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SUMMARY:Antisemitismus. Ideologie\, Erscheinungsformen und Funktion
DESCRIPTION:Vortrag und Diskussion mit Nina Rabuza am 22.10.2026 um 19:00 Uhr / Kulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \n \n\n\nJudenfeindliche Graffiti an Hauswänden\, Schändungen jüdischer Friedhöfe\, Angriffe auf Synagogen\, Beleidigungen\, körperliche Gewalt bis hin zum bewaffneten Terroranschlag wie am 9. Oktober 2019 in Halle: Antisemitismus ist Teil des deutschen Alltags. Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist der Judenhass nicht weniger geworden. Ganz im Gegenteil\, antisemitische Vorfälle haben in Deutschland enorm zugenommen. Die Erscheinungsformen des Antisemitismus sind vielfältig. Er manifestiert sich als offener Hass auf Jüdinnen und Juden\, aber auch in subtileren Formen wie in Karikaturen mit antijüdischen Klischees\, als Element von Verschwörungstheorien oder als „Israelkritik“. Ob eine Äußerung oder eine Darstellung antisemitisch ist\, ist häufig umstritten\, insbesondere dann\, wenn sie von Menschen stammen\, die nicht der rechten oder neonazistischen Szene angehören. Antisemitische Einstellungen sind aber nicht nur ein Phänomen in der politischen Rechten\, sondern finden sich in einem breiten politischen Spektrum und in allen gesellschaftlichen Schichten. Antisemitismus ist mehr als ein Vorurteil. Er dient als Welterklärungsmodell\, das die Jüdinnen und Juden für gesellschaftliche Probleme und politische Konflikte verantwortlich macht. In dem Einführungsvortrag werden aktuelle und historische Erscheinungsformen des Antisemitismus thematisiert und diskutiert\, welche gesellschaftliche Funktion der Antisemitismus in der Moderne einnimmt. \nNina Rabuza forscht zu Kritischer Theorie\, dem gesellschaftlichen Umgang mit dem Nationalsozialismus und zu Antisemitismus. 2023 ist ihr Buch Verräumlichte Erinnerung. Die Grenzen der Darstellung nationalsozialistischer Gewalt am Modell der KZ-Gedenkstätte Dachau erschienen. \nEine Veranstaltung von: associazione delle talpe\,  Junges Forum der Deutsch-israelischen Gesellschaft Bremen\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus Bremen.
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SUMMARY:Georges Georges Bensoussan: Die Ursprünge des arabisch-israelischen Konfliks (1870–1950)
DESCRIPTION:Buchvorstellung und Diskussion mit Alex Carstiuc\, 26.11.2026\, 19:00 Uhr / Kulturzentrum Kukoon\, Buntentorsteinweg 29\, 28201 Bremen \n \n\n\nAuf seiner Suche nach dem gesellschaftlichen Ursprung des damals noch arabisch-israelischen Konflikts geht Georges Bensoussan bis in die Zeit vor der ersten Alija zurück. Seine historische Untersuchung erschien 2023 in Frankreich. Erbetrachtet einen historischen Abschnitt\, der sich vom Jahr 1870 bis zum Ende des Unabhängigkeitskriegs und den ersten Waffenstillstandsabkommen Israels mit seinen arabischen Nachbarstaaten 1949 erstreckt. Er zeigt dabei\, dass der alte Jischuv bereits vor der Einwanderung osteuropäischer Zionist*innen den Kern einer von Europa inspirierten Nationalbewegung bildet. Während sich für die dortigen Jüdinnen und Juden schon früh der Weg hin zu einer modernen Gesellschaft mit entsprechenden Institutionen und Organisationen abzeichne\, seidie überwiegende Mehrheit der arabischen Bevölkerung durch die clanbasierte und durch Tradition und Religion gebundene Herrschaft in ihrer gesellschaftlichen Entwicklung gehemmt. Schon bald stünden sich nach Bensoussan zwei kulturell und gesellschaftlich deutlich differierende Gesellschaften bis zur offenen Feindschaft gegenüber. Bensoussan argumentiert\, dass sich die Dynamik des arabisch-israelischen Konflikts nur mit einer Vorstellung von gesellschaftlichem Fortschritt verstehen lässt – viel besser als die üblichen Erklärungsmodelle wie Nationalismus\, Imperialismus\, Kolonialismus. Der Übersetzer Alex Carstiuc stellt die Thesen des Buches vor und gibt einen Überblick über die Rezeption. \nGeorges Bensoussan\, geboren 1952 in Ahfir\, stammt aus einer alteingesessenen jüdischen Familie in Marokko\, die nach Frankreich auswandern musste. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Revue d’histoire de la Shoah und verantwortlich für die Publikationen des Mémorial de la Shoah hin Paris. Als Historiker hat er sich mit zahlreichen Werken zur Geschichte der Shoah\, des Zionismus und der Jüdinnen und Juden in der arabischen Welt international einen Namen gemacht. Auf Deutsch liegt bisher lediglich der Band Die Juden der arabischen Welt. Die verbotene Frage (2019) vor. \nAlex Carstiuc ist Historiker\, Herausgeber und Mitübersetzer der Memoiren Léon Poliakovs. Er übersetzte Annette Wieviorkas Werk 1945. Als die Amerikaner die Lager entdeckten (Edition Tiamat Herbst 2021).Mit Jonas Empen Übersetzung von Georges Bensoussan: Die Ursprünge des arabisch-israelischen Konflikts (1870 – 1950). \nEine Veranstaltung von: associazione delle talpe\, Junges Forum der Deutsch-israelischen Gesellschaft Bremen\, Rosa-Luxemburg- Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus Bremen.
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