Freitag 6.11. bis 20.11. 2009, Do. bis So. jeweils von 15-18 Uhr, Hafenmuseum Speicher XI, Am Speicher XI 1, 28217 Bremen
Öffnungszeiten 6.11. bis 20.11., Do bis So von 15-18h. Für Schulklassen und Gruppen auch nach Vereinbarung (Kontakt direkt über polypol(ätt)gmx.net)
Einzeltermine:
Donnerstag 5.11., 18-20 h Vernissage der Ausstellung
Sonntag 15.11., 16 Uhr: Veranstaltung mit Djevdet Berisa vom Verein Romane Aglonipe (Hannover) zur Situation von Roma-Flüchtlingen aus dem Kosovo
Donnerstag 19.11., 19.30 Uhr: Veranstaltung zur Innenministerkonferenz in Bremen und geplanten Gegenaktivitäten
Freitag., 20.11., 16-18 Uhr: Finissage der Ausstellung
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Zur kulturellen und politischen Verarbeitung der globalen Krise der gesellschaftlichen Naturverhältnisse
Donnerstag, 19. November 2009, 20.00 Uhr, Kommunikationszentrum paradox, Bernhardstraße 12, 28203 Bremen, Clubraum | 1. Etage
Referent: Kai Kaschinski
Nicht nur die Grünen sind mit einem umfangreichen Programm zur ökologischen Modernisierung der Industriegesellschaft zur Bundestagswahl angetreten. Die Integration ökologischer Ansätze in kapitalistische Wirtschaftskonzepte ist heute über alle Parteigrenzen hinweg anerkannt. Umweltpolitik und ökonomischer Profit sollen angeblich keinen Gegensatz mehr darstellen, sondern sich sogar gegenseitig unterstützen. Aus den so genannten „Öko-Terroristen“ der 1980er Jahre sind nun die RetterInnen in der Not globaler Krisen geworden. Zukunftsentwürfe werden sowohl national als auch international zu einem wesentlichen Teil durch umweltpolitische Strategien geprägt. Welches Verständnis von Ökologie diesem Denken zugrunde liegt und welche gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Green New Deal perspektivisch haben kann, wird an diesem Abend diskutiert. Daran anschließend sollen die Möglichkeiten erörtert werden, die eine linke Umweltpolitik in dem derzeitigen Kontext hat, um emanzipative und gesellschaftskritische Standpunkte zu verdeutlichen.
Diskussions- und Filmveranstaltung des Clubs der Rosa-Luxemburg-Initiative in Kooperation mit dem Verein für Internationalismus und Kommunikation e.V.
Mittwoch, 18. November, 19:30 Uhr, Bonbonfabrik Hardenbergstr. 50-54, 28201 Bremen
Vortrag und Diskussion mit Pedram Shayar (Netzwerk junger Iraner in Berlin und attac) und Amin Hosuri (Journalist und politischer Aktivist/Bremen)
Gerade mal 5 Monate liegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen im Iran zurück. Damals sorgten die insbesondere von jungen Menschen getragenen Massenproteste weltweit für Aufsehen. Mittlerweile scheint sich die Lage unter dem Druck der brutalen Repression ‚beruhigt‘ zu haben. Doch der Schein trügt: Die Bewegung gegen die theokratische Diktatur ist weiterhin aktiv, lediglich die Form des Widerstands hat sich geändert: So sind im Rahmen der offiziellen Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan allein in Teheran 3 Millionen Menschen (demonstrierend) auf die Straße gegangen. Zudem spielt das Internet weiterhin eine herausragende Rolle – genauso wie kleinere Aktionen, etwa politisches Graffiti. Während im Juni vor allem die gefälschten Wahlen im Mittelpunkt der Proteste standen, geht es heute um mehr: Der Bann der Diktatur ist gebrochen, die Menschen lassen sich nicht mehr einschüchtern. In der Veranstaltung soll deshalb der Frage nachgegangen werden, wer die Proteste trägt und worin die jeweiligen Ziele bestehen. Ein differenzierter Blick ist nicht zuletzt deshalb elementar, weil bis heute die Gefahr besteht, dass sich die islamistischen Reformisten um den bei den Präsidentschaftswahlen unterlegenen Hussein Mussawi an die Spitze der Proteste setzen und somit wirkliche Veränderungen verhindern könnten. Denn klar ist auch: Die Gruppe derer, die sich für eine säkulare und solidarische Gesellschaft einsetzt, dürfte gerade mal 10-20 Prozent der Bevölkerung umfassen – zu ihr gehören unter anderem Gewerkschaften, Frauengruppen und Teile der Studierenden.
