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Regiert euch selbst!

Unter diesem, nun ja, ambivalenten Titel rezensiert Steffen Vogel im freitag das Buch „Common Wealth“. Antonio Negri und Michael Hardt plädieren in ihrem neuen Buch „Common Wealth“ leidenschaftlich und materialreich für die Demokratie der Multitude (zur Buchkritik)

Hinterland. Zeitschrift des bayrischen Flüchtlingsrates

Das Magazin »Hinterland« ist seit 2006 eine der angesehensten Fachzeitschriften zum Thema Flucht und Migration. Haidy Damm stellt sie hier im ND vor.

„Die Helden des afrikanischen Widerstands“

Vortrag und Diskussion mit Isaac Praha-Hawercamp und Tizie Desire Djebi (Oldenburg)
Donnerstag, 22. April, 19:30 Uhr, Bonbonfabrik Hardenbergstr. 50-54, 28201 Bremen

Vom 4. bis 6. Juni findet in Jena ein von der „Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen“ initiiertes Festival in Erinnerung an die Toten der Festung Europa statt. Mit Lesungen, Livemusik, Maskentanz, Aktionen u.v.m. soll nicht nur das brutale Grenzregime der EU skandalisiert werden, vielmehr geht es auch darum, „die Grundlagen unserer Menschlichkeit – Solidarität, Mitleid und Menschenwürde – geltend zu machen und wiederzugewinnen“, so der Aufruf. Das ist der Grund, weshalb wir Isaac Praha-Hawercamp und Tizie Desire Djebi aus Oldenburg eingeladen haben, um über berühmte AktivistInnen der afrikanischen Widerstandsgeschichte zu berichten. Denn Nelson Mandela ist lediglich einer von vielen – wenn auch der bekannteste. Weitere Namen lauten etwa Kwame Nkrumah (Ghana/Begründer des Panafrikanismus), Patrice Émery Lumuba (Erster Ministerpräsident des unabhängigen Kongo/1961 ermordet), Ruben Um Nyobo (Kamerun/im Unabhängigkeitskampf 1958 ums Leben gekommen) oder Thomas Sankara (Linker Präsident Burkina Fasos/1987 ermordet). Sie alle waren bzw. sind für das Gewissen, den Stolz und den politischen Widerstand in ihren Ländern von großer Bedeutung. Den Sprung auf die internationale Bühne haben sie nicht geschafft. Gerade deshalb sollen ihre Kämpfe und Visionen bei der Veranstaltung im Mittelpunkt stehen – genauso wie die Kämpfe ’namenloser‘ Kollektive, etwa von Frauen in der heutigen Elfenbeinküste.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit NoLager Bremen & Mayday-Café

Wegweiser Solidarische Ökonomie

Neues Buch und umfangreiche sortierte Linkliste.

Ein Streitgespräch über Parteipolitik und Rot-Rot-Grün

Florian Wilde, Thomas Seibert und Mag Wompel in ak – analyse & kritik, 19.3.2010
Ende Januar gründete sich das Institut Solidarische Moderne (ISM), das für viele eine Provokation darstellt. Die rechte politische Mitte befürchtet ein neues rot(-grün)es Lager, viele radikale Linke die Wiederbelebung parteipolitischer und parlamentarischer „Illusionen“, ausgerechnet mit den Hartz-IV-Parteien SPD und Grüne! Feststeht: Mit der Gründung des Instituts wird offen über die Regierungsperspektive Rot-Rot-Grün debattiert – unter Beteiligung radikaler Linker. Über Gefahren und Möglichkeiten der vom ISM gestellten Fragen diskutieren Florian Wilde (Die Linke.SDS), Mag Wompel (Labournet) und Thomas Seibert. Das Gespräch, das hier nachzulesen ist,  führten Ingo Stützle und Jan Ole Arps.

