testWege zu einer solidarischen Stadt

Filmveranstaltung „Let me Join!“ mit anschließender Diskussion
Mittwoch, 14. März 2018, um 19 Uhr in Bremen
DGB Haus, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen

Mit: Anne Frisius (Filmemacherin, Bremen), Mónica Orjeda (Film-Co-Autorin, Beraterin für Papierlose in Hamburg), Sunny Omwenyeke (decolonize Bremen), Hassan Numan (Komitee der Geflüchteten im Ickerweg, Osnabrück), Nessrin Hamdoon (Solidarity City, Osnabrück)

Während Waren von Konzernen global zirkulieren und Menschen mit einem privilegierten Pass günstiger und einfacher reisen können als je zuvor, gelten für den überwiegenden Teil der Menschheit heute drastische Reisebeschränkungen. Der Film „Let me join!“ zeigt Menschen, denen es nicht erlaubt war, von einem Ort zum anderen zu reisen und dort zu bleiben. Alle haben Mittel und Wege gefunden, es trotzdem zu tun.

Let me Join! Bewegungsfreiheit ist das Recht zu gehen und zu bleiben. Aktivist*innen in Amsterdam und in Deutschland erzählen.

In Amsterdam: Arbeiten ja, Teilhabe nein: In einer globalisierten Welt gehen und bleiben zu dürfen – dafür setzen sich Jacqueline Contreras und Francia Galeano ein, zwei Hausangestellte und Gewerkschafts-Aktivistinnen ohne Papiere. Sie erzählen von drohender Abschiebung und davon, dass ihre Töchter trotz hervorragender Schulnoten nicht studieren dürfen, weil auch ihnen ein legaler Status verweigert wird.
In Deutschland – erschwertes Ankommen: Auch anerkannte Qualifikationen zählen auf einmal nicht und der Zugang zu Studium oder Ausbildung wird verwehrt. Ob Erkrankung während des Asylverfahrens, Residenzpflicht oder drohende Abschiebungen, es ist für Geflüchtete nicht einfach, in Deutschland, bzw. den Niederlanden anzukommen, wie verschiedene ProtagonistInnen im Film berichten.
Hassan Numan: „Lasst uns uns selbst organisieren! Wir brauchen eine Stimme, um unsere Probleme anzusprechen und um dazu beizutragen, die Probleme in dieser Stadt zu lösen! Wir sind ein aktiver Bestandteil dieser Stadt.“

Ein Film von Anne Frisius in Zusammenarbeit mit Mónica Orjeda, 52 Minuten, spanisch/englisch/arabisch, mit deutschen Untertiteln, Musik von Farzia Fallah. Amsterdam/Bremen/Osnabrück 2016/2017(www.kiezfilme.de).

In vielen Städten in Europa und auch in Deutschland entstehen derzeit mit den „Initiativen für Solidarity Cities“ neue Formen einer Gegenbewegung . In den Städten der Solidarität – ursprünglich in Kanada und den USA entstanden – werden keine Abschiebungen mehr zugelassen. Und sie wollen das Zusammenleben so gestalten, dass alle – unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus – gleichberechtigt an der Stadtgesellschaft teilhaben können, allen ein selbstverständlicher Zugang zu Ressourcen wie Bildung, medizinische Versorgung oder Arbeitsrechten möglich ist und sich jede und jeder frei und ohne Angst bewegen kann.

Wir werden das Konzept der Solidarity Cities vorstellen und anschließend der Frage nachgehen, wo sich der Ansatz der Solidarity Cities-Bewegung und die gegenwärtige  Antidiskriminierungsarbeit in der Arbeitswelt überschneiden bzw. ergänzen. Denn oft sind Menschen aus anderen Ländern von Diskriminierung im Arbeitsumfeld betroffen, seien es Geflüchtete, Papierlose oder auch Menschen aus anderen EU-Ländern.

VeranstalterInnen: Initiative Solidarity City Bremen, ADA Bremen und Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.


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