In der Veranstaltung sollen zwei Blickwinkel zur Sprache kommen: Pedram Shayar von attac und dem „Netzwerk junger Iraner in Berlin“ spricht aus der Exil-Perspektive, er musste den Iran bereits als Kind mit seinen Eltern verlassen, Amin Hosuri aus Bremen ist politischer Aktivist und Journalist, er hat bis vor kurzem im Iran gelebt.
Eine Veranstanstaltung in Kooperation mit NoLager Bremen, Stadtkommune Alla Hopp und Mayday-Caf.
Mittwoch 18.11. 2009, 19.30 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen, Raum 5
Mit Patrick Ehnis
Patrick Ehnis analysiert in seinem Vortrag die Akteure des Wandels: Er hat Väter interviewt, die Erziehungszeiten übernommen haben, und Betriebe, die als besonders familienbewusst ausgezeichnet wurden. So gelingt es ihm anschaulich, Blockaden und Triebfedern für eine geschlechtergerechtere Arbeitsteilung speziell in den ersten drei Jahren nach der Geburt eines Kindes aufzuzeigen. Im Ergebnis kommt er zu einer kritischen Analyse der aktuellen politischen Debatten um Elterngeld, Elternzeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Dr. Patrick Ehnis, Politikwissenschaftler, promovierte zum Thema des Buches im Graduiertenkolleg »Geschlechterverhältnisse im Spannungsfeld von Arbeit, Politik und Kultur« an der Philipps-Universität Marburg. Zur Zeit arbeitet er als Lehrbeauftragter an der Hochschule Bremen. Von ihm liegt das Buch „Väter und Erziehungszeiten. Politische, kulturelle und subjektive Bedingungen für mehr Engagement in der Familie“ (29.90 EUR, 300 Seiten, Ulrike Helmer Verlag 2009) vor.
Eine Auseinandersetzung mit der Selbsthilfebewegung und der Situation sexualisierter Gewalt gegen Mädchen
Mittwoch, 18.11.2009 19.00 Uhr Mafalda, Kreuzstr. 29, 28203 Bremen
Vortrag mit Diskussion
mit Renate Bühn, Diplom-Sozialpädagogin und Künstlerin, Bremen
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Mafalda, dem feministischen, linksautonomen Raum für FrauenLesbenTransgender
Sonntag, 15.11.2009; Mediencoop-Bremen e.V. Etage 3, Kulturzentrum Lagerhaus Schildstraße 12-19 28203 Bremen, 19.00 Uhr
ist das Leben ein seltsames Höhlensystem?, fragt sich Lisa, als sie ihr Fotografiestudium abbricht, auf einen Brückenbogen klettert und die Kamera auf die Bahngleise wirft. Australien ist ihr gerade weit genug. Sie geht nach Sydney, wo sie bei Marc wohnt, dem fürsorglichen Ex-Freund ihres Bruders. Dort wirft sie sich zwischen die schillernden Nachtgestalten in der Oxford Street und fixiert allabendlich die sinkende Sonne wie einen Feind: Wer zuerst untergeht, hat verloren.
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So, 15.11. 16.00 Uhr, Saal, 3. Stock, Hafenmuseum, Speicher XI
Zur akuten Abschiebe-Bedrohung für Roma-Flüchtlinge aus den Kosovo sprechen Djevdet Berisa (Verein Romane Aglonipe, Hannover) und Jan Sürig (Rechtsanwalt, Bremen)
Zehn Jahre nach Ende des Kosovo-Krieges und der fast vollständigen Vertreibung von Minderheiten aus der Region will die Bundesrepublik Deutschland nun auf Basis eines Abkommens mit der neuen kosovarischen Regierung hier seit über 10 Jahren lebenden Roma-Flüchtlinge abschieben. Etwa 10 000 Menschen befinden sich seither in Sorge um ihre Sicherheit. Meldungen zur Lage im Kosovo zeichnen ein Bild von Armut, Perspektivlosigkeit, und immer wieder auch drohender Gewalt gegen Roma. Antiziganistische Ausgrenzung ist im Kosovo weiterhin allgegenwärtig. Auch in anderen europäischen Ländern ist die Erfahrung vieler Roma, aus Sicht der Mehrheitsgesellschaften unerwünscht zu sein, alltäglich und stellt eine permanente Bedrohung dar.