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 13-14/2010): Gewerkschaften

Gewerkschaften ist der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe von Aus Politik und Zeitgeschichte, das von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben wird.
Gewerkschaftliche Tarifpolitik und betriebliche Mitbestimmung gelten nach wie vor als wichtige Pfeiler der industriellen Beziehungen in Deutschland. Der Kampf gegen Massenarbeitslosigkeit und für einen Interessenausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gehört zu den tragenden Säulen jeder demokratischen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung. Mit dem Übergang vom wohlfahrtsstaatlichen Kapitalismus zum Finanzmarkt-Kapitalismus setzte ein Einflussverlust der Gewerkschaften ein. Die  Auflösung der Industriearbeiterschaft wie auch die Globalisierung und Differenzierung der Arbeitswelten führten zur Erosion der personellen, politischen und sozioökonomischen Grundlagen gewerkschaftlichen Handelns. Daher gilt es, die Rolle der Gewerkschaften, ihr Selbstverständnis und ihre Organisationsprozesse neu zu denken.
Inhalt
Editorial (Asiye Öztürk)
Niedergang oder Comeback der Gewerkschaften – (Hans-Jürgen Urban)
Zukunft der Sozialpartnerschaft in Deutschland – (Rainer Huke)
Arbeitsbeziehungen und gewerkschaftliche Organisation im Wandel (Klaus Tenfelde)
Krise und strategische Neuorientierung der Gewerkschaften (Ulrich Brinkmann / Oliver Nachtwey)
Die Gewerkschaften im Fünf-Parteien-System der Bundesrepublik (Anne Seibring)
Perspektiven des gewerkschaftlichen Kerngeschäfts: Zur Reichweite der Tarifpolitik in Europa (Thorsten Schulten)
Gewerkschaften zwischen struktureller Europäisierung und sozialpolitischer Stagnation (Jürgen Mittag)
Die Texte finden sich hier im Volltext.

Zeithistorische Forschungen mit Thema Fordismus

Fordismus ist das Thema der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Zeithistorische Forschungen, deren Beiträge alle auch online zugänglich sind (mehr)

lunapark21: Krise & Kommunen

Krise & Kommunen ist der Schwerpunkt der neuen Ausgabe von lunapark21. der Zeitschrft zur Kritik der globalen Ökonomie.
Auf der website von lunapark21 findet sich in der Rubrik Seziertisch auch die über 150 ökonomischen Stichworte, die Georg Fülbert zuerst für die Frankfurter Rundschau und dann für lunapark geschrieben hat.

Grüner Kapitalismus – neues Hegemonieprojekt

Zwei Autoren legen eine Studie gegen den grünen Kapitalismus vor.
Hendrik Sander (Bremen) rezensiert sie hier in der Tageszeitung junge welt vom 15. März 2010.

Tagungsbericht: Jenseits von Sozialdemokratie und Kommunismus? Zur Problemgeschichte, Programmatik und Aktualität des Linkssozialismus

Das seit gut einem Jahrzehnt neu entfachte politische Interesse an Fragen und Themen des Sozialismus hat nun auch die Geschichtswissenschaft erreicht. Eine Renaissance von Fragen der Arbeiter- und Gewerkschaftsgeschichte wird begleitet von einer Reihe von neueren Werken zur Geschichte sozialistischer Bewegungen. Nicht uuletzt Biografien erinnern dabei auch an linkssozialistische Traditionen zwischen oder jenseits von Sozialdemokratie und Kommunismus. Doch was war dieser Linkssozialismus eigentlich? In welchem Zusammenhang stand er zu den ökonomischen und gesellschaftlichen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts? Und sind seine Probleme und Lösungsvorschläge auch heute noch von Interesse für einen Sozialismus des 21. Jahrhunderts? Das waren die erklärten Fragen einer wissenschaftlich-politischen Tagung, die die Rosa Luxemburg-Stiftung (RLS) Nordrhein-Westfalen mit Unterstützung des Gesprächskreises Geschichte der RLS unter dem Titel „Jenseits von Sozialdemokratie und Kommunismus? Zur Problemgeschichte, Programmatik und Aktualität des Linkssozialismus“ am 11./12. Dezember 2009 in Duisburg durchführte.
(ausführlichen Bericht lesen).

