{"id":9059,"date":"2020-01-29T19:08:47","date_gmt":"2020-01-29T17:08:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/?p=9059"},"modified":"2020-01-29T22:51:35","modified_gmt":"2020-01-29T20:51:35","slug":"20-jahre-rosa-luxemburg-initiative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/news\/2020\/20-jahre-rosa-luxemburg-initiative\/","title":{"rendered":"20 Jahre Rosa-Luxemburg-Initiative"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0\">Ende Juni 2019 konnten wir als Rosa-Luxemburg-Initiative auf unser 20j\u00e4hriges Vereinsjubil\u00e4um zur\u00fcck blicken. Im Herbst 1999 legten wir unser erstes Halbjahresprogramm mit etwa 30 Veranstaltungen vor. Aus diesem Anlass planten wir f\u00fcr den Herbst 2019 eine kleine Veranstaltungsreihe zu <em>Perspektiven linker, emanzipatorischer politischer Bildung<\/em>. Leider kam es etwas anders, das vergangene Jahr <\/span><span class=\"css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0\">war f\u00fcr die Arbeit der Rosa-Luxemburg-Initiative von einem Brand im Nachbarb\u00fcro am vorherigen Standort am Breitenweg 25 \u00fcberschattet, der das Bremer Stiftungsb\u00fcro unbenutzbar machte. Zwar\u00a0konnte im August das neue <a href=\"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/kontakt\/\">B\u00fcro Am Wall 149\/150<\/a> bezogen werden, aber leider stellte sich erst beim Einzug heraus, dass fast alle m\u00f6glichen Versorgungs- und Kommunikationsleitungen erstmal nicht zur Verf\u00fcgung standen. Da wir auch weiterhin \u00fcber keine Internetanbindung (und damit \u00fcber keine EDV-Infrastruktur im B\u00fcro) verf\u00fcgen,<\/span> findet die Arbeit der Bremer Landesstiftung der RLS weiterhin unter provisorischen Bedingungen statt.<\/p>\n<p><em>Wir bitten unsere Kooperationspartnerinnen* und alle an unserer Arbeit Interessierten* herzlich um Verst\u00e4ndnis, da es auch weiterhin zu gelegentlichen Verz\u00f6gerungen kommen kann!<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/LOGO-RLS-RLI-CMYK_10.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3904\" src=\"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/LOGO-RLS-RLI-CMYK_10-190x300.png\" alt=\"Logo der Rosa-Luxemburg-Initiative\" width=\"190\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/LOGO-RLS-RLI-CMYK_10-190x300.png 190w, https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/LOGO-RLS-RLI-CMYK_10.png 439w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von unserer 20-Jahre-Jubil\u00e4umsreihe fand dann immerhin noch die mit einigem Erfolg im November 2019 aufgef\u00fchrte Dramatisierung von\u00a0<em>Didier Eribons<\/em> bekanntem Buch \u201eR\u00fcckkehr nach Reims\u201c durch Michael Rettig in der Schwankhalle in der Bremer Neustadt statt. Folgend ein kleines Schlaglicht darauf&#8230;<\/p>\n<p><strong>\u201eR\u00fcckkehr nach Reims\u201c \u2013 nach dem Roman von Didier Eribon<\/strong><\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der Auff\u00fchrung von Michael Rettigs <a href=\"https:\/\/youtu.be\/QumqWoO-a7s?list=PLBAmoQDz1MX8SixI5K9-eFfi4NHAo2ZuM\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tanztheaterst\u00fcck \u201eRosa Luxemburg\u201c<\/a> im Winter 2016\/17 ergab sich eine engere Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative (Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen). Diese Zusammenarbeit setzte sich 2018 fort mit <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QzoofcNAspA&amp;feature=youtu.be\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eKarl Marx: \u2026die Verh\u00e4ltnisse zum Tanzen zwingen\u201c<\/a> und f\u00fchrte 2019 zur Zusammenarbeit bei <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=81NEzkzskyM\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eR\u00fcckkehr nach Reims\u201c<\/a>, das als polyphoner Dialog zwischen einem Schauspieler und vier Musikern inszeniert wurde.<\/p>\n<p>Zur Erinnerung kurz zum Inhalt des Buches: Zwanzig Jahre hat er seine Familie nicht gesehen, als der franz\u00f6sische Soziologe Didier Eribon anl\u00e4sslich des Todes seines Vaters zum ersten Mal wieder nach Reims reist. Das ist der Ausgangspunkt einer schonungslosen autobiographischen Recherche: \u00dcber sexuelle und soziale Scham, \u00fcber das Arbeitermilieu, aus dem er kommt, und vor dem er als junger Homosexueller flieht. \u00dcber das akademische Umfeld, an das er sich in Sprache und Gestus anpasst und vor dem er seine soziale Herkunft versteckt. \u00dcber die eigene Familie, die fr\u00fcher mit Stolz links, jetzt aber resigniert Front National w\u00e4hlt. Eine Recherche, die nach den Ursachen des Aufstiegs des Rechtspopulismus fragt und dabei nicht mit Kritik an einer Linken spart, die sich von gro\u00dfen Teilen der Arbeiterschaft habituell wie politisch entfremdet habe.<\/p>\n<p>Michael Rettig hat in seiner Inszenierung versucht deutlich zu machen, dass man das Ph\u00e4nomen Rechtsradikalismus zwar nicht auf soziale Fragen reduzieren kann: Homophobie, Frauenfeindlichkeit, Rassismus, Nationalismus haben vielf\u00e4ltige Gr\u00fcnde. Dennoch seien die sozialen Problemlagen eine der entscheidenden Ursachen. Und hier m\u00fcsse sich dann die gesamte Linke die Frage stellen, was sie falsch gemacht habe: Ignoranz, Belehrung, hohes Ross? Desinteresse. Klasse, Gewerkschaften, Klassenkampf \u2013 irgendetwas f\u00fcr einen Trachtenclub oder f\u00fcr alte wei\u00dfe M\u00e4nner? Gibt es nicht so etwas wie heimliche bis offene Verachtung: Zu uncool, zu doof, zu proll?<\/p>\n<p><em>Von der Kritik, wie von den Zuschauenden am meisten beachtet, war folgende Provokation im Rahmen des St\u00fccks: Bildst\u00f6rung \u2013 Solidarit\u00e4t oder rohe B\u00fcrgerlichkeit&#8230;<\/em><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Bildst\u00f6rung - Solidarit\u00e4t oder rohe B\u00fcrgerlichkeit\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/yByJRuI8eLU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende Juni 2019 konnten wir als Rosa-Luxemburg-Initiative auf unser 20j\u00e4hriges Vereinsjubil\u00e4um zur\u00fcck blicken. Im Herbst 1999 legten wir unser erstes Halbjahresprogramm mit etwa 30 Veranstaltungen vor. Aus diesem Anlass planten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-9059","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news"],"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9059","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9059"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9059\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9067,"href":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9059\/revisions\/9067"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9059"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rosa-luxemburg.com\/test\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}