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SUMMARY:Das laute Berlin - Deutsche Wohnen und die Wiederkehr der Vergesellschaftung
DESCRIPTION:Was kann die Bremer Mietenbewegung aus den Kämpfen der Hauptstadt lernen?\nBuchvorstellung & Diskussion mit Ralf Hoffrogge\nDonnerstag\, 19. März 2026\, um 19 Uhr in Bremen\, im Kulturzentrum Kukoon im Buntentor \nSteigende Mieten\, Verdrängung und Wohnungsmangel sind längst kein Berliner Problem mehr. Auch in Bremen wächst der Druck auf Mieter*innen: Bundesweit führt Bremen nicht nur die Statistik zur Zahl der Zwangsräumungen\, sondern weist auch die höchsten Mietsteigerungen bundesweit auf. \nDoch die Kämpfe zur Wohnungsfrage in der Hauptstadt zeigen: Widerstand lohnt sich. In mehr als 15 Jahren Kampf hat die Berliner Mietenbewegung viele Erfahrungen vorzuweisen. Insbesondere der Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. Enteignen“ erlangte über die Stadtgrenze hinaus Bekanntheit und eröffnete eine neue Perspektive für die Wohnungspolitik. Im Kielwasser der Initiative wurden zehntausende Wohnungen rekommunalisiert und Mieterhöhungen ein ganzes Jahr lang per Mietendeckel verboten. \nDer Historiker und Mietenaktivist Ralf Hoffrogge zeichnet in seinem neuen Buch „Das laute Berlin“ nach\, wie aus vielen kleinen Nachbarschaftsinitiativen eine durchsetzungsfähige Bewegung entstand – und warum die Wohnungsfrage sich trotz punktueller Erfolge weiter zuspitzt. Bei der Buchvorstellung in Bremen wollen wir den Blick weiten: Was lässt sich aus den Berliner Erfahrungen für Bremen lernen? \nWelche Strategien waren erfolgreich\, wo stießen sie an Grenzen – und wie lassen sich diese Erfahrungen auf eine kleinere Stadt mit anderen politischen und geographischen Bedingungen übertragen? Gemeinsam mit dem Autor diskutiert das „Bremer Bündnis Zwangsräumungen verhindern“\, wie Kämpfe um unser Zuhause gerade in Zeiten des Rechtsrucks einen zentralen Beitrag für solidarische Perspektive leisten können. \nDas laute Berlin von Ralf Hoffrogge\, Brumaire Verlag Berlin \nRalf Hoffrogge ist Historiker mit dern Schwerpunkthemen Gewerkschaften und Soziale Bewegungen\, er ist seit über einem Jahrzehnt in der Berliner Mietenbewegung aktiv und war Gründungsmitlied der Initiative „Deutsche Wohnen & Co Enteignen“. \nVeranstalter:innen:\nBremer Bündnis Zwangsräumungen Verhindern & Mieter:innen-Solidarität Bremen\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen\, Kulturzentrum Kukoon
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SUMMARY:Queere Literatur und ihre Auslöschung im Nationalsozialismus. Lesung mit Literatur aus drei Zeiten
DESCRIPTION:Lesung am 05.03.2026\, 19:30 Uhr / \n\n \n\n\n„I had a chance to read ‘The Well of Loneliness’ that had been translated into Polish before I was taken into the camps. I was a young girl at the time\, around twelve or thirteen\, and one of the ways I survived in the camp was by remembering that book. I wanted to live long enough to kiss a woman.“ So beschreibt es eine Shoa-Überlebende in den 1980er Jahren gegenüber Joan Nestle\, Gründerin des Lesbian Herstory Archive. Heute kaum vorstellbar scheint die Vielfalt an queerer Literatur aus der Zwischenkriegszeit. Für viele Nicht-Heterosexuelle und gender-nichtkonforme Menschen war sie identitätsstiftend und später sogar überlebenswichtig. Das Lesekollektivmöchte einen Ausschnitt aus dieser Vielzahl anWerken vorstellen\, im Anschluss die Vernichtung queerer Literatur thematisieren und damit letztlich das Verschwinden von Diversität\, Repräsentation und Erinnerung an die vielfältigen Lebensweisen in der Weimarer Republik. Queeres Leben war während des NS nicht verschwunden\, aber musste im Verborgenen bleiben. Ein wenig dessen\, was wir heute davon kennen\, soll im zweiten Teil gelesen werden. Der dritte Teil beschäftigt sich mit den Nachwirkungen der nationalsozialistischen Geschlechterideologie: eine zerstörte Subkultur\, Homophobie\, ein Weiterbestehen des §175 und fehlende Anerkennung der Opfer bis hin zu ihrer Auslöschung aus der Geschichtsschreibung. Die Lesung soll ihrer erinnern und sexuelle Vielfalt zelebrieren. \nDie Veranstaltung findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum 27. Januar. \nEine Veranstaltung von: associazione delle talpe\, Arbeitnehmerkammer Bremen und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.
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SUMMARY:Georges Bensoussan. Die Ursprünge des arabisch-israelischen Konflikts (1870 – 1950)
DESCRIPTION:## Die Veranstaltung heute Abend muss leider wegen Krankheit des Referenten entfallen! Wir bemühen uns um einen Nachholtermin. ## \nBuchvorstellung und Diskussion mit Alex Carstiuc\, 04.12.2025\, 19:00 Uhr\nKulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \nAuf seiner Suche nach dem gesellschaftlichen Ursprung des damals noch arabisch-israelischen Konflikts geht Georges Bensoussan bis in die Zeit vor der ersten Alija zurück. Seine historische Untersuchung erschien 2023 in Frankreich. Er betrachtet einen historischen Abschnitt\, der sich vom Jahr 1870 bis zum Ende des Unabhängigkeitskriegs und den ersten Waffenstillstandsabkommen Israels mit seinen arabischen Nachbarstaaten 1949 erstreckt. Er zeigt dabei\, dass der alte Jischuv bereits vor der Einwanderung osteuropäischer Zionist*innen den Kern einer von Europa inspirierten Nationalbewegung bildet. Während sich für die dortigen Jüdinnen und Juden schon früh der Weg hin zu einer modernen Gesellschaft mit entsprechenden Institutionen und Organisationen abzeichne\, seidie überwiegende Mehrheit der arabischen Bevölkerung durch die clanbasierte und durch Tradition und Religion gebundene Herrschaft in ihrer gesellschaftlichen Entwicklung gehemmt. Schon bald stünden sich nach Bensoussan zwei kulturell und gesellschaftlich deutlich differierende Gesellschaften bis zur offenen Feindschaft gegenüber. Bensoussan argumentiert\, dass sich die Dynamik des arabisch-israelischen Konflikts nur mit einer Vorstellung von gesellschaftlichem Fortschritt verstehen lässt – viel besser als die üblichen Erklärungsmodelle wie Nationalismus\, Imperialismus\, Kolonialismus. Der Übersetzer Alex Carstiuc stellt die Thesen des Buches vor und gibt einen Überblick über die Rezeption. \nGeorges Bensoussan\, geboren 1952 in Ahfir\, stammt aus einer alteingesessenen jüdischen Familie in Marokko\, die nach Frankreich auswandern musste. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Revue d’histoire de la Shoah und verantwortlich für die Publikationen des Mémorial de la Shoah hin Paris. Als Historiker hat er sich mit zahlreichen Werken zur Geschichte der Shoah\, des Zionismus und der Jüdinnen und Juden in der arabischen Welt international einen Namen gemacht. Auf Deutsch liegt bisher lediglich der Band Die Juden der arabischen Welt. Die verbotene Frage (2019) vor. \nAlex Carstiuc ist Historiker\, Herausgeber und Mitübersetzer der Memoiren Léon Poliakovs. Er übersetzte Annette Wieviorkas Werk 1945. Als die Amerikaner die Lager entdeckten (Edition Tiamat Herbst 2021).Mit Jonas Empen Übersetzung von Georges Bensoussan: Die Ursprünge des arabisch-israelischen Konflikts (1870 – 1950). \n\n\nGeorges Bensoussan\, Die Ursprünge des arabisch-israelischen Konflikts (1870 – 1950). ça ira-Verlag: Freiburg (April 2026). Aus dem Französischen von Alex Carstiuc und Jonas Empen. \n\nEine Veranstaltung von associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg- Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen\, Monom Stiftung\, Kulturzentrum Kukoon und Kulturnetz e.V. im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus Bremen.
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SUMMARY:Musikalische Gewalt in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern
DESCRIPTION:Lesung und Konzert mit Elisa Lapan\, Paul Schuberth und Thomas Ebermann\nDonnerstag\, 23. Oktober 2025\, um 19 Uhr in Bremen\, Kulturzentrum Kukoon im Buntentor \nDieser Abend widmet sich einer nach wie vor wenig beleuchteten Facette der NS-Geschichte. Zwar ist vielen die Funktion des Kulturlebens im Lager Theresienstadt oder die Geschichte des Liedes „Die Moorsoldaten“ bekannt. Anders verhält es sich jedoch mit solchen Aspekten\, die nicht unmittelbar mit beeindruckenden künstlerischen Leistungen oder Widerstand seitens der Häftlinge in Zusammenhang stehen. Diese Kehrseite spiegeln die Begriffe „musikalische Gewalt“ (Juliane Brauer\, Historikerin ) oder „musikalischer Sadismus“ (Alexander Kulisiewicz\, „Lagersänger“ und Historiker). Diese sind keine effektvolle Übertreibung: In den Händen der SS-Mannschaften geriet Musik zum Folterinstrument. Sei es in Form des gefürchteten Zwangssingens\, der Beschallung des Lagergeländes mit „nationalen Flötentönen“ oder der musikalischen Untermalung von Exekutionen. Wie Musik als Mittel des Terrors herhalten musste; wie sie in den Prozess der Vernichtung durch Arbeit eingespannt wurde\, ja ihn sogar reibungsloser funktionieren ließ; darüber will der Vortrag Auskunft geben. \nAusgehend vom scheinbar paradoxen Satz „In Auschwitz betrieben die Machthaber in gewisser Hinsicht eine Kulturförderung“ (Gabriele Knapp\, Historikerin) schließt der Vortrag mit Überlegungen darüber\, inwieweit gängige Vorstellungen von Kunst und Kultur angesichts des „musikalischen Sadismus“ an mögliche Grenzen stoßen. Zu einem Vortrag solchen Inhalts Musik zu spielen\, ist eine Gratwanderung. Sie darf nicht Balsam für die Seele nach den furchtbaren historischen Tatsachen sein. So spielen Elisa Lapan und Paul Schuberth\, manchmal als Kontrast\, manchmal aber zur Verdeutlichung\, Stücke von u.a. Józef Koffler\, Jean Wiener\, Hanns Eisler\, Paul Abraham. \nElisa Lapan: Vortrag\, Saxofon\nPaul Schuberth: Text\, Vortrag\, Akkordeon\nThomas Ebermann: Vortrag\, Lesung \nIn den Mitteilungen der Alfred Klahr Gesellschaft findet sich ein Beitrag von Paul Schuberth zum Thema musikalische Gewalt in den Lagern: https://www.klahrgesellschaft.at/Mitteilungen/Schuberth_1_22.pdf \nPaul Schuberth (*1994) ist Akkordeonist. Neben Projekten wie „trio akk:zent“\, „Belofour“\, „Duo Vakkordeonioline“ tritt er u.a. mit Paul Gulda\, Otto Lechner\, Bratko Bibič\, Thomas Gansch\, Bertl Mütter\, Andrej Prozorov\, Christopher Haritzer\, Jelena Popržan auf. Nebenbei veröffentlicht er als Verfasser von Beiträgen zu kulturpolitischen und gesellschaftlichen Themen in Zeitschriften wie Augustin\, Versorgerin\, konkret\, Phase 2\, Volksstimme\, Jungle World. \nElisa Lapan (*1996) ist Saxofonistin\, Dirigentin und Musikpädagogin. Sie schloss ihre Bachelor Studien in klassischem Saxofon mit Schwerpunkt Jazzsaxofon an der ABPU in Linz ab und setzte ihren Master an der Royal Academy Of Music\, Aarhus (Dänemark)\, in Saxofon und Ensembleleitung fort. Elisa ist Mitglied bei SAX OF(F) ON und Orginel² & Saxobefont. Neben reger Konzerttätigkeit und erfolgreichen Teilnahmen bei Wettbewerben (Musica Juventutis\, 3. Platz beim internationalen Louis-Spohr Holzbläserwettbewerb in Kassel) ist sie als Saxofonlehrerin an der Musikschule der Stadt Linz tätig und hält Workshops zum Thema Soundpainting. \nThomas Ebermann ist Publizist\, zuletzt erschien von ihm Störung im Betriebsablauf\, Hamburg 2021 und Linke Heimatliebe. Eine Entwurzelung\, Hamburg 2019. In den letzten Jahren war er mit Bühnenaufführungen wie Heimat – Eine Besichtigung des Grauens (2019) und Herbert Marcuse – Der eindimensionale Mensch wird fünfzig (2014) in Bremen zu Gast. \nHans Bonarewitz\, der nach einem mißlungenen Fluchtversuch zum Tode verurteilt wurde\, auf dem Weg zur Hinrichtung (30.07.1942)\, vor ihm die Häftlingskapelle des KZ-Mauthausen. Rechts und links der Lagerstraße mußten die Mithäftlinge antreten.Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes\, Inventarnummer: 9348 \nVeranstalter:innen:\nassociazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen\, Landeszentrale für politische Bildung Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen\, Kulturzentrum Kukoon \n(Nachholtermin für die wegen Krankheit ausgefallene Veranstaltung vom 24. Oktober 2024.)