Die Fotoausstellung „Blick zurück nach vorn“ kann noch vom 12. bis 19.11., Do bis So von 15-18h, (am Fr 13.11. geschlossen!) im Hafenmuseum besichtigt werden. Das Hafenmuseum ist zu erreichen mit der Straßenbahnlinie 3, Haltepunkt Waller Ring. Direkt am Gebäude hält die Buslinie 26 an der Haltestelle“Speicher XI“.
Mit folgenden Veranstaltungen
Donnerstag, 5. November: Radio Zebra – Wir wollen keine Konzessionen, wir machen auch keine! (Workshop) Details…
Freitag, 6. November: Gesellschaft 2.0? Wie sozial ist das „Social Web“? (Workshop) (Details…)
Samstag, 7. November: Politik im Web 2.0? (Workshop) (Details…)
Samstag, 7. November: „Verstehen und Verfassen von Nachrichten“ (Workshop) (Details…)
Eine Reihe der Rosa-Luxemburg-Initiative e.V. in Kooperation mit Linke Medienakademie e.V.
Samstag 7.11. 2009, Bremen, 12 bis ca 16 Uhr
Mit Dr. Richard Heigl
Nach der Revolte im Iran und der Nutzung des Internetdienstes Twitter und den US-amerikanischen Prsidentschaftswahlen wird wieder viel über Möglichkeiten der politischen Mobilisierung des über die neuen Mitmachmedien philosophiert. Doch wie sieht das konkret aus? Welche Möglichkeiten bieten sich und welche nicht? Im Workshop werden ausgehend von den Fragen der Teilnehmer Einsatzgebiete und Wirkungsweise von Wikis, Blogs und Social Networks besprochen. Ein zentrales Thema wird dabei die Frage nach Motivation und Kollaboration der Netzaktivisten sein.
Dr. Richard Heigl ist Historiker und Fachbuchautor zum Thema Social Web. Daneben ist er Geschäftsführer der “Hallo Welt! – Medienwerkstatt“ in Regensburg.
Hinweis: Vortrag zum Thema am Freitag 6.11.2009.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Linken Medienakademie Nord. Anmeldung erbeten unter huettner(ätt)rosalux.de.
Samstag, 7.11. 2009, Bremen, ____fällt wegen zu geringen Voranmeldungen leider aus__
Mit Dr. Michael Meissner
Die Nachricht ist das wesentlichste Genre im Journalismus und dessen Grundform. Sie wird im Mittelpunkt dieses ganztägigen Workshops stehen. Zuerst wird ein Überblick zu den rund 30 Genres bzw. Präsentationsformen im gedruckten Journalismus gegeben. Dann folgt eine ausführliche Besprechung von Form, Aufbau, Sprache und Inhalt der Nachricht. Abschließend und den größten Teil des Tages geht es umpraktische Arbeit: die Anfertigung von Nachrichten. Ziel ist es, ein Verständnis für klar aufgebaute Mitteilungen und das Erkennen des Wesentlichen bei einem Ereignis oder Tatbestand zu erhalten. Die TeilnehmerInnen, die über einen laptop verfügen, sollten diesen unbedingt mitbringen, weil sonst nur bedingt praxisorientiert gearbeitet werden kann.
Meissner ist Dozent für Theorie und Praxis der Presse an der Freien Universität Berlin (http://www.mmeissner.de) .
Anmeldung erbeten unter huettner(ätt)rosalux.de. Eine Veranstaltung der RLI im Rahmen der Linken Medienakademie Nord.
Wochenendseminar mit Volker Weiss (Hamburg) 7. bis 8. 11. 2009; Infoladen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen
Intros. Einführungen in kritische Gesellschaftstheorie
Wie viele weitere völkische Gruppierungen proklamiert die nach dem Ende des Ersten Weltkrieges gegründete Nationalsozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (NSDAP) einen vehementen Antisemitismus, Antiliberalismus und Antimarxismus und avanciert spätestens seit Ende der 1920er zu einer Massenpartei mit großen Wahlerfolgen. Die nationalsozialistische Herrschaft von 1933 bis 1945 steht für die Zerschlagung der sozialdemokratischen und kommunistischen Arbeiter_innenbewegung, die fast vollständige Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden, den Vernichtungskrieg im Osten und viele weitere Verbrechen. Besonders Auschwitz markiert einen Zivilisationsbruch: Geschichte kann nicht länger einfach als kontinuierlicher Prozess hin zur Emanzipation der Menschheit von Ausbeutung und Unterdrückung verstanden werden, sondern Auschwitz zeigt ebenso die Möglichkeit des Rückfalls in die Barbarei.
