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SUMMARY:Franz Neumann\, Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933-1944
DESCRIPTION:Wochenendseminar mit Moritz Zeiler am 18.–19.04.2026 / Infoladen\, St. Pauli-Str. 10-12\, 28203 Bremen / Anmeldung bitte unter mail@talpe.org \n \n\n\nIm Auftrag des exilierten Instituts für Sozialforschung verfasste Franz Neumann mit „Behemoth“ Anfang der 1940er Jahre in den USA eine der bis dahin umfangreichsten und kenntnisreichsten Studien der nationalsozialistischen Herrschaft. In seiner Pionierarbeit analysierte er (ähnlich wie sein Freund und Anwaltskollege Ernst Fraenkel in „Doppelstaat“) gleichermaßen die theoretischen Schriften von Carl Schmitt – dem „Kronjuristen des Reiches“ – als auch die Herrschaftspraxis des nationalsozialistischen Regimes anhand dessen Gesetzen\, Prozessen und Erlassen. Die Negation eines allgemein gültigen Rechts zugunsten einer exklusiven Ordnung der Volksgemeinschaft und der Herrschaft von rackets (Banden) beschrieb er als einen zentralen Aspekt der autoritären Krisenlösung des Nationalsozialismus. In den USA erfuhr das Buch große Beachtung und verschaffte Neumann ein Engagement beim amerikanischen Geheimdienst\, für den er wie sein Institutskollege Herbert Marcuse „Feindanalysen“ über den deutschen Nationalsozialismus erstellte. Obwohl „Behemoth“ international rasch als Klassiker der Forschung zum Nationalsozialismus galt\, dauerte es in Deutschland bis in die 1970er Jahre\, bis Neumanns Werk erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. Aufgrund andauernder Kontinuitäten von Antisemitismus und Antimarxismus bekam Neumann als jüdischer Autor mit Sympathie für die Marxsche Ökonomiekritik jedoch im postnazistischen Deutschland nie die Aufmerksamkeit und Anerkennung wie in der englischsprachigen Diskussion. \nMit dem Seminar soll ein Überblick über die zentralen Thesen von Neumanns Studie gegeben und diese mit zeitgenössischen linken Faschismusinterpretationen verglichen werden. Dabei werden besonders Parallelen und Differenzen zu Ernst Fraenkels „Doppelstaat“ und Friedrich Pollocks Interpretation des Nationalsozialismus als neuer Ordnung eines autoritären Staatskapitalismus behandelt. Des weiteren soll diskutiert werden\, inwiefern seine Analysen auch einen Beitrag für ein besseres Verständnis aktueller autoritärer Tendenzen liefern können. Es werden gemeinsam Textausschnitte gelesen und diskutiert. \nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichungen: Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ökonomiekritik\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi)\, Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017 sowie zusammen mit associazione delle talpe Herausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-VII\, Berlin/Bremen 2010-2024. \nEine Veranstaltung im Rahmen der Reihe zum 27. Januar von: associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.
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SUMMARY:Queere Literatur und ihre Auslöschung im Nationalsozialismus. Lesung mit Literatur aus drei Zeiten
DESCRIPTION:Lesung am 05.03.2026\, 19:30 Uhr / \n\n \n\n\n„I had a chance to read ‘The Well of Loneliness’ that had been translated into Polish before I was taken into the camps. I was a young girl at the time\, around twelve or thirteen\, and one of the ways I survived in the camp was by remembering that book. I wanted to live long enough to kiss a woman.“ So beschreibt es eine Shoa-Überlebende in den 1980er Jahren gegenüber Joan Nestle\, Gründerin des Lesbian Herstory Archive. Heute kaum vorstellbar scheint die Vielfalt an queerer Literatur aus der Zwischenkriegszeit. Für viele Nicht-Heterosexuelle und gender-nichtkonforme Menschen war sie identitätsstiftend und später sogar überlebenswichtig. Das Lesekollektivmöchte einen Ausschnitt aus dieser Vielzahl anWerken vorstellen\, im Anschluss die Vernichtung queerer Literatur thematisieren und damit letztlich das Verschwinden von Diversität\, Repräsentation und Erinnerung an die vielfältigen Lebensweisen in der Weimarer Republik. Queeres Leben war während des NS nicht verschwunden\, aber musste im Verborgenen bleiben. Ein wenig dessen\, was wir heute davon kennen\, soll im zweiten Teil gelesen werden. Der dritte Teil beschäftigt sich mit den Nachwirkungen der nationalsozialistischen Geschlechterideologie: eine zerstörte Subkultur\, Homophobie\, ein Weiterbestehen des §175 und fehlende Anerkennung der Opfer bis hin zu ihrer Auslöschung aus der Geschichtsschreibung. Die Lesung soll ihrer erinnern und sexuelle Vielfalt zelebrieren. \nDie Veranstaltung findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum 27. Januar. \nEine Veranstaltung von: associazione delle talpe\, Arbeitnehmerkammer Bremen und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.
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SUMMARY:Auf einer Wellenlänge
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Diskussion mit Michaela Melián und Olaf Kistenmacher am 19.02.2026\, 20:00 Uhr / Galerie K´ / Alexanderstr. 9b / 28203 Bremen \n  \n\n\nDas Radio war ein zentrales Medium nationalsozialistischer Propagandapolitik. Per moderner Kurzwellentechnik beschallte die NSDAP noch den hintersten Winkel des Deutschen Reiches. Wenig bekannt ist\, dass es während des Zweiten Weltkriegs bei Königs Wusterhausen einen arabischsprachigen Sender gab. Regelmäßiger Sprecher war der ehemalige Mufti von Jerusalem\, Mohammed Amīn al-Husseinī\, der seit 1941 Asyl in Deutschland genoss. Er übermittelte den eliminatorischen Judenhass der Nazis per Rundfunk in den Nahen Osten\, baute auf dem Balkan eine SS-Einheit auf und sagte bei einem Treffen mit Hitler\, die Deutschen und er hätten »die gleichen drei Gegner«: »die Engländer\, die Juden und die Bolschewisten.« Heutzutage ist der Einfluss al-Husseinīs auf die nationalsozialistische Politik und auf die arabischen Gesellschaften umstritten. Die unleugbare Zusammenarbeit des Muftis mit dem Nazi-Staat\, ihre Vorgeschichte und ihre Auswirkungen rekonstruiert der Vortrag. Die Veranstaltung basiert auf einer Publikation mit Originaldruckgraphiken von Michaela Melián und Text von Olaf Kistenmacher.Michaela Melián ist Künstlerin und Musikerin. Sie ist Mitgründerin der Band F.S.K. und war bis 2023 Professorin für zeitbezogene Medien an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Olaf Kistenmacher ist Publizist\, Historiker und Philosoph. Zuletzt erschien „Gegen den Geist des Sozialismus“. Anarchistische und kommunistische Kritik der Judenfeindschaft in der KPD zur Zeit der Weimarer Republik\, Freiburg 2024.Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum 27. Januar.Eine Veranstaltung von:  associazione delle talpe\, Arbeitnehmerkammer Bremen\, DIG – Deutsch-israelische Gesellschaft Bremen\, Galerie K`\, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen\,Junges Forum der Deutsch-israelischen Gesellschaft Bremen\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen. \n\n\n\n 
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SUMMARY:Lektürekurs zu Karl Marx\, Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 1
DESCRIPTION:Wöchentlicher Lektürekurs mit Moritz Zeiler\nKursbeginn 26. Januar 2026: Jeweils Montags\, 19:00 – 21:00 Uhr\nKurs in Präsenz sowie mit digitaler Option\, weitere Informationen bei Anmeldung. \nSeit der Krise 2008ff wird vermehrt Kritik am Kapitalismus laut. Dabei überwiegt meist ein undeutliches Verständnis der kapitalistischen Verhältnisse sowie Ressentiments gegen Banken\, Management und ‚die da oben‘. Doch Empörung und Anklage Einzelner allein haben die gesellschaftlichen Verhältnisse noch nie zum Besseren verändert\, sondern im Gegenteil eher zu Rückschritt und Barbarei geführt. Kritische Untersuchung ökonomischer und politischer Zusammenhänge ist für gesellschaftliche Emanzipation daher unverzichtbar. Die Marx’sche Kritik der politischen Ökonomie wurde zwar im 19. Jahrhundert veröffentlicht\, bietet aber nach wie vor eine der profundesten Analysen des Kapitalismus. Mit dem Lektürekurs wird in zentrale Begriffe von Marx eingeführt. Unter anderem interessieren folgende Fragen: Was unterscheidet Kapitalismus von früheren Gesellschaftsepochen? Was versteht Marx unter Ware\, Wert\, Geld und Kapital? Welche Bedeutung haben bei ihm Fetischismus\, Klasse und Staat? Ab Ende Januar 2026 wird einmal wöchentlich der erste Band des Marx’schen Kapital gelesen und diskutiert und so bis Ende Oktober insgesamt erarbeitet. Der Kurs wendet sich vor allem an diejenigen\, die in eine kollektive Auseinandersetzung mit der Marx’schen Kritik der politischen Ökonomie einsteigen möchten und keine größeren Vorkenntnisse haben. Dabei sollen alle Fragen erlaubt sein und Expert*innendebatten vermieden werden. Der Referent wird moderieren und einen Überblick über verschiedene Lesarten geben\, jedoch keine allgemeingültige Interpretation präsentieren. Gewünscht ist gemeinsame Textaneignung und Diskussion. \nKarl-Marx-Denkmal in Karlovy Vary. Foto: Norbert Schepers \nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichungen: Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017\, Das Klima des Kapitals. Kritik der politischen Ökonomie und gesellschaftliche Naturverhältnisse\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi) sowie zusammen mit associazione delle talpe Herausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-VII\, Berlin/Bremen 2010-2024. \nAnmeldung bitte unter mail@talpe.org // Infos unter talpe.org \nVeranstalter:innen:\nassociazione delle talpe und Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen
