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SUMMARY:Vom Kolonialismus zum »Schwarzen Frankreich«
DESCRIPTION:Vortrag und Diskussion mit Armin Osmanovic und Olaf Bernau\nMontag\, 18. Mai 2026\, um 19 Uhr in Bremen\, im Übersee-Museum am Hauptbahnhof \nDie Zeit des französischen Kolonialismus prägt Frankreich und Westafrika bis heute: In Westafrika hat sie wirtschaftlich abhängige Klein- und Kleinststaaten mit autoritären Führern hervorgebracht. In diesen postkolonialen Verhältnissen scheint eine umfassende Freiheit – verstanden als individuelle Selbstbestimmung und Überwindung von Knappheit – auch viele Jahre später unmöglich. \nVielen Westafrikaner:innen bleibt als Weg zur Freiheit nur die Migration. In Frankreich ist seither eine große Schwarze Minderheit entstanden. Bei den Wahlen im Jahr 2024 scheiterte der rechtsextreme Rassemblement National (RN) überraschend eindeutig – dazu beigetragen haben auch migrantische Bevölkerungsgruppen\, die mehrheitlich Parteien der Mitte und der Linken gewählt haben. Rechtspopulisten\, Rechtsextreme und Faschisten wollen indes die Zeit zurückdrehen und ein weißes Europa schaffen\, in dem Schwarze Menschen nur geduldet sind. Im Kontext der wirtschaftlichen\, sozialen und ökologischen Systemkrise und der Weigerung der alten politischen Klasse\, neue Wege zu gehen\, kommen sie einer möglichen Machtübernahme immer näher. Das »Schwarze Frankreich« wird in Bündnissen der liberalen Mitte und der Linken darüber mitentscheiden\, ob die Lust auf Freiheit über die Furcht vor ihr siegt. \nArmin Osmanovic stellt sein im Wallstein Verlag (unter Mitarbeit von Odile Jolys) veröffentlichtes Buch Vom Kolonialismus zum »Schwarzen Frankreich« vor. Olaf Bernau bietet mit einem kurzen Kommentar zur Präsentation weitere Blickwinkel. \nWallstein Verlag \nDr. phil. Armin Osmanovic\, geb. 1969\, studierte Geographie und Politikwissenschaft in Tübingen und Stellenbosch (Südafrika). Er war u. a. wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Afrika-Studien in Hamburg\, lehrte an den Universitäten Leipzig\, Hamburg\, Münster und Potsdam Geographie und Entwicklungspolitik mit Schwerpunkt Afrika und ist seit 2009 Büroleiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) mit Stationen in Johannesburg (Südafrika)\, Tunis (Tunesien) und Dakar (Senegal). \nOlaf Bernau\, Bremen\, ist Mitbegründer des transnationalen Netzwerks Afrique-Europe-Interact. Er hält sich jedes Jahr mehrere Wochen in Westafrika auf\, insbesondere in Mali. Dort arbeitet er unter anderem mit bäuerlichen Gemeinschaften\, Migrant:innen und Menschenrechtsgruppen zusammen. Er ist u.a. Autor des Buches Brennpunkt Westafrika. Die Fluchtursachen und was Europa tun sollte (2022). \nVeranstalter:innen: Attac Bremen\, Bremer Informationszentrum Menschenrechte und Entwicklung (biz)\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.
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SUMMARY:Grüner Wasserstoff aus Namibia - ein neues Kapitel deutscher Kolonialgeschichte?