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SUMMARY:Normal – Eine Besichtigung des Wahns. Ein Abend gegen Irrationalismus und instrumentelle Vernunft
DESCRIPTION:Von und mit Thomas Ebermann\, Thorsten Mense und Florian Thamer am Donnerstag\, 08.05.2025 und Freitag\, 09.05.2025\, Beginn 19:00 Uhr\, Einlass 18:30 Uhr / Kulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \n– UPDATE: Für den Bühnenabend am 09.05.2025 sind mittlerweile alle Platzreservierungen vergeben. Es sind noch letzte Platzreservierungen für den Bühnenabend am 08.05.2025 verfügbar. Plätze können online beim Kulturzentrum Kukoon für 0\,01 Euro reserviert werden. Reservierte Plätze werden an beiden Abenden bis jeweils bis 18:45 Uhr freigehalten\, restliche Plätze (bzw. nichtwahrgenommene Platzreservierungen) werden anschließend vergeben. Eintritt gegen Spende beim Einlass am Abend. Platzreservierung: https://tickets.kukoon.de/normal/Wir bitten um pünktliches Erscheinen. –  \n \nPandemie\, Klimawandel\, Kriege\, die Steuererklärung\, der Verkehrsstau – Krisen über Krisen\, und kein Ende in Sicht. \nDie einen fliehen in den Verschwörungsglauben oder gleich vollends in den Faschismus. Sie sind die Endzeit-Krieger*innen in Tierkostümen\, folgen QAnon bis ins Capitol. Sie sind die Aluhut-Träger*innen\, die gegen Chemtrails und Impfzwang demonstrieren. Es sind die Reichsbürger*innen\, die Kämpfer*innen gegen den »Great Reset« und den »Großen Austausch«. Auch die Incels sind mit dabei\, mit ihrem Hass auf Frauen\, der bis zu Morden eskalieren kann und in Manifesten gefeiert wird. Politisierter kollektiver Wahn – immer auf der Suche nach weltbeherrschenden Drahtziehern\, die schuldig sind und meist Soros heißen. \nDie anderen halten am gesunden Menschenverstand fest. Sie verteidigen den Experten gegen den Scharlatan\, die Vernunft gegen den Wahn. Sie sind fleißig\, halten Nationen und Eigentumsordnung für so natürlich\, wie dass der Starke den Schwachen besiegen muss. Sie wissen\, dass Kollateralschäden nicht schön\, aber unvermeidbar sind: Die Hungernden\, die Obdachlosen\, die Erfrierenden in jedem Winter\, die Ertrunkenen im Mittelmeer. Auch wenn sie Horoskope lesen\, halten sie es dennoch für nicht ganz bewiesen\, dass die Sterne unser Schicksal bestimmen – und sie lesen ja auch nur solche\, die raten zu tun\, was die Gesellschaft von den Menschen ohnehin verlangt. \nIhre Vernunft ist eine instrumentelle\, Vernunft im Dienste der Unvernunft. Es geht nur um das Wie\, nicht um das Wofür. Alles ist Mittel\, um persönlich durch- und voranzukommen\, sich und den Laden am Laufen zu halten. Effektivität ersetzt jeden Gedanken an eine menschenfreundliche Einrichtung der Welt. Erlaubt ist selbst im Denken nur\, was nützlich ist. Lebenswert ist nur\, wer produktiv ist. Normal ist\, wer gesund ist und arbeiten kann. Der Weg von Selbstoptimierung zu Eugenik ist kürzer als das Laufband im Fitnessstudio: instrumentell-vernünftig und mörderisch-wahnhaft zugleich. \nDas Lob der normalen Menschen hat gewaltig Konjunktur. Ob AfD oder Sahra Wagenknecht\, ob in Österreich die Freiheitlichen oder hier der sozialdemokratische Kanzler\, sie alle machen Politik\, womit die Bild-Zeitung Werbung macht: Gefeiert wird der schlichte\, anspruchs- und selbstlose\, hart arbeitende Mensch\, der von Intellektuellen\, Lifestyle-Linken und Eliten verraten wurde. Im Lob der Normalen steckt zugleich Verachtung\, sie haben immer den zynischen Zweck\, ihre Borniertheiten und die gesellschaftlich beschissene Stellung der Subalternen zu verewigen – im Namen allergrößter Wertschätzung versteht sich. \nWie der normale Mensch steht auch die Normalität hoch im Kurs. Schon lange hat sich im allgemeinen Bewusstsein durchgesetzt\, dass das Deutschland\, das Auschwitz verbrochen hat\, deshalb nichts negativ Besonderes sei\, sondern Normalität für sich beanspruchen darf\, wenn nicht sogar dafür bestimmt sei\, wieder Verantwortung in der Welt zu übernehmen. Manchen reicht das nicht. Sie fordern »Deutschland\, aber normal«\, eine Normalität\, die in der guten alten Zeit siedelte und durch Bevölkerungsaustausch\, Genderwahn\, Schmähung des bewährten Dieselmotors etc. untergegangen sei und also wiederbelebt werden müsse. Aber auch die Normalität\, die in jeder Krise als rasch Wiederherzustellende versprochen wird\, ist eine trostlose Hoffnung. Denn so wird sakral\, was deshalb richtig ist\, weil es ist – ohne den Zustand der Welt und das Leid seiner Opfer kritisch zu hinterfragen. Die »Stimme der Vernunft« lehrt\, dass alles Utopische\, alles Ausbrechen wollen\, sich nicht mit dem Status Quo abfinden wollen\, chancenlos und zum schmerzhaften Scheitern verurteilt sei. Aber der Normalzustand\, »dass es so weitergeht«\, ist die eigentliche Katastrophe. \nAuf Bühne und Leinwand besichtigen wir – angemessen polemisch\, satirisch wie analytisch\, fragend und kritisierend – den ganz normalen Wahn und den Wahn der Normalität\, das Pathogene im Normalen\, und das Irrationale\, das nicht das Gegenteil des Normalen ist\, sondern aus diesem erwächst. Es wird so witzig\, wie Adornos Stahlbäder lustig sind. \nEine Veranstaltung: associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Arbeitnehmerkammer Bremen\, Kulturzentrum Kukoon\, Partnerschaft für Demokratie Bremen\, \nFür die Teilnahme wird eine vorherige Reservierung empfohlen: \nPlätze können online beim Kulturzentrum Kukoon für 0\,01 Euro reserviert werden. 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Platzreservierung: https://tickets.kukoon.de/normal/Wir bitten um pünktliches Erscheinen.\n\n\n\n\n\n\nPandemie\, Klimawandel\, Kriege\, die Steuererklärung\, der Verkehrsstau – Krisen über Krisen\, und kein Ende in Sicht.Die einen fliehen in den Verschwörungsglauben oder gleich vollends in den Faschismus. Sie sind die Endzeit-Krieger*innen in Tierkostümen\, folgen QAnon bis ins Capitol. Sie sind die Aluhut-Träger*innen\, die gegen Chemtrails und Impfzwang demonstrieren. Es sind die Reichsbürger*innen\, die Kämpfer*innen gegen den »Great Reset« und den »Großen Austausch«. Auch die Incels sind mit dabei\, mit ihrem Hass auf Frauen\, der bis zu Morden eskalieren kann und in Manifesten gefeiert wird. Politisierter kollektiver Wahn – immer auf der Suche nach weltbeherrschenden Drahtziehern\, die schuldig sind und meist Soros heißen.Die anderen halten am gesunden Menschenverstand fest. Sie verteidigen den Experten gegen den Scharlatan\, die Vernunft gegen den Wahn. Sie sind fleißig\, halten Nationen und Eigentumsordnung für so natürlich\, wie dass der Starke den Schwachen besiegen muss. Sie wissen\, dass Kollateralschäden nicht schön\, aber unvermeidbar sind: Die Hungernden\, die Obdachlosen\, die Erfrierenden in jedem Winter\, die Ertrunkenen im Mittelmeer. Auch wenn sie Horoskope lesen\, halten sie es dennoch für nicht ganz bewiesen\, dass die Sterne unser Schicksal bestimmen – und sie lesen ja auch nur solche\, die raten zu tun\, was die Gesellschaft von den Menschen ohnehin verlangt.Ihre Vernunft ist eine instrumentelle\, Vernunft im Dienste der Unvernunft. Es geht nur um das Wie\, nicht um das Wofür. Alles ist Mittel\, um persönlich durch- und voranzukommen\, sich und den Laden am Laufen zu halten. Effektivität ersetzt jeden Gedanken an eine menschenfreundliche Einrichtung der Welt. Erlaubt ist selbst im Denken nur\, was nützlich ist. Lebenswert ist nur\, wer produktiv ist. Normal ist\, wer gesund ist und arbeiten kann. Der Weg von Selbstoptimierung zu Eugenik ist kürzer als das Laufband im Fitnessstudio: instrumentell-vernünftig und mörderisch-wahnhaft zugleich.Das Lob der normalen Menschen hat gewaltig Konjunktur. Ob AfD oder Sahra Wagenknecht\, ob in Österreich die Freiheitlichen oder hier der sozialdemokratische Kanzler\, sie alle machen Politik\, womit die Bild-Zeitung Werbung macht: Gefeiert wird der schlichte\, anspruchs- und selbstlose\, hart arbeitende Mensch\, der von Intellektuellen\, Lifestyle-Linken und Eliten verraten wurde. Im Lob der Normalen steckt zugleich Verachtung\, sie haben immer den zynischen Zweck\, ihre Borniertheiten und die gesellschaftlich beschissene Stellung der Subalternen zu verewigen – im Namen allergrößter Wertschätzung versteht sich. \nWie der normale Mensch steht auch die Normalität hoch im Kurs. 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SUMMARY:Deutsches Demokratisches Reich. Wie die extreme Rechte Geschichte und Demokratie zerstört
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Diskussion mit Volker Weiß am 24.04.2025\, 19:00 Uhr / Kulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \n  \nIn seinem aktuellen Buch bietet Volker Weiß eine tiefgehende und historisch fundierte Zeitdiagnose zur AfD und der extremen Rechten. Er zeigt auf\, wie die extreme Rechte von dem Ziel getrieben ist\, den westlichen Liberalismus zu überwinden und eine alternative Geschichtsdeutung durchzusetzen. Mit einer detaillierten Analyse der rechten Gegenerzählungen seziert der Referent die neurechte Szene. Die extreme Rechte spricht von einem geistigen Bürgerkrieg\, der in Deutschland tobe – und den sie gleichzeitig anheizt. In diesem Kampf geht es um nichts weniger als um die Deutungshoheit über Geschichte und Gegenwart\, um Deutschland aus dem Westen herauszulösen. Die widersprüchlichen\, verklärenden und oft schrillen Geschichtskonstruktionen der extremen Rechten weisen auf ein Ziel: ein „Deutsches Demokratisches Reich“ als Synthese aus den autoritären Systemen der deutschen Vergangenheit. Volker Weiß analysiert diese neuen Methoden der kulturellen Kriegsführung vor allem in den Feldern der Geschichts- und Geopolitik. Vor dem Hintergrund der diesjährigen Bundestagswahl zeigt der Historiker die aktuelle Entwicklung des neuen rechten Denkens auf. Die wichtigsten Strömungen und Akteur*innen werden hierbei untersucht\, dabei weitet der Autor den Blick hin auf vergleichbare Aktionen der rechten Milieus in Russland und den USA. \n  \nVolker Weiß ist Historiker\, war viele Jahre als Fachautor für DIE ZEITund ZEIT Geschichte\, Jungle World\, Frankfurter Rundschau\, FAZ\, taz\, Spiegel Onlinetätig und schreibt heute für dieSZ.Er beobachtet seit Jahren die Entwicklung der neurechten Szene. Sein Buch „Die autoritäre Revolte. Die neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“gilt als Standardwerk zum Thema und wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 nominiert. \n  \nEine Veranstaltung von: associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen\, Kulturzentrum Kukoon.
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SUMMARY:Probleme des Antirassismus. Postkoloniale Studien\, Critical Whiteness und Intersektionalitätsforschung in der Kritik
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Diskussion mit Robin Forstenhäusler und Jan Rickermann am 12.12.2024\, 19:00 Uhr / Kulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \nNicht erst seit den Protesten der Black-Lives Matter-Bewegung im Jahr 2020 hat die Debatte über Rassismus in wissenschaftlichen Auseinandersetzungen eine zentrale Rolle eingenommen. Einzug in den gesellschaftlichen Mainstream erhalten dabei besonders Positionen\, die von akademischen Strömungen wie »Critical Whiteness«\, dem Postkolonialismus oder Poststrukturalismus beeinflusst sind. Der Intersektionalismus war einst als Kritik  juristischen Kategorien konzipiert\,  die der Realität hinterherhinken. Inzwischen ist er zu einer leeren Formel geworden\, in die sich alles einfügen lässt\, was sich als ‚kreuzbar‘ denken lässt: Diskriminierungsformen\, gesellschaftliche ‚Unterdrückungssysteme‘\, soziale Kämpfe sollen intersektional gedacht werden. Statt einer theoretischen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Entstehungsbedingungen des Rassismus begegnet man in diesen Ansätzen jedoch häufig Angriffen auf Universalismus und Vernunft oder der Einebnung der Spezifik von Antisemitismus und Holocaust. Im Vortrag soll hinterfragt werden\, warum man vom Anspruch\, verschiedene Unterdrückungsformen sowie Kämpfe ‚zusammenzudenken‘\, zur Feinderklärung gegen Israel kommt. \nJan Rickermann lebt in Bremen\, forscht zur Kritischen Theorie und Kritik des Politischen Existentialismus. Er hat Sozialwissenschaften und Philosophie studiert und arbeitet an einer Dissertation über den Politischen Existentialismus bei Giorgio Agamben. Aktuellste Publikation: Von der Geschichtlichkeit zur Vernunft und Revolution. Herbert Marcuses Weg von Heidegger zu Hegel. In: Felix Brandner/Till Seidemann. Zwischenwelten der kritischen Theorie. Beiträge zur Systematik und Geschichte. Baden-Baden: Karl Alber Verlag 2024. \nRobin Forstenhäusler hat Sozialwissenschaften und Philosophie studiert\, er lebt und arbeitet in Bremen u.a. zu den Themen Psychoanalyse\, Rassismus\, Antisemitismus und soziale Bewegungen. In Kürze erscheint der von ihm mitherausgegebene Band „Klimawandel und Gesellschaftskritik“ (Verbrecher Verlag). \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus 2024 in Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen\, Kulturzentrum Kukoon.
