UMGEZOGEN
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Samstag, 15. Mai 2010, 11 bis 18 Uhr Infoladen Bremen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen
Ein Tagesworkshop mit Yvonne Robel (Hamburg) und Kathrin Herold (Bremen)
Reihe “Intros. Einführungen in kritische Gesellschaftstheorie”
Antiziganismus - das bedeutet in vielen europäischen Ländern offene Gewaltanwendung gegen Roma und andere als „Zigeuner“ bezeichnete oder verstandene Menschen seitens des Staates, der Mehrheitsbevölkerung oder rechter Gruppierungen. Doch auch Sprache kann Gewalt antun. Die Wirkmächtigkeit von Diskriminierungen gegenüber Roma lässt sich am Fortleben der stets auch kulturell vermittelten Denkmuster und Bilder vom „Zigeuner“ ablesen. Die gängigsten Stereotype sind, dass Roma einen verbreiteten Hang zum Diebstahl und per se viele Kinder hätten, dass sie sich regulärer, abhängiger Arbeit verweigern würden oder dass sie nicht sesshaft seien. Weiterlesen »
6. bis 8. Mai 2010, Universität Bremen
Internationale Tagung, Programm folgt.
Der call for papers gibt einen kleinen Einblick und ist hier online.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Universität Bremen, Fachbereich 9 (Prof. Inge Marszolek) und der Heinrich-Böll-Stiftung Bremen..
mit Richard Gebhardt
Reihe “Intros. Einführungen in kritische Gesellschaftstheorie“
Autonome Nationalist_innen formieren sich auf Demonstrationen zu schwarzen Blöcken, skandieren „antikapitalistische“ Parolen wie „Weg mit Hartz IV“ oder „Smash Capitalism“ und schmücken ihre Transparente mit linken Ikonen wie Che Guevara. Ist dieser aktuelle Trend in der neofaschistischen Rechten lediglich eine Kopie linker Aktionsformen, Codes und Moden? Reicht es für eine antifaschistische Bewegung, ein Copyright für die „eigenen“ Symbole einzufordern? Die Fixierung auf äußerliche Parallelen ignoriert meist, dass die NPD und autonome Nationalist_innen nicht bloß vermeintlich linke Praxis und Slogans kopieren, sondern durchaus eine spezifisch völkische Kritik kapitalistischer Verhältnisse formulieren. Weiterlesen »
Die Sanktionierung der Ablehnung von Mehraufwandsentschädigungsarbeit als Arbeitszwang im Sinne von Artikel 12 Absatz 2 Grundgesetz.
Dienstag, 30.03. 2010, 19 Uhr, Kulturzentrum Paradox, Bernhardstr. 10-12, 28203 Bremen
Vortrag mit Diskussion mit Jan Gehrken
Jan Gehrken benennt zwei Möglichkeiten für Juristen sich kritische mit 1-€-Jobs auseinander zu setzen. Die erste ist eine möglichst fundierte juristische Unterstützung im Behördendschungel um „das Beste für die Betroffen herauszuholen“. Die zweite Möglichkeit um die es in seinem Vortrag geht, ist die Anfechtung der Verfassungskonformität der gesetzlichen Regelungen. Gehrkens Ansatzpunkt ist der Artikel 12 des Grundgesetzes in dem die freie Berufswahl und das Verbot der Zwangsarbeit festgeschrieben sind. Er legt verschiedene Argumentationsmuster dar mit denen begründet wird, dass 1-€-Jobs von diesem Arbeitszwangsverbot nicht abgedeckt sind. Er fordert dem gegenüber eine strenge, sowohl an die Verfassung als auch an die gesellschaftliche Entwicklung angepasste Auslegung des Arbeitszwangsverbots, welches ursprünglich zur Absicherung gegen die Zwangsarbeitsmechanismen der NS-Zeit eingeführt wurde. Weiterlesen »
Ideologische und herrschaftliche Hintergründe
Dienstag, 16.03.2010 19:00 Uhr Kulturzentrum Paradox Bernhardstr. 10-12 28203 Bremen
Vortrag und Diskussion mit Christian Girschner
Veranstaltung in der Reihe “1 € Jobs: Kritische Perspektiven”
Christian Girschner bietet in seinem Vortrag eine zynische Bewertung des Arbeitsmarktpolitischen Werkzeugs 1-Euro-Job. Ausgehend von einer marxistischen Gesellschafts- und Wirtschaftsanalyse ordnet er 1-Euro-Jobs ein in die Mechanismen der Herrschaftssicherung, mit welchen sich die ökonomischen Eliten die Möglichkeit zur Profitabschöpfung sichern. Dazu legt er dar, wie neoliberale Wirtschaftsideologien mit modernen Selbsttechnologien – den lohnabhängig Beschäftigten als Selbstunternehmer die ihre Waren/Haut zu Markte tragen - und staatlichen Arbeitsmarktpolitik ineinander greifen. Das Resultat dieser Verschränkung ist eine Unterwerfung des Individuums unter die kapitalistischen Verwertungslogik und die gleichzeitige Abschaffung der verbliebenen Schutzmechanismen gegen diese Ausbeutungsstrukturen. 1-Euro-Jobs stellen so Girschner nicht den Endpunkt dieser Entwicklung dar. Weiterlesen »