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SUMMARY:Moishe Postone: Antisemitismus und Nationalsozialismus
DESCRIPTION:Wochenendseminar mit Moritz Zeiler am 13.–14.12.2025 / Infoladen\, St. Pauli-Str. 10-12\, 28203 Bremen / Anmeldung unter: mail@talpe.org \n  \n\n\nMoishe Postones AufsatzAntisemitismus und Nationalsozialismus umfasst zwar lediglich 30 Seiten\, lieferte aber wichtigere Impulse für linke Debatten als unzählige Bücher und Studien. Postones Text bietet eine neue Interpretation von Antisemitismus\, Antikapitalismus und Nationalsozialismus. Er kritisiert eine verbreitete linke Interpretation der nationalsozialistischen Herrschaft als simplen Ausdruck von Klassenherrschaft und Antikommunismus und betont die zentrale Rolle des Antisemitismus und der Vernichtung des europäischen Judentums für ein Verständnis des Nationalsozialismus. Antisemitismus interpretiert er im Kontrast zu verbreiteten linken Auffassungen nicht als Variante des Rassismus\, sondern als Ausdruck eines reaktionären Antikapitalismus. Postones Thesen liefern wichtige Anregungen für eine kritische Analyse von Nationalsozialismus und Antisemitismus\, aber auch von antiemanzipatorischen Formen des Antikapitalismus und eines Antisemitismus von links – sowohl historisch wie aktuell. Im Seminar wird der Aufsatz gemeinsam gelesen und diskutiert. Zur besseren Einordnung des Textes wird es ergänzende Exkurse zu folgenden Themen geben: Linke Faschismustheorien und Analysen des Nationalsozialismus; Antisemitismus und Antizionismus; Geschichte der Neuen Linken; Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx.Moritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichungen: Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ökonomiekritik\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi)\, Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017sowie zusammen mitassociazione delle talpe Herausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009sowie Maulwurfsarbeit I-VII\, Berlin/Bremen 2010- 2024. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg- Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen\, Monom Stiftung und Kulturnetz e.V. im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus Bremen. \n\n\n\n 
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SUMMARY:Ernst Fraenkel: Der Doppelstaat
DESCRIPTION:Wochenendseminar mit Moritz Zeiler am 06.–07.12.2025 / Anmeldung bitte unter mail@talpe.org \nDer Doppelstaat von Ernst Fraenkel ist ein besonderes Werk\, da es die einzige umfangreiche kritische Studie über die nationalsozialistische Herrschaft darstellt\, die nicht aus der Distanz des Exils verfasst wurde. 1933 untersagte das nationalsozialistische Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums und andere Gesetze Menschen jüdischer Herkunft und Mitgliedern linker Parteien die Ausübung ihrer Berufe. Aufgrund einer Sonderregelung\, die seine Teilnahme am Ersten Weltkrieg betraf\, konnte Fraenkel dennoch als Jude und Sozialdemokrat als einer von wenigen betreffend weiter als Anwalt arbeiten. Er nutzte seine Prozessbeobachtungen und die Lektüre nationalsozialistischer Rechtsschriften\, um eine detaillierte Analyse von Staat und Recht im Nationalsozialismus zu erarbeiten. Nach seiner Emigration veröffentlichte er in den USA 1941 The Dual State. Das Buch wurde nach seinem Erscheinen im englischsprachigen Raum durchweg positiv besprochen\, in Deutschland wurde Fraenkels Doppelstaat hingegen lang kaum registriert. Erst 1974 Jahre erfolgte die Veröffentlichung in deutscher Sprache. \nDie nationalsozialistische Herrschaft unterteilte sich nach Fraenkel in zwei zentrale Bereiche: Normenstaat und Maßnahmenstaat. Im Normenstaat galt die Herrschaft des Rechts\, wodurch das Funktionieren der kapitalistischen Ökonomie und das Recht auf Eigentum garantiert wurde. Im Maßnahmenstaat hingegen setzen die herrschenden nationalsozialistischen Eliten ihre Interessen mit Gewalt und Willkür durch. Die Parole „Recht ist\, was dem deutschen Volke nützt“ drückte Fraenkel zufolge die nationalsozialistische Ablehnung abstrakter und allgemeiner gültiger Rechtsprinzipien zugunsten eines exklusiven Rechtsverständnisses aus\, das nur Gültigkeit für die deutsche „Volksgemeinschaft“ besaß. Durch den Ausschluss der Jüdinnen und Juden aus der normenstaatlichen Sphäre des Rechts versuchten das nationalsozialistische Regime die deutsche Gesellschaft gewaltsam zu homogenisieren und damit ihr Ideal der „Volksgemeinschaft“ zu realisieren. \nMit dem Seminar soll ein Überblick über die zentralen Thesen von Fraenkels Studie gegeben und diese mit zeitgenössischen linken Faschismusinterpretationen verglichen werden. Zudem soll diskutiert werden\, inwiefern seine Analysen auch einen Beitrag für ein besseres Verständnis aktueller autoritärer Tendenzen liefern können. Es werden gemeinsam Textausschnitte gelesen und diskutiert. \nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichungen: Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ökonomiekritik\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi)\, Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017 sowie zusammen mit associazione delle talpe Herausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-VII\, Berlin/Bremen 2010- 2024.
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SUMMARY:Georges Bensoussan. Die Ursprünge des arabisch-israelischen Konflikts (1870 – 1950)
DESCRIPTION:## Die Veranstaltung heute Abend muss leider wegen Krankheit des Referenten entfallen! Wir bemühen uns um einen Nachholtermin. ## \nBuchvorstellung und Diskussion mit Alex Carstiuc\, 04.12.2025\, 19:00 Uhr\nKulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \nAuf seiner Suche nach dem gesellschaftlichen Ursprung des damals noch arabisch-israelischen Konflikts geht Georges Bensoussan bis in die Zeit vor der ersten Alija zurück. Seine historische Untersuchung erschien 2023 in Frankreich. Er betrachtet einen historischen Abschnitt\, der sich vom Jahr 1870 bis zum Ende des Unabhängigkeitskriegs und den ersten Waffenstillstandsabkommen Israels mit seinen arabischen Nachbarstaaten 1949 erstreckt. Er zeigt dabei\, dass der alte Jischuv bereits vor der Einwanderung osteuropäischer Zionist*innen den Kern einer von Europa inspirierten Nationalbewegung bildet. Während sich für die dortigen Jüdinnen und Juden schon früh der Weg hin zu einer modernen Gesellschaft mit entsprechenden Institutionen und Organisationen abzeichne\, seidie überwiegende Mehrheit der arabischen Bevölkerung durch die clanbasierte und durch Tradition und Religion gebundene Herrschaft in ihrer gesellschaftlichen Entwicklung gehemmt. Schon bald stünden sich nach Bensoussan zwei kulturell und gesellschaftlich deutlich differierende Gesellschaften bis zur offenen Feindschaft gegenüber. Bensoussan argumentiert\, dass sich die Dynamik des arabisch-israelischen Konflikts nur mit einer Vorstellung von gesellschaftlichem Fortschritt verstehen lässt – viel besser als die üblichen Erklärungsmodelle wie Nationalismus\, Imperialismus\, Kolonialismus. Der Übersetzer Alex Carstiuc stellt die Thesen des Buches vor und gibt einen Überblick über die Rezeption. \nGeorges Bensoussan\, geboren 1952 in Ahfir\, stammt aus einer alteingesessenen jüdischen Familie in Marokko\, die nach Frankreich auswandern musste. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Revue d’histoire de la Shoah und verantwortlich für die Publikationen des Mémorial de la Shoah hin Paris. Als Historiker hat er sich mit zahlreichen Werken zur Geschichte der Shoah\, des Zionismus und der Jüdinnen und Juden in der arabischen Welt international einen Namen gemacht. Auf Deutsch liegt bisher lediglich der Band Die Juden der arabischen Welt. Die verbotene Frage (2019) vor. \nAlex Carstiuc ist Historiker\, Herausgeber und Mitübersetzer der Memoiren Léon Poliakovs. Er übersetzte Annette Wieviorkas Werk 1945. Als die Amerikaner die Lager entdeckten (Edition Tiamat Herbst 2021).Mit Jonas Empen Übersetzung von Georges Bensoussan: Die Ursprünge des arabisch-israelischen Konflikts (1870 – 1950). \n\n\nGeorges Bensoussan\, Die Ursprünge des arabisch-israelischen Konflikts (1870 – 1950). ça ira-Verlag: Freiburg (April 2026). Aus dem Französischen von Alex Carstiuc und Jonas Empen. \n\nEine Veranstaltung von associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg- Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen\, Monom Stiftung\, Kulturzentrum Kukoon und Kulturnetz e.V. im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus Bremen.