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SUMMARY:“Arbeit macht frei” – Nationalsozialismus und sein Erbe
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Diskussion mit Nikolas Lelle am 05.12.2024\, 19:00 Uhr / Kulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \n»Unsere Arbeit macht uns frei«\, rief ein ranghoher Nationalsozialist inmitten des Zweiten Weltkriegs seinen sogenannten Volksgenossen zu. Er knüpfte damit nicht nur an die lange Tradition »deutscher Arbeit« an\, der nach die Deutschen eine ganz besondere Beziehung zu Arbeit haben sollen. Er wandelte zugleich eine weitverbreitete KZ-Inschrift ab. Denn »Arbeit macht frei« prangte am Lagertor von Auschwitz\, Dachau\, Sachsenhausen und andernorts. Doch was hat der Satz überhaupt zu bedeuten? Wessen Arbeit macht wen frei? Und vor allem: wovon? Um diese Fragen zu beantworten\, wirft Nikolas Lelle einen Blick auf Texte der Shoah-Überlebenden Primo Levi\, Jean Améry und Tibor Wohl\, die jeweils Texte über die NS-Devise »Arbeit macht frei« verfassten. Bei genauer Betrachtung entpuppt sich die Devise als nationalsozialistischer Sinnspruch\, indem nicht nur Verachtung und Verhöhnung\, sondern auch Verbrechen und Versprechen sichtbar werden. In der Devise verbindet sich der eliminatorische Antisemitismus mit der naitonalsozialistsichen Arbeitsauffassung. \nAufgearbeitet wurde das nicht. Der Umgang mit der NS-Ideologie und ihren »Sinnsprüchen« ist eine Herausforderung bis heute. Denn wie kann es sein\, dass dieser Satz einerseits tabuisiert ist\, andererseits die extreme Rechte ständig mit ihm spielt und er auf Social-Media-Plattformen zum Hashtag verkommt? Erst eine gelungene Aufarbeitung der Vergangenheit kann die Gesellschaft dazu befähigen\, sich ihrer Geschichte wie Gegenwart zu stellen. \nAm Abend stellt Nikolas Lelle zentrale Überlegungen seines Buchs vor und liest ein paar wenige Passagen.\nhttps://www.verbrecherverlag.de/shop/unsere-arbeit-macht-uns-frei-annaeherungen-an-eine-ns-devise/ \nNikolas Lelle arbeitet seit 2020 bei der Amadeu Antonio Stiftung und beschäftigt sich vornehmlich mit Antisemitismus\, der Erinnerung an den Nationalsozialismus und „deutscher Arbeit“. Zuvor promovierte er – nach einem Studium der Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main und Mainz – an der Humboldt Universität zu Berlin in der Sozialphilosophie. 2018 gab er zusammen mit Felix Axster den Band „‚Deutsche Arbeit‘. Kritische Perspektiven auf ein ideologisches Selbstbild“ (Wallstein Verlag) heraus. 2022 erschien im Verbrecher Verlag seine Promotion „Arbeit\, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe“. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus 2024 in Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen\, Kulturzentrum Kukoon.
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SUMMARY:Beyond Molotovs - Reclaiming Antifascist Futures
DESCRIPTION:Buchvorstellung: Beyond Molotovs – A Visual Handbook of Anti-Authoritarian Strategies\, mit Gustavo Robles Am Donnerstag\, 28. November 2024\, um 19 Uhr in Bremen\, Kulturzentrum Kukoon im Buntentor \nAutoritarismus wirkt viel eher auf der Ebene von Gefühlen als auf der von Argumenten. Wie können wir autoritären Affekten entgegenwirken? „Beyond Molotovs – A Visual Handbook on Anti-Authoritarian Strategies“ versammelt 50 reich bebilderte Beiträge zu Strategien gegen Autoritarismus von Initiativen\, Aktivist*innen\, Künstler*innen und Forschenden aus aller Welt. Im Fokus stehen die sinnlichen und emotionalen Dimensionen ihrer Strategien. Von der kollektiven Kunst und Ästhetik feministischer Bewegungen in Indien\, Iran\, Mexiko und Polen über revolutionäre Lieder in Syrien und subversive Internetkunst in Hongkong bis hin zu Nähkollektiven in Russland und antiautoritären Brettspielen eröffnen die Beiträge neue Perspektiven auf Momente des Widerstands\, der Subversion und der Kreativität. \nCover Beyond Molotovs\, Transcript Verlag 2024 \nDas Buch Beyond Molotovs ist im Frühjahr 2024 im transcript-Verlag erschienen\, herausgegeben von der IRGAC – International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem kollektiv orangotango. \nDie Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt. \nGustavo Robles ist Fellow bei IRGAC und Co-Autor von Beyond Molotovs. Er beschäftigt sich mit den subjektiven Dimensionen in der aktuellen Phase der neoliberalen Gouvernementalität. Er war außerordentlicher Professor an der Nationalen Universität La Plata (Argentinien) und führte Forschungsaufenthalte an verschiedenen deutschen Universitäten durch. Darüber hinaus ist er Aktivist in verschiedenen politischen und kulturellen Kollektiven in Argentinien und Deutschland\, die sich mit Themen wie Menschenrechten und Arbeitsbedingungen von Immigranten befassen. \nGustavo Robles\, Universität Passau \nVeranstalter*innen:\nRosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen und andere
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SUMMARY:25 Jahre rli #rli25
DESCRIPTION:25 Jahre Rosa-Luxemburg-Initiative – 25 Jahre Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen\nPodiumsdiskussion sowie Empfang\, mit Martina Renner (MdB Die Linke) und vielen anderen\nFreitag\, 22. November 2024\, um 18 Uhr in Bremen\, im Kulturzentrum Kukoon im Buntentor und im Livestream\n \nDer Veranstaltung wird über unseren YouTube-Kanal übertragen und kann dort nach der Veranstaltung als Video angeschaut werden.\n \nAnläßlich unseres 25jährigen Bestehens laden wir unsere Mitglieder\, unsere Freund:innen und Kooperationspartner:innen zu einer Podiumsdiskussion über Perspektiven linker und emanzipatorischer politischer Bildung mit anschließendem Empfang ein. Die Rosa-Luxemburg-Initiative e.V. wurde am 23. Juni 1999 gegründet und hat im Spätsommer des gleichen Jahres ihr erstes Halbjahresprogramm mit etwa 30 Veranstaltungen vorgelegt. – Wir freuen uns auf spannende Gäste! \nProgramm: \nEintreffen und Empfang 18 bis 19 Uhr\nBegrüßung sowie Moderation des Abends:\n* Florian Weis\, ehemaliger Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung\, hat den bundesweiten Aufbau der Landesstiftungen und des Stiftungsverbundes der RLS seit 1999 begleitet.\n* Norbert Schepers\, Mitgründer der Rosa-Luxemburg-Initiative\, Politikwissenschaftler\, Leiter des Bremer Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Initiative. \nPodiumsdiskussion zu Perspektiven linker und emanzipatorischer politischer Bildung\nMit Kurzinputs aus einigen Feldern linker Politik:\n* Martina Renner\, MdB Die Linke für Thüringen\, Gründungsmitglied der Rosa-Luxemburg-Initiative\, engagierte Antifaschistin und Innenpolitikerin.\n* Doris Achelwilm\, Sprachwissenschaftlerin\, ist stellvertretende Landessprecherin der Bremer Linkspartei und war davor LINKE-Bundestagsabgeordnete für Bremen von 2017 bis 2021.\n* Samim Cagri Ocakli\, ehemaliger Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Initiative 2012ff\, Politikwissenschaftler\, berufstätig im Bereich der Wohnungslosenhilfe in Hamburg.\n* Vitaliy Bovar\, Historiker\, Kriegsgegner und ehemaliger städtischer Abgeordneter in Sankt Petersburg. Im Juni 2023 wurde er von der russischen Regierung als ausländischer Agent eingestuft. Übersetzung Anastasia Zaytseva.\n* Olaf Bernau\, seit 2010 aktiv im transnationalen Netzwerk Afrique-Europe-Interact\, zudem tätig als Autor. \nKurze Grußworte\, Ermutigungen\, Interessantes aus der Vereinsgeschichte und Ausblicke\nunter anderen mit Judith Kluthe\, Europawissenschaftlerin\, Politische Bildnerin; Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Initiative. \nSharePic rli25 \nVeranstalter:in\n Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen \nLeider mussten wir unser Jubiläums-Event krankheitsbedingt vom Freitag\, 20. September\, auf Freitag\, 22. November 2024 verschieben!
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SUMMARY:Künstliche Intelligenz und Krieg: Autonome Waffen und die moralische Herausforderung des systematischen Tötens
DESCRIPTION:Vortrag und Diskussion mit Elke Schwarz\, LondonAm Donnerstag\, 7.  November 2024\, um 19 Uhr in Bremen\, Kulturzentrum Kukoon im Buntentor\, und online\n \nDer Livestream wird über unseren YouTube-Kanal ausgegeben. Dort können auch Fragen gestellt werden.\nDie Veranstaltung kann dort im Nachhinein als Video angeschaut werden.\n \nAutonome Waffensysteme und algorithmische Kriegsführung sind ernsthaft auf dem Vormarsch. In den aktuellen Kriegen in der Ukraine und in Gaza zeigt sich auf unterschiedliche Weise der Aufstieg des durch moderne Datenverarbeitung gestützten\, systematischen Tötens. Militärische KI-Programme auf der ganzen Welt streben danach\, die – wie das US-Militär es nennt – „Zeitspanne zwischen Sensor und Schütze“ zu verkürzen und die „Tödlichkeit“ ihrer Operationen zu „erhöhen“. Systeme wie „Lavender“ (welches die IDF zur Zielauswahl in Gaza einsetzen) sind keine Autonomen Waffensysteme (aka Killerroboter)\, aber sie beschleunigen die Tötungskette und machen den Prozess des Tötens zunehmend autonomer. KI-Zielsysteme stützen sich auf Daten von Computersensoren und anderen Quellen\, um statistisch zu bewerten\, was ein potenzielles Ziel ist. \nSysteme wie „Lavender“ werfen viele ethische Fragen in Bezug auf Trainingsdaten\, Verzerrungen\, Genauigkeit\, Fehlerquoten und vor allem die Frage nach der Voreingenommenheit der Automatisierung auf. Durch die Automatisierung werden alle Befugnisse\, einschließlich der moralischen\, an die leidenschaftslose Schnittstelle der statistischen Verarbeitung abgetreten. Durch die Nutzung von Künstlicher Intelligenz wird der Spielraum für menschliches Handeln an den Rand gedrängt. Die Logik des Systems erfordert dies aufgrund der vergleichsweise langsamen kognitiven Systeme des Menschen. Damit entfällt auch das menschliche Verantwortungsgefühl für die vom Computer erzeugten Ergebnisse. \nThe newest crew members – Naval Group \nMit Tödlichen Autonomen Waffensystemen (LAWS) und dem KI-gestützten Töten im weiteren Sinne wird die Gewalt im wahrsten Sinne des Wortes systematisiert. Das System sorgt für die Organisation\, die optimierte Funktion\, die Distanzierung und das moralische Vakuum\, das für die Ausweitung der Tötungsarten erforderlich ist\, anstatt Zurückhaltung zu fördern. Das Versprechen dabei: Autonome Waffensysteme könnten durch leidenschaftlose Gewaltanwendung zu ethischeren Akteuren im Krieg werden. Elke Schwarz warnt vor den kalten und leidenschaftslosen Formen systematischer Gewalt\, die den moralischen Status menschlicher Ziele ebenso untergraben wie den Status derjenigen\, die an dem System selbst beteiligt sind. \nProf. Dr. Elke Schwarz\, Queen Mary University London\, International Committee for Robot Arms Control (ICRAC).\nModeration und Einführung: Norbert Schepers\, Politikwissenschaftler\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen. \nDie Veranstaltung findet hybrid statt\, vor Ort in Bremen sowie im Livestream. \nDiese Veranstaltung ist Teil der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „KI\, Klima\, Krise\, Krieg – Wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert“ der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg\, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen. \n\nSharepic1 zur Veranstaltungsreihe \nSharepic2 zur Veranstaltungsreihe \nDer Flyer zur Veranstaltungsreihe als PDF zum Download: Flyer-KI_Klima_Krise_Krieg. \n\nZum Thema:\nKillerroboter – KI im Krieg. Arte Doku von Daniel Andrew Wunderer (RBB 2023\, 91 Min.)
