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Queere Literatur und ihre Auslöschung im Nationalsozialismus. Lesung mit Literatur aus drei Zeiten

5. März | 19:30 - 22:30
Lesung am 05.03.2026, 19:30 Uhr /

„I had a chance to read ‘The Well of Loneliness’ that had been translated into Polish before I was taken into the camps. I was a young girl at the time, around twelve or thirteen, and one of the ways I survived in the camp was by remembering that book. I wanted to live long enough to kiss a woman.“ So beschreibt es eine Shoa-Überlebende in den 1980er Jahren gegenüber Joan Nestle, Gründerin des Lesbian Herstory Archive. Heute kaum vorstellbar scheint die Vielfalt an queerer Literatur aus der Zwischenkriegszeit. Für viele Nicht-Heterosexuelle und gender-nichtkonforme Menschen war sie identitätsstiftend und später sogar überlebenswichtig. Das Lesekollektivmöchte einen Ausschnitt aus dieser Vielzahl anWerken vorstellen, im Anschluss die Vernichtung queerer Literatur thematisieren und damit letztlich das Verschwinden von Diversität, Repräsentation und Erinnerung an die vielfältigen Lebensweisen in der Weimarer Republik. Queeres Leben war während des NS nicht verschwunden, aber musste im Verborgenen bleiben. Ein wenig dessen, was wir heute davon kennen, soll im zweiten Teil gelesen werden. Der dritte Teil beschäftigt sich mit den Nachwirkungen der nationalsozialistischen Geschlechterideologie: eine zerstörte Subkultur, Homophobie, ein Weiterbestehen des §175 und fehlende Anerkennung der Opfer bis hin zu ihrer Auslöschung aus der Geschichtsschreibung. Die Lesung soll ihrer erinnern und sexuelle Vielfalt zelebrieren.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum 27. Januar.

Eine Veranstaltung von: associazione delle talpe, Arbeitnehmerkammer Bremen und der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen.

Veranstaltungsort

Kulturzentrum Kukoon
Buntentorsteinweg 29-31
Bremen, Bremen 28201 Deutschland
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Barrierefreiheit

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.