testBarrieren durchbrechen!

Israel/Palästina: Gewaltfreiheit, Kriegsdienstverweigerung, Anarchismus

Mittwoch, 3.12.2008, 19:30 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen

Buchvorstellung und Diskussion mit Sebastian Kalicha

Ist eine gerechte und friedliche Lösung des Nahostkonflikts realistisch oder sind die Hindernisse auf dem Weg dahin bereits unüberwindbar? In der palästinensischen Westbank baut Israel eine groß angelegte, geopolitisch motivierte Barriere (Mauer). Zwischen Israel und Gaza herrscht offener oder verdeckter Krieg. Gegen die Sperranlage hat sich in den letzten Jahren durch die Anwendung direkter gewaltfreier Aktionen eine neue Graswurzelbewegung in der palästinensischen Westbank und bei israelischen Solidaritätsgruppen entwickelt. Berichtet wird, wie israelische, palästinensische und internationale AktivistInnen den Nahostkonflikt aus gewaltfrei-antimilitaristischer, feministischer und libertärer Sicht betrachten. Sie skizzieren ein Bild des Konflikts »von unten«, bei dem die lebendigen und radikalen Graswurzelbewegungen – nicht die weltpolitischen Eliten – die Hauptrolle spielen. Gruppen wie New Profile, MachsomWatch, Women in Black, Popular Committee of Budrus, Popular Committee of Bil’in, Gush Shalom, Yesh Gvul, International Women’s Peace Service, International Solidarity Movement, ActiveStills, The Other Israel, Occupation Magazine, Black Laundry und Anarchists Against the Wall werden präsentiert, die die Auseinandersetzungen in Israel/Palästina von einer neuen, in den westlichen Medienberichten viel zu oft vernachlässigten und für viele ungewohnten Perspektive betrachten.

Sebastian Kalicha studiert Geschichte an der Universität Wien. Er reiste mehrmals nach Israel/Palästina und war in der gewaltfreien Widerstandsbewegung vor Ort aktiv. Er hat das Buch »Barrieren durchbrechen! Israel/Palästina: Gewaltfreiheit, Kriegsdienstverweigerung, Anarchismus«, Verlag Graswurzelrevolution, Nettersheim 2008, herausgegeben.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative in Kooperation mit dem Verlag Graswurzelrevolution und der Ökumenischen Initiative (angefragt) .


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