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SUMMARY:Alfred Sohn-Rethel\, Ökonomie und Klassenstruktur des deutschen Faschismus
DESCRIPTION:Wochenendseminar mit Moritz Zeiler am 29.–30.11.2025 / Infoladen\, St. Pauli-Str. 10-12\, 28203 Bremen / Anmeldung bitte unter mail@talpe.org \n \n\n\nAlfred Sohn-Rethels Analysen des Nationalsozialismus sind in den Worten der Herausgeber seiner Texte\, zu denen auch Johannes Agnoli zählt\, von besonderem Wert: „So gesehen ist es einer der folgenreichsten Zufälle für die Faschismus-Forschung\, dass ein marxistisch geschulter Wissenschaftler in den entscheidenden Jahren der Faschisierung quasi ungestört Einblick in wichtige interne Vorgänge und politische Überlegungen verschiedener Kapitalfraktionen erlangte und damit befähigt worden ist\, ihre ökonomische Interessenlage und ihre Schwierigkeiten theoretisch zu erfassen und mit empirischer Beweiskraft darzustellen\, wie diese die politische Tendenz zur faschistischen Diktatur vorangetrieben haben.“ Im Seminar werden gemeinsam Sohn-Rethels Überlegungen zu Krise und autoritärer Krisenlösung sowie zur Klassenstruktur des Nationalsozialismus gelesen und diskutiert. Zudem wird der Film „Stumpfe Sense – Scharfer Stahl. Bauern\, Industrie und Nationalsozialismus“ gezeigt\, der die Agrarkrise und rechten bäuerlichen Proteste in Schleswig-Holstein Ende der 1920er Jahre behandelt. Im Film wird auch Sohn-Rethel ausführlich interviewt. \nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichungen: Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ökonomiekritik\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi)\, Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017 sowie zusammen mit associazione delle talpe Herausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-VII\, Berlin/Bremen 2010-2024. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen.
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SUMMARY:Stadtrundgang zur Geschichte des 09.11.1938 in Bremen
DESCRIPTION:Stadtrundgang mit Wanda Wybornia am 16.11.2025\, 14:00 Uhr\, Startpunkt: Ecke Obernstraße/Sögestraße in der Bremer InnenstadtBei diesem Stadtrundgang geht es um den 9.11.1938 in Bremen\, sowie um seine Vor- und Nachgeschichte. Gezeigt wird die Geschichte von Jüdinnen und Juden in Bremen und die Spuren\, die sie in dieser Stadt hinterlassen hat. Wir werden Orte ihrer Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus aufsuchen\, die mit dem 9.11. nur ihren vorläufigen Höhepunkt nahm. Ein Thema werden auch die Täter sein\, ihre Planungen\, ihr Vorgehen und ihre weitgehende Straffreiheit nach Ende des Nationalsozialismus. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg- Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen\, Monom Stiftung und Kulturnetz e.V. im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus Bremen.
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SUMMARY:Friedrich Pollock: Ist der Nationalsozialismus eine neue Ordnung?
DESCRIPTION:Wochenendseminar mit Moritz Zeiler am 20.–21.09.2025 / Infoladen\, St. Pauli-Str. 10–12\, 28203 Bremen / Anmeldung bitte unter mail@talpe.org \nEnde 1941 veranstaltete das Institut für Sozialforschung im amerikanischen Exil eine Vortragsreihe zur Analyse des Nationalsozialismus. An der New Yorker Columbia Universität referierten Herbert Marcuse\, Franz Neumann\, Friedrich Pollock und weitere Institutsmitarbeiter zur Analyse von Ideologie\, Recht\, Staat und Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland. Pollocks Vortrag mit dem Titel Ist der Nationalsozialismus eine neue Ordnung? fasste die Thesen der einzelnen Vorträge zusammen und bildete den Abschluss der Reihe. Nach Pollock ist die Herrschaft des Nationalsozialismus gekennzeichnet durch umfangreiche gesellschaftliche Veränderungen: Befehl ersetzt Markt\, Gewalt ersetzt Recht. Herrschaft wird als Bündnis von vier Gruppen ausgeübt: Industrie\, Partei\, Wehrmacht und Bürokratie – in Konkurrenz untereinander\, aber vereint durch gemeinsame Ziele. Pollock bezeichnete die neue nationalsozialistische Ordnung als autoritären Staatskapitalismus. \nMit dem Seminar soll ein Überblick über die zentralen Thesen von Pollocks Aufsatz gegeben und diese mit zeitgenössischen linken Faschismusinterpretationen verglichen werden. Dabei werden besonders Parallelen und Differenzen zu Franz Neumanns Behemoth und dessen Interpretation des Nationalsozialismus als Unstaat und den Thesen zur Bandenherrschaft (Begriff des Rackets) behandelt. Der Text wird gemeinsam gelesen und diskutiert. \nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichungen: Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ökonomiekritik\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi)\, Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017 sowie zusammen mit associazione delle talpe Herausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-VII\, Berlin/Bremen 2010–2024. \nEine Veranstaltung vonassociazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen.
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SUMMARY:Besuch der Gedenkstätte Lager Sandbostel
DESCRIPTION:14.06.2025\, Führung 14:00 – 17:00 Uhr\, Abfahrt in Bremen ca. 12:30 Uhr\, Rückkehr ca. 18:30 Uhr / Anmeldung unter: mail@talpe.org\n \nEtwa in der Mitte zwischen Bremen und Hamburg befand sich ab 1939 das Kriegsgefangenenlager Stalag X B bei Sandbostel. Bis zu seiner Befreiung im April 1945 durchlitten mehr als 313.000 Kriegsgefangene\, Zivil- und Militärinternierte aus über 55 Ländern das Lager. Sie wurden als Zwangsarbeiter*innen an zahlreichen Orten im Elbe-Weser-Dreieck eingesetzt. Im April 1945 kamen zudem 9.500 Häftlinge aus dem KZ Neuengamme und den Bremer Außenlagern hinzu\, die auf Todesmärschen nach Sandbostel gelangten. Insgesamt wurden Tausende ermordet. \nWir wollen diesen bis heute wenig bekannten Ort gemeinsam besuchen und bei einer etwa dreistündigen Führung mehr über das Lager und seine Opfer lernen. Im Fokus steht das System der Zwangsarbeit in der Region\, die Zeit rund um die Befreiung vor 80 Jahren und die erinnerungspolitischen Auseinandersetzungen um das Lager und den Friedhof\, den wir ebenfalls besuchen werden. \nWir bitten um Anmeldung bis spätestens 05.06.2025 unter: mail@talpe.org. Mehr Informationen zur gemeinsamen Abfahrt und dem Besuchsprogramm etc. nach Anmeldung. Bitte gebt an\, ob eigene Autos und freie Plätze zur Verfügung stehen oder ob Plätze gesucht werden. Wir werden uns bemühen\, eine Mitfahrgelegenheit für alle zu vermitteln. Für die Führung fallen keine Kosten an. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe und Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen. \nGedenkstätte Lager Sandbostel\, Foto: www.stiftung-lager-sandbostel.de \nGedenkstätte Lager Sandbostel
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SUMMARY:Normal – Eine Besichtigung des Wahns. Ein Abend gegen Irrationalismus und instrumentelle Vernunft
DESCRIPTION:Von und mit Thomas Ebermann\, Thorsten Mense und Florian Thamer am Donnerstag\, 08.05.2025 und Freitag\, 09.05.2025\, Beginn 19:00 Uhr\, Einlass 18:30 Uhr / Kulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \n– UPDATE: Für den Bühnenabend am 09.05.2025 sind mittlerweile alle Platzreservierungen vergeben. Es sind noch letzte Platzreservierungen für den Bühnenabend am 08.05.2025 verfügbar. Plätze können online beim Kulturzentrum Kukoon für 0\,01 Euro reserviert werden. Reservierte Plätze werden an beiden Abenden bis jeweils bis 18:45 Uhr freigehalten\, restliche Plätze (bzw. nichtwahrgenommene Platzreservierungen) werden anschließend vergeben. Eintritt gegen Spende beim Einlass am Abend. Platzreservierung: https://tickets.kukoon.de/normal/Wir bitten um pünktliches Erscheinen. –  \n \nPandemie\, Klimawandel\, Kriege\, die Steuererklärung\, der Verkehrsstau – Krisen über Krisen\, und kein Ende in Sicht. \nDie einen fliehen in den Verschwörungsglauben oder gleich vollends in den Faschismus. Sie sind die Endzeit-Krieger*innen in Tierkostümen\, folgen QAnon bis ins Capitol. Sie sind die Aluhut-Träger*innen\, die gegen Chemtrails und Impfzwang demonstrieren. Es sind die Reichsbürger*innen\, die Kämpfer*innen gegen den »Great Reset« und den »Großen Austausch«. Auch die Incels sind mit dabei\, mit ihrem Hass auf Frauen\, der bis zu Morden eskalieren kann und in Manifesten gefeiert wird. Politisierter kollektiver Wahn – immer auf der Suche nach weltbeherrschenden Drahtziehern\, die schuldig sind und meist Soros heißen. \nDie anderen halten am gesunden Menschenverstand fest. Sie verteidigen den Experten gegen den Scharlatan\, die Vernunft gegen den Wahn. Sie sind fleißig\, halten Nationen und Eigentumsordnung für so natürlich\, wie dass der Starke den Schwachen besiegen muss. Sie wissen\, dass Kollateralschäden nicht schön\, aber unvermeidbar sind: Die Hungernden\, die Obdachlosen\, die Erfrierenden in jedem Winter\, die Ertrunkenen im Mittelmeer. Auch wenn sie Horoskope lesen\, halten sie es dennoch für nicht ganz bewiesen\, dass die Sterne unser Schicksal bestimmen – und sie lesen ja auch nur solche\, die raten zu tun\, was die Gesellschaft von den Menschen ohnehin