Subjektive Grunde für und gegen die Annahme eine 1-€-Jobs
Dienstag, 2. März 2010, 19 Uhr, Kulturzentrum Paradox, Bernhardstr. 10-12, 28203 Bremen Â
Vortrag und Diskussion mit Natalie Grimm und Kai Marquardsen
Veranstaltung in der Reihe “1 € Jobs: Kritische Perspektiven”
Natalie Grimm und Kai Marquardsen fragen in ihrem Vortrag nach der Bewertung von 1-€-Jobs durch die (potentiell) Betroffenen. Bereits im Titel legen sie das Koordinatensystem in dem sich ihr Artikel bewegt dar. Zum einen fragen sie nach der subjektiven Bewertung durch die Betroffenen. Zum anderen machen sie deutlich, dass es ihnen um eine dezidiert politische Bewertung des Werkzeugs 1-€-Job geht. In Ihrem Vortrag bieten sie einen Einblick in zwei empirische Forschungsprojekte, die sich mit den Auswirkungen aktueller Arbeitsmarktpolitik beschäftigen. Die ReferentInnen arbeiten vier Dimensionen heraus, die den Hintergrund bilden, vor dem die Entscheidung für oder gegen eine 1-€-Job getroffen wird. Diese subjektiven Bewertungen und Beweggründe werden von den AutorInnen an normative gesellschaftlichen Strukturen und Erwartungshaltungen rückgebunden, was wiederum den Rahmen für die politische Bewertung von 1-Euro-Jobs abgibt. Im Kern steht dabei eine Kritik an Erwerbsarbeit als zentralem sozialem Integrationsmechanismus. Weiterlesen »
Dienstag 2. März 2009, 19 Uhr, Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstr. 34, 28195 Bremen (großer Clubraum)
mit Wilko Zicht, www.wahlrecht.de
Im Jahr 2006 gab es in Bremen ein Volksbegehren “Mehr Demokratie beim Wählen”, initiiert von Mehr Demokratie e.V. Nachdem über 70.000 Menschen für das neue Wahlrecht unterschrieben hatten, verabschiedete die Bremische Bürgerschaft im Dezember 2006 ein entsprechendes Gesetz. Das neue Wahlrecht sieht vor, dass die Wähler/innen nicht mehr nur eine Stimme für eine Parteiliste, sondern fünf Stimmen haben, die sie an einzelne Kandidat/innen vergeben können. Diese können auf einen oder mehrere KandidatInnen einer Partei gehäufelt (kumuliert) oder auch auf Kandidaten verschiedener Parteien verteilt (panaschiert) werden. Dadurch kann die Reihenfolge auf den Parteilisten durch die Wähler/innen geändert werden, was ihnen mehr Einfluss auf die Zusammensetzung der Parlamente ermöglicht. Ferner wird das Wahlalter für die Bürgerschaftswahl auf 16 Jahre gesenkt. Mehr Informationen zum neuen Wahlrecht, das bei der Bürgerschaftswahl am 22. mai 2011 erstmals angewendet werden wird, finden sich u.a. auf der Homepage des Volksbegehrens unter http://bremen.neues-wahlrecht.de/.
Wilko Zicht vom renommierten Internetportal www.wahlrecht.de wird das neue Wahlrecht vorstellen und erste Auswirkungen für die politische Landschaft Bremens skizzieren.
Moderation: Bernd Hüttner, Politikwissenschaftler und Regionalmitarbeiter Bremen der RLS
Samstag, 27.2. 2010, 13:00, Infoladen Bremen. St. Pauli Str. 10-12, 28203 Bremen
Mit CryptoSMS können SMS ver- und entschlüsselt werden. Dieses Tool ist dabei so einfach wie möglich konzipiert, um auch Menschen, die keine Erfahrungen mit Verschüsselung haben, eine einfache Nutzung zu ermöglichen. CryptoSMS basiert auf dem Konzept einer asymmetrischen Verschlüsselung mit Paaren aus privaten und öffentlichen Schlüsseln. Der Workhop führt in die Funktionsweise der Software, ihrer Installation auf verschiedenen Telefonmodellen und ihre praktische Anwendung ein.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine formlose Anmeldung an workshop(bei)citydataexplosion.de erbeten. Grundlage für den Workshop sind neuere Mobiltelefone mit Internetzugang (GPRS, UMTS und/oder WLAN), bitte mitbringen. Eine Liste dafür geeigneter Geräte befindet sich unter http://cryptosms.org/devices.html.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit zakk | klubraum und citydataexplosion,
Freitag, 26.2. 2010, 20:00, zakk | klubraum. Sielpfad 11, 28203 Bremen
Mobiltelefone sind sowohl Instrumente der Kontrolle und Überwachung, als auch Werkzeuge der Selbstorganisation und Selbstermächtigung. Die Benutzung von Mobiltelefonie ergibt neue Formen und Möglichkeiten der Organisation von Bewegungen und Protesten. In dem Vortrag werden Initiativen und Organisationen ausserhalb von Europa und ihre Praxen und Erfahrungen mit mobilen Kommunikationstechniken vorgestellt.
Am Samstag 27.2.2010: Alle haben jetzt Handys. Workshop zu mobilen Medien und Selbstorganisation
Eine Veranstaltung in Kooperation mit citydataexplosion und dem zakk | klubraum.