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Freitag, 6. November 2009, 20.00 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen
Mit Dr. Richard Heigl, Regensburg
Im World Wide Web hat sich in den letzten Jahren ganz nebenbei eine Revolution ereignet: Wikis, Blogs, Social Networks und andere Medien bieten grundsätzlich neue Beteiligungs- und Publikationsmöglichkeiten. Dieses Phänomen versucht man mit Begriffen wie „Web 2.0“ oder „Social Web“ zu fassen. Aber was bedeutet das für linke Politik? Was für die Erwerbsarbeit? Der Vortrag zeigt anhand konkreter Beispiele, wie sich mit dem neuen Web Arbeits- und Lebensweisen verändern, und welche emanzipatorischen Potenziale sich daraus ergeben könnten.
Dr. Richard Heigl ist Historiker und Fachbuchautor zum Thema Social Web. Daneben ist er Geschäftsführer der „Hallo Welt! – Medienwerkstatt„.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der MASCH (Marxistische Abendschule) im Rahmen der Linken Medienakademie Nord
Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei.
6. bis 8. November 2009, (Freitag ab 19.00 Uhr bis Sonntag um 15.00 Uhr) Seminarort: Haus Warwisch e.V. (Wrauster Bogen 54, 21037 Hamburg) Wochenendseminar – Seminarleitung: Kai Kaschinski
Das Seminar beschäftigt sich mit der Geschichte und Gegenwart der Seuchenpolitik als einer Biopolitik infizierter Körper. Nicht erst mit der Vogel- und der Schweinegrippe hat sich ein enger politischer Zusammenhang zwischen Globalisierung und Gesundheitspolitik herauskristallisiert. Internationale Gesundheitspolitik ist heute ein Versuch die Weltbevölkerung und Aspekte ihrer sozialen Entwicklung zu kontrollieren. Waren es zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch die nationalen Bevölkerungen, die im Zentrum medizinischer und sozialpolitischer Maßnahmen standen, so deutet sich in den letzten Jahrzehnten eine Verschiebung an.
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Freitag 6.11. bis 20.11. 2009, Do bis So jeweils von 15-18 Uhr, Hafenmuseum Speicher XI, Am Speicher XI 1, 28217 Bremen
Öffnungszeiten 6.11. bis 20.11., Do bis So von 15-18h. Für Schulklassen und Gruppen auch nach Vereinbarung (Kontakt direkt über polypol(ätt)gmx.net)
Einzeltermine:
Donnerstag 5.11., 18-20 h Vernissage der Ausstellung
Sonntag 15.11., 16 Uhr: Veranstaltung mit Djevdet Berisa vom Verein Romane Aglonipe (Hannover) zur Situation von Roma-Flüchtlingen aus dem Kosovo
Donnerstag 19.11., 19.30 Uhr: Veranstaltung zur Innenministerkonferenz in Bremen und geplanten Gegenaktivitäten
Freitag., 20.11., 16-18 Uhr: Finissage der Ausstellung
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5. November 2009, 19.30 Uhr, Infoladen Bremen, St.-Pauli-Str. 10/11, 28203 Bremen
Vortrag und Diskussion begleitet von Radiobeiträgen
mit Jan Bönkost
Von 1980 bis 1983 sendete in Bremen der Piratensender Radio Zebra. Er entstammte der linksradikalen Szene Bremens, die 1980 mit der „Schlacht am Osterdeich“ und der Besetzung des Schlachtshofes ihren kurzen Sommer der Anarchie erlebte. Als Teil einer ganzen Bewegung illegaler aber dafür „freier Radios“ wollten die „Zebras“, eine emanzipatorische Alternative zur bürgerlichen Presse und zum staatlichen Rundfunkmonopol verwirklichen. Denn nachdem Flugblätter an den Werktoren nicht zur Revolution geführt hatten, lag für einige Jahre im Medium Radio die Hoffnung umfassendere Kommunikationszusammenhänge innerhalb und über die linke Szene hinaus herstellen zu können.
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