Geschlechterkampf von rechts

Der Männerforscher Thomas Gesterkamp hat im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung die 28-seitige Broschüre „Geschlechterkampf von rechts – Wie Männerrechtler und Familienfundamentalisten sich gegen das Feindbild Feminismus radikalisieren“ verfasst. Geschlechterkampf von rechts als PDF

Wildcat Nr. 86 erschienen

Ausführlich befaßt sich die ohne Impressum erschienene Frühjahrsausgabe der Zeitschrift mit dem Stand der Wirtschaftskrise. Es folgen eine Analyse der iranischen Revolution von 1979, eine Auseinandersetzung zum Thema Krise und Kommunismus sowie Gespräche mit Aktivisten aus Bremerhaven, die sich im Komitee von Hafenarbeitern gegen Lohndumping engagiert haben. Weitere Beiträge widmen sich den sozialen Folgen der Krise in der Autoindustrie: »Das Ende des ›Massenarbeiters‹ im Stuttgarter Raum«, »Vorsichtige Rückkehr des Klassenkampfs in Tsche­chien« und »Kämpfe in der Autoindustrie in Spanien«. Außerdem: Eine Reportage über die Vertreibung von Migranten aus dem süditalienischen Ort Rosarno, eine Analyse dazu unter dem Titel: »Der Rassismus und die ’Ndrangheta sind Alibis«, der Bericht »Der ANC greift die Bewegungen Barackenbewohner an« sowie zahlreiche Buchbesprechungen.

Wildcat Nr. 86, 84 Seiten, 4 Euro. Bezug: Wildcat, Postfach 801043, 51010 Köln, www.wildcat-www.de

Quelle: junge welt vom 8.3. 2010

Neuerscheinung: Die Hälfte der Macht im Visier

Eine neue Studie analysiert die politische Repräsentanz von Frauen in Bund, Länder und Kommunen. Auch 90 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts sind danach Frauen in fast allen wesentlichen politischen Positionen in Deutschland unterrepräsentiert. Herausgegeben wird die Studie von der Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift Alternative Kommunalpolitik (320 S., 18,- € plus 2,30 € Versandkosten)
(mehr Info) (PDF)

Zeitzeugen-Veranstaltung zu Kinder-„Euthanasie“ im Nationalsozialismus

Do 18.3. 2010, 19.30 Uhr; Haus im Park, Züricher Str. 40, 28325 Bremen

Paul Brune hat die Kinder-„Euthanasie“ überlebt. Der Film „Lebensunwert. Paul Brune. NS-Psychiatrie und ihre Folgen“ von Robert Krieg und Monika Nolte zeigt seine unglaubliche Lebensgeschichte. Der Protagonist des Films, Paul Brune, hat „Glück“ gehabt. Er überlebte die Mordaktionen der NS-Psychiatrie, obwohl er 1943 als Achtjähriger in die „Kinderfachabteilung“ Dortmund-Aplerbeck eingewiesen wurde. Er überlebte, doch zu einem hohen Preis: die Stigmatisierung „lebensunwert“ zu sein, wurde er nie mehr los.
Paul Brune ist einer der wenigen Überlebenden der Kinder-„Euthanasie“
und der erste Betroffene überhaupt, der eine Wiedergutmachung erstritten hat. In der Veranstaltung am 18.3. 2010 wird der Film „Lebensunwert“ über Brune gezeigt und die Möglichkeit gegeben, mit dem Zeitzeugen Brune zu sprechen.

Im Rahmen der Ausstellung „entwertet – ausgegrenzt – getötet.
Medizinverbrechen an Kindern im Nationalsozialismus“
, die wegen des großen Interesses bis zum 4. April 2010 (Ostersonntag) verlängert wurde.

In Kooperation mit dem Kulturensemble Bremen.

Ende der Volksparteien? Analysen

Und nochmals Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen: Ende der Volksparteien? Analysen und Auswege ist der Schwerpunkt von Heft 1/2010 des FJNSB, 2 Texte sind online http://www.fjnsb.de

Strategische Öffentlichkeitsarbeit für die Kommunalpolitik

René Märtin hat für die Friedrich-Ebert-Stiftung, bzw. deren KommunalAkadamie eine Handreichung mit 100 Seiten Umfang produziert, die hier als 5 MB großes PDF-File downloadbar ist.