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SUMMARY:Befreiendes Denken im Schatten von Auschwitz
DESCRIPTION:Jüdische Intellektuelle der 1920er und 1930er Jahre für die Befreiung des Menschen aus Ausbeutung und Unterdrückung – von den Nazis ermordet\, vertrieben oder vergessen gemacht \nVortragsreihe mit Wolfgang Hien von März bis November 2024 in Bremen\njeweils Dienstags um 19 Uhr im Kulturzentrum Kukoon im Buntentor oder in der Blauen Manege in der Überseestadt\n \nDer Arbeits- und Gesundheitswissenschaftler Wolfgang Hien beschäftigte sich im Lauf seiner Forschungsarbeiten zur Sozialgeschichte der Industriearbeit in Deutschland und Österreich von der Hochindustrialisierung bis heute intensiv mit der „Zeit“\, dem Zeitgeist\, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschte und zu der Katastrophe des Nationalsozialismus führte. Es enthüllte sich die Kontinuität eines durchweg brutalen Sozialdarwinismus (der im heutigen Neoliberalismus wieder auf- und fortlebt). Das Leid der arbeitenden Massen\, die Thematisierung von Leid und Leiden überhaupt\, war und ist verpönt. Er hat nach „Gegenstimmen“ gesucht\, nach Stimmen\, die die andere Seite des Fortschritts in den Blick nahmen und fand fast durchweg Stimmen jüdischer Intellektueller. Genau dies scheint ihm zugleich ein Grund für den seit etwa 1870 stetig wachsenden Antisemitismus zu sein. Humanität war in den Augen der Elite der Gegenpol zur Härte und Stärke\, die man sich für das „Deutschtum“ wünschte. Es galt\, die „Humanitätspropaganda der Juden“ zu bekämpfen und auszumerzen (vgl. Hermann Glaser: Bildungsbürgertum und Nationalismus\, München 1993). \nEine Touristin sitzt in der Tür eines Reisebusses auf dem Parkplatz am Lagertor. © Danny Ghitis \nIm Verlauf der Vortragsreihe zwischen März und November 2024 wird Wolfgang Hien sechs jüdische Intellektuelle vorstellen\, die ihm als Vertreter:innen von Humanität\, Menschenwürde und „Verantwortung von anderen her“ (Emmanuel Levinas) begegneten: \n\n\n\nDienstag\, 5. März\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nLudwig Teleky\n\n\nDienstag\, 16. April\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nKäthe Leichter\n\n\nDienstag\, 25. Juni\, 19:00 Uhr\, \n(Blaue Manege\, Kommodore-Johnsen-Boulevard 11 (Überseestadt)\nSimone Weil\n\n\nDienstag\, 03. September\, 19:00 Uhr \n(Blaue Manege\, Kommodore-Johnsen-Boulevard 11 (Überseestadt)\nEdith Stein\n\n\nDienstag\, 01. Oktober\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nPrimo Levi\n\n\nDienstag\, 05. November\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nEmmanuel Levinas\n\n\n\nLudwig Teleky\, ein sozialdemokratischer Arzt und Begründer der modernen Arbeits- und Sozialmedizin in Wien und Düsseldorf\, musste 1938 emigrieren. Nach dem Krieg hoffte er auf eine Professur in Wien oder Berlin\, doch er war und blieb unerwünscht. Als Beispiele seiner Tätigkeit wird auf die Lungentuberkulose und die Quecksilbervergiftung der Wiener Hutmacher eingegangen.  \nKäthe Leichter\, Wienerin\, Pazifistin\, Sozialistin\, gehört zu den großen Kämpferinnen für die Befreiung der Arbeiterinnen aus Elend und Abhängigkeit. Sie arbeitete aktiv im Widerstand gegen die Austrofaschisten und die Nazis. Sie wurde verraten\, kam ins KZ Ravensbrück und wurde 1942 von den Nazis ermordet. Es wird eine längere Passage aus ihren in der Haft geschriebe-nen und aus dem KZ herausgeschmuggelten Lebenserinnerungen zitiert. \nSimone Weil\, eine französische Philosophin\, verbrachte ein Jahr ihres Lebens am Fließband der Renault-Werke. Ihre Erfahrungen verarbeitete sie zu einem Programm der Humanisierung des Arbeitslebens. Simone Weil war in der Resistance gegen die Nazis aktiv und verstarb 1943 an Entkräftung. Es werden Passagen aus ihren Texten „Erfahrungen aus dem Fabrikalltag“ und „Grundbedingungen einer nicht servilen Arbeit“ zitiert. \nEdith Stein\, Philosophin und moderne Mystikerin\, gehört zu den bedeutsamsten Frauenrechtlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr Schicksal ist von einer besonderen Tragik: Sie wurde in einem niederländischen Kloster der Karmeliterinnen von den Nazis aufgespürt und 1944 in Auschwitz ermordet. Edith Stein entwickelte eine Leibphilosophie\, die an einer Vorstellung von „Seele“ festhält. Es wird aus ihrer Studie „Zum Problem der Einfühlung“ zitiert. \nPrimo Levi\, Mitglied der Resistenzia\, kam als junger Chemiker nach Auschwitz und dort in die Chemiefabrik der I.G. Farbenindustrie. Er hat überlebt und konnte durch seine Zeugenschaft dazu beitragen\, ein genaueres Bild des deutschen Faschismus in seiner von der Großindustrie geprägten soziomentalen Struktur zu zeichnen. Zitiert wird aus seinem letzten Werk: „Die Untergegangenen und Geretteten“. \nEmanuel Levinas\, in Litauen geboren\, ging bereits in den 1920er Jahren zum Studium der Philosophie nach Frankreich. Seine gesamte litauische Familie fiel der deutschen Ausrottungspolitik zum Opfer. Levinas geriet als französischer Soldat 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft und entwickelte nach dem Krieg eine große Philosophie der Verantwortung. Es wird eine Passage aus seiner späteren Vorlesung „Ethik als Erste Philosophie“ zitiert. \nEmmanuel Levinas. Von Bracha L. Ettinger\, CC BY-SA 2.5 \nVeranstalter:innen: \nVVN-BdA – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Bremen\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen\, Kulturzentrum Kukoon \nFotoquellen:\nEine Touristin sitzt in der Tür eines Reisebusses auf dem Parkplatz am Lagertor. © Danny Ghitis. Siehe https://www.zeit.de/reisen/2011-11/fs-auschwitz-3\nEmmanuel Levinas. Von Bracha L. Ettinger\, CC BY-SA 2.5\, siehe https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34724186
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SUMMARY:Massenmord\, Genozid und Gedenken im Irak
DESCRIPTION:Vortrag und Diskussion mit Hemn Goptapy und Oliver Piecha\nDienstag\, 29. Oktober 2024\, um 19 Uhr in Bremen\, Kulturzentrum Kukoon im Buntentor \nDer Irak ist ein Land der verschwundenen Menschen. Es gibt Orte\, da muss man buchstäblich nur mit den Schuhen im Sand scharren\, und es kommen ihre Überreste zum Vorschein. Einer\, der sich das Erinnern und Gedenken zur Lebensaufgabe gemacht hat ist der kurdische Lehrer Hemn Goptapy aus dem Nordirak. Auch sein Dorf war von der Vernichtungskampagne Saddam Husseins gegen die Kurden 1988 betroffen – der „Anfal-Kampagne“. Aber sie war weder der Anfang noch das Ende des massenhaften Mordens im Irak\, der Bogen spannt sich von Saddam Husseins Terrorregime bis zum „Islamischen Staat“ und dem Genozid an den Jesiden 2015. Es gibt mittlerweile auch staatliche Formen des Gedenkens an die Morde und Verfolgungen im Irak\, aber sie stehen in einem Spannungsverhältnis zu den Bedürfnissen der Nachkommen. Hemn Goptapy wird aus der Praxis von Erinnerungsarbeit berichten\, in einem Land\, in dem der Gedanke\, dass man sich den Opfern erinnern muss neu und revolutionär ist. In der anschließenden Diskussion mit dem Historiker Oliver M. Piecha von Wadi e.V. wird es auch um den weiteren Kontext der Inflationierung und Istrumentalisierung des Genozidbegriffes gehen\, und um die Frage\, wie die Auseinandersetzung mit der Gewaltgeschichte der Region ein zentraler Grundbaustein der Zukunft des Nahen Ostens sein muss. \nDenkmal in Goptapa. Foto von Hemn Goptapy \nVeranstalter:innen: \nRosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen\, Hilfsorganisation WADI e.V.\, Kulturzentrum Kukoon \nDie gleiche Veranstaltung findet am Vortag auch in Celle statt:\nDie Volkshochschule Celle lädt am 28.10. um 19 Uhr in ihre Räumen\, Trift 20 in 29221 Celle\, ein. \nAm 28.10. in Celle und 29.10.24 in Bremen berichten Hemn Goptapy aus Kurdistan und Oliver Piecha von Wadi e.V. über die Verbrechen des Saddam Regimes und die Bedeutung von Erinnerung und Aufarbeitung. \nHintergrundinfos: \n„Anfal-Operation (Ḥamlat al-Anfāl) ist der vom Irak verwendete Name für die zwischen 1986 und 1989 und in acht Phasen durchgeführten genozidalen Maßnahmen des irakischen Baath-Regimes unter Saddam Hussein gegen die kurdische Bevölkerung und andere Minderheiten wie die Assyrer\, und Chaldäer im Nordirak. Die kurdische Bevölkerung\, die durch das Regime unterdrückt wurde\, hatte sich seit 1986 im Iran-Irak Krieg auf die Seite Teherans gestellt.  Großbritannien\, Schweden und Norwegen haben die Zerstörung Tausender kurdischer Dörfer\, die völlige Umstrukturierung der Agrarökonomie hin zu abhängigen und unproduktiven Flüchtlingslagern und den organisierten Massenmord offiziell als Genozid entsprechend der UN-Völkermordkonvention von 1948 anerkannt. \nDie Anfal-Operation war Teil der Maßnahmen der Regierung gegen Kurden\, die 1975 mit Massendeportationen an der türkischen Grenze begonnen hatten (…)“  Quelle: Wikipedia\, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Anfal-Operation \nDer Bericht von Human Rights Watch zu diesem Genozid: https://www.hrw.org/reports/1993/iraqanfal/ANFALINT.htm \nMehr zur Erinnerungsarbeit im Irak bei WADI e.V.: Goptapa: Eine kurdisches Dorf\, das 1988 Giftgas zum Opfer fiel\, organisiert sich | Erinnern an die Verbrechen\, die das Saddam-Regime gegen die eigene Bevölkerung begangen hat
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SUMMARY:Musikalische Gewalt in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern
DESCRIPTION:– Entfällt leider wegen Krankheit. Wir bemühen uns um einen Nachholtermin. – \nLesung und Konzert mit Paul Schuberth / Thomas Ebermann / Elisa Lapan am 24. Oktober 2024\, 19:00 Uhr / Kulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \nDieser Abend widmet sich einer nach wie vor wenig beleuchteten Facette der NS-Geschichte. Zwar ist vielen die Funktion des Kulturlebens im Lager Theresienstadt oder die Geschichte des Liedes „Die Moorsoldaten“ bekannt. Anders verhält es sich jedoch mit solchen Aspekten\, die nicht unmittelbar mit beeindruckenden künstlerischen Leistungen oder Widerstand seitens der Häftlinge in Zusammenhang stehen. Diese Kehrseite spiegeln die Begriffe „musikalische Gewalt“ (Juliane Brauer\, Historikerin ) oder „musikalischer Sadismus“ (Alexander Kulisiewicz\, „Lagersänger“ und Historiker). Diese sind keine effektvolle Übertreibung: In den Händen der SS-Mannschaften geriet Musik zum Folterinstrument. \nSei es in Form des gefürchteten Zwangssingens\, der Beschallung des Lagergeländes mit „nationalen Flötentönen“ oder der musikalischen Untermalung von Exekutionen. Wie Musik als Mittel des Terrors herhalten musste; wie sie in den Prozess der Vernichtung durch Arbeit eingespannt wurde\, ja ihn sogar reibungsloser funktionieren ließ; darüber will der Vortrag Auskunft geben. \nAusgehend vom scheinbar paradoxen Satz „In Auschwitz betrieben die Machthaber in gewisser Hinsicht eine Kulturförderung“ (Gabriele Knapp\, Historikerin) schließt der Vortrag mit Überlegungen darüber\, inwieweit gängige Vorstellungen von Kunst und Kultur angesichts des „musikalischen Sadismus“ an mögliche Grenzen stoßen. Zu einem Vortrag solchen Inhalts Musik zu spielen\, ist eine Gratwanderung. Sie darf nicht Balsam für die Seele nach den furchtbaren historischen Tatsachen sein. So spielen Elisa Lapan und Paul Schuberth\, manchmal als Kontrast\, manchmal aber zur Verdeutlichung\, Stücke von u.a. Józef Koffler\, Jean Wiener\, Hanns Eisler\, Paul Abraham. \nIn den Mitteilungen der Alfred Klahr Gesellschaft findet sich ein Beitrag von Paul Schuberth zum Thema musikalische Gewalt in den Lagern: \nhttps://www.klahrgesellschaft.at/Mitteilungen/Schuberth_1_22.pdf \nPaul Schuberth (*1994) ist Akkordeonist. Neben Projekten wie „trio akk:zent“\, „Belofour“\, „Duo Vakkordeonioline“ tritt er u.a. mit Paul Gulda\, Otto Lechner\, Bratko Bibič\, Thomas Gansch\, Bertl Mütter\, Andrej Prozorov\, Christopher Haritzer\, Jelena Popržan auf. Nebenbei veröffentlicht er als Verfasser von Beiträgen zu kulturpolitischen und gesellschaftlichen Themen in Zeitschriften wie Augustin\, Versorgerin\, konkret\, Phase 2\, Volksstimme\, Jungle World. \nThomas Ebermann ist Publizist\, zuletzt erschien von ihm Störung im Betriebsablauf\, Hamburg 2021 und Linke Heimatliebe. Eine Entwurzelung\, Hamburg 2019. In den letzten Jahren war er mit Bühnenaufführungen wie Heimat – Eine Besichtigung des Grauens (2019) und Herbert Marcuse – Der eindimensionale Mensch wird fünfzig (2014) in Bremen zu Gast. \nElisa Lapan (*1996) ist Saxofonistin\, Dirigentin und Musikpädagogin. Sie schloss ihre Bachelor Studien in klassischem Saxofon mit Schwerpunkt Jazzsaxofon an der ABPU in Linz ab und setzte ihren Master an der Royal Academy Of Music\, Aarhus (Dänemark)\, in Saxofon und Ensembleleitung fort. Elisa ist Mitglied bei SAX OF(F) ON und Orginel² & Saxobefont. Neben reger Konzerttätigkeit und erfolgreichen Teilnahmen bei Wettbewerben (Musica Juventutis\, 3. Platz beim internationalen Louis-Spohr Holzbläserwettbewerb in Kassel) ist sie als Saxofonlehrerin an der Musikschule der Stadt Linz tätig und hält Workshops zum Thema Soundpainting. \nPaul Schuberth: Text\, Vortrag\, Akkordeon / Thomas Ebermann: Vortrag\, Lesung / Elisa Lapan: Vortrag\, Saxofon \n  \nEine Veranstaltung von: associazione delle talpe\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen\, Partnerschaft für Demokratie Bremen\, Landeszentrale für politische Bildung Bremen und Kulturzentrum Kukoon im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus Bremen 2024.