verlangt. \nIhre Vernunft ist eine instrumentelle\, Vernunft im Dienste der Unvernunft. Es geht nur um das Wie\, nicht um das Wofür. Alles ist Mittel\, um persönlich durch- und voranzukommen\, sich und den Laden am Laufen zu halten. Effektivität ersetzt jeden Gedanken an eine menschenfreundliche Einrichtung der Welt. Erlaubt ist selbst im Denken nur\, was nützlich ist. Lebenswert ist nur\, wer produktiv ist. Normal ist\, wer gesund ist und arbeiten kann. Der Weg von Selbstoptimierung zu Eugenik ist kürzer als das Laufband im Fitnessstudio: instrumentell-vernünftig und mörderisch-wahnhaft zugleich. \nDas Lob der normalen Menschen hat gewaltig Konjunktur. Ob AfD oder Sahra Wagenknecht\, ob in Österreich die Freiheitlichen oder hier der sozialdemokratische Kanzler\, sie alle machen Politik\, womit die Bild-Zeitung Werbung macht: Gefeiert wird der schlichte\, anspruchs- und selbstlose\, hart arbeitende Mensch\, der von Intellektuellen\, Lifestyle-Linken und Eliten verraten wurde. Im Lob der Normalen steckt zugleich Verachtung\, sie haben immer den zynischen Zweck\, ihre Borniertheiten und die gesellschaftlich beschissene Stellung der Subalternen zu verewigen – im Namen allergrößter Wertschätzung versteht sich. \nWie der normale Mensch steht auch die Normalität hoch im Kurs. Schon lange hat sich im allgemeinen Bewusstsein durchgesetzt\, dass das Deutschland\, das Auschwitz verbrochen hat\, deshalb nichts negativ Besonderes sei\, sondern Normalität für sich beanspruchen darf\, wenn nicht sogar dafür bestimmt sei\, wieder Verantwortung in der Welt zu übernehmen. Manchen reicht das nicht. Sie fordern »Deutschland\, aber normal«\, eine Normalität\, die in der guten alten Zeit siedelte und durch Bevölkerungsaustausch\, Genderwahn\, Schmähung des bewährten Dieselmotors etc. untergegangen sei und also wiederbelebt werden müsse. Aber auch die Normalität\, die in jeder Krise als rasch Wiederherzustellende versprochen wird\, ist eine trostlose Hoffnung. Denn so wird sakral\, was deshalb richtig ist\, weil es ist – ohne den Zustand der Welt und das Leid seiner Opfer kritisch zu hinterfragen. Die »Stimme der Vernunft« lehrt\, dass alles Utopische\, alles Ausbrechen wollen\, sich nicht mit dem Status Quo abfinden wollen\, chancenlos und zum schmerzhaften Scheitern verurteilt sei. Aber der Normalzustand\, »dass es so weitergeht«\, ist die eigentliche Katastrophe. \nAuf Bühne und Leinwand besichtigen wir – angemessen polemisch\, satirisch wie analytisch\, fragend und kritisierend – den ganz normalen Wahn und den Wahn der Normalität\, das Pathogene im Normalen\, und das Irrationale\, das nicht das Gegenteil des Normalen ist\, sondern aus diesem erwächst. Es wird so witzig\, wie Adornos Stahlbäder lustig sind. \nEine Veranstaltung: associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Arbeitnehmerkammer Bremen\, Kulturzentrum Kukoon\, Partnerschaft für Demokratie Bremen\, \nFür die Teilnahme wird eine vorherige Reservierung empfohlen: \nPlätze können online beim Kulturzentrum Kukoon für 0\,01 Euro reserviert werden. Reservierte Plätze werden bis jeweils bis 18:45 Uhr freigehalten\, restliche Plätze werden anschließend vergeben. Eintritt gegen Spende beim Einlass am Abend. Platzreservierung: https://tickets.kukoon.de/normal/
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Platzreservierung: https://tickets.kukoon.de/normal/Wir bitten um pünktliches Erscheinen.\n\n\n\n\n\n\nPandemie\, Klimawandel\, Kriege\, die Steuererklärung\, der Verkehrsstau – Krisen über Krisen\, und kein Ende in Sicht.Die einen fliehen in den Verschwörungsglauben oder gleich vollends in den Faschismus. Sie sind die Endzeit-Krieger*innen in Tierkostümen\, folgen QAnon bis ins Capitol. Sie sind die Aluhut-Träger*innen\, die gegen Chemtrails und Impfzwang demonstrieren. Es sind die Reichsbürger*innen\, die Kämpfer*innen gegen den »Great Reset« und den »Großen Austausch«. Auch die Incels sind mit dabei\, mit ihrem Hass auf Frauen\, der bis zu Morden eskalieren kann und in Manifesten gefeiert wird. Politisierter kollektiver Wahn – immer auf der Suche nach weltbeherrschenden Drahtziehern\, die schuldig sind und meist Soros heißen.Die anderen halten am gesunden Menschenverstand fest. Sie verteidigen den Experten gegen den Scharlatan\, die Vernunft gegen den Wahn. Sie sind fleißig\, halten Nationen und Eigentumsordnung für so natürlich\, wie dass der Starke den Schwachen besiegen muss. Sie wissen\, dass Kollateralschäden nicht schön\, aber unvermeidbar sind: Die Hungernden\, die Obdachlosen\, die Erfrierenden in jedem Winter\, die Ertrunkenen im Mittelmeer. Auch wenn sie Horoskope lesen\, halten sie es dennoch für nicht ganz bewiesen\, dass die Sterne unser Schicksal bestimmen – und sie lesen ja auch nur solche\, die raten zu tun\, was die Gesellschaft von den Menschen ohnehin verlangt.Ihre Vernunft ist eine instrumentelle\, Vernunft im Dienste der Unvernunft. Es geht nur um das Wie\, nicht um das Wofür. Alles ist Mittel\, um persönlich durch- und voranzukommen\, sich und den Laden am Laufen zu halten. Effektivität ersetzt jeden Gedanken an eine menschenfreundliche Einrichtung der Welt. Erlaubt ist selbst im Denken nur\, was nützlich ist. Lebenswert ist nur\, wer produktiv ist. Normal ist\, wer gesund ist und arbeiten kann. Der Weg von Selbstoptimierung zu Eugenik ist kürzer als das Laufband im Fitnessstudio: instrumentell-vernünftig und mörderisch-wahnhaft zugleich.Das Lob der normalen Menschen hat gewaltig Konjunktur. Ob AfD oder Sahra Wagenknecht\, ob in Österreich die Freiheitlichen oder hier der sozialdemokratische Kanzler\, sie alle machen Politik\, womit die Bild-Zeitung Werbung macht: Gefeiert wird der schlichte\, anspruchs- und selbstlose\, hart arbeitende Mensch\, der von Intellektuellen\, Lifestyle-Linken und Eliten verraten wurde. Im Lob der Normalen steckt zugleich Verachtung\, sie haben immer den zynischen Zweck\, ihre Borniertheiten und die gesellschaftlich beschissene Stellung der Subalternen zu verewigen – im Namen allergrößter Wertschätzung versteht sich. \nWie der normale Mensch steht auch die Normalität hoch im Kurs. Schon lange hat sich im allgemeinen Bewusstsein durchgesetzt\, dass das Deutschland\, das Auschwitz verbrochen hat\, deshalb nichts negativ Besonderes sei\, sondern Normalität für sich beanspruchen darf\, wenn nicht sogar dafür bestimmt sei\, wieder Verantwortung in der Welt zu übernehmen. Manchen reicht das nicht. Sie fordern »Deutschland\, aber normal«\, eine Normalität\, die in der guten alten Zeit siedelte und durch Bevölkerungsaustausch\, Genderwahn\, Schmähung des bewährten Dieselmotors etc. untergegangen sei und also wiederbelebt werden müsse. Aber auch die Normalität\, die in jeder Krise als rasch Wiederherzustellende versprochen wird\, ist eine trostlose Hoffnung. Denn so wird sakral\, was deshalb richtig ist\, weil es ist – ohne den Zustand der Welt und das Leid seiner Opfer kritisch zu hinterfragen. 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SUMMARY:Deutsches Demokratisches Reich. Wie die extreme Rechte Geschichte und Demokratie zerstört
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Diskussion mit Volker Weiß am 24.04.2025\, 19:00 Uhr / Kulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \n  \nIn seinem aktuellen Buch bietet Volker Weiß eine tiefgehende und historisch fundierte Zeitdiagnose zur AfD und der extremen Rechten. Er zeigt auf\, wie die extreme Rechte von dem Ziel getrieben ist\, den westlichen Liberalismus zu überwinden und eine alternative Geschichtsdeutung durchzusetzen. Mit einer detaillierten Analyse der rechten Gegenerzählungen seziert der Referent die neurechte Szene. Die extreme Rechte spricht von einem geistigen Bürgerkrieg\, der in Deutschland tobe – und den sie gleichzeitig anheizt. In diesem Kampf geht es um nichts weniger als um die Deutungshoheit über Geschichte und Gegenwart\, um Deutschland aus dem Westen herauszulösen. Die widersprüchlichen\, verklärenden und oft schrillen Geschichtskonstruktionen der extremen Rechten weisen auf ein Ziel: ein „Deutsches Demokratisches Reich“ als Synthese aus den autoritären Systemen der deutschen Vergangenheit. Volker Weiß analysiert diese neuen Methoden der kulturellen Kriegsführung vor allem in den Feldern der Geschichts- und Geopolitik. Vor dem Hintergrund der diesjährigen Bundestagswahl zeigt der Historiker die aktuelle Entwicklung des neuen rechten Denkens auf. Die wichtigsten Strömungen und Akteur*innen werden hierbei untersucht\, dabei weitet der Autor den Blick hin auf vergleichbare Aktionen der rechten Milieus in Russland und den USA. \n  \nVolker Weiß ist Historiker\, war viele Jahre als Fachautor für DIE ZEITund ZEIT Geschichte\, Jungle World\, Frankfurter Rundschau\, FAZ\, taz\, Spiegel Onlinetätig und schreibt heute für dieSZ.Er beobachtet seit Jahren die Entwicklung der neurechten Szene. Sein Buch „Die autoritäre Revolte. Die neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“gilt als Standardwerk zum Thema und wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 nominiert. \n  \nEine Veranstaltung von: associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen\, Kulturzentrum Kukoon.