Krise, Gewerkschaft und Umbruch

Heft 4/2009 des Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen zu Gezeitenwechsel: Krise, Gewerkschaft und Umbruch ist jetzt erschienen! (mehr Info)

Zur Kritik des völkischen Antikapitalismus

Donnerstag 8. April 2010 / 20 Uhr; Infoladen Bremen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen

mit Richard Gebhardt

Reihe „Intros. Einführungen in kritische Gesellschaftstheorie“ von RLI und associazione delle talpe

Autonome Nationalist_innen formieren sich auf Demonstrationen zu schwarzen Blöcken, skandieren „antikapitalistische“ Parolen wie „Weg mit Hartz IV“ oder „Smash Capitalism“ und schmücken ihre Transparente mit linken Ikonen wie Che Guevara. Ist dieser aktuelle Trend in der neofaschistischen Rechten lediglich eine Kopie linker Aktionsformen, Codes und Moden? Reicht es für eine antifaschistische Bewegung, ein Copyright für die „eigenen“ Symbole einzufordern? Die Fixierung auf äußerliche Parallelen ignoriert meist, dass die NPD und autonome Nationalist_innen nicht bloß vermeintlich linke Praxis und Slogans kopieren, sondern durchaus eine spezifisch völkische Kritik kapitalistischer Verhältnisse formulieren. Richard Gebhardt zeigt, wie die NPD die Propaganda des historischen Nationalsozialismus recycelt und reaktionäre Antworten auf gesellschaftliche Krisen gibt. Anhand einer Skizze der theoretischen Programmatik der NPD versucht der Vortrag eine Kritik des völkischen Antikapitalismus zu liefern. Abschließend plädiert Gebhardt dafür, dass sich die antifaschistische Bewegung kritisch mit ihrer traditionellen Folklore auseinandersetzen solle und eine emanzipatorische Kritik der gesellschaftlichen Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnisse entwickeln müsse, die sich nicht einfach von rechter Seite aneignen lasse.

Die Veranstaltung wird organisiert in Kooperation mit der associazione delle talpe .

Richard Gebhardt ist Politikwissenschaftler an der RWTH Aachen und freier Journalist. Zusammen mit Dominik Clemens hat er den Sammelband Volksgemeinschaft statt Kapitalismus. Zur sozialen Demagogie der Neonazis, Köln 2009 herausgegeben.

Einführung in die Kritik des Antiziganismus

Samstag, 15. Mai 2010, 11 bis 18 Uhr; Infoladen Bremen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen

Ein Tagesworkshop mit Yvonne Robel (Hamburg) und Kathrin Herold (Bremen)

Reihe „Intros. Einführungen in kritische Gesellschaftstheorie“ von RLI und associazione delle talpe

Antiziganismus – das bedeutet in vielen europäischen Ländern offene Gewaltanwendung gegen Roma und andere als „Zigeuner“ bezeichnete oder verstandene Menschen seitens des Staates, der Mehrheitsbevölkerung oder rechter Gruppierungen.

Doch auch Sprache kann Gewalt antun. Die Wirkmächtigkeit von Diskriminierungen gegenüber Roma lässt sich am Fortleben der stets auch kulturell vermittelten Denkmuster und Bilder vom „Zigeuner“ ablesen. Die gängigsten Stereotype sind, dass Roma einen verbreiteten Hang zum Diebstahl und per se viele Kinder hätten, dass sie sich regulärer, abhängiger Arbeit verweigern würden oder dass sie nicht sesshaft seien. Weitere, in diesem Fall auch geschlechterstereotype Zuschreibungen sind, dass „Zigeunerinnen“ aus der Hand lesen könnten oder als sexuell verführerisch gelten würden.

Es sind die Vorstellungen von dem „Zigeuner“, der zwar arm und mittellos, dafür reich an Lebensfreude, Emotionalität und Freiheit sei, die auch heute noch die Phantasien anregen.

In diesem Workshop wollen wir versuchen, uns gemeinsam ein Verständnis von Antiziganismus zu erarbeiten. Was beinhaltet dieser Begriff neben dem genannten noch? Woher kommt Antiziganismus? Wo und wie sind Menschen damit konkret konfrontiert?

Wie äußert er sich in unterschiedlichen historischen Epochen? Welche Bedeutung kann das „Zigeunerbild“ in bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaften haben?

Beide Workshopteamer_innen sind Herausgeber_innen des Sammelband Antiziganistische Zustände. Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments, Münster, 2009. Ihr thematischer Schwerpunkt ist die Verwobenheit von Geschichts-, bzw. Erinnerungspolitik mit Antiziganismus.