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SUMMARY:Grundeinkommen – Baustein für Klimagerechtigkeit
DESCRIPTION:Grundeinkommen und Klimagerechtigkeit: Schlüsselelemente einer sozialökologischen Transformation\nVortrag und Diskussion mit Ronald Blaschke\nDienstag\, 15. Oktober 2024\, um 19 Uhr in Bremen\, Kulturzentrum Kukoon im Buntentor\n \nDie globale Erwärmung und die fortschreitende Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen sind direkte Folgen der aktuellen Produktions- und Lebensweise\, die die Natur als bloße Ressource betrachtet und ausbeutet. Diese Praktiken gefährden nicht nur die Umwelt\, sondern auch die Lebensgrundlagen und die Lebensqualität vieler Menschen – heute und in der Zukunft. \nFür das Überleben der Menschheit ist daher eine grundlegende Transformation unserer Gesellschaftsstrukturen notwendig. Diese Transformation muss sozial gerecht und ökologisch nachhaltig sein. Das Grundeinkommen spielt hierbei eine zentrale Rolle\, indem es eine gerechtere Verteilung von Ressourcen ermöglicht und soziale Ungleichheiten abbaut. Ein bedingungsloses Grundeinkommen kann den Zwang zur Teilnahme an umweltschädlichen wirtschaftlichen Aktivitäten verringern und den Menschen die Freiheit geben\, sich für nachhaltigere Lebensweisen zu entscheiden. \nDiese Veranstaltung nimmt Bezug auf das im Frühjahr 2024 veröffentlichte Memorandum „Grundeinkommen als notwendiger Bestandteil einer sozialökologischen Transformation und Baustein für Klimagerechtigkeit“. Das Memorandum betont\, dass eine sozialökologische Transformation nicht nur den Schutz der Natur umfasst\, sondern auch die Schaffung einer gerechteren Weltordnung. Dazu gehört die Umverteilung von Wohlstand\, die Entschuldung ärmerer Länder und der Aufbau einer nachhaltigen\, gemeinwohlorientierten Wirtschaft. Ein Grundeinkommen könnte dabei ein Schlüsselelement sein\, um allen Menschen die Existenz und gesellschaftliche Teilhabe zu sichern und ihnen wirtschaftliche und politische Freiheit zu ermöglichen. \nRonald Blaschke ist Mitgründer des Netzwerks Grundeinkommen und europäischer Vernetzungen zum Grundeinkommen. Er hat mehrere Bücher zum Grundeinkommen und zu daran angrenzenden Themen mit herausgegeben und war jahrelang als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestagsbüro von Katja Kipping mit Hartz IV befasst. Siehe www.ronald-blaschke.de \nRonald Blaschke\, Foto: Fiona Krakenbürger \n\nVeranstalter*innen:\nAG „Genug für alle“ Attac Bremen\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen und andere\n \n 
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SUMMARY:Befreiendes Denken im Schatten von Auschwitz
DESCRIPTION:Jüdische Intellektuelle der 1920er und 1930er Jahre für die Befreiung des Menschen aus Ausbeutung und Unterdrückung – von den Nazis ermordet\, vertrieben oder vergessen gemacht \nVortragsreihe mit Wolfgang Hien von März bis November 2024 in Bremen\njeweils Dienstags um 19 Uhr im Kulturzentrum Kukoon im Buntentor oder in der Blauen Manege in der Überseestadt\n \nDer Arbeits- und Gesundheitswissenschaftler Wolfgang Hien beschäftigte sich im Lauf seiner Forschungsarbeiten zur Sozialgeschichte der Industriearbeit in Deutschland und Österreich von der Hochindustrialisierung bis heute intensiv mit der „Zeit“\, dem Zeitgeist\, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschte und zu der Katastrophe des Nationalsozialismus führte. Es enthüllte sich die Kontinuität eines durchweg brutalen Sozialdarwinismus (der im heutigen Neoliberalismus wieder auf- und fortlebt). Das Leid der arbeitenden Massen\, die Thematisierung von Leid und Leiden überhaupt\, war und ist verpönt. Er hat nach „Gegenstimmen“ gesucht\, nach Stimmen\, die die andere Seite des Fortschritts in den Blick nahmen und fand fast durchweg Stimmen jüdischer Intellektueller. Genau dies scheint ihm zugleich ein Grund für den seit etwa 1870 stetig wachsenden Antisemitismus zu sein. Humanität war in den Augen der Elite der Gegenpol zur Härte und Stärke\, die man sich für das „Deutschtum“ wünschte. Es galt\, die „Humanitätspropaganda der Juden“ zu bekämpfen und auszumerzen (vgl. Hermann Glaser: Bildungsbürgertum und Nationalismus\, München 1993). \nEine Touristin sitzt in der Tür eines Reisebusses auf dem Parkplatz am Lagertor. © Danny Ghitis \nIm Verlauf der Vortragsreihe zwischen März und November 2024 wird Wolfgang Hien sechs jüdische Intellektuelle vorstellen\, die ihm als Vertreter:innen von Humanität\, Menschenwürde und „Verantwortung von anderen her“ (Emmanuel Levinas) begegneten: \n\n\n\nDienstag\, 5. März\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nLudwig Teleky\n\n\nDienstag\, 16. April\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nKäthe Leichter\n\n\nDienstag\, 25. Juni\, 19:00 Uhr\, \n(Blaue Manege\, Kommodore-Johnsen-Boulevard 11 (Überseestadt)\nSimone Weil\n\n\nDienstag\, 03. September\, 19:00 Uhr \n(Blaue Manege\, Kommodore-Johnsen-Boulevard 11 (Überseestadt)\nEdith Stein\n\n\nDienstag\, 01. Oktober\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nPrimo Levi\n\n\nDienstag\, 05. November\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nEmmanuel Levinas\n\n\n\nLudwig Teleky\, ein sozialdemokratischer Arzt und Begründer der modernen Arbeits- und Sozialmedizin in Wien und Düsseldorf\, musste 1938 emigrieren. Nach dem Krieg hoffte er auf eine Professur in Wien oder Berlin\, doch er war und blieb unerwünscht. Als Beispiele seiner Tätigkeit wird auf die Lungentuberkulose und die Quecksilbervergiftung der Wiener Hutmacher eingegangen.  \nKäthe Leichter\, Wienerin\, Pazifistin\, Sozialistin\, gehört zu den großen Kämpferinnen für die Befreiung der Arbeiterinnen aus Elend und Abhängigkeit. Sie arbeitete aktiv im Widerstand gegen die Austrofaschisten und die Nazis. Sie wurde verraten\, kam ins KZ Ravensbrück und wurde 1942 von den Nazis ermordet. Es wird eine längere Passage aus ihren in der Haft geschriebe-nen und aus dem KZ herausgeschmuggelten Lebenserinnerungen zitiert. \nSimone Weil\, eine französische Philosophin\, verbrachte ein Jahr ihres Lebens am Fließband der Renault-Werke. Ihre Erfahrungen verarbeitete sie zu einem Programm der Humanisierung des Arbeitslebens. Simone Weil war in der Resistance gegen die Nazis aktiv und verstarb 1943 an Entkräftung. Es werden Passagen aus ihren Texten „Erfahrungen aus dem Fabrikalltag“ und „Grundbedingungen einer nicht servilen Arbeit“ zitiert. \nEdith Stein\, Philosophin und moderne Mystikerin\, gehört zu den bedeutsamsten Frauenrechtlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr Schicksal ist von einer besonderen Tragik: Sie wurde in einem niederländischen Kloster der Karmeliterinnen von den Nazis aufgespürt und 1944 in Auschwitz ermordet. Edith Stein entwickelte eine Leibphilosophie\, die an einer Vorstellung von „Seele“ festhält. Es wird aus ihrer Studie „Zum Problem der Einfühlung“ zitiert. \nPrimo Levi\, Mitglied der Resistenzia\, kam als junger Chemiker nach Auschwitz und dort in die Chemiefabrik der I.G. Farbenindustrie. Er hat überlebt und konnte durch seine Zeugenschaft dazu beitragen\, ein genaueres Bild des deutschen Faschismus in seiner von der Großindustrie geprägten soziomentalen Struktur zu zeichnen. Zitiert wird aus seinem letzten Werk: „Die Untergegangenen und Geretteten“. \nEmanuel Levinas\, in Litauen geboren\, ging bereits in den 1920er Jahren zum Studium der Philosophie nach Frankreich. Seine gesamte litauische Familie fiel der deutschen Ausrottungspolitik zum Opfer. Levinas geriet als französischer Soldat 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft und entwickelte nach dem Krieg eine große Philosophie der Verantwortung. Es wird eine Passage aus seiner späteren Vorlesung „Ethik als Erste Philosophie“ zitiert. \nEmmanuel Levinas. Von Bracha L. Ettinger\, CC BY-SA 2.5 \nVeranstalter:innen: \nVVN-BdA – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Bremen\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen\, Kulturzentrum Kukoon \nFotoquellen:\nEine Touristin sitzt in der Tür eines Reisebusses auf dem Parkplatz am Lagertor. © Danny Ghitis. Siehe https://www.zeit.de/reisen/2011-11/fs-auschwitz-3\nEmmanuel Levinas. Von Bracha L. Ettinger\, CC BY-SA 2.5\, siehe https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34724186
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Er hat nach „Gegenstimmen“ gesucht\, nach Stimmen\, die die andere Seite des Fortschritts in den Blick nahmen und fand fast durchweg Stimmen jüdischer Intellektueller. Genau dies scheint ihm zugleich ein Grund für den seit etwa 1870 stetig wachsenden Antisemitismus zu sein. Humanität war in den Augen der Elite der Gegenpol zur Härte und Stärke\, die man sich für das „Deutschtum“ wünschte. Es galt\, die „Humanitätspropaganda der Juden“ zu bekämpfen und auszumerzen (vgl. Hermann Glaser: Bildungsbürgertum und Nationalismus\, München 1993). \nEine Touristin sitzt in der Tür eines Reisebusses auf dem Parkplatz am Lagertor. © Danny Ghitis \nIm Verlauf der Vortragsreihe zwischen März und November 2024 wird Wolfgang Hien sechs jüdische Intellektuelle vorstellen\, die ihm als Vertreter:innen von Humanität\, Menschenwürde und „Verantwortung von anderen her“ (Emmanuel Levinas) begegneten: \n\n\n\nDienstag\, 5. März\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nLudwig Teleky\n\n\nDienstag\, 16. April\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nKäthe Leichter\n\n\nDienstag\, 25. Juni\, 19:00 Uhr\, \n(Blaue Manege\, Kommodore-Johnsen-Boulevard 11 (Überseestadt)\nSimone Weil\n\n\nDienstag\, 03. September\, 19:00 Uhr \n(Blaue Manege\, Kommodore-Johnsen-Boulevard 11 (Überseestadt)\nEdith Stein\n\n\nDienstag\, 01. Oktober\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nPrimo Levi\n\n\nDienstag\, 05. November\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nEmmanuel Levinas\n\n\n\nLudwig Teleky\, ein sozialdemokratischer Arzt und Begründer der modernen Arbeits- und Sozialmedizin in Wien und Düsseldorf\, musste 1938 emigrieren. Nach dem Krieg hoffte er auf eine Professur in Wien oder Berlin\, doch er war und blieb unerwünscht. Als Beispiele seiner Tätigkeit wird auf die Lungentuberkulose und die Quecksilbervergiftung der Wiener Hutmacher eingegangen.  \nKäthe Leichter\, Wienerin\, Pazifistin\, Sozialistin\, gehört zu den großen Kämpferinnen für die Befreiung der Arbeiterinnen aus Elend und Abhängigkeit. Sie arbeitete aktiv im Widerstand gegen die Austrofaschisten und die Nazis. Sie wurde verraten\, kam ins KZ Ravensbrück und wurde 1942 von den Nazis ermordet. Es wird eine längere Passage aus ihren in der Haft geschriebe-nen und aus dem KZ herausgeschmuggelten Lebenserinnerungen zitiert. \nSimone Weil\, eine französische Philosophin\, verbrachte ein Jahr ihres Lebens am Fließband der Renault-Werke. Ihre Erfahrungen verarbeitete sie zu einem Programm der Humanisierung des Arbeitslebens. Simone Weil war in der Resistance gegen die Nazis aktiv und verstarb 1943 an Entkräftung. Es werden Passagen aus ihren Texten „Erfahrungen aus dem Fabrikalltag“ und „Grundbedingungen einer nicht servilen Arbeit“ zitiert. \nEdith Stein\, Philosophin und moderne Mystikerin\, gehört zu den bedeutsamsten Frauenrechtlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr Schicksal ist von einer besonderen Tragik: Sie wurde in einem niederländischen Kloster der Karmeliterinnen von den Nazis aufgespürt und 1944 in Auschwitz ermordet. Edith Stein entwickelte eine Leibphilosophie\, die an einer Vorstellung von „Seele“ festhält. Es wird aus ihrer Studie „Zum Problem der Einfühlung“ zitiert. \nPrimo Levi\, Mitglied der Resistenzia\, kam als junger Chemiker nach Auschwitz und dort in die Chemiefabrik der I.G. Farbenindustrie. Er hat überlebt und konnte durch seine Zeugenschaft dazu beitragen\, ein genaueres Bild des deutschen Faschismus in seiner von der Großindustrie geprägten soziomentalen Struktur zu zeichnen. Zitiert wird aus seinem letzten Werk: „Die Untergegangenen und Geretteten“. \nEmanuel Levinas\, in Litauen geboren\, ging bereits in den 1920er Jahren zum Studium der Philosophie nach Frankreich. Seine gesamte litauische Familie fiel der deutschen Ausrottungspolitik zum Opfer. Levinas geriet als französischer Soldat 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft und entwickelte nach dem Krieg eine große Philosophie der Verantwortung. Es wird eine Passage aus seiner späteren Vorlesung „Ethik als Erste Philosophie“ zitiert. \nEmmanuel Levinas. Von Bracha L. Ettinger\, CC BY-SA 2.5 \nVeranstalter:innen: \nVVN-BdA – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Bremen\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen\, Kulturzentrum Kukoon \nFotoquellen:\nEine Touristin sitzt in der Tür eines Reisebusses auf dem Parkplatz am Lagertor. © Danny Ghitis. Siehe https://www.zeit.de/reisen/2011-11/fs-auschwitz-3\nEmmanuel Levinas. Von Bracha L. 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Er hat nach „Gegenstimmen“ gesucht\, nach Stimmen\, die die andere Seite des Fortschritts in den Blick nahmen und fand fast durchweg Stimmen jüdischer Intellektueller. Genau dies scheint ihm zugleich ein Grund für den seit etwa 1870 stetig wachsenden Antisemitismus zu sein. Humanität war in den Augen der Elite der Gegenpol zur Härte und Stärke\, die man sich für das „Deutschtum“ wünschte. Es galt\, die „Humanitätspropaganda der Juden“ zu bekämpfen und auszumerzen (vgl. Hermann Glaser: Bildungsbürgertum und Nationalismus\, München 1993). \nEine Touristin sitzt in der Tür eines Reisebusses auf dem Parkplatz am Lagertor. © Danny Ghitis \nIm Verlauf der Vortragsreihe zwischen März und November 2024 wird Wolfgang Hien sechs jüdische Intellektuelle vorstellen\, die ihm als Vertreter:innen von Humanität\, Menschenwürde und „Verantwortung von anderen her“ (Emmanuel Levinas) begegneten: \n\n\n\nDienstag\, 5. März\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nLudwig Teleky\n\n\nDienstag\, 16. 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Als Beispiele seiner Tätigkeit wird auf die Lungentuberkulose und die Quecksilbervergiftung der Wiener Hutmacher eingegangen.  \nKäthe Leichter\, Wienerin\, Pazifistin\, Sozialistin\, gehört zu den großen Kämpferinnen für die Befreiung der Arbeiterinnen aus Elend und Abhängigkeit. Sie arbeitete aktiv im Widerstand gegen die Austrofaschisten und die Nazis. Sie wurde verraten\, kam ins KZ Ravensbrück und wurde 1942 von den Nazis ermordet. Es wird eine längere Passage aus ihren in der Haft geschriebe-nen und aus dem KZ herausgeschmuggelten Lebenserinnerungen zitiert. \nSimone Weil\, eine französische Philosophin\, verbrachte ein Jahr ihres Lebens am Fließband der Renault-Werke. Ihre Erfahrungen verarbeitete sie zu einem Programm der Humanisierung des Arbeitslebens. Simone Weil war in der Resistance gegen die Nazis aktiv und verstarb 1943 an Entkräftung. Es werden Passagen aus ihren Texten „Erfahrungen aus dem Fabrikalltag“ und „Grundbedingungen einer nicht servilen Arbeit“ zitiert. \nEdith Stein\, Philosophin und moderne Mystikerin\, gehört zu den bedeutsamsten Frauenrechtlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr Schicksal ist von einer besonderen Tragik: Sie wurde in einem niederländischen Kloster der Karmeliterinnen von den Nazis aufgespürt und 1944 in Auschwitz ermordet. Edith Stein entwickelte eine Leibphilosophie\, die an einer Vorstellung von „Seele“ festhält. Es wird aus ihrer Studie „Zum Problem der Einfühlung“ zitiert. \nPrimo Levi\, Mitglied der Resistenzia\, kam als junger Chemiker nach Auschwitz und dort in die Chemiefabrik der I.G. Farbenindustrie. Er hat überlebt und konnte durch seine Zeugenschaft dazu beitragen\, ein genaueres Bild des deutschen Faschismus in seiner von der Großindustrie geprägten soziomentalen Struktur zu zeichnen. Zitiert wird aus seinem letzten Werk: „Die Untergegangenen und Geretteten“. \nEmanuel Levinas\, in Litauen geboren\, ging bereits in den 1920er Jahren zum Studium der Philosophie nach Frankreich. Seine gesamte litauische Familie fiel der deutschen Ausrottungspolitik zum Opfer. Levinas geriet als französischer Soldat 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft und entwickelte nach dem Krieg eine große Philosophie der Verantwortung. Es wird eine Passage aus seiner späteren Vorlesung „Ethik als Erste Philosophie“ zitiert. \nEmmanuel Levinas. Von Bracha L. Ettinger\, CC BY-SA 2.5 \nVeranstalter:innen: \nVVN-BdA – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Bremen\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen\, Kulturzentrum Kukoon \nFotoquellen:\nEine Touristin sitzt in der Tür eines Reisebusses auf dem Parkplatz am Lagertor. © Danny Ghitis. Siehe https://www.zeit.de/reisen/2011-11/fs-auschwitz-3\nEmmanuel Levinas. Von Bracha L. 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SUMMARY:Ist §218 bald Geschichte?
DESCRIPTION:Vortrag und Diskussion mit dem F-Streik-Bündnis\nMittwoch\, 24. April 2024\, um 19:30 Uhr in Bremen\, Kulturzentrum Kukoon im Buntentor \nAm 15.04. hat die Kommission\, die von der Bundesregierung damit beauftragt wurde\, Möglichkeiten der Regulierungen für den Schwangerschaftsabbruch außerhalb des Strafgesetzbuches zu erarbeiten\, ihre Ergebnisse vorgestellt. Bedeutet das\, dass wir den §218 nach 153 Jahren endlich los werden? Dieser und weiteren Fragen rund um die aktuellen Entwicklungen im Bereich der gesetzlichen Regelung des Schwangerschaftsabbruchs in Deutschland möchten wir uns gemeinsam widmen. Wir wollen dabei nicht nur einen Überblick über den Status Quo und eine Einordnung der Ergebnisse der Kommission geben\, sondern auch gemeinsam darauf schauen\, was wir machen können\, damit es tatsächlich eine Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs gibt – und der §218 endlich Geschichte wird! \nSharepic zur Veranstaltung \nMenschen aller Geschlechter sind willkommen. Einlass ab 19 Uhr.\nWir freuen uns auf Eure Teilnahme und einen spannenden Austausch! Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt und der Raum ist barrierearm. \nEine Veranstaltung zum 8. März\, dem feministischen Kampftag. Weiteres zum 8. März 2024 in Bremen unter: fstreikbremen.noblogs.org \nVeranstalter:innen:\nFeministischer Streik Bremen und Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.
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SUMMARY:Friederike Beier: Materialistischer Queerfeminismus
DESCRIPTION:Theorien zu Geschlecht und Sexualität im Kapitalismus\nBuchvorstellung und Diskussion mit Friederike Beier\nDonnerstag\, 28. März 2024\, um 18:30 Uhr in Bremen\, Kulturzentrum Kukoon im Buntentor \nEinem materialistischen Queerfeminismus geht es um eine emanzipatorische Theoriebildung zu Geschlecht und Sexualität im Kapitalismus – entgegen des vermeintlichen Widerspruchs zwischen Identität und Klasse. Während der feministischen Queertheorie vorgeworfen wird\, Kapitalverhältnisse und gesellschaftliche Strukturen nicht mitzudenken\, wird die Herstellung von Geschlecht seitens marxistischer Analysen untertheoretisiert und die Rolle von Sexualität und Begehren für den Kapitalismus oftmals ausgeblendet. Demgegenüber zeichnet sich ein materialistischer Queerfeminismus durch eine antikapitalistische sowie queerfeministische Theorie und Praxis aus. In der Lesung geht es um historische und aktuelle Verbindungslinien zwischen beiden Strömungen sowie aktuelle theoretische Verknüpfungen eines materialistischen Queerfeminismus. Im Anschluss werden politische Perspektiven und Utopien einer geschlechtslosen und sorgezentrierten Gesellschaft vorgestellt und diskutiert. \nFriederike Beier (sie/ihr) beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit queer-feministischen\, materialistischen und dekolonialen Theorien zu Zeit\, Geschlecht und Arbeit. Sie arbeitet im Bereich Gender & Diversity am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft an der FU Berlin. \nCover Beier: Materialistischer Queerfeminismus. Unrast-Verlag \nEine Veranstaltung zum 8. März\, dem feministischen Kampftag. Weiteres zum 8. März 2024 in Bremen unter: fstreikbremen.noblogs.org \nVeranstalter:innen:\nFeministischer Streik Bremen und Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.
