer\/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.fipu.at\">www.fipu.at<\/a>). Seit Ende der 1990er Jahre ist er in der Lehrer_innenfortbildung und in der politischen Bildung an Schulen t\u00e4tig. Demn\u00e4chst erscheint von ihm der Einf\u00fchrungsband <em>Kritik des Antisemitismus<\/em> in der Reihe theorie.org im Schmetterling Verlag.<\/p>\n<p>Eine Veranstaltung von <em>associazione delle talpe<\/em> in Kooperation mit der <em>Rosa-Luxemburg-Initiative \u2013 Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.<\/em><\/p>\n<p>Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zug\u00e4nglich, die Toilette leider nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diskussionsveranstaltung mit Andreas Peham Freitag, 16. M\u00e4rz 2018, 20 Uhr Infoladen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen Eine Veranstaltung der Reihe intros. 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