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SUMMARY:Franz Neumann\, Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933-1944
DESCRIPTION:Wochenendseminar mit Moritz Zeiler am 15.–16.03.2025 / Infoladen\, St. Pauli-Str. 10-12\, 28203 Bremen / Anmeldung bitte unter mail@talpe.org \n\n\n\nIm Auftrag des exilierten Instituts für Sozialforschung verfasste Franz Neumann mit „Behemoth“ Anfang der 1940er Jahre in den USA eine der bis dahin umfangreichsten und kenntnisreichsten Studien der nationalsozialistischen Herrschaft. In seiner Pionierarbeit analysierte er (ähnlich wie sein Freund und Anwaltskollege Ernst Fraenkel in „Doppelstaat“) gleichermaßen die theoretischen Schriften von Carl Schmitt – dem „Kronjuristen des Reiches“ – als auch die Herrschaftspraxis des nationalsozialistischen Regimes anhand dessen Gesetzen\, Prozessen und Erlassen. Die Negation eines allgemein gültigen Rechts zugunsten einer exklusiven Ordnung der Volksgemeinschaft und der Herrschaft von rackets (Banden) beschrieb er als einen zentralen Aspekt der autoritären Krisenlösung des Nationalsozialismus. In den USA erfuhr das Buch große Beachtung und verschaffte Neumann ein Engagement beim amerikanischen Geheimdienst\, für den er wie sein Institutskollege Herbert Marcuse „Feindanalysen“ über den deutschen Nationalsozialismus erstellte. Obwohl „Behemoth“ international rasch als Klassiker der Forschung zum Nationalsozialismus galt\, dauerte es in Deutschland bis in die 1970er Jahre\, bis Neumanns Werk erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. Aufgrund andauernder Kontinuitäten von Antisemitismus und Antimarxismus bekam Neumann als jüdischer Autor mit Sympathie für die Marxsche Ökonomiekritik jedoch im postnazistischen Deutschland nie die Aufmerksamkeit und Anerkennung wie in der englischsprachigen Diskussion. \n\n\n\nMit dem Seminar soll ein Überblick über die zentralen Thesen von Neumanns Studie gegeben und diese mit zeitgenössischen linken Faschismusinterpretationen verglichen werden. Dabei werden besonders Parallelen und Differenzen zu Ernst Fraenkels „Doppelstaat“ und Friedrich Pollocks Interpretation des Nationalsozialismus als neuer Ordnung eines autoritären Staatskapitalismus behandelt. Des weiteren soll diskutiert werden\, inwiefern seine Analysen auch einen Beitrag für ein besseres Verständnis aktueller autoritärer Tendenzen liefern können. Es werden gemeinsam Textausschnitte gelesen und diskutiert. \nFranz Neumann. Bild: www.zersetzer.com\, CC BY-NC-SA \n\n\n\nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichungen: Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ökonomiekritik\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi)\, Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017 sowie zusammen mit associazione delle talpeHerausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-VII\, Berlin/Bremen 2010-2024. \n\n\n\nEine Veranstaltung von: associazione delle talpe und Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.
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SUMMARY:Lektürekurs zu Karl Marx\, Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 1
DESCRIPTION:Wöchentlicher Lektürekurs mit Moritz Zeiler\, Kursbeginn 27. Januar 2025 / Jeweils Montags / 19:00 – 21:00 Uhr / Kurs in Präsenz sowie mit digitaler Option / Mehr Informationen bei Anmeldung \n \nSeit der Krise 2008ff wird vermehrt Kritik am Kapitalismus laut. Dabei überwiegt meist ein undeutliches Verständnis der kapitalistischen Verhältnisse sowie Ressentiments gegen Banken\, Management und ‚die da oben‘. Doch Empörung und Anklage Einzelner allein haben die gesellschaftlichen Verhältnisse noch nie zum Besseren verändert\, sondern im Gegenteil eher zu Rückschritt und Barbarei geführt. Kritische Untersuchung ökonomischer und politischer Zusammenhänge ist für gesellschaftliche Emanzipation daher unverzichtbar. Die Marx’sche Kritik der politischen Ökonomie wurde zwar im 19. Jahrhundert veröffentlicht\, bietet aber nach wie vor eine der profundesten Analysen des Kapitalismus. Mit dem Lektürekurs wird in zentrale Begriffe von Marx eingeführt. Unter anderem interessieren folgende Fragen: Was unterscheidet Kapitalismus von früheren Gesellschaftsepochen? Was versteht Marx unter Ware\, Wert\, Geld und Kapital? Welche Bedeutung haben bei ihm Fetischismus\, Klasse und Staat? Ab Ende Januar 2025 wird einmal wöchentlich der erste Band des Marx’schen Kapital gelesen und diskutiert und so bis Ende November insgesamt erarbeitet. Der Kurs wendet sich vor allem an diejenigen\, die in eine kollektive Auseinandersetzung mit der Marx’schen Kritik der politischen Ökonomie einsteigen möchten und keine größeren Vorkenntnisse haben. Dabei sollen alle Fragen erlaubt sein und Expert*innendebatten vermieden werden. Der Referent wird moderieren und einen Überblick über verschiedene Lesarten geben\, jedoch keine allgemeingültige Interpretation präsentieren. Gewünscht ist gemeinsame Textaneignung und Diskussion. \nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichungen: Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017\, Das Klima des Kapitals. Kritik der politischen Ökonomie und gesellschaftliche Naturverhältnisse\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi) sowie zusammen mit associazione delle talpe Herausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-VII\, Berlin/Bremen 2010-2024. \nEine Veranstaltung von: associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen. \nAnmeldung bitte unter mail@talpe.org // Infos unter talpe.org \nFlyer und Plakat als PDF zum Download: Marx_Flyer_2025_Druck_241230 und Marx_Plakat_2025_Druck_241230 \n\n\n 
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SUMMARY:Probleme des Antirassismus. Postkoloniale Studien\, Critical Whiteness und Intersektionalitätsforschung in der Kritik
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Diskussion mit Robin Forstenhäusler und Jan Rickermann am 12.12.2024\, 19:00 Uhr / Kulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \nNicht erst seit den Protesten der Black-Lives Matter-Bewegung im Jahr 2020 hat die Debatte über Rassismus in wissenschaftlichen Auseinandersetzungen eine zentrale Rolle eingenommen. Einzug in den gesellschaftlichen Mainstream erhalten dabei besonders Positionen\, die von akademischen Strömungen wie »Critical Whiteness«\, dem Postkolonialismus oder Poststrukturalismus beeinflusst sind. Der Intersektionalismus war einst als Kritik  juristischen Kategorien konzipiert\,  die der Realität hinterherhinken. Inzwischen ist er zu einer leeren Formel geworden\, in die sich alles einfügen lässt\, was sich als ‚kreuzbar‘ denken lässt: Diskriminierungsformen\, gesellschaftliche ‚Unterdrückungssysteme‘\, soziale Kämpfe sollen intersektional gedacht werden. Statt einer theoretischen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Entstehungsbedingungen des Rassismus begegnet man in diesen Ansätzen jedoch häufig Angriffen auf Universalismus und Vernunft oder der Einebnung der Spezifik von Antisemitismus und Holocaust. Im Vortrag soll hinterfragt werden\, warum man vom Anspruch\, verschiedene Unterdrückungsformen sowie Kämpfe ‚zusammenzudenken‘\, zur Feinderklärung gegen Israel kommt. \nJan Rickermann lebt in Bremen\, forscht zur Kritischen Theorie und Kritik des Politischen Existentialismus. Er hat Sozialwissenschaften und Philosophie studiert und arbeitet an einer Dissertation über den Politischen Existentialismus bei Giorgio Agamben. Aktuellste Publikation: Von der Geschichtlichkeit zur Vernunft und Revolution. Herbert Marcuses Weg von Heidegger zu Hegel. In: Felix Brandner/Till Seidemann. Zwischenwelten der kritischen Theorie. Beiträge zur Systematik und Geschichte. Baden-Baden: Karl Alber Verlag 2024. \nRobin Forstenhäusler hat Sozialwissenschaften und Philosophie studiert\, er lebt und arbeitet in Bremen u.a. zu den Themen Psychoanalyse\, Rassismus\, Antisemitismus und soziale Bewegungen. In Kürze erscheint der von ihm mitherausgegebene Band „Klimawandel und Gesellschaftskritik“ (Verbrecher Verlag). \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus 2024 in Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen\, Kulturzentrum Kukoon.
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SUMMARY:Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 2-3
DESCRIPTION:Wochenendseminar mit Valeria Bruschi und Moritz Zeiler / 07.–08.12.2024 / Infoladen\, St. Pauli-Str. 10-12\, 28203 Bremen / Anmeldung unter: mail@talpe.org \nMit dem Wochenendseminar soll ein Überblick über den Inhalt des zweiten und dritten Bandes des Kapitals. Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx gegeben werden. Dabei werden einleitend die Marxschen Ausführungen zum Produktionsprozess aus dem ersten Band des Kapitals skizzenhaft wiederholt werden. Anschließend werden die Überlegungen zum Zirkulationsprozess und zum Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion präsentiert und wichtige Begriffe wie Kredit\, Zins\, Rente und Profit vorgestellt. Kenntnisse des ersten Bands des Kapitals sind für die Teilnahme empfehlenswert. Das Seminar versteht sich als ein Angebot an alle\, die Interesse haben\, ihre Kenntnisse der Marxschen Ökonomiekritik zu vertiefen. Des Weiteren dient es als Ergänzung zum Lektürekurs 2024 zum ersten Band des Kapitals. \nValeria Bruschi betreut in Berlin seit mehreren Jahren die jährlichen Lektürekurse der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu den drei Bänden des Marxschen Kapital. Moritz Zeiler betreut seit mehreren Jahren die jährlichen Lektürekurse zum ersten Band des Kapital in Bremen. \nDas Wochenendseminar wird organisiert von der associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.