Die Veranstaltung wird organisiert von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Initiative Bremen.

IM SCHATTEN DES TAFELBERGES. Film und Diskussion

8. April 2010 18 Uhr, KINO 46, Waller Heerstraße 46, 28217 Bremen

KAPSTADT, SÜDAFRIKA: In kaum einer anderen Stadt der Welt liegen Armut und Reichtum so dicht beieinander wie am Kap der guten Hoffnung. Der Dokumentarfilm When the Mountain meets its Shadow erzählt die Geschichten von Ashraf, Mne, Zoliswa und Arnold, die in den Armenvierteln rund um Kapstadt auf unterschiedliche Art und Weise ums Überleben kämpfen. Ashraf und Mne von der Anti Eviction Campaign setzten sich täglich in den Townships gegen Zwangsräumungen und Wassersperrungen ein. Zoliswa, eine alleinerziehende Mutter, sucht eine neue Stelle als Hausangestellte und Arnold macht eine Ausbildung zum bewaffneten Wachmann in der boomenden Sicherheitsindustrie. Als die Stadtverwaltung eine komplette Armensiedlung wegen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 räumen lassen will, werden Ashraf und sein Freund Mne mit ihren eigenen unverarbeiteten Erlebnissen aus der Zeit der Apartheid konfrontiert …

Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit den FilmemacherInnen und den beiden portraitierten Aktivisten Ashraf Cassiem und Mncedisi Twalo der Anti Eviction Campaign.

Informationen: Silke Veth · veth(ädd)rosalux.de ·
Die Filmtour hält zwischen dem 27. März und dem 17. April 2010 noch in anderen Städten Deutschlands und der Schweiz.
Für weitere Informationen: http://dok-werk.com/de/termine#auffuehrungen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der RLS.

Karte Im Schatten des Tafelberges_Web

Luciano Canfora, die deutsche Linke und die Zukunft der Demokratie

Sind Freiheit und Sozialismus vereinbar?
Donnerstag 29. April 2010, 19 Uhr 30, Paradox, Bernhardstraße 12, 28203 Bremen
mit Christoph Jünke
Freiheit und Sozialismus passen nicht zusammen – das sagen uns nicht nur die Neokonservativen und Neoliberalen seit vielen Jahrzehnten und verweisen dazu auf die Erfahrungen mit dem historischen Stalinismus und der kommunistischen Weltbewegung. Auch führende Vertreter der deutschen Linken wie bspw. Georg Fülberth und Uwe Jens Heuer verkündeten dasselbe, als sie in die Wellen schlagende Debatte um das Buch von Luciano Canfora (Eine kurze Geschichte der Demokratie; Köln 2006) intervenierten. Für den italienischen Altlinken und Spätkommunisten Canfora ist die Demokratie nur eine bloße Form und Fassade oligarchischer Herrschaft, sind Freiheit und Demokratie „letzten Endes hohle Worthülsen“.
In kritischer Auseinandersetzung mit Luciano Canforas Thesen entfaltet Christoph Jünke Grundlagen und Fallstricke der sozialistischen Demokratiekritik, klärt den gesellschaftspolitischen Hintergrund linker Demokratiemüdigkeit auf und fragt nach den Aufgaben einer aufgeklärten Demokratietheorie und -praxis im „Angesicht des herrschenden Neoliberalismus und eines wieder stärker artikulierten Philo- oder Neostalinismus.“
Christoph Jünke, lebt und arbeitet als Historiker und Publizist in
Bochum und veröffentlichte zuletzt das Buch Der lange Schatten des
Stalinismus
. Sozialismus und Demokratie gestern und heute (Köln
Neuer ISP Verlag 2007), in welchem er sich ausführlich u.a. mit
Luciano Canforas Demokratieverständnis auseinandergesetzt hat.

Queere kulturelle Politiken im Neoliberalismus

Eine Rezension des Buches Bilder von Sexualität und Ökonomie
Queere kulturelle Politiken im Neoliberalismus (Bielefeld: transcript Verlag, 2009) ist hier im Kunst-Magazin springerin erschienen. Verfasserin des Buches ist Antke Engel.