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SUMMARY:Befreiendes Denken im Schatten von Auschwitz
DESCRIPTION:Jüdische Intellektuelle der 1920er und 1930er Jahre für die Befreiung des Menschen aus Ausbeutung und Unterdrückung – von den Nazis ermordet\, vertrieben oder vergessen gemacht \nVortragsreihe mit Wolfgang Hien von März bis November 2024 in Bremen\njeweils Dienstags um 19 Uhr im Kulturzentrum Kukoon im Buntentor oder in der Blauen Manege in der Überseestadt\n \nDer Arbeits- und Gesundheitswissenschaftler Wolfgang Hien beschäftigte sich im Lauf seiner Forschungsarbeiten zur Sozialgeschichte der Industriearbeit in Deutschland und Österreich von der Hochindustrialisierung bis heute intensiv mit der „Zeit“\, dem Zeitgeist\, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschte und zu der Katastrophe des Nationalsozialismus führte. Es enthüllte sich die Kontinuität eines durchweg brutalen Sozialdarwinismus (der im heutigen Neoliberalismus wieder auf- und fortlebt). Das Leid der arbeitenden Massen\, die Thematisierung von Leid und Leiden überhaupt\, war und ist verpönt. Er hat nach „Gegenstimmen“ gesucht\, nach Stimmen\, die die andere Seite des Fortschritts in den Blick nahmen und fand fast durchweg Stimmen jüdischer Intellektueller. Genau dies scheint ihm zugleich ein Grund für den seit etwa 1870 stetig wachsenden Antisemitismus zu sein. Humanität war in den Augen der Elite der Gegenpol zur Härte und Stärke\, die man sich für das „Deutschtum“ wünschte. Es galt\, die „Humanitätspropaganda der Juden“ zu bekämpfen und auszumerzen (vgl. Hermann Glaser: Bildungsbürgertum und Nationalismus\, München 1993). \nEine Touristin sitzt in der Tür eines Reisebusses auf dem Parkplatz am Lagertor. © Danny Ghitis \nIm Verlauf der Vortragsreihe zwischen März und November 2024 wird Wolfgang Hien sechs jüdische Intellektuelle vorstellen\, die ihm als Vertreter:innen von Humanität\, Menschenwürde und „Verantwortung von anderen her“ (Emmanuel Levinas) begegneten: \n\n\n\nDienstag\, 5. März\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nLudwig Teleky\n\n\nDienstag\, 16. April\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nKäthe Leichter\n\n\nDienstag\, 25. Juni\, 19:00 Uhr\, \n(Blaue Manege\, Kommodore-Johnsen-Boulevard 11 (Überseestadt)\nSimone Weil\n\n\nDienstag\, 03. September\, 19:00 Uhr \n(Blaue Manege\, Kommodore-Johnsen-Boulevard 11 (Überseestadt)\nEdith Stein\n\n\nDienstag\, 01. Oktober\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nPrimo Levi\n\n\nDienstag\, 05. November\, 19:00 Uhr\, \nKukoon\, Buntentorsteinweg 29\nEmmanuel Levinas\n\n\n\nLudwig Teleky\, ein sozialdemokratischer Arzt und Begründer der modernen Arbeits- und Sozialmedizin in Wien und Düsseldorf\, musste 1938 emigrieren. Nach dem Krieg hoffte er auf eine Professur in Wien oder Berlin\, doch er war und blieb unerwünscht. Als Beispiele seiner Tätigkeit wird auf die Lungentuberkulose und die Quecksilbervergiftung der Wiener Hutmacher eingegangen.  \nKäthe Leichter\, Wienerin\, Pazifistin\, Sozialistin\, gehört zu den großen Kämpferinnen für die Befreiung der Arbeiterinnen aus Elend und Abhängigkeit. Sie arbeitete aktiv im Widerstand gegen die Austrofaschisten und die Nazis. Sie wurde verraten\, kam ins KZ Ravensbrück und wurde 1942 von den Nazis ermordet. Es wird eine längere Passage aus ihren in der Haft geschriebe-nen und aus dem KZ herausgeschmuggelten Lebenserinnerungen zitiert. \nSimone Weil\, eine französische Philosophin\, verbrachte ein Jahr ihres Lebens am Fließband der Renault-Werke. Ihre Erfahrungen verarbeitete sie zu einem Programm der Humanisierung des Arbeitslebens. Simone Weil war in der Resistance gegen die Nazis aktiv und verstarb 1943 an Entkräftung. Es werden Passagen aus ihren Texten „Erfahrungen aus dem Fabrikalltag“ und „Grundbedingungen einer nicht servilen Arbeit“ zitiert. \nEdith Stein\, Philosophin und moderne Mystikerin\, gehört zu den bedeutsamsten Frauenrechtlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr Schicksal ist von einer besonderen Tragik: Sie wurde in einem niederländischen Kloster der Karmeliterinnen von den Nazis aufgespürt und 1944 in Auschwitz ermordet. Edith Stein entwickelte eine Leibphilosophie\, die an einer Vorstellung von „Seele“ festhält. Es wird aus ihrer Studie „Zum Problem der Einfühlung“ zitiert. \nPrimo Levi\, Mitglied der Resistenzia\, kam als junger Chemiker nach Auschwitz und dort in die Chemiefabrik der I.G. Farbenindustrie. Er hat überlebt und konnte durch seine Zeugenschaft dazu beitragen\, ein genaueres Bild des deutschen Faschismus in seiner von der Großindustrie geprägten soziomentalen Struktur zu zeichnen. Zitiert wird aus seinem letzten Werk: „Die Untergegangenen und Geretteten“. \nEmanuel Levinas\, in Litauen geboren\, ging bereits in den 1920er Jahren zum Studium der Philosophie nach Frankreich. Seine gesamte litauische Familie fiel der deutschen Ausrottungspolitik zum Opfer. Levinas geriet als französischer Soldat 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft und entwickelte nach dem Krieg eine große Philosophie der Verantwortung. Es wird eine Passage aus seiner späteren Vorlesung „Ethik als Erste Philosophie“ zitiert. \nEmmanuel Levinas. Von Bracha L. Ettinger\, CC BY-SA 2.5 \nVeranstalter:innen: \nVVN-BdA – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Bremen\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen\, Kulturzentrum Kukoon \nFotoquellen:\nEine Touristin sitzt in der Tür eines Reisebusses auf dem Parkplatz am Lagertor. © Danny Ghitis. Siehe https://www.zeit.de/reisen/2011-11/fs-auschwitz-3\nEmmanuel Levinas. Von Bracha L. 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SUMMARY:Christian Geissler: Die Anfrage
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Lesung mit Detlef Grumbach und Michael Weber\nDienstag\, 19. Dezember 2023\, um 19 Uhr in Bremen\, Kulturzentrum Kukoon im Buntentor \nChristian Geissler untersucht in seinem Romandebüt „Anfrage“ (1960) die Schuld der Väter am Holocaust und greift die „Wir haben von allem nichts gewusst“-Haltung der Adenauer-Ära an. Das war neu und stieß nicht gerade auf Gegenliebe in der Nachkriegsgesellschaft. Der Roman erzählt vom Physiker Klaus Köhler\, der herausfinden will\, was mit der jüdischen Familie Valentin geschehen ist. Ihr hatte das Haus gehört\, in dem das Institut untergebracht ist\, in dem er arbeitet. Seine „Anfragen“ fördern das Bild einer Gesellschaft zu Tage\, in der alte Nazis unbehelligt weiterleben und die Opfer sich weiterhin verstecken müssen. Zudem sucht der Protagonist den einzigen überlebenden Sohn des Eigentümers\, der – noch immer in Angst und Schrecken – unter falschem Namen in der Stadt wohnen soll. Köhlers mit der DDR sympathisierender Kollege Steinhoff interessiert dies nicht. Für ihn\, der ein Bein im Krieg verloren hat und der traumatisiert wie zynisch stets davon erzählt\, wie Menschen als Soldaten von Hitler zum Kriegsende verheizt wurden\, zählt ein Einzelschicksal nicht. Schließlich begegnet Köhler einem entfernten Verwandten der jüdischen Familie\, der in den USA lebt und während einer Europareise das Haus der Familie aufsucht. „Anfrage“ wurde 1960 zum Bestsellererfolg. Große und kleine Zeitungen druckten Besprechungen\, sorgten so für eine enorme Verbreitung. Marcel Reich-Ranicki sah in dem Buch den lang ersehnten Schrei des Schmerzes und der Verzweiflung\, der Schande und der Empörung: „Ein heiserer Schrei\, gewiß\, doch ein erschütternder Schrei\, dessen Ehrlichkeit nicht bezweifelt werden kann.“ \nDetlef Grumbach (Christian-Geissler-Gesellschaft) gibt eine Einführung in die Biographie und das Werk von Christian Geissler.\nMichael Weber (Deutsches Schauspielhaus Hamburg) liest Auszüge aus Geisslers Roman „Anfrage“. \nChristian Geissler: Anfrage. Roman\, Neuausgabe im Verbrecher Verlag. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Detlef Grumbach. \nChristian Geissler: Anfrage. Verbrecher Verlag \nVeranstalter:innen:\nKulturzentrum Kukoon und Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen\, in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Bremen. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus Bremen 2023.
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SUMMARY:Auf der Suche in aufgewühlten Zeiten
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Diskussion mit den Übersetzer*innen Janina Reichmann und Alex Carstiuc\nDonnerstag\, 14. Dezember 2023\, um 19 Uhr in Bremen\, Kulturzentrum Kukoon im Buntentor \nDies ist die Geschichte eines Jungen aus dem blutigen neunzehnten Bezirk Chicagos\, der Reporter und schließlich Romanautor wurde und 16 Bücher schrieb. Er war als Kriegsberichterstatter 1937 im spanischen Bürgerkrieg\, besuchte die jüdischen GIs in den Schützengräben und drang 1945 in Deutschland bis ins »Herz des Bösen« vor. Als einer der ersten wurde er mit dem Grauen der Konzentrationslager in Buchenwald\, Dachau und Ohrdruf konfrontiert. Er drehte den ersten Film über das neugegründete Israel und dokumentierte von den Ruinen des Warschauer Ghettos bis zum Hafen von Haifa den Fluchtweg überlebender polnischer Juden nach Palästina. Er entdeckte 1950 die damals noch unbekannten Tagebücher Anne Franks und war am Welterfolg des Buches nicht unwesentlich beteiligt. Er schrieb Bestseller wie »Zwang«\, das mit Truman Capotes »Kaltblütig« verglichen und mit Orson Welles verfilmt wurde. Die Los Angeles Times schrieb\, Meyer Levin sei »der bedeutendste jüdische Autor seiner Zeit«\, der von Ernest Hemingway\, Albert Einstein und Thomas Mann gelesen und hochgeachtet wurde. \nPressestimmen: »Das Buch will bewahren\, was die Menschheit nur allzu gerne vergisst. Es wird den Nachgeborenen als Quelle der Aufklärung und als lebendiges Bild dessen dienen\, was wir erleben mussten.« (Thomas Mann) / »Meyer Levin glaubt an das Richtige\, und die Suche nach dem Richtigen ist das grundlegende Motiv seines Strebens. Ich kenne kaum jemanden\, der nicht aus diesem Buch lernen kann.« (Albert Einstein) \nMeyer Levin: Auf der Suche in aufgewühlten Zeiten. Aus dem Amerikanischen von Alex Carstiuc und Janina Reichmann. Edition Tiamat: März 2024. \nMeyer Levin: Auf der Suche in aufgewühlten Zeiten. Edition Tiamat \nVeranstalter:innen:\nKulturzentrum Kukoon und Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen\, in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Bremen. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus Bremen 2023.
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SUMMARY:Frequenzbesetzer: linke Piratensender in Bremen und anderswo
DESCRIPTION:Diskussion zur Geschichte\, Gegenwart und Zukunft demokratischer (Gegen-)Öffentlichkeit\nMit ehemaligen Aktivist:innen von Radio Überleben und Radio Zebra sowie Jan Bönkost (Bremen)\nDienstag\, 28. November 2023\, um 19 Uhr in Bremen\, Kulturzentrum Kukoon im Buntentor \nWenn unsere Gesellschaft gerechter werden soll\, muss auch die Öffentlichkeit\, müssen die Medien gerechter werden. Wer spricht für wen? Worüber? Wer hört überhaupt zu und wer kann auf gleiche Weise antworten? Das sind seit jeher die großen Fragen emanzipatorischer Medienkritik. Ihre Antworten waren zu allen Zeiten medienpolitische Kämpfe und praktische Experimente. Seit der erste Radiosender 1923 seinen regulären Betrieb aufnahm\, ist der Rundfunk in gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse eingebunden. Doch Radio war und ist immer auch ein Mittel zur Organisation und Artikulation von emanzipatorischem Dissens. 100 Jahre Radio sind deshalb auch 100 Jahre andere Radiopraktiken. Die ab Ende der 1970er zunächst illegal entstandenen Freien Radios sind bis heute lebendiger Ausdruck davon. Sie verbindet das Anliegen\, marginalisierten gesellschaftlichen Gruppen einen größeren Zugang zu öffentlichen Debatten zu ermöglichen\, sie nicht nur zuhören\, sondern selbst sprechen zu lassen. Ihr Ziel ist eine Demokratisierung gesellschaftlicher Öffentlichkeit. \nIn Bremen existierte Anfang der 1980er einer der bedeutendsten Sender der westdeutschen Freien Radio Bewegung: „Radio Zebra“. Gefaßt wurden die Politpirat:innen aus dem Umfeld der Bremer Bürgerinitiative gegen Atomanlagen (BBA) nie. Anfang der 1990er ergriff im bundesweit beachteten Arbeitskampf um das Wilhelmshavener AEG-Olympia-Werk ein Piratensender der Beschäftigten das Wort. „Radio Überleben“ sendete vom Dachboden des lokalen Gewerkschaftshauses. Einmalig in der Geschichte der BRD. Im Gespräch mit ehemaligen Protagonist:innen der beiden Sender und ergänzt um O-Töne aus ihren Sendungen wollen wir vergangene Motivationen\, Zielsetzungen und Erfahrungen emanzipatorischer Medien- und Radioarbeit reflektieren und diskutieren\, wie sie uns heute in Bremen und darüber hinaus noch als Orientierung dienen können. \nDas Projekt 100 Jahre anderes Radio – Über emanzipatorischen Dissens und eine Demokratisierung der Öffentlichkeit \nWenn unsere Gesellschaft gerechter werden soll\, muss auch die Öffentlich­keit\, müssen die Medien gerechter werden. Wer spricht für wen? Worüber? Wer hört überhaupt zu und wer kann auf gleiche Weise antworten? Das sind seit jeher die großen Fragen emanzipa­torischer Medienkritik. Ihre Antworten waren zu allen Zeiten medienpolitische Kämpfe und praktische Experimente. Auch heute\, 40 Jahre nach der Kom­merzialisierung des Rundfunks und 30 Jahre nach der Entstehung des Internets\, braucht es weiterhin andere Medienpraktiken – solche\, die Kommu­nikation als Intervention in gesell­schaftliche Verhältnisse begreifen. Die aktuellen Debatten um den rasanten Wandel gesellschaftlicher Öffentlich­keit(en) und die Zukunft des Rund­funksystems wollen wir deshalb um die Möglichkeiten und Ideale einer anderen demokratischeren Radiopraxis erwei­tern. \nDas Jubiläum des alten Mediums ist uns Anlass\, gemeinsam mit den Akti­vist:innen der Freien Radios in der BRD und im Spannungsverhältnis von emanzipatorischem Anspruch und rauen Radiowirklichkeiten Ideen für die Zukunft auszuloten. Am 29. Oktober 2023 wird das Radio in Deutschland 100 Jahre alt. Die Angst\, die bis dato unbekannte technische Reichweite des Radios könne staats­feindliche oder gar revolutionäre Pro­zesse unterstützen\, war in Deutschland von Beginn an besonders ausgeprägt. Das Selbstverständnis andererseits\, den Rundfunk für die eigenen partei­politischen Ziele zu nutzen\, prägte die Rundfunkpolitik bis weit in die BRD hinein und blitzt auch in den heutigen medienpolitischen Debatten immer wieder auf. Und die in den 1980ern durchgesetzte Privatisierung des Rund­funksystems öffnete kommerziellem Privatfernsehen und Formatradio Tür und Tor. \nDoch gleichzeitig war und ist Radio immer auch ein Mittel zur Artikulation von emanzipatorischem Dissens. Die Forderungen nach Arbeiterradios in den 1920ern und die ab Ende der 1970er entstandenen Freien Radios sind Aus­druck davon. Sie verband das Anliegen\, marginalisierten gesellschaftlichen Gruppen einen größeren Zugang zu öffentlichen Debatten zu ermöglichen\, sie nicht nur zu hören\, sondern selbst sprechen zu lassen. 100 Jahre Radio sind deshalb auch 100 Jahre andere Radiopraktiken. \nWir laden Menschen verschiedener Generationen Freier Radios und am Medium Radio wie am Thema Öffentlichkeit Interessierte ein\, mit­einander in Austausch zu treten. In offener Atmosphäre wollen wir mit Zeitzeug:innen\, Medientheoretiker:innen und Medien­praktiker:innen diskutieren. Zu hören gibt es zwischendrin O-Töne aus 100 Jahren anderer Radiopraxis. \n100 Jahre anderes Radio ist ein bundesweites Projekt\, siehe anderesradio.de. \nSzenenfoto Piratenradio. Quelle: anderesradio.de \nVeranstalter:innen:\nRosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen\, Freundeskreis Freier Radios\, Archiv der sozialen Bewegungen Bremen \n 
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SUMMARY:Seuchenjahre. Orientierungsversuche im Ausnahmezustand
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Diskussion mit Maximilian Hauer am Donnerstag\, 23.11.2023\, 19:00 Uhr\nKulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 228201 Bremen\n\n\nIm Frühjahr 2020 brach SARS-CoV-2 in den Alltag ein und begann in der Lebenswelt zu zirkulieren. Vertrautes wurde unheimlich\, individuelle Routinen und soziale Regeln schlagartig außer Kraft gesetzt. Die Pandemie\, so die These\, irritiert nicht nur den gewohnten leiblichen Umgang mit anderen Menschen\, sondern stellt auch die Ordnung zentraler Kategorien wie Staat und Individuum\, Politik und Ökonomie\, Natur und Gesellschaft in Frage. Doch auch in der Krise enthüllt sich das Wesen der Verhältnisse nicht von selbst. Notwendig ist eine Kritik ideologischer Deutungsangebote\, die sich so rasch verbreiten wie das Virus: salbungsvolle Kriegsmetaphorik\, Verschwörungsmythen und der schicksalsergebene Jargon der Durchseuchung bilden dabei das Gegenstück des Szientismus\, der das Geschehen in einen unendlichen Strom fragmentierter Zahlen\, Fakten und Schaubilder auflöst. Vermittels der Durcharbeitung dieser Bewusstseinsformen formuliert der Band eine materialistische Analyse der Pandemie und ihrer staatlichen Bewältigungsversuche.\n\n\nMaximilian Hauer geboren 1985\, lebt und arbeitet als freier Autor\, Übersetzer und Wissenschaftler in Leipzig. Promotionsprojekt zur Philosophie Friedrich W.J. Schellings. Veröffentlichungen zu Ökologie und Alternativökonomie\, Materialismus und Religionskritik u. a. in konkret\, Jungle World und Kosmoprolet.\n\nEine Veranstaltung des Kulturzentrum Kukoon in Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.
