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„… daß jeder Satz nicht nur sprach, sondern wie ein Schuß traf.“ (Stalin über Lenin) – Zur Kritik Lenins

Vortrag und Diskussion mit Raban Witt (Bremen)
Freitag, 18. Oktober 2013, 20.00 Uhr, Infoladen, St. Pauli-Str. 10-12, 228203 HB

So lange die Linke ihr leninistisches Erbe nicht aufarbeitet, wird sie ihm verhaftet bleiben. Damit läuft sie Gefahr, auch künftige Befreiungsversuche in der Katastrophe enden zu lassen, die sich einmal „real existierender Sozialismus“ nannte. Der Vortrag soll zur Selbstreflexion der Linken beitragen, indem er Lenins Denken in seiner Grundstruktur darstellt und kritisiert. Es soll gezeigt werden, weshalb seine Schriften ihre Gegenstände theoretisch verfehlen und eine fatale Praxis nahelegen, die den Terror gegen (vermeintlich) Abweichende einschließt.

Die Veranstaltung wird organisiert in Kooperation mit associazione delle talpe.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich, die Toilette nicht.

Schließungszeiten unseres Büros im Sommer 2013

Im Sommer 2013 bleibt die Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Initiative und das Regionalbüro der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom 16. Juli bis zum 16. August, sowie vom 02. September bis zum 09. September 2013 (jeweils einschliesslich) geschlossen.

Während dieser Zeit sind wir teilweise per eMail und in dringenden Fällen per Mobiltelefon erreichbar; beides allerdings nur sehr eingeschränkt. Die Schließungszeiten unseres Büros orientieren sich in der Regel an den Bremer Schulferien, sowie an Abwesenheiten durch Dienstreisen.

Das nächste Monatsprogramm erscheint Anfang September.

Wir wünschen schöne Sommertage und erholsame Ferien!

 

Twittern für EinsteigerInnen und Fortgeschrittene

Basiskurs Twitter – Workshop zur Einführung in das Microblogging mit Norbert Schepers (Bremen)
Freitag, 16. August 2013, von 10:30 Uhr bis etwa 15:00 Uhr
Rosa-Luxemburg-Stiftung Büro Bremen, Breitenweg 25, 28195 Bremen

Was ist Twitter und wie funktioniert das? – Twitter ist ein „Echtzeit-Informationsnetzwerk“ und eines der effektivsten sozialen Netzwerke, sei es für private Interaktion und Zeitvertreib, sei es für die politische Kommunikation.

In unserem Workshop wollen wir uns gemeinsam mit Basisfertigkeiten zum Twittern vertraut machen und uns einen anwendungsorientierten Überblick verschaffen: Was ist notwendig, was macht Sinn, was nicht? Wie fängt man an? Was und wie schreibt man? Was und wen liest man? Und um was geht es beim Twittern eigentlich? – Schließlich klären wir auch, warum der in diesem Zusammenhang gern erwähnte US-Präsident Barack Obama kein gutes Beispiel ist.

Workshopleitung
Norbert Schepers (Web, Twitter), Politikwissenschaftler und Leiter des Bremer Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung, ist seit über vier Jahren bei Twitter und hat in knapp zwei Jahrzehnten intensiver Computer- und Internetnutzung so manche Stunde als Technik-Erklärer verbracht – beruflich unter anderem im Computer-Vetrieb sowie im Rahmen der beruflichen Erwachsenenbildung. Darüber hinaus einige Jahre netzpolitisch engagiert; in der Linkspartei auch an den Versuchen beteiligt, dort eine linke Netzpolitik zu entwickeln: Gründung der BAG Digitale Demokratie (ehemals digitale-demokratie.org) 2009 und 2010, sowie u.a. mit der Tagung Kapitalismus dot com im Frühjahr 2010, der Wortmeldung zur Linkspartei-Programmdebatte im Herbst 2010 mit „It’s the internet, stupid“ und zuletzt der Mit-Initiierung der nachfolgenden BAG Netzpolitik der Partei DIE LINKE.

Anmeldung
Wir bitten wegen begrenzter Platzzahl um verbindliche Anmeldung per Mail bis zum 14. August um 13 Uhr an anmeldung@rosa-luxemburg.com (oder an unser Büro). Wir versenden per Mail eine Anmeldebestätigung, oder eine Absage, falls bereits alle Plätze belegt sind.
## Dieses Seminar ist bereits ausgebucht. ##

Teilnehmende müssen ein Gerät (Laptop, Tablet, Smartphone o.ä.) mitbringen, mit dem sie Twitter benutzen wollen, und sollten sich möglichst bereits mit einem eigenen Account bei Twitter.com registriert haben (im Zweifelsfall reden wir aber gerne auch über die Namensfindung). Es wird empfohlen, auf dem Gerät vorab eine Twitter-Software zu installieren. Vor Ort steht Internet via WLAN und LAN (Ethernet) zur Verfügung.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen im Rahmen der Linken Medienakademie – LiMA Bremen.

Drohnenkriege – Kriegsführung der Zukunft?

