Ein Tal in Bewegung gegen die neue Hochgeschwindigkeits-Zugtrasse zwischen Italien und Frankreich
25. April 2007, 20:00 Uhr, Infoladen Bremen, St. Pauli-Strasse 10/12, 28203 Bremen
Vortrag und Diskussion mit Raffaele Sciortino
Im Val di Susa nahe Turin wird seit einigen Jahren kreativ gegen eine Hochgeschwindigkeits-Zugtrasse gekämpft, die sich durch die Täler und Berge der italienisch-französischen Alpen wühlen soll. Bemerkenswert an dieser Protestbewegung sind vor allem ihre lokale Verankerung und die über lange Zeit anhaltende Mobilisierung der örtlichen Bevölkerung.
In der Veranstaltung wird es vor allem darum gehen, die Bedeutung solchen lokalen Widerstands gegen planerische Großprojekte zu diskutieren und ihn in Bezug zu territorial übergreifenden Kämpfen wie denen der globalisierungskritischen Bewegung zu setzen. Einleitend wird dazu ein kurzer Film von Aktionen vor Ort gezeigt werden. Dieser Film ist auf Italienisch mit englischen Untertiteln. Die Veranstaltung wird jedoch auf Deutsch stattfinden.
Raffaele Sciortino ist Soziologe an der Universität Turin
Georg Elser – Erinnerungen an einen Unbekannten
Eine Theateraufführung des Trias Theater Ruhr über den Hitlerattentäter Georg Elser.
Donnerstag, 19.4. 2007, 11.30 Uhr
Aula des Schulzentrum Walle, Lange Reihe 81, 28219 Bremen
In Kooperation mit der Georg Elser-Initiative Bremen
Georg Elser – Erinnerungen an einen Unbekannten
Eine Theateraufführung des Trias Theater Ruhr über den Hitlerattentäter Georg Elser.
Mittwoch, 18.4.2007, 20.00 Uhr
Freie Waldorfschule, Touler Straße 3, 28211 Bremen
In Kooperation mit der Georg Elser-Initiative Bremen
Montag, 16. April 2007 um 20.00 Uhr im paradox (Bernhardstr. 12, 28203 Bremen, erster Stock)
Filmabend des Clubs der Rosa-Luxemburg-Initiative mit einem Beitrag von Kai Kaschinski
An diesem Abend stehen die Diskurse rund um das Klima im Mittelpunkt unseres Gesprächs. Gemeinsam werden wir Al Gores Film „Die unbequeme Wahrheit“ über den Klimawandel sehen. Zudem werden wir einen Blick in das Buch „Welt in Angst“ von Michael Crichton werfen. Beide analysieren die Diskurse um den Klimawandel sehr unterschiedlich und kommen zu entsprechend anderen politischen Schlussfolgerungen. In diesem Kontext erörtern wir, inwiefern Klimaprognosen und Katastrophenrisiken heute das gesellschaftliche Naturverhältnis prägen.
Dienstag, 10. 4. 2007, 19.30 Uhr, Infoladen Bremen, St.-Pauli-Str. 10/12, 28203 Bremen
Mit Volker Beeck
Waren schon die bisherigen Drogenverbote die autoritäre Maßnahme par exellence, so wird der Staat mit den angekündigten Rauchverboten endgültig zum Wächter über den Lebensstil seiner BürgerInnen. Im aktuellen Gesundheitswahn korrespondiert die staatliche Verfügung über den Volkskörper mit der Einforderung von Selbstverantwortung der Subjekte für ihre Verwertbarkeit, à la Hartz IV.
Warum Drogenverbote und nicht Drogen Tote schaffen, wie Drogenangst und Dealerparanoia zusammenhängen und worum es beim aktuellen Gesundheitswahn geht, wird Thema bei dieser Veranstaltung sein.
Volker Beeck studiert Behindertenpädagogik an der Uni Bremen.
Veranstaltung in Kooperation mit dem Arbeitskreis Kritik des Antisemitismus des AStA der Universität Bremen und der Antinationalen Gruppe Bremen
Psychoanalytische Reflexion über das Verhältnis von Masse und Individuum.
Montag, 2.04.07, 19.30 Uhr, im Infoladen Bremen, St.-Pauli-Str. 10/12, 28203 Bremen
mit Sonja Witte
Ausgehend von der These, der Film „Das Wunder von Bern“ (D 2003, Regie S. Wortmann) befriedige den Wunsch nach einer Identifizierung mit der deutschen Nation wird die Referentin Sonja Witte zunächst der Frage nachgehen, was unter psychoanalytischer Perspektive unter einer Masse zu verstehen sei. Der entwickelte Begriff der Masse wird dann in Bezug gesetzt werden zu dem Imago eines „guten Nachkriegsdeutschland“ (welches der latenten Heraufbeschwörung eines „schlechten Kollektiv“ des Nationalsozialismus im Film gegenübergestellt wird), wie es phantasmatisch in diesem Film virulent wird. Anhand von Filmbeispielen soll die Problematik einer solchen Spaltung kritisch diskutiert werden.
Sonja Witte ist Kulturwissenschaftlerin in Bremen
Veranstaltung in Kooperation mit dem Arbeitskreis Kritik des Antisemitismus des AStA der Universität Bremen und der Antinationalen Gruppe Bremen