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SUMMARY:Literatur und ökologische Praxis
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Diskussion mit Leonhard Seidl\n21.11.2023\, 19:00 Uhr\, Kulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen\n\nWie schreibt man als Frosch im kochenden Wasserglas? Ist Romantik fehl am Platz und Zeit für Dystopien? Gibt es in Deutschland eine Tradition des Nature Writing? Wie kann eine Poetik des Schreibens über Natur aussehen? Und was können Schreibende dazu beitragen\, die Klimakatastrophe zu verlangsamen? Darüber referierten und diskutierten beim Symposium „Literatur und ökologische Praxis“ 2021 in Fürth Autor*innen\, Literaturwissenschaftler*innen\, Politolog*innen und Sozialwissenschaftler*innen.\nDer Band „Literatur und ökologische Praxis“ ist ein brandaktueller Debattenbeitrag in einer Zeit\, in der die Erde brennt. Mit Beiträgen von Julia Ingold\, Norbert Niemann\, Lena Pfeifer\, Kathrin Röggla\, Thomas Sablowski\, David Salomon\, Christian Schloyer\, Stefan Schmitzer\, Leonhard F. Seidl\, Enno Stahl\, Thomas Wagner\, Michael Wildenhain\, Markus Wissen\, Hubert Zapf und Zara Zerbe.\n\nLeonhard F. Seidl\, geboren 1976 in München\, ist Schriftsteller\, Journalist und Dozent für Kreatives Schreiben. Er ist Vorsitzender des Schriftsteller:innen-Verbandes Mittelfranken und Mitglied im PEN. Zuletzt erschien 2020 sein Schelmenroman »Der falsche Schah« (Volk Verlag) und 2022 die Neuausgabe seines Debütromans „Mutterkorn“. Er hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten\, u.a. 2019 ein Stipendium der Stiftung Literatur und 2021 das Hermann-Kesten-Stipendium und 2022 den Kulturpreis der Stadt Fürth. 2022 erschien sein Roman »Vom Untergang« (Edition Nautilus)\, in dem Fritz Oerter auch eine Rolle spielen wird.\n\n\n\nEine Veranstaltung des Kulturzentrums Kukoon und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.
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SUMMARY:Rackets. Kritische Theorie der Bandenherrschaft
DESCRIPTION:Diskussionsveranstaltung mit Thorsten Fuchshuber\nDonnerstag\, 19. Oktober 2023\, um 19 Uhr in Bremen\, Kulturzentrum Kukoon im Buntentor \nDas Racket wurde von Max Horkheimer weder als neutrale Strukturkategorie noch als soziologischer Idealtypus begriffen\, sondern als dialektisch-anthropologische »Grundform der Herrschaft«. Zunächst als Kritik des Nationalsozialismus intendiert\, sollte sie zugleich die verschiedene Gesellschaften übergreifenden Tendenzen identifizieren\, die mit der »steigenden organischen Zusammensetzung des Kapitals« (Marx) wirksam werden\, und zwar in politisch höchst unterschiedlichen Formen. Gemein ist den Rackets die Zerstörung und Unterdrückung all jener gesellschaftlichen Vermittlungsinstanzen\, die die selbstdestruktive Dynamik des Kapitals in einem gewissen Maße einhegen und damit auch dem aus dieser Dynamik entspringenden antisemitischen Wahn bestimmte Schranken setzen könnten. Die Racket-Theorie sollte ein »Dokument unabhängiger Theorie unserer Zeit« werden und auf Initiative von Max Horkheimer in Form einer umfassenden Kollektivarbeit von allen Mitarbeitern des einstigen Frankfurter Instituts für Sozialforschung im US-amerikanischen Exil ausgearbeitet werden. Letztlich jedoch ist die Rackettheorie ein Fragment geblieben. \nDer Vortrag stellt die Entstehungsgeschichte jener theoretischen Grundrisse dar und zeichnet sie als in intensiver Auseinandersetzung mit der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie entwickelte Kritik der Gewalt aus. Er thematisiert den Zusammenhang und die Differenz von Souveränität und prekärer Einheit\, die die miteinander rivalisierenden Rackets allenfalls zu bilden imstande sind\, sowie die zentrale Bedeutung\, die der Antisemitismus dabei hat. Auch nach dem Sieg der Alliierten über den Nationalsozialismus scheint die Relevanz der Rackettheorie für eine Kritik der spätkapitalistischen Totalität unabgegolten: Gesellschafts- und Staatszerfall äußern sich in verschiedenen Formen\, nicht allein in Bandenherrschaft und failed states wie Somalia; so etwa im russischen Racket-Staat und der mit ihm verbundenen „multipolaren Ordnung“\, in der Destabilisierung ganzer Länder und Regionen wie im Nahen Osten unter dem führenden Einfluss des Iran. Nicht zuletzt im Fortbestand der antisemitischen Vernichtungsdrohung und im globalen Hass auf Israel kulminiert daher die traurige Aktualität der Racket-Theorie. \nThorsten Fuchshuber: Rackets. Kritische Theorie der Bandenherrschaft. ça ira Verlag\, Freiburg 2019. \n\nThorsten Fuchshuber: Rackets. Kritische Theorie der Bandenherrschaft.ça ira Verlag\, Freiburg 2019. \nDer Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich. \nEine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen und Partnerschaft für Demokratie Bremen imRahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus.
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SUMMARY:Kindergrundsicherung: Perspektivwechsel in der Armutsbekämpfung?
DESCRIPTION:Warum die Kindergrundsicherung für uns alle von existentieller Bedeutung ist\nVortrag und Diskussion mit Birgit Daiber und anderen\nDienstag\, 17. Oktober 2023\, um 19 Uhr in Bremen\, Kulturzentrum Kukoon im Buntentor \nDie Ampel-Regierung hat sich darauf festgelegt\, eine Kindergrundsicherung zu verwirklichen. Das Vorhaben kann noch scheitern\, denn die grüne Familienministerin Lisa Paus möchte mehr als eine Zusammenfassung der existierenden Familienhilfen\, während der Finanzminister auf seinem Geldsack sitzt. \nZum ersten Mal wird hiermit ein materielles Existenzrecht für Kinder als öffentliches Gut formuliert und es soll ganz praktisch Familien mit wenig Einkommen helfen\, ihren Kindern eine bessere Teilhabe am Sozialleben und an Bildung zu ermöglichen.\nDie Kindergrundsicherung kann für die Linke aber auch als Teil des sehr viel größeren Projektes eines bedingungslosen Grundeinkommens gelesen werden. Wenn man dieses als Generationenprojekt begreift\, dann geht es um ein Dreiphasenmodell\, an dessen Anfang die die Kindergrundsicherung steht\, wie auch am anderen Ende existenzsichernde Renten für alle. \nBirgit Daiber hat an einigen der progressiven sozialen Bewegungen teilgenommen\, angefangen mit der 68er Bewegung. Sie hat vor allem in ihrer Berliner Zeit (1982 bis 2007) einige der herausragenden Berliner Frauen- und Bildungsprojekte mit aufgebaut und arbeitete als Expertin für soziale Stadtentwicklung in Europa. Immer wieder hat sie sich auch auf dem traditionellen politischen Parkett bewegt: als Abgeordnete des Europäischen Parlaments von 1989 bis 1994\, als Mitglied der Grundsatzkommission der damaligen PDS oder auch als Figur des politischen Stiftungswesens in Brüssel\, wo sie von 2008 bis 2012 das Europa-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung aufbaute. Darüber hinaus war sie war zwischen 2015 und 2019 in vielen mittel- und osteuropäischen Ländern als Wahlbeobachterin der OSZE im Einsatz. Aktuelle Texte und Veröffentlichungen siehe birgitdaiber.eu. \nPortrait Birgit Daiber. Quelle: birgitdaiber.eu \nGesprächspartner:innen und Moderation:  \n\nWie haben verschiedene Bremer Akteur:innen als Gesprächspartner:in angefragt\, Näheres folgt kurzfristig an dieser Stelle.\nModeration: Norbert Schepers\, Politikwissenschaftler\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.\n\nVeranstalter:innen:\nattac Bremen AG Genug für alle und Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen \nDiese Veranstaltung ist ein Beitrag zur internationalen Woche des Grundeinkommens 2023 unter dem Motto: “Kindergrundeinkommen – Zivilisation von ihrer besten Seite“. \nDer Flyer zur Veranstaltung als PDF zum Download: 231017 VA-Flyer Kindergrundsicherung. \nDie Folien zur Veranstaltung als PDF zum Download: 2310 Folien Birgit Daiber Kindergrundsicherung.
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SUMMARY:Hallo KI? Tschüß KI!
DESCRIPTION:Die Mythen rund um ChatGPT und Co aushebeln!\nVortrag und Diskussion mit Tante\nDonnerstag\, 12. Oktober 2023\, um 19 Uhr in Bremen\, Kulturzentrum Kukoon im Buntentor \n„Künstliche Intelligenz“ und was derzeit als solche angepriesen wird\, ist seit dem Hype um ChatGPT in aller Munde. Das wird mal neugierig ausprobiert\, euphorisch gefeiert und oft auch skeptisch beäugt. Dabei nisten sich KI-Produkte bereits mit rasender Geschwindigkeit im beruflichen und privaten Alltag ein. Sie bereiten Sorgen über Veränderungen in der Bildung und bei der Arbeit\, über negative Auswirkungen auf die Gesellschaft und der Verstärkung von sozialen Ungleichheiten und Ausgrenzungen. Wie schon bei früheren „disruptive“ Veränderungen durch Technologien gibt es in den Medien und im Internet ein Dauerfeuer an Erfolgsgeschichten und Heilsversprechen. Wenn dann einige Protagonist*innen der Tech-Industrie von Gefahren und dystopischen Szenarien sprechen und ermahnen\, sie diese Systeme „richtig gut“ machen zu lassen\, dient das eher als Wellenbrecher gegenüber Regulation oder Ablehnung und verhindert eine kritische Betrachtung\, was diese Systeme jetzt können und bewirken. \nGestaltung: Ulf Treger www.dekoder.de \nTante (Jürgen Geuter) ist unabhängiger Theoretiker aus Berlin. Als kritischer Beobachter von digitalen Hypes wird er aktuelle Entwicklungen und Diskurse rundum KI beschreiben\, dabei einschlägige Mythen zerlegen und sich für eine kritische Haltung gegenüber sogenannter „Künstlicher Intelligenz“ stark machen: „DALL-E\, ChatGPT\, diese KI-Systeme mögen sich wie eine unaufhaltbare Flutwelle anfühlen\, aber das sind sie nicht: Lassen wir den Hype hinter uns\, lernen wir das Nein“. \nPortrait tante aka Jürgen Geuter\, Quelle https://tante.cc \nArtikel zum Thema: Bullshit\, der (e)skaliert; Vortragsvideo: re:publica 2023: tante – I’m sorry HAL\, I won’t let you do that. \nVeranstalter:innen:\ncity/data/explosion und Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen \nDie gleiche Veranstaltung findet tags zuvor\, am 11.10.2023\, auch in Hamburg statt: um 19 Uhr im Kölibri\, zusammen mit GWA St. Pauli\, Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg und city/data/explosion. \nFlyer und Sharepic zur Veranstaltung als PDF zum Download. \nAvatar von tante. Foto/Bild Credittante\, CC-BY-4.0
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