Eine Einführung in das Phänomen des Drohnenkrieges: rli jour fixe mit Norbert Schepers (Bremen)
Mittwoch, 11. September 2013, um 18:30 Uhr
Rosa-Luxemburg-Stiftung Büro Bremen, Breitenweg 25, 28195 Bremen

Die Drohnenkriege – vor kurzem (Anfang November 2012) hatten sie bereits ihr zehnjähriges Jubiläum – sind Ausdruck einer rasanten Entwicklung: vom „Krieg gegen den Terror“ nach 9/11 zur Kriegsführung der Zukunft. Einer Zukunft, die gelegentlich der Science Fiction der späten Achtziger zu entstammen scheint, in der Roboter die schmutzigen Kriege der Menschen kämpfen und sich schließlich gegen ihre Schöpfer erheben. Letzteres liegt noch längst nicht im Bereich des Möglichen, aber Wege zur Erschaffung autonomer Kampfroboter werden bereits beschritten.

Die Bezeichnung Drohnenkrieg wurde in den letzten zwei Jahren zu einem populären Schlagwort und fasst eine Reihe von globalen politischen und militärischen Entwicklungen zusammen. Bekannt wurden insbesondere Tötungs-Einsätze britischer und US-amerikanischer ferngesteuerter Kampfdrohnen der Typen Predator und Reaper, welche vor allem mit Hellfire-Raketen (Luft-Boden-Raketen) Bodenziele beschießen. Diese Einsätze (derzeit vor allem in Pakistan und Afghanistan, Somalia und Yemen) sind zu einer wesentlichen Ausformung des weltweiten „Krieges gegen den Terror“ geworden – wenn nicht sogar zu dessen prägnantester Erscheinungsform überhaupt – und dienen der Tötung von vermuteten Mitgliedern terroristischer Gruppen. Doch diese Form der „Jagd auf Terroristen“ ist alles andere als präzise und sauber, denn bei den Explosionen, mit denen die Terror-Verdächtigen quasi hingerichtet werden, sterben auch immer wieder viele Unbeteiligte bzw. Zivilisten, z.B. durch den Beschuss von Wohngebäuden oder anderen zivilen Zielen.

Die rechtlichen und politischen Probleme dieser Form der Kriegsführung sind schwerwiegend und vielfältig, schließlich handelt es sich um eine Form außergerichtlicher, staatlicher Hinrichtung, um Tötungen auf Verdachtsgrundlage und um einen verdeckten, weltweiten „schmutzigen“ Krieg. Gefahren liegen in der rasanten Eskalations-Dynamik, welche die Drohnenkriege mit sich bringen: Die Welt steht am Beginn eines neuen Wettrüstens. Das Gesicht moderner Kriegsführung wandelt sich grundlegend, weitgehend autonom handelnde Killerroboter sind bereits in der Entwicklung.

Norbert Schepers, Politikwissenschaftler und Leiter des Bremer Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung, gibt eine Einführung in das Phänomen des Drohnenkrieges und einen Ausblick auf mögliche Entwicklungen, und stellt seine Einschätzungen zur Debatte.

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Stadtrundgang zur Geschichte des 9. November 1938 in Bremen

Ein Stadtrundgang mit Joachim Bellgart zu Leben und Verfolgung der Bremer Jüdinnen und Juden.
Donnerstag, 7. November 2013, 15.00 Uhr, Treffpunkt Bremer Touristikzentrale Liebfrauenkirchhof/Ecke Obernstraße.  Dauer: ca 1,5 Stunden

Bei diesem Stadtrundgang geht es um den 9.11.1938 in Bremen, um seine Vor- und Nachgeschichte. Gezeigt wird die Geschichte von Jüdinnen und Juden in Bremen und ihre Spuren, die sie in dieser Stadt hinterließen. Wir werden Orte ihrer Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus aufsuchen, die mit dem 9.11. nur ihren vorläufigen Höhepunkt nahm. Zu guter Letzt werden wir uns auch mit den Hinterlassenschaften der Täter_innen beschäftigen.

Joachim Bellgart führt in Bremen thematische Stadterkundungen durch. Mehr Infos unter: www.bellgart-stadtfuehrungen.de

Die Stadtführung wird organisiert in Kooperation mit associazione delle talpe.

Spuren jüdischen Lebens in Bremen

Fahrradour mit Achim Bellgart (Bremen)
Sonntag, 6. Oktober 2013, um 15.00 Uhr
Treffpunkt: Ecke Faulenstraße/Doventorstraße (gegenüber der VHS im Bambergerhaus)

Die Orte, wo jüdisches Leben in Bremen besonders sichtbar wird, liegen oft in den Außenbezirken der Stadt. In der Innenstadt sind viele Spuren ihres Wirkens im Rahmen der Shoah zerstört worden. Deshalb laden wir zu einer Fahrrad-Stadtrundfahrt ein, die einige dieser Orte berühren wird. Zwischen dem jüdischen Friedhof in der Deichbruchstraße in Hastedt und dem ehemaligen jüdischen Altersheim in Gröpelingen liegen Stationen, die zeigen, dass jüdisches Leben in Bremen nicht nur Geschichte ist und dass es weit mehr als eine Leidensgeschichte, eine Geschichte der Shoa ist. Gleichzeitig werden wir sehen, wie die Shoa auch einen Teil der bremischen Geschichte und des bremischen Stadtbildes vernichtet hat.

Die Tour geht über 8 km und dauert ca. 3 Stunden. Da der Friedhof ein sakraler Ort ist, bitten wir die Männer, eine Kopfbedeckung mitzubringen.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen. Zur besseren Planung wird um eine formlose Anmeldung unter anmeldung@rosa-luxemburg.com gebeten.