Kein Buch mit sieben Siegeln – Der kommunale Haushalt

Das zweite Buch in der Reihe Crashkurs Kommune der Kommunalakademie der RLS ist erschienen: „Kein Buch mit sieben Siegeln – Der kommunale Haushalt“ von Michael Faber. Erhältlich im Buchhandel oder über den VSA-Verlag (mehr Info zum Buch).

Neuerscheinung: Kommunikation mit links?

Das Buch Bernd Hüttner/Christoph Nitz: Linke Kommunikation. Kommunikation mit links? ist jetzt lieferbar. Erschienen beim VSA Verlag Hamburg 2010, 148 Seiten, 12.80 EUR (Link zur Verlagsseite und Inhaltsverzeichnis und Vorwort als PDF).
Zur Rezension in der Tageszeitung Neues Deutschland vom 14. Mai 2010.

Kunst. Linke. Gesellschaftliche Emanzipation

Samstag, den 24. April 2010 um 20 Uhr in der Spedition, Güterbahnhofsgelände beim Hauptbahnhof, Bremen

Eine Veranstaltung mit Referenten von kritikmaximierung, Hamburg

Das Verhältnis der Linken zur Kunst ist meist ambivalent: man will sie und man will sie nicht. Selten nähert man sich der Kunst theoretisch, ist diese doch immer ein wenig befremdlich für die meisten Linken. Sie haben ähnlich wie zur Musik ein relativ taktisches Verhältnis zur Kunst:
Kunst ist gewollt, aber meist nur als künstlerische Propaganda oder als
Ästhetisierung des Politischen.
Wie ist das Verhältnis der politischen Linken zur Kunst? Welches
Verhältnis hat die Kunst zur Linken? Welches Potential einer kritischen
Reflektion auf die Gesellschaft und das Individuum liegt in der
speziellen Form der Kunst? Welche Versuche in der Kunst gab und gibt es,
gesellschaftliche Emanzipation vorzubereiten? Welche Formen der
Intervention sind mittels Kunst möglich?
Zu den aufgeworfenden Fragen zur Kunst, der Linken und zu
gesellschaftlicher Emanzipation referieren und diskutieren Hanno Plass
und Roger Behrens.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit associazione delle talpe.
Link zur Anfahrtsbeschreibung,

Schatten über dem Kongo – Eine Dokumentation der kolonialen Geschichte des Kongos

30. April 2009, 20.00 Uhr, Kommunikationszentrum paradox, Bernhardstraße 12, 28203 Bremen (Saal)

Filmveranstaltung des Clubs der Rosa-Luxemburg-Initiative

Moderation: Kai Kaschinski

Im Mitelpunkt der Veranstaltung steht der Film „Schatten über dem Kongo“ der Regisseurin Pippa Scott, der auf dem gleichnamigen Buch von Adam Hochschild aufbaut. Die Dokumentation schildert die Geschichte des belgischen Kolonialismus im Kongo.
Die Herrschaft König Leopolds II. von Belgien über den Kongo gilt als eine der grausamsten der Geschichte. Auf der Berliner Kongo-Konferenz wurde das Land 1885 König Leopold II. zugesprochen, der den Kongo lange Zeit als seinen Privatbesitz behandelte und versuchte größtmöglichen Gewinn aus dem Handel mit Elfenbein und Gummi zu ziehen. Erforscht und erobert hatte den Kongo für ihn der noch heute so oft unkritisch betrachtete Henry Morton Stanley. Am so genannten „Wettlauf um Afrika“ beteiligten sich zur damaligen Zeit alle europäischen Kolonialmächte. „Entdecker“ wie Stanley, Livingstone oder Burton waren deren Vorboten.
In den letzten Jahren rückte der „Große Afrikanische Krieg“ und die erneut aufflammende Konkurrenz um die Ressourcen Afrikas den Kongo wieder ins internationale Blickfeld. Vor allem Europa, die USA und China versuchen ihren Einfluß in Afrika auszudehnen. Inwiefern sich die Kolonialgeschichte auf die aktuelle Politik auswirkt und inwieweit sich die neuen Strategien von den alten unterscheiden sind Fragen, die den Bogen zur aktuellen Situation in Afrika schlagen.