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SUMMARY:“Arbeit macht frei” – Nationalsozialismus und sein Erbe
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Diskussion mit Nikolas Lelle am 05.12.2024\, 19:00 Uhr / Kulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \n»Unsere Arbeit macht uns frei«\, rief ein ranghoher Nationalsozialist inmitten des Zweiten Weltkriegs seinen sogenannten Volksgenossen zu. Er knüpfte damit nicht nur an die lange Tradition »deutscher Arbeit« an\, der nach die Deutschen eine ganz besondere Beziehung zu Arbeit haben sollen. Er wandelte zugleich eine weitverbreitete KZ-Inschrift ab. Denn »Arbeit macht frei« prangte am Lagertor von Auschwitz\, Dachau\, Sachsenhausen und andernorts. Doch was hat der Satz überhaupt zu bedeuten? Wessen Arbeit macht wen frei? Und vor allem: wovon? Um diese Fragen zu beantworten\, wirft Nikolas Lelle einen Blick auf Texte der Shoah-Überlebenden Primo Levi\, Jean Améry und Tibor Wohl\, die jeweils Texte über die NS-Devise »Arbeit macht frei« verfassten. Bei genauer Betrachtung entpuppt sich die Devise als nationalsozialistischer Sinnspruch\, indem nicht nur Verachtung und Verhöhnung\, sondern auch Verbrechen und Versprechen sichtbar werden. In der Devise verbindet sich der eliminatorische Antisemitismus mit der naitonalsozialistsichen Arbeitsauffassung. \nAufgearbeitet wurde das nicht. Der Umgang mit der NS-Ideologie und ihren »Sinnsprüchen« ist eine Herausforderung bis heute. Denn wie kann es sein\, dass dieser Satz einerseits tabuisiert ist\, andererseits die extreme Rechte ständig mit ihm spielt und er auf Social-Media-Plattformen zum Hashtag verkommt? Erst eine gelungene Aufarbeitung der Vergangenheit kann die Gesellschaft dazu befähigen\, sich ihrer Geschichte wie Gegenwart zu stellen. \nAm Abend stellt Nikolas Lelle zentrale Überlegungen seines Buchs vor und liest ein paar wenige Passagen.\nhttps://www.verbrecherverlag.de/shop/unsere-arbeit-macht-uns-frei-annaeherungen-an-eine-ns-devise/ \nNikolas Lelle arbeitet seit 2020 bei der Amadeu Antonio Stiftung und beschäftigt sich vornehmlich mit Antisemitismus\, der Erinnerung an den Nationalsozialismus und „deutscher Arbeit“. Zuvor promovierte er – nach einem Studium der Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main und Mainz – an der Humboldt Universität zu Berlin in der Sozialphilosophie. 2018 gab er zusammen mit Felix Axster den Band „‚Deutsche Arbeit‘. Kritische Perspektiven auf ein ideologisches Selbstbild“ (Wallstein Verlag) heraus. 2022 erschien im Verbrecher Verlag seine Promotion „Arbeit\, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe“. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus 2024 in Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen\, Kulturzentrum Kukoon.
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SUMMARY:Moishe Postone: Antisemitismus und Nationalsozialismus
DESCRIPTION:  \n\n\nWochenendseminar mit Moritz Zeiler / 16.–17.11.2024 / Infoladen\, St. Pauli-Str. 10-12\, 28203 Bremen / Anmeldung unter: mail@talpe.orgMoishe Postones Aufsatz Antisemitismus und Nationalsozialismus umfasst zwar lediglich 30 Seiten\, lieferte aber wichtigere Impulse für linke Debatten als unzählige Bücher und Studien. Postones Text bietet eine neue Interpretation von Antisemitismus\, Antikapitalismus und Nationalsozialismus. Er kritisiert eine verbreitete linke Interpretation der nationalsozialistischen Herrschaft als simplen Ausdruck von Klassenherrschaft und Antikommunismus und betont die zentrale Rolle des Antisemitismus und der Vernichtung des europäischen Judentums für ein Verständnis des Nationalsozialismus. Antisemitismus interpretiert er im Kontrast zu verbreiteten linken Auffassungen nicht als Variante des Rassismus\, sondern als Ausdruck eines reaktionären Antikapitalismus. Postones Thesen liefern wichtige Anregungen für eine kritische Analyse von Nationalsozialismus und Antisemitismus\, aber auch von antiemanzipatorischen Formen des Antikapitalismus und eines Antisemitismus von links – sowohl historisch wie aktuell. Im Seminar wird der Aufsatz gemeinsam gelesen und diskutiert. Zur besseren Einordnung des Textes wird es ergänzende Exkurse zu folgenden Themen geben: Linke Faschismustheorien und Analysen des Nationalsozialismus; Antisemitismus und Antizionismus; Geschichte der Neuen Linken; Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx. \nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichungen: Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ökonomiekritik\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi)\, Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017 sowie zusammen mit associazione delle talpe Herausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-VI\, Berlin/Bremen 2010- 2022. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen und Kulturzentrum Kukoon im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus Bremen. \n\n\n\n 
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SUMMARY:Stadtrundgang zur Geschichte des 09.11.1938 in Bremen
DESCRIPTION:Stadtrundgang mit Wanda Wybornia / 10.11.2024\, 14:00 Uhr\, Startpunkt: Ecke Obernstraße/Sögestraße in der Bremer Innenstadt \nBei diesem Stadtrundgang geht es um den 9.11.1938 in Bremen\, sowie um seine Vor- und Nachgeschichte. Gezeigt wird die Geschichte von Jüdinnen und Juden in Bremen und die Spuren\, die sie in dieser Stadt hinterlassen hat. Wir werden Orte ihrer Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus aufsuchen\, die mit dem 9.11. nur ihren vorläufigen Höhepunkt nahm. Ein Thema werden auch die Täter sein\, ihre Planungen\, ihr Vorgehen und ihre weitgehende Straffreiheit nach Ende des Nationalsozialismus. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg- Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen und Partnerschaft für Demokratie Bremen im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus Bremen.
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SUMMARY:Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 1
DESCRIPTION:Wochenendseminar mit Moritz Zeiler / 26.–27.10.2024 / Infoladen\, St. Pauli-Str. 10-12\, 28203 Bremen /  Anmeldung unter: mail@talpe.org \nSeit der Krise 2008ff wird vermehrt Kritik am Kapitalismus laut. Dabei überwiegt meist ein undeutliches Verständnis der kapitalistischen Verhältnisse sowie Ressentiments gegen Banken\, Management und ‚die da oben‘. Doch Empörung und Anklage Einzelner allein haben die gesellschaftlichen Verhältnisse noch nie zum Besseren verändert\, sondern im Gegenteil eher zu Rückschritt und Barbarei geführt. Kritische Untersuchung ökonomischer und politischer Zusammenhänge ist für gesellschaftliche Emanzipation daher unverzichtbar. Die Marx’sche Kritik der politischen Ökonomie wurde zwar im 19. Jahrhundert veröffentlicht\, bietet aber nach wie vor eine der profundesten Analysen des Kapitalismus. Mit dem Seminar wird in zentrale Begriffe von Marx eingeführt. Unter anderem interessieren folgende Fragen: Was unterscheidet Kapitalismus von früheren Gesellschaftsepochen? Was versteht Marx unter Ware\, Wert\, Geld und Kapital? Welche Bedeutung haben bei ihm Fetischismus\, Klasse und Staat? Beim Wochenendseminar werden zentrale Passagen des ersten Bandes des Marx’schen Kapitals gemeinsam gelesen und diskutiert. Das Seminar wendet sich vor allem an diejenigen\, die in eine kollektive Auseinandersetzung mit der Marx’schen Kritik der politischen Ökonomie einsteigen möchten und keine größeren Vorkenntnisse haben. Dabei sollen alle Fragen erlaubt sein und Expert*innendebatten vermieden werden. Der Referent wird moderieren und einen Überblick über verschiedene Lesarten geben. Gewünscht ist gemeinsame Textaneignung und Diskussion. \nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichung: Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017\, Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ökonomiekritik\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi) sowie zusammen mit associazione delle talpe Herausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-VI\, Berlin/Bremen 2010- 2022. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg- Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen. Anmeldung unter mail@talpe.org
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SUMMARY:Musikalische Gewalt in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern
DESCRIPTION:– Entfällt leider wegen Krankheit. Wir bemühen uns um einen Nachholtermin. – \nLesung und Konzert mit Paul Schuberth / Thomas Ebermann / Elisa Lapan am 24. Oktober 2024\, 19:00 Uhr / Kulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \nDieser Abend widmet sich einer nach wie vor wenig beleuchteten Facette der NS-Geschichte. Zwar ist vielen die Funktion des Kulturlebens im Lager Theresienstadt oder die Geschichte des Liedes „Die Moorsoldaten“ bekannt. Anders verhält es sich jedoch mit solchen Aspekten\, die nicht unmittelbar mit beeindruckenden künstlerischen Leistungen oder Widerstand seitens der Häftlinge in Zusammenhang stehen. Diese Kehrseite spiegeln die Begriffe „musikalische Gewalt“ (Juliane Brauer\, Historikerin ) oder „musikalischer Sadismus“ (Alexander Kulisiewicz\, „Lagersänger“ und Historiker). Diese sind keine effektvolle Übertreibung: In den Händen der SS-Mannschaften geriet Musik zum Folterinstrument. \nSei es in Form des gefürchteten Zwangssingens\, der Beschallung des Lagergeländes mit „nationalen Flötentönen“ oder der musikalischen Untermalung von Exekutionen. Wie Musik als Mittel des Terrors herhalten musste; wie sie in den Prozess der Vernichtung durch Arbeit eingespannt wurde\, ja ihn sogar reibungsloser funktionieren ließ; darüber will der Vortrag Auskunft geben. \nAusgehend vom scheinbar paradoxen Satz „In Auschwitz betrieben die Machthaber in gewisser Hinsicht eine Kulturförderung“ (Gabriele Knapp\, Historikerin) schließt der Vortrag mit Überlegungen darüber\, inwieweit gängige Vorstellungen von Kunst und Kultur angesichts des „musikalischen Sadismus“ an mögliche Grenzen stoßen. Zu einem Vortrag solchen Inhalts Musik zu spielen\, ist eine Gratwanderung. Sie darf nicht Balsam für die Seele nach den furchtbaren historischen Tatsachen sein. So spielen Elisa Lapan und Paul Schuberth\, manchmal als Kontrast\, manchmal aber zur Verdeutlichung\, Stücke von u.a. Józef Koffler\, Jean Wiener\, Hanns Eisler\, Paul Abraham. \nIn den Mitteilungen der Alfred Klahr Gesellschaft findet sich ein Beitrag von Paul Schuberth zum Thema musikalische Gewalt in den Lagern: \nhttps://www.klahrgesellschaft.at/Mitteilungen/Schuberth_1_22.pdf \nPaul Schuberth (*1994) ist Akkordeonist. Neben Projekten wie „trio akk:zent“\, „Belofour“\, „Duo Vakkordeonioline“ tritt er u.a. mit Paul Gulda\, Otto Lechner\, Bratko Bibič\, Thomas Gansch\, Bertl Mütter\, Andrej Prozorov\, Christopher Haritzer\, Jelena Popržan auf. Nebenbei veröffentlicht er als Verfasser von Beiträgen zu kulturpolitischen und gesellschaftlichen Themen in Zeitschriften wie Augustin\, Versorgerin\, konkret\, Phase 2\, Volksstimme\, Jungle World. \nThomas Ebermann ist Publizist\, zuletzt erschien von ihm Störung im Betriebsablauf\, Hamburg 2021 und Linke Heimatliebe. Eine Entwurzelung\, Hamburg 2019. In den letzten Jahren war er mit Bühnenaufführungen wie Heimat – Eine Besichtigung des Grauens (2019) und Herbert Marcuse – Der eindimensionale Mensch wird fünfzig (2014) in Bremen zu Gast. \nElisa Lapan (*1996) ist Saxofonistin\, Dirigentin und Musikpädagogin. Sie schloss ihre Bachelor Studien in klassischem Saxofon mit Schwerpunkt Jazzsaxofon an der ABPU in Linz ab und setzte ihren Master an der Royal Academy Of Music\, Aarhus (Dänemark)\, in Saxofon und Ensembleleitung fort. Elisa ist Mitglied bei SAX OF(F) ON und Orginel² & Saxobefont. Neben reger Konzerttätigkeit und erfolgreichen Teilnahmen bei Wettbewerben (Musica Juventutis\, 3. Platz beim internationalen Louis-Spohr Holzbläserwettbewerb in Kassel) ist sie als Saxofonlehrerin an der Musikschule der Stadt Linz tätig und hält Workshops zum Thema Soundpainting. \nPaul Schuberth: Text\, Vortrag\, Akkordeon / Thomas Ebermann: Vortrag\, Lesung / Elisa Lapan: Vortrag\, Saxofon \n  \nEine Veranstaltung von: associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen\, Landeszentrale für politische Bildung Bremen und Kulturzentrum Kukoon im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus Bremen 2024.
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SUMMARY:Die Entstehung des Kapitalismus
DESCRIPTION:Wochenendseminar mit Moritz Zeiler am 12.–13.10.2024 / Infoladen\, St. Pauli-Str. 10-12\, 28201 Bremen / Anmeldung bitte unter mail@talpe.org \nAm Ende des ersten Bandes des Kapital kritisiert Karl Marx im Kapitel „Die sogenannte ursprüngliche Akkumulation“ die liberalen Gründungsmythen über die Entstehung des Kapitalismus. Für Marx ist die sogenannte ursprüngliche Akkumulation definiert als der „historische Scheidungsprozeß von Produzent und Produktionsmittel“ und der damit verbundenen gewaltsamen Durchsetzung von Privateigentum\, Klassenverhältnissen und Lohnarbeit. Mit seiner Darstellung des Ursprungs der kapitalistischen Produktionsweise hatte Marx das Anliegen\, kapitalistische Verhältnisse als historische und potentiell vergängliche durchschaubar zu machen. Er bemüht sich einerseits um eine Erklärung der Durchsetzungsgeschichte der kapitalistischen Verhältnisse. Andererseits stellt er dar\, dass diese Verhältnisse sich immer wieder reproduzieren müssen. Daher wurde das Kapitel über die „sogenannte ursprüngliche Akkumulation“ immer wieder auf aktuelle Entwicklungen des Kapitalismus\, auf seine Umbrüche und Krisen bezogen\, zum Beispiel von Rosa Luxemburg und in den aktuellen Arbeiten von David Harvey über „Akkumulation durch Enteignung“. \nIm Seminar werden die zentralen Thesen von Marx über die Entstehung des Kapitalismus vorgestellt. Zudem werden ergänzend Thesen über die Durchsetzung des Staates im Kapitalismus präsentiert. Es werden Auszüge von Karl Marx\, Rosa Luxemburg\, Heide Gerstenberger\, David Harvey und Ellen Meiksins Wood gemeinsam gelesen und diskutiert. \nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichungen: Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017\, Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ökonomiekritik\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi) sowie zusammen mit associazione delle talpe Herausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-V\,I Berlin/Bremen 2010-2022. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.
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SUMMARY:Antisemitismus und Psychoanalyse – Projektion und „kritische Selbstbesinnung“
DESCRIPTION:Diskussionsveranstaltung mit Christine Kirchhoff\, 11.07.2024\, 19:00 Uhr / Kukoon im Park\, Neustadtwallanlagen\, Leibnizplatzpark\, 28201 Bremen \nTheodor W. Adorno schrieb\, dass der „Hass gegen die Psychoanalyse unmittelbar eins (sei) mit dem Antisemitismus“\, nicht nur da Freud Jude war\, „sondern weil die Psychoanalyse genau in jener kritischen Selbstbesinnung besteht\, welche die Antisemiten in Weißglut versetzt.“ (Adorno 1959) Eine psychoanalytische Auseinandersetzung mit und eine Kritik des Antisemitismus ist seit dem 07.10. dringlicher denn je\, zeigt sich seitdem doch eindrücklich\, wie latent schon lange vorhandener Antisemitismus virulent wird und sich ausbreitet. Moderner Antisemitismus zielt auf Vernichtung: Erst wenn die Juden von der Welt bzw. Israel von der Landkarte verschwunden ist\, dann ist alles gut\, d.h. vollkommen\, lückenlos und ohne Widersprüche\, so lässt sich die zentrale\, auf Projektion beruhende\, antisemitische Phantasie zusammenfassen.  \nDer Vortrag untersucht die Psychodynamik des Antisemitismus\, erläutert diese an aktuellen Beispielen aus Medien und von Demonstrationen und stellt die Frage\, was heute unter der „kritischen Selbstbesinnung“ bzw. einer „Erziehung zur Mündigkeit“ zu verstehen sein könnte. \nChristine Kirchhoff ist Professorin für Psychoanalyse\, Subjekt- und Kulturtheorie an der IPU in Berlin und Psychoanalytikerin (DPV/IPA) in eigener Praxis. \nEine Veranstaltung von: associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen und Partnerschaft für Demokratie Bremen.
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SUMMARY:Karl Marx: Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte
DESCRIPTION:Wochenendseminar mit Moritz Zeiler // Anmeldung bitte unter mail@talpe.org \n„Hegel bemerkt irgendwo\, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich so zu sagen zweimal ereignen. Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als große Tragödie\, das andre Mal als lumpige Farce.“ (Karl Marx) \nLinke hegten lange die Hoffnung\, dass Krisenzeiten gute Chancen für linke Organisierung und emanzipatorische Veränderung der Gesellschaft bieten. Dabei wurde oft der Fehler begangen\, von einem linken Monopol auf Kapitalismuskritik auszugehen. Doch auch rechte Bewegungen und Parteien nutzten und nutzen die Unzufriedenheit mit den herrschenden Verhältnissen und warben und werben für die Alternative einer anderen\, autoritäreren gesellschaftlichen Ordnung. Häufig waren und sind sie dabei erfolgreicher als die Linke – wie der historische Faschismus und Nationalsozialismus\, aber auch gegenwärtige autoritäre und faschistische Mobilisierungen und Wahlerfolge in zahlreichen Ländern zeigen. \nKarl Marx verfasste in seiner Schrift „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“ eine detaillierte Analyse des Scheiterns der Revolution von 1848 in Frankreich und dem folgenden Sieg der Konterrevolution. Bonapartes Diktatur beruhte auf der Unterstützung des Bürgertums und des Militärs\, genoss aber auch erhebliche Sympathie in  der übrigen Bevölkerung. Mit Schnaps und Wurst\, vor allem aber populistischer Agitation und charismatischer Führung mobilisierte Louis Bonaparte erfolgreich bäuerliche und („lumpen-“) proletarische Massen. \nIm zwanzigsten Jahrhundert diskutierten sozialdemokratische und kommunistische Linke\, ob sich der italienische Faschismus und der deutsche Nationalsozialismus mithilfe der Marxschen Bonapartismusschrift analysieren und Mussolini und Hitler sich als zeitgenössische Nachfolger Bonapartes begreifen lassen. Auch in den Einschätzungen aktueller autoritärer Entwicklungen weltweit finden sich vermehrt Bezüge auf den die Marxschen Text. Sind Trump\, Erdogan\, Orban etc. moderne Bonapartisten? \nIm Seminar werden Ausschnitte aus „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“ von Marx gelesen und diskutiert. Zudem werden Bonapartismustheorien von Otto Bauer und August Thalheimer sowie aktuelle Debatten einführend vorgestellt. \nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe asso-ciazione delle talpe. Veröffentlichungen: Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturver-hältnisse und Ökonomiekritik\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi)\, Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017 sowie zusammen mit associazione delle talpe Herausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-VI\, Berlin/Bremen 2010- 2022. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen und Partnerschaft für Demokratie Bremen.