DESCRIPTION:Vortrag und Diskussion mit Paul Thomas und Tjipura Unaune Tjipura\nMontag\, 6. Oktober 2025\, um 19 Uhr in Bremen\, im Übersee-Museum am Hauptbahnhof \nVom 1. bis 15. Oktober veranstalten Attac Deutschland und die Rosa-Luxemburg-Stiftung die Speakers Tour „Grüner Wasserstoff aus Namibia – ein neues Kapitel deutscher Kolonialgeschichte?“ in zehn Städten. Die Veranstaltungen beleuchten das geplante Wasserstoffprojekt „Hyphen“ in Süd-Namibia und die Wasserstoffstrategie der Bundesregierung kritisch. Im Fokus stehen die Perspektiven der betroffenen namibischen Bevölkerung\, die durch Paul Thomas (Mitglied der Nama Traditional Leaders Association) und Tjipura Unaune Tjipura von der Organisation Social Economic Justice Trust vertreten wird. \nDas Großprojekt „Hyphen“ im Süden Namibias soll grünen Wasserstoff für die Energiewende in die reichen Länder des Nordens liefern. So plant beispielsweise der deutsche Energiekonzern RWE jährlich 300.000 Tonnen Ammoniak\, welches über eine chemische Reaktion aus Wasserstoff gewonnen wird\, aus der „Hyphen“-Anlage zu beziehen.   Für die Veranstalter:innen trägt das „Hyphen“-Projekt neokoloniale Züge. Die Pläne bereiten der namibischen Bevölkerung sowie lokalen zivilgesellschaftlichen Kräften große Sorgen: Unter anderem soll der Hafen von Lüderitz vor der Haifischinsel („Shark Island“) massiv ausgebaut werden. An dieser Stelle errichteten Truppen während der deutschen Kolonialherrschaft das erste Konzentrationslager\, in dem sie Schätzungen zufolge bis zu 4.000 Menschen der Volksgruppen Nama und Ovaherero auf brutale Weise ermordeten. Der Gedenkort ist durch die Ausbaupläne direkt bedroht. Auch bei der Entscheidung für das Projekt und dessen Umsetzung wird die lokale Bevölkerung nicht beteiligt. Alles geschieht intransparent und ohne eine Risikoanalyse. Bedenken hinsichtlich weitreichender Umweltauswirkungen werden ignoriert. \nDie Veranstaltungen sollen das Bewusstsein für die Kolonialgeschichte Namibias schärfen und zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit den dort begangenen Verbrechen und dem Völkermord anregen. Angesichts der deutschen Kolonialherrschaft tragen insbesondere deutsche Projekte wie die Beteiligung an „Hyphen“ Verantwortung dafür\, die Reproduktion kolonialer Konzepte in Namibia zu vermeiden. \nBlick von der Haifischinsel auf die Küste\, Lüderitz\, Region Karas\, Namibia. Im Bild: Paul Thomas (oben) und Tjipura Unaune Tjipura (unten)CC BY-SA 4.0\, Shark Island Foto: Zairon / Wikimedia Commonshttps://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=72162136 \nPaul Thomas ist Sprecher der Namas Traditional Leaders Association (NTLA). Die NTLA ist die Dachorganisation der traditionellen Führungen des Nama-Volkes in Namibia. Sie vertritt die Interessen der Nama weltweit und setzt sich vor allem für wiedergutmachende Gerechtigkeit im Zusammenhang mit dem Völkermord an den Nama durch das Deutsche Kaiserreich ein. \nTjipura Unaune Tjipura arbeitet für die namibische Organisation Economic Social Justice Trust(ESJT) und beschäftigt sich eingehend mit dem Hyphen-Projekt. Der ESJT wurde von einer Gruppe von Aktivist:innen gegründet\, die sich für die Förderung des Kampfes für wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit in Namibia einsetzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Rechte wirtschaftlich und sozial ausgegrenzter Namibier und einer gerechten Verteilung der Ressourcen im Land. \n \nDie Speakers Tour wird von der Attac-Projektgruppe „H2-Namibia“ organisiert\, die Teil der bundesweiten Attac-Kampagne „RohstoffEnergieHunger“ ist. Kooperationspartner sind die Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Medico International\, Powershift und die Werkstatt Ökonomie. Unterstützt wird die Speakers Tour von Brot für die Welt\, der Stiftung Umverteilen und dem Katholischen Fonds. \nVeranstalter:innen in Bremen: Attac Bremen\, Bremer Informationszentrum Menschenrechte und Entwicklung (biz)\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen u.a.
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SUMMARY:Jin\, Jiyan\, Azadî – Frau\, Leben\, Freiheit
DESCRIPTION:Vortrag und Diskussion mit Dastan Jasim\nDonnerstag\, 26. Januar 2023\, um 19 Uhr in Bremen\, im Übersee-Museum am Hauptbahnhof\n \nAm 13. September wurde Jîna Mahsa Amini von der Sittenpolizei im Iran verhaftet und ins Gefängnis gebracht. Drei Tage später starb sie im Krankenhaus\, nachdem sie vorher ins Koma gefallen war. Ihr Tod war der Auslöser für Proteste\, die sich auf den gesamten Iran ausgebreitet haben. Das Mullah-Regime ging von Anfang an hart gegen die Protestierenden vor. Inzwischen sind Hunderte gestorben\, darunter auch viele Kinder. Etwa 18.000 Menschen wurden seit September verhaftet.\nDie Referentin Dastan Jasim berichtet über die aktuelle Situation und Hintergründe. Der Ruf »Jin\, Jiyan\, Azadî« (Frau\, Leben\, Freiheit)\, ursprünglich in den kurdisch-feministischen Bewegungen entstanden\, ist gleichsam zum Motto der jüngsten\, sehr heftigen\, das ganze Land erfassenden Proteste im Iran geworden. \n \nDastan Jasim ist Politikwissenschaftlerin\, Doktorandin und Research Fellow am Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien in Hamburg. \nVeranstalter:innen: Attac Bremen\, Bremer Informationszentrum Menschenrechte und Entwicklung (biz)\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen. \n  \nSineh (Sanandaj): Eine junge Frau steht mit entblößtem Haupt und kurdischer Flagge um die Schulter da\, sie zeigt das Victory Zeichen\, welches auch für die kurdische Freiheitsbewegung steht. (via Dastan Jasim auf Twitter)
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SUMMARY:Nordafrikanische Zwangsarbeiter auf der Baustelle des U-Boot-Bunkers in Bremen-Farge
DESCRIPTION:Nordafrikanische Zwangsarbeiter auf der Baustelle des U-Boot-Bunkers in Bremen-Farge und in den zugehörigen Lagern 1943-45\nVortrag und Gespräch mit Appolinaire Akpene Apetor-Koffi\nDonnerstag\, 8. September 2022 um 19 Uhr in Bremen\, im Übersee-Museum am Hauptbahnhof\n \nIn dieser Buchvorstellung widmet sich Appolinaire Apetor-Kofi (freier Mitarbeiter am Denkort Bunker Valentin) den Spuren von in Nordafrika geborenen Menschen\, die beim Bunkerbau unter Zwang arbeiten mussten. Mehr als 30 Namen konnte er nach intensiver Recherche in einem Erinnerungsbuch zusammentragen.\nAuch wenn das Bild der zwanzigmonatigen Geschichte der größten Rüstungsbaustelle in Bremen wohl nie vollständig sein wird\, so lässt sich doch der gewohnte Blickwinkel erweitern. Mithilfe neuer Erkenntnisse über zusätzliche Herkunftsgeschichten und den darin verborgenen Verflechtungen entstehen Fragen\, die bislang nicht gestellt wurden\, werden Personen sichtbar\, die bislang nicht gesehen wurden. \nPostkarte der Bremer Landeszentrale für politische Bildung \nAppolinaire Akpene Apetor-Koffi arbeitet seit 2017 als freier Mitarbeiter am Denkort Bunker Valentin in Bremen-Farge. Er ist im Bereich der Recherchen – insbesondere über die Koloniale Verflechtung – und der historischen Vermittlung tätig. Außerdem gestaltete er das Projekt Multi-peRSPEKTif mit. Seine Forschungsarbeit zu den nordafrikanischen Zwangsarbeitern in  der Baustelle des U-Boot-Bunkers in Bremen-Farge ist in einer Broschüre der Bremer Landeszentrale für politische Bildung dokumentiert (siehe den Flyer dazu). \nVeranstalter:innen: Bremer Informationszentrum Menschenrechte und Entwicklung (biz)\, Bremer Entwicklungspolitisches Netzwerk (BeN)\, Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen.
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