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SUMMARY:Behemoth. Eine Einführung in Franz Neumanns Analyse des nationalsozialistischen Unstaats
DESCRIPTION:Wochenendseminar mit Moritz Zeiler am 27.–28.04.2024 / Infoladen\, St. Pauli-Str. 10-12\, 28203 Bremen / Anmeldung bitte unter mail@talpe.org \nIm Auftrag des exilierten Instituts für Sozialforschung verfasste Franz Neumann mit „Behemoth“ Anfang der 1940er Jahre in den USA eine der bis dahin umfangreichsten und kenntnisreichsten Studien der nationalsozialistischen Herrschaft. In seiner Pionierarbeit analysierte er (ähnlich wie sein Freund und Anwaltskollege Ernst Fraenkel in „Doppelstaat“) gleichermaßen die theoretischen Schriften von Carl Schmitt – dem „Kronjuristen des Reiches“ – als auch die Herrschaftspraxis des nationalsozialistischen Regimes anhand dessen Gesetzen\, Prozessen und Erlassen. Die Negation eines allgemein gültigen Rechts zugunsten einer exklusiven Ordnung der Volksgemeinschaft und der Herrschaft von rackets (Banden) beschrieb er als einen zentralen Aspekt der autoritären Krisenlösung des Nationalsozialismus. In den USA erfuhr das Buch große Beachtung und verschaffte Neumann ein Engagement beim amerikanischen Geheimdienst\, für den er wie sein Institutskollege Herbert Marcuse „Feindanalysen“ über den deutschen Nationalsozialismus erstellte. Obwohl „Behemoth“ international rasch als Klassiker der Forschung zum Nationalsozialismus galt\, dauerte es in Deutschland bis in die 1970er Jahre\, bis Neumanns Werk erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. Aufgrund andauernder Kontinuitäten von Antisemitismus und Antimarxismus bekam Neumann als jüdischer Autor mit Sympathie für die Marxsche Ökonomiekritik jedoch im postnazistischen Deutschland nie die Aufmerksamkeit und Anerkennung wie in der englischsprachigen Diskussion. \nMit dem Seminar soll ein Überblick über die zentralen Thesen von Neumanns Studie gegeben und diese mit zeitgenössischen linken Faschismusinterpretationen verglichen werden. Dabei werden besonders Parallelen und Differenzen zu Ernst Fraenkels „Doppelstaat“ und Friedrich Pollocks Interpretation des Nationalsozialismus als neuer Ordnung eines autoritären Staatskapitalismus behandelt. Des weiteren soll diskutiert werden\, inwiefern seine Analysen auch einen Beitrag für ein besseres Verständnis aktueller autoritärer Tendenzen liefern können. Es werden gemeinsam Textausschnitte gelesen und diskutiert. \nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichungen: Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ökonomiekritik\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi)\, Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017 sowie zusammen mit associazione delle talpeHerausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-VI\, Berlin/Bremen 2010-2022. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.
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SUMMARY:Alfred Sohn-Rethel: Ökonomie und Klassenstruktur des deutschen Faschismus
DESCRIPTION:  \n\n\nWochenendseminar mit Moritz Zeiler am 09.–10.03.2024 / Infoladen\, St. Pauli-Str. 10-12\, 28203 Bremen / Anmeldung bitte unter mail@talpe.orgAlfred Sohn-Rethels Analysen des Nationalsozialismus sind in den Worten der Herausgeber seiner Texte\, zu denen auch Johannes Agnoli zählt\, von besonderem Wert: „So gesehen ist es einer der folgenreichsten Zufälle für die Faschismus-Forschung\, dass ein marxistisch geschulter Wissenschaftler in den entscheidenden Jahren der Faschisierung quasi ungestört Einblick in wichtige interne Vorgänge und politische Überlegungen verschiedener Kapitalfraktionen erlangte und damit befähigt worden ist\, ihre ökonomische Interessenlage und ihre Schwierigkeiten theoretisch zu erfassen und mit empirischer Beweiskraft darzustellen\, wie diese die politische Tendenz zur faschistischen Diktatur vorangetrieben haben.“ Im Seminar werden gemeinsam Sohn-Rethels Überlegungen zu Krise und autoritärer Krisenlösung sowie zur Klassenstruktur des Nationalsozialismus gelesen und diskutiert. Zudem wird der Film „Stumpfe Sense – Scharfer Stahl. Bauern\, Industrie und Nationalsozialismus“ gezeigt\, der die Agrarkrise und rechten bäuerlichen Proteste in Schleswig-Holstein Ende der 1920er Jahre behandelt. Im Film wird auch Sohn-Rethel ausführlich interviewt. \nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichungen: Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ökonomiekritik\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi)\, Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017 sowie zusammen mit associazione delle talpeHerausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-VI\, Berlin/Bremen 2010-2022. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen. \n\n\n\n 
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SUMMARY:Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 2-3
DESCRIPTION:Wochenendseminar  mit Michael Heinrich / 03.–04.02.2024 / Infoladen\, St. Pauli-Str. 10-12\, 28203 Bremen \nMit dem Wochenendseminar soll ein Überblick über den Inhalt des zweiten und dritten Bandes des Kapitals. Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx gegeben werden. Dabei werden einleitend die Marxschen Ausführungen zum Produktionsprozess aus dem ersten Band des Kapitals skizzenhaft wiederholt werden. Anschließend werden die Überlegungen zum Zirkulationsprozess und zum Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion präsentiert und wichtige Begriffe wie Kredit\, Zins\, Rente und Profit vorgestellt. Kenntnisse des ersten Bands des Kapitals sind für die Teilnahme empfehlenswert. Das Seminar versteht sich als ein Angebot an alle\, die Interesse haben\, ihre Kenntnisse der Marxschen Ökonomiekritik zu vertiefen. Desweiteren dient es als Ergänzung zum Lektürekurs 2023 zum ersten Band des Kapitals. \nMichael Heinrich ist Mathematiker und Politikwissenschaftler. Er ist Mitglied in der Redaktion von Prokla. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft und Autor unter anderem von: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition\, Münster 2003; Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung\, Stuttgart 2004; Karl Marx und die Geburt der modernen Gesellschaft\, Stuttgart 2018. \nDas Wochenendseminar wird organisiert von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen.
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SUMMARY:Lektürekurs zu Karl Marx\, Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 1
DESCRIPTION:Lektürekurs mit Moritz Zeiler\, Format hybrid\, in Präsenz sowie zusätzlich als digitale Option. Mehr Informationen bei Anmeldung. Wöchentlicher Kurs von Ende Januar bis November 2024\, jeweils Montag\, 19:00 – 21:00 Uhr. Kursstart am 29.01.2024\, Anmeldung bitte unter mail@talpe.org \n\n\n\nSeit der Krise 2008ff wird vermehrt Kritik am Kapitalismus laut. Dabei überwiegt meist ein undeutliches Verständnis der kapitalistischen Verhältnisse sowie Ressentiments gegen Banken\, Management und ‚die da oben‘. Doch Empörung und Anklage Einzelner allein haben die gesellschaftlichen Verhältnisse noch nie zum Besseren verändert\, sondern im Gegenteil eher zu Rückschritt und Barbarei geführt. Kritische Untersuchung ökonomischer und politischer Zusammenhänge ist für gesellschaftliche Emanzipation daher unverzichtbar. Die Marx’sche Kritik der politischen Ökonomie wurde zwar im 19. Jahrhundert veröffentlicht\, bietet aber nach wie vor eine der profundesten Analysen des Kapitalismus. Mit dem Lektürekurs wird in zentrale Begriffe von Marx eingeführt. Unter anderem interessieren folgende Fragen: Was unterscheidet Kapitalismus von früheren Gesellschaftsepochen? Was versteht Marx unter Ware\, Wert\, Geld und Kapital? Welche Bedeutung haben bei ihm Fetischismus\, Klasse und Staat? Ab Ende Januar 2024 wird einmal wöchentlich der erste Band des Marx’schen Kapital gelesen und diskutiert und so bis Ende November insgesamt erarbeitet. Der Kurs wendet sich vor allem an diejenigen\, die in eine kollektive Auseinandersetzung mit der Marx’schen Kritik der politischen Ökonomie einsteigen möchten und keine größeren Vorkenntnisse haben. Dabei sollen alle Fragen erlaubt sein und Expert*innendebatten vermieden werden. Der Referent wird moderieren und einen Überblick über verschiedene Lesarten geben\, jedoch keine allgemeingültige Interpretation präsentieren. Gewünscht ist gemeinsame Textaneignung und Diskussion. \n\n\n\nMoritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichungen: Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ökonomiekritik\, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi)\, Materialistische Staatskritik. Eine Einführung\, Stuttgart 2017 sowie zusammen mit associazione delle talpe Herausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik\, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-VI\, Berlin/Bremen 2010-2022. \n\n\n\nVeranstalter:innen:associazione delle talpe und Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.
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